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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tamiya Ford F150



ragman
10.11.2004, 12:46
Hallo,

ich bin auf der Such nach einem halbwegs "normal" oder "scale" aussehenden Geländewagen auf den Ford F150 von Tamiya gekommen.

Es ist mein erstes RC-Auto und ich möchte es unter anderem als Zugmaschine für einen Anhänger samt Boot benutzen. Nun weiß ich nicht, ob das in der Standardausführung überhaupt möglich ist (langsames Fahren) bzw. was ich machen kann/muß, damit das klappt. (Ich hab den noch nicht zuhause, kommt erst nächste Woche.)

Zweitens: da es gerade schneit ist mir der Gedanke gekommen, daß das doch mit dem Auto auch Spaß machen sollte - muß ich da auf etwas achten oder wasserdicht verpacken?

Im Netz habe ich das Schlagwort Trial gefunden - das scheint mir dann doch in die Richtung des geplanten Einsatzes zu gehen - gibt es dafür eine Seite mit Anfängerinfos? Ich habe hier leider keinen Modellbauladen, den ich nerven kann - ich hoffe, hier finde ich etwas Beistand :)

Ortwin
10.11.2004, 20:07
Hi Ragman,

hab auch noch zwei von den TA02 Chassis, das Ausrüsten mit Kugellagern hat sich bewährt.

Gib doch bitte mal Bescheid, wenn Dein Ford eingetroffen ist. Hab schon seit längerem die Idee, das (mittlerweile viel zu lahme)Flachbahnchassis auf Gelände umzurüsten. Vielleicht finde ich dann auf diesem Weg herraus, was für Teile außer Reifen und Felgen da noch benötigt werden.

Gruß
Ortwin

AchimS
10.11.2004, 20:09
Das ist ein nettes Modell, allerdings aus dem Kasten raus auch schon recht flott. Ich würde mal 35 km/h schätzen. Da mußt Du dein Boot gut anbinden. :D

Du brauchst unbedingt einen elektronischen Fahrtregler. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Robbe Rookie und den kleinen blauen von Carson. Beide sind auch bei Lansamfahrt gut regelbar und nicht zu teuer ( ca. 25 - 40 EUR ).
Achso, bau auch gleich Kugellager ein. Gibt es z.B. bei MBS in Solingen günstig ( halt ohne Tamiya Beutel ).
Im Schnee wird er einsinken und die Reifen setzen sich zu. Schmale Reifen mit feinem Profil = nicht gut für Schnee.
Für Trial ist er eher nicht geeignet, zumindest nicht ohne erheblichen Umbau. Schau mal hier, dort gibt es eine eigene Trial Abteilung: http://www.modelltruck.net/forumdisplay.php?s=&forumid=25

Achim

ragman
11.11.2004, 08:06
Danke erstmal, bin wieder schlauer geworden.

Den Carson Regler habe ich gestern mal mit einem Bootsantrieb ausprobiert, scheint gut zu funktionieren. Richtigen Trial werde ich damit nciht fahren, ebensowenig das Boot slippen - das wär mit einem Segler schwierig (Auto wasserdicht wegen das Tiefgangs des Bootes).

wie ich zwischenzeitlich auch noch erfahren habe, könnte ich den Truck-Puller Motor einbauen, der läuft mit weniger Drehzahlen. Das überlege ich mir nach den ersten Fahrten, dann sehe ich ja, ob ich so zurechtkomme oder nicht.

Gibt es evtl. auch andere Ritzel, die man verwenden kann?

AchimS
11.11.2004, 09:34
Klar, steht in der Anleitung welche anderen Ritzel passen.

Den Truckpuller halte ich für Humbug. Viel zu teuer. Kauf Dir nen 12-18V Restpostenmotor ( Pollin, Conrad, o.ä. ) am besten mit 5-poligem Anker. Mit etwas Glück gibt es das für 2-5 EUR. Der tut es.

