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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwerpunkt beim Nuri?



Dr. Lagu
08.01.2003, 23:19
Hallo Kollegen,

aus zwei ausgedienten Flächen habe ich heute einen Nuri begonnen. Styro Abachi Flächen mit 25% Pfeilung verklebt und mit Kohleholm verstärkt. Gewicht und technische Daten wie folgt?

Gewicht aller Komponenten 960 gr.
Spannweite 176 cm
Pfeilung 25 %
Flächentiefe Mitte 19 cm
Flächentiefe am Randbogen 14,5 cm
Profil MH 32
Querruder 4cmm außen.....3 cm innen

Inclusive Rumpfboot für Technik. Nun würde mich interessieren wo der Schwerpunkt liegt. Was für Ruderausschläge werden empfohlen.

Vielen Dank für Eure Tips

Beste Grüße
Jörg Peter

Peter K
09.01.2003, 08:07
Hi Jörg,

ich hab mal mit deinen Daten gerechnet:

Wenn die 25% Pfeilung 25° Nasenleistenpfeilung sind, dann liegt der Schwerpunkt bei 21-22cm. Wenn nicht, dann nicht :D

Wieviel Schränkung hast du drin? Wenn du keine Schränkung drin hast, musst du die Ruder (ich hab die äußere Hälfte der Spannweite mit Rudern 4->3cm gerechnet) um ca. 4° nach oben stellen, dass dein Nuri mit CA 0,2 geradeaus fliegt. ... dabei ist er noch heftig schnell (16m/s) und hat ne Gleitleistung wie ein Zagi!

Hartmut Siegmann
09.01.2003, 12:25
Dr. Lagu,
da empfehle ich Ihnen mein wissenschaftlich äußerst gelungenes Werk ;) über verschiedene Berechnungsverfahren zur Bestimmung des Schwerpunkts beim Nurflügel zu lesen: Schwerpunktberechnung für Nurflügel und Schwanzlose (http://www.aerodesign.de/nurflugel/swp_nf.htm) :D

Ich bin schon ganz gespannt auf die interessanten wissenschaftlichen Diskussionen rund um mein theoretisches Werk... ;) *hehe*
Siggi

Dr. Lagu
09.01.2003, 12:41
Servus Siggi, Hallo Peter!

also nach Deinem tollen Bericht (Siggi)über "schwanzlose" :rolleyes: und andere Nürflügler habe ich mir beinahe die Hosen verpisst. Am meißten gefiel mir die Sache mit dem Klappspaten, als Leihgabe. Aber ich kann ja nicht immer bei RCN anrufen, bevor ich einen Testflug mache. Vermutlich ist dieser Bericht mit viel Blutschweiß und diversen Modellverlusten erarbeitet. Zugegeben habe ich beim doppelten durchlesen sozusagen "garnix" verstanden und die klassische Methode angewandt:

Peters 21 cm hinter der Nasenleiste die 25 % hat. Gemischt mit der Risikobeilage von Hartmut, daß ich wahrscheinlich bei der Nasa in Housten anrufen soll, weil es ja theoretische Werte sind. Dann habe ich vor der Haustüre den Flieger in den Wind gehalten und die Kippneigung nach vorne ertastet und daß sollte funktionieren. Eine Schränkung habe ich nicht, darum werde ich entsprechend 4 Grad anstellen.

Natürlich werde ich über Eure Beratung berichten und die Ergebnisse veröffentlichen. Im Zweifel seid Ihr dann schuld wegen Modellverlust. :D

Und auf den Klappspaten komme ich ggf. im Sommer zurück, da ich im Moment eher einen Eispickel benötige, wenns kracht.

Und wenns fliecht, kann man ja die Fotos hier einstellen. (Oder wenns nimmer fliecht :( )

Grüße
Jörg Peter