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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbstbau Innenläufer aus der Brushless Fibel



MiGli
16.08.2003, 09:21
Hallo,
letzte Woche hat die Post endlich die Brushless Fibel gebracht. Super Informativ und gut geschrieben! Großes Lob!
Den darin beschriebenen 6 poligen Innenläufer würde ich ganz gerne bauen.
Gedacht hatte ich Ihn für einen EPP-Jet (http://www.epp-jets.de/piloten/micha) ...
Hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=000445) wird der Motor in einem Projeti getestet.
Vielleicht meldet sich ja L. Retzbach selbst zu Wort.

Hat den Motor schon jemand gebaut?
Wieviel Ampere fließen bei 8 Zellen/6" APC?
Welcher Wirkungsgrad ist erreichbar?
Gibt es schon Erfahrungen mit anderen Windungszahlen/Drahtstärken?
Tipps für den Bau?

Ich habe "nur" einen 18A Hacker Regler. Hoffe der reicht in der org. Konfiguration.
Danke schon mal für Eure zahlreichen Posts...

Grüße,
Micha

ron van sommeren
17.08.2003, 02:29
Ein 12-Pol selstbau Innenlaufer, viel Bilder:
http://www.cenara.com/users/ce00359/LRK220.htm

http://www.cenara.com/users/ce00359/TN_P1290017.JPG

haschenk
17.08.2003, 13:27
Hi Micha,

mit Daten kann ich nicht dienen, der Motor spielt in einer andern Liga als meinen Interessen entspricht. Aber ich habe den Prototyp in einem Projeti schon fliegen sehen. "Geht" sehr gut.

Ich würde das Teil erstmal so bauen wie in der BL-Fibel beschrieben, und erst nach eigener Erfahrung damit gfls. ändern.

Gruß,
Helmut

indoor2003
18.08.2003, 14:36
hallo
wo kann man die brushlessfibel denn kaufen ???
mfg klaus

Claus Eckert
18.08.2003, 16:26
Tja,

dann ist wohl doch an dem Gerücht etwas dran, dass es bald den ersten Selbstbauinnenläufermotor für E-Impeller geben wird. Aufgeschnappt habe ich das bei unserem E-Treffen in Traunreut. Geglaubt aber noch nicht so recht. Mal sehen wer hier die Nase vorn haben wird.

@Klaus

auf alle Fälle hier (http://www.dmfv.de/de/shop/buecher/d6.html)

[ 18. August 2003, 16:30: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Christian Lucas
18.08.2003, 21:58
Hi Motorfans,
mit dem Innenläufer sind je nach verwendeten Eisendraht(0,5 od.0,35mm d) für den Rückschluß Wirkungsgrade um die 85% drin.Wer mit der Polpaarzahl runtergeht auf 4 oder 2 Pol(dafür braucht es aber einen durchmagnetisierten Rotor zb.von Lehner als Ersatzteil)kann auch eta´s von 90% und mehr erreichen.
Bei der Konzeption hat man alle möglichen Freiheitsgrade so kann die stärke des Rückschlußeisens sehr stark variieren(dicker Rückschluß für maximales Drehmoment weniger für hohe Drehzahlen mit geringeren Eisenverlusten).Es kann sich auch als durchaus Sinnvoll ergeben gar keinen Rückschluß(keine Eisenverluste)zu fertigen und zum ausgleich den Rotor größer zu machen.Wer mag kann auch Pulvereisenwerkstoffe oder Ferrit für den Rückschluß verwenden.Ferrit wäre durchaus möglich für höchste Drehzahlen und geringe Verluste auch im dauergetakteten Betrieb.Die Spulen solten dafür aber möglichst nah am Rotor sitzen also mit kleinst möglichen Luftspalt.Ein Japaner(Takao Shimitzu) fliegt mit solchen reinen Luftspulen Motoren schon eine ganze weile herum.

MiGli
18.08.2003, 22:02
Hallo,
na ich werde den Motor eh erstmal Standart bauen.
Ist halt nur die Frage ob mein 18 A Steller ausreicht, oder ob der Motor eher 30 A zieht?

Muß der Rückschluß eigentlich mindestens im Bereich der Magnete gewickelt werden oder darüber hinaus?
In dem Bild auf Seite 51, geht der Rückschluß nicht mal über die Wicklungsköpfe rüber...
Ich hätte den jetzt schon so weit wie möglich über die gesamte Motorlänge gemacht.

Na 85% Wirkungsgrad ist doch mal was!
Geniale Idee Christian!
Klasse Konstruktion Ludwig1

Grüße,
Micha

[ 18. August 2003, 22:07: Beitrag editiert von: MiGli ]

haschenk
18.08.2003, 23:12
Hi Micha,

Rückschluß im Bereich der Magnete ist ok. Länger dürfte außer mehr Gewicht kaum noch was bringen, die Wickelköpfe tragen so gut wie nichts mehr zum Drehmoment bei.
Rückschluß kürzer als die Magnetlänge kannst du machen, du kommst dann in den von Christian erwähnten "Experimentierbereich". Auf Kosten des Drehmoments wird die Drehzahl höher.

Für den Anfang ist es sicher am besten, die Rückschlußlänge = Magnetlänge zu machen. Das ist gewissermaßen die "Standardkonfiguration" aller unserer Motoren.

Gruß,
Helmut

P.S.
Verwende den dünnsten Blumendraht, den du kriegen kannst. Der dünnste, den ich bislang kaufen konnte, war von Hornbach (Gartenabteilung), 0,33 dick incl. Lackschicht, auf weißer Kunststoffrolle. Man muß meistens etwas suchen, bis man den dünnen Draht findet.

[ 18. August 2003, 23:28: Beitrag editiert von: haschenk ]

MiGli
18.08.2003, 23:22
Danke Helmut!
Wenn die Magnete nur schon da wären...

Grüße,
Micha

MiGli
19.08.2003, 08:32
Hallo Helmut,
der Büroklammerindikatortrick ist genial!
Hatte mich schon gefragt, ob man nur durch ausmessen des laufenden Motors merkt, ob genug Eisen "drum rum" ist...

Werde die Tipps zum Rückschlußwickeln befolgen und hier weiter berichten.

Grüße,
Micha

haschenk
19.08.2003, 12:14
Hi,

mir fällt da noch ein kleiner Trick zum Rückschluß-Wickeln ein (nicht von diesem Motor, aber was Ähnlichem):

Nach dem Wickeln der ersten Lage (schön Windung neben Windung....) die zweite Lage NICHT im gleichen Wickelsinn zurück, sondern Draht abschneiden und im umgekehrten Wickelsinn zurück, ODER auf derselben Seite wie zuvor beginnen und im gleichen Wickelsinn wie zuvor. Analog dann die dritte Lage usw.

Zweck der Übung ist, daß die jeweils nächste Lage in die "Rillen" der vorhergehenden zu liegen kommt. Wickelt sich leichter und bringt eine etwas kompaktere Wicklung.

Bei einer normalen, fortlaufenden Spulenwicklung geht sowas (leider) nicht.

Zum Schluß kann man noch den "Büroklammer-Test" machen. Wenn (bei eingelegtem Rotor) eine Büroklammer "gerade noch" oder "gerade nicht mehr" außen hängen bleibt, dann ist genug Eisen drauf; mehr bringt dann nichts mehr.

Gruß,
Helmut

[ 19. August 2003, 00:15: Beitrag editiert von: haschenk ]

Aschi
19.08.2003, 15:49
Hallo miteinander,

So wie es Helmut beschreibt also Lage für Lage habe ich auch die besten erfahrungen gemacht. Als Wickeldorn habe ich eine mit Schrumpfschlauch überzogene Duschstange bzw einen Farradlenker verwendet. Allerdings glaube Ich dass Christin ein bischen flunkert,denn die 90% konnte ich nur mit bestem 0.13mm Blech knacken. :) :) Mit Blumendraht war da nichts mehr drin. Allerdings Experimentiere ich schon seit einiger Zeit in der 300 bis 800W Klasse mit den selbstgebauten Innenleufern.
@ Claus brauchen die Buschtrommeln so lange bis zu dir? Ich bau schon seit 3 Jahren immer wieder mal zwischendurch nen Innenleufer. Ich find es einfacher als einen LRK zu bauen.
Grüsse
Thomas

Claus Eckert
19.08.2003, 15:59
Hallo Aschi,

ja wir in den Bergen hören das Trommeln nicht so gut. Jodeln ist hier angesagt ;)

Im Ernst, die "Buschtrommel" sagte, ein Hersteller will einen Innenläufer-Bausatz speziell für Impeller auf den Markt bringen.

