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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vakuumpumpe (Kühlschrank) revision



chbo
03.01.2009, 20:45
Hallo

Ich habe eine Vakuumpumpe aus einem Kompressor einer Kühltruhe gebaut.
Nun hat diese schon recht viel Öl verloren durch den Luft-Auslass. Ich brauche das Ding auch zum Lackieren und nicht nur zum Rümpfe und Flügel vakuumieren.

Kann mir jemand sagen:

- Wo ich das Öl nachfüllen muss?
- Welches Öl ich dafür verwenden muss?
- Wie viel ich davon benötige?

Der Kompressor hat 3 Anschlüsse. Einer davon ist mit Gummistopfen verschlossen, einer für Druckluft und einer für das Vakuum.
233470

Vielen Dank!

Christoph

Bernd Langner
03.01.2009, 21:38
Hallo

Habe für dich mal etwas gesucht hier deine Antwort
http://bkhoffmann.privat.t-online.de/vorbereitung/index_vor.htm

Gruß Bernd

FamZim
04.01.2009, 21:08
Hi

Sofiel ich weiß (habe mal einen an der Schweissnaht aufgefeilt) saugt der Kompressor einfach aus dem Innenraum an.
Darum kann einfach in die ansaugende Öffnung nach gefüllt werden.
Die andere Röhrchen werden zum Vakuumieren und Gasbefüllen gebraucht.
Dann abgeknickt und zugelötet !!!!

Gruß Aloys.

chbo
04.01.2009, 21:20
Vielen Dank für die Antwort!

Weisst Du auch wie viel Öl überhaupt eingefüllt werden muss?
Gibt es da irgend eine Marke die mann erreichen muss?

Gruss

Christoph

chbo
04.01.2009, 21:28
Auch Bernd vielen Dank!

Der Link ist schon mal sehr gut! Die Angaben darin aber etwas ungenau...

... ein in der Regel etwas dickeres, zugequetschtes Rohr, in das man im Notfall Kompressorenöl einfüllen kann. Dies ist aber nur notwendig, wenn der Kompressor rauh läuft und sehr schnell heiß wird. Dann kann man hier versuchsweise mal einen Schluck Kompressorenöl (gibt´s z.B. im Bauhaus im Literpack) nachfüllen.

Kann hier irgend ein Kollege noch genauere Angaben machen?

Gruss

Christoph

Christian_S
04.01.2009, 23:11
Hi Christoph,

ich gebe meinem Kühlschranksauger auch immer ein paar ml Kompressoröl (war beim Druckluftkompressor dabei) vor dem Einsatz in den Ansaugschlauch. Was zuviel ist, spukt er über die Zeit wieder aus. Glaube auch nicht, das ´zu viel´ ohne weiteres möglich ist, solange er nicht geflutet wird ;) Führ das Entlüftungsröhrchen aber in ein geschlossenes Gefäß (Marmeladenglas mit Loch im Deckel als Ölabscheider), sonst legt sich der feine Ölnebel auf deine späteren Klebestellen :D

Gruß,
Christian

hoetzinger
22.01.2009, 09:00
Hallo Zusammen,

ich verwende meine Vakuum_Kühlschrank_Pump seit Jahren und behandle eher stiefmütterlich. Ich spritze so 1-2 mal im Jahr etwas Öl in die Absaugleitung und lasse es einsaugen. Meist normales Nähmaschienen Öl.
In den letzten 3 Jahren habe ich Sie oft benutzt und dann läuft Sie immer die Nacht durchund Sie funktioniert immer auf Anhieb.

Übrigens habe ich mir eine "richtige" Vakuumpumpe gekauft und festgestellt, dass mein Eigenbau besser ist und werde die "richtige" Vakuumpumpe wieder verkaufen. Ich glaube meine Frau braucht einen neuen Kühlschrank.....;-)

Stefan

Jimmyboote
16.02.2009, 16:48
Hallo zusammen
Wenn es noch aktuell ist. Auf den Kompressor muss je nach vorhandenem Kältemittel, oder für das zu verwendende, entweder Mineralöl oder Ätherisches Öl drauf. Bei R12 und R600 Mineralöl bei R134a Ätherisches Öl. In allen Fällen ist bei normalen Haushaltskompressoren, ca 1/4 bis 1/2 Liter drauf.
mfg Hermann

Julez
17.02.2009, 14:13
Man sollte im ungenutzten Zustand auch die ganzen Öffnungen verschließen, da sonst das Ölzeugs was da standardmäßig drinne ist, Wasser zieht aus der Luftfeuchtigkeit, was es zu vermeiden gilt.

