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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flyware-Innenläufer



Josef Poisinger
13.09.2003, 21:36
hallo zusammen,

weiß jemand, ob die neuen MAX650 innenläufer schon ausgeliefert werden? hat vielleicht schon jemand damit praxiserfahrung??

gruss, josef
arado-info's: http://members.chello.at/karla.poisinger/

Olaf Lampe
16.09.2003, 12:45
Ich hab sie im ebay schon gesehen zum normalen Ladenpreis als Startangebot! Keiner hat drauf geboten. :D
Im Laden hab ich sie auch schon gesehen: sind bleischwer die Dinger...
...aber billig.
Gruss
Olaf

Josef Poisinger
16.09.2003, 21:50
hi olaf,

Zitat: "sind bleischwer die Dinger..."

laut datenblatt 210 gramm, finde ich eigentlich ganz normal.
http://www.flyware.de/pd546762901.htm?categoryId=13
reden wir da wirklich vom selben motor?

gruss, josef
arado-info's: http://members.chello.at/karla.poisinger/

Olaf Lampe
17.09.2003, 09:58
Original erstellt von Josef Poisinger:
hi olaf,

Zitat: "sind bleischwer die Dinger..."

laut datenblatt 210 gramm, finde ich eigentlich ganz normal.
http://www.flyware.de/pd546762901.htm?categoryId=13
reden wir da wirklich vom selben motor?

gruss, josef
arado-info's: http://members.chello.at/karla.poisinger/Auf der Startseite steht 240 Gramm, in den Datasheets 210 Gramm!? Subjektiv kam mir der Motor echt schwer vor.
Ich habe den Motor unfairerweise mit einem LRK-Motor verglichen und deren Gewichte liegen bei 250-300-Watt Motoren ca. 100 Gramm darunter.
Es wäre trotzdem interessant, wenn einer mal Testdaten von der wirklichen Höchstleistung posten könnte.
MfG
Olaf

[ 17. September 2003, 09:59: Beitrag editiert von: Olaf Lampe ]

A. Selinka
17.09.2003, 13:30
Hallo Josef und Olaf,

Andreas Wehrle hat auf dem (leider total verregneten) LRK Treffen den F7 demonstriert. Er hatte eine 17" LS montiert, was als Direktantrieb für einen Innenläufer schon sehr beachtenswert ist. Ich hatte die laufende Antriebseinheit in der Hand, es gab schon mächtig Zug.
Das sind natürlich subjektive Beurteilungen, Meßdaten habe ich auch noch nicht.
Der Motor ist trotz des erhöhten Gewichts, das man aber relativieren muß, hoch interessant.
Durch die Vielpoligkeit erreicht der Innenläufer Drehmomente, die ähnlich denen von Außenläufern sind und deshalb kommt er in den meisten Fällen ohne Getriebe aus. Wenn man hier wieder einen Gewichtsvergleich aufstellt, so wird ein 2-poliger Innenläufer mit Getriebe auch nicht mehr so gut abschneiden.

Die Vorteile dieser Motorenreihe sehe ich
- im Preis
- dem kleineren Außendurchmesser gegenüber den Außenläufern (bessere Einbaumöglichkeiten in Seglerrümpfen)
- dem Direktantrieb (Entfall von Getrieben)

Und mit dem (relativ höheren) Gewicht (die Motoren haben auch noch ein internes Gebläse), können sich vielleicht einige Tuner beschäftigen.

Ich habe mir einen Set mit F5 und Easy Controller bestellt. Wo bekommt man so was sonst für 119.- EUR? Den möchte ich in einen Segler einbauen. Wenn ich Meßdaten habe, kann ich sie hier reinstellen.

Viele Grüße
Arnim

Motormike
17.09.2003, 14:38
@Armin

Die Motoren sind schwerer als ein vergleichbarer Innenlaeufer mit Getriebe.
Wenn ich nur seine Antriebsbeispiele sehe macht er das mit 320gr, was wir als 185gr Auslegung im Hotliner benutzen. (13x11" 10 Zellen ca. 45A). Da kann ich noch ein paar andere Beispiele rauspicken falls der Bedarf besteht.
Ich hatte vor ca. 3 Jahren die Herren der Fa. PM/DM im Haus, die mir den Motor in der 8 poligen Variante angeboten haben. Das war bereits der Nachfolger der X Serie von Ikarus die auch von PM/DM gemacht wurden. Heissen da jetzt glaub auch anders.
Die Drehzahlen die er mit dem Gewicht und der Polzahl erreicht sind fuer 16 Pole ziemlich hoch, irgendwo muss der Preis herkommen. (Kunsstoffgebundene Magnete, etc...)
Der Motor hat bei diesem Preis seine Berechtigung, aber als Vergleich ist das gegenueber durchentwickelten Innenlaeufer nicht sehr geeignet.
So wie es Buerstenmotoren in den verschiedensten Klassen und Preisstufen gibt, gibbet dat auch bei Brushless Motoren.

Olaf Lampe
17.09.2003, 15:45
Original erstellt von Motormike:
@Armin

Die Drehzahlen die er mit dem Gewicht und der Polzahl erreicht sind fuer 16 Pole ziemlich hoch, irgendwo muss der Preis herkommen. (Kunsstoffgebundene Magnete, etc...)
Warum sollte man kunststoffgebundene Magnete verwenden, wenn Neodym-Magnete in grossen Stückzahlen gekauft auch nur 5-10% vom Gesamtmaterialpreis ausmachen? Das Gehäuse scheint mir "billig" zu sein. Der Rückschlussring ist z. B. nicht gedreht etc...
...nur meine Meinung
Olaf

Snoopy
17.09.2003, 20:34
Wo zur Hölle ist meine Antwort von eben? :confused:

Also nochmal auf die schnelle. Falls Interesse daran besteht würd eich mir nen Max650F6 besorgen und den mit meinem Torcman 350-20-13 verlgeichen und darüber einen Magazinbeitrag verfassen. Kein theoretischer Prüfstandstest sondern ein subjektiver Vergleich in drei unterschiedlichen Modellen (Ellipsoid für Thermiksegler, Lift Off als Hottie und nen Carneval als Funflyer, sobald ich ihn fertig habe).

Wenn mir Mike :D dann noch nen vergleichbaren Kontronikantrieb zum Vergleich leihen würde (Fun500-xx) könnte ich drei unterschiedliche Motorenkonzepte vergleichen.

Leelander
18.09.2003, 09:22
Snoopy! Würde mich interessieren. Bei mir heissts auch grad Aussenläufer oder Flyware-Innenläufer (für eine 1m-Pitts). Theoretisch hat natürlich der gewählte Aussenläufer (Orbit) Gewichtsmässig einen grossen Vorteil, kostet aber das Doppelte.

Wfly
18.09.2003, 23:15
Hallo,

hier mal eine Vergleichsmessung zwischen LRK350/25 mit 10,5 Windungen mit 14 pol Rotor
und MAX650-F6.

Die Messung des LRK stammt von Detlef Rosner und die des MAX von Ludwig Retzbach.

Beide Motoren haben fast die gleiche spez. Drehzahl und wurden je an 10V betrieben.

Der F5 entspricht Leistungsmässig nem LRK350/15 und der F7 einem LRK430/20.

Gruss Andreas Wehrle

http://www.rc-network.de/upload/1063919279.jpg

Snoopy
18.09.2003, 23:38
@Andreas
Die Wirkungsgradkurve ist schon recht beeindruckend, wobei ich immer so meine Probleme damit habe. Eine Kurvenschar (8V, 9V... 12V) würde schon ein etwas besseren Eindruck darüber vermitteln, wie gut der Motor wirklich ist.
Was man hier aber nicht vergessen darf ist das Gewicht der Kandidaten, der Max F6 ist wie ich grade sehe satte 320g schwer, damit wiegt er fast 100g mehr als der LRK 350-25-10.5 (228g), das ist mehr als eine Sub-C Zelle. Besser gesagt sind es locker zwei 4/5 Zellen.

Angesichts des Gewichts würde es mich schon interessieren, wie ein Kontronik Tango45-8 und ein Plettenberg Freestyle XL(?) dagegen aussehen.

Motormike
19.09.2003, 07:49
@Wfly
der Vergleichbare Motor, auch von der Drehzahl, so wie ich es in deinen Antriebsbeispielen sehe ist ein FUN480-33-4,2, der hat sehr aehnliche Daten . Ich kaeme net auf die Idee den Tango innem Lift Off XXs oder so einsetzen, ders fuer sehr grosse Maschinchen. 8 bis 14 Zellen lt. deiner HP passt doch, der Tango lebt von hoeheren Zellenzahlen. Wo ist das Problem?

Messungen 350-25-12,5
Flyware350_25_12einhalb 12V Beat50-6-18

Spannung [V] Strom [A] Drehzahl [U/min] Drehmoment [Nm] Wirkungsgrad
11,93 9,89 7741 0,104 71,7%
11,88 14,89 7499 0,178 79,0%
11,84 20,05 7288 0,251 80,8%
11,80 24,86 7101 0,322 81,7%
11,76 29,86 6889 0,397 81,5%
11,72 34,88 6705 0,470 80,7%
11,67 39,70 6540 0,538 79,5%
11,63 44,72 6340 0,609 77,8%
11,58 49,99 6146 0,682 75,8%

Haste da auch ne Messung von dem Motor? und nett waere es wenn du die Fx an die Händler auslieferts, ich warte auf meinen :D dann kann ich mal messen. Lt. FMT max. 80% bei 10V, aber fuer den Preis isses doch ok.

[ 19. September 2003, 10:48: Beitrag editiert von: Motormike ]

Wfly
19.09.2003, 12:27
Hallo Snoopy,

Die 10V Messungen waren leider die einzigen,
die genau gegenübergestellt werden konnte.

Interessant wäre es natürlich schon mal ein direkten Vergleich zwischen den hochgezüchteten
Tango Motoren und der Motoren mit den angeblich "kunstoffgebundenen Magneten" der MAX650-F Serie.

Mit dem Mehrgewicht des F6 muss mann halt leben. Im Gegenzug kann mann sich, für die Preisdifferenz von 245,- Euro zu einem "Tango" einen Akku, nen Regler sowie Zubehör kaufen und die Frau und Kinder noch zum Eis einladen.

Nun mal wieder Spass beiseite,
der Tango spielt natürlich in ner anderen Liga.
den müsste mann von der Leistungsklasse mit nem F7 vergleichen, welcher dann wiederum 85g schwerer ist aber auch nur 1/3 kostet.

Vieleicht kann ja Ludwig Retzbach, der gerade nen F7 zum Test hat, mal Vergleichswerte von nem Tango mit 640 RPM/V und nem F7 mit 660 RPM/V
reinstellen. (Ich denke so 20V und 30-50A = 600-1000W) wäre ein guter Leistungsbereich zum vergleichen)

Damit kann sich dann jeder ein Bild machen warum eben ein Tango 330,- Euro und ein F7 nur 99,- Euro kostet.

Gruss
Andreas

Christian Lucas
22.09.2003, 23:05
Hallo Mike,
zum Magnetsystem der Flyware Innenläufer,der 8 Poler hat wohl die Kunststoffgebundenen Magnetringe,die für höhere Drehzahlen auch besser passen da hier die wirbelstromverluste kleiner sind.Die 16 Poler haben dagegen ein sehr inovatives Magnetsystem mit Flußverstärkender bauweise und harten Neodymstreifen,Die Magnete leiten ihre kraft durch geblechte Flußleitkeile bei minimalen Luftspalt zum Stator.Das ist High Tech pur.Das Blechgehäuse aus gewickelten Stahlblech ist eigentlich fertigungstechnisch auch eine super Lösung da es seinen Zweck erfüllt und den Preis senkt.Also erst reinschauen in so einen Motor bevor man so seine Schlüsse zieht.
Ich habe früher mal für einen Freund einen Ikarus Motor abgespeckt,das heist eigentlich den Stator und den Rotor ausgebaut,den rest entsorgt und dann mit ein paar Lagerschilden aus CFK und einer harten ALuwelle den Motor auf fast das halbe gewicht heruntergedrückt.Sicherlich geht es mit den Flyware motoren nicht ganz so heftig aber etwas Eisen läst sich auch da noch entfernen,die Ikarus Motoren hatten noch die ganze Sensormimik eingebaut.

Marcus M
24.09.2003, 23:39
Fazit :
Flyware gut und günstig.
Hacker Kontonik usw. besser und teurer

oder ?

Gruß

Marcus

Michael Schöttner
25.09.2003, 11:00
Die Frage ist nicht besser oder teurer. Es ist doch schön, dass es gute Motoren für jeden Geldbeutel gibt. Jeder findet für seine Anwendung im richtigen Preis/Leistungsverhältnis das passende.
Interessant wäre allerdings der Vergleich mit gleichteuren Bürstenmotoren. Wenn ein kompletter Brushlessantrieb (Regler + Motor) für um die 100,-€ zuhaben ist, sollte der Umstieg für jeden einen Gedanke wert sein.
Letztendlich provitieren auch die Hersteller im oberen Preissegment davon, denn wer mal Lunte gerochen hat...

Deshalb freut euch, dass solche Motoren den Markt bereichern und probiert sie einfach aus. So teuer sind sie ja nicht. Da liegen ganz andere Kaliber wegen Fehlkauf in der Schublade.

Gruß,
Michael

tebi
25.09.2003, 12:06
Da ich soeben meinen Lehner 1520-14 an MicorEdition 4:1 vermessen habe, hier mal ein Vergleich an einer 12x9 Cam Carbon Klapp:

Flywareangaben Max 650-F5:

7 Zellen 40 Ampere 6.500 U/min
8 Zellen 45 Ampere 7.000 U/min Gewicht 240g

Eigene Messung Lehner 1520-14 an 4:1:

8 Zellen 36 Ampere 6.574 U/min (bei 8,8 Volt) Gewicht 153g

Gemessen an 8x3000 NimH. Sinnvoller wäre bei Flyware natürlich eine Spannungs- anstatt einer Zellenangabe, weil die Zellenangabe wenig aussagekräftig ist.

Sehr lobenswert übrigens die Übereinstimmung mit dem Datenblatt, dass ich seinerzeit (Ende 1999) zu diesem Antrieb von Herrn Reisenauer bekommen habe! Seine Angabe bei 8,8 Volt ist völlig identisch bzgl. Strom und U/min zu meiner Messung. Leider habe ich diesbezüglich schon mächtig Übertreibung seitens anderer Herstellerangaben kennengelernt, ich hoffe Herr Reisenauer ist ebenfalls im Zuge des Konkurrenzdruckes nicht den Übertreibungen verfallen.

Nun kann sich jeder selber einen Reim aus den Angaben machen:
Lehnerantrieb: 90+153= rekordverdächtige 243,- Euro.
Flyware Max650-F5 schon für 62,- Euro gesehen.

Sollten also die Flywareangaben stimmen, erkauft man sich für den vierfachen Preis ca. 4A weniger Strom und 70g Mehrgewicht (abzüglich einer Zelle!)

Leider sollen die Max650 im Moment nicht lieferbar sein, ich bin schon sehr gepannt auf meine ersten Messungen mit diesem Motor!

[ 25. September 2003, 21:41: Beitrag editiert von: tebi ]

Motormike
25.09.2003, 12:44
Max650-5
241gr
8,8V
39,3A
10x7" APC
9080U/MIN

8,9V
38,8A
10,5x6" Graupner grau
9130U/MIN

Gerd Giese
25.09.2003, 12:54
Hi tebi,

... erkauft man sich für den vierfachen Preis ca. 4A weniger Strom ...Äh, nicht ganz so einfach, da die Drehzahl des Props nicht gleich ist!

Bei deiner Messung unterscheiden sich die Motoren NUR um ~1% Wirkungsgrad, zugunsten des Lehner!

http://www.rc-network.de/upload/1064487650.jpg
- Spannung aus meinem Erfahrungsschatz angenommen!

;) -> siehe Berechnung, auch auf meiner Page!
(Idee ist von Peter, einfach genial und genau zum Vergleichen!)

[ 25. September 2003, 13:01: Beitrag editiert von: gegie ]

plinse
25.09.2003, 19:56
Moin,

ich habe mir den Shark 7 für mein Mono1 Rennboot zugelegt. Im Set hätte ich ihn mit Steller für 99€ haben können, da ich da aber an eine Maximaldrehzahl von 30k gebunden gewesen wäre und es nur ein 30A Steller gewesen wäre, habe ich einen Jeti Master Navy genommen.
Die Master schaffen 37,5k und das sollte unter Last reichen, auch bei etwas Überspannung und strommäßig habe ich 10A mehr Luft + Wasserkühlung, also effektiv noch mehr Luft.

Trotz nicht vorhandener Wasserkühlung wird der Motor kaum warm, obwohl ich einen Prop fahre, der bei leistungs/drehzahl/mäßig vergleichbaren anderen BL's oberes Limit ist. Von anderen habe ich bereits gehört, dass der Motor auch bezüglich Geschwindigkeit mit den etablierten, edleren Vergleichsmotoren im direkten Fahrvergleich mithalten kann und trotzdem nicht zwingend eine Wasserkühlung braucht.

Sicher, in der Verarbeitung ist der Motor weniger hübsch, aber solange diese Motoren preiswert bleiben, sind für mich edele Kollektormotoren gestorben und Edelbrushless sind halt eine Egofrage. In einem Wettbewerbsmodell will man keine Kompromisse eingehen, Rennboote fahre ich aber nur noch for fun und ein vergleichbarer Motor, der den gleichen Job machen würde, kostet da mal eben Faktor 3 mehr.

Ernsthafte Frage: Wer nutzt das von uns aus? Wer merkt es überhaupt? Im direkten Fahrvergleich hat der Shark7 mit vergleichbaren Edelmotoren mithalten können und was will man mehr?

Mir ist auch klar, dass man einen Antrieb wesendlich feiner durchentwickeln muss, um die gleiche Leistung bei ~1/4 weniger Gewicht und wesendlich weniger Motorvolumen aufbringen zu können, die Frage bleibt also ziemlich darauf beschränkt, ob das einem den Mehrpreis (Faktor 3) wert ist. Wir sprechen hier halt von einem BL-Antrieb zum Preis eines Bürstenantriebes, der zwar etwa das Gewicht eines Bürstenantriebes hat, aber die Leistung eines Brushless.
Ich denke eine gescheite Modellabstimmung ist ausschlaggebender als das Mehrgewicht gegenüber einem gleichstarken Edelantrieb.

Snoopy
25.09.2003, 20:42
@Eike
Das mit dem Boot ist schon ein interessanter Vergleich, nur spielt da das Gewicht nicht ganz so die Rolle wie im Flieger.

Wenn ich z.B. den 650-6 mit nem Fun480-33 5,2:1 und nem 350-25-xx LRK vergleichen würde, dann würde beim 650 rauskommen, dass er z.B. für meinen funflyer viel zu schwer ist (das gibt dann Schwerpunkt- und Festigkeitsprobleme).

Trotzdem, für den Preis ist er wirklich OK. Da würde vielleicht auch mal die Verbrennerfraktion (ich denke da an die typischen Anfängerhochdecker, die hier in der Gegend noch sehr viel geflogen werden) darüber nachdenken, ob sie nicht umsteigen wollen. Ein Anfänger hat schon mit dem Fliegen genug Probleme, ein zuverlässig funktionierender E-Motor nützt ihm bestimmt mehr als ein neuer Verbrenner, der erstmal eingestellt werden möchte.

plinse
25.09.2003, 21:18
Moin Snoopy,

bei den ernsthaften Rennbooten wird genauso auf Gewicht geachtet wie bei den Fliegern. Nur ist das wie meistens, durch das Regelwerk ist man eingebremst, wenn man aber etwas weniger Fahrzeit in Kauf nimmt, ist das Mehrgewicht ausgeglichen und der Verlust an Motorlaufzeit ist nicht mal gravierend, macht sich nur bemerkbar, wenn eine unerbittliche Stopuhr festlegt, daß die Zeit noch nicht rum ist.

Für reine Hobbyflieger nur das beste Material verwenden zu müssen, beispielsweise für Funflyer, ist die Mentalität, sich nicht eingestehen zu können, daß für die eigenen Flugkünste das nicht Not tut.
Mein erster F5D, den ich gebaut habe, ist auch wesendlich zu schwer, der Unterschied zu einem später gebauten, wesendlich leichteren ist im alltäglichen Fliegen nicht nennenswert spürbar, der einzig wirkliche Unterschied: Der eine erfüllt das Reglement, der andere nicht. Da könnte ich mir keinen Motor mit 25% Mehrgewicht leisten. Aber nicht des Fliegens wegen.

Gerade beim Funflyer aus Balsa-Fachwerk, baut man halt eine etwas kürzere Schnautze und dann paßt das auch ohne verrücken des Akkus ;) .

tebi
25.09.2003, 22:03
@Hallo Gerd,

ich bitte noch um Korrektur deiner Tabelle, da du versehentlich für den Lehner Motor eine Spannung von 9,2 Volt eingetragen hast. Diese betrug jedoch bei meiner Messung (wie auch oben beschrieben) 8,8 Volt.

Der Wirkungsgradunterschied liegt dann bei 3,5 %. (Ist zwar auch nicht eklatant, aber schon etwas mehr als 1 %)

@Hallo Mike,

wenn der Motor nach deiner Messung an einer 10x7 APC bereits knapp 40 Ampere zieht, wie soll er dann bloß bei einer 12x9 CCarbon noch bei 45A liegen!? Möglicherweise hat Flyware hier etwas übertrieben.

Letztendlich sind tatsächliche Wirkungsgradunterschiede und Leistungsvergleiche für mich natürlich wirklich erst aussagekräftig, wenn mir der Motor vorliegt und ich Messungen an derselben Luftschraube vorgenommen habe.

Mike, hast du nicht zufällig Lust, mir den Motor zu leien? (Ich spreche aus dankbarer Freestyle Erfahrung!)

Christian Lucas
25.09.2003, 22:05
Hi,habe heute mal den Stator und rotor des Ikarusmotores auf die Waage gelegt,wiegen 98 gram mit Aluwelle,mit Lagerschilden und Lagern 125gram.
Alles was ich wegreduziert habe kommt auf ca.85gram für den 15mm langen Statormotor.
Für Leichtbaufetischisten gibt es also genug zum wegreduzieren,viel kaputt ist bei dem Preis für einen der mit einer Drehbank umgehen kann auch nicht.125 Gram sind dann schon ein richtiges Kampfgewicht.
Hi Eike,
beleg mal einen Kurs an Deiner Uni bei Prof.Weh,oder Prof.Canders das sind wahre Saurier auf dem E-Motoren gebiet,mit Dr,Deg hatte ich guten Kontakt nur weiß ich nicht ob er noch an der Uni ist,er wollte in die Industrie.Hab mal Deine HP besucht und es gefällt mir gut das Du nicht nur auf Flieger oder Boote festgelegt bist und die langweiligen Teiler egal welcher Zunft sind auch nicht Deine Lieblinge,es muss ehr ehr richtig schnell sein.

Josef Poisinger
25.09.2003, 22:12
hallo zusammen,

kann bitte mal jemand zur ursprungsfrage stellung nehmen:


Original erstellt von Josef Poisinger:
weiß jemand, ob die neuen MAX650 innenläufer schon ausgeliefert werden? ich meine damit die "normalen" bestellungen, nicht die test-profis. meine bestellung ist ca. 4 wochen alt :confused:

gruss, josef
meine arado 555: http://members.chello.at/karla.poisinger/

Motormike
26.09.2003, 07:00
Ist net meine Messung
August FMT Seite 101 und 102

Wfly
26.09.2003, 07:56
Hallo Christian,

hatte der Ikarus Motor einen 15er Rotor/Stator?

Gruss
Andreas

Christian Lucas
26.09.2003, 09:43
Hi Andreas,
sorry mit 15mm meinte ich die Statorlänge,der Rotordurchmesser ist 21,5mm.
Josef,auf dem Stand in Aspach gab es einen ganzen Berg von den Motoren,der Andreas liest mit
ruf doch kurz mal an.Tel:07723/91035 geht doch ganz einfach.

[ 26. September 2003, 09:45: Beitrag editiert von: Christian Lucas ]

Wfly
26.09.2003, 10:23
Hallo Tebi,

habe nochmal mit nem F5 und ner Aeronaut CAM Carbon 12"x9" mit unserem neuen "EA-PS 9036-080" Netzteil" gemessen.

Als Controller diente allerdings ein WAVE6016, der gerade unseren Prüfstand besetzt hat.

6,9V 40,1A 6575 RPM/V
7,7V 45,0A 7070 RPM/V
8,3V 50,0A 7450 RPM/V
8,9V 55,0A 7800 RPM/V
9,4V 60,0A 8000 RPM/V
10V 65,0A 8330 RPM/V

Motor erwärmte sich nach etwa 2 min Dauerlauf mit 9,4V und 60A auf etwa 65°

Die Drehzahl wurde mit nem SM Unitest gemessen.

Gruss
Andreas Wehrle
-Flyware-

Belgarath
26.09.2003, 13:05
Original erstellt von Josef Poisinger:
[...] kann bitte mal jemand zur ursprungsfrage stellung nehmen: [...]Scheint nicht so, Josef. Denn der, der's könnte (Andreas 'Wfly' Wehrle - nehme an, daß er mit Flyware 'verbandelt' ist, Inhaber ist ja namentlich nicht auf der Website ersichtlich), hat offensichtlich kein Interesse daran (bist ja auch nur ein Kunde, der eine Bestellung offen hat).

Wie überhaupt das Antwortverhalten dieser Firma ein wenig lasch zu sein scheint - hatte vor mehreren Monaten bereits eine Anfrage über die Bedeutung der Modellbezeichnung der kommenden MAX 400er Serie gestellt, Reaktion gleich Null, nämlich nicht mal eine Antwort.

Auch eine Art und Weise, mit potentiellen Kunden umzugehen - allerdings keine besonders umsatzfördernde.

lg,
Klaus

Andreas Maier
26.09.2003, 16:10
hallo ihr ,
wenn ihr schon am messen seid:
600 hopf hydrorace,3,5:1 aeronatgetr,
8zellen 1700(2 jahre alt),
LS graupn 10x8 cam starr.
27amp. 8400U/min.
mot:50,- ,regler alter schulze.
--es geht auch mit bürsten!--

mfg.:andreas

Marcus M
26.09.2003, 17:26
Flyware macht im moment warscheinlich eher Großkundenbetreuung (Graupner). Könnt mir schon vorstellen, dass der kleine Mann da etwas auf der Strecke bleibt :-(

Gruß

Marcus

tebi
27.09.2003, 10:23
Bzgl. Lieferbarkeit wurde mir Gestern von Flyware gesagt, dass eine Bestellung aktuell 4 Wochen Wartezeit beansprucht.

Hallo Andreas,

das ein Motor in der Größe ohne Getriebe eine 12x9 so schnell dreht ist schon wirklich erstaunlich! Die Daten bei 8,9 Volt in Gerd´s Wirkungsgradtabelle eingetragen ergäbe ein Wirkungsgradplus für den Max650 i.H.v. 8,3% gegenüber dem Lehner. Kaum zu glauben.

Allerdings wird es mit der Anpassung ein bischen schwierig: mit 6-7 Zellen fliegt so gut wie keiner, ab 8 Zellen wird der Stromkonsum doch etwas hoch (weit über 50 Ampere). Das zeigt, dass hier doch eher eine kleinere LS Sinn macht.

[ 27. September 2003, 10:35: Beitrag editiert von: tebi ]

Andreas Maier
27.09.2003, 12:27
@-tebi:
"das ist ein alter hut"
mann nimmt zb.:600er-9,6v betreibt diesen mit
max 7 zellen , dann kann man große LS mit
wenig drehzahl und amp. betrieben.
--ohmsches gesetz--
nur der wirkungsgrad bleibt auf der strecke.

mfg.:andreas

tebi
06.10.2003, 21:05
Hallo,

ich habe den Max650-F5 mal an einer 11x8 CamCarbonKlapp von Aeronaut am Unitest getestet und mit meinem Flyware Außenläufer 350-15-12,5 verglichen.
Der Außenläufer wiegt 160g

.........der Max 650-F5 250g!!

laut meiner Waage.

Beide an Sanyo 8x3000 NimH

http://www.rc-network.de/upload/1065465519.gif

Bei Vollstrom genehmigt sich der F5 knapp 50 Ampere an einer 11x8. Eine größere LS zu montieren, macht meiner Meinung nach wenig Sinn.

Der Vergleich spricht für sich. Die unten aufgeführten fettgedruckten Mittelwerte zeigen z.B., dass der F5 zwar 200 U/min höher dreht, sich für die geringe Mehrleistung jedoch 14 Ampere mehr gönnt und damit noch 90g schwerer ist.

Hält man den gleichen Stromkonsum nebeneinander, so dreht der F5 bei 35 Ampere 7.200 im Vergleich zu knapp 8000 U/min des Außenläufers.

Vergleicht man identische Drehzahlen, z.B. 7.993 U/min zeigen sich 47,5 A zu 35A. Die Spannung kann man hier vernachlässigen, da beide mit demselben Akku vermessen wurden. Sie ist bei identischer Drehzahl nur unterschiedlich, weil sie durch den hohen Stromkonsum des F5 deutlich mehr in die Knie geht.

Mein Fazit: Der 350-15-12,5 ist ein toller Motor, weil er leicht ist und dabei gute Leistung bringt. Der Preisvergleich zeigt 69,- Euro zu 119,- Euro. Die 69,- sind äußerst verlockend und der Unterschied ist natürlich nicht unerheblich, aber meines Erachtens sind die 119,- wesentlich besser angelegt.

tebi
06.10.2003, 21:25
Übrigens, Andreas,

du schreibst:

7,7V 45,0A 7070 RPM/V an einer 12x9 CCarb

7.46V 55.36A 6909 RPM/V ergibt meine Messung bei

Vollgas an einer 12x9 und 8x3000 Sanyo NimH.

Wfly
07.10.2003, 07:44
Hallo Tebi,

was für ein Controller hast du denn benutzt?
Welches Timing usw...

Deine gemessenen Werte erscheinen mir etwas stark von meinen abweichend.

Werde nochmal ein Motor mit ner 12"x8" vermessen.

Gruss Andy

tebi
07.10.2003, 10:14
Hallo Andreas,

Messungen mit Future 58bo, Modus 1:

"scharfes Timing, 9,6 kHz, für höchsten Wirkungsgrad und höchste Drehzahl" (Angabe von Schulze)

Wfly
07.10.2003, 14:17
Hallo Tebi,

also ich kann Messen wie ich will, aber ich komm mit nem 70er Master Regler oder unserem Wave6016
an 7,5V und der 12"x9" Aeronaut Schraube nie und nimmer an die 55A.

Ich will ja nichts gegen den Schulze Regler sagen,
aber die Unterschiede kommen mir schon etwas kurrios vor.

zumal die Wirkungsgrad Messkurven die ich von Ludwig Retzbach bekommen habe, sich fast mit meinen Messungen decken.
V A U/min Eing Ausg Eff%
8,02 35,0 8438 280,70 226,85 0,81

Meine Messung laut Antriebstabelle
8 Zellen (8,2V)/ 36A / 8450 RPM
Easy4012 und 12"x6" CamProp

Teste mal nen anderen Regler mit nem fest einstellbaren Timing.

Gruss Andreas

Wfly
07.10.2003, 14:37
Tebi,

deine gemessenen Werte des LRK350/15-12,5W musst du mal mit den Ergebnissen aus der Simulations-Software "FlySim" vergleichen.

Es überrascht mich jedesmal selbst, wie genau das stimmt.

Gruss Andreas

tebi
07.10.2003, 19:12
Hallo Andreas,

ich habe inzwischen an einem anderen Motor festgestellt, dass der Schulze Regler mit dem eingestellten Timing Stufe 1 scheinbar sehr "scharf" ist.
Der Unterschied bei einem Lehner 1520-14 an 4:1 und einer 13x11 macht folgendes aus:

Schulze-Regler:... 37Ampere bei 5.500 U/min
Jeti-Gold-Regler:. 33Ampere bei 5.300 U/min

Insofern scheint der Schulzeregler bzgl. des hohen Stromes einiges auszumachen.

Leider kann ich den F5 nun nicht mehr mit dem Jetiregler testen, weil ich ihn gegen einen Flyware Außenläufer getauscht habe.

Wfly
07.10.2003, 19:45
Hallo Tebi,

ich glaube nicht das das scharfe Timing beim Schulze Regler der Grund für den schlechten Wirkungsgrad ist. Mit dem Jeti Master hatte ich auch 30° Timing und liege trotzdem im Vergleich mit dem 350/15 mit 10,5 Windungen und dem F5 etwa gleich auf. Es scheint eher ein anderes Problem zu sein warum der Schulze-Regler mit dem F5 bei den hohen Strömen so viel schlechter abschneidet.

Hast du im Regler ne aktuelle Software-Version?

Eventuell kann ich ja mal nen MAX650-F5 zu
Schulze senden.

Gruss Andreas
-Flyware-

tebi
13.04.2004, 03:27
Hallo Andreas,

hier nochmal ein Nachtrag von mir bzgl. hoher Stromkonsum des damals vermessenen Max 650 F5. Der hohe Stromkonsum ist eindeutig dem Schulze Steller und dem falsch eingestellten o.a. Timing (Stufe 1) zuzuordnen, da der im folgenden dargestellte Vergleichstest an einem Lehner Basic XL+MicroEdition 4,5:1 an einer 12x9 CC u. 8x3000GP ebenfalls erhebliche Unterschiede im Stromkonsum aufzeigt:

HackerMaster 40B Timing 5 Grad......SchulzeFuture 55bo Timing Stufe 1

http://www.rc-network.de/upload/1081818985.GIF

Vergleicht man gleiche Drehzahlen, z.B. 7.200 U/min, ergibt dies einen höheren Stromkonsum des Schulzereglers von 7 Ampere!

Ich würde somit den F5 gerne nochmal testen, er liegt mir aber wie oben bereits gesagt, nicht mehr vor.

Gast_56
22.04.2005, 08:33
Hallo,

zu den Flyware-Innenläufern findet man bis auf das PDF-Blatt des Herstellers relativ wenig Meßwerte im Netz!? Fliegt keiner diese Motore?

Gerade wegen des Mehrgewichts habe ich Interesse an einem MAX650-F6! Warum? Weil ich einen älteren Hotliner liegen habe (Blue Gemini), bei dem der Schwerpunkt mit 10 Zellen und modernen leichten Antrieben kaum hinzubekommen ist.
Also, was ist da einfacher, als einen schweren brushless Motor einzubauen, der auch noch günstig ist??
Ähnlich verhält es sich übrigens bei meinem Blue Yorker, hier könnte der F7 gut passen.

Die Werte auf dem PDF des Herstellers geben mir Rätsel auf:

MAX650-F6, 13"x7", 10 Zellen, 31A, 7800rpm
MAX650-F6, 14"x9.5", 10 Zellen, 44A, 6650rpm
MAX650-F6, 13"x11", 10 Zellen, 44A, 6900rpm
MAX650-F6, 15"x8", 10 Zellen, 53A, 6900rpm

Meine Erfahrung sagt mir, daß der Motor bei gleicher Spannung aber mehr Strom in der Drehzahl deutlich sinken muß (Tendenz zum "Abwürgen"). Das kann ich hier absolut nicht erkennen. Für 44A werden zwei verschiedene Drehzahlen angegeben und dann für 10A noch einmal die gleiche, wie für 44A. Da stimmt was nicht?! :confused:

Hat jemand Meßdaten vorliegen?
Tendenziell scheint der Motor für mich ok zu sein. Also werde ich ihn evtl. auch ohne weitere Meßdaten kaufen und selbst durchmessen.

Gruß
Heiko

Gerhard Würtz
22.04.2005, 13:38
Meine Erfahrung sagt mir, daß der Motor bei gleicher Spannung aber mehr Strom in der Drehzahl deutlich sinken mußDas muß nicht sein. Bei einem steifen Motor geht "nur" der Strom hoch. Solche Motore haben ein relativ breites ETA max.

Gerd Giese
23.04.2005, 09:21
Für 44A werden zwei verschiedene Drehzahlen angegeben und dann für 10A noch einmal die gleiche, wie für 44A. Da stimmt was nicht?!
MAX650-F6, 14"x9.5", 10 Zellen, 44A, 6650rpm
MAX650-F6, 13"x11", 10 Zellen, 44A, 6900rpm

... das ist ganz einfach, die Messpannung braucht nur um 0,5-1V auseinander zu liegen dann erhält man derartige (scheindrift) Werte.

Ich habe hier einen auf meinem Prüfstand von den ganzen Controllertest's. Wenn Bedarf ist zeichne ich eine Messung bei 8V und/oder 10V und/oder 12V am drehmomenttisch auf.

Den F7 habe ich schon vermessen:
http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1114241241.gif

[ 23. April 2005, 09:33: Beitrag editiert von: gegie ]

Gast_56
23.04.2005, 12:12
Moin Gerd!

Hast Du noch den F6 liegen?
Wäre toll, wenn Du den an 10V und 12V messen könntest.

Vielen Dank
Heiko

Gerd Giese
23.04.2005, 17:43
Moin,
ich hoffe nun Licht ins Motorendunkel gebracht zu haben, denn auch der F6 ist jetzt vermessen:

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1114270960.gif

Hier überarbeitet:
http://www.elektromodellflug.de/datenbank.htm

[ 23. April 2005, 18:29: Beitrag editiert von: gegie ]

misi
23.04.2005, 22:03
Offensichtlich bin ich ja der Einzige der erfolgreich einen Flyware F7 einsetzt?!

War heute wieder fliegen. Mit nicht frisch
geladenen GP3300er war/ist die Steigleistung beeindruckend.

Modell: E-Xtreme 2,4kg mit 14 GP 3300er, 1,55m Spannweite 16x8 Camcarbon 47er HM-Mittelstück

Ich denke, wichtig beim Einsatz eines jeden Motors ist ein geeignetes Modell. Das Mehrgewicht ist oft vorteilhaft(Schwerpunkt). Mit einer fliegergerechten Flugweise ist es übrigens völlig egal, wie hoch der Wirkungsgrad nun in Wirklichkeit ist. Mit meinem Kunstflieger fliege ich im Bereich von 20-30A immer im optimalen Bereich. Und senkrecht raussteigen ist sogar mit nicht warmen GP3300er möglich (wie schnell der nun raussteigt ist eigentlich egal, ich muss es nicht zeigen, ich weiss, das es geht, das reicht). In Aspach 2004 hat sich, denke ich, auch keiner über eine mangelnde Power beklagt. Das schöne Flugbild war viel Spannender und die einzige Torquerolle mit NichtDepron an dem Tag gehörte auch mir :) .

Hatte damals gemessen:

Spannung 13,5V
Drehzahl 6400U/min
Regler MGM 80A Timing automatisch

Momentan fliege ich den Regler mit 25° Timing, da es unter Volllast mit autom. Timing Probleme gab.

Ich denke aufgrund der hohen Polzahl ist eine sorgfältige Reglereinstellung nötig. Ein Jazz würde den F7 übrigens nicht zur Volldrehzahl bringen. :(

@gegie

Hast Du die Möglichkeit die Werte zu überprüfen? Habe hier einen 60mV 50A Stromshunt samt Messwandler. Somit kann ich den Strom nochmal bei Bedarf auf ca. 0,5%-1% genau bestimmen.

Gerd Giese
24.04.2005, 09:02
Ein Jazz würde den F7 übrigens nicht zur Volldrehzahl bringen.
Wird von Kontronik sogar explizit untersagt!

Wieso überprüfen? Auf meiner Page sind doch deshalb (oder hier) die Motoren-Diagramme!?

misi
24.04.2005, 12:51
[/QUOTE]Wird von Kontronik sogar explizit untersagt!

Leider. Sonst hätte ich mir wohl jetzt doch mal so einen Regler gegönnt. Ohne Bec und der Motorlauf soll auch gut sein.

Gerd blicke leider bei Deiner Kurve nicht durch ???

Ist die hellgrüne Kurve oben die Messung mit einer 16x8 bei 14V?

Habe gerade eine Messung mit meinem grossen DIN Shunt gemacht und bei Volllast 66mV Spannungsabfall gemessen. Für einen 60mV/50A Shunt bedeutet dies 55A. Spannung ca 13,8V. Die Drehzahl muss ich noch nachliefern. Eine frühere Messung hatte 6400U/min allerdings mit 52mm Mittelstück.

[ 24. April 2005, 12:54: Beitrag editiert von: misi ]

Gerd Giese
24.04.2005, 18:26
Moin,
ich dachte das wäre klar. :confused:
Die Geraden sind der Drehzahlverlauf in Abhängigkeit der Last bei 10-12-14V. Die Kurven der Wirkungsgrad zu den 10-12-14V Spannungen.

Zusätzlich habe ich Propwerte angegeben bei denen ich den Motor vermessen habe - das ist alles.

Übrigens Deine Messung mit 13,8V und 6400U/min bei 55A deckt sich zu 100% mit dem Diagramm - klasse! Der F7 ereicht dann 71% Wirkungsgrad.

Übrigens, Dir ist bewußt das der Motor schon in der absoluten Überlast betrieben wird!?

...so, habe die Diagramme noch einmal überarbeitet:
http://www.elektromodellflug.de/motoren/f6-f7-diagramm.htm

[ 24. April 2005, 18:48: Beitrag editiert von: gegie ]

Gast_56
24.04.2005, 19:31
Original erstellt von gegie:
Übrigens, Dir ist bewußt das der Motor schon in der absoluten Überlast betrieben wird!?Wo fängt denn der Überlastbereich an? Etwa alles nach eta-Max? Wer definiert diesen?
Die meisten Motoren arbeiten doch jenseits ihres Eta-Max, oder? Oder sind die 55A über der max. Herstellerangabe?

Gruß
Heiko

misi
24.04.2005, 19:35
Gegie,

nach näherer Betrachtung sehe ich auch die Übereinstimmung. :)

War heute nochmal fliegen. Stelle das Video hier auch nochmal rein, um ein wenig die Flugleistungen zu zeigen.

www.misi-online.de/videos/extreme2.avi (http://www.misi-online.de/videos/extreme2.avi)
(ca. 6MB aktueller Divx Codec, bissl unscharf)

Kurz nach dem Start wird der Flieger senkrecht nach oben gezogen. Ebenso ist ein Raussteigen aus dem Torquen zu sehen. Alles ohne Lipoly und mit kalten GP3300er :)

@gegie

Welches Kriterium ist für die Überlast wichtig und wie hoch wäre der 100% Bereich beim F7? Im Realfall benötige ich die 55A nur zum Start(naja eigentlich auch nicht :) ) und ca. 30-35A Strom beim Hovern und bissl mehr beim Torquen(Gaseinsatz).
Hast Du eine Vergleichskurve(eta) eines 14 Zellen Lehner?

Wie im Video beim letzten Hovern zu sehen ist, ist mal wieder mein Mitnehmer samt Prop abgehauen. Was verwendest Du auf dem Prüfstand? (Hatte erst HM m. Umfangsklemmung und nu HM mit Madenschrauben)

Schöne Grüße und viel Spass beim Video anschauen.

Micha

[ 24. April 2005, 19:38: Beitrag editiert von: misi ]

Gerd Giese
25.04.2005, 06:24
..Überlastbereich ..

Kennt man die Wickeldaten (Drahtquerschnitt & Windungen) eines Motors nicht, gibt es nur ohne Messungen "typische" Zeichen.
... in kurzer Zeit starke Erwärmung! ;)

Bei ETA-max entsprechen die Eisenverluste = den Kupferdrahtverlusten. Dadrüber überwiegt das Kupfer und dann ...

Ein E-Motor wird in erster Linie durch zu hohen Strom überlastet - P[Verlust] = I^2 * Ri.
(Ri = Innenwiderstand des Motors (Wicklungen))
Die Spannung spielt dabei nicht die Rolle - höchstens wenn es um die Maximal- drehzahl und /oder -drehmoment geht.

Gute Hersteller geben IMMER den Maximalstrom an UND die maximale Leistung (entspr. = Drehmoment u. Drehzahlgrenze) an.

Der F6 hat einen Ri von 0,06Ohm, F7 = 0,08Ohm. Bei 50A wären das 150W (200W) Verlustleistung! (es fällt auf, das bei dieser Betrachtung die Spannung völlig unter den Tisch fällt) ;)
- wie lange ist die Überlastung - wichtig!!!
- bei sehr guter Kühlung kein Problem
- ohne Kühlung in kurzer Zeit der Hitzetot
- wo ist also jetzt die Überlastgrenze :confused:
- manch einer toleriert 20% ETA-MAX-Einbruch ein anderer immer noch 30%!
Ergo: es gibt keine exakte Definition des Überlastbereichs ...

Meine (eigene) Faustregel ist dazu:
Erreicht die Verlustleistung ca. 1/4 der MAXIMALEN Leistungsangebe des Herstellers, ist ja meistens angegeben, ist die absolute Leistungsgrenze erreicht, ja schon überschritten wenn nicht entsprechend gekühlt wird.

Die Vergleichskurve eines (meines) Lehners 1920/13-6:1 habe ich auf meiner Page. Auch einzelne Propmessungen habe ich dazu. Hier hat er eine Aero-CC-16x8/47mm - 6430n - 15,6V - 41A - 640W bedreht.

Das sind echte 120W weniger Verlustleitung zum mehr als doppelten Preis ... ohne Kommentar! ;)

Laut Drehmomentmesstisch entsprach das (tiefgestapelt) ca. 86% Wirkungsgrad!
Hier die ganzen Messungen:
http://www.elektromodellflug.de/motormessungen.htm

[ 25. April 2005, 07:05: Beitrag editiert von: gegie ]

dieter_w
25.04.2005, 17:18
Hallo,
in einem Elektrosegler habe ich den F5 mit Flyware-Wellen-Verlängerung (50mm) eingebaut, da der F5 nicht in die Nase passt. Wenn die Motorwelle ca. 15mm länger wäre, könnte ich den Motor ohne Wellenverlängerung betreiben und somit ca. 35mm weiter nach vorne schieben. Dann könnte ich leichtere Akkus verwenden und das Modell wäre ruck zuck ca. 400g leichter als jetzt (hohe Landegeschwindigkeit).
Kann man den Motor vernünftig zerlegen und eine längere Welle einbauen? Gibt es geeignete Wellen?

:) Dieter

principle
26.04.2005, 09:48
Hallo,
>Ein Jazz würde den F7 übrigens nicht zur Volldrehzahl bringen.
<

Habe mir gerade einen Castle Creations Regler für den F7 zugelegt, aber noch nicht ausprobiert. Ehrlich gesagt habe ich nicht daran gedacht, dass wegen den vielen Polen ein Problem enstehen könnte. Ich plane, den Motor mit 14 Zellen einzusetzen. Kann mir jemand sagen, ob ich mit dem Castle Creations 60 A Regler Probleme kriege? Dann würde ich den Regtler Originalverpackt zurückschicken!

Danke
Uli

Gerd Giese
26.04.2005, 10:20
... meine Test's haben sich unter Extrembedingungen mehrere Wochen hingezogen und der Xenon 45 hatte am 16Poler (F6) im höchsten Timing keinerlei Probleme!
Nachtrag: ich weiß nur, dass auch Hacker nicht gerne diese Kombination sieht! ;)

[ 26. April 2005, 10:27: Beitrag editiert von: gegie ]

principle
26.04.2005, 10:47
Danke! Super schnelle Antwort!
Uli

Funny Flyer
26.04.2005, 11:20
Hallo,
ich habe auf der Kontronik-Seite leider nichts gefunden, dass der Jazz Regler nicht mit den Flyware Innenläufer betriebern werden darf.
Kann mich jemand über die Problematik aufklären, da ich auch gerne den Jazz Regler eingesetzt hätte.

Gruss Martin

Gerd Giese
26.04.2005, 12:41
... bitte Kontronik deshalb anrufen ...

misi
27.04.2005, 20:53
@gegie

Hier noch eine kleine Anregung zum Thema Strommessen

50A/60mV DIN Shunt 0,5% mit Maxim 4080 als Stromsensor (bis 75V Eingangsspannung, Verstärkung Faktor 60 ergibt 0-5V bei max. 70A 0,1% Genauigkeit)

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1114628025.jpg

[ 27. April 2005, 20:53: Beitrag editiert von: misi ]

Gerd Giese
27.04.2005, 21:41
...Du auch ;) :p

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1114630856.jpg