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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Magnete von Aussenläufern und das Auswuchten



Danger
16.07.2008, 23:07
hallo,

ich wollte mal wissen, wie die magnete in einer rotorglocke von außenläufern aufgebracht sind. ich habe einen 16poler und nun ist die frage, wie die feldlinien auszusehen haben... (ich bau mir gerade eine glocke selber)

sollen die sich gegenüberliegenden anziehen, oder abstoßen? sollen die nebeneinander liegenden sich anziehen oder abstoßen?

es ist nicht so einfach... daher frage ich. es soll später als wirbelstrombremse verwendet werden können, nicht als antrieb...

wärs möglich vill eine zeichnung zu bekommen? wie macht man die magnete am besten innen an der aluglocke fest? kleben, oder klemmen?

gast_15994
16.07.2008, 23:10
www.powercroco.de/magneteinbau.html
www.powercroco.de/magnetkreis.html

Danger
16.07.2008, 23:44
ok, danke :)

Danger
29.07.2008, 17:18
so, ich hbe dieses teil jetzt gebaut und habe es bereits an meine welle montiert. so... nun habe ich baer ein problem!

die gesammte glocke, wenn sie montiert ist, schlägt um ca. 0,05mm, was eine enorme unwucht bei ca. 3000-5000U/min auslöst. wie kann ich das ganze jetzt auswuchten?

im moment sieht meine motorglocke so aus, wie auf dem bild unten (ich brauche es für nen projekt von mir ;) )

kann mir da jemand einen tipp geben, wie ich das anstellen kann? ich weiß ja net mal wo die unwucht ist! das is ja mein problem :(

Danger
30.07.2008, 16:32
hat keiner eine idee?

Andreas Maier
30.07.2008, 17:46
Doch....
Ausrichten < 0,01mm aber nur wenn die ganze Aperatur kräftig aufgebaut ist.

gruß
Andreas

Danger
30.07.2008, 18:44
das problem liegt ja nicht am ausrichten. das problem liegt in den rotierenden teilen!

Gast_56
30.07.2008, 18:52
Hallo,

ich habe da neulich eine tolle Idee bei einem Kollegen gesehen, der Wellen für Turbinen "feinwuchtet". Dazu wurde die Welle auf zwei sehr leichtgängigen Keramiklagern gelagert, welche wiederum auf einer kleinen festen Bodenplatte montiert waren (über zwei Halter oder so). Unter der Platte befand sich ein alter Rasierapparat. Hat man diesen angeschlossen, so bewirkten die feinen Vibrationen ein drehen der Welle mit dem schweren Teil (also der Unwucht) nach unten.
Viel besser kann ich es nicht erklären, aber vielleicht hilft der Tipp mit dem Rasierer und den feinen Vibrationen ;)

Gruß
Heiko

Danger
30.07.2008, 19:08
ok, das könnte ich eventuell probieren, danke schonmal für den tipp! (leider kann ich das teil nicht mehr ausbauen :( )

für weitere tipps bin ich aber dennoch sehr dankbar!!!

FamZim
30.07.2008, 21:40
Hi

Kann man sehen das die Glocke eiert??
Wenn ja ist die Welle schief drinn und muss neu befestigt werden.
An sonsten möglichst leicht lagern, zur not mit Wibration das schwere nach und bekommen, und dort etwas abschleifen oder feilen.
Andernfalls an der leichten seite (oben) von innen zwischen den Magneten "auskitten" also schwerer machen.

Gruß Aloys.

Danger
30.07.2008, 22:37
also die welle kanns eigentlich nicht sein, die habe ich selber frisch gedreht, alles in einer einspannung, also dürfte da nichts eiern von der welle her...

sehen kann man das auch nur, wenn man richtig genau hinschaut. laut messuhr sind es 0,1mm

bei ca. 3000rpm treff ich anscheinend irgendeine eigenfrequenz, also habe eine starke resonanz. bei ca. 6000rpm merke ich nur noch leichte vibrationen. aber das alles geht ja auf die kugellager, von daher ist es ja nicht so wirklich gut...

ich würde auch das auskitten bevorzugen. aber naja, ich probiers mal mit den vibrationen, aber ich glaube mal nicht, dass ich da zu einem guten ergebnis komme... wie gesagt, weitere vorschläge sind gerne willkommen!


p.s.: wenn ich noch zeit habe, stelle ich einfach nochmal so ein ganzes teil inklusive welle her. wenn das dann immernoch schlägt, oder eine unwucht hat, dann weiß ich auch nicht mehr weiter...

