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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jet-DM in Lehrte (warum wir nach Hause gefahren sind)



Andreas Scholl
15.06.2002, 12:52
Vom 14.-16.6. findet/fand in Lehrte die DM-Jet Modelle statt. Nach dem zum Briefing bei Wettbewerbsbeginn um 14 Uhr nur ca. 12 Piloten (Sport- UND Scaleklasse!) anwesend waren, sind wir (Andy Schleicher und ich) mit unserer BD5 ind die Baubewertung gegangen. Grundlage für diese Baubewertung ist die deutsche Übersetzung der IJMC-Regeln, die erst ab 1.1.02 Gültigkeit haben und somit WÄHREND eines WM-Ausscheidungsverfahrens geändert wurden. Somit war für uns kaum Zeit (Bis die deutschen Regeln da waren, war es Februar) auf die Regeländerungen adäquat zu reagieren (am besten mit einem gekauften oder geliehenem Modell).

Vor der WM 1999 in Österreich wurde von den Baupunktrichtern die Leitlinie ausgeben, sich ein möglichst einfaches Vorbild zu suchen, bei dem man beim Nachbau nicht viele Fehler machen kann. Dies wurde auch von uns zur WM 1999 mit der Eigenkonstruktion der BD5 von einigen Teilnehmern bei der WM 2001 konsequent umgesetzt. Unser Modell ist zwar optisch einfach, aber technisch aufwändig (aber wer sieht schon die geniale Fahrwerkkonstruktion im inneren des Modells?). Dies geschah mit hohem zeitlichen und finanziellen Aufwand (für das Geld hätten wir uns locker ein MIG29 kaufen können).

Die neue Ausschreibung hat in der laufenden Ausscheidung alle unsere Bemühungen zunichte gemacht, an den nächsten WM teilzunehmen. Dies lag ganz sicher NICHT an den Punktrichtern, die eine saubere und faire Bewertung gem. der neuen Ausschreibung abgeben wollten.

Wir mußten uns gerade in den Punkten Bauaufwand, Komplexität Kritik anhören: Hier kann unser Modell (wie das Vorbild) rein äußerlich nicht viel bieten: Keine Nieten, keine Beplankungsstöße, keine Fahrwerksklappen, keine aufwändige Lackierung. Hier mußten wir uns anhören, daß eine Lackierung der Schriftzüge eine höhere Bewertung erhält, als eine foliengeschnittene (obwohl, dies das Original auch so hat, dies hätten wir dann aber in unseren Unterlagen dokumentieren müssen). Es steht die Aussage: "Ein komplexes Modell, mit vielen Fehlern wird insgesamt höher bewertet als ein einfaches Modell mit wenig Fehlern" - wo soll das hinführen?

Es geht also nicht mehr nur darum, ob ein Modell vorbildgetreu ist, sondern welcher offensichtliche Aufwand betrieben wurde, um es so zu präsentieren. Wie stehen wir nun da, mit einer kompletten Eigenkonstruktion gegenüber einem Airwold/Fiberclassics-Bausatz??????? Was haben wir falsch gemacht?

Lieber Winnie, das Angebot, mit den wenigen anderen anwesenden Piloten am Abend über diese Regeln zu diskutieren, habe ich deshalb nicht wahrgenommen, da wir die internationalen IJMC-Regeln, die 1:1 vom DMFV übernommen wurden nicht ändern können (und bitte schon gar nicht in einer laufenden Ausscheidung!) Wir wollen die Regeln gar nicht ändern (es gibt ja einige wenige, die ihnen entsprechen können). Wir wollen und können uns ihnen einfach nicht mehr stellen.

Heinrich, mir tut es leid, daß trotz deines Einsatzes eine gute DM zu organisieren nur 17 Piloten (mein Wissensstand Freitagabend) den Weg nach Lehre gefunden haben.

Unsere Teilnahme an der DM war immer erfolgsorientiert. Allein aus dem olympischen Gedanken mitzumachen käme uns nicht in den Sinn, da einfach zu viel Geld und Zeit in dem Thema stecken.

Wir werden uns daher , evtl. noch in dieser Saison, aber spätestens in der nächsten Saison, anderweitig engagieren. Hier bieten der ESC (Juliaan - wir kommen!) und hoffentlich der DAeC ein für uns realistisches Betätigungsfeld.
(Deshalb sind wir auch abgereist, um das Wochenende für die Umsetzung der Optimierungsvorschläge der Baupunktrichter zu nutzen.

Dem neuen WM-Team (ich tippe: Völker, Gleißner, Sedlmeier x2, Singer oder Fröhn, evtl Dotzauer - obwohl es erst im Sept. feststeht) wünsche ich alles Gute für Südafrika!

Andreas Scholl + Andreas Schleicher
(AS-TEAM)

[ 15. Juni 2002, 13:22: Beitrag editiert von: Andreas Scholl ]

Eberhard Mauk
15.06.2002, 18:55
Hallo Andreas,
also ich kann dich gut verstehen, etwas langsamere Veränderungen und damit weniger große Sprünge in den Regeln mit etwas mehr Konstanz, wäre sicher überschaubarer, zumal bei unseren langen Vorbereitungszeiten bei Bau und Entwicklung der Jet- Modelle.

Trotzdem begrüße ich diese neue Verfahrensweise.
Ich habe mich aber auch mal für einen
Flieger mit sehr hohem Gesamt-Bauaufwand und dem Problem einer nur schwierig für den "alten" Flieger vollständig zu beschaffenden Doku entschieden.
Das Neue ist aber nur solange gut, wie das Neue nicht ins andere Extrem, nach dem Motto rin in die Kartoffeln raus aus den Kartoffeln, abgleitet.
Aber vermutlich hoffen wir beide vergeblich auf den gesunden Menschenverstand.

