PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Segler gesucht



Meyerflyer
04.02.2009, 13:31
Hallo,

ich wollte mir eventuell im frühling einen Segler kaufen, da die Segler und Schleppmodelle immer mehr werden bei mir im Verein.
Vorraussetzungen:
-im Bereich um 3m (ca. 280-320cm)
-max. 200Euro, da ich Schüler bin.
-Ein Segler mit Vorbild (z.B.: Pilatus B4)
-Kunstflugtauglich

Also es muss kein Scale Segler sein, und Voll GFK auch nicht, einfach ein schöner Segler der in der Thermik genausogut geht wie im leichten Kunstflug.
Gibt es so einen Segler überhaupt??

Was haltet ihr von der B4 von Beineke mit 3m Spannweite? Die kostet ja nur 195 Euro. Top oder Flop??

Vielen Dank schonmal im Vorraus. Würde micch freuen wenn ihr mal ein paar Empfehlungen aussprechen könntet.:)

Fairlight
04.02.2009, 15:07
Hallo,

ich hatte mal die 3-Meter B4 von Beineke. Damals war das Modell mit einem Eppler 205 profiliert. Das entspricht Deinen Anforderungen. Leichter Kunstflug ist möglich (Rolle, Looping, Turn), im Rückenflug ist jedoch relativ schnell die Fahrt raus.

Das Modell fliegt mit dem Profil äußerst gutmütig, was auch durch die Flächengeometrie der B4 noch begünstigt wird. Es war ein wenig nacharbeit erforderlich, denn die Vorgefertigte Steckung hat leider nicht gepasst. Die Flächen waren zueinander verdreht. Dadurch hatte das Modell logischerweise auf beiden Seiten unterschiedliche Einstellwinkel.

Wenn Du ein wenig Erfahrung beim Bauen hast, ist der Mangel aber schnell behoben und bremst die Fertigstellung des Modells nur geringfügig aus (Mehraufwand ca. 30 - 45 Minuten).

Die Beineke B4 hat auch eine sehr schöne, voluminöse Rumpfform, die leider nicht bei allen, von anderen Herstellern angebotenen Modellen so gut getroffen ist. Das Modell ist also auch optisch ein guter Fang!

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich das Modell auch schon vor ca. 15 Jahren gebaut habe. In der Zwischenzeit wurde der Baukasten vielleicht auch überarbeitet und der Fehler an der Steckung ausgebessert.

Mir war das Modell dann nach ein paar Jahren doch zu langweilig und ich habe es meinem Bruder geschenkt, der den Vogel übrigens noch immer besitzt.

Nach einer Kollision in der Luft mit einem anderen Modell war die B4 so stark beschädigt, das die Fläche komplett überarbeitet werden musste. Diese wurde dann nach der Reparatur mit Papier bespannt und lackiert. Durch die höhere Flächenbelastung läuft das Modell jetzt deutlich besser und hat dennoch kaum etwas von seiner Gutmütigkeit verloren.

Wenn Du ein wenig Spaß am bauen hast, ist die B4 auf jeden Fall empfehlenswert!

Gruß

Sven

Meyerflyer
04.02.2009, 15:29
Hi Sven, vielen vielen Dank für die Information:)
Das bringt mir sehr viel! Also dann weis ich schonmal über dieses Modell bescheid.

Bin mal gespannt ob noch jemand vielleicht ein anderes Modell empfehlen kann??

Gruß

Adrenalin
04.02.2009, 15:43
Hallo,
das ist ja lustig. Unter 200.- Euro mit ca. 3m Spannweite wird meisst der Herr Beineke ausgegraben.

Spass beiseite. Beineke´s ASW 24 mit 3,1m Spannweite passt auch ganz gut in Deine Anforderungen. Ich hab das Modell als E-Segler und bin mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis vollauf zufrieden.

