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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Windkraftanlage



Karsten
25.11.2003, 19:17
Hallo,

vor ein paar Tagen fuhren wir wieder einmal raus auf unser Fluggelände.
Mit erstaunen mußten wir Feststellen das ca. 350 Meter von unserem Flugplatz eine Windkraftanlage am entstehen ist. :mad:
Niemand hat uns informiert, nur die Bewohner in der anliegenden Ortschaft wurden kurzzeitig davon in Kenntnis gesetzt. :confused:
Diesen Vorgang habe ich schon im Forum des DMFV gepostet, leider ohne Antwort.
Unsere Sorge ist nun folgende.
Da der Rotor des Windrades ja bekanntlich eine eigene Frequenz erzeugt würden wir gerne wissen ob es unseren Empfang- b.z.w die Senderleistung beeinträchtigt.

Für Eure Antworten Danke ich schon im voraus. :)

Gruß Karsten

Michael Brakhage
25.11.2003, 19:33
hallo

mein mitleid. aber ich bin mit meinem verein selbst windrad geschädigt. unser flugplatz liegt wunderschön auf einem 320m hohen bergrücken. umgeben von ländlicher gegend mit einzelnen bauernhöfen in ca. 900m entfernung luftlinie.

das schlimmst aber ist folgendes : mittlerweile sind 8 ( in worten "acht" ) großwindanlagen um unseren platz gebaut. die kleinste hat eine leistung von 1 MW. das sind teile mit rotoren bis zu 85mtr durchmesser. eine wesentlich größere anlage wird in 400m luftlinie gerade gebaut ( das fundament ist so gross, das man ohne weiteres ein haus mit kleinem garten drauf stellen könnte.

eine anlage steht direkt neben unserem vereinsheim. der vorteil ist- wir bekommen umsonst strom in unbegrenzter höhe. das ist alles.

die fernsteuerung ist bis heute nachweislich nicht durch eine windkraftanlage gestört worden. viel schlimmer sind die luftverwirbelungen hinter dem rotor. da hat es schon einige modelle zu boden gedrückt. auch in 200mtr entfernung !
auf haben schon einige davon berichtet, das die ganz großen eine nicht unbeachtliche sogwirkung vor dem rotor haben. das ist dann so wie eine hammerthermik......

wir haben aber mittlerweile gelernt, damit zu leben. denn machen können wir dagegen garnichts. nur hoffen, das die subventionen bald gestoppt werden, damit es nicht noch mehr werden.

übers jahr beachtet stehen die dinger mehr als das sie laufen. ich war noch nie so oft fliegen wie dieses jahr. wann immer es schönes wetter war ( = kein regen oder sturm ) war ich nachmittags auf dem platz. wir haben dort selten mehr als 5m/s wind. und selbst die großen anlagen bringen dabei micht mehr wie einige zig kilowatt leistung !

sei froh, das die anlage 350mtr entfernt ist. es könnte durchaus schlimmer kommen.

Karsten
25.11.2003, 19:53
Danke Michael,

das ging ja flott mit der Antwort, im Forum des DMFV warte ich schon seit Tagen auf einen Piep´s.

Nun ja, bei uns im Flachland, obwohl am Rande von Berlin, bläst immer eine anständige Briese.
Meist haben wir auf unserem Platz Windstärke 4-5.
Deshalb wohl auch die Windräder.
Eins steht ja schon seit Jahren in ca. 600 Metern Entfernung und das hat uns noch nie gestört, auch wenn es so wie bei Euch, mehr steht als sich dreht.
Egal ob nun Subvensioniert oder nicht, die haben Verträge mit Vater Staat und das ist bindent, egal welche Partei das Rennen macht.

Gruß aus dem zur Zeit 20° warmen Berlin

Michael Brakhage
25.11.2003, 20:12
hallo

also 20 grad sind wirklich zuviel.... gib sofort her.....

die rechnung ist folgende: keine subventionen mehr - keine neuen windräder, da die sich dann nicht mehr rechnen für die betreiber.

mit dem bislang auf 20 jahre fest geschriebenen kwh-lieferpreis rechnen sich die dinger noch. wenn das nicht mehr ist, dann kannst du mir glauben, das es keine einzige neue anlage mehr geben wird.

früher war ich auch ein befürworter dieser vom technischen standpunkt gesehen tollen anlagen. mittlerweile sehe ich das doch mit einem anderen auge. die betreiber bauen die anlagen als würde es kein morgen mehr geben ( bei uns in der nähe entsteht in nächster zeit ein neuer windpark mit min. 9 anlagen und auf "unserem" hügel wollen sie auch noch min 3 anlagen errichten.
und wenn die windräder ein ersatz für die atomkraftwerke sein sollen, dann gute nacht. dann ist die stromversorgung so gesichert wie damals im ostblock oder in spanien im urlaub :)

das sind aus den augen vieler kritiker nur gut subventionierte abschreibungsobjekte. gut ist nur, das der betreiber zum zeitpunkt des bauantrages schon das kapital für den späteren rückbau und die entsorgung bereit haben müssen :)

viel freude aus dem "nur" 10 grad warmen kalletal (bei lemgo (handball !! ))

Karsten
25.11.2003, 20:45
Gut Michael,
derzeit noch 14° in der City von Berlin.
Aber das ändert eh nichts an der Lage der Dinge.

Was mich ja persöhnlich wurmt ist folgendes.

Wir haben auf unserem Platz zwei Flugverbotszonen. Zum einen dürfen wir nicht zu weit ans Dorf fliegen und zum anderen Seite hin sind Pferdekoppeln.
Es hat bis jetzt keinen gestört da wir auf die anderen zwei übrig gebliebenen Seiten ausweichen konnten.
Aber jetz bauen die genau auf die dritte Seite diese Sche.. Anlage hin.
Für unsere Seglerfraktion sicherlich sehr ärgerlich da gerade auf diesem Feld meist die beste Thermik zu finden war.
Wenn Du nun auch noch sagst das es in dem Bereich zu Sogwirkungen kommt, na Danke. Da werden die sich aber freuen.
Aber egal, ob ich nun schimpfe wie ein Rohrspatz oder nicht, ändern wird sich daran nichts.
die Komunen sind blank und brauchen Kohle, besser gesagt, billigen Strom.
Egal ob nun Störch oder Busharde, Falken oder anderes Geflatter in die Dinger Fliegt.
Immerhin herscht an der Rotorspitze eine Geschwindigkeit von etwas über 100 km/h.
Wo also bleibt da der Umweltschutz?
Bis jetzt sind wir mit unseren gefiederten Freunden immer gut aus gekommen, beim Rasen mähen kommt häufig sogar Meister Adebar dazu und schaut sich nach etwas essbaren um.

Gruß Karsten

Gernot Steenblock
25.11.2003, 21:22
Es gibt in Deutschland sogar einen Verein, der es geschaft hat, daß die Windkraftanlagen nicht auf sein Gelände gekommen sind. Sondern weiter weg stehen.

W Herzog
25.11.2003, 21:28
Nur kurz zum Thema:
Funkstörungen gibt es keine durch Windräder, aber Verwirbelungen (insbesondere von den Blattspitzen) können einige hundert (!) Meter weit spürbar sein (Modell wird evtl. unkontrolliert herumgewirbelt) - allerdings nur bei starkem Wind (so unsere Erfahrungen)

OFFTOPIC ON
Noch zu den Anlagen selber: Die Gemeinde hat in der Regel von so einer Anlage keinen Nutzen! Voteile haben vor allem die Verkäufer so einer Anlage - mit viel Glück verdienen auch die Investoren - meistens aber nicht. Die ganze Windkraft funktioniert nur wegen wirklich horrender Steuersubventionen (das ist schlimmer als bei Kohle oder Landwirtschft) - also werden wir wieder mal für Strom unnötig zur Kasse gebeten und unsicherer wird die Versorgung auch noch - aber die Politik will ja nur unser "Bestes" - nämlich unser Geld ;)
OFFTOPIC OFF

rekkof
25.11.2003, 22:05
Hi,

das ist bedauerlich mit diesen Quirls. Ich bin gespannt wann wir solche Geräte auf das Auge gedrückt bekommen. Alleine um die Energie der Herstellung hereinzubekommen werden 20 Jahre Betrieb benötigt. Zum einen erhöhen sich die Energiekosten und damit werden auch wieder durch erhöhte Produktionskosten im Wettbewerb Arbeitsplätze vernichtet oder entstehen erst nicht. Denn wer wird in unsrem Hochpreisland noch investieren. (http://www.windkraftgegner.de/) Aber das Fliegen stelle ich mir damit bescheiden vor.

