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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kabellängen bei Brushless-Motoren



FBU
10.06.2002, 20:57
Hallo zusammen!

Ich habe schon des öfteren gelesen, dass die Kabellänge vom Akku zum Regler bei einem Brushlessantrieb die kritische Stelle bei Kabelverlängerungen ist. Die Verlängerung der 3 ausgangsseitigen Kabel sei da nicht so kritisch !? Komisch, kann mich erinnern, als wir noch bebürstet geflogen sind war´s andersrum.

Was steckt dahinter? Störimpulse? Drehfeldverschiebung? Leistungseinbuße? Oder was...????

Motormike
10.06.2002, 21:19
Induktivität :D

[ 10. Juni 2002, 21:19: Beitrag editiert von: Motormike ]

FBU
10.06.2002, 21:28
Hey Mike! Klasse!

Und was heißt das für den Antrieb?

Nu komm, nen bißchen mehr könnt´s doch sein... ;)

Motormike
10.06.2002, 21:57
Morgen, nach nen paar Gläschen Lemonello kann man sowas net so richtig formulieren :rolleyes:

Josef Poisinger
10.06.2002, 22:00
hallo FBU,

na dann was zum lesen bis morgen:
http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000083

peter rother hat es mir irgendwo toll wissenschaftlich erklärt, aber ich find es nimmer :confused:
kernaussage: stützkondensator von besserer Qualität (schaltnetzteilfest) möglichst nah am regler, mindestens 680microF und spannung 1,3*akku.

meine arado hat FUN400/23+SMILE+1000microF in der "düse", akkukabel sind 45cm lang, funzt prächtig....

gruß, josef :D

[ 10. Juni 2002, 22:11: Beitrag editiert von: Josef Poisinger ]

FBU
10.06.2002, 22:09
Danke Josef!

Das war auch bisher mein Wissensstand. :D
Aber es wird dort immer noch nicht erklärt warum man die Akkukabel so kurz wie möglich (oder eine bestimmte Länge?) halten muss.

Na ja, dann muss ich mich bis morgen gedulden. :rolleyes:

Bin mal gespannt!

Josef Poisinger
10.06.2002, 22:16
hallo frank,

du hast schneller geantwortet als ich meinen beitrag editieren konnte :D

interessiert dich die theorie, oder was du bei langen kabeln unternehmen musst?

gruß, josef

Dennis Schulte Renger
10.06.2002, 22:26
Hi!!

Also mich interssiert die Theorie :)

Aus den bisherigen Beiträgen und meinen Physikkenntnissen würde ich schließen, dass durch die überlangen Kabel eine größere Spannung in den Kabeln induziert wird. um so größer die Fläche ist die vom Magnetfeld durchsetzt wird um so größer ist ja die induzierte Spannung. Das Magnetfeld wird vom Kabel selbst erzeugt da ja jeder stromdurchflossender Leiter ein Magnetfeld erzeugt. Also ändert sich die Kraftflussdichte B und die Fläche A ist größer womit der induzierte Spannung anwächst

Ist die Fläche zu groß (als das Kabel zu lang) dann kann diese induzierte Spannung eine solche Spannungsspitze erzeugen, dass der Regler zerstört wird.

Der Kondensator ist nun dazu da diese SPannungspitze aufzufangen bzw zu verringern.

Passt irgendwie alles schön zusammen und hört sich für mich schlüßig an. Kann allerdings auch völlig falsch liegen. :D :D

[ 10. Juni 2002, 22:29: Beitrag editiert von: Dennis Schulte Renger ]

Josef Poisinger
10.06.2002, 22:40
hi dennis,

ich glaub du liegst da schon ganz richtig!
in den reglern ist ja ein kondensator drinn, bloß ist der zu klein um mit kabeln >20cm fertig zu werden. wird daher heiß und platzt im extremfall.

gruß, josef

Motormike
11.06.2002, 07:18
Jede Änderung des Stromes bzw. magnetischen Flusses erzeugt in der Spule eine Selbstinduktionsspannung. Diese Spannung ist dabei so gerichtet, daß sie einer Änderung entgegen wirkt.

