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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : V-Leitwerk; Seitenruderausschlag wie?



Gast_34738
24.01.2009, 11:58
Hallo! Hab seit kurzem einen MPX-Milan, der bei blosem Seitenrudereinsatz sofort die Schnauze nach unten nimmt. Ich wollte nun mal von Euch hören, wie die Ausschläge als Seitenruder beim V-Leitwerk einzustellen sind?!?

1/2 Weg nach unten und voll nach oben?!?

tomtom
24.01.2009, 12:27
Servus,
ja dann mußt du das Seitenruder differenzieren wie die Querruder.
Mußt du erfliegen, dein Ansatz ist aber schon mal OK, ev. am Anfang etwas weniger als 50%.
Gruß
Thomas

MarkusN
24.01.2009, 12:46
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das der Milan so krass fehlausgelegt ist.

Ich frage mich deshalb, ob da nicht ein anderes Problem vorliegt. Beim V-Leitwerk kann es vorkommen, dass die gemeinsame Last von Höhen- und Seitenruder zu viel wird und die Strömung an der Klappe abreisst.

Kann es sein, dass Du mit weit vorn liegendem Schwerpunkt fliegst? Dann hat das Höhenleitwerk eine hohe Grundlast. Wenn jetzt das Seitenruder dazu kommt, wird es zuviel, mit dem oben genannte Resultat.

In so einem Fall hilft ein Turbulator vor dem Klappenscharnier oder Rücknahme des Schwerpunkts.

UweH
24.01.2009, 12:58
Kann es sein, dass Du mit weit vorn liegendem Schwerpunkt fliegst? ......In so einem Fall hilft ein Turbulator vor dem Klappenscharnier oder Rücknahme des Schwerpunkts.

Hallo,

ich würde auch eher auf Schwerpunkt zu weit vorne, evtl. in Kombination mit EWD zu groß tippen.

Patrick, nimm doch mal 10 g-weise Blei aus der Nase und wenn der Flieger beim einleiten von Kurven eine zu große Tendenz zum schieben bekommt, dann am V-Leitwerk vorne 0,4 mm-weise was unterlegen, oder am Flügel hinten. Den Schwerpunkt kannst Du bei dem Flieger ganz gut mit der "Anstechmethode" überprüfen, von der ich Dir letztens erzählt habe;)

Viele Grüße,

Uwe.

Jürgen N.
24.01.2009, 13:01
Bei meinem Milan war das Problem, dass Seitenruder allein kaum etwas bewirkte.
Erst eine "deutliche Stolperleiste", doppeltes Malerband etwa 2-3mm breit, kurz vor der Ruderklappe brachte Besserung.
Das wurde einmal im "Aufwind" beschrieben.
Ich vermute bei dir zu grosse Ausschläge und SP zu weit vorne .
Gruss Jürgen

Gast_34738
24.01.2009, 15:04
...Euch erstmal für die Antworten, SUPER!
Wir hatten heute bei nahezu Windstille, ab und zu mal sogar ne Brise von hinten, und konnten so u.a. den Milan wunderbar einstellen und einfliegen. Ich habe die Ruderausschläge erstmal deutlich reduziert. Dann der Wurf ins ungewisse. Und siehe da, total neutral wie auf Schienen und absolut brav auf Höhe und Seite (wobei Seite wirklich nicht viel Wirkung zeigte!)! Beim Erstflug mußte ich fast 2mm Tiefe trimmen, etwas Blei hatte ich deshalb damals rein. Nun wird noch die EWD-Möglichkeit von Uwe unter die Lupe genommen, mal sehen wenns mehr bläst am Hang, was er dann so macht!

Also, vielen Dank erstmal nochmal;) :) !

hänschen
24.01.2009, 17:50
Beim V-Leitwerk kann es vorkommen, dass die gemeinsame Last von Höhen- und Seitenruder zu viel wird und die Strömung an der Klappe abreisst.
.

dann ist das also das berühmte V-Leitwerksproblem?
Mir gefallen, die, hatte ich auch schon öfters (Wanitschek-Orlice, und einige kleine).
Aber ich war immer der Meinung, dass die Strömung eher mal abreisst und ich dann mehr Luft unterm Flügel brauche, bis sie wieder anliegt.
Viele glauben das nicht, muss / ist auch nicht bei jedem Flieger gleich ausgeprägt.
Die "grossen" mögen das ja auch nicht wirklich.

Jürgen N.
25.01.2009, 09:28
dann ist das also das berühmte V-Leitwerksproblem?
Ich glaube nicht.
Das "Original"-Problem war/ist, dass beim Trudeln sich die Leitwerke gegenseitig "abschatten resp. verwirbeln" (so las ich es jedenfalls) und dadurch die Strömung bei Seglern kaum mehr zum Anliegen gebracht werden kann.
Gruss Jürgen