Gruß
Eberhard Mauk

Jan
15.06.2002, 22:06
Halle @ alle,

der Beitrag von Andreas Scholl wirft - zumindest bei mir als einem (bisher) rein passiven Beobachter der Szene) eine ganze Reihe von Fragen auf:

Ist nicht das eigentliche Problem, die vergleichsweise sehr schwer gewichtete Baubewertung?
Ist das angemessen, dass es beim Jet-Fliegen anscheinend nur noch um Scale-Qualitäten und kaum noch um technische Qualitäten geht und das in der in technischer Hinsicht nach/neben/vor den Heli-Fliegern wohl anspruchsvollsten Modellflug-Gattung?
Kommt die technische Qualität eines Jet-Modellflugzeugs nicht ausschließlich durch seine Flug-Performance zum Ausdruck?
Gibt es für Vorbildähnlichkeit nicht andere Wettbewerbsklassen? Sollte nicht hier endlich eine völlig andere Gewichtung stattfinden?
Ist diese völlig Übergewichtung der Baubewertung nicht - wenn ich mich nicht irre - ein Erbe aus Zeiten, in denen die Amis noch die Jet-Szene stark beeinflusst haben, welche aus Gründen, die leicht erklärlich sind, sehr viel Wert auf den Scale-Faktor gelegt haben und sich durchsetzen konnten?
Kann man nicht endlich in die Richtung umschwenken, dass die fliegerische Qualitäten im Vordergrund stehen?
Wie kann es angehen, dass ein Flieger von den unbestrittenen Qualitäten eines W. Klühr (den ich selbst allerdings nur zwei Mal in Sinsheim auf der Messe habe sehen können) auf einer WM kaum Chancen hat, weil sein fast neues Modell vor der WM noch nicht ausreichend an Baubewertungen teilgenommen hat, deshalb nicht ausreichend nachgebessert werden konnte und der Pilot deshalb im Titelkampf völlig chancenlos ist?
Ist dies nicht vor dem Hintergrund absurd, dass der andere der beiden derzeit wohl besten Piloten der Welt deshalb mit großem Abstand Weltmeister wird, weil er (neben einer guten Flugleistung) eben vorher an vielen Wettbewerben teilgenommen hat und sein Modell perfekt auf die Geschmäcker der Punktrichter und auf die Ausschreibung abstimmen konnte?
Damit ich nicht missverstanden werde: S. Völker ist ein hervorragender Flieger. Sicher ist er verdient Weltmeister. Die Baubewertung erscheint mir auch nicht als völlig sinnlos. Aber sollte die technische Qualität nicht gegenüber der FArbgebung oder der Form irgendwelcher Aufschriften oder "Aging"-Effekte im Vordergrund stehen? Was ist zu tun, damit besten Flieger mit den in technischer Hinsicht besten Modellen wieder vorne stehen?
Die Fragen, Anmerkungen und Thesen habe ich in einem Rutsch so runter geschrieben und ich lege WEert darauf, dass ich damit niemandem auf den Schlipps treten möchte. Mir fällt hier nur eine Fehlentwicklung auf, die dazu führen könnte, dass diese interessante und aufregende Wettbewerbsklasse sich in naher Zukunft von selbst erledigt. Und das wäre schade.

Andreas Scholl
16.06.2002, 10:34
Dank für Eure bisherigen Beiträge. Ich möchte auch niemandem persönlich einen Vorwurf machen, dies ist halt eine Entwicklung, die sich aus internationalen Gegebenheiten abzeichnet. Es sollte nur nicht der Fehler gemacht werden, daß gerade jetzt, wo es anscheinend gerade mit der Jetfliegerei in Deutschland boomt, keine Wettbewerbsklasse für den "normalen" "Nicht-Sport-Jet-Flieger" geben soll. Die Aussage von Heinrich Voss "Deutschland ist international nur deshalb so erfolgreich, weil wir in Deutschland so ein scharfes Reglement haben" treibt den "normalen" JetFlieger in anderen Alternativen, da er nicht international ambitioniert ist.

Aber gut...

Andreas

Eberhard Mauk
16.06.2002, 12:07
Hallo zusammen,

Das ist wohl des Pudels Kern.
Der DAEC versucht offensichtlich genau das zu erreichen, dies war überfällig.
Obs gelingt bleibt abzuwarten.

Immerhin liegt aber auch der zu Recht vorne der es schafft bei welchem Bewertungsmodus auch immer den besten Kompromiss zu finden.
Auch kann von einem der Meister werden will
zu Recht gefordert werden, das er sich vorher
entsprechend mit seinem Matterial auseinander- setzt und es perfektioniert, egal wie der Bewertungsmodus aussieht. Viel kritischer wirds wenn der Gewinnt der dies nicht getan hat.

Desshalb begrüse ich die entstehende Vielfalt durch den DAEC ganz besonders.

Eberhard Mauk

Eberhard Mauk
16.06.2002, 12:17
Hallo Andreas,
Ich kann dir nur zustimmen, für den Normalen Jetti wird das einfach zu arg.
Ich seh das immer wieder daran, das einfach zu bauende und einfach zu fliegende preisgünstigere Modelle besonders großes Interesse wecken.

Was fehlt wäre eine Semi-Scale-Klasse die ANDERE
evtw. auch einfachere Akzente setzt.

Gruß
Eberhard Mauk

wolfgang
16.06.2002, 19:35
Hallo Leute

genau auf dieses Problem der Baubewertung habe ich Heinrich Voss beim Rookie-Treffen angesprochen. Er meinte nur das wird schon werden.

Diese Regelung von der aufwendigkeit der Lackierung und des Bauafwandes ist der glatte Hohn.

Wer von den Punktrichtern will denn beurteilen können welche Lackierung oder welcher Bauabschnitt den meisten aufwand bringt.

