Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2.4 Ghz nachgemessen
Hallo
Nach durchlesen diverser Threads hier im Forum zum Thema 2.4 Ghz sind einige Fragen für mich unbefriedigend geklärt, da sie oft auf Annahmen und nicht nachgemessenen Feststellungen beruhen. Nun konnte ich endlich den WiSpy unserer Firma für Messungen benutzen.
Als erstes ging ich der Frage von Fremdstörern wie WLAN nach. Da einige schon geschrieben haben das WLAN keinen Einfluss auf Ghz-Fernsteuerungen habe, was ich so bezweifle, habe ich mal WLAN nachgemessen.
Messung 1 zeigt ein WLAN mit zwei Clients am Hotspot angemeldet.
Messung 2 zeigt ein WLAN mit zwei Clients am Hotspot mit aktiver Datenübertragung.
Beide Messungen mit demselben Accesspoint und derselben Messanordnung der Geräte.
Es ist unschwer zuerkennen dass die Belastung des 2.4 Bandes bei aktiver Datenübertragung deutlich höher ist.
Ich habe heute eine Tour durch die Stadt gemacht und dabei festgestellt das die meisten Hotspots ‚vorsichherdümpeln‘ wenn man nun bei einem Reichweitentest das Gefühl bekommt das die Hotspots in der Nähe keine Auswirkung haben kann das sehr täuschen, denn im nächsten Moment kann eine aktive WLAN-Verbindung für gehörigen Lärm im 2.4 Ghz Band sorgen. Es kann also durchaus vorkommen das eine 2.4 Ghz Fernsteuranlage einen vermeintlich freien Kanal belegt da zum Einschaltzeitpunkt das WLAN noch ‚leise‘ ist. In den nächsten Tagen werde ich noch weitere Messungen vornehmen wie z.B. Auswirkung der Senderantenne bei guter und schlechter Positionierung u.s.w.
Abendgruss
Smaug
Messung 1
208326
Messung 2
208327
Julian Holtz
21.10.2008, 19:18
Schon sehr praktisch, wenn man ein System hat, dass die Kanäle wechselt.
>>das eine 2.4 Ghz Fernsteuranlage einen vermeintlich freien Kanal belegt
es GIBT keine "Kanäle" mehr - zumindest bei FASST nicht, weswegen Deine Messungen für die Sicherheit der Übertragung zumindest für diese Technik irrelevant sind.
Gruß
Tilmann
Sicher hat hier ein Hoppendes System Vorteile, doch bei 4 und mehr aktiven WLAN’s wird’s , zumindest HF-Technisch, schon mal eng. Den weiteren Störschutz muss dann doch DSS gewährleisten, Hybride wie FASST, ACT S3D, Weatronic… u.s.w. sind da sicher nicht schlecht dran.
Doch nicht ganz irrelevant wenn man mit dem Sender weiter vom Empfänger entfernt ist als der Hotspot.
Gruss
Smaug
Gast_9757
21.10.2008, 20:10
Doch nicht ganz irrelevant wenn man mit dem Sender weiter vom Empfänger entfernt ist als der Hotspot.
Ich verstehe nicht so ganz, was du beweisen willst: Das jede Funkstrecke unsicher ist, und dass man 2,4 Ghz theoretisch auch durcheinanderbringen kann? Das hat noch nie jemand bezweifelt, v.a. weil das 2,4 Ghz-Band eh "offen für alle" ist.
Wichtig ist doch eher, wie robust das System auf die unvermeidlichen Störungen reagiert, und inwieweit das Störungsszenario überhaupt realistisch ist.
Hallo
Bluetooth ausgemessen. Szenario zwei Händys mit aktiviertem Bluetooth (diesmal wird gehoppt).
Messung 1: Zwei Händys mit aktivem Bluetooth ohne Datenübertragung
Messung 2: Zwei Händys mit aktivem Bluetooth mit Datenübertragung
Ergebniss wie bei WLAN, aktive Verbindungen belasten das 2.4 Ghz Band deutlich mehr als nur eingeschaltete Geräte.
Es existieren noch X Anwendungen wie Wireless-Video, BabyFon,… etc. im ISM Band die vermutlich vergleichbare Resultate liefern. Die Messungen sollen nur aufzeigen wie es im 2.4 Ghz Band aussieht, etwas Bewusstsein schadet nicht.
Inwiefern das Auswirkungen auf die Fernsteuerungstechnik hat ist natürlich sehr von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Es sei z.B. auf die Outdoor-WLAN’s verwiesen die oft um ein vielfaches der erlaubten 100 mWatt senden. Einfachste Modifikationen an Antennen machen dies ohne grossen Aufwand möglich.
‚Beweisen‘ muss ich hier gar nichts, es geht wie erwähnt um etwas Bewusstsein beim Einsatz von 2.4 Ghz Technik, welche Grenzen hat.
Gruss
Smaug
Messung 1
208403
Messung 2
208404
Peter Feix
22.10.2008, 07:54
klingt nicht schlecht nur wer darf den so nahe an Hotspots heranfliegen das dies passierten könnte? Außer in Hongkong ? Wenn wir das in Europa machen hat der Platz seine Zulassung verloren denke ich mal!
...so nahe an Hotspots heranfliegen das dies passierten könnte? Außer in Hongkong ? Wenn wir das in Europa machen hat der Platz seine Zulassung verloren denke ich mal!
???? Parkflyer, Helis...
Fliegen ja nicht alle in geschützten Gärtchen wie in D
Morgengruss
Smaug
Peter Feix
22.10.2008, 08:29
1.) die Schaumwaffeln werden auf engsten Raum geflogen da ist dein Sender immer stärker!
2.) ist das Protokoll der Wlan Points ein anderes als die unserer 2,4 GHZ Anlagen, hab zu Hause nur W lan und Blau Zahn und absolut bei meinen 2,4 GHZ kein Problem leg den Empfänger auf den W Acsess Point und der macht nicht mal einen Muckser wenn 3 PC´s gerade mit voller Leistung was aus den Netz downladen!
Prof. Dr. YoMan
22.10.2008, 10:01
Och bitte, nicht schon wieder.
Lesen!
http://www.rc-network.de/magazin/artikel_05/art_05-059/art_059-01.html
Solange sich alle auf dem 2,4GHz Band entsprechend der Normen verhalten und ein robustes Verfahren implementieren (was das ist ließt man auch in obigem Text) gibt es da abgesehen von Nutzern aus dem Funkamateurbereich überhaupt kein Problem.
Time-Domain, Frequency-Domain und Code-Domain bieten einen großen Kanal(Zeit, Frequenz, Coderaum) für das bisschen Bandbreite das wir im RC benötigen. Das fluppt "überall" durch.
Sehr viel magische Mathematik und das tollste daran, es funktioniert.
PS: Schaut doch einfach mal die Spectal View over Time Diagramme an. Alleine da ist noch endlos Luft.
Von der Code-Domain sieht man in den Diagrammen gar nichts, das ist noch ein Freiheitsgrad mehr.
Siehe http://www.rc-network.de/magazin/artikel_05/art_05-014/art_014-01.html
Hallo
nachdem hier die Anhänge zu den Messungen (http://www.mfvsz.ch/extern/Messungen%20mit%20WySpy.htm) verschwunden sind, habe ich diese hier (http://www.mfvsz.ch/extern/Messungen%20mit%20WySpy.htm) ins Netz gestellt.
Gruss
Smaug
Hallo
Hier einmal Messungen mit einer Spectrum DX5E
Messung 1: Sender eingeschaltet
Messung 2: Sender eingeschaltet mit aktiven Knüppelbewegungen
Messung 1 zeit das ein ‚nur eingeschalteter‘ 2.4 Ghz Sender sozusagen ‚vorsichhindümpelt‘
Messung 2 zeigt wiederum eine ‚höhere Auslastung‘ der Belegten Kanäle. Nicht ganz so deutlich wie bei WLAN oder Bluetooth da auch deutlich weniger an Nutzdaten übertragen werden.
Fazit: Eingeschaltete Geräte, auf denen praktisch keine Daten übertragen werden, haben weniger potential zum Stören als solche die aktiv Daten übermitteln.
Gruss
Smaug
Messung 1
208866
Messung 2
208867
Senderantenne
Messanordnung: Sender auf Mann, Abstand zum Messpunkt 60 meter, Messpunkthöhe 1.2 meter
Messung 1: Senderantenne zielt direkt auf den Messpunkt, Amplitude max. -77 dbm
Messung 2: Senderantenne 90 Grad in gleicher Ebene zum Messpunkt, Amplitude max. – 55.5 dbm
Es ist eine deutliche Leistungsverbesserung mit gut ausgerichteter Sendeantenne (Messung 2) zu erzielen.
