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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Supportschleifer



Volker Cseke
28.03.2009, 18:14
Hallo,

ich möchte an dieser Stelle mein Versprechen über die Dokumentation meines Supportschleifer aus dem Thread "Dreh und Frästeile für TRON" (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=130144) einlösen und ein wenig dazu schreiben.

So sieht das gute Stück auf der Drehmaschine aus.

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Grundlage ist ein Langhals-Winkelschleifer von der Firma Proxxon.

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Durch das schmale und schlanke Winkelgetriebe bleibt genug Raum uf dem Support und Abstand zum Reitstock.

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Hier ist der Halter der Maschine im Schnellwechselstahlhalter der Drehmaschine zu sehen.

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Ich habe lange damit geliebäugelt, mir solch einen Supportschleifer zuzulegen. Doch alle fertigen Lösungen wären mir immer irgenwie zu groß und zu unhandlich. Den Proxxon Winkelschleifer hatte ich schon eine ganze Weile, bis ich beim Arbeiten damit auf die Idee mit dem Supportschleifer gekommen bin.

gleich gehts weiter....

Volker Cseke
28.03.2009, 20:09
Der Schleifer hat einen 230VAC Motor und eine Drehzahlreglung. Die Maschine läuft sehr ruhig und leise. Die Abgangswelle ist bei meiner Maschine sehr exakt gelagert, habe nur 1/100 Schlag gemessen.

Der Schleifer bzw. das Zubehör von Proxxon für verschiedene Geräte passt zusammen. So kann man die dünnen Scheiben, welche es in zwei verschiedenen Körnungen und zwei verschiedenen Materialien gibt, sehr gut für kleine Flächen gebrauchen. Für größere kann man die Scheiben, welches für den Bohrerschleifer gibt verwenden. Es sind immer 50mm Durchmesser. Selbst die dünnen Trennscheiben sind prima zum Anfertigen von schmalen Ringnuten. Für die breiten Scheiben vom Bohrerschleifer muß man sich einen entsprechenden Spannadapter machen, aber da der Supportschleifer nur mit Drehmaschine Sinn macht, ist der mit der eigenen Maschine schnell erstellt.

Am Schleifer selbst muß man nichts ändern. Dort wo normalerweise der Halter für den Schleifschutz angesetzt wird, fasst jetzt der Halter. Bei meiner Maschine habe ich den Ansatz nach zwei Millimeter in Richtung Getriebe verlängert, ist aber nicht unbedingt erforderlich.


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Hier sieht man den Schleifer von Proxxon in seiner Auslieferungsform.

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Der Halter ist eigentlich nur ein Scharnier. Durch die verschiedenen Hebel wird das kleine M3 Gewinde der Hubstange nur auf Druck belastet. Hierdurch kann sich beim Schleifen nicht irgendwas setzen und eine Verstellung bewirken.

Durch die Hebelverhältnisse wird die Steigung des M3 - Gewindes (0,5mm pro Umdrehung) in 1/10mm Zustellung pro Umdrehung des Stellrades gewandelt. Somit kann sehr gefühlvoll auch noch 5/1000 zugestellt werden.

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Die Lager sind alles Gleitlager, die ich ganz exakt auf Passung gefertigt habe, um möglichst wenig Lose im System zu haben. Wichtig ist die Schwenkeinrichtung an der Zustellspindel, da dieser Punkt einen Kreisbogen beschreibt. Material für die Arme ist C45, den hatte ich noch liegen. Hauptlager ist Silberstahl, Rest Messing, Spindel Edelstahl.

Im Augenblick ziehe ich Scheiben mit einem Handstein ab, da ist das Ausrichten zum Abzeihen etwas umständlich. Werde mir wohl noch einen kleinen Abzieher mit einem kleinen Diamanten bauen.


Die Ansteuerung auf der Drehmaschine habe ich mir etwas erleichter. Die Maschine hat einen "richtigen" Ein/Aausschalter, braucht also keinen Finger auf irgendwas. An der Drehmaschine habe ich die Ansteuerung des FU ausgekoppelt und neben der Maschine eine Steckdose montiert, welche mit der Drehmaschine zusammen eingeschaltet wird. Hierein kommt der Schleifer. Wenn dann die Drehe gestartet wird, läuft auch der Schleifer an.

Bernd Langner
29.03.2009, 09:21
Hallo Volker


Hoffentlich sieht das keiner von Proxon dann steht die Sache im nächsten Katalog als Zubehör für Proxon Drehmaschinen :D .


Gruß Bernd

Hammondorgel
03.04.2009, 07:47
Was kann man damit dann genau machen ??

Danke

Voll GFK
03.04.2009, 14:29
Was kann man damit dann genau machen ??

Danke
Schleifen :D
















... und zwar genau. Den Unterschied zum Drehen setze ich als bekannt voraus. Gehärtete Materialien lassen sich z.b. nicht mehr drehen. Also müssen sie geschliffen werden, und wenn es auf einer früher weichen, dann zurechtgedrehten und gehärteten Welle gilt, z.B. einen sauberen Kugellagersitz herzustellen, der auch ohne Loctite sitzt, muss man wohl fräsen. Ist aber im Ausgangsbeitrag ( siehe Link vom Volker ) schon so geschrieben. Man kann es auch mit einem Schleifleinen ballig fressen, oder mit der Flex, aber so ne Supportschleife ist einfach eine Erweiterung, die nicht jeder hat ( und auch nicht jeder braucht).

Volker Cseke
03.04.2009, 18:05
Hallo,

der Uli hat es schon treffend ausgeführt. Allerdings ist es nicht nur bei gehärteten Materialien von Vorteil, sondern ganz allgemein bei hochgenauen Rundmachereien. Man kann mit einem Drehmeissel nicht mal eben 1/100 mm abnehmen. Dann schneidet der Meissel nicht mehr, sondern quetscht und drückt nur noch das Material zur Seite. Ein Schleifer kann ohne Probleme 1/1000mm abnehmen. Damit ist dann das erfoderliche Maß für eine Montage eines Lagers mit einer definierten Kraft möglich.

Viele Grüße

Volker

Hammondorgel
04.04.2009, 12:20
Danke !

Sehr interresant.....

Na denn Viel (Schleif)Spass !!