Gruß Reiner

Dieter Wiegandt
26.11.2003, 11:04
Hallo Karsten, nimm´s einfach hin.
Ein kleiner Tipp:
Keine großen Anfragen oder Nachfragen stellen. Wir haben es geschafft, einen zweiten Platz in der Nähe von Windkraftanlagen genemigt zu bekommen (das Gelände war halt verfügbar und einigermaßen Okay). Ich kann dir nur sagen, das war nicht einfach. Hatte auch zu einer Verlegung des Flugsektors geführt.
Faktisch wäre es so gewesen, dass die Windkraftanlagen bei einer gegenseitigen Störung Priorität genossen hätten, im Ergebnis: Die Genehmigung wäre futsch gewesen.
Von Störungen der Fernsteurung ist mir nichts bekannt.

dieter w
26.11.2003, 11:58
Noch einer, der diese Fehlinvestitionen nicht mag.

Nur ganz kurz zur Ergänzung ein weiteres Anti-Argument: durch den sauberen Strom müssen unsere normalen Kraftwerke ständig rauf- und wieder runtergefahren werden. Damit werden sie erstens häufig in einem energetisch wie auch aus Emmisionssicht ungünstigen Betriebsbereich gefahren. Zweitens rechnen sich diese Kraftwerke schlechter als bisher, da sie weniger produzieren als sie könnten...
Aber lassen wir das.
Seit wir vor ca. 2 Jahren 2 große Windräder in ca. 1km Entfernung zu unserem Platz haben, häufen sich die Empfangsstörungen in dieser Flugrichtung. Dabei ist das Fliegen direkt neben der Anlage sogar problemlos möglich. Wir haben bisher keine plausible Erklärung für dieses Verhalten gefunden, aber die Häufung der Störungen halten wir absolut nicht für Sinnestäuschungen. Möglicherweise durchfliegen wir die Richtfunkstrecken, mit denen die Datenversorgung der Windräder erfolgt, vielleicht sind als "Nebenerwerb" auch irgendwelche sonstigen Funkeinrichtungen verbaut worden. Wenn wir Hangflug an einem kleinen Hang in ca. 300-400m Abstand zu den Windrädern machen, gibt es eine Stelle, an der regelmäßig kurze und damit unkritische Störungen auftreten. Das war vor der Windradzeit nicht der Fall.
Wir können hier nur einen Zusammenhang vermuten, ohne jedoch konkrete Anhaltspunkte zur Ursache zu haben.
:confused: Dieter

wernerhetzel
26.11.2003, 13:24
Hallo Dieter,
dieses Problem mit der Fernsteuerung kenn ich.
Bei uns am Platz sind in einer bestimmten Richtung immer die Flugzeuge abgestürtzt.
Wir sind schon verzweifelt gewesen.
Bei einer Veranstalltung war es wieder soweit.Der Segler im Landeanflug drehte sich ein und zog richtung Boden.Zu dem verzweifelten PiloTen gesellte sich ein Zuseher der mit ihm zu diskutieren begann. Der junge Zuseher ist Dipl.Ing. und Physiker. Er klärte uns auf , das der Eisenmast der Hochspannungsleitung wie ein Reflektor die Funkwellen zurücksendet , wenn die Antenne in seine Richtung zeigt und mit dem Modell ein Dreieck bildet. Seither drehen wir beim Landeanflug oder beim Vorbeiflug in Mastnähe immer die Antenne weg. Hat eigentlich geholfen.
Windkraftanlagen haben auch Metallständer.
mfg
werner

wernerhetzel
26.11.2003, 13:26
Hallo Dieter,
dieses Problem mit der Fernsteuerung kenn ich.
Bei uns am Platz sind in einer bestimmten Richtung immer die Flugzeuge abgestürtzt.
Wir sind schon verzweifelt gewesen.
Bei einer Veranstalltung war es wieder soweit.Der Segler im Landeanflug drehte sich ein und zog richtung Boden.Zu dem verzweifelten PiloTen gesellte sich ein Zuseher der mit ihm zu diskutieren begann. Der junge Zuseher ist Dipl.Ing. und Physiker. Er klärte uns auf , das der Eisenmast der Hochspannungsleitung wie ein Reflektor die Funkwellen zurücksendet , wenn die Antenne in seine Richtung zeigt und mit dem Modell ein Dreieck bildet. Seither drehen wir beim Landeanflug oder beim Vorbeiflug in Mastnähe immer die Antenne weg. Hat eigentlich geholfen.
Windkraftanlagen haben auch Metallständer.
mfg
werner

dieter w
26.11.2003, 17:01
@ wernerhetzel:
Ich habe ein kleines Verständnisproblem: wenn die Antenne auf den Mast zeigt, wo ist dann das von dir angesprochene Dreieck mit dem Flieger? Ich würde das gerne verstehen, um das Phänomen zu beobachten und auszutesten.
:) Dieter

wernerhetzel
26.11.2003, 19:50
Wenn du mit der Antennenspitze auf den Mast zielst, so ist in unmittelbarer Umgebung von dieser gedachten Linie das Flugmodell und bildet mit der Antennenspitspitze dem Eisen-Mast dann zum Modell und dann zur Antennenspitze zurück ein Dreieck. Der Metallmast reflektiert die Funksignale zurück und überlagert dabei den Empfänger. Wir haben seither diese Probleme nicht mehr, da wir darauf achten, daß die Senderantennenspitze nicht auf den Metallmast zeigt. So habe ich es verstanden , die genauen technischen Ursachen kenn ich nicht, hauptsache es funktioniert. Vorher gab es natürlich die verschiedensten Meinungen und so weiter, Gottseidank war dieser Physiker mal am Flugplatz.
mfg
werner

Ralph R.
26.11.2003, 19:59
wenn die windräder ein ersatz für die atomkraftwerke sein sollen, dann gute nacht Windkraftanlagen werden KEIN EINZIGES AKW abschalten, selbst dann nicht wenn auf jedem Berg in D ein Luftquirl stehen würde. Windkraft kann ergänzend zu AKW und Kohle eingespeißt werden. Das ist alles. Im Landesinneren von D. ist der eta sowieso viel geringer als an der Küste. Daher sind die Anlagen in Binnenland immer umstrittener als an der See, nicht nur wegen Modellflug Anwohner etc.

Mir sind die Dinger aus Modellflieger Sicht auch ein Dorn im Auge. Als Mensch der hier auf diesm Planeten noch etwa 30 Jahre arbeiten und evtl. 20Jahre Rente geniessen will sind mir die AKWs und KKWs das größere übel.

Die Diskussion Subvention kann ich nimmer hören, weil;
1. Was meint ihr wer die AKWs bezahlt?
-Der Steuerzahler

2. Was meint ihr wer die Atomtransporte mit den Gehirnamputierten GEWALTTÄTIGEN parasitären Randalieren bezahlt?
-Der Steuerzahler
3. Was meint ihr wer die Endlager für Atommüll bezahlt??
-der Steuerzahler
4. Was meint ihr wer den Rückbau und die Sachgerechte Entsorgung der AKWs bezahlt?
-der Steuerzahler

Frage warum regt ihr euch über einige Cent auf die ihr pro KW mehr an den Energielieferanten berappen müsst?? Sorry, da fehlt mir die Einsicht.

Hier in Freiburg gab es vor kurzem folgendes Szenario KEIN SCHERZ !!!

-2 Windräder sollten auf den Hausberg von Freiburg gebaut werden.

-Verfahren durch das RegP. genehmigt.

- Windräder werden gebaut von: http://www.enercon.de/deutsch/fs_start.html

- Als die Säulen fertg waren und bereits mit der Montage begonnen wurde zog das Regierungspräsidium die Baugenehmigung zurück. Begründung: Verschandeln das Landschaftsbild des !!! NAturschutzgebietes !!!

- Monteure gaben Gas und stellten die anlagen 2 Tage vor der Entscheidung der Behörden fertig.

- Jetzt ist die Sache vor Gericht, das Präsidium klagt auf demontage, der Betreiber auf erhalt der Anlagen.

- Richtig, die Oberen verlangen den abbau der Anlage.

Eine Windkraftanlage produziert etwa 30-50 mal so viel Strom während 21 Betriebs-Jahren wie Herstellung, Montage, Betrieb, Demontage benötigen.

soviel zum Thema Windkraft aus meiner Sicht.

P.S. Modellflug ist auf dem Berg verboten ebenso Lenkdrachen. Obwohl es das beste Hang-Fluggebiet in der gegend wäre.
Begründung. !!! Naturschutzgebiet !!!

Schaut hier: http://www.schauinsland.com

Der Hang ist auf die andere Seite geneigt, nicht dass ihr meint ich wäre hacke.

Ich bin PRO Windkraft, allerdings nicht zu jedem Preis und an jedem Ort. Auf hohen Bergen die bewaldet sind stören sie mich kein bischen...

axman
26.11.2003, 22:34
Hallo,
interessante Diskussion. Was ich immer nicht verstehe ist, dass nicht mal einer 10m weiter denkt. Was könnte man mit ÜBERFLÜSSIGEM Strom machen zu Zeiten wo das Netz ihn nicht braucht ? Man könnte per Elektrolyse Wasserstoff erzeugen und speichern. Was könnte man mit gespeichertem Wasserstoff in Windpausen machen ? Man könnte ihn in Motoren verbrennen (siehe BMW)und Strom erzeugen. Damit steigt der Nutzungsgrad ganz wesentlich (verdoppelt ?). Das ganze Gelumpe, was man dazu braucht ist bekannte Technik, teilweise bereits in industrieller Grosserie gefertigt. Also ich bin für ein dezentrales Kleinkraftwerk zu jeder Windkraftgruppe. Jetzt sage keiner sowas geht aber nicht ! Wo doch geschickte Modellflieger komplette Strahltiebwerke inklusive Tank, Förderpumpen und Steuerelektronik in ein staubsaugergrosses Modell hineinbekommen...und das ganze fliegt auch noch !
Ich kann mir sowas gut als Fix- und Fertig- Containerlösung in Serienproduktion vorstellen.

Grüsse

Axel

P.S. Keine sportliche Herausforderung ? Ich habe gehört, es soll Leute geben, die Loops um sich drehende Flügel fliegen...

Gast_2222
27.11.2003, 10:13
Tach zusammen, auch ich moechte doch mal auch wenn offtopisch meine Meinung zu Windkraft hier loswerden: Wie ralphrombach bin ich aus genannten Gruenden ausdruecklich dafuer.

Anderes moechte ich noch kommentieren:

- damit eine (Funk)welle reflektiert wird, muss die reflektierende Flaeche gross gegen die Wellenlaenge sein. Bei ca. 11m wird so schnell kein Windmast zum Reflektor. Es kommt noch hinzu, dass der Windmast ja keine homogene Metalloberflaeche besitzt sondern im Stahlbeton mehr oder weniger systematisch verteilte Stahlstaebe sind.

- Wie soll ein Windkraftwerk aus Luv ein Modell ansaugen? Es iss ja hier nich der Prop, der den Wind macht. Ich glaub, hier hat wohl jemand etwas Angst um sein Modell bekommen, weil im Hintergrund des Sichtfeldes diese Klinge der Guillautine immer wieder vorbeizog.

- Wind auch mit schlappen 5m/s stellt eine gewaltige Leistung zur Verfuegung: Der spezifische Fluss kinetiscer Energie pro Einheitsflaeche ist
v*Ekin, mit Ekin = rho/2 v**2
Mit rho = 1kg/m**3 ist somit der spezifische Energiefluss
f =ca 50W/m**2.
Einem Rotor mit genanten 80m Durchmesser (das iss wohl gewaltig!) wird somit eine Windleistung von
P = f * 2*pi*r**2 =ca 50 * 8000 W = 400KW zur Verfuegung gestellt.
Das lohnt, insbes weil die Windleistung mit der 3. Potenz der Windgeschw. steigt.

Viele Gruesse, Wolfgang

Steffen
27.11.2003, 11:31
Was könnte man mit ÜBERFLÜSSIGEM Strom machen zu Zeiten wo das Netz ihn nicht braucht ?Ähem,

meinst Du der wird bisher einfach kurzgeschlossen?

Echt interessante Vorstellungen die hier kursieren :)

Keiner fährt Kraftwerke rauf und runter nur weil der Wind wechselt.

Ciao, Steffen

Ralph R.
27.11.2003, 12:44
Was könnte man mit ÜBERFLÜSSIGEM Strom machen zu Zeiten wo das Netz ihn nicht braucht ? Taagsüber wird der bei Aldi oder Lidl in Tüten verkauft, kost 99Ct :D

Im Ernst, nachts wenn der Verbrauch sinkt werden damit z.B. Pump-Speicherkraftwerke (Wasserkraft) gefüllt. Dabei wird das Wasser welches Tagsüber zu stromherstellung nach unten fliesst und die Turbinen antreibt wieder nach oben gepumpt und steht somit als potentielle Energie z.Verfügung.
Wasserkraft ist meines Wissens nach der einzige Energieträger der (wenn Wasser vorhandnen) schnell genug auf Verbrauchsschwankungen reagieren kann.

Bei uns im Schwarzwald wir das schon seit Jahrzehnten so realisiert.

Siehe: http://www.schluchseewerk.de/

Tagsüber treibt das Wasser die Generatoren an, nachts Pumpen diese Generatoren das Wasser nach oben um tags darauf wieder genutzt werden zu können.
Siehe

http://www.umweltschulen.de/energie/rge/wasser-werk2.htm

Dumm und schlau zu gleich. Ich kann mir nun wirklich schlecht die Accugröße vorstellen welche 30KV Hochspannung zur verfügung stellen könnten.

Das selbe spiel gilt für die Nutzbarkeit auch für Solar-, Flusswasserkraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Sonnenkraftwerke etc...

Die Akws und KKWs sichern nur den Grundbedarf einschliesslich Sicherheitsreserven. Jede KW/h Strom die zusätzlich erwirtschaftet wird ist zusätzliche Leistung welche verbraucht werden kann/muß.
Der einzigste Vorteil von regenerativen E-Quellen; man kann die Leistung der Primärenergie veringern. Kraftwerk fährt nur 60% seiner Leistung. Was wiederum bedeutet; schlechte Wirtschaftlichkeit, hohe Stückkosten (Strompreis per KW/h steigt).

"Unsere" Windanlagen haben Stahlbetonsäulen und eine Nabenhöhe von 98Metern. Die Blätter sind 35Meter lang und mussten mit nem Russischen Kamov Heli auf den Berg geflogen werden. Sah klasse aus, Rotorblatt hängt unter einem Heli. :eek:

tanni60
27.11.2003, 13:18
Hallo,

mich ärgert dieser Urdeutsche Subventionswahnsinn auch, wir machen nur noch unsinniges Zeug und wundern uns ...

Aber:

man könnte in dem Fall aus der Not eine Tugend machen:

Veranstaltet doch Pylon-Rennen und nehmt die Masten als Markierungen.

