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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : UAVs



Roland_H
02.02.2009, 23:29
Tach zusammen,

da ist sie mal wieder... die Frage nach UAVs.

Oh ja, ich habe die threads gelesen, auch RC-groups, auch diy-drones, etc. Ich weiß auch, daß es aus Sicht mancher Modellflieger völlig unsinnig erscheint, ein Modellflugzeug sich selbst steuern zu lassen. Auch die rechtliche Seite Seite ist mir nach dem vielfach zitierten Artikel "Modellflug und Luftrecht" durchaus klar.
Deshalb mal ganz präzise: mich interessiert __ausschließlich__ die technische Seite.

Hat sich jemand in diesem Forum bereits damit beschäftigt oder gar etwas eigenes zum Fliegen gebracht?

Ich habe nur allerlei Ideen (auch ziemlich wirre) gelesen, ab und zu mal Studenten mit großen Plänen für Diplomarbeiten, von denen man dann nichts mehr hörte, etc.


Roland

RetoF3X
03.02.2009, 09:40
Hallo Roland

Ich habe nie sowas gemacht, aber an meiner Uni gibt es einige Aktivität auf dem Gebiet.
Unter diesem Link kannst Du unter anderem die Doktorarbeit (PhD Thesis) von André Noth herunterladen, die ist sehr aufschlussreich und schön gemacht:
http://www.sky-sailor.ethz.ch/ Sein Solarflieger kann mehrere Tage autonom fliegen und regelt recht clever seinen Energiehaushalt.

Am Institut für Regelungstechnik wird auch interessante Arbeit gemacht, unter anderem autonomer Kunstflug mit Flächen-und Helikoptermodellen. Markus Moeckli (bekannt aus der F5B szene) hat dort seine Doktorarbeit gemacht und am Ende konnte eine grosse Extra selbstständig ein Kunstflugprogramm abfliegen (solange es physikalisch möglich ist, was aber vorab berechnet wird). Es lohnt sich das Video "Aerobatic in flight" runterzuladen, da wird einiges sehr ausführlich erklärt:
http://www.imrt.ethz.ch/research/uav

Soweit ich in dieses Thema reingesehen habe, ist die Regelungstechnik und die mathematischen Modelle, die dabei involviert sind, ausserordentlich komplex.

viele Grüsse:
Reto

jstremmler
03.02.2009, 10:08
Das ist das System, das ich mir in den U.S.A. gekauft habe.

Leider unterliegt es aus verständlichen Gründen einigen Exportbeschänkungen :
http://www.procerusuav.com/

Schau zur Info mal z.B. hier :
http://www.cis.cornell.edu/boom/2005/ProjectArchive/cuuav/project.html
http://news.sdsmt.edu/stories/6301/
http://www.aiaadbf.org/
http://www.navair.navy.mil/pma263/seafarers/default.htm
http://spaceprizes.blogspot.com/2008/07/6th-annual-auvsi-student-uas.html
http://www.livingroom.org.au/uavblog/archives/2005/07/
http://ieee.rit.edu/sdc6/teams.php

mfg

Jürgen

hänschen
03.02.2009, 10:12
Einige unserer einheimischen Lieferanten arbeiten auch in diesem lukrativen Bereich, ist aber leider alles top secret..
Im April findet in München wieder diiiiieee Messe statt: Aerospace Testing Expo.

RetoF3X
03.02.2009, 12:43
Hallo Jürgen

Wenn man sich die Viedoclips "prosecute-impact car" (http://www.procerusuav.com/cameraControl.php) und die Aussage liest: "If object contrast is sufficient, the user simply right clicks on the object (moving or fixed) and the feature tracker will stay locked on and the UAV will fly itself into the object.", wird klar, das procerusuav Exportbeschränkungen hat.

Ist leider die Kehrseite von den UAVs, das grösste Interesse daran hat das Militär..

viele Grüsse:
Reto

jstremmler
03.02.2009, 16:57
Ja, damit kann man viel Blödsinn machen, z.B. am Samstag 3 Runden mit dem Flieger in der Veltins Arena beim Schalke Spiel drehen, wieder raus fliegen und dann auf wieder sicher auf dem Platz landen.

Aber über solch groben Unfug hinaus gibt es sicherlich noch schlimmeres.....

Nutzt z.B. der pan-islamische Terror die Möglichkeiten, die sich hier bieten, dann gnade uns Gott.

mfg

Jürgen

x-molich
03.02.2009, 17:56
Hallo Roland,

ich habe mich Ende der Neunziger damit beschäftigt, als MEMs Gyros und Kreisel erhältlich wurden. Mit relativ geringem Aufwand konnte ich mit einem GPS, drei Gyros, drei Accelerometern und Drucksensor einen Segler GPS-gesteuert fliegen lassen. Allerdings ging meine Beruf in eine andere Richtung...

Seit etwas 1,5 Jahren habe ich beruflich mit UAV's zu tun und habe die Sachen von damals wieder aufgegriffen. Steckt aber alles noch in den Kinderschuhen...
Im Gegensatz zu damals ist aber vieles einfacher und die Entwicklungstools besser geworden.

