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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LRK Problem nach Reparatur



hubbse
05.10.2003, 19:35
Hallo,

nachdem bei meinem LRK 330-25 sich Magnete lösten,habe ich ihn eingeschickt. Dort wurden die Magnete dann kräftig, etwas zuviel wie ich meine, eingeklebt.Zudem wiesen die Magnete Riefen auf. Ich denke die wurden, nachdem der Motor beim Zusammenschieben etwas geklemmt hat, nochmal überdreht!!
Jetzt habe ich das Problem, dass der Regler beim Einschalten zunächst OK meldet. Wenn ich dann Gas gebe ist auch noch alles normal, aber wird Gas auf 0 gestellt, piepst der Regler und nix funktioniert mehr. Nach Reset, das gleiche!
Da ich nicht denke, dass der Regler kaputt ist, woran kann das liegen?
Bitte um euren Rat, da die Reparatur auf Garantie wahr, und die ist jetzt um.

[ 05. Oktober 2003, 19:42: Beitrag editiert von: hubbse ]

gertheinz
05.10.2003, 19:51
Hallo Hubbse!
Da der Motor zuerst normal anläuft, scheint mir das Problem eher am Regler zu liegen. Welcher Typ ist es denn? War er überlastet, als sich die Magnete gelöst hatten? Trotzdem würde ich die Motorwicklungen auf Masseschluß mit einem Durchgangsprüfer oder Ohmmeter überprüfen, obwohl der geschilderte Fehler hierfür nicht typisch ist.
Falls Du eine zweite Motor-Regler-Garnitur hast, solltest Du einen Überkreuz-Versuch mit jeweils dem anderen Motor bzw. Regler machen.
Auf jeden Fall ist es ein interessanter Fehler, den ich in langer Erfahrung mit vielen Defekten noch nicht erlebt habe! Hoffe, darüber mehr zu hören.
Gruß

hubbse
05.10.2003, 20:08
Hallo Gert,

leider konnte ich den Überkreuzversuch noch nicht machen, da ich bei meinem anderen Modell den Regler direkt an den Motor gelötet habe. Muss morgen mit meinem Kumpel mal den Versuch durchführen.

Der Regler (TMM 4016-3)dürfte eigentlich nicht überlastet gewesen sei. Motor zieht gemessene 41A unter Voll-Last.
Was noch dazukommt, ich habe das Gefühl, wenn der Motor warm ist und die Spannung am Akku etwas abfällt und somit auch der Strom (etwa auf 38A), dass dieses Problem gar nicht mehr oder nicht mehr so heufig auftritt.
Ich weiss nicht, aber irgendwie denke ich, dass doch der Motor das Problem ist, macht denn dass nichts aus, wenn die Magnete überdreht sind???
Ich denke, dass dadurch das Magnetfeld beeinflußt wird, ich gebe zu ich bin aber hierbei alles andere als ein Fachmann.

gertheinz
05.10.2003, 20:21
Hallo nochmals!
Die überdrehten Magnete machen nichts aus! Wenn an den Magneten etwas nicht stimmt (z.B. einer verkehrt eingeklebt wurde), dreht der Motor nicht richtig hoch, was er aber bei Dir nach Deiner Fehlerbeschreibung tut. Daß er nach dem Drosseln nicht mehr läuft, scheint mir nach wie vor ein Reglerproblem zu sein. Bei mir laufen sogar LRK einwandfrei, die beim langsamen Durchdrehen leichte Berührungen zwischen Magneten und Stator haben, was beim Hochdrehen durch die Zentrifugalkraft weggeht.
Gruß

hubbse
05.10.2003, 20:30
Gert,

ich werde morgen mal das mit einem anderen Regler probieren und das Ergebnis hier nochmal niederschreiben.
Würde mich freuen, wenn Du dann nochmal Deine Meinung kund geben würdest.
Vielen Dank nochmal
Gruß
Hubert
PS: Ich hoffe auch, dass es der Motor nicht ist, denn ich bin eigentlich von ihm begeistert. Er zieht immerhin meinen 4 Kg Segler wirklich sportlich in die Luft.

haschenk
05.10.2003, 22:04
Hallo,

"überdrehte" Magnete kann ich mir schwer vorstellen. Magnete sind so hart und spröde, daß sie und/oder der Drehstahl dabei kaputtgehen würden.

Eher dann "überschliffen". Ich habe in ganz anderem Zusammnehang schon versucht, an (den in Motoren üblichen) Neodym-Magneten zu schleifen. Das geht zwar rein mechanisch, aber hinterher stellt man fest, daß der Magnet lokal geschädigt ist. In einem Umkreis von ca 1-2 mm ist die Magnetisierung weg. Ein weiterer Versuch mit Naßschleifen zur Kühlung brachte dasselbe Ergebnis. Offenbar wird der Magnet lokal zu heiß, oder durch die mechanische Belastung beim Schleifen wird lokal das Gefüge zerstört.

Wie tief sind denn die "Riefen" ? Leichte Kratzer (die schon infolge des losen Magnets entstanden sein können) sehen oft dramatischer aus als sie wirklich sind. Ist da schon der Magnetwerkstoff selbst (graue Farbe) sichtbar ?
Wenn ja, dann ist an diesen Stellen der Oberflächenschutz (Vernickelung) weg, und früher oder später wird hier Korrosion einsetzen. Ein Fachmann würde in so einem Fall wohl einen neuen Magnet einsetzen.