Ein paar Abstriche musst Du allerdings machen: Die Flächen biegen sich bei Belastung ziemlich durch, d.h., richtig heftig "rumlassen" kann man die Kiste nicht. Für Looping, Rolle und Turn reicht´s aber. Die Störklappen werden von einem zentralen Servo angelenkt, was für viele Menschen als Nachteil angesehen wird. Für dieses Modell ist es jedoch ein Vorteil, weil die ohnehin schon etwas weichen Flächen nicht noch durch zusätzliche Löcher für das Störklappenservo geschwächt werden.
Die Störklappen selber sind aus Kunststoff. Man kann die aber zusätzlich ca. 1,5mm tiefer in die Flügel einlassen, mit einem 1,5mm dickem Balsarahmen wieder die Bündigkeit zur Beplankung herstellen und dann auf die Oberseite der Klappe das übliche 1,5mm Holzplättchen draufkleben, welches sich dann bebügeln lässt. Auf diese Art und Weise sieht man nur im ausgefahrenen Zustand, dass das Kunststoffklappen sind. Ich hab das bei meiner so gemacht, sieht gut aus und funktioniert hervorragend. Die Klappen wirken übrigens sehr gut.

Das Modell ist sehr robust, der Rumpf extrem geräumig. Die Keule vorne ist fast schon zu dick für einen 3,1m Segler, was das Modell grösser erscheinen lässt, als es tatsächlich ist.

Die V-Form könnte für´s Thermikkreisen etwas grösser sein, ist aber gerade noch so tolerierbar.

Alles in allem, wie schon gesagt, "Preis-Wert". Highend-Produkte kosten ein vielfaches, so ist das eben.
Ich flieg gerne damit.

Ein bisschen bauen musst Du halt. Siehe mein B4 Vorredner. Die Steckung ist nur in den Flächen fertig, Messingrohr im Rumpf und Torsionsstifte sind selbst zu basteln, ist aber kein Problem. (Je nach Erfahrung halt)

Gruss Adrenalin

Meyerflyer
04.02.2009, 17:09
Ok. Vielen Dank für die Antwort.

Eine Frage an Sven: Wie sehr kann man die B4 belasten? Biegen sich die Tragflächen auch so stark durch wie bei Adrenalin??

chris64
04.02.2009, 18:20
Servus,
bei Staufenbiel gibts auch ne 3 Meter B4,ein Kollege hatte sie,flog echt super.

Gruss,Chris

Meyerflyer
04.02.2009, 18:25
Danke, aber bei dieser ist mir der Preis etwas zu hoch...:(

Fairlight
04.02.2009, 19:06
Hallo,

der B4 sind natürlich fliegerisch Grenzen gesetzt. Aber eben hauptsächlich durch das Profil.

Das Modell ist doch schon recht stabil gebaut. Natürlich ist im Verhältnis die Flächentiefe bzw. der Flächeninhalt auch größer als bei einer ASW 24 mit der gleichen Spannweite. Dadurch wird das ganze auch bei einfacher Bauweise stabiler.

Mein Bruder quält die Kiste schon ganz schön extrem an der Hangkante entlang und ich hab mir schon öfter gedacht "das war´s jetzt". Aber die Flächen halten! Auch mit dem ehemaligen Folienfinish war die Stabilität ok. Die Flächen bogen sich beim Anstechen mit anschließendem Looping oder Turn leicht durch. Aber das ist bei einem Segler normal und wie Du schon richtig bemerkt hast: Wenn Du eine Carbon D-Box Variante haben möchtest, ist das natürlich auch eine andere Preisregion.

Ich bleibe bei meiner Meinung: Zum Schleppen und zum normalen Fliegen mit leichten Kunstflug Einlagen ist das ein super Modell zum kleinen Preis.

Alternativ kannst Du hier: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=98906&page=4&highlight=salto

ein paar Informationen über einen Salto in ähnlicher Größe finden. Von meinem Modell finden sich auf den letzen beiden Seiten des Threads auch ein paar Fotos und zwei Flugvideos von dem Modell.

Alles in allem kommst Du damit sogar günstiger weg, denn der Salto ist bereits fertig gebügelt. Allerdings muss auch in diesem Fall ein wenig Nacharbeit in den Bausatz investiert werden. Ich denke jedoch, das die B4 für Deinen Einsatszweck besser geeignet wäre, denn der Salto hat nur eine Vollbeplankte Rippenfläche und ist dadurch auch nicht so stabil. Fliegerisch ist er allerdings im Kunstflug schon ne Nummer besser.

Gruß

Sven

Meyerflyer
04.02.2009, 20:25
Dank dir!:)
Ehrlich gesagt wusste ich noch gar nicht, dass die B4 nicht bespannt ist!:D
Wär ja auch zu leicht gewesen....:rolleyes:

kallefly
04.02.2009, 20:55
Hallo Julian,

natürlich sind die einfachen Beinecke-Modelle nicht bespannt, ähnlich übrigens
wie die Flieger von Rippin. Qualitativ weisen die Rippin-Flieger vielleicht noch ein bischen
mehr Festigkeit vor, das ist aber ganz subjektiv.