Für mich liegt der Sinn darin, daß man es macht, weil es eine Herausforderung ist. In Deutschland ist das mit den autonomen Fahrzeugen eher schwach ausgeprägt. Liegt wahrscheinlich daran, daß der Luftraum knapp ist, es praktisch keine unbewohnten Gebiete gibt und die rechtliche Situation es eigentlich nur für mil. oder öffentliche Anwendungen zuläßt.

So als Ideensammlung:
1. Schleppflugzeug autonom fliegend für F-Schlepp
2. Ziellandehilfe (so eine Art ILS)
3. Bordcomputer zur Rettung von Flugmodellen

Bitte keine Diskussion über Sinn und Unsinn; Hobby ist sowieso sinnlos!

Ein paar Links, die einfach dazu gehören:
1. Die Urmutter aller UAV's: http://www.aerosonde.com/
2. Hobby-Transatlantik-Überquerung (sehr interessant zu lesen): http://tam.plannet21.com/ oder http://de.wikipedia.org/wiki/Tam_5
3. Lowtech: http://www.microdrones.com/
4. Hightech: www.schiebel.net ==> dann Camcopter

Die Aerosonde finde ich übrigens auch ein schönes Flugzeug.

Sollte ich es irgendwann mal schaffen, was vorzeigbares auf die Beine zu stellen, dann werd' ich berichten!


Grüße

Sascha

Berti.H
03.02.2009, 18:04
Hallo,

ich habe auf unserer Homepage (http://www.mfc-ingolstadt.de) einige Links zum Thema UAV (http://www.mfc-ingolstadt.de/links.htm#uav) zusammengestellt,
vielleicht ist was interessantes dabei, einfach mal reinklicken!

Experimentalhans
03.02.2009, 18:50
Hallo Jürgen,
Du sagst, Du hättest das in den USA gekauft.
Wieviel Geld hast Du denn dafür über den Tresen geschoben?
Ist sowas für den Normalmodellflieger überhaupt erschwinglich?
Gruß
Hans

Roland_H
03.02.2009, 21:38
Vielen Dank für die zahlreichen links !
Einige neue waren schon dabei... und in dem Thema kann man sich schon verlieren.

Auch mich würde interessieren, ob man für den Procerus tatsächlich die geforderten $ 5000 berappen muß !?!
Ohne Zweifel ist es eins der besten käuflichen Systeme.


Ich sage noch mal schnell dazu, wie ich darauf kam:

Neulich war ich beruflich unterwegs und sah mitten in der Woche Leute auf einer Weide mit einem Modellflugzeug hantieren. Sie hatten ein Zeltdach aufgezogen, mit diversen Notebooks auf Tischen, davor eckige (Patch-)Antennen auf Stativen und starteten gerade einen kleinen Elektroflieger.
Das Modell, vermutlich ein Microjet, wurde aus der Hand gestartet und geradewegs auf etwa 60m gebracht. Zu meiner Verblüffung entfernte es sich vollständig außer Sichtweite und der Mensch mit dem RC-Sender gesellte sich schließlich zu den anderen unter das Zelt... !?!
Geschätzt 15min lang passierte nichts. Dann bewegte sich der mit dem Sender wieder und der Microjet tauchte aus etwa 90 Grad zur ursprünglichen Startrichtung wieder auf, drehte noch eine Platzrunde und landete (wurde gelandet).
Jetzt bin ich raus aus dem Auto und auf die Weide, das ganze mal genauer anschauen. Da lief mir ein junger Kerl, Typ Student, eilig entgegen und erklärte, das sei eine Firmenveranstaltung und "nichtöffentlich" und ich müsse bitte sofort das Gelände verlassen. Ein zweiter kam zur Unterstützung. Ich sagte, ich wolle doch nur mal beim Modellfliegen zuschauen. Aber die beiden scheuchten mich vom Gelände...
Aus der Nähe konnte ich weitere Flugmodelle sehen, einen sehr kleinen Nuri und etwas mit ca. 50cm Spannweite.


Roland

hänschen
04.02.2009, 05:54
Hallo Roland,
bist ein Glückspilz, hast Erlkönige gesehen;)

Irgend so ein Teil hat kürzlich bei uns zwischen Schwarzwald und Franken am frühen Abend für Aufregung gesorgt: fliegt seelenruhig schnurgerade durch die Gegend und ist nicht ansprechbar:confused: :( :eek:
Das war am 19?.01.09

Vermutlich US-UAV aus Grafenwöhr (dort sind wohl solche Teile stationiert, die auch im Irak verwendet werden).

x-molich
04.02.2009, 06:32
Hallo Roland, hallo Hans,

wenns militärisch war, dürfen die wahrscheinlich am Luftverkehr teilnehmen.

Bei den anderen mit dem Zelt und dem Twinjet wäre ich mir nicht so sicher, ob da alles in Ordnung war. Flug außerhalb Sicht auch im militärischen nur im vollkommen gesperrten Luftraum. Wenn man eine Genehmigung bekommt, muß man auch vorher nachgewiesen haben, daß das UAV höchstens mit einer Wahrscheinlichkeit von 10^-6 das genehmigte Gebiet verläßt. Bei schwereren Dingern braucht man noch eine zweite unabhängige Bahnverfolgung, d.h. ein Radartransponder am Fluggerät (der gewichtsmäßig sicher nicht zum Twinjet paßt)...