Gruß,
Helmut

Michael Schöttner
06.10.2003, 09:24
Hallo zusammen,
bei einem magnetisierten Magnet aus Seltenerden befindet sich der meiste "Magnetismus" an der Oberfläche! Wenn man etwas wegschleift, dann verliert der Magnet überproportional an Stärke! Die Temperatur bei der Bearbeitung tut sein übriges. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand den eingeklebten Magnet bearbeitet. Wenn es wirklich am Motor liegt, dann würde er beim ersten mal auch nicht laufen.
Ich würde das Problem eher auch beim Regler vermuten. Hängt der am Empfänger oder am Servotester?

Gruß,
Michael

hubbse
06.10.2003, 09:59
Hallo haschenk,

Riefen, die infolge loser Magnete entstehen, sind nur Kratzer an der Oberfläche. Bei meinem ist aber die Vernickelung scheinbar abgeschliffen. Ich habe mich noch gewundert, als ich den Motor zurückbekommen habe, dachte mir aber nix dabei.
Kann es sein, das durch die Beschädigte Oberfläche, sich die Magnetfeldlinien anders ausbilden? und somit Störungen verursachen. Kann dies z.B. zu Drehzahlschwankungen führen? Ich bilde mir ein, dass auch manchmal die Drehzahl unter Vollast etwas schwankt, kann ich aber nur hören, nicht messen. Was würdest Du Deiner Meinung nach machen?

Hallo Michael,
der Regler hängt am Empfänger. Es wurde nichts verändert und das Problem trat zum ersten mal mit dem reparierten Motor auf.

Gruß
Hubert

haschenk
06.10.2003, 18:27
Hi Hubert,

Es ist schwierig, eine Ferndiagnose zu stellen, wenn man das Teil nicht (in diesem Fall mit der Lupe) ansehen kann.

Ich meine aber, daß im gegebenen Fall allenfalls der magnetische Fluß irgendwo im Promillebereich geschwächt sein kann (bedeutungslos). Drehzahlschwankungen können daraus nicht entstehen.

Versuch´s doch mal mit einem andern Controller. Warum setzt du dich nicht mit dem Reparateur in Verbindung ?

Gruß,
Helmut

hubbse
06.10.2003, 20:46
Hy Helmut,

konnte heute mal testen, dabei ergab sich folgendes:

Jetziger(mgm 4016-3p) Regler/12 Zellen/ Stromaufnahme/41A
- Bei Vollgas teilweise erhebliche Drehzahlschwankungen, und Fehlermeldung

Jetziger Regler(mgm 4016-3p/10 Zellen/ Stromaufnahme/33A
- keine Probleme festzustellen

Regler Schulze (50A/60A)12 Zellen, Stromaufnahme=44A
- höhere Drehzahl keine Probleme
- Motor wird schneller heiß!

Daraufhin wurde nochmal der vermutlich defekte mgm Regler an einen anderen Motor (pletti 220/20/A2P4 gehängt:
- kein Vollgas möglich, da Regler abbricht.Wobei ich bei diesem Motor denke, dass der Regler nicht mehr mitkommt.

Also inzwischen tendiere ich auch dazu, dass es der Regler ist.Wobei mich überrascht hat, dass der Motor mit dem anderen Regler extrem viel und schneller heißer wird.Welche Gründe kann es hierfür geben?

[ 06. Oktober 2003, 20:48: Beitrag editiert von: hubbse ]

haschenk
07.10.2003, 12:16
Hallo Hubert,

eigentlich bin ich bei größeren Motoren/Stellern nicht kompetent (meine sind wesentlich kleiner),aber soviel kann ich schon noch sagen:

Mit dem MGM hast du den Motor aus 10 Zellen betrieben und hattest einen Strom von 33 A.
Mit dem Schulze waren es 12 Zellen und 44 A.

Daß im 2.Fall der Motor schneller heiß bzw. überhaupt heißer wird, ist klar, schließlich verbratest du in diesem Fall das (44/33)^2 = 1,78 fache an Verlustleistung im Motor.

Wenn du den höherenn Strom nicht willst, mußt du einen kleineren Prop (Durchmesser und/oder Steigung) draufmachen.

Für die Erwärmung ist immer nur der Strom (im Quadrat) verantwortlich, aber der Strom ist eine Folge der angelegten Spannung (und der Last natürlich).

Grüße,
Helmut

[ 07. Oktober 2003, 12:18: Beitrag editiert von: haschenk ]

hubbse
07.10.2003, 17:24
Hallo Helmut,

daß bei 10 Zellen nur 33A bei (mgm Regler) gezogen werden ist klar.
Mich hat nur verwundert, dass bei 12 Zellen einmal beim Regler MgM 41 A und beim Schulzeregler 44 A gezogen werden und somit ein Unterschied von nur 3A vorhanden ist.
Dass nun dieser Unterschied von 3A bedeutende Auswirkung auf die Temperatur hat, hat mich etwas verwundert.

Aber trotzdem Danke nochmal an alle, die sich zu meinem Problem gemeldet haben.

Beste Grüsse

Hubert

schwaabbel
07.10.2003, 17:32
Das sind die Unterschiede im Timing und damit in der Leistung.
Gruß frank

gertheinz
09.10.2003, 13:22
...außerdem sind zusätzliche 3A in Wärme umgesetzt erheblich.
Zum Grundproblem: wie schon anfangs gedacht Reglerursache!

Gruß.