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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Störungen bei Doppelimpeller-Betrieb



heiner
02.06.2003, 11:20
Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem. Wenn ich ein Modell mit 2 Impellern, 2 Reglern betreibe habe ich nicht erklärbare elektronische Störungen. Motoraussetzer, unkontrollierte Ruderausschläge.
Folgende Komponenten sind im Einsatz:

Sender: GRAUPNER MC-12 Kanal 66
Empfänger: MICRO-8 DSQ
Regler: SMILE 40-6-18 opto
SMILE 40-6-12 BEC abgeklemmt
Antrieb: 2 x FUN 400-36 in WEMOTEC Minifan
Empfängerakku: 4 x 800er
4 x GRAUPNER C261 Servos
10 x 2400er SANYO Fahrakku

Nach ca. 1,5 min Flug tritt das Problem auf, der Flieger ist dan kaum noch zu beherrschen. Wenn ich die Komponenten einzeln betreibe gibt es in keiner Kombination ein Problem. Daher vermute ich das sich hier etwas nicht verträgt, aber was. Wer hat einen Rat?

Heiner

Pfeiffer
02.06.2003, 13:10
Ich habe eine S37 Berkut und die hat ähnliche Probleme, die schon bei Reichweiten Tests auftreten, deshalb habe ich sie noch nicht geflogen. Allerdings dürfte es bei meiner Berkut daran liegen, daß die Motorkabel zwischen Akku und Impeller zu lang sind ca. 20 bis 25cm. Ich werde demnächst Tests mit einer anderen Antennenausrichtung machen, damit diese nicht parallel zu den Motorkaben liegt. Vielleicht hilft das.

Noch etwas anderes, hast Du nicht in irgendeinem anderen Artikel geschreiben, daß Du auch die Berkut von Offshore fliegst? Stimmt Dein Schwerpunkt mit den Planangaben überein?

heiner
02.06.2003, 17:11
Ja,

ich habe unter anderem auch die S-37 Berkut von Offshore. Meinst du die Probleme kommen von der Kabellänge parallel zur Antenne?
Bei meiner ME-262 hatte ich exakt das gleiche Problem und da liegen die Kabel ja nicht parallel, da sie in den Flächen sind. Ich glaube eher termische Probleme im Regler, nur da die nicht über BEC gekoppelt sind, frage ich mich wo diese Störungen herkommen.

Heiner

heiner
04.06.2003, 08:17
Hallo,

ich glaube ich habe das Problem herausgefunden. Es sind die Regler bei 1/2-3/4 Gasstellung. Zunächst habe ich den Strom je Antrieb gemessen, das sind 24 A je Antrieb, also i.O. für 40 A Regler. Bei Vollgas oder fast Leerlauf ist alles normal, keine Störungen oder Temperaturprobleme. Doch wenn mann den Schub um ca. 20 % zurücknimmt flattern die Ruder und die Motoren touren rauf und runter. Bei Vollgas konnte ich den Empfänger sogar als Sandwich zwischen die Regler klemmen alles war i.O. Jedoch bei Teillast waren selbst 20 cm Abstand nicht genug! Also muß der Einfluß meiner Meinung doch über die Kabel kommen, obwohl ich einen Optokoppler und einen Regler mit getrenntem BEC verwendet habe. Werde heute mit 2 STück BEAT Optoregler testen.
5.6.2003 Habe gestern einen SMILE opto mit einem BEAT opto kombiniert und getestet, jetzt sind die Störungen fort!

Heiner

[ 05. Juni 2003, 08:10: Beitrag editiert von: heiner ]

UM-Rheine
05.06.2003, 20:14
Hallo zusammen, ich hätte gerne ein Problem (gelöst)

habe bei meiner Pampa das gleiche Problem, Motoraussetzer, unkontrollierte Ruderausschläge, Bei Vollgas und Leerlauf treten diese Probleme nicht auf. Nur bei Teillastbetrieb.

