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Helmut Steinigeweg
31.08.2003, 19:16
Keine Frequenzzuteilungsgebühr
Erfolgreiche DAeC-Initiative für den Modellflug

Modellflugsportler in Deutschland brauchen keine Frequenzzuteilungsgebühr
für den Betrieb einer Funkanlage zur Fernsteuerung von Flugmodellen zu
zahlen. Diese gute Nachricht überbrachte Ministerialdirigent Dr. Wolf W.
Günther, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, beim Jubiläumsfest
„100 Jahre Motorflug“ am 30. August 2003 in Berlin. Das Extra-Bonbon: Die in
diesem Jahr bereits bezahlte Gebühr wird automatisch zurückerstattet.
Günther übergab DAeC-Präsident Gerhard Allerdissen stellvertretend für die
Modellflugsportler in Deutschland einen Brief als Vorabinformation. Die
Veröffentlichung im Amtsblatt der Reg TP wird in Kürze erfolgen.

Zu Jahresbeginn wurde die Zuteilungsgebühr für die Fernlenkanlagen im
35-MHz-Bereich (A + B-Band) von 36,50 Euro, bewilligt für zehn Jahre, auf
130 Euro für eine unbefristet gültige Zuteilung erhöht. Nach Bekannt werden
der Ministerpläne Ende Dezember 2002 hatte der DAeC seinen Protest
angemeldet. Unterstützt von Peter Rauen, Vorsitzender des Sportausschusses
des Deutschen Bundestages war der DAeC beim Ministerium vorstellig geworden
und hatte die gravierenden Folgen der Gebühr für den Modellflugsport in
Deutschland aufgezeigt.
Der DAeC sieht in dieser Gebühr eine unzumutbare Härte. Gerade für
Einsteiger in den Modellflugsport, oft Jugendliche, sei der Betrag, der
neben den Kosten für Bausätze und Ausstattung anfällt, schwer aufzubringen,
argumentierte der DAeC-Präsident. Die unbefristete Zuteilung mildere die
Belastung nicht. Nicht zu akzeptieren sei weiter, dass bei internationalen
Wettbewerben auch ausländische Teilnehmer die Gebühr zu entrichten hätten.
Damit hätten deutsche Modellflugsportvereine, so Allerdissen, einen
gravierenden Nachteil als Bewerber für die Austragung internationaler
Sportereignisse.
Dr. Ditmar Staffelt, Koordinator Luft- und Raumfahrt im
Wirtschaftsministerium, und sein Ministerialdirigent Dr. Wolf W. Günther
zeigten Verständnis für das Anliegen des DAeC. Sie bestätigten die
Argumentation des DAeC und befürworteten die Abschaffung der Gebühr.

Dr. Wolf W. Günther ist mit den Angelegenheiten des Luftsports seit langem
gut vertraut. Unter anderem nutzte er seinen Besuch auf der AERO 2003 in
Friedrichshafen für ausführliche Gespräche mit dem DAeC-Vorstand und
Präsidiumsmitgliedern. Bei der Festveranstaltung „100 Jahre Motorflug“
dankte der DAeC ihm für sein außerordentliches Engagement für den Luftsport
und zeichnete ihn mit der Goldenen Daidalos-Medaille aus.

Tobi Schwf
31.08.2003, 19:27
Gesunder Menschenverstand hat gesiegt !!

Glückwunsch :)

Andreas B.
31.08.2003, 20:14
also 35 mgz muss jetzt auch nicht mehr gezahlt werden???

das is schön dann muss ich meinen sender den ich in der nächsten woche kaufen will nicht anmelden!!

Andreas

Stephan S.
31.08.2003, 20:30
Super!! Das nenn ich Erfolg auf der ganzen Linie :) !

Muss man seinen Sender nun theoretisch eigentlich noch anmelden oder ist man nur von der Gebühr befreit??

kunstflieger
01.09.2003, 08:40
Ähh........, Andreas,

die Befreiung von der Gebühr bedeutet nicht, dass du deinen Sender nicht mehr anmelden musst. Es ist weiterhin eine Frequenzzuteilung erforderlich. Die ist jetzt nur umsonst !!

Grüße
Holger Maske
http://www.mbg-bocholt.de/
http://home.arcor.de/hmaske/hobby.htm

Gernot Steenblock
01.09.2003, 11:35
Schön, dass der DAeC ganz alleine, das geschafft hat, was Herr Kreuzberg als Verbandsjustiziar des DMFV schon hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=36;t=000051) bereits angekündigt hat. ;)

P.S. Gabs da nicht mal ein Kooperationsvertrag :confused:

[ 01. September 2003, 11:36: Beitrag editiert von: Dr.Fly ]

Helmut Steinigeweg
01.09.2003, 12:10
Hallo Gernot,

den Kooperationsvertrag gibt es immer noch, und auf dieser Basis arbeiten beide Verbände gemeinsam im Interesse aller Modellflieger.