Anmerkung: Funktionieren beide Ausrichtungen auf die Distanz von 60 meter
Gruss
Smaug
Messung 1
208868
Messung 2
208869
Einleitung: Der FMT 8/2008 veröffentlichte einen 2.4 Ghz Härtetest welcher gut aufzeigt das diverse Situationen mit 2.4 Ghz Technik mit Bravur zu meistern sind. Test Nr.6 aus diesem Artikel ist spektakulär und auch das Foto auf welchem 2 Helis über 40-zig Sendern kreist lässt staunen.
Nachgemessen jedoch sieht das ganze etwas nüchterner aus.
Messanordnung: Sender in 15 meter Entfernung zum Messpunkt, Messpunkt auf 1.2 meter über Rasen
Messung 1: Sender auf Mann, Amplitude max. -36.0 dbm
Messung 2: Sender auf Rasen, Amplitude max. -49.0 dbm
Es ist unschwer zu erkennen das ein Sender auf Mannhöhe immer deutlich ‚lauter‘ als die auf dem Rasen liegenden sein wird. Ein Sender auf dem Rasen räuspert quasi mit vorgehaltener Hand. Also eigentlich nicht sehr spektakulär. Interessant wäre ein Test mit mehr als 30 Sendern die auch wirklichin Betrieb sind und nicht nur eingeschaltet auf dem Rasen rumliegen. Der nächste Frühling wird es bestimmt zeigen wenn mehr mit 2.4 Ghz Anlagen unterwegs sind.
Gruss
Smaug
Messung 1:
208884
Messung 2:
208885
Jürgen Heilig
24.10.2008, 05:56
...
Interessant wäre ein Test mit mehr als 30 Sendern die auch wirklichin Betrieb sind und nicht nur eingeschaltet auf dem Rasen rumliegen. Der nächste Frühling wird es bestimmt zeigen wenn mehr mit 2.4 Ghz Anlagen unterwegs sind.
...
Hallo Smaug,
es gab in den USA bereits genügend Veranstaltungen bei denen bis zu 100 Piloten gleichzeitig in der Luft waren. Da die Physik in den USA die gleiche ist wie bei uns, sehe ich da keine Probleme auf uns zukommen.
:) Jürgen
...es gab in den USA bereits genügend Veranstaltungen bei denen bis zu 100 Piloten gleichzeitig in der Luft waren. Da die Physik in den USA die gleiche ist wie bei uns, sehe ich da keine Probleme auf uns zukommen.
...52 mit 2.4 Ghz
Hallo Jürgen
Trotzdem war beim FMT Test Nr. 6 , als 40 Sender auf einen Tisch gestellt wurden nach 30 meter Schluss mit Empfang. Senderantennen waren dadurch besser ausgerichtet bzw. ungedämpft. Die Physik spielt eine Rolle, ob USA, D oder China ist egal, die Umgebungsbedingungen sind auf allen Plätzen unterschiedlich dies kann bei grenzwärtigen Bedingungen sehr wohl Auswirkung zeigen.
Insgesamt bin ich überzeugt das 2.4 Ghz deutlich der Mhz Technik überlegen ist, war für mich nie eine Frage. Mich interessieren die Rahmenbedingungen die entscheidend positiv oder negativ auf die Übertragungsstrecke wirken.
Gruss
Smaug
...Trotzdem war beim FMT Test Nr. 6 , als 40 Sender auf einen Tisch gestellt wurden nach 30 meter Schluss mit Empfang. ...
aber da blieb auch der Empfänger direkt bei den Störsendern auf dem Tisch und man ist mit dem Nutzsender weggelaufen! Hätte man den Empfänger nur ein paar Meter neben den Tisch gesetzt, dann hätte man mit dem Nutzsender sehr sehr weit laufen müssen, bis der Empfang gestört gewesen wäre.
tschüß,
Pike
Ach Mist, jetzt habe ich die Tests verwechselt, Robbe hat sowas auch schon mal veröffentlicht, aber nicht in FMT Nr 6! Aber in der Sache würde ich von Spektrum und Futaba hier das gleiche Verhalten vermuten, daher steht die Aussage!
hallo zusammen,
Insgesamt bin ich überzeugt das 2.4 Ghz deutlich der Mhz Technik überlegen ist, war für mich nie eine Frage. Mich interessieren die Rahmenbedingungen die entscheidend positiv oder negativ auf die Übertragungsstrecke wirken. ... so ist es ! :cool:
Jedoch wirst auch Du die genauen Auswirkungen niemals erfassen können, denn die tägliche/stündliche Ausbreitungsbedingung kann sich ggf. rapide und sehr deutlich ändern. Diese Situation ist aber nicht unbedeutend für den Modellflugbetrieb. Erfassen kann man derartige Situationen aber nur konkret mit entsprechenden Meßmitteln und viel Geduld und Zeit ! -- :D
Deine Bemühungen mit dem eingesetzten Meßmittel sind zwar bemerkenswert aber trotzdem "unbedeutend" (wenigstens für mich).