Ich finde es aber auch gut, wenn es in Deutschland viele Auflagen gibt. Wir sind einfach zu dicht besiedelt.


Grüße

Sascha

hänschen
04.02.2009, 06:52
Hallo Sascha, militärisch darf eh alles, Ami sowieso, die scheren sich um garnix, sind doch die Herren...
Die Erlkönige von Roland, tja:confused: :( :eek: :eek: :eek: wenn er geistesgegenwärtig mal gefragt hätte??:confused: :(

jstremmler
04.02.2009, 09:32
Bis man die komplette UAV Steuerung von Procerus so zusammen hat, kommt da einiges zusammen. Das sind dann so ca. $10.000.
Aber wenn Du mal in der Bucht nachschaust, dann verkaufen da einige für das Geld eben auch ihre Kunstflugmaschinen. Bei dem Entwicklugsaufwand an Hard- und Software der hier getrieben wird relativiert sich dann der Preis, zumal das (bislang) keine Massenware ist.
Da ich eine zweiten Wohnsitz in den U.S.A. habe ist für mich der Kauf und der Betrieb ziemlich einfach. (aber noch war ich damit nicht in der Luft, es stehen noch umfanreiche und zeitaufwändige Tests aus)

Den Link mit TAM5 kannte ich ebenfalls. Wenn an mal die Flugzeit bedenkt, die erforderliche Spritmenge und die Stromversorgungskapazitäten, u.s.w., dann ist das eine echte Meisterleistung. Das Team war aber, wie man auf den Fotos sieht, mit erfahrenen Oldies besetzt.

mfg

Jürgen

x-molich
04.02.2009, 09:48
Hallo Hans, hallo Jürgen,


militärisch darf eh alles für die Amerikaner unterschreib' ich das, aber selbst für die Bundeswehr ist es nicht einfach. Das habe ich schon erfahren ...

@Jürgen:
Wobei mit den $10000 hauptsächlich das Know-How, also die Software bezahlt wird. Von den Bauteilkosten her sind es eher < $1000.
Deswegen versuche ich mich ja selbst daran. Aber es ist halt auch scheissendreck viel Arbeit ...
Hast Du mit diesem Ding schon was in die Luft gebracht?

Hier noch'n Link von einer Art OpenSource Projekt: http://paparazzi.enac.fr/wiki/Index.php/Main_Page

Und dann gabs noch den Australier der sich einen absoluten Bezug durch Messung der Horizonttemperatur verschafft, finde den Link aber nicht mehr!

Grüße

Sascha

hänschen
04.02.2009, 10:40
hi sascha,
hast emil...

wurpfel
04.02.2009, 22:28
hi leutz

wer ARF mag kann sich auf arduinobasis was nettes bestellen, tutti unter 100.-€


wer basteln möchte: ein GPS auf SR, irgend ein IR-horizontsuchsystem auf QR und HR, ne druckdose aufs gas um die höhe zu halten. ein zweifach-erdmagnetfeldsonde ist als backup nicht unklug.
wer bock hat spielt weiter mit PCmaus-sensoren zur optic-flow-tieffliegerei und ultraschall-distanzmessung zum landen.


normale webcams taugen für bilderkennung/verfolgung. ist nicht so schwierig damit die piste zu treffen.



funzt bei mir prächtig, dient als rückkehrsystem bei funkstörungen oder wenns beim FPV brenzlig wird.
es hat platz in einer robbe LO100 oder einem LAMA, inkl cam und downlink.



PS
die besten bilder macht man seitwärts leicht nach unten. damit kann in aller ruhe um das sujet gekreist werden. zudem ist die cam optimal geschützt.
traditionell schaut die cam nach links.

matzito
13.02.2009, 06:18
Hallo Roland,
kennst Du den schon?

http://silvertone.com.au/

ein recht grosses Modell mit 4 m aus NSW-Australia.

Gruss Matze

Airrud
15.02.2009, 14:14
Hallo,
ich habe auf Basis der BasicStamp und GPS meinen EasyGlider in eine Drohne umfunktioniert. Wen es interessiert, der kann mal auf meiner Hompage vorbeisehen: www.artifical-intelligence.eu

Gruß, Matthias

Roland_H
18.02.2009, 21:40
nochmal danke für die links und die Hinweise auf so manche interessante Seite.

Auffällig ist schon, vor allem im Vergleich zu den Diskussionen auf rcgroups, daß nur wir (Deutsche) zuverlässig auf Gesetze, Verordnungen, etc. verfallen. Ist das herkunfts-bedingte Regelungswut und Hang zur Ordnung ?!?
Hey, es geht doch - nur - um die Technik... Und solange nichts funktioniert, gibts nichts zu verbieten. Wirklich gesehen habe ich bisher nur ein einsatzfähiges UAV. Und die Frage nach der Zulässigkeit - wird geistesgegenwärtig verdrängt.


News: Inzwischen konnte ich die "Tester" mit den Microjets ausfindig machen. Ich durfte einige Details erfahren, allerdings habe ich versprochen, davon nichts zu erzählen.
Der zeitliche Aufwand scheint mir trotz vieler fertiger Komponenten ziemlich hoch zu sein, vom Budget mal ganz abgesehen.

Leider bringe ich die Lösung mit einer vorhergehenden Antwort ("wer ARF mag kann sich auf arduinobasis..." etc. etc. nicht zusammen. ArduPilot scheint eine hemdsärmlige Sache zu sein.

Sorry Leutz, ich bin nur Ingenieur, für SO EINEN Ansatz fehlt mir die Zeit und die gewisse Coolness...



Grüße
Roland

sky2416
11.03.2009, 21:03
Hallo,

es gibt neben den militärischen auch weitere Aufgaben für UAVs. Vor allem die Meteorologen setzen zunehmend autonome Modellflugzeuge ein, um die Atmosphäre zu vermessen.
Eines dieser Projekte ist eine Weiterentwicklung der von Wolfgang Schäper und anderen mit dem Flugzeug Kali 2 im Himalaya und in Bolivien durchgeführten Messflüge.
Das neue Flugzeug trägt den Namen SUMO und ist der MPX Funjet mit einem Paparazzi Autopiloten sowie den entsprechenden Messsonden. Näheres auch zum Flugzeug, den Einsätzen usw. unter
http://folk.uib.no/sma087/SUMO_MZ_final_format.pdf
Dort sind auch weitere Links und Hinweise enthalten.

Gruß

Klaus Peter

x-molich
11.03.2009, 21:49
Hallo,


Auffällig ist schon, vor allem im Vergleich zu den Diskussionen auf rcgroups, daß nur wir (Deutsche) zuverlässig auf Gesetze, Verordnungen, etc. verfallen. Ist das herkunfts-bedingte Regelungswut und Hang zur Ordnung ?!?
Hey, es geht doch - nur - um die Technik... Und solange nichts funktioniert, gibts nichts zu verbieten. Wirklich gesehen habe ich bisher nur ein einsatzfähiges UAV. Und die Frage nach der Zulässigkeit - wird geistesgegenwärtig verdrängt.

da hast Du zum Teil recht. Ich denke aber auch, daß das z.B. mit den unterschiedlichen Universitäten in D und USA zu tun hat. In USA werden solche Wettbewerbe oder Veranstaltungen viel mehr gefördert als z.B. in Deutschland.
Ich hätte mir in meiner Studizeit gewünscht, daß es sowas in Deutschland gibt, aber war nicht.

Ich denke, sowas für sich alleine zu entwickeln hat dann auch wenig Reiz, weil man ja auch was damit machen will. Was damit zu machen kann z.B. ein Wettbewerb sein und wo gibts den hier? Andere Anwendungen scheiden wegen Besiedlungsdichte etc. für einen Vollprivaten aus. An einer Uni sieht es dann schon ganz anders aus. Da gibt es dann auch Anwendungen.

Die einzige Anwendung, die mir eingefallen ist, wäre ein autonomes Schleppflugzeug für Modell-Seglerschlepp, alles andere hat eher einen wissenschaftlichen Hintergrund wie z.B. Wetterbeobachtung.

Grüße

Sascha

wurpfel
12.03.2009, 19:23
hi leutz

meine UAV-anwendung ist simpel: zurückfliegen wenn ich mich beim FPVfliegen verfranzt habe oder ein 2G4reichweitentest in die hose geht.



es wäre schon möglich wegpunkte vorzugeben und diese nachzufliegen. bringt mir aber nur bei vermessungsaufträgen wirklich was..

Gast_25315
19.03.2009, 11:15
Hallo an die Runde,

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, was aber nicht weiter stören sollte.

Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit UAVs und habe neulich bei uns im Verein einen Vortrag darüber gehalten. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch mal über die rechtliche Lage informiert (hier bei RC-Network gibt es ja auch einen entsprechenden Kommentar dazu) und es ist keineswegs so, dass nur in Deutschland so strenge Gesetze herrschen. Nach meiner Information sind die Bestimmungen in den USA für sog. Recreational UAV sogar vergleichbar mit unseren - Sichtflug, ständige Möglichkeit der manuellen Einflussnahme usw. Einige Länder haben etwas lockere Bestimmungen, wie z.B. Australien.

Was Roland da von dieser Firmenveranstaltung berichtet, hört sich für mich erstmal wie ein Paparazzi-Nachbau an. Vielleicht gibt es mittlerweile Firmen, die dieses Open-Source-Projekt anwenden oder weiterentwickeln. Aber auch die müssen sich formal an die Gesetze halten, wenn sie nicht gerade den gesamten Luftraum gesperrt haben. Ich schreibe das nicht, weil ich Blockwart oder Paragraphenreiter bin, sondern um das Dilemma der aufkeimenden UAV-Industrie zu verdeutlichen. Es gibt weltweit sicher schon viele Firmen, die UAV entwickeln, aber der Markt ist bisher ausschließlich militärisch. Dabei gäbe es viele sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten, z.B. in der Landwirtschaft, Energie-Industrie, Geologie, Archäologie, etc., wenn es denn eine gesetzliche Grundlage gäbe.

Und was die Wettbewerbe betrifft gilt auch nicht mehr das Klischee "Amerika ist besser". In Europa finden seit längerem UAV-Wettbewerbe statt, wo u.a. auch das Paparazzi-Projekt regelmäßig teilnimmt. Dieses Jahr findet zum zweiten Mal die Motodrone (www.motodrone.org) statt, was die Veranstalter als Open-Source-Meisterschaft entwickeln wollen. Ich werde mir das dieses Jahr mal anschauen.

Privatleute, die autonome Flugzeuge entwickeln, tun das meist um die Technik kennenzulernen und weiter zu bringen. M.E. gibt es im Modellflugbereich nur bedingt Anwendungsgebiete für UAVs. Ideen wie Return-Home-Automatik, Unterstützung für Flugschüler, Failsafe-Automatik rechtfertigen selten die Kosten und das zusätzliche Gewicht. Ein Fertigsystem einzubauen, nur um über dem Platz Kreise zu drehen, halte ich für langweilig. Darum verstehe ich auch Roland nicht so recht, der nach dem Stand der Technik fragt, aber gleichzeitig vor dem Experimentieren zurückschreckt. Roland, wozu würdest Du ein solches System einsetzen wollen?

Was ich mir vorstellen könnte, ist systematisch Luftaufnahmen von einem Gebiet zu machen und in einer Art Open-Source-GoogleEarth zu sammeln. So wie OpenStreetMap, nur mit Fotos. Aber dafür gibt es vermutlich zu wenig Enthusiasten und keine Kameras, die zum einen leicht sind und zum anderen eine vernünftige optische Auflösung besitzen...

Gruß, Achim.

Eckart Müller
20.03.2009, 09:15
Hallo Achim,
es freut mich immer ungemein, wenn ich zufällig auf den "Erstlingsbeitrag" eines neuen Users hier bei :rcn: treffe. Insbesondere dann, wenn der Text Kompetenz in verschiedenen Belangen vermittelt.
Ich wünsche Dir viel Spaß bei uns und dass wir noch oft wechselseitig voneinander profitieren.

speed
20.03.2009, 14:43
Hallo Kollegen,
ich habe als Mitglied der DGLR letztes Jahr in Überlingen einen UAV Workshop organisiert. Ziel der DGLR ist es u.a. die Anwender. die Nutzer und die Gestzgeber an einen Tisch zu bringen.
Der Workshop war für alle Interessenten offen und kostenlos.
Wir hatten Vorträge von Universitäten, Modellfliegern, vom LBA, Polizei, THW usw.
Ein wichtiges Ergebnis des Workshops: Viele Anwender waren über die rechtliche Situation nicht richtig informiert. Der Gesetzgeber kennt inzwischen die unbefriedigende Situation für die Vertreiber und Nutzer von UAVs und es bewegt sich was. Da die Gremien europaweit tagen und Gesetzesänderungen sehr langwierig sind, rechne ich nicht so schnell mit einer Entspannung. Ich werde auf jeden Fall den nächsten Workshop hier ankündigen.

Gruß,
Otto

Christian Hanke
05.04.2009, 21:16
Sali mitenand,
da war auch was in der Schweiz. Es war sehr spannend.

http://lis.epfl.ch/events/docs/1st_Swiss_UAS_Day.pdf

Gruss Christian

www.christian-hanke.blogspot.com

jstremmler
07.04.2009, 22:32
Tut mir leid, aber ich bin anderer Meinung.

Ich habe mir die *.pdf Datei angesehen und meine, dass das ein langweiliger Kongress war.

Gab es denn auch Flugvorführungen ?

Wenn Du da mal in den Fachbeitrag einer führenden US Modelbauzeitschrift, wie z.B. FLY RC / Mai 2009 S. 28, reinschaust und den 5 seitigen Beitrag über den "Predator" verinnerlichst, dann weisst Du, was technisch inzwischen so alles möglich ist. Das Heft kostet Dich lediglich $6,99.

mfg

Jürgen

P.S. : Frage an die Moderatoren : Ich bin versucht, den Beitrag aus FLY RC zu übersetzten und für andere interessierte User hier einzustellen. Bevor ich mir aber die nicht unerhebliche Arbeit mache, möchte ich wissen, ob ihr den Beitrag dann nicht sofort wegen Verletzung des Urheberrechtes oder irgendeiner Forenregel wieder rauswerft. Bitte um PM!

Christian Hanke
08.04.2009, 14:45
Mmmh... Jürgens falsche Ferndiagnose. Du musst Dir Deine Glaskugel wieder mal putzen. :D

Ein Artikel aus einem Modellflugheft ist meiner Meinung nach nicht in der Lage eine aktuelles Bild über den Stand der Technik im UAS Bereich abzubilden. Reine Vermutung, da ich den Artikel nicht zur Verfügung habe.

Ich denke, dass mit der Teilnahme von Peter van Blyenburg, den beiden technischen Hochschulen Lausanne und Zürich, bekannten Vertretern der Industrie (Defence), sowie dem BAZL sich interessante Leute getroffen haben, welche mithelfen werden, den zivilen Betrieb solcher UAS in das bekannte System Luftfahrt (Bsp. kontrollierten Luftraum) einzugliedern.