Vorteil bei den Beinecke-Fliegern ist halt, daß Du noch sehr viel Eigeninitiative
ergreifen kannst, aber Arbeit steckt da noch ne ganze Menge drin, irgendwo
muß der günstige Preis ja herkommen.

Die kleine B4 wird Dir gefallen, ich hab letztes Jahr die größere Schwester gebaut
( 3,75 m ) und nun 1 Saison geflogen. Tolle Thermikleistung und für einfachen Kunstflug gut geeignet.
Tip: um Gottes Willen keine zentrale Anlenkung der Störklappen, das ist letztes
Jahrtausend. Wenn Du da Hilfe brauchst, sprich mich an.
Die Flächenverbindung ( elektr.) über sub-D-Stecker und mechanisch mittels
Multilocks. Wenn Du nicht weißt, was das ist, kann ich dir gern mal ein paar Fotos einstellen.

Gruß

Meyerflyer
04.02.2009, 21:00
Hi Kalle,

danke für das nette Angebot, hört sich auch echt gut an was ich bis jetzt von dem Flieger gehört habe.:)
Ich denke wenn ich noch en bissl spare wirds der werden.:cool:

Bilder sind immer gut, nur her damit.

Frage noch: Zum Bespannen wird ja wohl Oracover am besten geeignet sein. Reicht eine Rolle aus? Und wo kann man diese bestellen??

kallefly
04.02.2009, 21:11
Ja, Oracover solltest Du nehmen. Für einen 3m-Flieger sollten 4,0 m reichen,
für beide Flächen oben und unten, Seitenruder und Höhenleitwerk. Wenn Du
zweifarbig bespannen willst, dann halt je 2m. Ich streiche die Flächen und
Leitwerke vor dem Bespannen immer mit Parkettlack ( baumarkt ). Gibt hohe
Oberflächenfestigkeit und garantiert keine Blasen.
Ich schick Dir morgen ein paar Fotos.

Gruß

Meyerflyer
04.02.2009, 21:14
Das wäre echt nett.:)

Ähm, wie viel Meter sind denn auf einer Rolle drauf?

roty67
04.02.2009, 21:47
Hallo,
bei Beineke gibt es mittlerweile auch schon bespannte Modelle
gruß Thomas

Meyerflyer
04.02.2009, 22:11
Hi,

bist du dir sicher? Ich habe jetzt nur Rohbaufertigmodelle gefunden...:confused:

Wo kann man denn Oracover kaufen?

roty67
04.02.2009, 22:30
Hi ,gibt es anscheinend nur bei manchen AsW/H Modellen,hatte gedacht das wäre bei allen möglich.

Fairlight
04.02.2009, 22:32
Oracover Folie kannst Du bei fast jedem Modellbauhändler kaufen.

Für ne B4 empfhiehlt sich ja ein dreifarbiges Design mit den klassischen Kunstflugstreifen. Mit zwei Metern Weiss und je einem Meter Rot und Blau solltest Du hinkommen, wenn Du Dir Schablonen für die Streifen anfertigst und nicht Folie auf Folie bügelst. Außerdem sieht das auch besser aus, als einfach die Steifen auf die andere Folie aufzubügeln.

Wenn Du ein ein oder zweifarbiges Design haben möchtest, reichen sogar drei Meter Folie für das Modell.

So wie es sich anhört, hast Du ja noch nicht gebügelt. Lass Dir das wenn möglich von einem Modellfliegerkollegen aus Deinem Verein zeigen. Ganz wichtig: Vorher die Fläche mittels eines großen Schleifklotz mit einem sauberen Feinschliff versehen!

Gruß

Sven

Fairlight
04.02.2009, 22:45
Ich habe auch gerade mal ein paar alte Bilder als Designvorlage rausgesucht.


