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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epoxydharz



b5killer
23.01.2009, 18:44
HI,
ich hatte mir letztens Epoxy mit Harz bestellt und wollte heute damit arbeiten. Beim anmischen ist mir aufgefallen das das Harz hard wie Stein ist. Dann habe ich mir erstmal die Anleitung durchgelesen und da steht, das man das Harz bei ca. 50-60 erwärmen soll!!

Weis jemand was das bringen soll, dass das Harz immer wieder fest wird?? :confused:

Das ist immer ein großer aufwand wenn man mal was damit kleben möchte!!

Dennis

joerg.zaiss
23.01.2009, 19:50
es ist nicht normal dass das Harz hart ist. Das ist es normal nur wenns zu alt ist.
Dann kristallisiert es aus. Man kann den Rest zwar mit warm machen noch nehmen, aber das ist lästig. Wenns noch älter wird, kann sein du bekommst Probleme mit der Härtung...

b5killer
23.01.2009, 21:13
hm ja, aber auf der Verpackung das es ja wenn es erkaltet kristalisiert und zum gebrauch erwärmen muss!!
Wusste ich noch nicht das es sowas gibt.

Christian_S
23.01.2009, 21:22
Seltsames Zeug. Gib mal die Bezeichnung durch. Woher hast du das Harz?

Gruß,
Christian

b5killer
23.01.2009, 21:25
http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=14351&osCsid=35783a3a092168c27bcdd37612c03f61

Bei Lindinger gekauft!!

Christian_S
23.01.2009, 23:21
Hier mal das Datenblatt dazu: http://www.ezentrumbilder.de/rg/pdf/td_de_Epoxy_C.pdf

Da steht was von "hochviskos" und das man es zur besseren Tränkung der Fasern erwärmen sollte (was du auch aus der Anleitung herausgelesen hast), aber das Harz sollte trotzdem nicht hart sein! Gibts irgendwelche Nummern auf den Flaschen, Fülldatum oder sowas?
Ich vermute, dass es überlagert ist?!

Gruß,
Christian

christof buss
24.01.2009, 06:55
Das Harz ist nicht überlagert.
Zur Zeit ist es halt in den Paketverteilern und den Zustellerautos recht kalt.
Einfach das Harz (samt Behälter) in ein etwa 50 ° heisses Wasserbad legen. Nach 20 min sollte das Harz wieder flüssig sein und das auch BLEIBEN, hier liegt das Missverständniss. Nicht zwecks Laminieren erwärmen sondern einmalig, um die Kristalisation aufzuheben.

joerg.zaiss
24.01.2009, 09:36
Das mit dem einmalig ist so ne Sache. Bei mir war das dann nie einmalig. Ich hab das Zeug dann schleunigst verarbeitet...

b5killer
24.01.2009, 10:18
Guten morgen:)

Also das mit dem einmaligen erwärmen trifft bei mir auch nicht zu. Die Flasche stand übernacht bei normaler Raumtemperatur und mitlerweile ist die Hälfte schon wieder kristalisiert!!:(
Das ganz klein gedruckte Abfülldatum habe ich gefunden!! Es wurde am 21.4.08 abgefüllt!:confused:
Dennis

Christian_S
24.01.2009, 10:40
Das Harz ist nicht überlagert.
Zur Zeit ist es halt in den Paketverteilern und den Zustellerautos recht kalt.Das Harz kristallisiert, wenn es ihm zu kalt wird, ist klar. Aber steinhart? Das muss dann am Typ selber liegen, das L285 und andere habe ich auch schon draußen vergessen und das war lediglich hochviskos geworden.

Nicht zwecks Laminieren erwärmen sondern einmalig, um die Kristalisation aufzuheben. Nein, nicht nur. Da steht ganz klar "...zum Laminieren ... damit es dünnflüssig genug ist,..."

Am Abfülldatum sollte es aber tatsächlich nicht liegen, also keine Überlagerung.
Aber gut zu wissen, das für mich das "C" ausscheidet ;) Wofür braucht ihr das denn überhaupt, laminiert ihr Tanks?

Gruß,
Christian

Hermann Wulf
24.01.2009, 10:44
Hallo
Kann man den Harz nicht mit Methanol verdünnen? Oder was nehmt ihr?

b5killer
24.01.2009, 10:45
Mir ist das Epoxy ausgegangen und da es keine kleinere Flaschen gab, habe ich die 1 kg Flasche genommen, da man das immer mal braucht. Ich will mir jetzt erstmal ein rohr mit harz und Glasfaser für Ballast im Segler machen!!:D

Christian_S
24.01.2009, 11:05
Mir ist das Epoxy ausgegangen und da es keine kleinere Flaschen gab, habe ich die 1 kg Flasche genommen, da man das immer mal braucht. Ich will mir jetzt erstmal ein rohr mit harz und Glasfaser für Ballast im Segler machen!!:D
Dafür hätte aber auch ein anderes System funktioniert, du brauchst ja keine Chemikalienbeständigkeit.