Wer den ersten Wind-Flügel erwischt, gewinnt zum Trost einen neuen Baukausten ....

Gruß

Gast_2222
27.11.2003, 13:32
Tach Tanni,

gute Idee das Pylonrennen. Nur, was ist mit dem, der den Pylon umlegt ;)

Gruss, Wolfgang, nun Deckung suchend

Armageddon
27.11.2003, 14:18
Original erstellt von tanni60:
mich ärgert dieser Urdeutsche Subventionswahnsinn auch, wir machen nur noch unsinniges Zeug und wundern uns ...
Unsinniges Zeug? Achso, bei Dir kommt der Strom aus der Steckdose!
Glaub ja nicht, das Kernkraft nicht auch jahrelang subventioniert wurde und nicht sogar heute noch wird. Ganz nebenbei: Ich befürworte Kernkraft wie auch Windkraft.

Hier wird übrigens soviel Schwachsinn verzapft, da könnte Dieter Bohlen glatt ein weiteres Buch draus schreiben.
Das allerschönste Gerücht finde ich aber das:
Er klärte uns auf , das der Eisenmast der Hochspannungsleitung wie ein Reflektor die Funkwellen zurücksendet , wenn die Antenne in seine Richtung zeigt und mit dem Modell ein Dreieck bildet. Seither drehen wir beim Landeanflug oder beim Vorbeiflug in Mastnähe immer die Antenne weg. Diesem Thema, finde ich, sollte der Dieter dann ein eigenes Kapitel widmen :D

Oder:
Alleine um die Energie der Herstellung hereinzubekommen werden 20 Jahre Betrieb benötigt.Gibts Leute, die sowas glauben? Aber wenns auf www.windkraftgegner.de (http://www.windkraftgegner.de) steht, dann muß das ja stimmen :confused: Und da es ja eine Tatsache ist, wird es Dieter Bohlen auch nie in einem Buch erwähnen ;)

Gruß an alle Münchhausens :D

Kai

[ 27. November 2003, 14:20: Beitrag editiert von: Armageddon ]

dieter w
27.11.2003, 17:18
Die Diskussion driftet zwar etwas ab, ist aber aufgrund der eingebrachten Emotionen auch recht interessant.
Dass in Gegenden mit Stauseen keine überschüssige Energie vernichtet wird ist genau so klar wie di Tatsache, dass AKWs keine Spitzenlast fahren können. Aber natürlich können die von Windanlagen produzierten kWhs nicht nochmal von konventionellen Kraftwerken produziert und verkauft werden. Damit sinkt zwangsläufig die Wirtschaftlichkeit dieser Kraftwerke und auch deren Wirkungsgrad, da sie für höhere Leistungsbereiche ausgelegt sind. Die Schwankungen im Tagesbedarf sind ziemlich gut vorhersagbar, da über Jahre hinweg bekannt. Dementsprechend werden Kraftwerke auch hoch- und runtergefahren. Die Komponente Wind überlagert das ganze nun und führt zu einem sicherlich anderen Ergebnis.
Ich denke auch, dass im Sinne des Themenstarters Erfahrungen zu Beeinflussungen des Modellflugs durch solche Anlagen diskutiert werden dürfen und sollen. So lange man eigene Erfahrungen macht und diese nicht ursächlich zuordnen kann, hilft jede andere oder ähnliche Erfahrung Dritter, das Problem besser abzuschätzen.
Der Vorschlag, den Mast als Pylon zu benutzen, könnte noch etwas phantasievoller sein: Limbofliegen um ein sich drehendes Rotorblatt :D :D :D Damit es noch interessanter wird, kann an allen drei Blättern parallel im k.o.-System geflogen werden :D

Also: wer trägt die erste Vereinsmeisterschaft im Windradlimbo aus? :D

;) Dieter

Michael Brakhage
27.11.2003, 17:52
hallo

der ausnutzungsgard größerer anlagen ist auch enorm!
wir haben bei uns 3 stallgeregelte anlagen. d.h. die haben einen festen pitch am prop. die meiste zeit laufen die dinger einfach nur im leerlauf. das kann man eindeutig hören! erst wenns dann mal wieder windig genug ist, wird der generator erregt und die sache bringt leistung. das kann man sehr gut auch von unten hören. die meiste zeit im jahr drehen sich die anlagen bei uns nur um keine druckstellen im lagersitz zu bekommen.

und wenn man mal bedenkt, das vor dem bau der ersten anlage ein windgutachten mit einem 1jahres-wind-profil erstellt werden musste, und dann einfach ein profil von einer anderen region vorgelegt wurde, damit die anlage genehmigt wurde.......

ist wirklich so passiert ! da kommt mir manchmal doch ein wenig die galle hoch....

wir haben vom rp eine auflage bekommen die anlagen nicht mehr geziehlt anzufliegen. auch dürfen sie offiziell nicht überflogen werden. bei kontakt oder sonstigem ist sofort der betreiber zu kontaktieren,etc.

bei uns im verein verlieren wir jedes jahr einige große modelle, weil man bei einem 3meter modell die entfernug einfach nicht genau genug einschätzen kann. ich habe schon oft genug bei mir selber den schatten des modelles am turm sehen können. manchmal unbewusst ca. 2-5 meter am turm vorbeizufliegen ist keine seltenheit.

wir haben nur noch die nordrichtung frei zum schleppen. wie oft kommt der wind aus nord ????

Rainer P.
28.11.2003, 21:33
Hallo Leute,

gewiss mag es für manche Ärgerlich sein, dass in der nähe von Modellflugplätzen Windkraftanlagen aufgestellt werden.

Ich persöhnlich bin aber trotzdem Pro Windkraft eeingestellt. Mir sind ein paar Windkraftwerke lieber wie ein Atomkraftwerk, dass einem um die Ohren fliegen kann.

Windkraftanlagen mit Stallregelung werden seit Jahren fast nicht mehr gebaut.

Die Modernen Anlagen haben alle eine aktive Pitchregelung. Diese Anlagen laufen bei 3m/sec an und können Strom von 2m/sec - 25m/sec Strom erzeugen.

Bei uns stehen dafür überall die Hochspannungsmasten der 100KV Leitungen, die Spitzenstrom von unseren Wasserkraftwerken nach Deutschland liefern.

marvin
30.11.2003, 12:47
Hi Leute,

da mag ich auch was zu sagen :) Erstmal finde ich Windenergie gut, aber mann muss auch hier maßvoll bleiben.

Das Argument, dass Windräder die Flieger ansaugen von einem Modellflieger zu hören finde ich schon etwas erschreckend. Einen größeren Blödsinn gibt es wirklich nicht, auch wenn Umweltextremisten immer wieder mit dem Argument kommen das Spaziergänger eingesogen und zerhackt werden könnten.

@steffen
Informiere Dich doch mal zum Thema Netzsynchronisation, dann wirst Du sehen das die Kraftwerke rauf- und runtergefahren werden müssen.

@michael
Willst Du damit sagen das die Fertigung eines Windrades über 72000 Megawatt Energie benötigt!?
Das ist die Energie die eine 1 MW-Anlage in 20 Jahren bei 150 Windtagen im Jahr produziert. Kannst Du ja mal nachrechnen...
Wie alt sollen die Anlagen bei Euch in der Nähe sein? Es werden heute, nach meinem Wissenstand, ausschließlich Anlagen mit Pitchsteuerung gebaut. Dies ist auch notwendig, damit die Anlage bei Starkwind ausser Betrieb gehen kann und um die Drehzahl konstant zu halten um die Netzfrequenz stabil zu halten.

Allerdings ist es halt eine Tatsache, dass in diesem Land sehr gerne Subventioniert wird und das auch immer Leute anzieht die damit Betrügen...

