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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungsbericht für Anfänger beim Bau eines Elektro UHU 9400.300



marvel_master
14.07.2008, 23:19
Hallo,

eventuell sind folgende Zeilen für Käufer eines Elektro UHU 9400.300 ganz hilfreich.
Für die ganzen Profis von diesem Forum hat dieser Beitrag keine Relevanz.

Wenn man überhaupt keine Bauteile hat, kann man eigentlich direkt das
Komplettset kaufen. Kauft man die Sachen einzeln, bezahlt man im Endeffekt
wesentlich mehr.

Bei dem Komplettset fehlt allerdings der elementare Aktivator. Ohne diesen
braucht man gar nicht erst anfangen. Man muss diesen also dazu kaufen.
Lässt man diesen beim Kleben weg, härtet der UHU Por Kleber nicht aus und
es wird niemals die Stabilität wie mit dem Aktivator erreicht. Die folge ist, dass
geklebte Teile raus brechen etc. Also sinnfrei ohne Aktivator.

Bevor man mit dem Bau anfängt, sollte man die Bauanaleitung mehrmals durchlesen.
Es sind zwar schöne Bilder enthalten, allerdings fehlen teilweise elementare
Hinweise. Baut man direkt nach Anleitung, wird man im Endeffekt Teile neu
kaufen müssen, weil man den halben Flieger wieder auseinander reißen muss, damit
man zum Beispiel die Stahlseile für die Ruderanalage überhaupt anbringen kann.

Damit man alle diese Probleme nicht hat, sollte man alle Bauteile erstmal ohne
Kleber zusammenbauen. Gucken wo gehört was hin und immer wieder testen. Passt
die Länge, gehört das auch wirklich da hin. Was muss ich machen, damit ich
nicht den Flieger wieder auseinander reißen muss, weil ich irgendwas vergessen habe.

Beim ersten Zusammenbau benötigt man sicherlich mehrere Stunden. Weiss man erstmal
was man macht, würde man den zweiten Flieger mit Aktivator in 30 Minuten zusammen
bauen können.

Bevor man die Elektronik einbaut, sollte man sie erstmal neben dem Flugzeug testen.
Zusätzlich den Motor kalibrieren. Der Gashebel ist rechts an der Fernbedienung angebracht.

Als sehr knifflig erwiesen sich die Steuerelemente für die Ruderanalage. Die Halterungen
müssen mit einem 2,1 Millimeter Bohrer aufgebohrt werden. Kein Anfänger hat so etwas
zu Hause rumliegen. Als Alternative sagt die Anleitung, dass man einfach mit einem
Balsamesser ein 2,1 Millimeter Loch rausschneiden soll.
Haha.
Kann man natürlich machen. Die folge ist allerdings, dass man dadurch das Gewinde
indirekt verkleinert und die Stabilität verringert.
Angenommen man kriegt es trotzdem hin, dann soll man noch eine Stoppmutter dort einbauen.
Die ist allerdings viel zu dick und muss erstmal um die Hälfte abgeschliffen werden.
Da die nur 2 Millimeter hoch + breit ist, ist das auch nicht so trivial.

Hat man dann den Flieger zusammengebaut, stellt man fest, dass die Höhen + Seitenruder
viel zu star sind. Muss man also erstmal hin und her biegen. Das hat dann irgendwann
zur Folge, dass die fast abbrechen. Also muss man Tesafilm oder ähnliches nehmen,
damit das nicht passiert. Alles also nicht so einfach.

Die Cockpit-Kanzel kann man zwar theoretisch aufstecken, allerdings hält die nicht wirklich. Folge ist, dass man diese mit Tesafilm einwickelt, damit sie auch drauf bleibt.

Beim ersten Start dann die Fernbedienung an, Akku anstecken, und vom zweiten Mann
starten lassen. Der Dritte (ein Profi) fliegt dann eurer Flugzeug.
Ihr würdest es sonst direkt in den Boden rammen. ;-)

Soll heißen, wenn ihr nicht direkt mit Heisskleber arbeiten wollt, um euren zerbrochenen
Flieger wieder zu flicken, solltet ihr es euch von einem Profi beibringen lassen.

Viel Spass beim fliegen

Gruß
Marvel

PS: Ich gehe Morgen in ein Bastelgeschäft und kaufe Heisskleber. ;-)

Gast_17021
15.07.2008, 13:47
Moin!
Den Motor vor dem Einbau zu kalibrieren, ist eine, gelinde gesagt, heiße Sache!
Wie willst du den denn festhalten? Mit der Hand? Du weißt ja wie ein Schreiner Bier bestellt, oder? Das kann man ohne weiteres auch im fertigen Modell machen! Ohne Gefahr oder Nachteile!
So wie du diesen "Test" hier schreibst, werde ich meinen Anfängern, ohne je einen E-Uhu gebaut zu haben, weiterhin den EGE (Easy-Glider, MPX) empfehlen! Da muss niemand an Gewinden "basteln" und wenn man strikt nach der Anleitung baut, gab es selbst für einen 12 Jährigen keine wirklichen Fragen!
Zudem, finde ich, sieht ein EGE mehr nach FLugzeug aus und lässt sich einfacher Tunen, durch den vorne eingebauten Motor und riesigen dazugehörigen Motorspant, wenns denn irgendwann mal zu langweilig wird...
Gruß Christian

marvel_master
15.07.2008, 20:49
Hi,

> Den Motor vor dem Einbau zu kalibrieren, ist eine, gelinde gesagt, heiße
> Sache! Wie willst du den denn festhalten? Mit der Hand?

Na ja, bei dem Motor ist nix montiert. Also dreht sich da nur die Antriebswelle. Die Proppelflügel muss man nachträglich dran bauen. Wobei ich mich gefragt habe, ob ich irgendwann die Schrauben dafür überdrehe...

> Du weißt ja wie ein Schreiner Bier bestellt, oder?

Ja, 4 Bier für mich und meine Gesellen. ;-)

> Das kann man ohne weiteres auch im fertigen Modell machen! Ohne Gefahr
> oder Nachteile!

Ja, das stimmt natürlich.

> So wie du diesen "Test" hier schreibst, werde ich meinen Anfängern, ohne je
> einen E-Uhu gebaut zu haben, weiterhin den EGE (Easy-Glider, MPX)
>empfehlen!

Ja, da gebe ich dir Recht. Wenn diese EGE Modelle solche Nachteile nicht haben, dann sollte man damit anfangen.
Obiger Bericht dient auch einfach nur als Hilfestellung, falls mal ein anderer so ein Flieger zusammenbauen will oder als Hinweis, dass der EGE vielleicht doch die bessere Wahl ist.

> Da muss niemand an Gewinden "basteln" und wenn man strikt nach der
> Anleitung baut, gab es selbst für einen 12 Jährigen keine wirklichen Fragen!

Ja, vielleicht werde ich irgendwann mal so einen Easy-Glider als Zweitflugzeug mir zulegen. So teuer sind die ja nicht.

....

Ja, so lernt man dazu. ;-)

Gruß
Marvel

PS: Eine Tragfläche kostet übrigens 10 Euro als Ersatzteil. ;-)