Ein beispiel.
Auf der WM in Thailand war eine Hunter (ich glaube sie war von Reto Senn) in einer Airbrush Lackierung, und wir nehmen als gegenstück die L-39 von Stephan Völker. Jeder sagt nun auf anhieb das die Hunter die aufwendigere Lackierung hat, ich sage die Lackierung von Stephan ist die mit dem höheren aufwand. Die Airbrush- Lackierung wird von einem guten Lackierer freihändig gemacht, die lackierung vom Stephan muß mit großem aufwand abgeklebt werden. Und schon haben wir ein Problem da die Punkrichter das nicht beurteilen können.

Auch ich würde begrüssen wenn die Baubewertung auf ein niedrigeres Level gesetzt würde.

@ Eberhard

Du hast sicher recht das der Pilot sich mit seiner Maschine auseinanderzusetzen hat, aber er wird durch das Reglement dazu gezwungen ein aufwendiges Modell zu bauen und es auch noch aufwendig zu lackieren.
Wenn er gut recherchiert und den Flieger perfektioniert soll er auch dafür belohnt werden auch wenn die Lackierung dann nicht so aufwendig ist.

Das Reglement und noch ein paar andere dinge sind der Hauptgrund warum ich mit deem Wettbewerbsfliegen aufgehört habe.

Mann setzt sich jedes Jahr in Dormund zusammen um über das neue Reglement zu sprechen aber ändern tut sich nichts. Kein vorschlag von den aktiven Piloten wird angenommen.

Gruß

Eberhard Mauk
16.06.2002, 23:44
Hallo Leut,
Hallo Wolfgang,
Ich kann dir nur zustimmen, ich hab mich offensichtlich irgend wo missverständlich geäusert, Das Reglemant ist Baukopflastig und artet aus, zumal dann Kompromisse zB. bei Anlenkungen zu gunsten Scale gemacht werden müssen die wohl auch zu lasten der Sicherheit gehen.
Dazu kommt noch meine Persönliche Erfahrung mit der Tatsache, wenn einer sich wie ich für ein
sehr altes Vorbild entscheidet von dem kaum noch Originalaufnahmen von Details vorhanden sind bzw. die Doku evtw. Lücken hat wirds echt happig mit den Erfolgschangsen. Das bedeutet, der Rahmen in dem mann sich im Wettbewerb bewegen kann wird stark eingeschränkt. Das verdient weder der Erbauer noch das Modell und schon gar nicht das Original.
Also ich sags nochmal hoch lebe die Initiative des DAEC. Frei nach dem Motto Konkurenz belebt das Geschäft.

Wolfgang ich bin zwar noch neu im Jet Geschäft und hab in der Hinsicht noch nicht allzuviel schlechte Erfahrungen hinter mir aber ich versuch mir echt den Spaß am Hobby nicht durch solche Dinge verderben zu lassen, ich fliege zumindest
NOCH aus Spaß am Fliegen. Versuch du ihn wenns bei dir anders geworden ist möglichst wieder zu finden.
Wir waren am langen Frohnleichnahm-Wochenende zu viert in Kirchdorf bei Memmingen, dort hab ich mir 45 Liter A1 genehmigt, war echt toll.
Lauter Kompetente Leute um einen, kein dummes Gequatsche keine Anfeindungen von neidischen Vereinskollegen, Dafür lasse ich gerne jede Veranstaltung sausen.
Gruß und viel Spaß

Eberhard Mauk

wolfgang
16.06.2002, 23:55
Hallo Eberhard

ich habe nicht die Lust an unserem schönem Hobby verloren, nur die teilnahme an den Wttbewerben aus eben solchen gründen die du auch noch aufgezählt hast.

Ich fliege jetzt nur noch zu meinem Vergnügen und das macht mir noch genauso viel spass wie früher.

Auch ich finde den vorstoss vom DAEC sehr gut, wenn man noch einige änderungen macht, denke ich, wird das eine gute Alternative sein.

Gruß

Andreas Scholl
17.06.2002, 08:23
Interessant war auch der Vorschlag von Heinrich, keine Piloten mehr an Wettbewerben zu zulassen, die irgendwo für eine Modellbaufirma aktiv sind. Das hätten bei der DM von den ca. 10 Scale-Piloten 5-6 zu Hause bleiben können! Wo sind denn die vielen 100 Jet-Modell-Flieger in Deutschland, die es geben muss, wenn man sich die Verkaufszahlen von Turbinen und Modellen betrachtet. Investieren die nur so zum Spaß oder werden sie von der Ausschreibung abgeschreckt?

Was der DAeC vor hat ist eigentlich ein konsequenter Schritt. Warum aber hier die Teilnehmerzahlen/Anmeldezahlen auch nicht so gewaltig sind, erklärt sich einzig aus dem katastrophalen Fluprogramm. Ich hoffe sehr, daß die Verantwortlichen dies lange genug vor dem Wettbewerb ändern, damit man noch eine Chance hat, es wenigstens 1x vorher zu fliegen.

Die DM und WM sind in Zukunft wohl Spiegelbilder des technisch machbaren (und da hast DU Wolfgang einen Meilenstein mit deiner MIG29 gesetzt - tauschen wir gegen die BD5?? ;). Für den Großteil der Jetflieger in Zukunft unmachbar.