Steffen
30.11.2003, 13:11
@steffen
Informiere Dich doch mal zum Thema Netzsynchronisation, dann wirst Du sehen das die Kraftwerke rauf- und runtergefahren werden müssen.
Wenn der Wind mal stärker und mal schwächer bläst? Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

Nenne mal glaubwürdige Quellen dafür, ich kann keine finden.

Kraftwerksüberkapazitäten werden weggepuffert, keiner fährt in paar Stunden Takt Kraftwerke rauf und runter.

Ciao, Steffen

marvin
30.11.2003, 14:11
Hi Steffen,

also da habe ich Dich wohl falsch verstanden. Kurzfristige lokale Schwankungen werden über den Pitch ausgeglichen. Dabei geht nur die Abgabeleistung etwas herunter. Überregionale Schwankungen, also Wind geht weg, müssen über Speicherkraftwerke, wie das neue in Thüringen, oder Leistungsänderungen in Kraftwerken ausgeglichen werden. Dafür werden meist erst die Gas- und Ölkraftwerke benutzt, weil die relativ schnell reagieren und als letztes die AKW´s...

Edit: siehe z.B. FAZ 07.10.03 und 01.07.03 Technik und Motor (leider ist das Archiv kostenpflichtig :-( )

[ 30. November 2003, 14:23: Beitrag editiert von: marvin ]

Heinz-Werner Eickhoff
30.11.2003, 14:26
Hallo Ihr,
hier mal ein Foto von unserem alten Platz.
http://www.rc-network.de/upload/1070198464.JPG

Hier haben wir über 10 Jahre viel Freude gehabt.
Leider hat der Schwachsinn und die Landschaftsverschandelung mit den WKA sich hier seuchenartig ausgebreitet. :mad: :mad:
Mittlerweile stehn hier bestimmt 50 solcher Steuergräber rum.
Selbst das ganze platte Land um Soest und Werl ist damit überzogen worden.
Damit der ganze Ökoschwachsinn noch gesteigert wird, ist genau diese Gegend nun als FFH-Gebiet an Brüssel gemeldet worden. :mad:

Aber was will man da gegen tun :confused: :confused: , der Wahnsinn hat System

[ 30. November 2003, 14:27: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]

fb0816
30.11.2003, 15:12
Hallo Leute,
ich kann nur allen anraten das Gelände auf dem Ihr fliegt entweder zu "kaufen" oder zumindest langfristig zu "pachten", dann gibt es auch einen "gewissen" Einfluß auf mögliche "Veränderungen" (negativer Art wie z.B. WKA auf Platz)!

[ 30. November 2003, 15:14: Beitrag editiert von: Dieter F. Heinlin ]

axman
30.11.2003, 16:46
@ Sreffen :

Sorry, war ein paar Tage nicht da. Na los erzähl mal was passiert, wenn das Netz z.B. Nachts bei ca. 20 Grad Lufttemperatur eigentlich kaum Strom braucht, aber der Wind voll ballert! Ich würde wetten, die Einspeisung wird gestoppt. Kurzschliessen ist was für Nicht-Elektriker, Leerlauf erscheint mir sinnvoller. Also lass mich nicht dumm sterben!

Und Speicherkraftwerke sind mir auch bekannt, aber auch da vermute ich nicht die ausreichende Kapazität um Windstille in halb Deutschland auszugleichen.

Ich finde Windkraft ok, aber bitte technisch alles Machbare ausnutzen. Und ein bischen mehr Fingerspitzengefühl bei der Plazierung darf sein. Bei uns hat man das Gefühl, 100m Zuleitung sind das Entscheidende, dabei gibt es so viel leere Fläche in Niedersachsen. Ansonsten bin ich bereits einmal umgezogen, da ich nicht in der "Abgasfahne" (Staub) eines Endlagers wohnen wollte. Es reichte mir die Wirkung der in der Nachbarschaft befindlichen Industrie bei Hauptwindrichtung zu spüren.

Grüsse

Axel

[ 30. November 2003, 16:56: Beitrag editiert von: axman ]

Karsten
30.11.2003, 18:05
Hallo,
erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Ihr seit zwar ganz schön vom Thema abgeschwenkt aber das geht schon i.O.
Somit ist wohl eins für unseren Verein klar, nicht zu dicht an die Anlage fliegen b.z.w. überfliegen und zum anderen nicht direkt mit der Senderantenne den Mast anvisieren.

Gibt es sonst noch was zu beachten oder ist mir noch was entgangen?

Das Grundstück zu kaufen wäre sicherlich eine Möglichkeit, nur ihr kennt wahrscheinlich nicht die Preise im Umland von Berlin. :eek:
Deshalb sind wir auch ganz froh das wir einen 10 jährigen Pachtvertrag haben. Aber irgendwan geht auch der zur neige, mal sehn was dann wird. :confused:

Es grüßt Euch, Karsten

ufisch
30.11.2003, 18:15
Nach der Beschreibung zu urteilen, steht der Turm ja gleich neben der Startbahn ;)

aber ein bißchen Platz ist noch :D

http://www.rc-network.de/upload/1070212420.jpg

Karsten
30.11.2003, 18:57
Hi Uwe,
na genau neben unserer Startbahn nun nicht gerade aber 350 Meter sind ja auch nicht gerade wenig. :D
Da wir ja überwiegend die Ost-West Bahn nutzen kommt die Windkraftanlage schon bedrohlich Nahe.
schick mir mal bitte das komplette Foto rüber.

Aber wenn man sieht was in der letzten Woche so passiert ist kann einem schon schlecht werden.
Am letzten WE war mal eben das Funderment fertig, jetzt steht ja schon ein Stück Turm drauf. :mad:

PS. Toll das wenigstens Du heute draußen fliegen konntest.

Gruß Karsten

[ 30. November 2003, 20:29: Beitrag editiert von: Karsten ]

ufisch
01.12.2003, 09:36
Ne Fliegen war nicht, habe mir ja schon beim Photographieren den A... abgefroren. :cool:

Übrings stehen auf dem Bild rechts vom Turm noch zwei weitere Stümpfe. Allerdings außerhalb unseres normalen Bewegungsraumes.

Ob die später mal in der Nacht dann wieder überschüssigen Strom in Wind umwandeln? :confused:

Martin Seehafer
01.12.2003, 09:42
topic off
Also ich bin auch eher für Windkraft als für Kernenergie. Aber aus anderen Gründen: Es ist nämlich auch so, dass aus Netzführungstechnischen Gründen umso mehr konventionelle Kraftwerkskapazitäten vorgehalten werden müssen, je mehr Windkraftanlagen betrieben werden.
Der Grund dafür liegt in der grossen Bandbreite, die wetterbedingt an Windstrom erzeugt wird.
Das sind dann meist schnellstartende Gasturbinenkraftwerke oder Kraftwerke, die schnell grosse Laständerungen fahren können und damit den Netzbetrieb sicherstellen.
Und zufällig sitze ich hier aufm Leitstand einer schnellstartenden Gasturbine :D - also parteiisch.
Klar ist Windenergie vieel umweltfreundlicher als AKWs, aber die bestehenden AKWs sollte man besser laufen lassen, solange sie noch sicher betrieben werden können. Es gibt halt leider noch keine wirkliche Alternative :(
topic on

Auch mein herzliches Beileid an die Windkraftgeschädigten. Schade ist auch, dass sich die Betreiber offenbar wenig Gedanken um ihre Nachbarn machen.
Bestimmt gibt es Spielräume bei der Errichtung dieser Anlagen, so dass man sie z.B. nicht zwingend in die Haupteinflugschneise setzen müsste.
Hat halt auch mit gegenseitigem Respekt zu tun.
Letzten Samstag war unser Platz z.B. wegen einer Treibjagd gesperrt. Wir wurden angesprochen und haben uns auch prompt bereiterklärt, den Tag nicht zu fliegen. Erstens weil niemand Schrotkugeln wirklich mag und zweitens sollte man auch die Interessen Anderer berücksichtigen.
Wenn man erst mal die Jäger und Bauern gegen sich hat, ist schnell Schluss mit Lustig.