Die Selbstinduktionsspannung ist umso größer,
je größer die Induktivität L ist.
je größer die Stromänderung Idelta ist.
je kleiner die Zeit tdelta der Stromänderung ist.

http://www.e-online.de/sites/bau/formel/02072211.gif

Beschreibung der Induktivität:
Fähigkeit einer Spule in den eigenen Windungen eine Spannung zu erzeugen.

http://www.amateurfunkpruefung.de/dj4uf/a12/a12.htm

http://www.physik.tu-dresden.de/iapd/katalog/intern/elektrik/5_091.htm

http://www.htw-dresden.de/fe/ottoj/schav/schav7.htm

Vergleich der Induktivitaet versch. Kabel

Speaker Six
Das verdrillte 6-fach-Kabel ermöglicht durch seine besondere Verschaltung vorbildliche Daten und einen ausgezeichneten Dämpfungsverlauf. Zusammen mit der gezielten Kombination von CU- und CU/AG-Litzen ergibt sich ein sehr homogenes, farbiges Klangbild mit sehr präzisen Mitten und kräftigen, konturierten Bässen.

Die Rundleitung besteht aus sechs mit hochwertigem PE isolierten Litzenbündeln von jeweils 32 Drähten. Die sechs Litzen sind fest um einen Kern aus PUR gewickelt und farblich so gekennzeichnet, dass jeweils drei gegenüberliegende zu einem Kanal verschaltet werden. Zwei dieser drei Litzen bestehen aus CU/AG-Drähten und die dritte aus CU. Den Abschluss bildet ein sehr fester und dichter PVC-Mantel. Aufgrund des geringen Widerstandes ideal geeignet für Anschlusslängen bis ca. 15 m.





Technische Daten


Induktivität (L)
146 / 153 nH

ohmscher Widerstand (R)
11,8 / 11,8

Kapazität (C)
262 / 256

Speaker Twin 2
Die klassische Zwillingsleitung ist sehr sorgfältig konstruiert und gegenläufig verdrillt, um die bei Zwillingsleitungen prinzipiell hohe Induktivität in das richtige Verhältnis zu den anderen Kabelparametern zu setzen. Es klingt sehr angenehm, frei von Zischeligkeiten, dabei sehr druckvoll im Bass und klar und detailreich in den Mitten und Höhen. Das Preis Leistungs-Verhältnis ist hervorragend.

Durch spezielle Spritzdüsen werden die beiden Leiter bei der Fertigung mit sehr geringem Abstand fest in hochwertiges PUR gehüllt. Die Leiter sind extrem fest verdrillt, um jede mechanische Schwingung zu vermeiden. Sie wirken deshalb dünner. als sie tatsächlich sind. Die beiden Leiter bestehen aus sieben Litzen mit je 18 Drähten. Drei dieser Litzen sind aus SU/AG und die restlichen vier aus CU. Den Abschluss bildet ein sehr fester und dichter PVC-Mantel.





Technische Daten


Induktivität (L)
582 / 588 nH

ohmscher Widerstand (R)
9,3 / 9,7

Kapazität (C)
63 / 62


Speaker Twin 1
Der kleine Bruder des Twin 2 ist prinzipiell gleich aufgebaut, hat jedoch einen geringeren Gesamtquerschnitt. Der gute Dämpfungsverlauf und die Frequenzneutralität sind wie beim Twin 2 das Resultat der hochwertigen Isolation, des engen und festen Aufbaus und der geschickten Wahl der CU- und CU/AG-Litzen. Klanglich sind sich beide Kabel sehr ähnlich, wobei das Twin 2 besser für längere Verbindungen ab 5 Metern geeignet ist.

Die Konstruktion ist wie bei Speaker Twin 2, jedoch bestehen die beiden Zwillingsleiter wegen des geringeren Gesamtquerschnittes aus sieben Litzen mit je 12 Drähten.





Technische Daten


Induktivität (L)
620 / 618 nH

ohmscher Widerstand (R)
14,3 / 14,6

Kapazität (C)
73 / 65

Speaker Flat
Dieses Flachkabel basiert auf einer Zwillingsleitung und wurde speziell für die Verlegung unter Fußleisten, Teppichen und in engen Kabelkanälen entwickelt. Es ist für Surround Anwendungen THX Konform farbkodiert. Das Gemisch aus hochwertigen CU- und CU/AG-Litzen wurde flachgewalzt und ergibt aufgrund seiner sehr hochwertigen Isolation einen guten Dämpfungsverlauf mit sehr guter Frequenzstabilität. Die Leiter sind extrem fest verdrillt, um jede mechanische Schwingung zu vermeiden. Sie wirken deshalb dünner, als sie tatsächlich sind.