plinse
17.02.2009, 16:37
Da du nie genau weisst, wie viel Öl drinne ist und es kein Schauglas gibt, kannst du immer nur nach Gefühl nachkippen. Das hat aber bisher noch nie zu wirklichen Problemen geführt, nur trocken laufen sollte das Teil nicht, dann wird er zu heiss.

egi1610
17.02.2009, 18:53
Vorschlag den ich von Skaut abgeschaut habe:

Häng am blasenden Teil einfach nen Schlauch und den hängst Du in ein Marmeladeglas durch den Deckel machst ein einfaches Loch und noch eins zum Entlüften, Du sammeslt dann im Marmeladenglas sukzessive das Öl und dieses führst Du immer wieder mal zu, 'ich habe fertig'.

Damit kannst Du sorglos ein paar Jahre werkeln (eventuell gibst dann mal wieder 10ml extra dazu, mit der Zeit kriegst Du auch ein Gefühl wieviel Öl auf diesem Wege verloren geht!

lG,
Eric

Faker
01.07.2014, 21:56
Hallo,

Ich muss diesen alten Fred mal wieder hochholen. Ich habe mir auch einen solchen Kuhlschrank Kompressor gebaut. Ein und ausgeschaltet wird der über einen Druckschalter. Nun ist es häufig so, daß bei höherem Druckverbrauch der Kompressor beim wieder anlaufen steckenbleibt . Wenn ich dann ausschalte und etwas warte , läuft er wieder an. Ich hab allerdings keine Ahnung ob Öl drin ist. Ich hab auf Verdacht mal ca 3ml Nähmaschinenöl eingesaugt , hat aber nichts geholfen. Hat jemand So was schonmal gehabt?

plinse
01.07.2014, 22:02
Moin,

Kühlschränke werden ja aus unterschiedlichen Gründen ausgemustert.
Die Kompressoren sind Verschleißteile aus Sicht Modellbau. Geholt vom Schrott und hoffen, dass sie lange laufen und sich Ihr Lebensende rechtzeitig bemerkbar macht und nicht für zig € Kohlefaser bei drauf geht ;) .
Wenn der Kompressor zickt, tausche Ihn aus. Kompressorenöl kann man auch mal versuchen, etwas Öl hast du ja auch schon versucht, würde noch mal etwas mehr nehmen, wenn du dir der Funktion aber nicht sicher bist, hol dir nen neuen vom Schrott.
Sinnvoll geöffnet bekommste den ja nicht. Kannst ja nicht viel machen.

Faker
02.07.2014, 07:39
Ich nutz den eigentlich zum airbrushen, daher hab ich nicht so sehr das Problem mit der Kohle...
Ich werd mal versuchen mehr Öl einzufüllen. Ich hab hier schon mit mehreren Wertstoffhöfen telefoniert, die schicken die Schränke zur Entsorgung alle weg, und selbst einen öffnen ist für mich keine Option.

plinse
02.07.2014, 07:54
Vorsicht mit Öl dann, denn das Öl, was bei der Vakuumpumpe nicht stört, kann dir das Airbrushergebnis versauen, so es in die Druckluft kommt.

Inzwischen bin ich auch weg von diesen Kühlschrankkompressoren. ebay etwas beobachten, es gibt regelmäßig anständige Vacuumpumpen für moderates Geld. Ist ja beim absaugen auch die Frage, was du baust. DLG-Leitwerke oder F3B-Flügel. Wenn pro Anlauf für 100€ und mehr Kohlefaser drinne steckt, willst du irgendwann auch eine Pumpe haben, wo nicht beim kleinsten Loch der Unterdruck weg ist. Dann haben sich ~20-50€ für eine gescheite gebrauchte Pumpe schnell relativiert. Hilft ja auch beim abdichten großer Formen, wenn es am Leck schlichtweg pfeift und nicht nur der Unterdruck sich nicht aufbaut und man nicht weiss warum :confused:

Musst halt mal ne Zeit lang gucken.

Bei mir ruht der Modellbau gerade, als ich aber meine Solarthermie befüllt habe, war ich trotzdem sehr froh, da was leistungsfähiges stehen zu haben, so brauchte ich keinen Handwerker. Ich saß mit Vacuumpumpe und Telefon auf dem Dach und mein Vater tauschte unten die Kanister durch, bis die Anlage voll war - Entlüftung war gleich mit erledigt :cool:

Faker
02.07.2014, 21:56
Lustige Anwendung mit der Solarthermie:)
Wegen dem Ölnebel hab ich keine Probleme. Als Druckspeicher nutze ich ausgemusterte Filtergeäuse mit je ca 4l Volumen. Darin waren noch eine Feinfilter- und eine Aktivkohlekartusche. Luftqualitat sollte also 1A sein. Wenn ich fülle wed ich allerdings die Tanks abflanschen. Meint ihr dass das Prob überhaupt an drr Schmierung liegt?