Gast_2222
01.12.2003, 10:14
Tach zusamen, jetzt realisier ich es erst einmal: 350m vom Platz entfernt ein Turm, grunz...

Also, aeh, will ja jetzt unken, aber unser Platz iss etwa 150x50m^2, die lange Bahn Ost-West, etwa 250m ost-westwaerts des Platzes stehen die ersten Baeume/Hecken, 100m noerdlich ist eine durchgehende Baumreihe, zwischen Platz und Baumreihe gibts noch ein Spazierweg, direkt suedlich vom Platz Wald, die erste Siedlung etwa 650m entfernt.

Bei uns fliegen auch 5m Segler im Schleppbetrieb jedoch keine 3m Motorbrummis. Ausser dass bei uns die ueblichen Crashs stattfinden, pflegen wir noch ein gutes Miteinander mit Hundebesitzern, Reitern, ..., die alle "unsere" Einflugschneise kreuzen.

Viele Gruesse, Wolfgang,
350m? Platz ohne Ende!

Frithjof
01.12.2003, 15:04
Hallo Karsten,

das ist schon ärgerlich mit der "Windmühle". Wir werden ja sehen, wie es sich in ihrem Schatten fliegt.

Das mit dem Anvisieren mit der Stabantenne sollte uns aber nicht klar sein, denn dieser "Tip" wurde ja weiter oben schon schon von Amargeddon trefflich kommentiert:


Hier wird übrigens soviel Schwachsinn verzapft, da könnte Dieter Bohlen glatt ein weiteres Buch draus schreiben.
Das allerschönste Gerücht finde ich aber das:
Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------
Er klärte uns auf , das der Eisenmast der Hochspannungsleitung wie ein Reflektor die Funkwellen zurücksendet , wenn die Antenne in seine Richtung zeigt und mit dem Modell ein Dreieck bildet. Seither drehen wir beim Landeanflug oder beim Vorbeiflug in Mastnähe immer die Antenne weg.
--------------------------------------------------------------------------------
Gruß Frithjof,
der zuletzt am 22.11. fliegen und angesichts des Mastfundaments ärgerlich war

[ 01. Dezember 2003, 15:28: Beitrag editiert von: Frithjof ]

Karsten
01.12.2003, 18:04
Hallo Frithjof,

schön das Ihr wieder draußen wart und das tolle Wetter nutzen konntet. :)
Woll´n wir mal sehn wie sich die Sache weiter entwickelt. :mad:
Gerade für Euch, die ja Segler fliegen ist es besonders ärgerlich. Wird doch gerade über Euren Thermikgebiet diese WKA gebaut.
Zu der Thematik "Stabantenne" äußere ich mich lieber nicht, stehen doch schon seit Jahren Starkstrommasten in unmittelbarer Nähe, ohne jegliche Störung.

Gruß Karsten, der die WKA auch nicht mag, jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe

ufisch
01.12.2003, 18:13
Original erstellt von Wolfgang Kouker:
350m? Platz ohne Ende!Du weißt ja nicht wie wir fliegen. :D

Zumindest bewegen wir uns im Rechteck zwischen den beiden Gräben und den beiden Wegen. Die Segler treibt es dann meist etwas weiter in die Landschaft und einige Motormodelle holen auch ganz schön Schwung in der Lanschaft um zum Landen hereinzukommen. Die Befürchtungen gehen ja auch mehr in Richtung Störungen als in Richtung kleingehackte Modelle.

http://www.edata-tools.de/apache/mv-reinickendorf/assets/images/HP-KAR_2.JPG

wernerhetzel
01.12.2003, 18:23
Naja, da möcht ich zur Antennenrichtung noch was los werden:
Seit uns der Dipl. Ing. dieses mit der Reflektion gesagt hat, funktioniert das Fliegen super. Sollte er uns einen BÄREN aufgebunden haben, ist es auch gut, da er wirkt.Da von unseren ca. 40 Mitgliedern keiner eine diesbezügliche Ausbildung hat, konnten wir das auch nicht prüfen.
Es gibt sicher auch bei Dipl.Ing. gut und noch bessere Vertreter ihrer Zunft.
Achja, es kommen auch bei Sachverständigen die ger. beeidet sind , vollkommen verschiedene Aussagen zustande.
Wir sehen das nicht so ENG und freuen uns das der sogenannte >Doktorefekt< bei uns wirkt!
So, jetzt gehe ich in den Bastelkeller um den Pylonflieger für das E-Mastumrunden fertigzustellen.
mfg
werner

Paul Hopfgartner
01.12.2003, 18:46
interessante Diskussion:

WKA-AKW :D



Paul

Gast_2222
01.12.2003, 19:07
Tach Ufisch, na denn denk ich mal so:
Original erstellt von ufisch:
Die Befürchtungen gehen ja auch mehr in Richtung Störungen als in Richtung kleingehackte Modelle.
Ich glaub, das Wichtigste ist zu beobachten, wie sich die Strömung verhält, wenn die Windmühle in Luv von Euch steht. Denn dann erwarte ich ziemliche Turbulenz besonders bei stabilen Wetterlagen und kräftigem Wind, die Ihr vielleicht nicht gewohnt seid.

Alles Andere, bes. die Funkgeschichte und noch viel mehr die "Hammerthermik", halte ich für naja halt eben...

Gruss, Wolfgang

manfred walter
01.12.2003, 19:40
hoi.

an alle windkraft - geschädigten:

jammert nicht, sondern erkennt an, dass ihr versäumt habt, die nutzung eures fluggeländes mit allen damit verbundenen rechten ( und pflichten )rechtzeitig dauerhaft zu sichern.

fragt mal den betreiber der windkraftanlage oder das örtliche bauamt oder landratsamt wie man das macht:
der betreiber der windkraftanlage hat bei diesen ämtern einen bauantrag eingereicht und hat den todsicher auch genehmigt bekommen.
somit hat der unwiderruflich rechtssicherheit für den dauerhaften betrieb seiner anlage.

jammert nicht, sondern erkennt an, dass ihr es genauso machen müsst.

erkennt, dass ihr die gleichen rechte habt wie ein WKA-betreiber, die errichtung und nutzung einer anlage / eines modellfluggeländes zu sichern.

erkennt an, dass eure "genehmigungen" ( sofern sie denn vorliegen ) lediglich den flugbetrieb betreffen und widerruflich sind.

also seht zu, dass ihr für eure fluggelände eine baugenehmigung bekommt.

schreibt euren DAeC oder DMFV an und fordert unterstützung an. macht den verbänden klar, dass das heute übliche genehmigungsverfahren unzureichend sind ( aufstiegserlaubis etc. )

lasst euch also nicht weiter verkackeiern.
gruss,

manfred

Karsten
02.12.2003, 06:30
Hallo Manfred,

bereits vor ein paar Wochen habe ich auf der Website vom DMFV genau das selbe gepostet wie hier.
Schau mal rauf auf die HP des DMFV, das steht nicht eine Antwort zu dem Thema drin.
Beiträge "0"
Ich gehe davon aus das auch die Herschaften vom DMFV ihre HP gelegentlich lesen, mein Fred ist ihnen sicherlich auch aufgefallen.
Soviel zum DMFV.

Baugenehmigung werden nur in Ausnahmefällen an Modellflugvereine vergeben und sind häufig an die Aufstiegserlaubniss gebunden.
Ist die Aufstiegserlaubnis, aus welchen Grund auch immmer, weg, kannst Du den Rest auch knicken.
Wären wir ein Ortüblicher Fußballverein gäbe es diese Probleme nicht.
Des weiteren haben wir vor ein paar Jahren den Bebauungsplan des Kreises gesehen und da waren bereits WKA eingezeichent, nur eben nicht so Nah an unserem Gelände.
Mit anderen Worten, man kann jetzt sowieso nichts mehr dagegen tun und muß mit der WKA leben.
Da wir am meisten Ost oder Westwind haben kommen wir also weder ins Luv noch ins Lee der WKA.
Wir wollten einfach nur wissen, ob und zu welchen Störungen es kommen kann, das wurde hinreichent erläutert und hat mit Jammern nichts zu tun.