Andreas

Winfried Ohlgart
17.06.2002, 09:53
Hallo und guten Morgen zusammen !
Ich glaube wir sollten hier in aller Sachlichkeit zunächst mal die Fakten diskutieren:
Ich persönlich war enttäuscht, dass Andi den Wettbewerb verlassen hat, bevor überhaupt die Baubewertung zu Ende war. Das jetzt durch Andis Posting die Diskussion in die Richtung IJMC ist schlecht, hoch lebe der DAeC läuft, ist der Jetfliegerei allgemein nicht dienlich.
Wolfgang ist in Thailand nicht Weltmeister geworden weil er technische Probleme hatte, mit der Baubewertung hatte das überhaupt nichts zu tun. Wir habe auf der Basis der Punkte in Thailand mal ausgerechnet wie das Ergebnis bei einer 40 zu 60 Gewichtung der Bau- zur Flugbewertung ausgesehen hätte und haben festgestellt, dass sich auf den ersten 8 Plätzen keine Veränderung ergeben hätte, weil die Spitze eben so gut ist.
Last but not least ist diese Ausschreibung international. Das bedeutet, dass wir die Interessen von 32 Ländern unter einen Hut bringen müssen. Da bestimmen leider nicht nur die Deutschen, sondern auch andere Länder die eine völlig andere Sicht der Dinge haben. Wenn jetzt alles jubelt, weil der DAeC eine "deutsche" Ausschreibung macht, dann ist das in Ordnung, international spielt aber auch bei der FAI die Musik völlig anders.
Ich habe großes Verständnis für Wut und Enttäuschung und halte viele Änderungswünsche an der IJMC-Ausschreibung aus deutscher Sicht auch für gerechtfertigt, aber wir sind nun mal nicht das Maß aller Dinge.
Gruß
Winfried

Eberhard Mauk
17.06.2002, 11:39
Hallo Winfried,
sicher sind wir nicht das Maß der Dinge Weltweit,
aber in Deutschland sind wirs sicher.
Woher sollen denn in Zukunft die WM-Teilnehmer kommen wenn einem bei DEM Nationalen Wettbwerb schon die Motivation unter den Füßen weggezogen wird.
Warum um Gottes willen, wenn Ihr das schon erkannt habt, bringt ihr nicht ne Deutsche Jet-Semi-Scale Klasse, die andere Gewichtungen hat.
Dann finden deren Teilnehmer doch wenigstens noch ne Motivation, um später auch weiter nach oben zu gehen.

Außerdem reicht mir die eine Veranstaltung Deutsche Meisterschaft nicht aus.
Entweder wirds ne Mammut-Veranstaltung wo dann keiner zum Fliegen-kommt sprich nicht alle Durchgänge geflogen werden können, dies ist sicher auch einer der Gründe warum in diesem Jahr so wenige dabei waren. Außerdem isses nicht Central gelegen.
Warum könnt Ihr nicht den normalen Piloten ein attraktives Veranstaltungsprogramm bieten, das sich auf mehr Veranstaltungen für normale Jettis verteilt. Stichwort, auch Sicherheitsbeurteilung/Beratung...und Flug. Klinkt euch doch mal etwas bei den verschiedenen Jet-Meetings in Deutschland mit einem EINFACHEN-Spaß Wertungsprogramm ein.
Ansonsten, is das doch schon so schlimm, das sich heut schon gar keiner mehr traut nen einfachen normalen Jet nach einem Originalvorbild und nem für Modellflug geeigneten Flächen-Profil zu bauen
nur um damit zu Hause auf nem normalen 80 bis 150m Gras-Platz fliegen zu können.
Will der Jet-fliegen muss er nur für zu Hause investieren, woanders, auf nen Wettbewerb traut der sich dann gar nicht mehr hin.
Und das allerschlimmste is dann, wenn man weiterführende Ambitionen entwickelt, sprich ganz nach oben will und dafür auch was tut wird man von den eigenen Vereins(Kammeraden) weil völlig abgehoben noch angefeindet und diskriminiert....

So viel Spaß noch
Eberhard Mauk

[ 17. Juni 2002, 11:53: Beitrag editiert von: Eberhard Mauk ]

Andreas Scholl
17.06.2002, 12:03
Hallo Winnie, nicht wütend, aber enttäuscht. Pro DAeC schon gar nicht, weil das Ding noch nicht "fertig" ist. Die Alternative für mich lautet nicht DAeC sondern ESC. Ich will, wie gesagt nicht gegen das Regelwerk "wettern" (es kommen ja einige damit zurecht) und das IJMC und DU haben sich bestimmt nicht wenig Arbeit gemacht, um viele Länder und Meinungen zu berücksichtigen. Eine Änderung zum 1.1.02 ist für eine Jet-WM in 2003 eine ausreichend lange Zeit, um sich ein entsprechendes Modell aufzubauen. Nur die Regeländerung mit einem Vorlauf von weit weniger als 6 Monaten in Deutschland umzusetzen halte ich für nicht gelungen.

Auch halte ich den Kommentar in JetPower 3/2002 (habe ich mir heute geholt) über den Albatros von Andreas Koppendorfer für daneben, daß er mit einer weißen Lackierung die volle Punktzahl erhält und es der unbedarfte Zuschauer nicht versteht. Der unbedarfte Zuschauer hat es auch nicht zu verstehen, sondern die Punktrichter: Ist das Modell scale oder nicht? Alles andere soll und darf meiner Meinung nach nicht gelten! Wenn eine Graffiti-Hunter nicht die volle Punktzahl erhält muß man dem Erbauer nur sagen, selbst Schuld wenn er nicht genau genug arbeitet. Dann ist das Ding zwar schön aber nicht scale.

Ich denke, daß diese Ausschreibung zugeschnitten ist auf diejenigen, die sowieso schon (mehrfach) erfolgreich teilgenommen haben. Bei dem Kreis wird es auch bleiben. Aber wenn wir einen "Weltstandard" als Messlatte nehmen für Deutsche Meisterschaften, dann brauchen wir keine WM mehr, die findet dann immer in Deutschland jedes Jahr statt. Und die Masse der SemiScaleFlieger die ein Modell von Liebetrau, Graupner oder wie sie alle heißen fliegen, wird sich nicht mit dem Weltstandard messen wollen / können. Davon zeugt auch die geringste Teilnehmerzahl bei einer DM, die es jemals gab.