Das Thema Frequenzzuteilungsgebühr war nicht Bestandteil der Vereinbarung, weil der DAeC den politischen Weg einschlug, der DMFV aber zunächst den juristischen Weg bevorzugte.

In diesem Sinne

air-uli
01.09.2003, 16:43
Hallo Zusammen, besteht da nicht die Möglichkeit,
wenn für etwas nicht bezahlt, auch nichts bekommt.

Zum Beispiel: ein für den Modellflug freigehaltenes Band.

Ich kann mich immer noch an die Worte von RA. Kreutzberg erinnern.
Die Industrie ist scharf auf dieses Band.

Also Hoffen wir nicht das Schlimmste.
Modellflug muß weiter gehen.

Gruß Uli

MatiasR
01.09.2003, 23:11
@Helmut:


"...arbeiten beide Verbände gemeinsam im Interesse aller Modellflieger..."
"...weil der DAeC den politischen Weg einschlug, der DMFV aber zunächst den juristischen Weg bevorzugte."...also doch keine Gemeinsamkeit, wenn man unterschiedliche Werkzeuge für das gleiche Ziel einsetzt?!?

Wenn es denn nun endlich zu einer Lösung dieses Themas gekommen ist, so haben BEIDE Verbände damit etwas zu tun, genauso wie die vielen Beschwerden, Anrufe, etc. von betroffenen Privatpersonen bei den lokalen Behörden. Keiner der beiden Verbände kann sich m.E. die Arroganz leisten, "besser", "schöner" oder "wichtiger" als der andere zu sein.

Ich kann keinerlei Verständniss für diese permanente und penetrante Polarisierung zwischen den beiden Verbänden finden.

Wie schön wäre es doch, wenn man lesen könnte:

"In einer gemeinsamen Aktion haben Verband A und Verband B den Wegfall der Gebührenpflicht bewirkt. Hierzu wurden alle politischen und juristischen Mittel eingesetzt."

Mit der Hoffnung auf Besserung

Matias

Gerald Lehr
02.09.2003, 10:23
Helmut,

ganz genau, der Aufruf zu mehr Gemeinsamkeit ist genau das, zu was ich mich bei Matias bedanke.

Nur gemeinsam kann man etwas erreichen.
Leider ist es immer wieder zu beobachen, daß jeder sein Süppchen alleine kocht. Wie war das doch? Gemeinsam sind wir stark - das wäre schön in meinen Augen.
Aber zum Glück sind die beiden Verbände ja auf einem Weg, der dies hoffentlich einmal ermöglicht.

[ 02. September 2003, 10:24: Beitrag editiert von: glehr ]

bie
02.09.2003, 10:51
Hi,

auch der DMFV heftet sich den Erfolg an seine Fahnen, nämlich hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=36;t=000055) - so what?

Muss man jetzt wirklich darüber streiten, wer den Erfolg herbeigeführt hat?

Auf jeden Fall gratuliere ich allen, die dafür gearbeitet haben, egal ob DAeC oder DMFV oder wer auch immer daran noch beteiligt war!

You did a great job!

[ 02. September 2003, 10:53: Beitrag editiert von: bie ]

MatiasR
02.09.2003, 11:10
@Helmut:


Die konkrete Polarisierung in diesem Falle müsstest Du dem Wirtschaftsministerium zuschreiben, von dort kam der Brief an den DAeC-Präsidenten. Sorry, da muss ich wiedersprechen - die Polarisierung liegt nicht an dem von einer Behörde gewählten Adressaten, sondern daran wie BEIDE Verbände (da hebt sich keiner vom anderen ab...) die Nachricht als ihr grosses Werk hinausposaunen. Ich arbeite seit vielen Jahren sehr intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit, und glaube mir, der Ton macht die Musik...

Ist ja egal, es hat aber für mich leider den Anschein, dass wir mit den Verbänden und ihrem egozentrischen Kommunikationsstil wohl noch eine Weile leben müssen... Der hoffnungsvolle Ansatz für Gemeinsamkeit soll ja da sein, es hat auch einige ermutigende Schritte gegeben, aber ausgerechnet bei dem Thema Frequenzgebühr, der wirklich alle Modellflieger, ob Mitglied in einem Verband oder nicht, betrifft, wurde m.E. von beiden Verbänden die Chance vertan, sich als das zu positionieren, was sie sein sollten - eine starke, neutrale und souveräne Interessenvertretung.

Bitte nicht falsch verstehen, Helmut, ich möchte in keinster Weise Dich oder irgend eine andere Person angreifen, sondern gebe nur meinen persönlichen Kommentar darüber, was ich beobachte, und was ich daraus ableite.

Vielmehr freue ich mich darüber, dass durch die Arbeit beider Verbändeeine Lösung erreicht wurde, welche der Jugendarbeit, den internationalen Wettbewerben und allen Modellfliegern zugute kommt!