Folgende Komponenten kommen zum Einsatz:

Sender: MC 20, Kanal 182
Empfänger: C19
Regler: Smile 40-6-12 mit BEC
Motor: FUN 40-36, Minifan
Servos: Hitech
Flugakku: SANYO 10 X 1600, 4/5

habe alle Servokabel im Rumpf die parallel zum Stromkabel (Regler-Motor ca. 25 cm) laufen mit Alufolie abgeschirmt, nur das Kabel für das Querruder nicht. An Querruder treten auch keine Probleme auf. Die Antenne wird ca. 10cm vom Regler entfernt direkt aus dem Rumpf zum Seitenleitwerk herausgeführt. Habe auch schon mit Schleppantenne geflogen, gleiche Probleme. Werde am Wochenende BEC abklemmen und Empfängerakku mitnehmen.

[ 05. Juni 2003, 20:18: Beitrag editiert von: U. Müller ]

heiner
06.06.2003, 08:12
@ U. Müller,

was ich mittlerweile herausgefunden habe, ist daß die SMILE Regler arge Störungen verursachen können im Teillastbetrieb. Bei meinem Problem konnte ich auch durch trennen des BEC (rotes Kabel abziehen) das Problem nicht in den Griff bekommen, die Störungen kommen dann noch immer über Minus und Impuls in den Empfänger. Bei mir hat nur der Einsatz von Opto Reglern das Problem gelöst.
Ein Freund von mir hatte auch sehr oft Störungen dieser Art, er hat sich jetzt von seiner MC-12 getrennt und eine andere Steuerung gekauft, da sind die Probleme auch fort.
Also die Ursachen von Störungen sind vielfältig und durch die unterschiedlichsten "Lösungen" zu beheben. Jedoch erklären kann man das in den seltesten Fällen.
Da hilft nur probieren geht über studieren.

Heiner

Dennis Schulte Renger
06.06.2003, 08:44
HI!!

Hat schonmal jemand versucht einen Regler von einer anderen Marke zu benutzten??
Vermute dass das das Problem lösen könnte. von Hacker Master Reglern habe in diesem Zusammenhang noch nichts gelesen.
Leider kenne ich niemanden der mir mal so einen zur Verfügung stellen könnte.

heiner
06.06.2003, 11:40
Dennis,

ich muß das noch einmal klarstellen. Bei meinen Reglern kommt das im Betrieb mit einem Regler auch bei keinem der Regler vor, alle laufen o.K.

Nur wenn ich 2 Regler für 2 Impeller nehme habe ich das Problem, wenn ich einen BEC mit einem Opto kombiniere. Ich habe auch andere Regler zB Jeti, SMILE BEAT, Schulze

Heiner

booma
06.06.2003, 11:49
@ Uli

habe alle Servokabel im Rumpf die parallel zum Stromkabel (Regler-Motor ca. 25 cm) laufen mit Alufolie abgeschirmt, nur das Kabel für das Querruder nicht. An Querruder treten auch keine Probleme auf. Soweit ich weiss treten die Servokabel ungewollt als Antennen in Aktion. Dies ist natürlich besonders der Fall, wenn eine gewisse Länge der Servokabel erreicht wird. Die Störung wirkt dann allerdings nicht direkt auf das Servo, sondern erst über die Beeinflussung des Empfängers, was dann ein Bewegungsmuster am Servo verursacht.

Rein logisch argumentierend, müsstest Du also eine Abschirmung genau dort anbringen, wo Du lange Servokabel hast. Auf welchem Servo die Störung sichtbar wird ist dann unerheblich.

Wie sieht es mit Verdrillen und Ferritkernen bei Dir aus?

Dennis Schulte Renger
06.06.2003, 11:54
HI Heiner!!

Hast da das Ganze auch wenn du einen Schulze Opto und einen Schulze BEC nimmst?? (oder Jeti)

heiner
06.06.2003, 14:03
Dennis,

werde ggf. andere zur Probe auch testen, aber ich werde zukünftig warscheinlich beide Motoren an einen Regler hängen, das soll auch funktionieren und spart zusätzlich noch Gewicht.

Heiner

Dennis Schulte Renger
06.06.2003, 19:51
Autsch!!