Die beiden Leiter bestehen aus sieben Litzen mit je 28 Drähten. Drei dieser Litzen sind aus CU/AG und die restlichen vier aus CU. Den Abschluss bildet ein sehr fester und dichter PVC-Mantel. Es gibt für Surround Anwendungen eine Leitung mit Rot-Schwarz- und eine mit Blau-Schwarz-Farbkodierung.





Technische Daten


Induktivität (L)
820 / 821 nH

ohmscher Widerstand (R)
26,4 / 26,7

Kapazität (C)
30 / 28

Ableitung (G)
0 / 0,06

http://www-ekp.physik.uni-karlsruhe.de/~bluem/Versuch_pdf/hysteresis.pdf

http://www.hpe.fzk.de/fachgruppe/software/schwerpunkte/neuro/d_inhalt_srmc.html

[ 11. Juni 2002, 07:21: Beitrag editiert von: Motormike ]

Peter Rother
11.06.2002, 10:09
Hier der Beitrag
http://www.rclineforum.de/cgi-bin/YaBB.pl?board=elektro&action=display&num=10782

Warum das Kabel an der Akkuseite kurz sein soll?

Der Controller "chopped" den Strom in Teillast mit 9kHz (manche mit 18kHz, 36kHz).

Bei Vollast ist das Problem wessentlich geringer (oder verschwindet) da kein "choppen" vorhanden und die Frequenz der Phasen max um 1kHz liegt (angenommen 60,000rpm, 2kHz bei 120,000rpm). Zusaetzlich fuegen sich die einzelnen Phasen einander (Vollast kein choppen) somit eigentlich ein DC-Strom vom Akku fliesst.

An der Impedanz des Kabels entsteht somit ein pulsierender Spannungsabfall. Diese Pulsation sieht der Controller in Richtung Akku und deren Miniatur-Elko soll den pulsierenden Strom glaetten. Es ensteht ein grosser AC-Strom durch den Elko, der auf der inneren Resistanz des Elkos ploetzlich seht viel Waerme erzeugt, mit dem Ergebniss der Elko kocht und platzt.

Bei der Impedanz des Kabels wuerde ich die Induktanz nicht ueberbewerten, da sich hier bei den paar nH und angenommenen Teillast-Strompulsen von 40Ass (Spitze-Spitze, macht effektive messbare 20A-DC-Strom bei 50% Tastluecke) nur ca

2PI*f*L*I=40A/2/1.1*20nH*2*PI*9kHz = 0.02 Veff

Dagegen ist der resistive Anteil der Kabelimpedanz von groesser Bedeutung. Hat man 60cm Kabel hin und zurueck, also 120cm, bei einem 1.5mm2 Querschnitt sind schnell:

R=1.2*0.0178/1.5= 14.24 mOhm

und bei 40Ass hat man gleich 0.56Vss Pulse auf dem Controllereingang, aber auch auf der Positionsspannung des Motors, was ihm verwirt.

Ein echter schaltfester Elko von 1000uF wird diese Spannung von 0.56Vss wieder auf ca 40% bringen. Ein Elko von 15,000uF, wie bei unseren Motorenpruefstand bring es dann auf ca 4% der ursprunglichen Stoerspannung.

Bei 2.5mm2 sind es 8.5 mOhm

und 0.34Vss also schon besser. Ein Elko wird auch hier helfen.

Ein 15cm langes 2.5mm2 Kabel zwischen Akku und Controller bringt es auf nur 2.1mOhm, also verschwindend klein.

Zusammenfassung:

langes Kabel > pulsierende Spannung an dem Controllereingang, was der kleine Elko niemals glaetten kann und sogar an dem Versuch es zu tun, verkocht.

Motormike
11.06.2002, 13:34
Und die absolut korrekte Antwort lautet:

Beides, Induktivität und Widerstand, bewirken das Elko-Problem und beides nimmt mit der Länge zu.

Peter Rother
11.06.2002, 16:02
jawohl, im Verhaeltniss 0.02V zu 0.56V :)

in Deinem Posting allerdings nur die Induktivitaet mit 0.02V Beitrag

[ 11. Juni 2002, 16:06: Beitrag editiert von: Peter Rother ]

misi
11.06.2002, 16:30
hey Peter, kann ich Dich nicht zu meiner Antriebstechnik Klausur auf dem Platz daneben haben?

Es geht um Magnetfelder am Motor, Schrittmotoren etc. ;o)

Grüße

Micha

Motormike
11.06.2002, 17:16
Immer das letzte Wort Peter? :rolleyes:
Es ist muessig ueber etwas zu diskutieren was auf jeden Fall die Sache verschlechtert. Desweiteren spielen die Akkus, Steckverbindungen etc.. eine Rolle.