Matias

[ 02. September 2003, 11:23: Beitrag editiert von: MatiasR ]

Hartmut Siegmann
02.09.2003, 11:52
Freunde,
jetzt mal sachlich gedacht und das Offensichtliche angeschaut:

Die Abschaffung der RegTP Gebühren ist ein Riesenerfolg für den RC-Luftsport! :) Steinigeweg hat als Pressereferent den Weg zur Entscheidungsfindung auf der politischen Schiene komplett unter Nennung der beteiligten Personen genannt. Klingt plausibel und lässt sich anhand eben dieser genannten Personen sicherlich nachvollziehen. Kreuzberg hat keinen Namen genannt, sondern nur allgemein über die Kontaktaufnahme zu "den entsprechenden Organen des Ministeriums" gesprochen. Keine Personen, kein Bezug. Wie ist es dann aber erreicht worden? Das bleibt im Unklaren, denn solange man auf Sachbearbeiterebene arbeitet, kann man so viel mit (staatlichen) Organen Kontakt aufnehmen, wie man will, eine Entscheidung kann auf dieser Ebene nicht fallen!
Wenn wir also darüber diskutieren, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist, dann sieht das tatsächlich im Rahmen der Offensichtlichkeit dieser Texte schwer nach einem Erfolg für den DAeC aus! Der DMFV schweigt sich komplett über den Weg und die beteiligten Personen aus. Das sieht auf den ersten Blick nach einer Mitläufermeldung aus, aber vielleicht legen sie noch nach. Dann kommt am Ende vielleicht heraus, dass der Druck beider Verbände auf den unterschiedlichen Ebenen durch verschiedene Kontakte zu diesem Ergebnis geführt hat. ;)

Aber spielt das für uns wirklich so eine große Rolle? Für uns alle zählt im Endeffekt nur das Ergebnis! Es ist gut zwei Verbände zu haben, denn sonst haben wir in 15 Jahren wieder zwei Verbände. Das ist wie bei der "Tour de France": Ist eine Außreißergruppe unterwegs mit bekanntem Abstand, ist das Hauptfeld ruhig und alle fahren zügig dahin, der Abstand wird kontrolliert. Ist nur das Hauptfeld da, trödelt es vollends und es bilden sich ein oder zwei Ausreißergruppen und Chaos bricht aus. Mal ist der DAeC in Front, mal der DMFV. Es ist für die Gesamtheit der Modellflieger nur wichtig, dass dieses Konkurrenzverhältnis besteht, denn nur dann entsteht der für uns wichtige Handlungsdruck!

Luftsportverbände und Sporthoheit FAI
Aus meiner Sicht ist einzig eine Sache wichtig und die sollte möglichst schnell angepackt werden: Die Sporthoheit von der FAI sollten beide Verbände vertreten können, damit endlich dieser Zweiklassensport aufhört. Die einen können zu einer offiziellen WM (FAI Version), die anderen nicht. Das schadet dem Modellflug an sich in ganz erheblichem Maße!!! Alle Wettbewerbe/Veranstaltungen beider Verbände (!) sollten von allen Verbandsmitgliedern - gleich welcher Couleur - besucht und gewertet werden können. Daher meine Frage an DAeC&DMFV: Wann ist es so weit??

Das wäre wirklich wichtig, viel wichtiger jedenfalls, als die Frage, wer nun diesen "Sieg" im Kampf mit den Behörden für sich verbuchen kann!
Siggi

[ 02. September 2003, 11:57: Beitrag editiert von: Hartmut Siegmann ]

Gerald Lehr
02.09.2003, 12:01
DANKE Matias !!!

Helmut Steinigeweg
02.09.2003, 12:37
Hallo zusammen,

@ Gerald,
wie ich Dich kenne bedankstDu Dich bei Matias für den Aufruf zu mehr Gemeinsamkeit und nicht dafür, dass es ihm gelungen ist, aus wenigen Zeilen zwei Sätze so zu zitieren, dass eine permanente Polarisierung auszumachen ist.

@ Matias,

Veröffentlichungen nach Deinem Muster "Verband A und Verband B ..." gibt es ja schon zu verschiedenen Themen des Kooperationsvertrages. Es hätte auch in dieser Sache gut ausgesehen.

Allerdings gab es wohl bislang keine Möglichkeit, juristische Mittel einzusetzen.

Die konkrete Polarisierung in diesem Falle müsstest Du dem Wirtschaftsministerium zuschreiben, von dort kam der Brief an den DAeC-Präsidenten.

