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Snoopy
31.08.2002, 17:26
Hallo zusammen!

Gibts hier jemanden, der noch eine neue Herausvorderung bautechnischer Art sucht?
Ein Modell, dass nicht jeder hat, dass aber trotzdem ein Vorbild hat?
Wie wäre es mit einer VfW 614?
Die wird heute wohl kaum noch jemand kennen. Es war das erste deutsche Düsenverkehrsflugzeug, dem leider kein großer Erfolg beschieden war, was aber bestimmt nicht am Flugzeug selber lag.
Das letzte fliegende Exemplar befindet sich beim DLR in Braunschweig und dient als In-Flight Simulator.
An bemaßte Skizzen könnte ich evt. rankommen, allerdings fehlt mir eine geeignete Werkstatt und auch die handwerklichen Fähigkeiten für einen Eigenbau.
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass sich relativ einfach ein Modell mit 1,2-1,5m Spannweite realisieren lassen würde, angetrieben von zwei 480er Impellern, die aus je 8 Zellen gespeist werden. Ob es nun BL werden oder nicht müsste der Etat entscheiden.Da die Triebwerke auf den Flächen sitzen könnte man sich ein Fahrwerk evt. sogar sparen.

Hier mal ein Bild vom ATTAS des DLR:
http://www.bs.dlr.de/wt/fb/bs/pictures/ATTAS.GIF

Weitere Bilder vom Erstflug gibts hier:
http://www.generalaviation.de/aircrafts/vfw614/firstflight.shtml

Wer interesse hat kann sich ja mal bei mir melden.

RD
01.09.2002, 21:33
Original erstellt von Snoopy:

Die wird heute wohl kaum noch jemand kennen....
...Das letzte fliegende Exemplar befindet sich beim DLR in Braunschweig und dient als In-Flight Simulator.
na klar kenne ich die,
bin sogar selber mal mitgeflogen, war schließlich bei uns in der Firma ;)

Vor ein paar Jahren wurden die letzten Beiden bei uns verkauft, meines Wissens fliegen sie noch in Südamerika.

Gruß, RD
*derabereinschönesFlugzeuginderFirmafliegt*

Snoopy
02.09.2002, 21:48
Hmm, soweit ich weiß ist einer der 614 von der Flugbereitschaft jetzt Ausstellungsstück am Bremer Flughafen. Was mit der anderen ist weis ich nicht.
Ist aber auch nicht ganz einfach so einen Bomber am Leben zu halten.
Die Triebwerke wurden eigens für den Flieger entwickelt und sonst nirgendwo anders benutzt. Das macht die Wartung nicht gerade einfacher.

Das DLR sitzt jetzt auch auf einem Haufen Bugradreifen, Spezialanfertigung, unter 50 Stück wurde keine neue Produktion aufgelegt :D

Fliegen tut sie gut, das durfte ich auch schon life erleben :)

[ 02. September 2002, 21:49: Beitrag editiert von: Snoopy ]

ufisch
05.09.2002, 12:30
Original erstellt von Snoopy:
Hallo zusammen!

Es war das erste deutsche Düsenverkehrsflugzeug, dem leider kein großer Erfolg beschieden war, was aber bestimmt nicht am Flugzeug selber lag.
Die VFW 614 war nicht das erste deutsche Düsenverkehrsflugzeug. ;)

Das war die B-152 "made in DDR", die gut 10 Jahre früher flog. Aber die VFW 614 war auf alle Fälle das erste deutsche Düsenverkehrsflugzeug, das in Serie gebaut wurde und im Liniedienst eingestzt war.

Link zur B-152
http://home.t-online.de/home/frank.manke/152.htm

http://home.t-online.de/home/frank.manke/gf-v1-12.jpg

IchWeisNix
05.09.2002, 16:10
Das Teil sieht aber ganz schön 'russisch' aus ;)
Antonow war zu der Zeit wohl öfter in der DDR anzufinden? ;)

UErbe
05.09.2002, 17:05
Hallo alle zusammen..

An dieser Maschine ist nichts russisch..
Alles Eigenentwicklungen..
Mann hatte damals sogar eine Zusage von der Sowjetunion, eine bestimmte Anzahl abzunehmen.
Es blieb aber nur bei der Zusage, welche dann später zurückgenommen wurde. Das Problem.. man hatte schon einige Maschinen fertig, welche bessere Leistungsdaten als die der bisherigen russischen Maschinen hatten. So weit ging dann die "brüderliche Völkerfreundschaft" dann wohl auch nicht. Effekt: Die Interflug hatte fast nur russische Maschinen im Fundus.

ufisch
07.09.2002, 09:16
Der Konstrukeur der B-152 hieß Baade und war bis Kriegsende bei Junkers beschäftigt. Er machte dann einen "Kurzaufenthalt" bei den Russen und konstruierte dort mindestens ein Flugzeug, bevor er in die DDR zurückging.
Das die Russen den DDR - Flugzeugbau dichtgemacht haben, ist genauso ein Gerücht, wie das die amerikanische B-52 auf der DDR - B-152 beruht. ;)
Der DDR sind einfach die Kosten und der Zeitplan völlig aus dem Ruder gelaufen und irgend jemand hatte dann die Notbremse gezogen.

ufisch
07.09.2002, 09:21
Ups noch was vergessen.
Einige Leute, die bei der B-152 mitgearbeitet hatten, findet man dann bei der VFW 614 wieder. Zum Beispiel den Obering. Fritz Freytag, Chefkonstrukteur und Technischer Direktor der Flugzeugwerke in Dresden. Fritz Freytag machte sich später noch einen Namen bei seiner Mitwirkung an der C-160 "Transall" und bei der Fa. VFW.