[ 11. Juni 2002, 17:25: Beitrag editiert von: Motormike ]

Peter Rother
11.06.2002, 18:07
Motormike

ganz ruhig bleiben :)

was haben die 4 Seiten Text ueber Lautsprecherkabeln mit BL-Controller gemeinsam? (neuer Thread?)


Immer das letzte Wort Peter? vielleicht nicht das letzte Wort, Du wirst sowieso immer noch nach mir schreiben, mindestens so war es immer, aber vielleicht das richtige Wort...

Natuerlich spiellt alles moegliche eine Rolle, auch ob der Pilot des Controllers guter Laune ist :D , aber wenn Du auf die Kernfrage eben

Induktivitaet

alleine stehen laesst, dazu noch mit so einer Geheimnisskraemerei, dann muss ich es in das richtige Licht ruecken. Es ist nur meine Meinung.


Und die absolut korrekte Antwort lautetsiehst Du, ich masse mir nicht an, die absolut korrekte Antwort zu wissen.....

@misi

wenn Du die Klausur gut besteht (vorher natuerlich gut vorbereiten) dann kannst Du uns hier in das richtige Licht fuehren und nicht umgekehrt :)

[ 11. Juni 2002, 18:11: Beitrag editiert von: Peter Rother ]

Motormike
11.06.2002, 18:28
Ich bin immer ruhig, ich krieg nur immers grinsen :D
Was steht denn ueber den Kabeln?

FBU
11.06.2002, 21:06
Hey Jungens!

Ihr sollt Euch hier nicht kloppen, sondern einem Brushless-Greenhorn wie mir einfach nur die Zusammenhänge rüberbringen! :D

OK, habe schon einiges an neuen Erkenntnissen rausziehen können.

Danke Euch allen!

...Tschuldigung Dreckfehler... :rolleyes:

[ 11. Juni 2002, 21:07: Beitrag editiert von: FBU ]

Armin Bock
11.06.2002, 23:25
Hallo, nH und mOhm Verfechter, ;)

man kann die Frage nach der maximalen Kabellänge zwischen Akku und Regler auch von einem mehr grundsätzlichen Standpunkt betrachten:
Die Motorwicklung hat ebenso wie die Akkuzuleitung eine Induktivität und einen Widerstand. Beim Einschalten der Wicklung entsteht dadurch ein Spannungsteiler, der die Eingangsspannung des Reglers um das Verhältnis Zuleitung/Wicklung reduziert.
Es ist also offensichtlich, dass die zulässige Länge der Zuleitungen auch von den Motorkenndaten abhängt.
Probleme sind dann zu erwarten, wenn das Verhältnis Zuleitung/Wicklung nicht mehr vernachlässigbar ist.

Zu Risiken und Nebenwirkungen bezüglich "vernachlässigbar" lesen sie die Packungsbeilage und fragen sie ihren zuständigen Physiker oder Elektroingenieur. :cool:

@Mike:

> Zusammen mit der gezielten Kombination von CU- und CU/AG-Litzen
> ergibt sich ein sehr homogenes, farbiges Klangbild mit sehr präzisen
> Mitten und kräftigen, konturierten Bässen.

Ich find's unverantwortlich, dass du solche Sätze ohne Vorwarnung zitierst! :D
Denk' doch 'mal an die armen Menschen, für die ein Kabel nur eine schlichte elektrische Verbindung zwischen zwei Punkten ist und durch Widerstand, Induktivität und Kapazität vollständig beschrieben werden kann. ;)

@Peter:

Du nimmst bei der Berechnung des von der Induktivität hervorgerufenen Spannungsabfalls auch im Teillastbetrieb einen sinusförmigen Stromverlauf an.
Wodurch ist das gerechtfertigt?

Gruß Armin

flywolf
12.06.2002, 10:29
Hallo zusammen,
ich habe alles bis hier verfolgt, aber kaum etwas verstanden. :confused: Aber egal, kann eventuell einer von euch sagen wie lang nun die Kabel sein dürfen bzw. ob die Verbinder bei nicht inline gelöteten Zellen zum Akukabel zugerechnet werden müssen? (Wurde bei uns am Platz von einem "Nichtfachmann" behauftet!) Dann kämen ja bei einem 10-Zeller schon ca. 15 cm Verbinderkabel zusammen. :confused:
Gruss Wolfgang
Ein absoluter Brushlessneuling! :D

Peter Rother
12.06.2002, 12:31
von Sinus keine Rede

nein, ich nehme einen fast rechteckigen Verlauf :) der auch eine Grundwelle hat,

oder soll ich hier eine Fourier-Summe der Spannungen berechnen... und wer wird's verstehen?