So ein Bausatz war mir bis jetzt eben noch nicht vor die Augen gekommen. Oder sehen wir in den Bergen auch schlecht? ;)

Aschi
19.08.2003, 16:24
Hallo Claus,
wieso immer nur kaufen auch wenn es ein Bausatz ist.??? Wir sind doch hier in einem Modellbau Forum wie mann oben im Kopf nachlesen kann.
Übrigens gibt es schon lange eine bebilderte Anleitung, den Kontronik Katalog mit den aufgeschnittenen Motoren :) :)

Grüsse aus dem Voralpenland(dort wo getrommelt wird)
Thomas

http://home.vrweb.de/thomas_aschenbrenner/index.html

Claus Eckert
19.08.2003, 21:32
Hallo Thomas,

zunächst mal die Standortbestimmung: Ist Fischach im Oberland?
Ja warum nur kaufen? Hast schon recht. Aber ich denke mal so locker geht das alles nicht von der Hand. Und wenn ich alle meine Modell-Bau-Stellen so betrachte, na dann ist kaufen für mich wohl die Alternative, um zumindest in überschaubarer Zeit zu einer Anwendung zu kommen.

Nur mal so gefragt, wie sieht es denn bei Dir aus. Hättest Du nicht Lust einen Bericht für unser RCN-Magazin über den Bau eines Innenläufers zu schreiben? Hilfestellung von mir ist selbstverständlich, falls gewünscht. Kann mir vorstellen, das Du damit großes Interesse wecken würdest.
Wäre das was? :)

Christian Lucas
19.08.2003, 23:01
Hi Thomas,
nei ich flunkere nicht den die Schwungmassenspeicher für Fahrzeuganwendungen haben Lade/Entlade eta´s von besser 85% das heist in einer richtung müssen es mehr als 92% sein und die sind im fast gleich aufgebaut mit Ferrit als Rückschluß um die Lehrlaufverluste so gering wie möglich zu halten.Noch was zu der Wicklung die die der Thomas anwendet ist ehr wie die von den Herstellern mit GROßEN Wickelköpfen die aus der Brushlessfiebel hat KLEINE Wickelköpfe und ist durch Ihren einschichtigen Aufbau sehr gut für Mehrpolige Motoren geeignet,das die Eisenverluste durch weggelassenes Eisen verringern Hilft.Darin liegt auch der Trick der Kontronik Tango Motoren.
Wer baut den den ersten Motor mit Selbsttragender Spule und mitdrehenden Rückschluß wie die Tango und Samba Motoren.Dann muß auch kein Rückschluß mehr gewickelt werden.

ron van sommeren
20.08.2003, 17:31
Original erstellt von Christian Lucas:
... Ein Japaner(Takao Shimitzu) fliegt mit solchen reinen Luftspulen Motoren schon eine ganze weile herum.http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?s=&threadid=70373

MiGli
23.08.2003, 11:33
Hallo,
danke schon mal für Eure Antworten. Dieses WoE wollte ich eigentlich endlich loslegen,
nachdem aber die Aramidfasern und der Wickeldraht noch nicht da sind... :(
Aber ich bin schon am planen. Deshalb habe ich noch ein paar Fragen zur Bauausführung.

Ganz Wichtig:

Damit aus zwei Magneten ein Doppelmagnet (für einen Rotorpol) wird, müssen sich die aufeinander gelegten abstoßen, oder?
außen
N-S
N-S
innen (Muttern)

Gibt es nen Trick, wie man diese garstigen kleinen Teufel so zusammen bringt, bis der Kleber hält?

"...abwechselnde Polarität (benachbarte Oberflächen ziehen sich an)..."
Wenn man den Rotor abrollt: (sollen Doppelmagnete sein)
vorne
N S N S N S
S N S N S N
hinten

Weniger Wichtig:

Hellingbau, statt M3-Nylonschrauben... Buchenrundholz?
Gibt es hier, Nylon müßte ich bestellen.
Wicklungen ließen sich leichter nach unten schieben.
Warum Nylon? Damit nichts verklebt?

Anstelle 5 M6-Muttern gibt es Langmuttern mit 25 mm M6.
Geht auch? Oder ist die grobe Segmentierung nötig?
Nö, oder? Magnetischer Rückschluß...

Bitte meldet Euch zu den Magneten, nicht das ich da nen Denkfehler habe...
Grüße,
Micha

[ 23. August 2003, 11:35: Beitrag editiert von: MiGli ]

ron van sommeren
23.08.2003, 21:18
http://gjkool.filternet.nl/
-> "Schematics, drawings, hints, theory"
-> "Positioning and gluing of the magnets"

Christian Lucas
23.08.2003, 22:55
Hi Micha,
zu den Magneten einfach die Streifen aufeinander legen wie sie sich mögen und anziehen,damit bleibt die Polarisierung erhalten nur der Magnet wird DICKER.Nordpol N/S N/S.. Südpol.Es können auch noch mehr Magnete aufeinander gelegt werden.
Die Dicke hilft den Magnetischen Fluß auch noch über einen großen Luftspalt hinüber zu bekommen.
Der Magnetische Fluß nimmt in etwa Linear mit der dicke des Luftspaltes ab.Das heist ein 2mm dicker Magnet der auf 1,4 Tesla aufmagnetisiert ist , kann bei einem Luftspalt von 1mm im Magnetischen Kreis nur noch 0,7 Tesla Magnetische Induction aufbrinngen.Das ist der grund weshalb alle Luftspulen Motoren möglichst ganz durchmagnetisierte Vollmagnetrotoren haben.
Der M6 Abstandsbolzen geht natürlich auch,darauf die Magnetepackete immer mit abwechselnder Polarität aufkleben.Geht einfach weil die sich alle mögen und nicht wegfliegen.

haschenk
24.08.2003, 01:02
Hi Micha,

bleibt nur noch die Frage zu den Nylonschrauben. Die werden nur verwendet, damit sie nicht festkleben und man sie wieder rauskriegt; auch wenn das Harz ungewollt verläuft.

Buchenrundholz würde ich aus diesen Grund nicht nehmen. Rundstahl (z.B. Zylinderstifte oder passend abgelängter Modellbau-Stahldraht) sollte auch gehen, dann aber gut einfetten, Länge so, daß du ihn mit einer kräftigen Zange noch packen und unter hin- und herdrehen wieder rausziehen kannst.

Gruß,
Helmut

MiGli
24.08.2003, 12:48
Hallo,
danke Euch Allen für Eure schnellen und ausführlichen Antworten!

Ich habe jetzt immer 2 Magnete aufeinander geklebt, sodaß sie sich anziehen.
Die Mutter sind bereits auf die Welle geklebt.
Nächstes (!) mal werde ich eine 25 mm Langmutter verwenden. Das spart einem das ausrichten. Außerdem habe ich bei den Mutter minimale Schwankungen der Maße gefunden...

Die Spule ist bereits fertig gewickelt.
Habe 6x0,3er Draht verwendet.
Im Vergleich zu Außenläufern war die Wickelei total einfach. Als nächstes wird die Spule vergoßen.

Ich habe allerdings 3mm Stahlschrauben verwendet gefettet und mit Schrumpfschlauch überzogen...

Mit der Ständerbohrmaschine und einem Lochsägeeinsatz habe ich aus einer 3mm Epoxyplatte
die Lagerschilde geschnitten.
Die werden dann mit der Bohrmaschine auf Maß geschliffen, sobald die Spule fertig ist.

Bis jetzt ging der Bau absolut einfach und schnell über die Bühne. Echt ne Klasse Sache!

Melde mich wieder, wenns weiter geht!

Grüße,
Micha

Andreas Maier
25.08.2003, 14:34
tolle sache micha!
- kannst du bilder reinstellen?
das würde sicherlich nicht nur mir gefallen,
sondern so manchen noch skeptiker auch mal
anregen.

mfg.:andreas

MiGli
26.08.2003, 17:29
Hallo,
das mit den Bildern hatte ich auch schon angedacht. Zumindest habe ich einige Baustufenfotos gemacht.