Hier der Beineke Pilatus. Schon im Besitz von meinem Bruder. Das Bild ist ca. 8 Jahre alt. Auffällig ist das große Höhenleitwerk. War damals so aber original im Baukasten:

http://www.modellbauinsel.com/bilder/b4-1.jpg


Hier im Flug: Schöner Rumpf, schönes Flugbild. Auf diesem Bild bereits mit lackierter Fläche. Deshalb sind die Streifen anders.

http://www.modellbauinsel.com/bilder/b4-2.jpg

...und dann nochmal ein weiterer B4 von mir. Diesmal mit Eigenbau Flächen mit Ritz1. Das Modell ging bei guten Bedingungen wie Sau. ;) Den Hersteller des Rumpfs weiss ich nicht mehr genau. Rippin, Rödel? Irgendwas mit R... Das Modell wurde aufgrund von akutem Platzmangel verkauft. Vielleicht fliegt es hier im Forum ja noch irgendwo.

http://www.modellbauinsel.com/bilder/b4-3.jpg

Gruß

Sven

Adrenalin
05.02.2009, 10:12
Tip: um Gottes Willen keine zentrale Anlenkung der Störklappen, das ist letztes
Jahrtausend.


Aha. Was müssen denn die Störklappen machen? Richtig, ein-und ausfahren.
Und zwar immer schön gleichmässig. Da muss nichts differenziert werden o.ä. und auch sonst sind keinerlei Spirenzchen gefordert, die ausschliesslich 2 Servos erledigen könnten.

Wenn also der Rumpf dick genug ist, kann ich 1 zentrales Servo direkt hinter der Haube platzieren, wo ich ganz locker die 2 Anlenkungen der Störklappen einhängen kann. (Klappt bei der Beineke ASW24 sehr gut)

Ich spare mir 1 Servo (bedenke, der Threadersteller ist Schüler, da zählt jeder Euro), ich habe nicht nochmal 2 lange Kabel und ich schwäche die Flügel nicht zusätzlich mit den Störklappenservoausschnitten.


Die zentrale Anlenkung ist zwar heutzutage keine gängige Praxis mehr, aber sooooooooo aus dem letzten Jahrtausend ist das auch nicht.

Gruss Adrenalin

Fairlight
05.02.2009, 10:17
Bei den Störklappen sehe ich auch keinen Nachteil durch die zentrale Anlenkung.

Außerdem verriegeln die Klappen ja auch. Selbst durch die Tolleranz der Züge und das Servospiel können diese also nicht unkontrolliert ausfahren. Im B4 Rumpf ist auch genügend Platz für diese Einbauvariante und man kann die Gabelköpfe auch ohne Werkzeug problemlos einhängen.

kallefly
05.02.2009, 11:57
@ sven: mit 3 m Folie geht das bei einem 3-Meter Flieger ganz sicher nicht,
schließlich gibt es da auch noch Seitenruder und Höhenleitwerk.
zur Info: die Oracover Folie iegt 60 cm breit.

@ Adrenalin: eine Aussparung für ein Störklappenservo kurz hinter der Wurzel-
rippe schwächt keineswegs die stabilität der Fläche, die relevanten Belastungen
gehen in andere Richtung.
Bei zentraler Anlenkung ist das bekannte Problem der exakt parallelen Klappenführung
nicht in den Griff zu bekommen. Viel kritischer aber ist gerade für den Anfänger,
daß bei einer schlechteren Landung und eingehängten Gabelköpfen der Zentral-
anlenkung, die Flächen sich abziehen und die Kulissen der Störklappen zerreißen können.

Ich weiß, daß es noch häufig so gemacht wird, um ein Servo einzusparen.
Aber das ist "sparen" am falschen Ende. Wer schon einmal Störklappen hat
wechseln müssen, der weiß wovon ich rede - die Kulissen gibt es nämlich nicht als Ersatzteil.
Sei's drum, ich möchte hier ja schließlich nur Empfehlungen weitergeben,
jeder soll es so machen, wie er will. Außerdem entfällt das fummelige Ein -
und Aushängen, vorausgesetzt die elktronische Verbindung wurde über
entsprechende Stecker hergestellt.

Gruß

kallefly
05.02.2009, 12:01
@ Julian: ich stelle nachher ein paar Fotos zu diesen Details ein.

Gruß

Adrenalin
05.02.2009, 12:01
@ Adrenalin: eine Aussparung für ein Störklappenservo kurz hinter der Wurzel-
rippe

Gruß

Wenn sie da nur immer wäre.................gebe ich Dir mit allem, was Du geschrieben hast, recht.:D:D:D

Gruss Adrenalin

MarkusN
05.02.2009, 12:03
@ Adrenalin: eine Aussparung für ein Störklappenservo kurz hinter der Wurzel-
rippe schwächt keineswegs die stabilität der Fläche, die relevanten Belastungen
gehen in andere Richtung.
Huh? Ein grosses Loch in der Beplankung (und damit einer allfälligen Gewebeverstärkung) nahe an der Stelle des grössten Biegemoments? In einer Sandwichfläche, die als nicht eben fest ausgelegt, also vermutlich ohne Holm, beschrieben wurde?
Mutige Aussage!