Spannend war vorallem, dass der gesamte UAS Bereich abgedeckt wurde.
(0.00 Gramm bis 200T) und auch die neusten Forschungsresultate der ETH angeschaut werden konnten.

Nein wir haben nicht auf der Wiese gespielt, wir haben nur Videos geguckt. Zum Beispiel wie werden in der Nacht Autoschilder von fahrenden Fahrzeugen aus UAS gelesen und die Welt dreidimensional digital vermessen usw.

Freundlichen Gruss

Christian

www.christian-hanke.blogspot.com

eurotour1
08.04.2009, 16:50
vorweg möchte ich sagen, d. ich finde d. dieser artikel zu den interessantensten hier im forum gehört, ich freue mich d. über dieses spannende thema so fachlich und kompetent diskutiert wird.

als absoluter laie in dieser materie möchte ich jedoch eine frage loswerden: weshalb is d. ArduPilot eine "hemdsärmlige" sache ? die informationen die ich dazu gefunden habe geben mir das bild eines für den einstieg in d. thema UAV (insbesondere hinsichtlich des preises) durchaus brauchbaren systems.
oder täusche ich mich hierbei ?
lg
andreas

jstremmler
09.04.2009, 03:21
ok, ich nehme das mit dem Kongress zurück. Aber ich hoffe Du weißt , was das Militär mit dem Predator so alles machen kann.
Der Modellbaufachzeitschrift bist Du aber nicht gerecht geworden. Die ist natürlich keine wissenschaftliche Zeitschrift oder Publikation. Sie ist ja auch für einen anderen Leserkreis gedacht. Und dafür hat sie das Thema beispielhaft im Vergleich zu jeder mir bekannten deutsche Fachzeitschrift rüber gebracht.

mfg

Jürgen

EvoNic
17.04.2009, 00:36
Bundesregierung sieht Regulierungsbedarf für unbemannte Flugsysteme

http://www.heise.de/newsticker/Bundesregierung-sieht-Regulierungsbedarf-fuer-unbemannte-Flugsysteme--/meldung/136304

wurpfel
18.04.2009, 12:21
hi andreas

der ArduPilot ist ein opensource-ansatz, du kannst jede art von fahrzeug ausrüsten. es werden alle relevanten probleme eines UAV gelöst, es wird erklärt warum und wieso ne lösung gewählt wurde. antworten kommen von anerkannten UAVexperten..
es stehen diverse analog- und digitale messmöglichkeiten offen, du darfst wenn du möchtest experimentieren ;)


weil das ganze auf der arduino/prozessing-umgebung basiert kann zb die flightgear-umgebung eingebunden werden, du kannst damit dein flugmodell perfekt aerodynamisch und optisch modellieren und deine autopilotSW im simulierten wettermodell testen!
die HW kannst du dir auf lochraster aufbauen oder ARF-boards aus dem arduino-universum kaufen. als funkstrecke ermöglichen XBEEs 40km aktionsradius, die GSMmodems weltweite kontrolle.
wer sein auto oder boot per händy steuern will nimmt ein bluetooth oder WLANshield.




ich empfinde den vorwurf der hemdsärmligkeit als arro-ignorant,
opensource bedeutet ne einladung zum mitmachen und darüber miteinander reden.

schade dass sowas offenbar inkompatibel mit dem ehrenkodex gewisser VDImitglieder zu sein scheint.

Roland_H
14.06.2009, 23:20
oh... hier war ja Ruhe seit dem letzten Plädoyer.


Ende Febr 09 war die Herausforderung so groß, daß ich die Hardware für zwei der heute verfügbaren "ARF-Systeme" kurzerhand bestellte... es war spannend, sich selbst zu beobachten, wie schnell (oder langsam) der Einstieg in die verfügbare Doku, Aufbau, troubleshooting und erste Tests gelingen würde.
Der Zeitansatz war dabei klar umrissen: jeden Abend im Schnitt eine Stunde, dazu eine halbe Stunde in der Bahn und, zugegeben, auch so manche surf-Session während der Arbeitszeit.

Heute nun habe ich einen Funjet mit dem einen der beiden Systeme (Paparazzi) insgesamt 5 voll autonome Flüge ausführen lassen, die ersten 3 sehr früh heute Vormittag mit einfachen Flugplänen, die folgenden gegen 18.00 mit komplexeren Missionen... fehlerfrei. Ich bin ein eher rationaler Mensch - heute hatte ich euphorische Momente.

Auf dem Weg dorthin gab es selbstverständlich ernüchternde Phasen.
Mittlerweile kenne ich Paparazzi schon recht gut und bin von der Tiefe noch oft genug überrascht.
Speziell ArduPilot bereitet eine Reihe von bisher ungelösten Problemen und flog demzufolge nicht - noch nicht. Insgesamt ist es das bei weitem schwächere, simplere System, das ist z.T. der universellen Einsetzbarkeit geschuldet. Daher kann ich den vorhergehenden Ausführungen zu Arduino basierten Autopiloten nur bedingt zustimmen. Aber ich bin mit dem Thema auch noch nicht durch.