Ich denke, schon mit einfacher Auseinanderhaltung von DC und AC haben die meisten genug.


Die Motorwicklung hat ebenso wie die Akkuzuleitung eine Induktivität ja klar, nur die Induktivitaet des Kabels ist vielleicht 20nH und der Motorwicklung bei einem LRK 20uH (zwischen 15 und 30uH), also 1.000 mal mehr.

Dann ist mit dem induktiven Spannungteiler so, dass auf der Motorwicklung 99.9% entfaellt und auf der Kabelinduktivitaet 0.1%.

Groessere Effekte vernachlaessigen wir, dann wird es uns auch nicht weh tun, wenn wir diesen 0.1% auch weg denken.

Snoopy
12.06.2002, 13:20
Ich versuche mal Peters Ausführungen zu vereinfachen.
Das Grundproblem ist, der Motorsteller zieht keinen echten Gleichstrom, sondern einen mehr (Teillastbetrieb) oder weniger (Vollgas) gepulsten Strom.
Wenn Du nun ein langes Kabel hast, dann hat das einen relativ hohen Widerstand und an einem Widerstand fällt Spannung ab wenn ein Strom fliesst, je höher der Strom, desto größer der Spannungsabfall.
Logischerweise fällt an einem größerem Widerstand mehr Spannung ab als einem kleineren.
Also wenn der Controller dann einen gepulsten Strom zieht, bekommt er immer dann wenn er viel zieht weniger Spannung, wenn er weniger Strom zieht bekommt er mehr Spannung. Das heisst, Du hast keine echte Gleichspannung mehr, sondern eine Grundspannung, die dann um einen gewissen Betrag variiert, z.B. 0,56V wie in Peters einem Beispiel.
Das wiederum verwirrt den Controller ganz gewaltig (der erwartet ja eine Gleichspannung). Daher hängt am Eingang ein kleiner Kondensator, der die Spannung glätten soll, was er aber eben nur sehr bedingt kann. Obendrein hat auch der Kondensator einen Widerstand und durch das ständige aufladen und entladen wird ihm ziemlich warm.

Ich glaube so versteht man das Hauptproblem auch ohne Formeln. Oder?

misi
12.06.2002, 16:15
naja als Maschinenbauer würde ich einfach ne Tabelle machen und mich nach Länge-Zulässig-Kabel richten ;o)......

Andreas Michel
12.06.2002, 16:16
Hallo Snoopy,

ich glaub', das war'n Volltreffer. Super :D :D :D

So würd' ich's auch verstehen.

Dennis Schulte Renger
12.06.2002, 17:23
Clapp Clapp Calpp :cool: :cool:

Super!! Wenn Peter nu keinen Einspruch liefert.......isses eine Super Erklärung.

Und ich lag doch völlig daneben :D :D

Peter Rother
12.06.2002, 18:16
Kein Einspruch Eurer Ehren :)

Snoopy
12.06.2002, 18:19
Danke :)

Peter nimmst Du mich dann als offiziellen Dolmetscher zum übersetzen in "deutsch für nichttechniker" :D :D :D

flywolf
12.06.2002, 19:20
Super, das Prinzip habe ich auch verstanden.
Nur etwas ist noch unklar: Wie lang darf denn nun das Kabel bei sagen wir mal 10 Zellen sein, und zählen die Verbinder (nicht inlinegelöteter Aku) dazu?
Eine Tabelle wäre für Elektroniklaien super!!!

Snoopy
12.06.2002, 19:40
So einfach wird sich das leider kaum darstellen lassen. Der Gesamtwiderstand hängt nicht nur von der Länge und dem Durchmesser der Kabel ab. Eine schlechte Steckverbindung dürfte mal eben den Gesamtwiderstand seitens der Zuleitung verdoppeln, schließlich reden wir hier von ein paar Milliohm.
Und ich sehe noch viele Modelle, wo z.B. die 6 Poligen MPX Stecker verwendet werden, die ich für leistungfähige Antriebe nicht benutzen würde (auch wenn sie Schneidkontakte haben).
Fazit ist auf jeden Fall je kürzer, desto besser. Im Zweifellsfall einen Stützkondensator in der Nähe des Stellers anlöten und den Kabelquerschnitt erhöhen.

misi
12.06.2002, 21:20
deswegen werden bei mir die Regler auch ohne so unnötige Stecker direkt an den Motor gelötet......ich meine wenn der Motor passt, muss der eh nicht wieder raus und der Steller genauso wenig....

http://www.misi-online.de/pics/lrkkabel.jpg

p.s. warum verändert der die bildgrösse??????