Bezüglich Ausreissen stimme ich zu. Bei den kleinen Kräften auf die Störklappe kann man das aber mit federbelasteten Gabelköpfen auf Kugel lösen.

Ecki40
05.02.2009, 12:12
Hallo zusammen,

also das mit der zentralen Ansteuerung der Störklappen wird funktionieren, hier könnte ein billiges HS311 sein Dienst tun. Bei Beineke ist der Draht ja schon eingezogen, also wenn man sich die Arbeit eines Servoschachts fräsen sparen will, ist dies doch ok. Was macht denn die Störklappe: raus-rein-verriegeln.
Bezüglich Servos: für die B4 brauchst Du in Deinem Fall 7 Servos, wenn Du die Störklappen einzeln ansteuerst. Ich würde überall die HS81 einbauen, das reicht für die Kiste, oder z.B. die MC1000MG (http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=50792%3Flanguage%3D5&language=de), die recht günstig und robust sind.
Ich habe einen Asterix vom Beineke, da werkeln auf allen Rudern HS81. Ausser am Höhenruder, da ist ein Graupner C261 drin, da im Seitenleitwerk nur ein 10mm Servo Platz hat. Bis jetzt hat noch keines versagt und der Asterix muss viel "leiden"

Gruss vom Bodensee, Ecki

kallefly
05.02.2009, 16:46
Ein Loch in der Beplankung für das Störklappen-Servo ist völlig belanglos,
was die Festigkeit betrifft. Das macht unsere Hangflugtruppe trotz hartem
Einsatz seit mehr als 10 Jahren so - Praxiserfahrung ist unbezahlbar :) :)

Hier nun die Fotos:

Bild 1 : Rumpfseitiger Flächenanschluß mit Sub-D-Stecker und Multilock
Bild 2 : Wurzelrippe mit Elektr. und mechan. Gegenstück sowie "Loch "
in der Beplankung.

Bild 3 : Seilzuganlenkung des Seitenruders
Bild 4 : Blick unter den Flieger
Bild 5: Sicht von oben auf die B4

@ Julian:

Ich empfehle Dir wärmstens das Servo fürs Höhenruder hinten in die
Seitenleitwerksflosse einzusetzen. Das gibt eine kurze, spielfreie Anlenkung.
Desweiteren mach Dir bitte die Mühe mit Stecker und Multilock.
Ist zwar aufwändiger, aber nur einmalig. Erspart beim Zusammenbau die
ständige Fummelei mit Kabeln, Steckern, Federn oder sonstigem Gedöns.

Gruß

MarkusN
05.02.2009, 16:54
Praxiserfahrung ist unbezahlbar :) :)
Und manchmal teuer :P

Meyerflyer
05.02.2009, 17:19
@kallefly:

Vielen Dank für die Bilder, ein echt schickes Teil!:eek:
Mittlerweile stehen die Beineke B4 und eine B4 von Rippin zur Auswahl, die ich für den selben Preis wie die Beineke B4 bekommen würde, nur flugfertig! :rolleyes:

Mal sehen, kann vielleicht noch jemand zu der B4 von Rippin sagen? Ist die mit 3,2m.

Gruß

kallefly
05.02.2009, 17:49
Lieber Markus,

nu leg doch nicht schon wieder nach, ist das denn nötig?
Ich hab doch recht deutlich gesagt, daß wir diese Lösung
seit 10 Jahren praktizieren, und zwar im größeren Kreis.

Gruß

hänschen
05.02.2009, 18:37
Lieber Markus,

nu leg doch nicht schon wieder nach, ist das denn nötig?
Ich hab doch recht deutlich gesagt, daß wir diese Lösung
seit 10 Jahren praktizieren, und zwar im größeren Kreis.