Gruß Karsten

fb0816
02.12.2003, 15:21
Hallo Karsten,
vielleicht schaust mal da: DMFV: Modellflug und Windkraftanlagen! (http://www.presse24.net/dmfv/archiv/010621_windkraft.html)
Da sind direkte Ansprechparter mit Telefonnummer genannt, ich hoffe das hilft dir.

[ 02. Dezember 2003, 15:23: Beitrag editiert von: Dieter F. Heinlin ]

manfred walter
02.12.2003, 19:58
hallo karsten.

auch ich habe bei DMFV und DAeC zum thema anfragen gestartet. antwort ebenfalls null.

was mich nervt, ist die untätigkeit der verbände.

der heute einzige übliche weg, unsere belange zu schützen, ist die erteilung einer aufstiegsgenehmigung.
das ist aber der FALSCHE WEG:
die aufstiegsgenehmigung regelt alleinig luftrechtliche belange.
in die aufstiegsgenehmigung noch dies und das reinzupacken, was eigentlich im rahmen der bauleitplanung und der baugenehmigungsplanung geregelt gehört, ist deswegen falsch, weil keine bindungswirkung gegenüber dritten vorhanden ist.
ausserdem ist die aufstiegserlaubnis meisst zeitlich befristet und kann aus "wichtigen" gründen jederzeit entzogen werden.
bei kollision unserer interessen mit denen finanzkräftiger dritter mitsamt ihrer lobby, z.b. den WKA - betreibern, sehen wir meisst alt aus. aber gerade dann bin ich auf den schutz meiner belange angewiesen. die aufstiegsgenehmingung schützt mich also gerade dann nicht, wenn´s drauf ankommt.

das muss aber nicht sein:
was wir brauchen, ist die ausweisung unserer fluggelände in den bebauungsplänen ( 1. schritt ).
hier gilt:
wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
ist mein gesamtes fluggelände im bebauungsplan ausgewiesen, wird an gleicher stelle NIEMALS eine WKA genehmigt werden.
bis hierher haben wir rechtssicherheit.
allerding kann die behörde einen bebauungsplan jederzeit ändern ( z.b. auf druck der diversen lobbyisten ).
deshalb brauchen wir noch eine baugenehmigung für unseren modellflugplatz ( 2. schritt ).
die wird meisst problemlos erteilt, denn der bebauungsplan weist das nötige baurecht hierfür aus.
hier gilt:
eine erteilte baugenehmigung ist nach errichtung des bauwerkes ( modellflugplatz ) für alle zeiten unwiderruflich vorhanden. dies gilt auch immer für die nutzung der anlage. allerdings wird das eigentliche fliegen nur durch das luftrecht geklärt.
deshalb brauchen wir die aufstiegsgenehmigung ( 3. schritt )

ab hier hast du umfassenden schutz deiner rechte und wirst in 100 jahren noch auf deinem platz fliegen können.

was mich ebenfalls nervt ist die allgemeine ohnmacht unserer modellfliegerkollegen.
hier wird nur gejammert ( nicht böse, und schon gar nicht persönlich gemeint! ).
keiner hat ideen, wie es besser gehen kann, keiner tritt unseren verbänden mal herzlich in den A..rm.
auch der tenor dieses beitrages ist, "wir können halt nix machen und fliegen ab sofort woanders".

nix für ungut,

manfred

Werner Wöhlecke
02.12.2003, 21:31
Hallo Manfred,

ich stimme Dir zu, wenn ich Eigentümer des Geländes bin. Da aber Modellfluggelände in der Regel gepachtet sind, ist spätestens mit Ablauf des Pachtvertrages alles zu Ende, wenn der Eigentümer andere Interessen verfolgt. ;) Ob er vorher Deinen Überlegungen folgt, ist fraglich.

Be a Tiger, fly safe!

Grüße von
DoubleWhiskey

manfred walter
05.12.2003, 18:44
hallo werner.

du hast natürlich recht.
man sollte die rechnung nicht ohne den wirt machen...

da hilft nur:

gelände kaufen ;) oder

pachtvertrag mit dem grundstückseigentümer mit ausreichender laufzeit ( 10 , 20, 30 jahre ) machen, zusätzlich einseitige ausstiegsklausel für den pächter vereinbaren.

ich weiss, alles theorie für uns modellflieger.
aber alles gängige praxis für WKA - betreiber, golfplatzbetreiber etc.
die sichern sich auf allen ebenen professionell ab, bevor die wegen unzureichender rechtssicherheit millionen teuros in den sand setzen.

ich fürchte, es geht nur so, wenn wir uns nicht regelmässig verars..en lassen wollen.

gruss, manfred

[ 05. Dezember 2003, 18:45: Beitrag editiert von: manfred walter ]

Karsten
05.12.2003, 19:46
Hallo Manfred und Werner,

was wollt Ihr dagegen tun wenn die Verpächter sagen, das sie nur noch einer jährlichen Verlängerung zustimmen.
So schlau sind wir auch, das wir das Gelände gern unser Eigen nenne würden. Es ist Leider so, unsere 5.ha sind sogenannte Splitterflächen und gehören somit vier verschiedenen Pächtern.
Drei wollen verkaufen und der letzte denkt er bekommt eine Million wenn es als Bauland ausgeschrieben wird und das in einem Landschaftsschutzgebiet. Ich lach mich tot.
Aber wie auch immer, ich war heute auf unserem Platz um zu sehn was sich an diesem besagten Funderment tut.
Und jetzt haltet Euch fest.
Keine 0,6 KW Anlage wird aufgestellt, nee, noch viel schlimmer.
Eine TW 1,5ls kommt bis Weihnachten dahin und ans Netz.
Ihr wisst nicht was eine TW 1,5ls ist, ich bis vor kurzen auch nicht.
Es handelt sich um eine 1,5 MW Anlage, die Maße:
Turm bis zur Roorspitze, 100 Meter.
Der Rotor selber hat einen Durchmesser von 77 Meter.
Und jetzt kommt es.
Über 100 Meter Höhe, incl Rotor bedarf es einer Genehmigung der Luftfahrtbehörde.
Genau da liegt der Hund begraben, beim Plan-Feststellungsverfahren hätte man spätestens da auf uns aufmeksam werden MÜSSEN da wir schon seit über 8 Jahren als ansässiger Modellflugverein eigetragen sind.
Aber nix iss passiert.
Nun werden wir sehn wie es weitergeht, ich halte Euch auf den laufenden.
Wer will kann sich denn ganzen Krämpel ja mal anschauen. http://mbbf-owi.de (http://www.mbbf-owi.de)
Klicht mal auf News, Danke

Gruß Karsten, der nicht jammert sondern kämpfen wird.

[ 05. Dezember 2003, 19:47: Beitrag editiert von: Karsten ]

Claus Eckert
05.12.2003, 20:40
Hallo Manfred,

bei dem Bau einer Windkraftanlage handelt es sich um ein s.g. " "privilegiertes Bauvorhaben" (http://buerger.metropolis.de/udo_leuschner/energie-chronik/960612.htm) ", vgl. Mobilfunkantennen. I.d.R. dürfte das bei unseren Modellflugplätzen nicht der Fall sein.

Welche rechtlichen Ableitungen aus dieser Tatsache entstehen, kann ich nur vermuten. Ein Entscheidungsrecht der Gemeinden und Landratsämter könnte damit eingeschränkt sein. Ebenso eine Beteiligung der Nachbarn. Auch hier dürfte der Vergleich mit Mobilfunkantennen zum Tragen kommen.