Bernd Langner
03.07.2014, 15:20
Hallo

Es könnte auch sein das der Kompresor gegen den Druck im Speicher nicht anlaufen kann.
Wenn der Druck nach einiger Zeit sinkt läuft er dann an.

Gruß Bernd

Faker
03.07.2014, 19:31
Guter Ansatz. Ich hab ein Rückschlagventil hinter der Pumpe. Ich versuch mal nach dem Abschalten die Leitung von der Pumpe zum Rückschläger zu entlüften.

Komm aber erst am WE dazu...

Faker
06.07.2014, 21:56
Also, die Pumpe is wohl tot. Ich hab fast 0, 5l Öl reingefüllt ohne dass sie hinten was rausgespuckt hatte. Wenn ich gegen Atmosphäre laufen lasse und kurz abstelle läuft sie nicht wieder an. Vermute dass sie zu lange trocken lief. Wenn sie dann etwas warm gelaufen ist hemmt wohl der Kolben. Könnte jetz hochstens mal probieren ob vielleicht ein Einlauf Dauerlauf nochmal die Lebensgeister weckt...

FamZim
07.07.2014, 14:51
Hallo

Solche Motore haben oft eine Spaltpohl-Hilfswicklung die von einem Releis, welches aufgesteckt ist ( 3 Kontakte ), ein und ausgeschaltet wird.
Dieses kann auch klemmen oder so .
Durch den hohen Strom bei Stillstand, wird diese Wicklung zu geschaltet, und nach dem Anlauf bei normal Strom wieder aus.
Das ist eine kleiner 4 cm bis 5 cm großer Würfel .

Gruß Aloys.

Faker
07.07.2014, 15:58
Danke für den Tip,

kann man das irgendwie prüfen/ messen?

FamZim
08.07.2014, 16:54
Hallo

Da ich noch einen im Keller liegen hab, hab ich mal die Widerstände gemessen.
Aufrecht auf der Verschraubung stehent:

1186834

Von oben nach links unten 20 Ohm,
Von oben nach rechts unten 31 Ohm,
Von links nach rechts 51 Ohm.
Der gemeinsame Anschluß ist also oben.

Ich habe versucht IHN in Gang zu kriegen, aber Er brummte nicht einmal .
Also hab ich IN die schwarze Glaskugel geschaut.

Sieht oben so aus :

1186835

Er hat einen Kolbenfresser !!! und dreht sich nicht, nur mit Gewallt und dann wieder leichter.

1186836

Überall ein bischen Öl dran und mal mit 150 V versucht.
Auf eine Wicklung kurz schliessen reagiert er nicht .
Also Kondensator dran, hab mal 4 µF genommen.
Kondensator unten zwischen die beiden Anschlüße und die Spannung links dran , läuft er, zieht 3 A und bleibt "sauber" ;).
Dann mal die Spannung unten rechts dran und Er läuft mit 0,5 A ??? aber anders herum, er übergiest sich förmlich mit Öl, schöne sauerei !!
Auch aus der Druckleitung jede Menge Öl, keine Ahnung wo er das ansaugt, er saugt ja oben an, das kann ich mit dem Finger zu halten.
Da muß noch eine Ölpumpe unten sein, viel Öl ist da nicht drin, jetzt noch weniger ;).
Der Keller und Ich riechen etwas nach Bastler-Deo ;).
Die Wicklung scheins auch OK :

1186837

Gruß Aloys.

FamZim
09.07.2014, 12:40
Moin

Nachdem die Druckleitung abgekniffen und die 3 Leitungen abgesteckt sind, ist die Pumpe nun ganz aus dem Gehäuse raus.
Die lange Welle, geht bis in den Ölsumpf zum ansaugen.

1187155

Auch sieht man die Hilfswicklung mit dünnem Draht quer über der Haubtwicklung liegen.
Es ist eine Wicklung für Kondensatorbetrieb !!!
Die Haubtwicklung hat übrigens die 31 Ohm ! einfach mal 1 A ein paar Minuten, und fühlen welche warm wird ;)
Weitere Besonderheit -- unterschiedlich tiefe Nuten für die Wicklungen, das sieht man :

1187156

So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen ;) .
Wie das Öl nach oben kommt weis ich noch nicht, da die Schrauben so fest sind.

Gruß Aloys.

EvoNic
01.08.2014, 01:30
Hallo Aloys!