In diesem Sinne

fb0816
02.09.2003, 13:11
Hallo,

mal kurz zurückgeblickt, es gab ja z.B. auch das hier vom DMFV* an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gerichtete Schreiben, das sicher sehr viele "selbst" auch an den Minister gerichtet haben.
So nach dem Motto, "Man kann auch als einzelner was TUN..."
-> Mein Dank gilt also auch die Protestbriefverschicker (ich schätze mal, das werden auch hunderte bis Tausende gewesen sein).
* Hier die Textquelle vom 21.03.2003 (http://www.presse24.net/dmfv/archiv/030321_dmfv_protest.html)

PS: Angesichts dieses Erfolges, könnten/sollten/müssten sich eigentlich jetzt viele (unorganisierte) Modellflieger ernsthaft überlegen, ob es nicht doch Sinn macht, mindestens einem der zur Zeit 2-Interessensverbänden anzugehören! Damit wir alle auch in Zukunft unser Hobby noch ausüben können. Sonst werden wir irgendwann mal als "Randsportart" unter den "Teppich" gekehrt.

[ 02. September 2003, 13:24: Beitrag editiert von: Dieter F. Heinlin ]

Jan
02.09.2003, 13:14
Das da...


Es ist gut zwei Verbände zu haben, denn sonst haben wir in 15 Jahren wieder zwei Verbände. Das ist wie bei der "Tour de France": Ist eine Außreißergruppe unterwegs mit bekanntem Abstand, ist das Hauptfeld ruhig und alle fahren zügig dahin, der Abstand wird kontrolliert. Ist nur das Hauptfeld da, trödelt es vollends und es bilden sich ein oder zwei Ausreißergruppen und Chaos bricht aus. Mal ist der DAeC in Front, mal der DMFV. Es ist für die Gesamtheit der Modellflieger nur wichtig, dass dieses Konkurrenzverhältnis besteht, denn nur dann entsteht der für uns wichtige Handlungsdruck!
...den dahinter stehenden Gedanken finde ich gut.

Oft wird gejammert und lamentiert über die vermeintlich überflüssige Austragung von kontroversen Standpunkten. Nicht nur im Bereich unseres Hobbies, sondern auch in anderen Bereichen der Politik (hier geht es auch um Politik, auch wenn das der eine oder andere nicht so gerne hören wird). Dabei ist nur Konkurrenz etwas, das wirklich weiterführt. Monopolismus führt zu nichts. Das Austragen von Kontroversen ist die Folge von Konkurrenz. Dass jeder nach Erreichen eines Erfolges versucht, sein Lichtlein besonders hell erscheinen zu lassen, ist doch ok. Wenn der Beitrag des einen Verbandes nur darin bestanden hätte, den anderen zu großem (politischen oder juristischen oder wie auch immer) Engagement zu bewegen und dadurch das Ziel zu erreichen, dann wäre das doch schon ein guter Beitrag gewesen. Oder nicht? Wahrscheinlich haben beide Verbände ihren Anteil getan. Gut so. Öfter so. Noch besser so in Zukunft, bitte.

Gernot Steenblock
02.09.2003, 14:52
Ich freue mich auch sehr über das Erreichte. Mal wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Mich ärgert es einfach wenn zwei Parteien die eigentlich eine Partnerschaft eingegangen sind (ja sogar über eine mögliche Fusion der beiden hatte Herr Allertissen auf der JHV des DMFV schon gesprochen). Sich dann jeder einen solchen Erfolg alleine aus seine Fahne schreiben will. Ich denke mal, daß der Druck auf allen Ebenen zu einem Einlenken bei den Behörden geführt hat.

Aber durch die Postings, die beide Verbände veröffentlichen, wird das zarte Pflänzchen einer Partnerschaft einfach zu stark beschädigt. Ich hätte mir hier eine Meldung gewünscht, die sinngemäß dies ausgedrückt hätte. Jeder kann sich ja seine Scheibe vom Erfolg abschneiden, aber den Partner vollkommen zu ignorieren, nur weil dieser Part nicht im „Ehevertrag“ geregelt ist führt über kurz oder lang zum „Scheidungsanwalt“.

Ich möchte dies mal an einem anderen Beispiel zeigen:

Zwei Zuchtbetriebe haben sich vor nicht allzu langer Zeit zusammengetan, um gemeinsam die Schweinezucht voran zu bringen. Jeder soll vom anderen profitieren. Der eine Züchter schwört auf Mais als Futtermittel für die Allesfresser, während der andere Kartoffeln bevorzugt um die rosa Rüsseltiere möglichst schnell auf ein Schlachtgewicht zu bekommen.
Und tatsächlich schaffen es die beiden Farmer Ihr Produkt schneller zur Schlachtreife zu bekommen als alle anderen.
Eine Fachzeitschrift will nun wissen, wie die Beiden ihre Schweine so schnell hochgepäppelt haben.
Der Bauer A, ein gestandener Bayer, sagt: „Jo mai. Des wird wohl an maim Mais lign.“ (Übersetzung: Der Mais macht´s)
Der Bauer B, ein sparsamer Schwabe meint: „I ben mr sicher des liegt an moine Bodabira.“ (Übersetzung: Daran sind nur meine Kartoffeln schuld)
Nun entbrennt ein heftiger Streit darüber, wer Recht hat. Als der Reporter nun fragt: „Wollten Sie nicht gemeinsam Schweine züchten?“ Sagen beide: „Schweine züchten schon, aber was hat das mit dem Futtermittels zu tun?.“Vielleicht sollten sich mal die Verbände ein Beispiel an den RCN-Useren nehmen. Denn hier ist es völlig egal ob jemand beim Verband A oder B ist. Es geht allen um den Modellflug.

wolfgang
02.09.2003, 23:12
Hallo,

bisher wurde das 35 MHz-Band für den Modellflug freigehalten. Ich hoffe das bleibt auch weiterhin so.