@Hermann: Klar kann man das Harz/Härtergemisch(!) (in Maßen) verdünnen, aber das hilft in diesem Falle erstmal nicht. Man sollte mit dem Verdünnen sowieso vorsichtig sein, bei zu starken Laminatdicken, kann das Methanol nicht mehr richtig ablüften. Such dazu mal im Forum.


Gruß,
Christian

b5killer
24.01.2009, 11:26
Bedeutet das also Chemikalienbeständig?!?!

Dann habe ich wieder was dazu gelernt und weis jetzt auch das ich das nicht mehr nehmen werde!!
Dennis

Christian_S
24.01.2009, 11:33
Bedeutet das also Chemikalienbeständig?!?!

Ja, guck mal oben in das Datenblatt. Für die normalen Anwendungsfälle würde ich das L285 vorziehen.
Die meisten Systeme, die für einen bestimmten Anwendungsfall gemacht worden sind, gehen irgendwo einen Kompromiss ein. Beim Hochtemperaturharz musst du speziell Tempern, bei deinem fehlt der Reaktivverdünner, weshalb es hochviskos ist usw.
Aber jetzt weißt du bescheid :)

Gruß,
Christian

hänschen
24.01.2009, 12:31
und bei jedem erwärmen verdampft Lösungsmittel, also wenn, dann nur die benötigte Portion.
Ich hab Harz (kein 285, billigeres ) über Jahre gelagert, es wird nur etwas dicker.

Giotto
24.01.2009, 13:02
Gewisse Epoxydharze und vor allem deren Härter neigen bei kalter Lagerung zur Kristallisation. (Wie Bienenhonig) Die Kristallisation kann durch Erwärmen beseitigt werden. (Ebenfalls wie beim Bienenhonig)

Das ist eine Sache.

Andererseits gibt es Harzsysteme die von Haus aus dickflüssig sind (Hochviskos).

Das Epoxydharz C ist ein Chemikalienbeständiges System und eben hochviskos.
Das steht ja im Artikelbeschrieb deutlich!!!!!!!!

"ARTIKELBESCHREIBUNG WEBSHOP:
Chemikalienfestes, höherviskoses, lösemittel- und füllstofffreies Laminier- und Beschichtungsharz mit zum Teil sehr guter Beständigkeit gegen zahlreiche Medien wie z.B. Aromaten (Benzin), verdünnte Säuren und Laugen, Wasser, Alkohole etc. Mischungsverhältnis: 100 : 60 Gewichtsteile Harz : Härter, Verarbeitungszeit: 50 Minuten, Aushärtezeit: 24 Stunden."

Dieses System ist nur dann angebracht, wenn aus irgendwelchen Gründen eine hohe Chemikalienbeständigkeit erwünscht ist. Für normale Laminierarbeiten ist es wegen der Dickflüssigkeit eher nicht geeignet. Hier kann das Erwärmen etwas Abhilfe schaffen, grundsätzlich ist es aber das falsche Harz.
Hier wäre ein "normales" Laminierharz-System wie z.B. R&G Epoxydharz-L oder R&G Epoxydharz LF (das ist das L-285 von Hexion (ehemals MGS)) besser geeignet.

MarkusN
24.01.2009, 15:27
und bei jedem erwärmen verdampft Lösungsmittel, also wenn, dann nur die benötigte Portion.
Nicht bei Epoxy. Das enthält keine flüchtigen Lösungsmittel. Das Eindicken beim Lagern kommt wahrscheinlich von Spontanpolymerisation. Wobei auch die durch hohe Temperatur begünstigt wird; immer nur die nötige Portion aufzuwärmen ist also schon richtig.

hänschen
24.01.2009, 15:54
Nicht bei Epoxy. Das enthält keine flüchtigen Lösungsmittel. Das Eindicken beim Lagern kommt wahrscheinlich von Spontanpolymerisation. Wobei auch die durch hohe Temperatur begünstigt wird; immer nur die nötige Portion aufzuwärmen ist also schon richtig.

Glück gehabt, danke;) Markus.
Das ist eben bei vielen Dingen so: erwärmen führt nur vorübergehend zum Erfolg, der Rest wird dabei eben aus versch. Gründen immer dicker

hochviskos = dünnflüssig, oder ?

b5killer
24.01.2009, 16:03
Andererseits gibt es Harzsysteme die von Haus aus dickflüssig sind (Hochviskos).


Das heist dickflüssig!!!!!!!!!!

hänschen
24.01.2009, 16:55
Das heist dickflüssig!!!!!!!!!!

ich habs gesehen und deshalb gefragt.:rolleyes: