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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwerpunktwaage



Überspannung
13.04.2009, 19:05
Hallo Forum,

es geht um die Frage, ob es möglich ist eine Schwerpunktwaage zu bauen, die anstatt auf einer Unterlage zu stehen, aufgehängt werden kann. Meine Vorstellung ist die, daß man dann das Modell auf eine glatte Fläche legen können sollte - also wie etwa bei der Schwerpunktwaage von Multiplex (flächenschonend, da keine punktuelle Unterstützung) [mit einer Entfernungsskala - gemessen von der Flügelnase] und zusätzlich zur genauen Scherpunktermittlung auch noch das Modell um die Längsachse ausballanzieren kann.
Bisher habe ich immer ein etwa 1 mm kleines Loch an dem vom Plan angegebenen Scherpunkt in die Rumpfoberseite gebohrt und das Modell dort mit einer Angelschnur aufgehängt. Nachteil dieser Methode ist allerdings, daß sie nur für diesen einen Punkt gut ist, bzw man mehrere Löcher in den Rumpf bohren muss.
Wer kann weiterhelfen?

Danke für eute Ideen:p

joerg.zaiss
13.04.2009, 20:50
Ich habs schonmal so gemacht:
3 Schlingen vorbereitet, eine für den Rumpf, zwei für den Flügel. Die Längen so, dass das Flugzeug waagerecht hängt. Dann am gemeinsamen Aufhängungspunkt der drei Schnüre eine Schnur mit Senkblei befestigen. Die Spitze ist dabei knapp über dem Flieger und zeigt die Lage des Schwerpunktes exakt an.
Dort kann man dann einen Tesa mit Markierungen dran machen. Man kann auch sehen, obe der Flieger in der Längsachse austariert ist...

Wenn dann der Schwerpunkt erflogen ist, kannst den Tesa als Bohrschablone nehmen...

Grüße, Jörg

Überspannung
13.04.2009, 23:12
Ich habs schonmal so gemacht:
3 Schlingen vorbereitet, eine für den Rumpf, zwei für den Flügel. Die Längen so, dass das Flugzeug waagerecht hängt. Dann am gemeinsamen Aufhängungspunkt der drei Schnüre eine Schnur mit Senkblei befestigen. Die Spitze ist dabei knapp über dem Flieger und zeigt die Lage des Schwerpunktes exakt an.
Dort kann man dann einen Tesa mit Markierungen dran machen. Man kann auch sehen, obe der Flieger in der Längsachse austariert ist...

Wenn dann der Schwerpunkt erflogen ist, kannst den Tesa als Bohrschablone nehmen...

Grüße, Jörg
Hallo Jörg,
kannst du vlt eine kl Skizze dazu machen? Löcher bohren wollte ich keine mehr. Der Grund für so eine Waage ist viel mehr, daß man den Schwerpunkt hoffentlich um einige mm verändern kann - je nach Wetterlage und Wind (soll für einen DLG sein).

Peer
15.04.2009, 12:51
Moin !

Ich hab mir für meine "Piekse-Waage" kleine Plättchen
aus hartem Material "geschnitzt", die ich mit Tesa unter die Flächen klebe.

Dann bohrt sich nichts mehr durch.

Peer

MarkusN
15.04.2009, 14:21
Ich hab mir für meine "Piekse-Waage" kleine Plättchen
aus hartem Material "geschnitzt", die ich mit Tesa unter die Flächen klebe.

Dann bohrt sich nichts mehr durch.Das Problem ist ja auch oft die Höhenlage des Schwerpunkts, dass also z.B. ein Tiefdecker immer entweder nach vorn oder hinten kippt.

Eine Hängewaage kannst Du einfach in Form zweier paralleler "Kleiderbügel" machen, an denen der eine schräge Schenkel fehlt. Dann noch einstellbarer Anschlag zum klemmen und gut ist. Wenn man den Aufhängepunkt in der Mitte zusammennimmt und kardanisch beweglich macht (dazu reicht Aufhängung an einer Schnur), dann kann man auch in Querrichtung auswiegen.

Peer
16.04.2009, 09:58
Das Problem ist ja auch oft die Höhenlage des Schwerpunkts, dass also z.B. ein Tiefdecker immer entweder nach vorn oder hinten kippt.

Na, dann dreh ihn doch mal auf den Kopf ;)

Peer

Eckart Müller
16.04.2009, 11:56
Eine andere Methode (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_02/art_02-0016/art_02-0016-00.html): Keine Löcher im Rumpf, keine irgenwie geartete Aufhängung, keine Plättchen schnitzen, um sie irgendwo dazwischen zu legen!
Einfach anders! :)

Karl Hinsch
16.04.2009, 12:35
Hallo Eckart,

völlig richtig, ist einfach und sehr präzise. Weiterhin gibt´s Korrekturwerte für eine gezielte Schwerpunktverschiebung in die gewünschte Richtung gleich dazu. Ich setze diese Methode schon seit Jahren ein und bin nach wie vor begeistert davon. Es dauert mit etwas Übung auch nicht länger als mit einer Schwerpunktwaage. Weiterhin sind zwei identische Digitalwagen zum Bestimmen der Gewichte für die beiden Auflagepunkte zwar hilfreich, aber nicht zwingend nötig.

Es gibt aber eben nach wie vor jede Menge Piloten, die es lieber aufwendiger, teurer und ungenauer haben möchten. Tja, jedem wie´s ihm gefällt.

Gruß, Karl Hinsch

hul
16.04.2009, 13:29
kannst du vlt eine kl Skizze dazu machen?
ich denke es handelt sich um dieses Teil: http://home.mindspring.com/~the-plumber/Vanessa%20CG%20Machine.htm

Gruss, Hans

Eckart Müller
16.04.2009, 14:45
@ Karl

Das ist ja mal eine Überraschung! :)
Karl, ob Du's glaubst oder nicht, Dein Posting ist die allererste Rückmeldung auf meinen vor sieben Jahren im :rcn:-MAGAZIN veröffentlichten Vorschlag zu diesem Thema. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, jemals überhaupt etwas an Reaktionen zu bekommen. Und dann noch eine so positive... einfach klasse! :D

Karl Hinsch
17.04.2009, 07:46
Hallo Eckart,

echt, gab´s bisher noch keine Reaktion auf deinen Artikel? Also ich bestimme schon seit Jahren den Schwerpunkt meiner Modelle durch Wiegen, von F3B/F3J Wettbewerbsmodellen bis hin zu Elektro-Tiefdeckern (z.B. Sukhoij SU-26).
Gerade bei F3B Modellen gibt´s erwünschte Schwerpunktverlagerungen durch Ballastierung, ob beim Speedflug eher nach hinten oder beim Zeitflug nach vorne. Ohne deine beschriebene Methode wäre das für mich viel aufwendiger in den Griff zu bekommen. Gerade auch beim aktuellen Trend den Ballast in die Fläche zu legen ist deine Methode sehr hilfreich, weil sich der Ballast in der Fläche auf mehrere Positionen verteilt, die sich natürlich nicht exakt im Schwerpunkt befinden, sondern teilweise 20 mm und mehr davor oder dahinter. Ich habe mir dafür extra eine Excel-Vorlage mit den angegebenen Formeln gebastelt, bei dem ich diverse Schwerpunktlagen je nach Ballastierung auf einer Seite im Blick behalten kann.
Ich habe gerade erst letzten Samstag die Schwerpunkte mit verschiedenen Ballastierungen durchgemessen, 12 verschiedene Variationen incl. Zerlegen, Umballastieren, Zusammenbau, Ausrichten auf den Waagen, Messen und Ausrechnen des aktuellen Schwerpunktes des Modells waren in knapp einer Stunde erledigt.

Wie auch immer, sog. Schwerpunktwaagen sind für mich schon seit Jahren obsolet.

So, jetzt aber genug offtopic gesülzt, sonst machen wir die anderen Threadteilnehmer noch nervös. Auswiegen ist schließlich ne komplizierte Angelegenheit, wenn man so viele Hilfskonstruktionen austüfteln muß wie weiter oben beschrieben.

Gruß, Karl Hinsch

Mooney
17.04.2009, 08:07
Moin Eckart,

soon schiiet, da hab ich doch glatt vergessen damals positiven reply zu geben:confused:

Ich nutze Dein tool, seit Du es veroeffentlicht hast :)
Aber ich denke mal wenn Du dir die Hits anschaust, werden da wohl schon so einige drauf geklickt haben.

Also,.......weitermachen.....:)

Bis denne