Toddi
03.09.2003, 06:58
Moin,

ich habe das hier aus den Newsgroups gefischt. Leider kann ich die original Quelle nicht ausfindig machen.

> Die Bemühungen des DMFV haben sich ausgezahlt. Rückwirkend zum 01.
> Januar 2003 sollen die Frequenzen für den Modellflug aus dem
> 35-MHz-Band nicht mehr einzeln zugeteilt werden. Dies geschieht in
> Zukunft durch eine so genannten Allgemeinzuteilung. Modellflieger
> benötigen dann keine Frequenzzuteilungsurkunde mehr. Die
> Allgemeinzuteilung erfolgt durch die Regulierungsbehörde und soll
> in Kürze in deren Amtsblatt veröffentlich werden.

Im Klartext heisst das doch, dass ich einen Sender nicht mehr anmelden muss.

... Toddi

Konrad Kunik
03.09.2003, 12:03
Moin Toddi,

eine Quelle findest Du u.a. hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=36;t=000055) ;)

Bezüglich Beantragung der Frequenzzuteilungsurkunde für 35MHz-Sendeanlagen:
Die Ankündigungen durch DAeC und DMFV sind z.Zt. reine Informationen ohne Rechtscharakter, es gelten nach wie vor die aktuellen Rechtsvorschriften bis zu ihrer Änderung. Logischerweise sind daher die Anträge weiter zu stellen. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, daß mit den Anmeldungen weiter der Bedarf an den Frequenzen dokumentiert wird.

Helmut Steinigeweg
03.09.2003, 12:44
Hallo zusammen,

so langsam bewegt sich die Diskussion hier wieder in Richtung Grundsatzfrage. Gut so.

Inzwischen sind hier viele Statements abgeben worden, die ich voll - unabhängig von evtl. Verbandszugehörigkeit unterstütze. Einige natürlich vor dem gleichen Hintergrund nicht.

Ich will daher nicht auf die unterschiedlichen Autoren eingehen.

Natürlich ist es schädlich für den Modellflugsport in Deutschland, dass Interessen zum Teil widersprücklich vertreten werden und nicht alle Modellflieger, über 50.000 im DMFV, fast 15.000 im DAeC und sicher noch sehr viele "Robin-Hood"-Wildflieger nicht eine gemeinsame Lobby haben.

Diese Zahl von Modellfliegern, seien es denn etwa 100.000, wird zukünftig kaum eine Chance haben, irgendwo politisch Gehör zu finden! So gesehen ist es eher glücklich zu verstehen, dass der persönliche Einsatz eines DAeC-Präsidenten (hat es zuvor noch nie gegeben) für alle Modellflieger, daraus hat er nie ein Hehl gemacht, zu dieser positiven Entscheidung geführt hat.

Zukünftig wird ein Verband, eine Interessenvertretung oder was auch immer mit weniger als 200.000 Mitgliedern keine Chance haben, auf politischer Ebene Gehör und Verständnis zu finden.

Schädlich für den Modellflug in Deutschland ist es auch, dass die Sportfachgruppe Modellflug im DAeC mit geringsten finanziellen Mitteln Ausbildung und Qualifikation der in vielen Kategorien weltbesten Modellflugsportler gewährleistet, ohne die Möglichkeit, diese bei ihren internationalen Auftritten zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang kann ich nicht meine verbandspolitische Brille absetzen: Unser Mitbewerber am Markt verfügt über ein exorbitant vielfaches an finanziellen Mitteln. Ein Bruchteil davon könnte ausreichen, international erfolgreiche Modellflugsportler von den immensen Kosten zu entlasten.

Könnte man schon auf die Idee kommen zu sagen, macht den pleiteverdächtigen Laden zu und lasst das die anderen machen.

Dazu eine bewusste Spitze:--- Wollen wir das wirklich, wo die Plätze 1, 2 und 4 und somit auch die Mannschaftswertung der "DM-F3B" des DMFV von Rangliste 2 Piloten des DAeC belegt wurden.---Spitze ausgeschaltet.

Den aktuellsten Beweis, dass Modellflugsport in Deutschland "1. Klasse weltweit" ist, hat ja die WM F3B in Kirchheim bewiesen.