Die Motorwelle ist fast durchgehend hohl und taucht unten ins Öl-Kühlmittel-Gemisch. Der Kurbelzapfen oben an der Welle hat außen eine Spiralnut. Wenn der sich im Pleuelauge dreht wird das Öl über Scherkräfte nach oben gefördert. Der Exzenter bei Deiner Pumpe ist allerdings als Kurbelschleife realisiert und man sieht den Kurbelzapfen darunter schlecht.

Erkenntnisse zur Nutzung:

- Ohne Gehäuse kann man das Ding nicht betreiben bzw. nicht schmieren. Und wenn das Gehäuse nicht dicht ist, gibts früher oder später eine ziemliche Sauerei.

- Es muß soviel Öl rein, daß die Welle darin eintaucht aber der Motor nicht gebadet wird. Zuviel eingefülltes Öl wird leider NICHT direkt wieder ausgefördert. Im Grunde braucht man ein Schauglas, so wie bei den käuflichen Airbrush-Kompressoren, die solche Technik benutzen. Alternativ kann man auch auf vielleicht 1/5 der Höhe des Gehäusekessels eine Ablaufbohrung mit Nippel anbringen.

Gruß, Nic

Alwin
01.08.2014, 10:41
Moin zusammen,
meine Vakuumpumpe (alter Kühlschrankkompressor) belommt vor dem Vakuumieren immer so ca. 20 ml 15W40 Motorenöl.
Das funktioniert bei mir seit nun gut 30 Jahre so.
Als Kompressor für Druckluft werde ich ihn aber nie verwenden, da zu ölig.

Alwin

FamZim
03.08.2014, 20:24
Hallo Nic und Alwin

Es ist zimlich genau wie Nic es beschreibt.
Ich habe also weiter geschraubt und die Pumpe mit Flatterfentielen entfernt.
Nun ist der Kurbelzapfen zu sehen mit Bohrung in der Mitte, und seitlichem Durchbruch zum Schieber.
Den Stator hab ich auch entfernt.
Die Welle hat von unten eine Bohrung die dem äusseren der nach oben dickeren Welle folgt, und nicht Zentral ist, und dadurch den Schleuderefeckt für das Öl erzeugt.
Ich würde noch gerne den Kurbelzapfen mit Ausgleichgewicht entfernen, weiß aber nicht wie er befestigt ist ? keine Schrauben oder sonstwas zu sehen.
Ist der aufgeschrumpft oder gepresst ? würde heißmachen da nutzen ? wie viel Kraft ist da nötig ?
Viele Fragen ich weiß ;)

Gruß Aloys.

EvoNic
03.08.2014, 22:58
Hallo Aloys,

ich glaube, das sind Details, die jeder Hersteller etwas anders macht. Nachdem ich ungefähr wusste, wie das Öl fließt, habe ich diesen Teil nicht weiter zerlegt. Ich hätte ihn wahrscheinlich auch nicht wieder funktionsfähig zusammen bekommen.
Ich habe aber fatalerweise den Pumpenkopf geöffnet, der bei Dir nicht ohne Grund mit einem Schweißpunkt oder einem Tropfen Hartlot versiegelt zu sein scheint.
Den Kompressor hatte ich bereits einige Zeit zu Versuchszwecken betrieben, also im geschlossenen Kessel, aber ohne das Kühlmittel. Die dünne Ventilplatte war bei mir ziemlich verrostet, wohl durch Kondenswasser, so daß sie eigentlich gar nicht mehr hätte funktionieren dürfen. War aber auch egal, denn den Pumpenkopf habe ich nie wieder dicht verschrauben können!

Die Kompressoren hatte ich übrigens von einem Entsorgungsbetrieb, der das Kühlmittel (hoffentlich) fachgerecht abgelassen hat. Ich durfte mir einige aus einer Baumulde fischen, die schon halbvoll damit war und darin zum Schreddern gesammelt wurden.

Das Zerlegen ist natürlich ähnlich interessant, wie bei alten Röhrenradios und es gibt immer wieder Berichte von Leuten, wie Alwin, die diese Kompressoren jahrzehntelang problemlos benutzen.
Trotzdem erzeuge ich meine Pressluft seit 20 Jahren mit einem ölfreien Baumarktkompressor und Vakuum mit einer richtigen Drehschieberpumpe samt Ölnebelabscheider von Busch.

Gruß, Nic

PIK 20
04.08.2014, 08:04
Hallo,
ich habe so einen kleinen 10 Euro-Baumarkt-Schnäppchen-Kompressor. Für Fahrrad aufpumpen reicht er allemal. Dann habe ich noch einen Käser-Kompressor, ein super leistungsfähiges Ding aus dem gehobenen Handwerkerbereich.