Die Telemetrie ist leider zu einem zeitraubenden Hauptthema geworden
> als funkstrecke ermöglichen XBEEs 40km aktionsradius
... sagt der Hersteller.
ja, zu diesem und anderen... erstmal selbst ausprobieren. Meine Digi Pro868 schaffen das vielleicht auch, unbewegt, mit gerichteter Antenne, mit minimaler Datenrate. Bisher sind max. 10km drin, trotz Abstimmung mit Stehwellenmeßgerät im Feld.


Grüße
Roland

eurotour1
15.06.2009, 13:40
hallo roland,
gratulation zu deinen gelungenen flügen.

darf man fragen inwieweit du elektronisch - IT mäßig vorbelastet bist, oder welche voraussetzungen du für einen erfolgreichen paparazzi einstieg empfehlen würdest ?
lg
andreas

Roland_H
15.06.2009, 22:02
vielen Dank.

> ...inwieweit du elektronisch - IT mäßig vorbelastet bist, oder welche voraussetzungen du für einen erfolgreichen paparazzi einstieg empfehlen würdest ?

ausgeprägt
da passte fast alles, ich war Entwickler in Nachrichten- und HF-Technik (zufällig auch ARMx MCUs wie in Paparazzi), habe ein eigenes Labor mit allerlei Meßtechnik, benutze zum Entwickeln schon immer ausschließlich Linux (Debian/Ubuntu), ein passender Funjet lag in der Ecke, etc etc.
und was mir fehlt, finde ich in der Firma oder wird bestellt. Ist ja so einfach heutzutage, alles COTS.

Übrigens ist nichts verwerflich daran, einen "ARF-Autopiloten" zu erwerben...


Eine Empfehlung für den Einsteiger ist schwierig... und abschreckend. Du brauchst idealerweise:
- Modellflugerfahrung, beim Bauen und Fliegen
- Elektronikgrundlagen
- eine kleine Werkstatt
- Ubuntu-Linux, fortgeschrittenen Umgang und eine gewisse Sicherheit mit dem System
- handwerkliche Fähigkeiten
- Durchhaltevermögen
- Zeit

dazu finanzielle Mittel. Mit dem Kauf des Paparazzi/Ardu ist es -bei weitem- nicht getan, da kommt einiges zusammen.



> Darum verstehe ich auch Roland nicht so recht, der nach dem Stand der Technik fragt,
> aber gleichzeitig vor dem Experimentieren zurückschreckt.
nun, ich bin ganz sicher einer, der keinen Grund hatte, abgeschreckt zu sein... habe eben nur begrenzt Zeit und wenig Lust, diese mit Frickeln (negatives Basteln) zu verschwenden.

> Roland, wozu würdest Du ein solches System einsetzen wollen?
selbstverständlich zum Spielen ( = lernen, weiterbilden, erfinden...)
Der kommerzielle Einsatz liegt aber sehr nahe, ich habe jetzt schon realistische Anwendungen.

Zum Thema Brauchbarkeit des ArduPilot bleibe ich momentan bei meiner Einschätzung, die sich weiter bestätigt hat. Trotzdem werde ich ihn auch zum Fliegen bringen.
Ist doch Ehrensache für vdi Mitglieder...


Noch ein paar Infos: die Firma, die ich seinerzeit beim Testen auf der Wiese sah, setzt KEINEN Paparazzi ein, sondern ein kommerzielles US Produkt.

Wie gehts weiter?
kurzfristig Einbau einer Kamera mit Videobild auf dem Netbook (oder irgendwann so eine Brille für FPV),
später Sensor für Höhenmessung (Baro), Pitot-tube für Geschwindigkeitsmessung...




Roland

Gast_25315
16.06.2009, 11:37
Hallo Roland,

das Thema hat ja eine erstaunlich positive Wendung bekommen. Dein Bericht fasziniert mich. Es ist nicht selbstverständlich, das Paparazzi-System in so kurzer Zeit "zum Fliegen" zu bringen. Meines Erachtens hat das auch nichts mit "ARF-Autopilot" zu tun. In diese Schublade fallen bei mir eher Produkte wie z.B. die von micropilot.com. Das was Du angefangen hast, wird Dir noch für einige Zeit Beschäftigung und Anregung zur Weiterentwicklung geben. Man muss nicht auf dem weissen Blatt Papier anfangen, aber auch nicht alles mundfertig einkaufen. So war das gemeint.

Wäre schön, in Zukunft von Deinen Fortschritten und Erfahrungen mit zusätzlichen Komponenten (Sensoren, Kamera, Funkstrecke) zu lesen. Und bitte immer schön vorsichtig sein. Gerüchte sagen, das Hobby des autonomen Modellflugs sei in Gefahr...