Auch die Angst vor Wireless-Video, BabyFon,… etc. im ISM Band ist jedenfalls für FASST-Systeme unbedeutend (habe ja selbst entsprechende Versuche hier vorgenommen ... und kann das auf FASST-bezogen auch richtig einschätzen.
Nix für ungut ... viel Spaß bei den weiteren Aktionen.
cu Jürgen
Jürgen Heilig
24.10.2008, 10:42
...52 mit 2.4 Ghz
Hallo Jürgen
Trotzdem war beim FMT Test Nr. 6 , als 40 Sender auf einen Tisch gestellt wurden nach 30 meter Schluss mit Empfang. Senderantennen waren dadurch besser ausgerichtet bzw. ungedämpft. Die Physik spielt eine Rolle, ob USA, D oder China ist egal, die Umgebungsbedingungen sind auf allen Plätzen unterschiedlich dies kann bei grenzwärtigen Bedingungen sehr wohl Auswirkung zeigen.
...
... 59 beim gleichzeitigen Reichweitentest:
http://www.modelflying.co.uk/news/article/mps/uan/478
Auch mit 40 eingeschalteten 2.4GHz Sendern kann man noch fliegen:
http://www.spektrumrc.com/Content/Images/Products/Challenge_AD_1.pdf
Die Sender müssen dabei nicht alle vom selben Hersteller sein:
http://www.spektrumrc.com/Content/Images/Products/Challenge_AD_2.pdf
Aber 'mal ehrlich, wo sind beim normalen Flugbetrieb gleichzeitig so viele Sender in Betrieb?
:) Jürgen
udogigahertz
24.10.2008, 11:21
Hallo
Nach durchlesen diverser Threads hier im Forum zum Thema 2.4 Ghz sind einige Fragen für mich unbefriedigend geklärt, da sie oft auf Annahmen und nicht nachgemessenen Feststellungen beruhen.
Abendgruss
Smaug
Hallo Smaug,
welche Fragen genau sind denn für Dich noch ungeklärt? Oder unbefriedigend geklärt?
Deine "Testresultate", die Du uns bis jetzt gezeigt hast, sind zwar sehr schön, jedoch ohne allzu viel Nutzwert: Dass eine WLAN-Station im Leerlauf weniger Daten austauscht, als während einer Arbeitsperiode, das war ja eigentlich auch vorher klar. Ebenso verhält es sich mit dem höheren Datendurchsatz beim Spektrum Sender während man an allen Knüppeln gleichzeitig rührt. Solche Messungen sind sehr interessant, aber letztlich wenig hilfreich.
Erst, wenn man solcherart Messungen in einen größeren Kontext stellt, also direkte Vergleichsmessungen unter identischen Bedingungen mit Anlagen verschiedener Hersteller macht, erst dann werden solche Bildschirmprotokolle zu einer aufschlussreichen Ergänzung des beobachteten Praxisverhaltens.
Trotzdem: Mach weiter mit Deinen Tests. Vielleicht kommt ja noch etwas Überraschendes dabei raus.
Grüße
Udo
@pike
aber da blieb auch der Empfänger direkt bei den Störsendern auf dem Tisch und man ist mit dem Nutzsender weggelaufen! Hätte man den Empfänger nur ein paar Meter neben den Tisch gesetzt, dann hätte man mit dem Nutzsender sehr sehr weit laufen müssen, bis der Empfang gestört gewesen wäre.
Ach Mist, jetzt habe ich die Tests verwechselt, Robbe hat sowas auch schon mal veröffentlicht, aber nicht in FMT Nr 6! Aber in der Sache würde ich von Spektrum und Futaba hier das gleiche Verhalten vermuten, daher steht die Aussage!
... hätte, wäre, würde, vermute,...:confused:
Zitat FMT 8/2008 Test Nr.6
...Wir stellten das Modell drei Meter neben die vielen eingeschalteten Sender und ich entfernte mich mit meinem eigenen Sender. War ich gespannt! Nach nur 30 m war erst einmal Schluss. Das hatte niemand so zeitig erwartet! /Zitat
@dl3fly
Deine Bemühungen mit dem eingesetzten Meßmittel sind zwar bemerkenswert aber trotzdem "unbedeutend" (wenigstens für mich).
