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Helmut Steinigeweg
13.05.2002, 11:43
Wettbewerbsregeln für Classics
Klassische Freiflugmodelle – Ebene

1. Was sind „Classics“?
Als klassische Flugmodelle gelten solche, deren Pläne, Übersichtszeichnungen oder sonstigen Unterlagen nachweisen, dass der Erstflug im Jahr 1965 oder früher stattfand. Ist das Entstehungsjahr unklar, soll das Erscheinungsjahr minus ein Jahr als Entstehungsjahr gelten.

2. Segel- und Motormodelle
Alle Klassen fliegen gegeneinander. Es gelten die Regeln der jeweiligen Zeit (Gewicht, Flächenbelastung, Rumpfquerschnitt, Motorlaufzeit, Gummigewicht). Der Bodenstart kann dazu gehören. Verbrennungsmotoren sollen keine höhere Leistung haben als der ursprünglich eingesetzte.

3. Wertung
Gewertet werden Alter, Nachbau und Flugzeiten. Die Gesamt-Punktzahl wird mit dem Korrekturfaktor (siehe Seite 1) multipliziert.
· Punkte für das Alter: je ein Punkt pro Jahr x Zeitraumfaktor
Zeitraumfaktor: 1934 u. älter 5
1935 – 1939 4
1940 – 1949 3
1950 – 1955 2

· Punkte für den Nachbau: 100 Punkte bei originalgetreuem Nachbau. Punktabzüge:
Minus 20 für Bauweisen und Material, die es zur Entstehungszeit noch nicht gab
Minus 10 für jede auffällige Abweichung vom Bauplan
Minus 5 fürs Unterschreiten des ursprünglich vorgeschriebenen Gewichts

· Flugwertung: Bei Segelflugmodellen beträgt die Leinenlänge 50 m, Motorlaufzeit entsprechend der Zeitepoche. Maximale Flugzeit 180 Sekunden. – Für jedes Modell werden in der festgelegten Zeit 5 Flüge gewertet (dazu Fehlstarts etc. wie aktuelle FAI-Regeln). Die Baubewertung geht den Flügen voran.

4. Beispiel
Modell Gerry Ritz „Hot Head“, Klasse I von 1957 (maßstäblich verkleinert für Motor 1 ccm)
· Alter 45 = 45
· Zeitraumfaktor = 0
· Baupunkte 90 % (Abzug für geteilten Flügel) = 90
· Flugwertung 180 + 180 + 180 + 147 + 122 = 809
= 944 Punkte
944 x 0,9 (= Korrekturfaktor Motormodell) = Ergebnis 850 Punkte

Info:

woebbeking@t-online.de