Gruß

und wenn der Kalle das sagt....:confused: :rolleyes: :p ;)

MarkusN
05.02.2009, 18:45
Ich hab doch recht deutlich gesagt, daß wir diese Lösung
seit 10 Jahren praktizieren, und zwar im größeren Kreis.Sag ich ja gar nichts gegen. Aber um diese Erfahrung zu machen muss man erst mal was riskieren. Es ist in diesem Fall gut gegangen. Das muss aber nicht immer so sein.
Ich mag einfach dieses Monopolisieren der richtigen Methode der "das machen wir immer so" Fraktion nicht. Natürlich braucht es den Bewährungsbeweis in der Praxis. Eine Lösung zunächst mal durchzudenken und erst dann die als ideal erkannte auszuführen (oder auch dei zwei besten zu vergleichen) führt aber deutlich schneller zum Ziel als trial and error.

Interessefrage, da Du den Flügel ja aufgemacht hast (:P) Hat der einen Holm?

kallefly
05.02.2009, 19:38
Hi Markus,

o.k., es gibt ja meist mehrere Wege, die nach R.. führen.

Nein, dieser Flügel hat keinen richtigen Holm, sondern nur,
wie bei den "Preiswertfliegern" üblich, einen Stummel in
Steckungslänge, geklebt in ein Hartholzprofil, welches
in einer Stützrippe gelagert ist, ca 15 cm von der Wurzelrippe
nach außen verlaufend. ( ich denke mal Du kennst und verstehst das )
Ob und wieviele Lagen Glas fächerförmig unterliegen weiß ich
wirklich nicht. Hört sich alles furchtbar an, aber diese Flächen sind
halt so gebaut, egal aus welchem Stall sie kommen.

Ungeachtet dessen bereitet mir das Loch nahe Wurzelrippe am wenigsten
Sorge, Die Krafteinleitung geschieht ja über diesen Stummelholm.
Schlechter wäre es, wenn das Loch nahe der Klappe säße, dort würde
es in der Tat den Querschnitt schwächen - aber auch das sieht man bei vielen Fliegern.
Ich habe diese Einbauart wirklich schon x-fach praktiziert, es hat noch nie
Probleme gegeben - sonst würde ich das bestimmt nicht weiter empfehlen.

Übrigens: Ich habe eine Foka 4 von Vöster - 3 m SPW - bei der war diese
Aussparung schon werksseitig vorgegeben - 5 cm von der Wurzelrippe.

liebe grüße

Fairlight
06.02.2009, 14:27
Hier mal ne Alternative, die vielleicht auch interessant wäre:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=134809

Die Solution ist zwar kein Semi-Scale Segler, hat auch nur eine Spannweite von 270 cm, fliegt aber wirklich gut und ist auch sehr gut verarbeitet.

Gruß

Sven

Meyerflyer
06.02.2009, 15:28
Danke, aber das Modell hat eine abgesägte Schnauze...:cry:

Kann vielleicht noch jemand zu dem Salto vom Lenger was sagen?

http://www.lenger.de/cgi-bin/neu_web_store.pl?page=salto-h-101-2690.htm&&cart_id=1298387_18053

Fliegt den jemand? Der Preis ist ja wirklich unglaublich!

RetoF3X
06.02.2009, 15:45
Hallo Kalle

Ich muss sagen, dass Du die B4 wirklich schön gebaut hast. Ich weiss nicht wie der Beineke-Flächenaufbau heute ist, aber bei meinen Modellen (Asterix und Cliff-Hawk) war der Stummelholm etwas klein dimensioniert, aber es hat gehalten:).

Ich möchte nicht Oel ins Feuer giessen bezüglich 1 oder 2 Störklappenservos, nur meine Erfahrungen beitragen:

Als Schüler hatte ich bei vorbildgetreuen Seglern immer nur ein Standard Servo zentral für die Störklappen benutzt. Bei meinen Beineke-Modellen ging das gut, da die Klappen recht leichtgängig waren.
Natürlich setzt es etwas handwerklich Geschick vorraus, damit sie sauber ein- und ausfahren.
Die einfachste Anlenk-Lösung sah bei mir so aus: zwei M2 (oder M3) Schrauben durch den Servobel schrauben und nach vorne schauen lassen. Auf die Schrauben ein Bowdenzugrohr kleben (Länge etwa 10-15mm). Dann kann man direkt auf die Stäbchen einen Kugelkopf (ohne Kugel) drüber stülpen. Geht super einfach zum ein- und aushängen.
Ich gebe aber Kalle recht, das bei einem Crash oder harten Landung meine Lösung nicht aushängt und die Anlenkungen/Klappen beschädigen kann. Ich hatte in dieser Hinsicht wohl Glück, weil mir ist trotz intensivem Hangflug so eine Operation erspart geblieben.

viele Grüsse:
Reto

Fairlight
06.02.2009, 17:05
Hallo Julian,

ich vermute, der Salto von Lenger stammt auch von "Fly Fly". Ebenso wie der Salto von JSB bzw. Horizon Hobby. Von den Daten her entspricht er meinem Salto, den ich ja schon weiter vorne im Thread erwähnt habe.