Ich finde es nicht unbedeutend wenn schlechte Ausrichtung der Senderantenne satte 21.5 dbm ausmachen. Bei verkettung ungünstiger Umstände wird dies entscheidend sein.
Auch die Angst vor Wireless-Video, BabyFon,… etc. im ISM Band ist jedenfalls für FASST-Systeme unbedeutend...
Von Angst war nie die Rede...die Messung von Wireless und Bluetooth sollten nur veranschaulichen das aktive Übertragung das 2.4 Band belastet.
@udogigaherz
welche Fragen genau sind denn für Dich noch ungeklärt? Oder unbefriedigend geklärt?
Die Motivation ist, dass ich sehen kann wieviel (Dämpfung) aüssere Umstände die Übertragungsstrecke beeinflussen. Das geht meiner Ansicht nach mit einer Messung aufschlussreicher.
Deine "Testresultate", die Du uns bis jetzt gezeigt hast, sind zwar sehr schön, jedoch ohne allzu viel Nutzwert
Es werden noch weitere Test's folgen wie z.B. Dämpfung verschiedener Materialien. Der Nutzwert liegt darin ein Bild zu bekommen welche Einflüsse wirklich positiv/negativ auf die Übertagungsstrecke wirken, respektive relevant sind.
@allgemein
Selbstverständlich liegt es jedermann frei seine Schlüsse daraus zu ziehen. So wie es jedem frei steht seiner Marke zu huldigen und glücklich damit zu werden.
Für meine Begriffe funktionieren grundsätzlich alle Systeme, die einen gut die anderen kommen noch in die Gänge, einige als Einbahnstrasse andere mit Gegenverkehr, Schlussendlich wird jeder SEIN oder SEINE Systeme finden.
Gruss
Smaug
hallo,
Ich finde es nicht unbedeutend wenn schlechte Ausrichtung der Senderantenne satte 21.5 dbm ausmachen. das war schon immer so und ist allgemein auch bekannt ... ob's nun 25dB oder gerade mal 15dB sind ... ist doch völlig egal. Auch bei den niederfrequenten Bändern hat die Polarisations-Bedingung einer Funkstrecke große Bedeutung; hier bei 2,4GHz jedoch eine noch gravierendere Bedeutung !
Die Antennen sollten so (wie so oft schon erwähnt) ausgerichtet werden (aber auch das bleibt immer ein Kompromiß / jedoch der bestmögliche) ...
Und natürlich addieren sich alle ungünstigen Sachen ... und dieses wiederrum ist bei jedem Einbau (User) auch noch unterschiedlich ! :D
Es werden noch weitere Test's folgen wie z.B. Dämpfung verschiedener Materialien. Der Nutzwert liegt darin ein Bild zu bekommen welche Einflüsse wirklich positiv/negativ auf die Übertagungsstrecke wirken, respektive relevant sind. Auch Dämpfungswerte sind hier belanglos ... im Internet wirst Du sicherlich auch die Werte für einzelne Materialien finden ! :D Doch damit kann auch niemand etwas anfangen. Wichtig ist nur, daß man weiß, daß Metalle eine erheblich höhere Dämpfung aufweisen als z.B. Holz oder Kunstoff (ohne metallische Zusätze) :D
Nachtrag: Du kannst getrost davon ausgehen das ich weiß wovon ich rede. Ich habe Messungen mit meinen Möglichkeiten auf 10Ghz vorgenommen, um zu ermitteln, wieviel Dämpfung die verschiedenen Kunststoff-Regenwasser-Abflußrohre machen bzw. welcher Typ den geringsten Einfluß hat (Sendestufe war darin eingebaut).
cu Jürgen
Julian Holtz
24.10.2008, 23:01
Manche messen, manche fliegen schon lange Zeit problemlos.
Die beste Messung für mich sind Benutzerberichte.
... ob's nun 25dB oder gerade mal 15dB sind ... ist doch völlig egal
Hallo?
bei 15db bedeutet das Faktor 5.6
bei 25db bedeutet das Faktor 17.8 !
Bei meiner Messung von 21.5db ergibt es ein Faktor 11.9 - dies wirkt sich erheblich auf die Reichweite aus.
Beispiel: Reichweite 6 Km (-116db) reduziert umd die schlechte Antennenausrichtung von Faktor 11.9 (21.5db) ergeben gerade noch 0.504 km
Gruss
Smaug
hola,
smaug ... begreifen doch mal ... es geht doch überhaupt nicht um irgendwelche dB-Werte. Ein Laie und der Normalanwender kann damit sowieso nix anfangen.