FamZim
31.07.2008, 15:38
Man kann auch alles ein wenig "weicher" lagern wie die Verbrenner, die dämpfen das mit Gummi.
Auswuchten ist natürlich besser.

Gruß Aloys.

Danger
31.07.2008, 15:54
ja, wenn ichs net auswuchten kann, dann muss ichs wohl oder übel leicht dämpfen, das is aber nicht wirklich gut...


naja, der tipp mit dem rasierer... hat net geklappt :( habs versucht alles in schwingungen zu versetzen, aber es hat sich nix bewegt, egal wie ichs angestellt hab! rüttelplatte hatte ich auch versucht

FamZim
31.07.2008, 22:26
Hi

Wenn die Welle hinten auch raussteht, kann man es auf 2 Lineale legen, dann gibts keine Reibungsverluste.
Die Lager können zur not auch drauf bleiben.
Aber dann dreht das schwere ganz sicher nach unten!!!

Gruß Aloys.

Danger
01.08.2008, 01:05
ok, das wäre eine möglichkeit! probier ich nochmal aus, danke :)

hab auch noch mal eine wirklich 100% exakte welle aus silberstahl, statt aus normalem stahl hergestellt. falls das nicht klappen sollte mit den linealen, kann ich ja mal schauen, was dabei herauskommt ;)oder ich bau nochmal eine glocke, muss aber schauen wie ich das diesmal mit den magneten mache...

vorteilhaft ist es ja, die glocke aus stahl zu bauen. aber dadurch wird das ganze nochmals schwerer... derzeit is das teil aus alu gebaut. is halt schon nen verdammt großer durchmesser... und nicht wirklich prickelnd für die flussdichte.

oder soll ich nochmal eine glocke aus stahl bauen? ich weiß nur nicht, wie ich die magneten wirklich 100% exakt an ihre stelle tun soll dann... bei der jetztigen glocke haben wir einfach tachen eingefräßt und dort die magnete befestigt. aber bei stahl is das net so einfach :(

soll ich jetzt nochmal alu nehmen, oder doch das risiko eingehen und auf stahl gehen?

FamZim
01.08.2008, 14:07
Hi

Wo die Magnete sitzen muss sowiso Stahl rein, das ist der Rückschluss für das Magnetfeld!!!!!!!!!!!

Kanst ja das Alu bis auf einen Zentriersitz wegdrehen und dann einen dünnen Stahlring draufkleben.
Der muss so lang sein wie die Magnete und so dick wie Magnetbreite durch 4 !!

Gruß Aloys.

Danger
01.08.2008, 15:21
also ich habe das ganze mal etwas ausgewuchtet (durch probieren) das mit dem lineal hat auch ent ganz so funktioniert, wies sein sollte, aber naja... jetzt hat er zwar noch kleine vibrationen, die bekomm ich aber vermutlich auch nicht ganz weg.

im moment funktioniert der wirbelstromgenerator eigentlich auch ohne rückschluss ganz gut. zumindest nen axi 2820 überlastet er ziemlich gut!also es fließen ströme von mehr als 40A bei 3s lipos.

wie gsagt, ich bau mir nochmal eine neue glocke, aus stahl. aber das kann ich erst machen, wenn ich wieder irgendwo ein praktikum mache. dann muss ich auch schauen, dass der zylinder besser eingepasst wird. derzeit habe ich 1mm platz zwischen magneten und zylinder. is auch nicht gerade optimal, aber nagut, damit muss ich jetzt leben.oder gibts solche glocken schon fertig zu kaufen? wäre natürlich noch besser.

FamZim
01.08.2008, 15:23
Hallo Christian sie mal

da www.powercroco.de/magnetkreis.html

Ich hoffe das es Klappt :D

Gruß Aloys.

Danger
01.08.2008, 16:24
das prb liegt nicht in der theorie, das prob liegt in der herstellung der drehteile! ich habe alo gewählt aus dem grund, weil es leichter zu bearbeiten war. die herstellung ist eben das schwere an der ganzen sache...

steve
02.08.2008, 10:19
Hallo,
vor kurzen bekam ich auch einen Motor, bei der ziemliche Vibrationen entwickelte und sichtbar unrund lief. Machte in der Summe nicht viel, ausser einer leichten Vibration bei 30.000. Denke mal, die Teile laufen dann in einer Art Magnetbahn.

