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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ultra 1600/8



Roman Geier
02.06.2002, 20:40
Hallo Leute!
Fliege seit mehreren Jahren einen Ultra 1600/8 an 14 Zellen. Wollte heute mein Modell starten, jedoch war nur geringe Motorleistung vorhanden wobei die Drehzahl stark variiert hat. Liegt das am Kohleabrieb am Motor (ist schwarz an der Welle). Wenn ja, wie entferne ich diesen Kohleabrieb???
Als Alternative hätte ich noch einen Ultra 1300/9 zu Hause. Sind diese beiden Motoren vergleichbar; oder ist der 1300/9 schwächer?
Danke Roman
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dafür haben wir eine E-motoren Rubrik
HWE

[ 02. Juni 2002, 23:02: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]

sd
02.06.2002, 22:56
Hallo,

ich kann Dir leider Deine Frage nicht beantworten. Hab aber mal ne Frage an Dich. Wie setzt Du den 1600/8 ein (Getriebe? Luftschraube)? Ich hab nämlich noch einen rumliegen und überleg wo ich den am besten einsetze.

Gruß
Stefan

Roman Geier
03.06.2002, 06:46
Hallo Stefan,
grundsätzlich verwende ich den 1600/8 in einem Segler mit 3,50 m Spannweite an 14 Zellen im Direktantrieb. Als Luftschraube verwende ich eine 12x6" und bin mit der Leistung eigentlich sehr zufrieden. Ein Getriebe ist bei der Drehzahl des Motors nicht wirklich sinnvoll.
Grüße Roman

Frank R
06.06.2002, 14:03
Hallo Roman,

die Motorspezialisten hier interessieren sich für Büstenlose, derartige Urgetüme wie Du und ich noch durch die Luft bewegen sind längst aus allen Köpfen und Datenbanken eliminiert :) .

Der Ultra 1600/8 und 1300/9 unterscheiden sich erheblich. Der 1600-er hat, wennich mit recht erinnere einen 12-nutigen (mit einem t ;) ) Anker und dreht deshalb langsamer (oder zieht weniger Strom) als er 1300/9 mit 8 Nuten, obwohl dieser 9 statt 8 Windungen hat. Der 1600-er ist schwerer, hat einen besseren Wirkungsgrad – aber diesen bei niedrigeren Strömen.

Dennoch sind die Motoren in deiner Anwendung austauschbar. (Achtung: Schwerpunkt neu einstellen).

Was halt bleibt ist die höhere spezifische Drehzahl des 1300, so dass man entweder deutlich mehr Strom und Leistung hat (aber schlechterer Wikkungsgrad von Batterie, Motor und Luftschraube) oder kleinere Luftschraube (mit schlechterem Wirkungsgrad) verwenden muß.

Mit 14 Zellen und 12x6 erhälst Du Standströme um die 45A, im Flug 40 A. Der Motor kann das, wenn gute Kühlluftzu- und Abfuhr da ist. Der Segler steigt deutlich schneller bei noch deutlicher verkürzter Laufzeit und weniger Gesamtsteighöhe. (Eventuell reichen da auch 12 Zellen).

Mit 11x6 oder 11x6,5 und 14 Zellen ist eigentlich die Vorschubgeschwindigkeit zu hoch. Für einen Segler wäre es m.E. sinnvoll, die Steigung zu reduzieren (z.b. mit dem Aeronaut Mittelstück –2,5 Grad) auf ca. 11x5 bzw 11x5,5 , dann mit 33A im Flug.

Generell wären größere Props für einen 3,5 m-Segler deutlich angebrachter!
Dann braucht Du ein Getriebe, z.B. 14 Zellen, Getr. 2:1, Luftschraube 15x8 25A, 16x8 29A oder 14 Zellen, Getr. 2,4:1, Luftschraube 17x9 26 A oder 18x11 34A 20x13 40A. Damit geht’s nicht nur viel zügiger nach oben, sondern auch die erreichbare Gesamtsteighöhe ist größer als mit dem bisherigen Antrieb. (und der Schwerpunkt stimmt noch).

Wenn Du mit dem Motor nur steigen willst und nicht schnell fliegen, sind Steigungen knapp über dem halben Durchmesser des Props vorteilhaft – es lohnt sich mit Mittelstücken, die die Steigung reduzieren zu experimentieren.

Gruß
Frank

P.S. die Ströme stammen aus einem (uralten) Self-made-Programm und beziehen sich auf Werte im Flug. Im Stand hast Du 4-5 A mehr. Es kann sein, dass die aktuellen käuflichen Programme 2-3 A unterschiedliche Werte ausspucken; das hängt aber auch vom genauen Luftschraubentyp, dem Durchmesser des Mittelstücks und der tatsächlichen Fluggeschwindigkeit ab.

Roman Geier
06.06.2002, 14:50
Hi Frank,
danke für die ausführliche Antwort. Ich habe bei meinem 1600/8 den Abrieb am Kommutator entfernt (hinteres Lagerschild ausgebaut und vorsichtig mit sehr feinem Schleifpaper geschliffen). Jetzt ist wieder volle power da. Trotzdem ich selbst auch eine ganze menge bürstenloser Motoren (Lehner) verwende möchte ich meine alten Ultras nicht missen. Echt immer noch tolle Motoren die jahrelang überhaupt keine Probleme machen.
Das mit der höheren spezifischen Drehzahl habe ich dann auch in einem alten Excel-File gefunden, dass ich vor ein- oder zwei Jahren aus dem Netz downgeloadet habe. Ausserdem habe ich die Erfahrung auch beim Einsatz des 1300/9er gemacht.
Dein Vorschlag mit dem Getriebe (ev. 2:1) wäre nicht schlecht; habe noch eine alte Graupner Rogallo herumliegen, die ich am Hang kaum noch fliege. Da hätte ich doch gleich Verwendung für den 1300/9.