Der Modellflieger weiß (sollte wissen) das man sich möglichst immer im "sicheren Empfangsbereich" mit seinem Modell bewegen soll und die Reichweite möglichst nicht ausreizen sollte; da das eben Konsequenzen haben kann. Was der sichere "Empfangsbereich" ist ... wird auch sehr schön bei noch bei ACT erklärt !
http://www.acteurope.de/html/act_2_4ghz_system.html
und kann nachgelesen werden ... das reicht dann.
cu Jürgen
@dl3fy
Hola spanischer Gigaherzmeister, deine Belehrungen sind vielleicht unterhaltsam und manchmal auch nützlich, haben jedoch rein gar nichts mit Messungen zu tun. Das Thema dieses Threads heisst ‚2.4 Ghz nachgemessen‘.
Ein Laie und der Normalanwender kann damit sowieso nix anfangen.
Ob Laie, Normalanwender oder Meister hier mitlesen kann ich weder vorsehen noch beeinflussen. Es ist jedem frei überlassen welche Informationen er lesen möchte und braucht.
Gruss Smaug
Im Nachbarthread ist die Frage nach dem Einfluss auf Empfangsverhältnisse durch Folie aufgeworfen. Hier eine Messung, zwar nicht mit 'Scale-Weiss', jedoch mit der vermutlich wohl 'extremsten' Folie.
Orastick Chrome nachgemessen:
Messung 1: Sender 3 meter Abstand zum Messpunkt. Amplitude max. -28 dbm
Messung 2: Sender 3 meter Abstand zum Messpunkt. Empfangsantenne in Schachtel welche mit Orastick Chrome beklebt ist. Amplitude max. -51 dbm
Die Differenz der beiden Werte ergibt die Dämpfung durch Orastick Chrome (23 dbm)
Gruss
Smaug
Messung 1
210735
Messung 2
210736
hola,
smaug ... auch diese Messung für die Folie ist nichts wert ... warum ?
Na ganz einfach ... weil die Empfangantennen (siehe Nachbar-thread) garnicht durch die Folie abgedeckt werden ... das hast Du übersehen ! :eek:
Nachtrag: Jede gegebene Information kann man auch als Belehrung auslegen ... Deine sicherlich auch !-
cu Jürgen
Hallo
Bei meiner Messung ging es darum wieviel die Folie dämpft, im Falle einer Abdeckung durch diese.
Dein Post ist hier verfehlt!
hola,
smaug ... begreifen doch mal ...
Das nenn ich Belehrungen! ...oder sollte ich schreiben beleerungen?
Meine Post's sind einfach nur Messungen. Sowie ein Tacho 50 km/h oder 100 km/h zeigt. Weiss nicht was das mit Belehrungen zu tun hat.
Gruss Smaug
@Jürgen: Ich empfinde deine Beiträge hier im Thread im Moment als störend, da sie latent die Motivation für die Messungen von Smaug ignorieren. Smaug hat das (noch) ffeundlich verpackt in seinem Beitrag bereits zum Ausdruck gebracht. Währe schade wenn der Ton hier nun entgleitet.
Hallo,
Was soll das,lasst den TE doch seine Experimente machen.Finde das recht interessant.Es muss nicht bei jedem Versuch eine Weltneuheit herauskommen oder was super wichtiges.Ist doch schön dass sich überhaupt einer Gedanken darüber macht auch wenns das schon 1000 Funktechniker vorher geprüft haben ist es doch ein schönes Hobby :)
Grüße Chris
Hallo Zusammen
Heute habe ich diverse Antennen mittels WiSpy nachgemessen (Mehrfachmessung)
Hier die ermittelten Werte:
act empfangsantenne 1 -35.5 dBm
act empfangsantenne 2 -35.5 dBm
act sendeantenne 1 -26.0 dBm
act sendeantenne 2 -25.5 dBm
wispy antenne -24.5 dBm
zyxel n antenne -27.0 dBm
zyxel b antenne -28.0 dBm
zyxel 3 dbi -24.5 dBm
Es zeigt sich deutlich das Dipol-Antennen besser (gute 7-10 dB) 'hören' als Koaxstummel.
Vermutlich auch besser senden auf dem Rückkanal.