Aber ich bin weder Jurist noch habe ich eine besondere Ahnung vom Baurecht. Haben wir einen Juristen/Bausachbearbeiter o.ä. unter uns, der mal das "privilegierte Bauvorhaben" erläutern kann? :)

[ 05. Dezember 2003, 20:41: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

fb0816
05.12.2003, 21:59
Hallo,
ich hab da mal was gefunden in diesem Zusammenhang: Modellflugrecht (http://www.luftrecht-online.de/literatur/aufsaetze/modellflugrecht.htm)

Und noch was: Bedenken gegen Windpark (http://huegelland.tripod.com/presse16.htm)
Agenda-Wuerselen: Dokumentation.pdf (http://www.agenda-wuerselen.de/Dokumente/Konkret%20VII%20Dokumentation.pdf)

[ 05. Dezember 2003, 22:13: Beitrag editiert von: Dieter F. Heinlin ]

ufisch
21.12.2003, 10:32
Der aktuelle Stand der Dinge. Ist schon ein ganz schöner Brocken, wenn man am Anfang unser Landebahn steht und in Richtung der Anflugrichtung guckt.

http://www.rc-network.de/upload/1071999121.jpg

ufisch
21.12.2003, 10:36
...und da eine Schwalbe keinen Sommer und ein Windrad kein Windpark sind, haben wir dann noch 3 weitere Windräder hingestellt bekommen.

http://www.rc-network.de/upload/1071999354.jpg

fliegerkarl
21.12.2003, 19:32
Hallo Leute,
wir sind in ähnlicher Lage, soll heißen im Laufe des nächsten Jahres werden insgesamt 8 Windräder um unseren Platz entstehen.
Zur Vorgeschichte: bereits vor ca. 5 Jahren haben sich 10 Landwirte zusammengeschlossen und wollten in Zusammenarbeit mit einer Betreibergesellschaft 10 Windräder um unseren Platz herum aufstellen.(Das betreffende Gebiet wurde vorher von der Bezirksregierung als offizielle Windkraftzone ausgewiesen).
Hätten die Landwirte sofort unterschrieben hätten wir die ersten anlagen in 50, 150 und 200 meter Entfernung stehen gehabt, ohne jede Möglichkeit dagegen Einspruch zu erheben. (Gepachteter Platz, keinen langfristigen Pachtvertrag, keine Baugenehmigung).
Da sich die Landwirte aber mit der angebotenen Pacht nicht zufrieden geben wollten, pokerten Sie in den nächsten Jahren mit anderen Betreibergesellschaften.
Irgendwann mischte sich dann zum Glück die Stadt ein um das vorgegebene Gebiet zu Überplanen. Dabei wurde besonderer Wert auf ausreichenden Abstand zu vorhanden Höfen, Straßen, Wäldern etc. gelegt.
Da wir ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Rat und Verwaltung unserer Stadt haben wurde unser Modellflugplatz dabei behandelt wie ein normale Wohnbebauung. Mit dem Erfolg, das zwar immer noch Windräder gebaut werden, aber die ersten jetzt einen Abstand von mind. 600 meter zur Platzmitte haben.
Abschließend will ich damit aufzeigen, das es enorm wichtig ist ein gutes Verhältnis mit allen betroffen zu haben wie z.B. Nachbarn, Verwaltung, Bürgermeister usw. Gerade aus diesem Grund investieren wir viel in Jugendarbeit, Bastelkurse, regionale und nationale Wettbewerbe, besuch von Nachbarn zu Weihnachten/Ostern mit kleinem Präsent, einladung von Schirmherren zu Wettbewerben / Flugtagen.
Und ganz wichtig: Immer in die Zeitung damit!!!!
Denn: Nicht alle Leute kennen den Modellflugverein vor Ort, aber alle lesen Zeitung.

Gast_2222
22.12.2003, 17:09
Tach u-Fisch (warum nich U-Boot, oder U-F(l)o ;) ),

aeh sach ma, sei der Baum im Vordergrund 10m hoch (so hoch isser nie, sonst waer der Container daneben etwa 3m hoch) und erscheint die Windmaschine im Bild doppelt so hoch, so ist diese immer noch 5mal soweit vom Fotographen entfernt wie der Baum. Sei die Entfernung Fotomensch-Baum 50m so ist die Windmaschine 250m weit weg, Platz ohne Ende!!!

Sei der Baum nur 5m hoch (knappe Schaetzung), iss die Entfernung zum Windmast immerhin Faktor 10. Entfernung dann 500m.

Fazit: Ihr werdet Eure Fluchzeuge weiterhin im Baum entsorgen...

Viele Gruesse, Wolfgang

B. de Keyser
22.12.2003, 20:40
Hallo,

nicht nur wir Modeller, auch die größeren Flieger haben massive Probleme mit diesen Windeiern. Schaut mal in den gerade erschienenen aerokurier (1/2004) ins Editorial.

Demnach hat das Verwaltungsgericht Dessau ein inzwischen rechtkräftiges Urteil erlassen. Darin bietet das Luftverkehrsrecht bei Landeplätzen ohne beschränkten Bauschutzbereich keine Handhabe, wegen entsprechender Gefährdung eine Baugenehmigung für eine Windkraftanlage abzulehnen.

Es besteht die sogar die Möglichkeit, in einem solchen Fall die Genehmigung eines alten, lange bestehenden Platzes zu widerufen.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird sich wohl noch ab 2004 damit beschäftigen.

Mal seh'n, was sich da noch tut....

Bernd

ufisch
23.12.2003, 04:18
Original erstellt von Wolfgang Kouker:
Tach u-Fisch (warum nich U-Boot, oder U-F(l)o ;) ), Weil im Nachnamen Fischer kein Boot vorkommt


aeh sach ma, sei der Baum im Vordergrund 10m hoch ...
... der Baum nur 5m hoch (knappe Schaetzung), iss die Entfernung zum Windmast immerhin Faktor 10. Entfernung dann 500m.

Fazit: Ihr werdet Eure Fluchzeuge weiterhin im Baum entsorgen... Du hast jetzt aber die Verzerrung des Kameraobjektivs, die Erdkrümmung unter der besonderen Berücksichtigung des Sonnenstandes im Dezember und mein unterschiedlich abgelaschten Schuhsohlen nicht mit einberechnet.

Also Pi mal Fensterkreuz sind das 350m und die Wahrscheinlichkeit in die Wirbelschlepp dieser Windmühle zu geraten dürfte als vorhanden angesehen werden.

Außerdem stehen wir in einem Landschaftsschutzgebiet oder so und da werden die Bäume nicht mit Modelle beworfen.

Gast_2222
23.12.2003, 18:14
Tach auch,


Also Pi mal Fensterkreuz sind das 350m und die Wahrscheinlichkeit in die Wirbelschlepp dieser Windmühle zu geraten dürfte als vorhanden angesehen werden.

Außerdem stehen wir in einem Landschaftsschutzgebiet oder so und da werden die Bäume nicht mit Modelle beworfen.Seid Ihr in Lee vom Windrad, fliegt Ihr von der andern Seite rein, nur der Gegenanflug ist moeglicherweise in der Wirbelschleppe. Aber den macht man ohnehin recht flott.

Seid Ihr in Luv, so zeigt die Wirbelschleppe weg von Euch.

Also, so what,
Wolfgang, der sich wundert, dass im Landscaftsschutzgebiet die Masten stehen duerfen oder Modellflug erlaubt ist.

Karsten
25.12.2003, 10:59
Hallo Wolfgang,

ja wir dürfen nur deshalb im Landschaftsschutzgebiet (Naturpark Barnim)fliegen weil wir ein reiner E-Flugverein sind.

Desweiteren ist ein Gesetz erlassen worden das es seit dem 15. Dezember nicht mehr gestattet diese WKA´s in die Landschaft zu stellen, ausgenommen man baut WKA´s an der Küste.
Also gebt obacht was bei Euch am entstehen ist.

Gruß Karsten