Was Rike und Hansi Gölz da auf die Beine gestellt haben, Ralf Decker als Wettbewerbsleiter in acht! Runden unter Beweis gestellt hat (noch erwähnt die ca. 100 Helfer), ist mit Geld nicht zu bezahlen, das war erworbenes know-how mit und im DAeC.

Nichtsdestotrotz: Alle DAeC-Wettbewerbe, die nicht zur Qualifikation zu EM`s oder WM`s dienen sind offen für alle Modellflieger, es mag sich noch nicht herumgesprochen haben, aber seit fast 10 Jahren ist das so.

Ein Letztes noch zur Sache 35 MHz:

Sicher wird der Einsatz "Spesen" gekostet haben, welche Kosten hätte denn wohl ein Musterprozess verursacht?

Wichtig ist: Modellflug in Deutschland gehört unter ein Dach, dass die Teilnahme am internationalen Modellflugsport sicherstellt.

Die Freunde der gemeinsamen Veröffentlichungen können ja mal die Veröffentlichungen über Zusammenarbeit in den verschiedenen Foren nach zustimmenden Kommentaren durchforsten"

Mitarbeiten kann jeder.

In diesem Sinne

P.M.: Es macht Sinn, ernsthaft die Halterhaftpflichtversicherungen zu kontrollieren, auch unter Deutschen Meistern sind immer noch Leute, die sich auf die Privathaftpflicht verlassen!

[ 03. September 2003, 01:39: Beitrag editiert von: Helmut Steinigeweg ]

Helmut Steinigeweg
03.09.2003, 20:00
Hallo Konrad,

manchmal reicht es schon u.a. auf den ersten Beitrag im thread hinzuweisen.

Warum trittst Du jetzt so auf die Bremse, bei der Verbreitung der quasi-revolutionären Neuentdeckung der uralten Eselsbrücke für Jugendliche und Ausländer warst Du doch auch nicht so zurückhaltend.

In diesem Sinne

[ 03. September 2003, 20:23: Beitrag editiert von: Helmut Steinigeweg ]

Konrad Kunik
03.09.2003, 21:36
Moin Helmut,

zunächst möchte ich Dir sagen, daß ich über die Entwicklung und die positiven Äußerungen zu diesem Thema genau so erfreut bin wie Du und die anderen Nutznießer der künftigen Regelung. :)

Zu Toddi:
Er hat den Text der DMFV-Verlautbarung zitiert und konnte die "original Quelle" nicht ausfindig machen - folglich der Hinweis auf das/ein Original. Du kannst versichert sein, daß beim Zitieren eines DAeC-Textes ich versucht hätte, den Link zum DAec-Original zu finden. ;)

Bremser? Ich sehe die Feststellung eines Ist-Zustandes nicht als Bremsen an.

Die Ankündigungen durch DAeC und DMFV sind z.Zt. reine Informationen ohne Rechtscharakter, es gelten nach wie vor die aktuellen Rechtsvorschriften bis zu ihrer Änderung. Logischerweise sind daher die Anträge weiter zu stellen. Ist in dieser Aussage irgend ein sachlicher Fehler enthalten, den es zu korrigieren gilt, so sage es mir. Ich bin gern bereit, dazu zu lernen und Fakten zu akzeptieren.

Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, daß mit den Anmeldungen weiter der Bedarf an den Frequenzen dokumentiert wird. Mit dieser Aussage möchte ich eigentlich einen Denkanstoß mit für die Zukunft geben. Wir sollen uns alle freuen, daß beide Verbände, jeder auf seinem Weg, das Positive für den Modellflugsport erreicht haben. Aber wir sollten dieses "Geschenk" nicht als "Gott gegeben" und unverrückbar hinnehmen. Die elektronischen Ausstrahlungen in unserer Welt haben in den letzten Jahren immens zugenommen, alle Bereiche unseres täglichen Lebens suchen nach ihnen passenden Sendefrequenzen - und das 35MHz-Band gehört nicht zu den unbeliebtesten. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird auch jemand mit Gewicht nach diesen Frequenzen greifen wollen, und dann sind die heutigen Verbände oder ihr/e Nachfolger gut beraten, wenn sie/er locker in die Schublade greifen können und darlegen, wie intensiv dieses Band in Deutschland und Europa genutzt wird. Die Auseinandersetzung, die dann im Kampf um die Frequenzen mit spärlichem Beweismaterial erfolgt, möchte ich nicht miterleben...

Also Verbände, führt einen Teil der Aufgaben der RegTP im Sinne der Frequenznutzung eurer Mitglieder fort, damit es eines Tages kein böses Erwachen gibt!

In diesem Sinne... ;)

Helmut Steinigeweg
03.09.2003, 23:25
Hallo Konrad, ein verspätetes Moin aus Westfalen,

dein Hinweis lag dann wohl daran, dass nicht jeder User einen thread vom Beginn an liest.