Bild 1 zeigt von unten nach oben folgende Antennen: ACT Empfangsantenne, ACT Sendeantenne, Zyxel WLAN N, Zyxel Wlan G, Zyxel 3 dBi
218992
Bild 2 zeigt die ausgepackten Antennen (ACT-TxAntenne konnte nicht leicht geöffnet werden)
218993
Bild 3 zeigt eine mögliche Variante der Kombination
218994
Nachtgruss
Smaug
reflexc1
21.11.2008, 17:34
Hallo Spezialisten,
aus der ACT Empfängerantenne kann man ja auch einen Dipol basteln indem man an das ende des Schirms ein Messingröhrchen lötet.
Meinen Fragen dabei sind:
Wie genau muss man dabei arbeiten?
Kann man durch ein ungenaues Röhrchen (zu lang, zu kurz) den Empfang verschlechtern?
mfG
reflexc1
Hallo
habe gerade eine Empfängerantenne in Dipolausführung für das ACT System
konfektioniert. Hast du diese auch schon gemessen ? In deinem Bericht sehe ich nur die Normalausführung. Es wäre sicherlich interresant, den Unterschied einer Normalausführung zur Dipolausführung zu sehen. Wenn du keine vorliegen hast könnte ich dir eine von mir aufgebaute Dipolantenne zukommen lassen
sunnywelt
23.01.2009, 11:51
klingt nicht schlecht nur wer darf den so nahe an Hotspots heranfliegen das dies passierten könnte? Außer in Hongkong ? Wenn wir das in Europa machen hat der Platz seine Zulassung verloren denke ich mal!
In Bensheim wird der Flugplatz vermehrt mit Wlan Points umringt.
Interessant ist, daß wir im MHZ immer mehr Störungen haben, im 2,4GHZ Bereich funktioniert alles einwandfrei.
http://shop.ggew-net.de/shop_content.php/coID/9/product/Unsere-Standorte
Der Flugplatz liegt zwischen Bensheim und Einhausen.
Leider sind die Bilder nicht ganz aktuell, denn mittlerweile hat sich das Industriegebit von Bensheim sehr stark Richtung Lorsch vergrößert und wir haben Sichtkontakt. Auch fehlt auf der Karte noch ein Wlan Point, dieser sitzt etwa 600m vor unserer Nase. Unser Flugsektor ist in Richtung dem Wlan Point, aber egal wie dicht man mit einer 2,4er Anlage rankommt, man spürt keine Aussetzer bzw. Probleme.
Bei uns auf dem Gelände haben wir einige Wlan´s empfangbar, eine 2,4er Anlage hatte damit aber auch noch keine Probleme.
Peter Kaminski
23.01.2009, 15:57
Hallo, ja die Messergebnisse waren zu erwarten. Es ist so das es sich bei dem Antennenstummel elektrisch um einen Viertelwellenstab handelt, der am Fußpunkt ein elektr. Gegengewicht benötigt um eine optimale Abstrahlung und auch einen angepaßten Wellenwiderstand (auf das 50 Ohm Kabel) zu erreichen. Da dies nicht gegeben ist sind die Verluste durchaus realistisch. Ein Dipol dagegen erfordert von Natur aus durch seinen symmetrischen Aufbau kein Gegengewicht und hat auch einen Fußpunkt-Wellenwiederstand von ca. 50 Ohm, also auch angepaßt an den Wellenwiderstand des Kabels. Zudem ist der Gewinn eines Dipols gegenüber einem idelallen (theoretischem) Rundstrahler auch geringfügig höher.
Aber auch bei den Sendeantennen sind die eingesetzten WLAN-Antennen nicht 100 % optimal, denn diese sind auf eine höhere Frequenz abgestimmt (WLAN Bandmitte). Unser 2,4 GHz Funkband das wir belegen dürfen befindet sich aber im unteren Bereich (2,400 bis 2,454 GHz - also Bandmitte 2427 MHz) und da ist häufig das Stehwellenverhältnis schon sehr schlecht (bis 2:1). Abhilfer schaffen hier auf den Bereich abgestimmte Kommerzielle Antennen wie z. B. die für portablen Einsatz flexible Procom Best.-Nr. FLX2412/2427-SMA, die exakt auf unseren Bereich abgestimmt ist. Sie hat aber einen SMA-Anschluss und keinen RP-SMA wie bei 2,4 GHz Modellflugsender üblich. Abhilfe ist ganz einfach: eine SMA-SMA Durchführung in den Sender einbauen (passt ja exakt z. B. in den Ausschnitt eines Graupner Schalterlochs) und ein kurzes Adapterkabel von SMA auf RP-SMA nutzen um den Sender anzuschließen. So habe ich es gemacht. Der Aufwand lohnt aber nur für die die das letzte rausholen wollen denn man bewegt sich hier sicherlich im Bereich von wenigen dB und der Standarddipol tut's auch ...