Andreas

PS: Winnie, ich hoffe, Du merkst, daß ich sachlich bleiben möchte ;)

Eberhard Mauk
17.06.2002, 12:09
Hallo Wolfgang,
war ne JET-schnelle Antwort freu mich echt über so viel Einigkeit offensichtlich liegen wir mit unseren schlechten Erfahrungen auch nicht so weit auseinander, leider....
Gruß
Eberhard

Winfried Ohlgart
17.06.2002, 13:10
Hallo Andi und alle anderen !
Sicherlich können wir hier noch viele Argumente pro und kontra austauschen. Ich werde natürlich auch bei den Kollegen des DAeC sein und wir sollten uns dort noch einmal in Ruhe zusammensetzen.
Damit meine Position klar ist:
ich habe keinen Einfluß auf die Deutsche Meisterschaft des DMFV weil Heinrich Voß der Referent ist. Warum nicht die Idee einer eigenen Ausschreibung diskutieren ? Auch die Frage nach mehr Wettbewerben ist berechtigt, das Problem liegt da aber woanders: woher die Vereine nehmen, die bereit sind, einen Wettbewerb durchzuführen ?
Ich wollte hier auch nur meine Sichtweise, als Vorsitzender des IJMC anführen. Das hat weder etwas mit dem DMFV noch mit dem DAeC zu tun.
Also, ich freue mich auf die Diskussion mit Euch und bin von meiner Seite aus bereit bei allem mitzuarbeiten, was unserer Sportklasse nutzt..... und dabei ist jeder willkommen.
Winnie

Andreas Scholl
17.06.2002, 14:24
Hallo Winnie,

ist doch ganz klar: IJMC: viele Länder, viele Piloten, viele Hersteller, viele Interessen. DMFV: ein Land, wenige Piloten, wenige Hersteller, kein Interesse. Warum also nicht eine entschärfte DMFV-Ausschreibung, wer sich dort qualifiziert, qualifiziert sich für eine WM-Ausscheidung, wer dort gut ist, geht zur WM... so einfach könnte das sein. Und damit hat das IJMC herzlich wenig zu tun. Genauso wenig mit der fehlenden Disziplin bei den WEttbewerben: Wer zum Briefing nicht da ist, fliegt nicht mit.

Man stelle sich eine Ruderregatta vor, bei der das Rennen am Samstag stattfindet, und am Sonntag kommt noch einer vorbeigetrottelt und will mitfahren. Ich habe mir extra, wie einige andere (und vor allem die besten Punktrichter überhaupt!) freigenommen um pünktlich da zu sein. Wenn andere es sich erlauben können, später zu kommen finde ich das nicht in Ordnung, und das ging jetzt wieder nicht an die Adresse IJMC... so was aber auch.... :cool: Da läuft nämlich alles korrekt...

Andreas

wolfgang
17.06.2002, 16:32
Hallo Winnie

ich habe ja auch nie behauptet das ich die WM wegen der Baubewertung verloren habe. Warum ich nicht Weltmeister geworden bin hatte ganz andere Gründe, und die kennst du.

Das mit der Baubewertung verstehst du falsch Winnie. Ich will das Level senken weil es viel zu kompliziert geworden ist. Heinrich sagt er würde gerne sehen das keine "Werkteams" mehr teilnehmen würden. Mit der neuen Regelung, die die aufwendikeit eines Modells mitbewertet, ist aber genau doch das eingetroffen, das eben nur noch mit sehr hohem (Finaziellem wie auch Bau) aufwand jemand sich Siegchancen erhoffen kann.

Ich bin bestimmt auch nicht pro DAEC, aber es ist eine Chance das dieser Wettbewerb vielleicht mal was wird.

Was viele Teilnehmer ärgert ist doch das die Vorschläge die auf einem der Jet-Meetings in Dormund gemacht worden sind, nie auch nur ansatzweise angenommen wurden.

Auch ich möchte hier sachlich Diskutieren, auch wenn ich an keinem der Wettbewerbe mehr Teilnehme.

Gruß

[ 17. Juni 2002, 16:34: Beitrag editiert von: wolfgang ]

Eberhard Mauk
17.06.2002, 18:25
Hallo Winnie,
Ich möcht dich sicher nicht Provozieren, aber interpretier uns doch mal deinen Satz
"was unserer Sportklasse nutzt....."
Soll das heißen, andere Klassen sollen erst gar nicht zur Diskussion stehen......
Gruß
Eberhard

David Büsken
17.06.2002, 22:36
Hallo!

Es hat während der DM einige Stimmen gegeben, die für eine !!! zusätzliche !!! Semi-Scale-Klasse gesprochen haben. Ich sehe den Sinn darin, daß die Zeiten, in denen man sich mit einfachsten Modellen an die Jet-Fliegerei herantastet vorbei sind. Mit den heutigen Triebwerken ist der Einstieg mit einem Semi-Scale-Modell meist wesentlich einfacher als mit einem Sport-Jet, und nichts anderes sind Hottis, Goroos und Firebird wenn sie mit einer P-120 befeuert werden.

In Holland gibt es im Semi-Scale eine Klasse die sich Fun-Scale nennt (siehe aktuelle MFI Bericht über Oss). Dort gibt es eine Gewichtung Baubewertung zu Flugbewertung von 1:4. Man macht zwar mit einem tollen Flieger schon ein paar Punkte, aber gewonnen wird beim Modellfliegen. Vielleicht kann man dazu ja mehr Leute bewegen, die Spaß am vorbildgetreuen Fliegen mit Jets haben. Und das wäre eine tolle Sache um in die Scale-Klasse einzusteigen.