Zur Rechtsicherheit der Information: Den Verantwortlichen im DAeC war schon seit der Eröffnung der AERO 2003 das jetzt veröffentlichte Ergebnis bekannt, aufgrund einer Verschwiegenheitsvereinbarung durfte Nichts veröffentlicht werden. Du kannst Dir vorstellen, wie sauer ich war, nichts sagen zu dürfen.

Zur Rechtssicherheit: Wenn jetzt der Ministerialdirigent seine Zurückhaltung aufgibt und das Ergebnis öffentlich macht, ist die Rechtsverbindlichkeit durch Veröffentlichung nicht weit entfernt!

Im Übrigen stimme ich Dir zu, Modellfliegen in Deutschland bräuchte mindestens 200.000 Mitglieder um zukünftig gehört zu werden. Das gilt nicht zuletzt auch für die Jugendarbeit!

In diesem Sinne

Nebenbei könntest Du als Modertor Dich um ChrisHH
kümmern, der die Anmeldeziffern 2704 bis 2712 belegt.

Stephan S.
03.09.2003, 23:37
Folgendes wurde im DMFV-Forum gepostet:
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Die Bemühungen des DMFV und des DAeC haben sich ausgezahlt. Wie von DMFV-Justiziar Alfred Kreutzberg in einem Interview mit der Verbands-Zeitschrift "Modellflieger" bereits vor mehreren Wochen angekündigt, ist die Ende 2002 von 38,50 auf 130,– Euro erhöhte Gebührenposition für die Einzelzuteilung in der Frequenzgebührenverordnung hinsichtlich des Modellflugs gegenstandslos. Dies wurde entgegen anders lautender Meldungen beiden Vereinen gleichzeitig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mitgeteilt.

Rückwirkend zum 01. Januar 2003 sollen die Frequenzen für den Modellflug aus dem 35-MHz-Band nicht mehr einzeln zugeteilt werden. Dies geschieht in Zukunft durch eine so genannte Allgemeinzuteilung. Modellflieger benötigen jetzt keine Frequenzzuteilungsurkunde mehr, das heißt, dass für einen Käufer einer 35 MHz-Anlage weder eine Anmeldung noch eine Gebühr fällig ist. Betreiber von 35 MHz-Anlagen, deren Vertrag nach zehn Jahren ausläuft, müssen entsprechend keine Verlängerung mehr beantragen. Die Allgemeinzuteilung erfolgt durch die Regulierungsbehörde und soll in Kürze in deren Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Daraus ist ebenfalls zu schließen, dass in diesem Jahr bereits gezahlte Gebühren zurückerstattet werden, soweit jedenfalls der vom Verband empfohlene Widerspruch eingelegt wurde.

Konrad Kunik
03.09.2003, 23:54
Jep, Stephan,

das ist die jüngste Verlautbarung - nach meinem Beitrag oben. ;)

Thomas Platte
05.09.2003, 20:53
Hallo,
ich bin jetzt etwas unsicher.
Beim Daec heißt es, das die Gebühr wegfällt, d.h. die Genehmigungurkkunde kostenlos zugeteilt wird.

Beim DMFV heißt es, das die Einzelgenehmigung komplett wegfällt und eine Allgemeinfrequenzzuteilung zum Tragen kommt.

Was stimmt den nun?

Im übrigen gehe ich auch davon aus, das hier die Arbeit beider Verbände zum Erfolg geführt hat.

Konrad Kunik
05.09.2003, 21:41
Moin Thomas,


Was stimmt den nun? Wahrscheinlich haben beide Recht oder sie treffen sich irgendwo in der MItte ;)

Da hilft nur Warten , bis die offizielle Verlautbarung da ist. ;)

air-uli
07.09.2003, 21:53
Hallo Zusammen,
ich habe da eine Presseveröffentlichung vom DMFV (14 Sept. 2001) :


--------------------------------------------------------------------------------

Seit vielen Jahren setzen sich der Deutsche Modellflieger Verband und die Hersteller von Fernsteueranlagen für Modellflugzwecke dafür ein, dass europaweit das 35-MHz-Band für die Steuerung von Flugmodellen zugelassen wird. Diese Bemühungen haben nun zu einem Teilerfolg geführt.
Am 12. März 2001 wurde die Entscheidung (ERC/DEC/(01)11) des ERC (European Radiocommunications Committee) veröffentlicht. Die "European Conference of Postal and Telecommunications Administrations" (CEPT) hat entschieden,
1.
den Frequenzbereich 34,995 bis 35,225 MHz für den Gebrauch von Geräten geringer Reichweite für die Steuerung von Modellen festzulegen, begrenzt auf fliegende Modelle, die den technischen Eigenschaften des Annex 1 (Frequenzband 34,995 bis 35,225 MHz, 100 mW effektiv abgestrahlte Leistung, 10 KHz Kanalraster, keine Einschränkung des Duty Cycle) entsprechen.
2.
die Geräte geringer Reichweite für die Steuerung von Modellen, die durch diese Entscheidung abgedeckt werden, von der Verpflichtung der individuellen Lizenzierung freizustellen.
3.
dass diese Entscheidung am 12. März 2001 in Kraft tritt.
4.
dass die Verwaltungen der CEPT Mitglieder die nationalen Maßnahmen der Implementierung dieser Entscheidung dem Vorsitzenden des ERC und der ERO (European Communications Office) mitteilen, sobald diese Entscheidung national ausgeführt wurde.
Mit der völlig gleichlautenden Entscheidung (ERC/DEC/(01)12) wurden die Frequenzen 40,665 MHz, 40,675 MHz, 40,685 MHz und 40,695 MHz für die Steuerung von Modellen aller Art festgelegt.
Was bedeutet dies für die Praxis des europäischen Modellfluges? Im Moment leider nicht viel, weil bekanntermaßen die Umsetzung der Entscheidung europäischer Gremien in nationales Recht sehr lange dauern kann. Für die Urlaubsplanungen in Frankreich, Italien und der Schweiz wird sich also zunächst nichts ändern. Ebenso wird sich in absehbarer Zeit auch die Praxis der deutschen RegTP nicht ändern, den deutschen Modellfliegern für die nationale, personenbezogene Zuteilung der 35-MHz-Frequenzen (fälschlicherweise als "Postlizenz" bezeichnet) eine Gebühr von DM 75,- für den Zeitraum von 10 Jahren abzuverlangen. In diesem Falle ist die Argumentation jedenfalls zum Teil nachzuvollziehen: Durch die personenbezogene Frequenzzuteilung wird ein Schutz der Frequenzen zugesichert. Die zugeteilten 35-MHz-Frequenzen dürfen nicht von anderen Funkdiensten benutzt werden, sie sind exklusiv für Modellflugzwecke vorbehalten. Dieser Verwaltungsaufwand ist kostenträchtig und muss bezahlt werden.
Wird jedoch die oben aufgeführte ERC-Entscheidung in nationales Recht überführt, entfällt die Lizenzierungspflicht und damit die personenbezogene Frequenzzuteilung. Es ist dann zu befürchten, dass die exklusive Benutzung für Modellflieger aufgeweicht wird. Weiterhin würde diese Entscheidung bedeuten, dass das ausschließlich und exklusiv in Deutschland betriebene B-Band entfallen würde. Das können wir uns keinesfalls wünschen, nur um DM 7,50 pro Jahr zu sparen.

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Interessant daran ist, den Frequenzbereich 34,995 bis 35,225 MHz für die Steuerung von Modellen festzulegen, begrenzt auf fliegende Modelle !!!!

Und das ist leider nur das jetzige A -Band.

Vielleicht wird mit dieser Abschaffung der Frequenzzuteilungsgebühr auch gleichtzeitig diese EU- Richtlinie (ERC/DEC/(01)11) in Nationales Recht
umgesetzt?
Dann fällt das B- Band weg (Mit Übergangsfristen ).
Oder was noch besser wäre das B-Band bleibt nur in Deutschland bestehen
(Wunschdenken) .

Könnte da ein Fachmann von den Verbänden ( DAEC oder DMFV ) im Forum Stellung dazu beziehen?
Dieses Thema trifft jeden Modellflieger

Gruß Uli

Helmut Steinigeweg
07.09.2003, 22:51
Hallo Uli,

im Grunde sollten alle Modellflieger froh sein, dass die Frequenzgebühr vom Tisch ist und die Allgemeinzuteilung zukünftig und rückwirkend erfolgt ist.

Ich glaube nicht, dass für eine Gebühr von 3 Eur/Jahr bei etwa 65.000 in DAeC und DMFV organisierten zuzüglich der bei DMO etc. versicherten, zuzüglich einer vermutlich großen Anzahl von Wildfliegern Sicherheit durch Überprüfung durch die RegTp zu gewährleisten ist.

Beantragte Frequenzkontrolle durch die Behörde auf Wettbewerben bringt da größere Sicherheit.

Wer sagt denn, dass die vielen Versicherungs-Hasardeure ihre Anlage angemeldet haben?

Grundsätzlich ist es auch gut, jetzt nahezu europaweit fliegen zu können, ohne lange Nachfragen voe der Reise ins Ausland.

Sicher könnte das B-Band problematisch werden, vorab geäußerte Panik könnte aber durchaus Gremien aufmerksam machen, deren Aufmerksamkeit nicht gewollt ist. Die Gremien sind aber wohl durch die Frequenzgeschichte so sensibilisier, dass sie einen weiteren Schnellschuss vermeiden werden.

Ich sehe ein viel wichtigeres Thema für die Verbände: zurzeit ist es zwar ruhig, aber immer wieder gab es in der Vergangenheit gute Ideen, die Modellflughalterhaftpflichtversicherung zu umgehen. Da ist ein großes, wichtiges Handlungsfeld.

In diesem Sinne

[ 07. September 2003, 23:47: Beitrag editiert von: Helmut Steinigeweg ]