Tschüß
Peter
Hallo
Hier (http://www.acteurope.com/html/rund_ums_s3d-system.html) gibt es eine Beschreibung wie man Dipol's korrekt baut.
Bei Empfangssystemen, wie Beispielsweise Jeti Duplex R6 und R8, die mit voller Rückkanalleistung (100 mWatt) senden ist Antennentuning mittels Diplos illegal da die Leistung deutlich über die zulässigen 100 mWatt steigt.
Bei ACT Empfängern ist ein Antennentuning legal, da diese mit deutlich geringerer Leistung senden und somit die max. Leistung von 100 mWatt nicht übersteigen.
Bei allen Einwegsystemen wie beispielsweise FASST bringt eine Dipol an der Empfangsantenne auch ein besseres 'hören' und der Sendesignale. Legal.
Gruss
Smaug
Christian Persson
25.01.2009, 10:37
Unser 2,4 GHz Funkband das wir belegen dürfen befindet sich aber im unteren Bereich (2,400 bis 2,454 GHz - also Bandmitte 2427 MHz)
Die Begrenzung gilt nur für Frankreich und einige andere Länder. Wir benutzen das Band von 2400,0 – 2483,5MHz, genau wie WLAN.
Peter Kaminski
25.01.2009, 14:02
Die Begrenzung gilt nur für Frankreich und einige andere Länder. Wir benutzen das Band von 2400,0 – 2483,5MHz, genau wie WLAN.
Komisch da meiner Meinung nach unsere RC-2,4-GHz-Funk gemäß der SubClass 22 definiert ist. In der TASCAM 26 wo eine Erklärung zu der Subclass 22 zu finden ist, heißt es in dem offiziellem Text:
Sub-class 22 in the 2400-2454 MHz band is constituted by Short Range Devices (SRDs) using appropriate mitigation techniques that are therefore allowed to operate at 100 mW e.i.r.p., whatever type of application they implement (RLAN access, inter-device communication, control of model airplanes, microphones, etc.).
The 2400-2483.5 MHz band for non-specific SRDs (“2.4 GHz ISM band”) is currently harmonised in the EU by Decision 2008/843/EC. Inside this band, SRDs can operate at 10 mW and their recommended harmonised standard is EN 300 440. This standard does not require SRDs to implement mitigation techniques.
Inside the above band, CEPT defined a 2400-2454 MHz sub-band within which certain types of equipment constitute Sub-class 22 of Class 1 (as defined by Decision 2000/299/EC). Subclass 22 SRDs are allowed to operate at a higher power level than 100 mW because they implement adequate mitigation techniques. The mitigation must be equivalent to that currently implemented by one type of Sub-class 22 applications, namely wideband
transmission systems.
Vieleicht interpretiere ich das ja falsch. Ich werde mich auch noch mal erkundigen. Vieleicht kann Dieter Perkuhn vom DMV was dazu sagen.
Tschüß
Peter
Hallo zusammen,
es gibt zu dem Thema eine Fussnote auf der Webseite der ERO zum Thema R&TTE und Class 1 Devices.
“Equipment within the scope of subclass 22, but capable also of operating at 100 mW across the whole of the frequency band is not to be considered a class 1 device. They can be operated in the EU without restrictions indoor, but cannot be operated outdoors in France in the whole of the band until further notice. They have to be marked with the alert sign accordingly. Member States have however agreed, that they do not need to be notified to Member States under Article 6.4 of Directive 1999/5/EC, provided that users are informed about the restrictions of use.”.
Quelle: (http://www.ero.dk/rtte?mid=BB4994F2-8411-4AA9-A6E5-CE893A0E3E5E&frames=no)
Dort kann auch das Ergebniss des TCAM 26 Meetings nachgelesen werden.
Im Klartext bedeutet das, dass ausser in Frankreich das ganze Band genutzt werden kann. Es könnte sein, das einzelne Länder damit ein Verständnissproblem haben. Sie sind aber angewiesen diese Regelung umzusetzen:
8. Pending inclusion of Sub-class 22 in the next Short-Range-Device Decision, Member States that currently have a restrictive approach are advised to change their policy. Based on this, the Commission will propose an adaptation of Sub-class 22.
Quelle: Summary TCAM 26
Peter Kaminski
25.01.2009, 20:07
Hallo, prima - danke für die Aufklärung. Ist dann ja eindeutig ...
Peter