Das ist meine bescheidene Meinung dazu, und nur als konstruktive Anregung zu verstehen. Man kann schlecht einen Standard runterschrauben, und das wäre auch schade. Aber eine starke Übergewichtung des Fliegens in einer Semi-Scale-Klasse würde eben verhindern, daß man irgendwann kurz hinter der Scale-Klasse rangiert.......

Ich hoffe es wird eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden.

David Büsken

Eberhard Mauk
18.06.2002, 05:10
Hallo David,
hast nen recht vernünftiger Beitrag geschrieben geht genau in meine Denke und in die Aktuelle Entwicklung bei den Modellen.
Die Piloten merken langsam, das Sie mit nem Semi-Scale Modell nach Vorbild oft besser auf den meist üblichen kleineren Plätzen klarkommen als mit nem Hochgeschwindigkeits-Hotti usw. Nur ne Wettbewerbsklasse dafür gibts nicht.
Gruß
Eberhard Mauk

Gast_0063
18.06.2002, 08:38
Hi @ all,

ich habe das Ganze interessiert mitgelesen, obwohl ich eigendlich mit der Turbinen-"Mafia" ( ;) ) nicht viel am Hut habe.

Wenn ich versuche, das alles auf den Punkt zu bringen, dann bedeutet das für mich, das der Aufwand zur Erzielung vorderer Ränge in Wettbewerben mittlerweile inflationäre Ausmaße angenommen hat.

Die Teilnehmer, die sich diesen Aufwand "leisten", gewinnen, der Rest kuckt in die Röhre.

Es gibt hier viele Parallelen zu den bestehenden F3A-Wettbewerben, wobei hier wie da
der "Wettbewerb" in eine reine Materialschlacht entartet ist.
Und auch bei beiden werden Punktevergaben in weiten Bereichen von subjektiven Entscheidungen getragen.

Ich hatte in der Vergangenheit hin und wieder Gelegenheit, mir Ausscheidungswettkämpfe im Turniertanzsport anzusehen.
Rein sportlich waren die alle top, da gab's gar keine Frage, weil das aber alle wussten, ging's eigendlich nur noch darum, die Punktrichter im eigenen Sinne zu beeinflussen.

Ich denke mal, solange das so bleibt, macht es überhaupt keinen Sinn, sich über irgendwelche Reglements Gedanken zu machen.

Winfried Ohlgart
18.06.2002, 09:17
Guten Morgen,
laßt uns den Ball flach halten, die Diskussionen laufen doch in die richtige Richtung.
Also:
klar Wolfgang, Du hast diese Behauptung nicht aufgestellt, sie tauchte hier in einem Diskussionsbeitrag auf und ich wollte das nur klar stellen !!!
Es wäre falsch, nach Lehrte einfach zur Tagesordnung über zu gehen. Klar müssen wir etwas tun. Meine Meinung wäre ein Meeting mit ein paar aktiven Leuten ( auch denen vom DAeC !!!!), um einen Wettbewerb zu schaffen, den die Piloten wollen. Hier können wir doch experimentieren.
Wer sich dann noch international betätigen will, der muss sich halt den hohen Anforderungen stellen.
Also, ich bin der Letzte, der sich gegen irgendwelche Trends stellt, nur laßt uns das, was wir machen auch sorgfältig machen.
Schickt mir doch einfach Eure Ideen per Email, damit wir schon mal eine Diskussionsgrundlage haben. Ich bin gern bereit, die weiter Vorgehensweise zu koordinieren.
Eberhard, mit unserer "Sportklasse" meine ich unsere Jetfliegerei im allgemeinen. Ich weigere mich hier noch von "Hobby" zu reden. Wir treiben Sport und die Jets sind eine Klasse von vielen, wie Segelflug, F3A......... (war also nix Politisches und schon gar nichts Verbandpolitisches ;) ;) )
Winnie

Ralf Schneider
18.06.2002, 22:10
@all,

ich bin kein Turbinen Jet-Flieger, will aber mal einer werden. (wenn es die Zeit und die Frau (Geld) erlaubt).

Es passt vielleicht nur ansatzweise zum Thema, aber so sehe ich dass:

Ich baue mir mal irgendwann einen super Top-Scale Jet und würde davon träumen mal an einer WM teilnehmen zu dürfen. Aber, ich glaube auch wenn es so weit wäre, würde ich es nicht tun.

Wenn ich den Quak über Baubewertung und Dokumntation höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch. Bewertet wird doch nicht die Orginaltreue des Modells zum Vorbild, sondern die Passigkeit zur Dokumentation. Und das schreckt mich ab. Na klar, kann der Schiedrichter ohne Doku nicht bewerten, aber trotzdem ist da irgendwo der Wurm drin. Wie Eberhard schon sagt, der der einen alten seltenen Jet baut, keine richtigen Unterlagen bekommt, hat keine Chance. Ist doch Quak oder nicht.

Gut, ich würde warscheinlich so scale bauen, das das Modell nicht vom orginal zu unterscheiden wäre und so würde mich dann der Umstand um so mehr ärgern, dass ich punkabzug bekomme, weil in meiner Doko was nicht so ist, wie am Modell. Und das passt nicht zusammen. Jedenfalls bei mir im Kopf nicht.

Begrüßen würde ich auch eine nicht so gewichtige Klasse, aber beeilt Euch mit der Planung durchführung usw., in 5 Jahren komme ich. :D :D :D

Aber Bitte lasst mich leben, wenn ich Quatsch gelabert habe.