Also beide Dinger erzeugen Druckluft.
Zum Erzeugen ebendieser muss er ja Luft ansaugen.
Kann ich denn dieses Ansaugen auch zum Erzeugen von Unterdruck/Vakuum nützen?

Wer hat Erfahrung?

Gruß Heinz

MarkusN
04.08.2014, 13:29
Funktionieren tut das schon, aber eben nicht besonders gut. Zum einen sind die Dicht- und Ventilsysteme nicht für Vakuum gemacht. Du solltest also nichts unter 200 mbar abs erwarten. Zum anderen ist gerade der Kleine wohl nicht für Dauerlauf gebaut und wird im typischen Vakuumeinsatz thermisch Probleme bekommen. Mit einem Windkessel als Vakuumspeicher und Unterdruckschalter sollte es aber leidlich funktionieren. Den Grossen wirst du aus Lärmgründen auch kaum im Dauereinsatz betreiben wollen.

Obwohl auch nicht speziell dafür gemacht sind die Kühlschrankkompressoren dafür gar nicht schlecht geeignet. Robust und leise. Und dann natürlich die Thomaspumpen, die im Modellbau viel dafür eingesetzt werden.

PIK 20
05.08.2014, 08:17
Hallo Markus,

besten Dank für deine Auskunft. Nun werde ich mich mal mit der Angelegenheit näher befassen.
Unklar ist mir der Windkessel. Habe da gegoogelt und nur etwas für Druck, sowohl Luft als auch Wasser gefunden. Kannst du das näher erklären wie sich das bei Unterdruck verhält oder aussieht?
Die Lautstärke meines Käserkompressors ist sehr gering. Er steht auch bei mir im Geräteschuppen, von den ich jederzeit eine Schlauchleitung in meinen Bastelraum führen kann. Für Druckluft praktiziere ich das ja so.

Ich habe dann auch noch von einer Möglichkeit gehört dass man Vakuum/Unterdruck relativ einfach mit der Wasserleitung erzeugen kann. Wasserkosten, auch Abwasserkosten sind für mich kein Problem. Das eine ist eine eigene Quelle, das andere, sind die Kosten pauschaliert.

Ich hoffe dass du mir da in irgendeiner Weise weiterhelfen kannst.

Besten Dank, Gruß Heinz

MarkusN
05.08.2014, 09:08
Unklar ist mir der Windkessel. Habe da gegoogelt und nur etwas für Druck, sowohl Luft als auch Wasser gefunden. Kannst du das näher erklären wie sich das bei Unterdruck verhält oder aussieht?Damit ist ein Drucktank gemeint, der hier halt zum Speichern von Unterdruck verwendet wird. Das muss also kein sonderlich druckfester Behälter sein, da er maximal 1 bar von aussen bekommt. Eine grosse Gaskartusche passt z.B. Ich habe das Scheinbenwaschwassergefäss (Dickwandiges Gefäss aus Nylon) eines VW Käfers verwendet, aber das ist heute wohl nicht mehr so einfach greifbar. Der Zweck ist, dass dieser Druckspeicher leergepumpt wird, und dann die Pumpe mittels Unterdruckschalter abgestellt. Das Vakuum wird mit dem Speicher leidlich konstant gehalten, während durch die zwangsweise vorhandenen kleinen Lecks etwas Luft nachströmt. Mit der passenden Schalthysterese schaltet der Unterdruckschalter bei ansteigendem Druck die Pumpe dann wieder ein.



Ich habe dann auch noch von einer Möglichkeit gehört dass man Vakuum/Unterdruck relativ einfach mit der Wasserleitung erzeugen kann. Wasserkosten, auch Abwasserkosten sind für mich kein Problem. Das eine ist eine eigene Quelle, das andere, sind die Kosten pauschaliert.Das geht gut mit einer Wasserstrahlpumpe, auch Injektor genannt. Z. B. hier: http://www.buerkle.de/de/shop/_wasserstrahlpumpe.html
Der Lieferant im Link gibt z.B. Auspumpzeiten auf 100 mbar an, kann also offenbar so niedrigen Druck erzeugen. Absolute Grenze ist der Dampfdruck von Wasser bei der entsprechenden Temperatur, also sehr niedrig.
Bei Amazon gibt es auch so ein Teil, zum halben Preis. Scheint aber eher auf Volumenleistung ausgelegt zu sein (Wasserförderung)

PIK 20
06.08.2014, 08:14
Besten Dank Markus,

nun bin ich mal eine Zeit beschäftigt mich in die Möglichkeiten einzuarbeiten.

Gruß Heinz