Als erstes habe ich die Welle neu positioniert. Das brachte dann bereits weitgehend Ruhe in das System. Dann wollte ich allerdings bestimmte Metallspinner und custom-made-Props verwenden und es kam wieder Unruhe rein.
Um diese Unwucht zu minimieren, wurde der Spinner auf der Welle um jeweils 90° gedreht, nach jeder Drehung ein Testlauf gemacht und auf Veränderungen bei den Vibrationen geachtet. Wenn es weniger wird, dann wird das Spiel in diesem Winkelbereich mit 45° Schritten wiederholt. Und siehe da, es fand sich dann sehr rasch eine Position mit akzeptabler Rest-Vibration.

Wenn es nur um die Glocke geht, kann auch zunächst an einer beliebigen Stelle etwas Knette in die Ritzen zwischen den Magneten aufgetragen werden. Dann wird wie oben beschrieben die Position und evtl. auch die Masse geändert, bis ein akzeptabler Rundlauf gefunden wurde. Diese Methode funktioniert um so besser, je geringer die Unwucht ist.

Für die erste Orientierung find ich die Rasierer-Methode optimal. Werde das auch mal ausprobieren.

Eine weiche Aufhängung kann ich übriges nicht empfehlen. Eher das Gegenteil. Einige Antriebe bekam ich erst gebändigt, nachdem ich den Akku nicht mehr locker in den Rumpf schob, sondern die Masse des Akkus durch eine stamme Führung direkt mit dem Motorspant verband. Das ist besonders bei dicken, großen Rümpfen wichtig. Spart viel Baugewicht und erlaubt vergleichsweise leichte Motorspanten.

Grüsse

FamZim
02.08.2008, 10:20
Hi

Wenn Du das Teil nur als Bremse brauchst, kannste ja die Magnete auf das stehende Teil "irgendwie und irgend wo", aufkleben.
Die dann Magnetfreie Aluglocke sollte da rund raufen .
Ist ja nur ein Drehteil.
Das kann man auch noch MIT Welle nach drehen.

Gruß Aloys.

Danger
02.08.2008, 11:06
und wie soll ich dann die wärme abführen? ne, also es sollte schon die glocke mit den magneten sein... weil am aluzylinder, da kann ich kühlkörper anbringen und dann passt die sache schon.

aber wenn ich dann eine glocke aus dem vollen drehe, dann dürfte das ganze auch wieder stimmen. die frage is nur von der welle, ob die noch stimmt.

ich bräuchte irgendwo noch nen härteres material... normaler stahl zerdrückt sich, wenn ich da ne madenschraube reindrehe -.-

DieterH
02.08.2008, 11:21
Wenn die Welle hinten auch raussteht, kann man es auf 2 Lineale legen, dann gibts keine Reibungsverluste.
Nach dieser Methode wuchte ich Impeller-Rotoren aus.
Jedoch verwende ich zwei Blechstreifen, die messerscharf und gerade geschliffen werden. Die werden dann im richtigen Abstand waagrecht und genau parallel montiert.
Wenn man jetzt die Welle darauflegt, wird der schwerere Teil der dazwischenliegenden Glocke immer nach unten ziehen, denn der Rollwiderstand ist sehr gering.
Zweite Möglichkeit: Ist die Wellenbohrung in der Glocke wirklich genau axial ?
Gruß
Dieter

Christian Lucas
02.08.2008, 16:47
Hi,
ich verwende zum Statischen Wuchten zwei alte Parallelendmase auf die ich zusätzlich noch jeweils eine 2mm Lochnadel auflege.Das Vibrieren mach ich nach alter Instrumentenbauer Methode in dem ich das Girfstück eines Schraubenziehers auf die Platte auflege und den St teil zwischen den Fingern zwirble .So haben wir bei der Montage von Fluginstumenten nach jeden Arbeitsschritt die leichtgängigkeit überprüft.

Danger
03.08.2008, 01:46
also das letzte habe ich nicht ganz verstanden, was gemeint ist...

aber die bohrung ist 100% axial!! das habe ich alles in einer einspannung gedreht, selbst die bohrung ist ausgedreht! also wenn das nicht axial ist, dann fresse ich einen besen ;)

Fred
03.08.2008, 13:09
Hallo !

Ich glaube mich zu erinnern das du einen Unrundlauf von mindestens 0,1 mm gemessen hast ! Wie ist die Welle festgemacht ? ist die Welle eingepreßt ? ist die Welle leicht krumm ? ist dir beim einpressen etwas schiefgelaufen im wahrsten Sinn des wortes ? das sind alles Gründe für einen Unrundlauf !

sind die Magnete im gleichmäßigen Abstand eingeklebt ? das ist ein Grund für eine Unwucht !