Du musst Dir nur mal die Frage stellen:

Möchtest Du ein Modell bauen, oder möchtest Du einfach was zum fliegen haben und das möglichst schnell?

Wenn Du einfach fliegen möchtest, nimm doch die gebrauchte Rippin B4 von der Du schon mal geschrieben hast. Die unterscheidet sich von der Verarbeitung her mit Sicherheit nicht großartig von dem Beineke Modell. Das Rippin Modell hat jedoch mit dem HQ 2,5 das deutlich "sportlichere" Profil. Das HQ ist deutlich schneller unterwegs und im Kunstflug auch wesentlich besser.

Gruß

Sven

Meyerflyer
06.02.2009, 17:12
Ich möchte ein Modell, dass mit möglichst niedrigem finanziellen und baulichen Aufwand gute Flugeigenschaften aufweist. :)

Die Rippin B4 ist sehr schön, und wahrscheinlich das beste hier erwähnte Modell, aber mit 230 Euro (incl Versand) für einen Schüler halt auch wieder sehr teuer.:rolleyes:

Für den Salto müsste ich auch nicht solange sparen, und ich will mir ab und zu halt auch mal was anderes wie teure Flieger kaufen.;)

Also: Kann jemand einfach kurz was zu den Flugeigenschaften des Saltos sagen?
Ich will damit nicht 100m senkrecht runter und reissen, aber einen Looping und eine Rolle sollte er schon aushalten....
In der Thermik sollte er aber auch noch "anständig" steigen.

Fairlight
06.02.2009, 17:22
Schau Dir doch einfach mal mein Video an, dann weisst Du wie der Salto fliegt!

http://www.myvideo.de/watch/5615257/Salto_H_101

In der Ebene macht das Modell aber auch eine gute Figur.

Hast Du nicht gesagt, das Du einen fertig gebauten Rippin Pilatus bekommen kannst? Ist das der für 230 Euro incl. Versand? Wenn ja, musst Du auch daran denken, das Du eienen neuen Beineke Pilatus für das Geld niemals fertigstellen kannst! Du brauchst Servos, eventuell Kabel, Kleber, Folie, Kleinteile, Akkus usw. von daher ist 230 Euro für ein fertig gebautes Modell ein super Preis (natürlich je nach Zustand des Modells...)

In den Salto musst Du auch noch mindestens ca. 65 Euro für die Fertigstellung investieren. Man kann natürlich auch Servos für 5 Euro bei Eb** kaufen, aber damit hast Du echt keine Freude. Für so ein relativ einfaches Modell reichen aber qualitativ "normale" Servos aus.

Ein wenig nacharbeiten musst Du bei dem Salto aber auch. Siehe mein Bericht, bzw. der Artikel in der aktuellen Aufwind.

Gruß

Sven

PS: Bei der Solution könntest Du einfach einen Spinner auf die Rumpfspitze setzen und dann als Segler fliegen.

Meyerflyer
06.02.2009, 17:57
Servos wären für den Salto vorhanden, vorrausgesetzt da passen größere rein...?? Wie ist das, Sven?

Das wäre es nämlich, dann hätte ich für 99Euro einen guten Segler, Akku, Servos, empfänger wären vorhanden...

Aber der Saltorumpf ist ja auch sehr "geräumig", nicht? :)

Vielen Dank schonmal an alle die hier gepostet haben!:)

kallefly
06.02.2009, 19:01
@ Julian:

also Looping und rolle kannst Du praktisch mit fast jedem Flieger fliegen, wenn Du es denn kannst - egal ob B4 oder Salto,
letzterer isr dafür sicher noch besser geeignet. Meine B4 hat ihre Stärke auch eindeutig im dynamischen Thermikflug,
und das übliche Geturne macht sie selbstverständlich auch mit.