Christian Abeln
19.06.2002, 09:10
Mh spätestens wenn Ralle kommt, komm ich mit :D
Bis dahin sollte das machbar sein ;)

Eberhard Mauk
19.06.2002, 12:12
Hallo knalle,
Quatsch nur bei deine 5 Jahr geht bestimmt schneller wenn ich deine Mails richtig deute...
Außerdem iss ne F16 en Jet...
Gruß
Eberhard

Jan
19.06.2002, 12:48
@Winfried Ohlgart


Also:
klar Wolfgang, Du hast diese Behauptung nicht aufgestellt, sie tauchte hier in einem Diskussionsbeitrag auf und ich wollte das nur klar stellen !!!
... ich glaube damit bin ich gemeint,
sorry, wenn das falsch war. Ich hatte in Erinnerung, dass W. Klühr nach der Baubewertung weit zurücklag und dass seine Bauunterlagen nicht besonders gut waren (wurde so angedeutet in einem kürzlich erschienenen Artikel in Jet-Power, auch mit Blick auf die Gietz'sche Mig). Zur nächsten WM fahre ich hin - wenn sie nicht gar so weit weg ist - dann kann man wirklich mitreden :D .

[ 19. Juni 2002, 12:55: Beitrag editiert von: Schultze-Melling ]

H.-Christian Effelsberg
19.06.2002, 17:40
Hallo Jan,
die nächste WM ist näher als die letzte---
in Südarfrika.
Ich werde und kann mich nicht in dieses Getümmel stürtzen, denn um einen Super-Scale-Jet zu bauen fehlt mir einfach die Zeit und auch bin ich nicht bereit, die immensen Summen in einen Flieger zu stecken.
Ich gehe lieber am Wochenende mit meinem alltagstauglichen Turbo-Trainer auf den Platz und hab auch meinen Spaß.
Muß aber sagen, daß ich gerne die Scaleflieger anschaue und immer wieder beeindruckt bin, wieviel Zeit und auch Liebe in solch ein Modell investiert wird und wenn sie dann auch noch scalemäßig vorgeflogen werden, einfach super.
Northeim läßt ja wieder grüßen.

no flame-out in the air

Christian

Winfried Ohlgart
20.06.2002, 07:58
Hallo Christian, hallo Jan !
Ich bin auch in Nordheim und hoffe, Ihr sprecht mich mal an.
Das erste Bier in der Kerosinbar geht dann auf mich !
Gruß
Winnie

Christian Abeln
20.06.2002, 09:11
Hu Winnie :)
Wenn ich Dich ansprech krieg ich auchn Bier? :D
Eher wohl umgekehrt :)

Man sieht sich eh demnächst irgendwo irgendwann ;)

wolfgang
20.06.2002, 17:42
Hallo

O.K. Winnie ich werde dich auch ansprechen ;)

Gruß

H.-Christian Effelsberg
20.06.2002, 19:08
:p Hi Winnie,
da haste aber was angefangen mit dem Bier.
Werde Dich auf jeden Fall ansprechen (Nich wegen dem Bier, sondern wegen dem Hüpftier)
Werde aber evtl. mit 2 Krücken auftauchen und dadurch nicht so beweglich.
Suche in Northeim auch ein Nachfolgeflieger für meinen Turbo-Trainer, der mehr nach echt aussieht, denn die Turbine und den Flieger habe ich jetzt im Griff.

Also, auf en Bier in Northeim und
no flame-out in the air
Christian (der aus Nordhessen)

W. Holzwarth
20.06.2002, 20:21
Nordhessen - wer kennt das denn?
;) Sag' halt Land der Ahnungslosen, Effi! :eek:

Andreas Scholl
21.06.2002, 11:18
Na, jetzt werden die Beiträge hier aber extrem unsachlich... :D

[ 21. Juni 2002, 11:19: Beitrag editiert von: Andreas Scholl ]

Christian Abeln
21.06.2002, 12:50
Och wieso Andi? Das läuft doch alles auf nen Winzusertreffen in Northeim raus, bei dem man (feucht)fröhlich weiterdiskutieren kann :D

Heinz-Werner Eickhoff
21.06.2002, 16:08
wann? :rolleyes:

Mister Piper
22.06.2002, 18:37
Wir werden uns daher , evtl. noch in dieser Saison, aber spätestens in der nächsten Saison, anderweitig engagieren. Hier bieten der ESC (Juliaan - wir kommen!)


Hallo Andreas und Andreas ich freue mich schon auf euere Teilnahme beim Europa Star Cup, wie du schon bewiesen hast in Göttingen auf der Deutsche Meisterschaft 2001 kann man beim E.S.C. mit ein Jetmodell auch vorne mitmischen und ich würde mich freuen wenn mehr Jetflieger zum E.S.C. erscheinen würden, was naturlich nicht bedeuten soll dass sie nicht weiter an Jetwettbewerbe Teilnehmen sollten, denn auch dort sind die Jetflieger gut aufgehoben, wenn sie dass passende Modell haben.

Keiner bleibt oben.

Juliaan

[ 22. Juni 2002, 18:42: Beitrag editiert von: Mister Piper ]

Andreas Scholl
22.06.2002, 20:40
Danke Juliaan, und ich denke daß Du weißt, daß dies kein Problem der Punktrichter sondern der Ausschreibung ist.

Ich hoffe auch, daß wir mit dem DAeC-Wettbewerb eine Alternative aufbauen können, für Piloten, die nicht international ambitioniert sind. Auf der anderen Seite finde ich es schade, daß dem DMFV die Teilnehmer weg bleiben, denn immerhin waren Winnie und Heinrich, bei den ersten, die das Jet-Fleigen in Deutschland vorangetrieben haben (man benutzte dazu tatsächlich noch Verbrennungsmotoren mit kleinen Schaufelrädchen!!!) Mal sehen, wie es weitergeht.