Davon kann ich dir nur ganz ganz stark abraten.

Problem beim impellerbetrieb ist du siehst nicht ob beide Motoren wirklich laufen. Wenn nicht, dann haste ein Problem.

Bei Propellern sieht man ja wenigstens noch ob sie laufen.

also da würde ich die Finger von lassen.

Herb
06.06.2003, 21:41
Heiner, Ferritkerne versuchen :) ...

Christian Abeln
07.06.2003, 07:33
Original erstellt von Dennis Schulte Renger:
Autsch!!

Davon kann ich dir nur ganz ganz stark abraten.

Problem beim impellerbetrieb ist du siehst nicht ob beide Motoren wirklich laufen. Wenn nicht, dann haste ein Problem.

Bei Propellern sieht man ja wenigstens noch ob sie laufen.

also da würde ich die Finger von lassen.Einfach die Gastrimmung am Boden nen paar Rasten nach vorne bis die Imps gerade so laufen. Da kann man dann sehen ob beide anlaufen oder eben nicht. Falls nicht, nochmal probieren. wenn sie beide Lafen ists Ok :) Das ändert sich dann im Flug auch nicht so kann man das Problem umgehen ;)

heiner
10.06.2003, 08:05
@ Herb,

Ferritkerne habe ich noch aus meiner Zeit mit Bürstenmotoren, Störungen dieser Art habe ich damit bisherbisher noch nie beheben können.

Werde es aber auch mal aus Interesse testen.

Heiner

MaBa
10.06.2003, 19:42
Hallo zusammen,

ich habe zwar noch keine praktischen Erfahrungen mit bürstenlosen Motoren, aber als Elektiker würde ich auf die stark pulsierenden Eingangsströme tippen. Mal vor jeden Regler einen guten schaltfesten Elko setzen. Hier geht es um die gleiche Problematik: lesen (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=000377) . Peter Rother schreibt da was sehr informatives über den pulsierenden Strom. Aus diesem elektischen "Müll" soll dan das BEC einen sauberen Gleichstrom erzeugen. Da habe ich so meine Zweifel.

vieleicht hilft es
Mathias

[ 10. Juni 2003, 19:46: Beitrag editiert von: MaBa ]

Elektroralf
15.06.2003, 15:03
Original erstellt von heiner:
Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem. Wenn ich ein Modell mit 2 Impellern, 2 Reglern betreibe habe ich nicht erklärbare elektronische Störungen. Motoraussetzer, unkontrollierte Ruderausschläge.
Folgende Komponenten sind im Einsatz:

Sender: GRAUPNER MC-12 Kanal 66
Empfänger: MICRO-8 DSQ
Regler: SMILE 40-6-18 opto
SMILE 40-6-12 BEC abgeklemmt
Antrieb: 2 x FUN 400-36 in WEMOTEC Minifan
Empfängerakku: 4 x 800er
4 x GRAUPNER C261 Servos
10 x 2400er SANYO Fahrakku

Nach ca. 1,5 min Flug tritt das Problem auf, der Flieger ist dan kaum noch zu beherrschen. Wenn ich die Komponenten einzeln betreibe gibt es in keiner Kombination ein Problem. Daher vermute ich das sich hier etwas nicht verträgt, aber was. Wer hat einen Rat?

HeinerHallo Heiner
probier doch mal, wenn du hast einen Beat 80 Drehzahlsteller.

Wenn ich das richtig lese hast du einen opto und einen BEC Regler im Einsatz.
Besser wäre ja da schon 2 Opto-Steller zu verwenden
Ich hatte auch schon Störungen, wenn ein Empfänger zu Nahe an den Drehstromkabel war
Abhilfe: Alufolie um die Drehstromkabel gewickelt - Störungen ade.

Ich denke das Anlaufen ist speziell bei den BEAT eh kein Problem. Die Bremse kannst du ja ausschalten. So drehen sich die Imps eh beim fliegen und laufen syncron.

Grüße

[ 15. Juni 2003, 15:08: Beitrag editiert von: Elektroralf ]