@ Reto:

Früher war die zentrale Anlenkung üblich, weil die Servos fast unerschwinglich
teuer waren - da hat man z.B. auch die QR zentral angelenkt. Noch davor
wurden selbst die Servos von Flieger zu Flieger gewechselt, man hatte ja nur 2.

Aber das ist doch alles lange vorbei, und wenn man heute einen schicken Flieger
baut, sollte er doch auch zeitgemäß ausgerüstet sein - wir trommeln doch auch nicht mehr
und geben keine Rauchzeichen - wir telefonieren! :) :)


liebe Grüße

Fairlight
07.02.2009, 10:05
@Julian:

in den Salto bekommst Du wenn´s sein muss sogar Standardservos in die Flächen. Ich habe Microservos mit Metallgetriebe verbaut, musste diese aber deutlich unterlegen um die Ruderhörner über die Beplankung zu bekommen. Ein Graupner C577 würde da zum Beispiel auch reinpassen.

Im Rumpf ist eigentlich auch der Einbau von Standardservos vorgesehen. Wenn Du die original verbauten Bowdenzugrohre entfernst, neue, stabile Rohre einziehst und das V-Leitwerk über 1,5mm Stahlseil anlenkst, funktioniert das auch mit Standardservos.

So bekommst Du ein gutes Modell für wenig Geld. Allerdings darfst Du ein Modell dieser Preisklasse nicht mit z.B. eine Mini Alpina oder ähnlichem vergleichen. Der Salto ist für´s normale Fliegen ok, extreme Aktionen steckt er aber garantiert nicht weg. Windenstart mit "schnalzen" wäre garantiert das Ende des Modells. Beim Schleppen sollte eigentlich nicht viel passieren. Am Anfang würde ich Dir raten, bei stark durchhängendem Seil lieber auszuklinken. Besser mehrere Schleppversuche unternehmen, als gleich die Fläche zu verheizen.

Gruß

Sven

PS: Ich gehe stark davon aus, das der Salto von Lenger auch von Fly Fly stammt. Dieses Modell wird von mehreren Großhändern importiert und von den meisten unter eigenem Namen verkauft.

Meyerflyer
07.02.2009, 11:28
Der Salto ist für´s normale Fliegen ok, extreme Aktionen steckt er aber garantiert nicht weg. Windenstart mit "schnalzen" wäre garantiert das Ende des Modells. Beim Schleppen sollte eigentlich nicht viel passieren. Am Anfang würde ich Dir raten, bei stark durchhängendem Seil lieber auszuklinken. Besser mehrere Schleppversuche unternehmen, als gleich die Fläche zu verheizen.


Ok. Das ist gut, dann kann ich meine Servos verwenden.
Was genau verstehst du unter "extreme Aktionen" ?
Aber ein bisschen "Fahrt aufholen" und dann nen Loop, ist drin, oder?
An die Winde würde der Salto eh nicht gehen, nur F-Schlepp.
Unsere Schlepper sind stark genug, um den Salto senkrecht hoch zu ziehen, da sollte also das Schleppseil nicht durchhängen...:D

Fairlight
07.02.2009, 18:05
Unter extreme Aktionen verstehe ich das "schnalzen lassen" aus dem Windenseil (kommt bei Dir ja eh nicht vor). Oder aus 200 Metern Höhe senkrecht anstechen und aus voller Fahrt ne gerissene Rolle einleiten, sowie ähnliche Aktionen.

Es gibt genug Modelle, die das ohne Murren wegstecken und mit denen das Spaß macht. Aber eine Vollbeplankte Rippenfläche ist dafür ungeeignet.

Anstechen und Kunstflug einleiten kannst Du mit jedem Modell. Du siehst ja auf meinem Video, was der Salto ohne Probleme mitmacht. Da war er auch noch lange nicht an der Belastungsgrenze.

Ich denke mal, Deinem Anspruch würde fast jedes Modell gerecht werden. Mein erster Segler war z.B. ein Riser 52 von SIG (zwei Achs, klassischer Holzbaukasten mit großer V-Form). Selbst mit dem Modell konnte ich am Hang (Fass)Rolle, Looping, Rückenflug und Turn fliegen. Es gibt eigentlich kein Modell, das damit schon überlastet ist.

Greife bei dem Salto für 99 Euro einfach mal zu. Wenn Du Fragen zum Bau hast, helfe ich Dir gerne weiter.

Gruß

Sven