Andreas

Jan
25.06.2002, 13:26
Hallo Winnie,
das mit dem Bier klingt gut! :D Muss mal meine family fragen. Die Fahrtstrecke ist genau 250 km von Fellbach nach Nordheim. Nachdem ich am letzten WE wg. La Ferté Alais knapp 700 km einfach bei sengender Hitze aber mit Klima :cool: gefahren bin, macht mir das nicht mehr viel aus :D

Andreas Scholl
28.06.2002, 17:38
Ich möchte meine Meinung noch einmal mit folgender Tabelle untermauern:
Auswertung Jetmodelle Lehrte 2002 - Scale-Klasse Platz Name Modell Bau (50%) Flug (50%) Summe
1 Völker L-39 1487,50 1356,25 2843,75
2 Singer F-86 1458,75 1265,75 2724,50
3 Gleißner L-39 1392,50 1328,13 2720,63
4 Sedlmeier Mirage 1464,75 1250,63 2715,38
5 Sedlmeier Mirage 1462,00 1245,00 2707,00
6 Fröhn MIG-15 1434,75 1157,50 2592,25
7 Koppendoerfer L-39 1407,00 1150,00 2557,00
8 Dotzauer L-159 1282,75 1200,63 2483,38
9 Lamberti,Anton F-15 1446,50 542,50 1989,00
10 Mührer, Michael F-18 887,50 1085,63 1973,13
11 Schleicher BD 5 J 1187,00 0,00 1187,00
12 Julien T-33 0,00 394,38 394,38
(der erste Wert ist die Baubwertungspunktzahl, dann Flugbewertung, dann Gesamtpunktzahl).

Meine Frage: Wie kann man sich mit einem geliehenen/gekauften Modell mit einer höheren Baupunktzahl qualifizieren, als mit einer kompletten Eigenkonstruktion? Die Flugpunkte unter den ersten 8 differieren um ca. 100 Punkte. Ausschlaggebend ist dann allein die Baubewertung. (Hier bekommt man die fehlenden Baupunkte durchs FLiegen nie und nimmer wieder herein).

Das kann doch so nicht gewollt sein - oder?

Andreas

Winfried Ohlgart
01.07.2002, 09:32
Hallo Andy,
wir sehen uns zwar am Wochenende, doch ich möchte auch hier für die Allgemeinheit Deine letzte Frage noch beantworten, bin dann allerdings der Meinung, dass das Thema durch ist :) :D !!
Es gibt international die "Individual" und die "Open" Class. In der individual Klasse muss der Pilot sein Modell selbst gebaut haben, in der offenen Klasse kann man als Team auftreten. Bei dieser Deutschen Meisterschaft wurde kein Unterschied zwischen diesen Klassen gemacht. Auch international wird schon seit längerer Zeit von einigen Ländern die Zusammenlegung der Klassen gefordert. Ich persönlich freue mich, dass das noch nicht gelungen ist, denn ich bin strikt dagegen. Warum ???? Nun, den Frusteffekt hast Du, Andy, bereits am eigenen Leib gespürt !!
Winnie

[ 01. Juli 2002, 09:33: Beitrag editiert von: Winfried Ohlgart ]

Andreas Scholl
01.07.2002, 17:09
Winnie, auch wenn's nervt, aber...

Es geht gar nicht um die Trennung Expert/Team sondern darum, daß man den BAUAUFWAND und die KOMPELXITÄT nicht bewerten sollte. Du wirst immer Modelle mit unklarer Herkunft in allen Klassen haben, ob Du jetzt eine eidesstattliche Erklärung der Piloten hast oder nicht. Es sollte nur darum gehen, ob das Modell vorbildgetreu ist oder nicht.

Alles andere ist nicht nachprüfbar!!!

Wer welchen Aufwand betrieben hat, um das Modell so zu präsentieren, sollte keine Rolle spielen.

Andreas

wolfgang
01.07.2002, 18:08
Hallo

genau Andy, es kann keiner, und die Punktrichter schon überhaupt nicht, beurteilen welcher Flieger am aufwendigsten ist. Die aufgeklebten Streifen oder die Lackierten? Beide machen viel Arbeit, denn es ist auch nicht einfach die geklebten sorgfältig und genau auf den Rumpf oder Flügel aufzubringen.

Diese Regelung wird noch jede menge Ärger mit sich bringen.

Gruß

IchWeisNix
01.07.2002, 19:09
Hallo,

Wenn ich das hier so mitlese, stelle ich mir (als absolut Unwürdiger und Aussenstehender) die Frage: Wie qualifiziert sich eigentlich ein Punktrichter als Punktrichter? Hat der wenigstens einmal ein Modell selbst zu bauen, damit er Entscheiden kann, welcher Aufwand denn nun grösser ist (obwohl - da muss er dann ja schon mindestens 2 Modelle nach verschiedenen Varianten aufgebaut haben)?

Winfried Ohlgart
02.07.2002, 08:01
Guten Morgen !
Andy Deine Frage war doch:

"Wie kann man sich mit einem geliehenen/gekauften Modell mit einer höheren Baupunktzahl qualifizieren, als mit einer kompletten Eigenkonstruktion? "

Die habe ich beantwortet und den Rest sollten wir am Wochenende diskutieren !!!
Also, bis dann
Winnie

Andreas Scholl
02.07.2002, 11:15
@Ichweißnix:

Ich zweifle nicht an der Kompetenz der Punktrichter. Die bei der DM und zum Teil WM tätigen Punktrichter haben mein vollstes Vertrauen. Es geht ausschließlich um die Ausschreibung.

Andreas

IchWeisNix
02.07.2002, 12:18
Hallo Andreas,

ich habe ja auch nicht die Kompetenz der Punktrichter angezweifelt! Die Frage war eine Frage, keine Anspielung (bei mir sind übrigens Fragen immer Fragen, Anschuldigungen würde ich - wenn überhaupt - direkt aussprechen) :)