[ 12. Juni 2002, 21:21: Beitrag editiert von: misi ]

Christian Lucas
12.06.2002, 21:28
Hallo an Alle,
jetzt Interessiert mich als Maschienenbauer zur
vollständigen Verwirrung aller noch,warum haben die Kontronik Beat Steller/Regler keinen Stützkondensator am Eingang.Was muss denn der Steller hier mit dem ganzen Schlamassel machen damit er Zurechtkommt.Wie lang dürfen denn bei diesen Stellern die Kabel sein ?
Hallo Mike nicht zu viel Lemonello trinken.

Motormike
12.06.2002, 21:59
Lies mal den Katalog 2000 und 2002 da stehts drin.

misi
12.06.2002, 22:14
da frag ich doch gleich mal hinterher

wird so ein stützkondensator auch benötigt, wenn ich unter den maximalparametern fliege?

bei meinem mgm 18A Regler steht:

"....wird der Steller nahe den zulässigen Parametern und länger in Teillast geflogen, löten sie noch einen elko....blabla"

nun flieg ich mit max 11A und der Durschnittstrom ist so bei 7A......auch öfter mal Teillast(wenn man da von Last sprechen kann)

muss so ein Teil nun dran?

übrigens steht da als Grund: niedrige Impedanz, kleine ESR

was soll ESR sein?

danke

micha

Armin Bock
12.06.2002, 22:30
Original erstellt von Peter Rother:
von Sinus keine RedeHmmm, du schreibst weiter oben

Ueff = 2PI*f*L*I

und das gilt nur für einen sinusförmigen Stromverlauf.

In dem Beispiel mit dem 1,2m langen Kabel (extrem lang) mit 1,5qmm Querschnitt (für 40A erheblich zu dünn) ergibt sich ein Widerstand von 14mOhm.
Ein 10-Zellen-Akku aus hochstromfähigen SubC-Zellen hat über den Daumen einen Innenwiderstand zwischen 30 und 50mOhm.
Zum Vergleich: 20cm Kabel mit 2,5qmm haben 1,4mOhm, 40cm 2,8mOhm.
Wird da der Einfluss des Kabelwiderstandes im Verhältnis zum Akku nicht überbewertet?

Gruß Armin

Armin Bock
12.06.2002, 22:44
Original erstellt von Motormike:
Lies mal den Katalog 2000 und 2002 da stehts drin."Die voluminösen Elkos fehlen im Beat. Dank spezieller Schaltungstechnik sind sie nur noch in Spezialfällen notwendig. Die Zeit platzender ELKOs ist somit vorbei."

Das muss ich Glauben - oder auch nicht. Sind irgendwelche weiterführenden Informationen verfügbar?

Motormike
13.06.2002, 06:37
Selbiges ist im Smile und Star auch vorhanden. (seit Jahren :D )
Du brauchst es nicht glauben, nur kostet es uns den Kopf, sollten wir derart falsche Angaben im Katalog veröffentlichen ;) .

[ 13. Juni 2002, 13:26: Beitrag editiert von: Motormike ]

Peter Rother
13.06.2002, 13:03
Die ACTRONICs Controller hatten nie ein ELKO, seit Jahren, sondern richtigerweise eine Reihe von keramischen Cs, die tatsaechlich besser abblocken als ein Elko.

Akku Ri:

Das Ri ist bei der Frequenz von 9kHz viel kleiner als bei 1000Hz. Deshalb hat Dein Akku bei 9Khz viel weniger als 30mOhm.

Die Angaben des Ri (Hopf pushed matched) von 2.9mOhm konnte ich bei einer Methode dU/dI mit Entladestrom 4A und zuschatbaren 5A, nicht bestaetigen. Es kamen 4.4mOhm, also 50% mehr, was nicht bedeutet er hat falsch gemessen, sondern anders, eben bei 1kHz. Daraus und aus der Chemie des Akkus kann man schliessen, dass bei 9kHz noch weniger werden.