Ich muß mal mit L. Retzbach Rücksprache halten, ob Ihm das Recht ist. Schließlich werden die meisten Bilder ja selbsterklärend.
Ich habe mir die Brushlessfibel schließlich auch wegen dem Motorprojekt besorgt...

Vielleicht nur Bilder, ohne Maße etc.?
Was denkt Ihr?

Werde auf jedenfall erstmal mailen!

Grüße,
Micha

Christian Lucas
26.08.2003, 22:05
Hallo Micha,
ich denke das der Ludwig sich genauso freuen würde wie ich wenn Du Bilder veröffentlichen würdest.Es ist ja zum Nachbauen gedacht,genauso wie die LRK-Motoren.Durch das veröffentlichen von Bildern rekrutieren sich weitere Nachbauer und durch weitere neue Ideen lebt das alles und hat bei den LRK´s zu deren heutiger verbreitung geführt.Das ist doch ein Teil des ganzen Spaßes auch herzuzeigen was und wie es entstanden ist,mit allen Daten die zum weiternachdenken/entwickeln zu gebrauchen sind.
Und Stolz auf den dann fertigen selbstgebauten Motor darfst Du dann auch sein,den es ist heutzutage beileibe nicht mehr üblich noch etwas selbst zu fertigen das es aus Fernost in Mengen zu Biligstpreisen gibt.

MiGli
27.08.2003, 23:32
Hi,
er läuft! Auf Anhieb, wie ein Großer!!!
Morgen wird er vermessen und mal testhalber in meine Mirage eingesetzt...

Nach Rücksprache mit L. Retzbach und nachdem Christian auch nix dagegen hat, einige Photos:

Die Statorheling.
http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000002.jpg
Papierbohrschablone auf 20mm Buchenholz geklebt.
Dann mit der Ständerbohrmaschine und 2,5er Bohrer die Löcher bohren...

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000004.jpg
Abweichend von der Fibel, habe ich zuerst ein GFK-Rohr laminiert, das dann über die Helling geschoben wird und ebenfalls Bohrlöcher erhält.

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000005.jpg
Statt der Nylonschrauben, verwende ich Stahlschrauben mit Schrumpfschlauch und etwas Fett, gegen ankleben...

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000006.jpg
Die Muttern passen exakt auf die Achse und werden mit UHU Endfest 300 verklebt. Ebenso die doppelten Magnete.

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000007.jpg
Gewickelt wurde pro Strang mit 6x0,3er Draht.
9 Windungen pro Spule. Schema ABC ABC ABC.
Das herunterschieben der Spulenköpfe mache ich mit Querdrähten, die nach dem verkleben natürlich wieder raus kommen!

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000008.jpg
Der fertige Rotor, aramiert (Sekundenkleber) und mit dem GFK-Rohr... paßt der Durchmesser?

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000009.jpg
Die Wickelei geht übrigens einfacher als bei den Conrads, weil man ewig viel Platz hat.
Danach wir in der Mitte der Spulen etwas Endfest 300 eingetropft und verbacken. Dann werden die Schrauben aus den Spulenköpfen entfernt und das ganze von der Heling gezogen.
Links ist der Sternpunkt zu sehen...

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000010.jpg
Die Spulenköpfe und Zwischenräume habe ich mit eingedicktem Endfest vergossen (etwas schwer) und das ganze dann mit Aramidrovings umwickelt.

...

MiGli
27.08.2003, 23:33
http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000011.jpg
Lagerschilde aus 3mm Epoxyplatte. Mit Lochsägeeinsatz (25 mm) ausgesägt, dann in Bohrmaschine verschliffen... ~20 mm, past saugend in das GFK-Rohr. Die härteste Arbeit!
Bohrung mittig 10mm, Kugellager eingepresst.

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000012.jpg
Alles montiert. Rotor schleift nicht und läuft leicht... An den Regler... läuft! :D

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000013.jpg
Rückschluß aus 0,35 isoliertem Blumendraht.
Schichtweise gewickelt, bis eine Büroklammer nicht mehr am Motor hängen bleibt... Danke Helmut für diesen Tipp!
Sind allerdings hier nur 2 Schichten! Mal sehen...

http://www.fotango.com/p/eba00363420f00000014.jpg
Noch eins von hinten...

Mehr gibt es demnächst.
Ach ja, 96g... naja, erster Versuch!

Grüße,
Micha

[ 28. August 2003, 00:12: Beitrag editiert von: MiGli ]

Christian Lucas
28.08.2003, 10:41
Hi Micha,
sieht ja sehr sauber gemacht aus und das Gewicht wird beim nächsten Motor auch kleiner.
Ein paar Punkte solltest Du beim nächsten Motor jedoch etwas anders machen um die Leistungsfähigkeit noch etwas zu Steigern.
Zum einen dürfen die Spulen ruhig so dünn wie möglich zusammengepresst werden,was sich folgendermassen erreichen läst.Nach dem Wickeln ,wie auf Seite 50 oben der Bruschlessfiebel zu sehen,die Wicklungen mittels Kabelbinder zusammenpressen,dann mit Harz tränken,Schrumpfschlauch drüberschieben und anschliessend mit Schlauchschellen alles zusammenziehen.Dadurch wird der Luftspalt wesentlich kleiner und das ist bei luftspaltspulen Motoren sehr wichtig um den Magnetischen Fluß so groß wie möglich zu bekommen.Bei kleineren Luftspalt wird auch mehr Eisendraht für den Rückschluß nötig,dafür ist aber der Wickelradius kleiner.
Kommst Du nach Kressbronn?,wenn ja dann bring den Motor mit.

MiGli
28.08.2003, 11:29
Hi Christian,
ja ja ich bin halt Panzerbauer... aber ich lerns noch!

Das die Spulen zu hoch ausgefallen sind, stimmt.
Aber ich habe noch eine andere Spule gewickelt.
Dabei habe ich in der Mitte den Kabelbinder verwendet. Nur hatte ich echt Probleme die Spulenköpfe runter zu bringen. Die standen immernoch ziemlich weit hoch! Beim Versuch Sie mit dem Schraubstock und Plastikbacken etwas zu quetschen, ist mir dann ein Draht gerissen... :(

Aber irgendwie bekomme ich das noch hin!

Was ist Kressbronn? Elektrotreffen?
Wann?

Grüße,
Micha

Achim J.
28.08.2003, 13:37
Hallo
Bei meinem ersten Versuch war auch das runterschieben der Wicklungen ein echtes Problem,
Christian kannst du bitte etwas dazu schreiben wie die optimale Spulenform ist, den beim runterschieben kommt es dazu das im Prinzip keine Luft mehr in der Spule ist und die gegenläufigen Drähte aneinander liegen. Ich habe dann 2mm Epoxyplatte in die Spulenmitte gestellt um wnigstens etwas Luft zu bekommen.
Grüße
Achim

Gerhard Würtz
28.08.2003, 15:09
Hallo Micha,

schau mal hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=000447)

LRetzbach
28.08.2003, 21:07
Hallo Motorbauer,
es freut mich, dass die Anregung aus der Brushless-Fibel so ambitioniert verwiklicht wird. Wie schon mal gesagt, sollte dies eigentlich nur ein didaktisches Beispiel werden, das aufzeigt, dass auch Innenläufer keine Hexerei sind. Ich hoffe, dass all diejenigen, die zum ersten mal so einen Motor nachbauen, mit sich selbst etwas Geduld haben.

Der Motor kann dennoch recht gut werden, wenn man einige Dinge beachtet:

Bei Motoren mit Luftspaltwicklung kommt es darauf an, den Luftspalt (dazu zählt in diesem Fall paradoxerweise hauptsächlich die Wicklung) so eng wie möglich zu halten, damit ein genügend starker Magnetfluss zustande kommt. Man sollte daher die Spulen, wie Christian schon ausgeführt hat, möglicht flach zusammendrücken. Es macht nichts, wenn sich die einzelnen Stränge seitlich berühren, (das ist übrigens bei einen einzelzahnbewickelten LRK genau so!)denn die Drähte sind ja isoliert .

Zwischenlagen aus Gfk-Streifen oder ähnlichem sind nicht nötig. Wenn, dann bringen sie nur innerhalb der Spulen (also zwischen den Wickeldornen) etwas. Ob dieser Effekt aber den dadurch erreichten schlechteren Füllfaktor aufwiegt, ist noch nicht erprobt.

Das Zusammenpressen der CuL-Draht-Stränge(auch der Köpfe) geht gut, wenn man nach dem Tränken mit Harz die Spule mit kleberesistenter Plastikfolie umwickelt und dann erst mal einen Schrumpfschlauch drüber zieht. Danach habe ich die Spule mit Schlauchbindern ganz unsensibel solange gewürgt, bis alle Luft raus war. Während des Strangulierens immer etwas nachföhnen, damit alles schön rund zusammen geht. Je runder die Spule wird, desto kleiner ist später die Polfühligkeit (und die macht Verluste!). Der Eisendraht braucht rechts und links nicht mehr als 1 mm über die Magnetlänge hinausragen, muss aber unbedingt von der dünnen Sorte (o,3 mm) sein! Gut finde ich den Vorschlag von Helmut Schenk, immer nur eine Lage zu wickeln und dann den Draht neu in den Rillen anzusetzen.

Man kann übrigens auch mit dem Motordurchmesser "spielen", indem man z.B. Magnete von größerer (z.B. 2,5 mm) Dicke verwendet. Dabei steigt das Motordrehmoment.

Klar doch, der nächste Motor wird immer besser ... aber davor muss man erst mal den jetzigen gebaut haben! Also, ran an die Muttern!

Gruß
L. Retzbach

[ 28. August 2003, 21:16: Beitrag editiert von: LRetzbach ]

Christian Lucas
28.08.2003, 22:54
Hallo Motorfans,
möchte noch eine Idee beisteuren um die Spulen flach zu kriegen.Dazu sind die Kabelbinder recht nützlich um die Spulen erst mal zu fixieren,wenn jetzt die Schrauben,Stifte etc.entfernt werden lassen sich die Spulen sehr viel leichter zusammenpressen.Die Spulen lassen sich so auch etwas seitlich verschieben.
Die Ideale Spule für Sinusoidal Stromform hätte einen 1/3 breiten der gesammten Spulenweite breiten Drahtlosen Mittelteil.Nur haben unsere Steller keine Sinus Komutierung sondern Blockform und somit ist es nicht so wichtig sich einer Sinus Idealform anzunähern.Für uns ist es wichtiger möglichst viel Kupfer unterzubringen,also ruhig zusammenpressen bis sich die Drähte der benachbarten Spulen berühren.

MiGli
29.08.2003, 14:37
Hallo,
gestern habe ich den Motor auf meinem fliegenden Teststand, einem gekürzten F4Y-Mini (80cm) probegeflogen. Ging nicht schlecht. Leider hatte ich eine EPP-Landung :)
dabei ist mir ein Strang am Motor gerissen, ganz unten am Epoxy, nicht reparabel :(

Die Werte an 8 RC 2/3 Flight:

APC 6x4, 13100 U, 11,9 A
APC 4,75², 15000, 9,6 A

Habe bereits eine neue Spule im Ofen.
Diesmal kein GFK-Rohr, Spulen schön Flach.

In der Mitte Kabelbinder, richtig fest.
Schrauben raus, an den Spulenköpfen Kabelbinder rum, auch richtig fest.
Dann etwas einzelne Drähte korrigieren und in der Mitte Endfest drauf, nicht zu viel.
Das verläuft dann schön in die Stränge (Kapillar?)
und hält die Form, wenn der mittlere KB weg kommt.
Dann Außen das gleiche.

Wenns was wird folgen Photos...

@Christian,
ob ich es nach Kressbronn schaffe weiß ich noch nicht. Meine Süße hat am Montag Geburtstag und am Dienstag startet der Flieger :)
Wenn der Motor bis Sonntag läuft, denke ich aber schon.
Gäbe es da eine Möglichkeit den Motor zu vermessen?
Meine Werkstatt befindet sich noch im Aufbau;)

Grüße,
Micha

[ 29. August 2003, 14:38: Beitrag editiert von: MiGli ]

Claus Eckert
27.09.2003, 12:19
Hallo,

nun hat es mich auch erwischt. Am letzten WE in Aspach die Brushless-Fibel erstanden und schon habe ich Lunte gerochen. Ludwig trifft alle Schuld ;) Der Innenläufer soll es werden.

Eine Helling aus 20 mm Alurohr ist schon fertig. Jetzt geht es an´s Bestellen der Teile.
Magnete und Wellen habe ich bei Battmann entdeckt.
Aber woher bekomme ich den Kupferlackdraht und die Kugellager? Und welcher Regler ist denn geeignet?
Vielen Dank für Eure Unterstützung.

[ 27. September 2003, 12:19: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

MiGli
28.09.2003, 13:21
Hallo Claus,
den Cu-Lackdraht und die Kugellager gibt es auch beim Battmann oder Conrad (wobei der Draht nicht soo toll ist) oder bei Torman oder bei...

Regler hab ich Hacker Master 18 + 30 A getestet,
andere sollten auch gehen.

Grüße,
Micha

[ 28. September 2003, 13:22: Beitrag editiert von: MiGli ]

Claus Eckert
28.09.2003, 20:30
Hallo Micha,

vielen Dank für die Hinweise.
Wenn ich vor Aspach gewußt hätte, dass ich einen Motor bauen werde, wäre es ganz einfach gewesen. Ich war nämlich ein paar Mal am Stand von Battmann und auch bei Klaus Kraft beim Ratschen :rolleyes: Naja zu spät.

Franz Zier
30.09.2003, 20:53
Hallo Freunde!
Conrad har jetzt auch Neodym Magnet unter 2€ das Stück taugen die?
lg Franz :p

Paul Hopfgartner
02.10.2003, 14:31
@Micha:

Wieviele Zellen verwendest du und wieviele Windungen hast du dem Motor verpasst?

Hm, hatte gestern einen kreativen Anfall, der Motor ist bis auf den Rotor (warte noch auf die Magnete) fertig. :D

Bin gespannt wie und ob das Teil funktioniert, habe 12W mit 3x0,425er Draht gewickelt, Magnetlänge 25mm. Gewicht bis jetzt 88 Gramm, da kommen aber noch die Magnete dazu, der nächste wird sicher etwas leichter. Hab heute im Floristikgroßhandel auch noch den passenden Blumendraht mit 0,3mm gefunden. :)

Irgendwie kann ich mir nicht so recht vorstellen daß dieser Cu-Harz-Blumendraht-Klumpen einen Günni ausreichend schnell antreiben kann, aber ich laß mich gern überraschen

Ich hoffe aber daß ich nicht über 15 A komme (wenn überhaupt), bei moderatem Wirkungsgrad würde mir die Leistung reichen und meine Akkus (8x500AR) würden es mir, glaub ich, danken (wenn sie da überhaupt noch mitspielen) :confused: .
Wenn es unter 10 A werden muß ich einen anderen Prop drauf (mehr als 6" geht aber nicht), in Stern umschalten oder einen neuen Stator wickeln... :mad:

Paul

[ 02. Oktober 2003, 17:02: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Claus Eckert
09.10.2003, 15:24
@Franz Zier

Heute sind 24 Stück der Größe 25 x 6 x2 mm bei mir angekommen. Sind irgendwie anziehend. ;) Mehr kann ich aber auch nicht sagen. Wobei der Preis für diese Größe und den angegebenen technischen Daten günstig erscheint.

gertheinz
10.10.2003, 19:36
Hallo!
Toll die Motorenbauerei! Habe einige Festplattenmotoren gesichtet und interessante Innenläufer-Magnetrotoren gefunden, die sich für verschiedene Varianten eignen! Also bisher für LRK-Abkömmlinge ungeeignet erscheinende Festplattenmotoren für Innenläufer-Eigenbauten überprüfen.
Zur Wicklung und Magnetbestückung: geht 6-Pol-9-Nut eigentlich auch mit Wicklung AaA BbB CcC?
Gruß

Paul Hopfgartner
15.10.2003, 10:26
:D :D :D

Endlich, die Magnete sind gestern gekommen, gleich den Rotor zusammengepappt, eingebaut, Günni montiert, angeschlossen...

ER LÄUFT! :)

Ist zwar sicher noch nicht optimal, hat ein deutlich spürbares Rastmoment, aber ich bin mit dem Ergebnis des ersten Versuchs recht zufrieden.
Drehzahl mit 8 Zellen lag in Sternschaltung bei etwas mageren 11500, in Dreieck dann aber bei vermutlich für den Flieger ausreichenden knappen 16500. Im Vergleich zu den 14500 die der alte 400er geschafft hat müsste das ausreichenden Schub bedeuten, und auch meine 500AR scheinen gerade noch in einem akzeptablen Temperaturbereich zu bleiben :) . Insgesamt ist der neue Antriebsstrang mit dem TMM 4016-3s BEC PL um ca. 40 Gramm schwerer als die ursprüngliche Konfig mit 18A-Schulze und 400er, ich denke das ist verkraftbar.

Sodale, jetzt werden gleich die nächsten Kugellager aus einer Festplatte ausgeschlachtet und ich probier mal 20mm Statorlänge, komme günstig an 20x5,7x1,6mm Magnete (180 Grad!), werde dem Rotor 3 statt 2 Magnete pro Pol spendieren.

:cool: Paul

[ 22. Oktober 2003, 12:58: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Claus Eckert
15.10.2003, 14:40
Super Paul!

Was hast Du für einen Prop montiert? Gibt es da zufälligerweise :rolleyes: auch ein Bild von dem Teil?

Mein Stator kommt heute noch in den Ofen. 9 Spulen mit je 9 Windungen mit 5 x 0,4 mm Draht. In ein paar Tagen weiß ich ob das funktioniert.

TurboSchroegi
15.10.2003, 15:21
Hi Folks !

So, jetzt habt Ihr den Salat ;) . Die brushless-Fibel (löblich: bürstenloser Katechismus :D ) ist eingetroffen! Jetzt hat's mich auch erwischt. Ich muss eine Motor bauen.

Wo bestellt man denn am besten die Materialen (Lackdraht, Magnete, evtl. Statorbleche usw.) für die ersten Versuche ??

Grüße TurboSchroegi

Claus Eckert
15.10.2003, 16:52
Hallo Helmut,

meine Einkaufsliste für den Innenläufer sah so aus:

Lackdraht bei einem örtlichen Motorenwickler
Magnete und Kugellager bei Conrad
Wellen bei Battmann
Epoxiplatten und Mutter M6 liegen bei mir rum
20 mm Alurohr für die Helling im Baumarkt
Nylonschrauben und Regler im Modellbauhandel


Wenn Du lieber alles aus aus einer Hand willst oder es ein Aussenläufer werden soll, am besten bei unseren RCN-Werbepartnern nachfragen :)

Jetzt schau ich mal ob die Wicklung schon fertig gebacken ist. :)

[ 15. Oktober 2003, 16:54: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Paul Hopfgartner
15.10.2003, 18:19
Hallo,

@ Claus: meine Konfig sieht so aus: Günther-Prop, 8 Zellen N-500AR,25x6x2 Magnete, 12 Windungen mit 3x0,425mm Draht, Dreieckschaltung.
Vielleicht kann ich heute noch ein paar Bilder machen, mal sehen ob meine Pencam mit Kunstlicht zurechtkommt..., morgen soll der Motor schon im Flieger stecken.

Zu den Materialquellen:
Kupferlackdraht stammt ebenfalls vom örtlichen Motorenwickler (kostete Bagatelle), Kugellager hab ich aus einer kaputten Festplatte, da sind 4 Stück 5mm Lager drinnen - perfekt. Die Welle stammt von einem alten VDO-Elektromotor (dessen Gehäuse der Rückschlußring von meinem ersten Aussenläufer werden wird :D , für diesen hab ich auch schon die Statorbleche, 12 Nut D=34,5mm 0,5mm dick, 38 Stück), aus einer kaputten Flex ausgebaut)
Epoxiplatte lag herum, Blumendraht vom Floristikgroßhandel, Muttern hab ich neu gekauft da ich keine 5 vom gleichen Hersteller hatte, und unterschiedliche Fabrikate haben etwas unterschiedliche Maße.

:) Paul

[ 15. Oktober 2003, 18:23: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Paul Hopfgartner
16.10.2003, 14:38
Ok, hier 2 Bilderchen von meinem Motor:

http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_3765656238626132.jpg
http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_6466663535373765.jpg

Claus Eckert
16.10.2003, 14:54
Hi Paul,

danke für die Bilder - sind richtig motivierend. :)

Irgendwie sehen Eure Spulen so sauber gewickelt aus. Ich habe meine gestern mit der Vakkumpumpe zusammengepresst und gleichzeitig bei 60 Grad verklebt. Da verschieben sich die Drähte ganz schön, aber der Luftspalt soll ja so dünn wie möglich ausfallen.

Mit dem Gewicht werde ich locker über 100 Gramm kommen. Liegt wohl daran, dass ich 5 x 0,4 Draht verwendet habe. Das waren schätzungsweise 30 m Draht.

Nach dem Kaffeetrinken mache ich mich über die Epoxischeiben her. Und wenn er demnächst läuft, mache ich von meinem Motor auch ein Bild - aber nur dann :D :D

Paul Hopfgartner
16.10.2003, 16:29
Hallo,
ich beschreibe mal meine Methode um die Spulen zu wickeln:
Als Wickeldorne verwende ich 1,5mm Nägel, auf die ein Stück Kabelisolierung aufgeschoben ist. Der Gfk-Stab, der als Helling dient wird mit Trennwachs eingesprüht, dann eine Lage dünnes Papier mit Parkettlack aufgebracht(irgendwas will ich zwischen Rotor und Spule haben, die paar Hundertstel machen das Kraut nicht fett und die Wachsschicht bleibt unversehrt).
Dann hab ich mal drauflosgewickelt, wobei ich um jede fertige Wicklung einen Streifen Tesa geklebt hab - dadurch kann ich hinterher die Spulen gegeneinander verschieben sodaß nicht die ersten 2 unten liegen und die 3. obendrauf, sondern alle schön gleichmäßig nebeneinander. Nach dem Ausrichten hab ich das Tesa rausgezogen. Zwischen die Wickeldorne hab ich dann ca. 4mm hohe Streifen aus 1mm Balsa mit Sekundenkleber auf das darunterliegende Papier geklebt, kostet zwar etwas Platz, aber die Spulen bleiben so sauber an ihrer Position und axial ausgerichtet. Ausserdem wird das Balsa anschließend auf ein vernachlässigbares Volumen zusammengedrückt.

Dann in der Mitte ein Kabelbinder zum Fixieren, die Nägel entfernt und die entstehenden Löcher in den Wickelköpfen und vor allem im Gfk-Stab mit Fett zugekleistert (damit kein Harz in die Löcher rinnt und ein Abziehen des fertigen Stücks mühsam macht), Anschließend weitere 4 Kabelbinder herum(Köpfe versetzt damits gleichmäßiger wird) , und dann alle Kabelbinder mit viel Fingergedrücke und Zange zugezogen.

Die Wickelköpfe habe ich nicht gequetscht - dort ist ohnehin kein Luftspalt von Interesse, also soll der Draht dort machen was er will. Anschließend etwas Harz (UHU Endfest) auf die Spulen, etwas warmgemacht damit es schön dünnflüssig wird und reinsickert, aushärten, Kabelbinder weg - fertig.

Den Blumendraht hab ich gleich mit der Drehbank raufgewickelt, hab sicher etwas zuviel erwischt.

Zum armieren des Rotors hab ich einen Glasroving verwendet, musste ihn nachträglich etwas abschmirgeln.

Das Ergebnis ist oben zu sehen :D

:) Paul

[ 16. Oktober 2003, 16:34: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Claus Eckert
16.10.2003, 18:42
Hallo Paul,

gut beschrieben. Ich bin mal gespannt ob meiner überhaupt laufen wird. Ich habe da etwas "progressiver" :rolleyes: gearbeitet. Soll heißen nicht so akurat...

Ohne Rückschluß wiegt er jetzt 102 Gramm. Die Welle ist zu lang mit 9 cm. Da werde ich noch mal die Diamantscheibe ansetzen. Spart auch noch ein wenig Gewicht.
Der Innendurchmesser für den Stator misst 20 mm und außen habe ich 29 mm an den höchsten Stellen. Wie gesagt - da kommt noch der Rückschluß drauf. Schaut aus wie ein Klumpen Kupfer mit etwas Harz.

Morgen geht es weiter mit dem Wickeln des Rückschlußes.

Paul Hopfgartner
17.10.2003, 11:49
So, jetzt hab ich endlich ein paar Stromwerte.
Meßmethode: Ich habe den Spannungsabfall an einem ca. 30 cm langen Kabel gemessen das ich zwischen Regler und Akku gesteckt habe und dann mittels Labornetzgerät "geeicht".

Spannungsabfall bei 3,18A (am Netzteil): 0,010 V

daraus folgt:

400er, 8x500AR, Günni, -> ca.14500 U/min ->0,033 V -> 10,5A
Innenläufer -> ca.16800 U/min -> 0,044 V -> 14A

sieht gut aus :)

Allerdings haben meine 500AR keine besonders gute Spannungslage, fürchte ich, mit 7 Zellen 700AR bekomme ich fast genau die gleichen Drehzahlen - spätestens nach 30 Sekunden haben sie sogar die Nase vorn :( , was solls, jetzt wird das ganze mal im Flug probiert, die theoretischen Werte sind eh nur die Garnierung ;)

:) Paul

Thomas Radetzki
19.10.2003, 22:40
Und hier im RCLINE Forum (http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=36382&sid=39fac4742c6add4c8d73fa4657c2e0e9&threadview=0&hilight=&hilightuser=&page=1) gibts auch einen Baubericht mit einer regen Diskussion.

[ 19. Oktober 2003, 22:42: Beitrag editiert von: Thomas Radetzki ]

Claus Eckert
20.10.2003, 16:39
Hallo,

er läuft. Mensch bin ich stolz. ;) Habe ich mir gar nicht zugetraut :rolleyes:
Naja gleich auf das Freudengefühl kommt die Ernüchterung - er wird warm. Okay werden andere auch.
Da meine Messgerätschaften für Brushless Motoren wirklich bescheiden sind, der Motormaster von geht da ja nicht, kann ich zunächst nur den Leerlaufstrom messen. Der beträgt an 10 Zellen 500 mAh NiCd voll geladen 2,9 Ampere und sinkt mit zunehmender Erwärmung auf 2,3 A. Die Wicklungen sind im Stern geschalten. Er ist nach ca. einer Minute Leerlauf gut handwarm. DerRegler ist ein TMM 1210 3s den verwende ich auch an einem Aussenläufer. Das Timing ist da nicht zu ändern. Da werde ich wohl doch einen aus der programmierbaren Serie nehmen müssen, bevor ich weitere Versuche mache.
Ein leichtes Rastmoment hat das gute Stück auch noch und im Rotor eine leichte Unwucht. Werde ich noch ändern.

Aber das Teil soll ja nicht unbedingt in einen Flieger. Mir ging es nur darum, ob ich so etwas überhaupt hinkriege. Und siehe da es geht.

Sobald ich wieder mehr Zeit habe, werde ich mal Bilder machen und ein paar Propeller vorne dran klemmen. Aber dann mit weniger Zellen. Eine Elektroheizung habe ich ja schon in meiner Werkstatt :D

Paul Hopfgartner
20.10.2003, 17:10
Gratuliere :)

Mein Motor hat inzwischen seine ersten 2 Flüge hinter sich, hat an sich gut geklappt :D . Nur der Schwerpunkt war anfangs viel zu weit hinten da der Motor+Regler doch um 40 Gramm schwerer ist als der Sp400+Regler (Druckprop). Leistung mit den 8 Zellen 500AR war gut, aber kurz, ist schnell eingebrochen. Und lustig fliegen war das nicht, der Flieger hat im Landeanflug noch etwas Eigeninitiative gezeigt und eine saubere "Cobra" (wie die Su 27) gemacht :eek:
Der 2. Flug mit den schwereren 7x700AR vorne drinnen war eine positive Überraschung, immer noch mehr Leistung als mit dem Sp400er, und auch die Flugdauer und Schwerpunkt waren ok. Werde für den nächsten Flug eine 6x4 statt der Günni montieren, mal sehen wie das geht. :)

Jetzt weiß ich nicht ob ich zuerst einen Aussenläufer oder einen 2. Innenläufer (mit 20mm Magneten und etwas mehr Rotordurchmesser) baue.

:) Paul

[ 20. Oktober 2003, 17:20: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Gerhard Würtz
20.10.2003, 17:41
Hallo Paul,

Innenläufer lieber länger, Aussenläufer lieber dicker!!!

Paul Hopfgartner
22.10.2003, 11:33
@ Gerhard: Warum?

soweit ich das bis jetzt durchschaue ist die Argumentation daß bei gegebenen Motordorchmesser der Luftspaltdurchmesser bei Aussenläufern größer ist, daß man bei gleicher Baugröße mehr Moment rausbekommt, allerdings finde ich die einfache Bauweise des Innenläufers echt verlockend. Ausserdem ist die Spule mit Rückschluss nicht um soo viel dicker als es die Magnetglocke wäre, und da ich kein Platzproblem habe verzichte ich auf die Statorblechsucherei und baue einen Innenläufer.

Ich werd jetzt mal einen 9 "Nut"-8 Pol Innenläufer bauen, Rotordurchmesser 30mm, Länge 20mm. Der Rotor besteht aus einer Stahltrommel mit Aludeckscheiben auf denen 8 20x5,7x1,6 Magnete aufgeklebt werden. Spulen werden gleich wie beim letzten Motor gemacht.

Ob das irgendwie nahe an ein theoretisches Optimum kommt oder nicht ist für mich jetzt mal sekundär, ich probier einfach mal aus wie das funzt. Wicklung wird wahrscheinlich 9W mit 4x0,425mm Draht.

Hat jemand Erfahrung mit 9 Nut-8 Pol? Hab nicht viel darüber gefunden. Alternativ könnte ich noch auf 12 Nut und/oder 10 Pole gehen, aber da wird der Magnetabstand schon recht gering.

:) Paul

[ 22. Oktober 2003, 13:01: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Gerhard Würtz
22.10.2003, 11:54
Hallo,

je kürzer der Motor um so größer die Wickelköpfe (Kupferverluste).
Wenn Du einen dicken Innenläufer baust, solltest Du in jedem Fall die Magnete festbinden (Fliehkraft).

Eckehard
22.10.2003, 12:01
Hallo,

hier eine kurze Erläuterung, warum Gerhard zu dieser Aussage kommt:

die innenläufer lassen sich recht einfach bauen, da eben die Lagerung des Rotors an den richtigen Stellen erfolgen kann.....(nahe der rotierenden Massen)

Beim Außenläufer ist das schon schwieriger, denn die Glocke kann sich bei entsprechender (ungünstiger) Konstruktion aufschwingen, was dann zu schäden am Stator und Glocke kommen kann....
Daher ist ein möglichst KURZER, aber DICKER Außenläufer im Prinzip einfacher zu bändigen....

Aber es gibt pfiffige Konstrukteure, die auch das in den Griff bekommen. Aber zum Selbstbau ist sowas wohl nicht geeignet....

Eckehard

Paul Hopfgartner
22.10.2003, 12:55
Hm, hab mir jetzt mal die Fliehkraft an den Magneten ausgerechnet, bei der Annahme daß nur die halbe Klebefläche trägt und bei 30000 U/min komme ich auf Spannungen von knapp 4 N/mm², das müsste vom UHU Endfest 300 doch zu bewältigen sein (Mindestfestigkeit 10 N/mm²), bei 15000 rpm (die ich mit dem Motor höchstwahrscheinlich auch nie erreichen kann) sind es nur mehr 1 N/mm², also werde ich's mal dem Luftspalt zuliebe ohne Armierung versuchen.

Paralell dazu baue ich auch meinen ersten Aussenläufer, ca. 340/20 12 Nut 10 Pol.

:) Paul

Michael Schöttner
22.10.2003, 14:31
Hallo Paul,
nicht nur der Kleber begrenzt die Haltekraft, auch die Beschichtung der Magnete! Am besten unbeschichtet oder an der Klebestelle abschleifen, bis Kupfer kommt!
Zur Sicherheit würde ich trotzdem einen Kevlarstrang drüberwickeln. Als Tip: Kevlarschnüre gibt es beim Anglerbedarf. Bei 1/10 Dicke schon mehrere Kilogramm Zugkraft.

Gruß,
Michael

Gerhard Würtz
22.10.2003, 18:28
Hallo,

zumal Endfest 300 bei Temperatur auch weich wird.
Wenn, dann mit Loctide! und natürlich abschleifen.

Christian Lucas
22.10.2003, 22:09
Hallo,
wo wollt Ihr den hin mit der Drehzahl,für die meisten anwendungen reicht auch ein Glasrowing oder ein guter Zwirn.Für alle die es Exotisch lieben dann lieber einen Kohlefaser Rowing als so eine Gummischnur aus Kevlar.
Die Klebeflächen müssen vor allem sehr sauber sein,also mit einem guten Entfettenden Lösungsmittel gut abwaschen.Anschleifen ist nicht umbedingt das beste da viele Klebstoffe nicht bis in den Grund der Schleifriefen eindringt und wenn das der Fall ist dann trägt bei der Klebung nur so viel fläche wie die Spitzen der angerauten oberfläche ergeben.Ein anätzen der oberfläche und damit einhergehend abtragen der Spitzen,womit sich eine grössere Klebefläche ergibt bringt höhere Klebefestigkeit.Auch ein Polieren erbringt denn Effekt der grösseren Klebefläche und damit einer grösseren Klebekraft.
Anregung:Wer baut den ersten Luftspaltspulen Aussenläufer?
Aufbau : Einen sauberen Blumendraht-(oder aus Blechen oder aus einem Pulvereisenringkern oder aus einem Ferritringkern)Ringkern wickeln.Darauf die Wicklungne auflegen wie beim Innenläufer.Dazu kann aus GFK Plattenmatterial auf die Stirnseiten des Ringkerns jeweils eine GFK-Scheibe mit kleinen Zähnen,die zum Umwickeln benützt werden,aufgelebt werden.Das spart die Schrauben zum Umwickeln,die dann entfernt werden müssen.
Der rest ist gleich den üblichen Aussenläufern,nur das wegen des größeren Luftspaltes wie beim Innenläufer die Magnete aufeinandergestappelt werden um genug Magnethöhe für eine groß genuge Induction zu bekommen.
Wer jetzt noch eine Toroidalwicklung(wie beim Ringkerntrafo)aufbringt kann auch noch innen einen Innenläufer einsetzten und damit auch das schlechte Kupfer dort zur Arbeit verdonnern.
Für ganz abgefahrene geht mit Blumendraht auch noch die Variante mit zwei Axialen Magnetscheiben und einer Toroidalwicklung für eine Hochausgenutzte Axialfeldmaschiene.

[ 22. Oktober 2003, 22:24: Beitrag editiert von: Christian Lucas ]

Gerhard Würtz
23.10.2003, 07:06
Hallo Christian,

also 3 in 1. Für gegenläufige Latten. Ein Motor arbeitet auf Hohlwelle und der andere starr, der dritte ist für die Kühlung zuständig. :D

Michael Schöttner
23.10.2003, 10:02
Hallo Christian,
die Kevelarschnüre bei den Anglern sind deshalb eingeführt worden, weil sie fast keine Dehnung aufweisen! Das hat nix mehr mit den Gummischnüren zu tun. Da sind feinste Kevelarfasern verflochten.
Die Schnüre sind auch optimal als Ruderanlenkung für Slowflyer wie z.B. Bleriot geeignet.

Gruß,
Michael

[ 23. Oktober 2003, 10:04: Beitrag editiert von: Michael Schöttner ]

Paul Hopfgartner
23.10.2003, 10:50
Hmmmm...

braucht man den Ringkern unbedingt?

man könnte auch eine herkömmliche Luftspule wickeln und innen und aussen Trommeln mit zueinanderzeigenden Magneten, dann hätte man den mag. Fluß exakt quer durch die Spulen, keinen Stator-> keine Eisenverluste, weniger Gewicht.

oder hab ich da einen Denkfehler?

mal ne Skizze:
http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_6365383232623761.jpg

:) Paul

Michael Schöttner
23.10.2003, 11:45
Hallo Paul,

Du brauchst nur noch eine Verbindung zwischen den beiden Rückschlüssen. "Stirnseitiges Eisen" Es gibt ein paar Scheibenläufer, die so ähnlich aufgebaut sind.

Bedenke noch: Das Spulensystem muß rein mechanisch das Drehmoment aushalten, das der Strom der dadurch fließt, erzeugt!

Gruß,
Michael

[ 23. Oktober 2003, 11:47: Beitrag editiert von: Michael Schöttner ]

Paul Hopfgartner
23.10.2003, 12:28
Warum brauche ich Stirnseitiges Eisen?

Ich denke mir mal die Feldlinien werden ungefähr so aussehen:
http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_3063616339303832.jpg

Eine Feldlinie durchquert 4x Magnete, 2xLuftspalt und je einmal den Rückschluß innen und aussen.

Würden die Feldlinien über einen Stirnseitigen Rückschluß laufen würde eine solche 2xMagnete, 1x Luftspalt und eben den U-förmigen Weg über den Rückschluß nehmen, das dürfte für die Feldstärke zwischen den Magneten eigentlich keinen Vorteil bringen, oder?

Das mit dem Moment ist ein guter Einwand, aber wenn die Spule ca. 2mm stark bei ca. 35mm Durchmesser müsste das eigentlich schon halten.

:) Paul

(der noch immer an Stromtierchen glaubt die beißen wenn man in die Steckdose greift)

[ 23. Oktober 2003, 12:45: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Michael Schöttner
23.10.2003, 14:27
Hallo Paul,
hast recht! Warum einfach,wenn's auch umständlich geht!
Gruß,
Michael

Rumpelstoss
23.10.2003, 20:06
Eine Frage an Christian: Kann ich die Ringkerntrafowicklung auch für einen Scheibenläufer verwenden?
Grüßt alle , nächstens mehr Gunter

Christian Lucas
23.10.2003, 23:15
Hi All,
Michael ich nehm CFK.
Paul,die crux is das Du bei Deinem Vorschlag nur eine Krafterzeugende Fläche hast die im mittel der Spulen ist,quasi ein Tango/Kontronik die äusseren Magnete braucht es da nicht.Liegen die Leiter aber um einen kern gewickelt hast Du von jeder seite des kerns eine Kraftbildende Fläche und das ist der Gewinn um möglichst viel schubfläche zu bekommen.So einen Motor wie Dein vorschlag gibt es als Solarrennauto motor der einer der Besten Motoren dafür ist siehe ,http://www.tip.csiro.au/Machines/success/sc.html ,so sieht das als Superwirkungsgrad motor aus.Slottless/ Ironless Verlustless Motor.
Die Wickeln übrigents mit Litze wegen Eddy Current.
Gunter,klar kannst Du einen Ringkern auch für eine Axialmotor verwenden,der muss nur entweder aus Ferrit,Pulvereisen oder aus Bandeisen gewickelt sein wegen der wirbelstromverluste,nicht aus Scheiben.

[ 23. Oktober 2003, 23:20: Beitrag editiert von: Christian Lucas ]

Claus Eckert
24.10.2003, 08:47
Hallo,

als "Nicht-Experte" frage ich mich, ob denn der Leistungsdurchsatz und der Wirkungsgradgewinn bei solch einer Bauweise so immens ist, dass er das höhere Gewicht mehr als kompensiert.

Auf der Hp liest man, das der Solarautomotor 14,5 kg bei einer Leistung von 3,6 kW und etwas über 1000 U/min macht. Ist natürlich eine andere Anwendung mit wesentlich mehr Drehmoment und höherer Betriebsspannung. Aber 3,6 kw im Verhältnis zum dem Gewicht, klingen im ersten Moment für E-Flieger etwas wenig. ;)

[ 24. Oktober 2003, 08:52: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Claus Eckert
24.10.2003, 14:51
Hallo

Hier nun ein "kleines" Bild von meinem "Kupfer/Eisenknäuel. Schön ist er nicht. Macht aber nichts. Habe ihn nur schnell an irgendeinen Regler angelötet, um zu sehen ob er überhaupt läuft. Hatte noch keine Zeit weiter zu machen. Aber ab Mitte nächster Woche wird es leichter ;)



http://www.rc-network.de/upload/1067000268.jpg

[ 24. Oktober 2003, 14:57: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Paul Hopfgartner
26.10.2003, 11:46
Hallo,

nachdem mein erster Innenläufer gut läuft hab ich gleich den 2. gebaut:

12"Nut"-10 Pol, 8W mit 28x0,2mm Draht(=0,88mm²), Magnete: 20 Stück 20x5,7x1,6mm (immer je 2 übereinander), Rotordurchmesser 33.5mm (27mm Stahltrommel+ je 2 Magnete), Aussendurchmesser 43mm, 3 Lagen Rückschlußdraht.
Gewicht: 154 Gramm :D .

Den dünnen Draht hab ich nur verwendet weil ich keinen anderen mehr zuhause hatte, eigentlich hatte ich gar keinen mehr bis ich die alte 220V-Wasserpumpe geschlachtet und ausgeweidet habe :p . Kugellager stammen aus einer alten Festplatte, die 39 Cent für eine neue Welle hab ich investiert.

Ok, Bilder:
http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_3061343733396431.jpg
http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_3137666431356232.jpg http://www.arcor.de/palb/alben/89/159189/400_3034373533326463.jpg

Polfühligkeit ist sehr gering, die Bremswirkung wenn man die Anschlüsse zusammenhält sehr gut spürbar, muß noch die Welle kürzen, Rotor armieren, hinteres Lagerschld einkleben, Prop montieren und ausprobieren, bin gespannt wieviele Amps der mit einer 9x5 Latte schluckt...

:) Paul

[ 26. Oktober 2003, 11:50: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Paul Hopfgartner
27.10.2003, 11:55
Hm, ich habe da eine Frage:

Welche Auswirkungen hat die in der Brushlessfibel angeführte Phasenlage vun Uind?
Ist diese wichtig für das Timing, oder auf den möglichen Wirkungsgrad, oder Anlaufverhalten?

Den neuen Motor hab ich gestern ausprobiert, ist gut gelaufen, 9x5 mit 8500rpm bei ca.13-14A, etwas wenig, also 11x6 Latte drauf, Strom bei ca. 22-23A, zum Drehzahlmessen bin ich nicht mehr gekommen weil entweder der Propeller sich an einem Kabel gefangen oder der Motor blockiert hat, ich kann echt nicht nachvollziehen was da passiert ist, auf jeden Fall sind 2 der Anschlußleitungen dort wo sie aus dem Harzklumpen kommen abgebrochen. :mad: . Also Stator neu wickeln, diesmal schiebe ich über die Anschlußleitungen ein Stück geflochtenen Schirm drüber, soweit daß er bis in den Harzklumpen reicht, so daß der Schirm unter einem Wickelkopf zu liegen kommt und mit eingeharzt wird, eine etwas stabilere Zugentlastung.

:( Paul

MiGli
29.10.2003, 08:42
Hallo,
toll was hier noch so läuft. Leider komme ich zur Zeit nicht zum bauen, weil ich Prüfungen habe...

Einen weiteren Versuch mit 7W/8x0,3 habe ich allerdings geschaft. Der Motor ist Drehfreudiger als der mit 9 Windungen. Daten hab ich noch nicht.

Die Spulen habe ich diesmal mit einem längs aufgeschnittenen Tablettenröhrchen (Multivitamin) und Kabelbindern/Schraubstock gepresst.
Geht Prima! Ich habe am Längsspalt etwas Material weggenommen, um einen kleineren Durchmesser zu erhalten...

@Paul,
tolle Motoren. Das mit den gerissenen Strängen ist mir auch schon passiert. Ein Stück Schrumpfschlauch, mgl. "in" den Spulen bringt Besserung. Aber Vorsicht! Das Epoxy darf nicht reinfließen, sonst bringt es wieder nichts. Ich habe etwas Silikon auf den Strang, dann einschrumpfen, überschüssiges Silikon weg, verharzen...

Aus was, oder von was, hast Du die Stahltrommel für Deinen 10-Poler genommen?
Wie dick ist der Stahl?

Grüße,
Micha

Paul Hopfgartner
01.11.2003, 10:19
Hallo,

eigentlich wollte ich ein Speed400 Gehäuse als Trommel verwenden, aber die eingestanzten Magnetanschläge haben mich dann abgeschreckt, also habe ich mir eine Trommel aus St360 gedreht, Wandstärke knapp 1mm, hinten und vorne eine Aluscheibe bei denen Die Naben so lang sind daß sie sich innerhalb der Trommel berühren, wollte sichergehen daß genügend Klebefläche auf der Welle zur verfügung steht.

Das Problem mit den abbrechenden Strängen hab ich (hoffentlich) gelöst: vor dem Wickeln löte ich an ein Ende das Stranges ein Stück 2,5mm²-Kabel, die Lötstelle lege ich dann so daß zwischen 2 Wickelköpfen liegt und auch noch ein paar mm der Isolierung mit eingeharzt wird. Die Lötstelle isoliere ich mit einer Lage mit Sekundenkleber verklebtem Bespannpapier.

Nachdem das Wickeln des 10-polers 3mal schiefgegangen ist hab ich eingesehen daß Murphy scheinbar nicht will daß ich den Motor so baue, also hab ich dem Rotor noch eine Lage Magnete spendiert (Durchm. 36,5) einen neuen Wickeldorn gemacht und das ganze eine Nummer größer gemacht. Gewickelt hab ich jetzt mit 12pol 8W mit insgesamt ca. 0,9mm², werde das mal im Dreieck verschalten und ausprobieren.

Eine Frage hätte ich:

Wie verhält sich ein Motor wenn man eine zu große Luftschraube montiert, abgesehen davon daß der Strom in die Höhe geht? Kann er dadurch ausser Tritt kommen, wenn ja wie sieht das aus? Kann es sein daß er dann ganz ruckartig stehenbleibt :confused:

:) Paul

[ 01. November 2003, 10:20: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

markulatus
09.04.2005, 11:42
hallo paul

hast du irgendwelche werte von dem großen motor??

gruss markus

ps: kannst du vielleicht bilder reinstellen?

SaPHeRMaXX
17.11.2005, 21:54
Moin,


bin momentan auf der Suche nach dem optimalen Rotor für Innenläufer. Dabei fiel mir auf, daß beim Profi scheinbar statt mehrerer an die Welle geklebter quaderförmiger Magneten eine durchgehende Hülse auf selbiger sitzt. Damit spart man sich doch ne Menge Ungenauigkeit beim Luftspalt und Unwuchten, wenn es ein gleichmäßiger Körper ist.

Jetzt die Preisfrage: wie muß ein Magnet polarisiert sein, damit dies funktioniert? Und wo gibt es solche Magneten? Bislang habe ich nur welche gefunden, die axial polarisiert waren.

Grüße


Arne (gefrustet, weil die Schönwetterfliegersaison vorbei scheint)

Aschi
18.11.2005, 10:06
Hi Arne

hatten wir diese Woche nicht schon mal kurz Kontakt.?

hier wird alles beschrieben:http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=89559&sid=c44e0f56c0871ce02a1b3c9c0e92e34f&hilight=aschi&hilightuser=0

Der Rotor muss Diametral Magnetisiert sein.


Grüsse
Thomas

SaPHeRMaXX
20.11.2005, 17:42
Heja Thomas!

Erwischt! ;) Stimmt schon, das siehst Du richtig, ich bin's! :D

Inzwischen hab ich ne ganz gute Vorstellung, wie die ganzen Teile ineinander passen. Mir fehlen nur noch wichtige Etwa-Angaben wie beispielsweise Drahtdurchmesser, Anzahl der Windungen und die Abmessungen des Dorns, um richtig loslegen zu können. Wird auf ne Schätzung hinauslaufen beim ersten Mal.. Werde aber am Ball bleiben, versprochen!! ;)


Grüße


Arne