Servus Fred

Danger
03.08.2008, 13:38
also ich habe mal die welle ohne glocke laufen lassen und festgestellt, dass diese auch vibriert!

ich verstehs aber nicht, warum...weil die welle ist wirklich aus einem stück gedreht ist. vielleicht ist aber diese unwucht (weil den mittelteil der achse habe ich nicht überdreht) von 0,1mm schlag auch dafür verantwortlich. d.h. die glocke läuft 100% aber die unwucht der welle wird net ausgeglichen!

komisch das ganze...

also die lager der welle sind eingepresst und da die welle an einem stück gedreht ist, müssten sie auch echt kolinear laufen. wieso gibt es aber vibrationen? is das wirklich dieser 0,1mm schlag der welle?

die glocke sitzt mit madenschrauben auf der welle. allerdings ist die luft zwischen glocke und welle <0,01mm, da es gerade so keine presspassung mehr ist.

die magneten sind 100% richtig eingeklebt, da sie mit einer CNC maschine eingepasst wurden.

Fred
03.08.2008, 23:59
Hallo !

die glocke sitzt mit madenschrauben auf der welle. allerdings ist die luft zwischen glocke und welle <0,01mm, da es gerade so keine presspassung mehr ist.

Beim festziehen der madenschraube stellt sich die bohrung zur welle immer schräg, wenns auch nur 1/100 ist wenn du keinen rundlauf zustande bringst wird dir das wuchten auch nicht viel nützen mit deinen vorrichtungen !

Servus Fred

versuch die welle mit 0,01 luft mit loctite 648 einzukleben dann brauchst du keine schraube mehr und dann messen mit meßuhr !

Danger
04.08.2008, 11:24
es sind um genau zu sein 3 madenschrauben. alle werden gleich angezogen. aber ja... kann gut sein, dass es sich schräg stellt...

aber wenn es fetgeklebt ist, wie bekomme ich dieses teil dann wieder runter???


ich muss jetzt auch erstmal schauen, wo ich an eine drehbank rankomme, um mir meine neue glocke und meine neue welle zu fertigen.

die welle wird aus silberstahl und die glocke aus normalem baustahl. oder hat jemand ne bessere idee? die welle deswegen aus silberstahl, weil sie dann härter als normaler stahl ist.

p.s.: wo bekomme ich diesen kleber her? ich habe hier nur den UHU sekundenkleber für metalle, der ist aber dickflüssig, verläuft also nicht so gut.

steve
04.08.2008, 14:14
Hallo,
die Welle in der Bohrung erst festkleben. Dazu eine Vorrichtung verwenden. (Einfache Trommel aus Alu) Aussendurchmesser, wie Innendurchmesser der Glocke incl. Mag. Nach dem Aushärten wird die Welle mit den Schrauben nochmals gesichert. Hält bisher bis 4kw:

Raus bekommst Du die Welle, wenn Du sie etwas erwärmst oder ansonsten mit roher Gewalt. Nehme dazu immer die Trommel, in der ich die Welle in der Glocke positioniere und dann wird sie mit kontrollierten Hammerschlägen wieder raus getrieben. Aber aufpasssen: Die Welle muss eine Phase haben, sonst bekommt sie vom Hammer einen Grad und der versaut Dir die Bohrung dann absolut gründlich.

Wenn Du sowas hast, gehen auch umgebaute Lagerabzieher oder eine Spindelpresse für sowas sehr gut.

Grüsse

Danger
05.08.2008, 22:49
ich glaub, ich weiß woher die vibrationen kommen!!!

das ist garnicht die welle oder die glocke, das sind die lager!!! ich habe eine neue welle aus silberstahl gedreht mit einem wellendurchmesser von 7,035mm und als ich das lager draufgepresst habe, ist es nicht mehr rund gelaufen. ein schiefes pressen kann ich ausschließen. der meister(in dem betrieb wo ich praktikum gemacht habe) es sei zu viel press für die lager, wodurch sich die lagerinnenringe so weit dehnen würden, dass die kugeln verformt würden, also zu viel druck auf die kugeln kommen würde und diese dann eben nicht mehr rund laufen würden.

also müste ich schauen, dass ich die welle auf ca. 7,01mm drehe und sie dann festklebe. vielleicht wird es ja dann funktionieren...

die glocke muss ich sowieso nochmal neu drehen. vielleicht wirds ja im 2. anlauf besser ;)

also ich denke mal, die glocke, da mache ich eine H7 passung mit einer reibahle rein und passe dann die welle so an, dass es eine presspassung mit 0,005-0,01mm press ist.

das ganze noch mit madenschrauben gesichert (oder verklebt)

ich muss nur nochmal an ne richtige drehbank dran kommen...