Gruß, Achim.

wurpfel
20.06.2009, 10:56
hi Roland

gratulation zu deinem erfolg!



ich habe gerade ein ARMboard mit Arduino-formfaktor gefunden.. perfekt um mit meinen shields in richtung paparazzi schnuppern. ne IMU6 mit XBEEsockel ist auch zu mir unterwegs.



vom XBEE868 gibt es mehrere varianten.. prüfe zudem deine stromversorgung, 500mA@3V3 sollten wirklich "sauber" dastehen.


ich drehe bei 30% RSSI um, das ist etwa halbe maximalreichweite. mein moorhuhn ist dann gut 10km vom sender weg.
versuche mal livetracken mit einem GSMmodul. ich nutze einen LPC2148 und ein TELIT GM862 mit integriertem GPS.
http://www.livetrack24.com/index.php

wer ein GPRS oder internet-everywere-abo hat kann die GPSdaten auch von seinem laptop auf den livetrackserver stellen.


mit dem ardupilot 1.0 system bin ich nicht unzufrieden. welche probleme sind bei dir aufgetaucht?

Andi_PDA
21.06.2009, 17:43
Hallo,

schön, daß sich der Thread wieder den wichtigen Dingen und der Technik widmet.

Roland, welche Hardwareversion des Paparazzi hast Du aufgebaut. Ich nehme mal an, Du hast diese von ppzuav.com bezogen? Ich neme mal an, da Du ARF geschrieben hast, ist es die 1.3 Version?!
Was ist genau das "Problem" mit der Arduino-Version, preislich ist sie ja ziemlich attraktiv.

Viele Grüße
Andreas

Trockenschwimmer
29.06.2009, 11:10
Hi Roland,

Gratuliere zu Deinem Erfolg!

Ich moechte mich der Frage von Andreas anschliessen. Welche Probleme bzw. Zweifel an der Brauchbarkeit hast Du mit dem Arduino?

Vor geraumer Zeit habe ich aus Interesse den FMA Copilot erworben. Das Ding stabilisiert mein Eigenbaudelta um Nick und Roll weit besser als ich das erwartet haette. Die Idee, dieses fix-fertig Stabilisierungssystem, so wie es ist, zu verwenden und die Autopilotenfunktionalitaet ueber Seitenruder und Gas zu realisieren (Arduino 1.0) erscheint mir einfach und aussichtsreich. Wo ist der Haken?

Bzgl XBee868 pro ist Vorsicht geboten. Erlaubt sind beim senden 10% Duty-Cycle. Durchgerechnet ueber eine Stunde! Ich habe bei meinen Experimenten ziemlich bloed geschaut als nach ca 10 min ploetzlich nichts mehr ging. Waere interssant vom einen oder anderen hier konkret zu erfahren wie er die 10% Duty-Cycle Beschraenkung umgangen hat. Mit der Beschraenkung komme ich nur auf 2,4 kbps.

Gruss
Roland

Roland_H
29.06.2009, 22:22
sorry, liebe Leute,

es war nicht meine Absicht, einen thread über spezifische Probleme mit dem einen oder anderen System zu eröffnen. Über beide ist auf den einschlägigen Seiten, in den Foren und in rcgroups tonnenweise geschrieben worden...
Außerdem fehlt mir dafür die Zeit.

Was mich wirklich voranbringen würde: ein Forum, wo man Fragen zu Antennen, Empfangseigenschaften, Abstimmung von Antennen, zu Transceivern wie XBee allgemein, stellen kann... und Antworten bekommt. Bei den Funkamateuren ist man da aber eher falsch.


Noch ein paar Einzelheiten:
ja, ich habe auch bei ppzuav gekauft, aber nur ein TWOG. Die beiden Tiny 1.1 (was ist 1.3 ?) stammen aus anderen Quellen. Das alte 4-layer board schien mir aus verschiedenen Gründen geeigneter, auch wenn man sich ein paar andere Nachteile einhandelt.

Die FMA Komponenten verwende ich ebenfalls, allerdings nur die IR-Sensoren.

XBee Pro868
Das Problem mit dem "10% duty cycle" ist gar keins: es ist in Europa ganz einfach illegal lt. ETSI, einen Kanal in 868Mhz mit Daten zu fluten, deshalb eine zulässige Taktrate von 10% der Kanalkapazität. Ein XBee868 sollte nach bereits 1/10h = 6min das Senden (nicht das Empfangen) einstellen, also Pakete verwerfen, wenn die zulässige Datenrate im Mittel überschritten wird. Einzige Möglichkeit: Nutzdaten reduzieren, eine effiziente Übertragung der Nutzdaten einstellen, retries und drops weitestgehend eliminieren. Bei Paparazzi funktioniert das, allerdings mit einigen Modifikationen.
Ob man das Register, das mit "dc" gelesen wird, auf irgendeine Art schreiben kann, wäre interessant zu erfahren...

viel zu tun


Roland

Eckart Müller
30.06.2009, 07:15
...ein Forum, wo man Fragen zu Antennen, Empfangseigenschaften, Abstimmung von Antennen, zu Transceivern wie XBee allgemein, stellen kann... und Antworten bekommt.

Dann frag' doch mal! Es kann doch sein, dass sich hier jemand findet, der was zum Thema sagen kann. Kann doch eigentlich nichts passieren. ;) Im schlimmsten Fall gibt's keine Antwort. Dann hast Du es aber wenigstens mal versucht.