Achim

ragman
11.11.2004, 10:53
12-18V? Haben die Akkus nicht 7,2V?
Oder ist das der Sinn, weil die dann langsamer drehen?
Sorry, aber bei motorbetriebenen Modellen bin ich kompletter Anfänger.

AchimS
12.11.2004, 08:43
So isses.

Achim

ragman
12.11.2004, 09:45
...und wieder was gelernt - thx :)

ragman
17.11.2004, 09:50
So, Baukasten ist gestern eingetroffen, erster Eindruck: *puuuh*, sind das viele kleine Teile...

aber naja, erstmal Arbeitsfläche aufgeräumt, alles schön aufgelegt und grob sortiert (nicht gleich alle Säckchen aufgerissen *g*) - dann angefangen, die Bauanleitung mal zu begutachten.

Nach ungefähr einer Viertelstunden habe ich mich dann an das System gewöhnt und steckte und schraubte so vor mich hin. Postiv fiel mir auf, daß der Bausatz wirklich mal komplett war, also auch so Zubehör, wie Getriebefett oder das Öl für die Stoßdämpfer war bereits enthalten. Das ist für mich wichtig, da der nächste Modellbauladen 40km weg ist.
Zweitens - ich mußte nichts sägen oder schleifen und der Kleber kam auch nur zum Schluß zum Einsatz um die Reifen an den Felgen zu fixieren.

Nach ~5 Stunden war ich mit dem Chassis komplett fertig - mal kurz den Akku rein zum testen - Auto fährt *freu*.

Fazit: das war zur Abwechslung unterhaltsames technisches Basteln mit schnellem Erfolgserlebnis.

Heute besorge ich mir die Farbe für die Karrosserie und hoffe, daß es ausnahmsweise mal mit dem Lackieren klappt - Tipps dazu waren einige in der Anleitung enthalten aber auch auf der Tamiya-HP zu finden.
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Frage: mir ist aufgefallen, daß ein Reifen (vorne rechts) leicht "eiert" - woran kann das liegen?

Achja, das Fahrtbild scheint mal in Ordnung zu sein, auch kontrollierte Langsamfahrt ist möglich, ob das mit dem Anhänger so klappt, wird die Praxis zeigen.

@Ortwin: was genau willst du denn jetzt wissen bzgl. Geländeumbau?

tf63
27.11.2004, 10:10
Also, das mit dem 12V Motor als alternative für den Truck-Puller ist nicht so ganz richtig.

Der Truckpuller ist mit 80x1 gewickelt und für 7,2V ausgelegt, was also bedeutet das er auch Leistung aus dem Keller raus bringt. Max. Drehzahl = 6000 U/min.

Der 12V Motor kann also entsprechend seine Leistung/Kraft überhaupt nicht entfalten, da er nur mit der halben Spannung angesteuert wird.

Bei uns im Truck-Trial werden zwar auch 12V Motoren eingesetzt, aber die bekommen dann auch mehr Zellen und immer ein fettes Untersetzungsgetriebe.

Bei dem Tamiya hilft dann nur das kleinste Ritzel und alternativ zum TP noch ein Planetengetriebe.

Ortwin
28.11.2004, 11:20
Danke Ragman,

hat sich schon fast erledigt, muß nur noch ein paar Teile zusammensuchen, dann geht los(hoffentlich) :rolleyes: .

Gruß
Ortwin

AchimS
28.11.2004, 12:52
tf63,

klar, Du hast völlig Recht. Der 12V Motor ist nämlich mit 12V-Draht bewickelt, wohingegen der Truckpuller, mit speziellem Drehmoment-Draht bewickelt wird. :D
Bei gegeber Mechanik, kannst Du ziemlich genau 2 Parameter an so einem Motor variieren: Windungszahl und Drahtdurchmesser. Da beides Platz braucht, hast Du hier eine Einschränkung. Einserseits brauchst Du viele Windungen, damit er nicht so hoch dreht ( die Eigeninduktion ist proportional der Windunsgzahl ) andererseits mußt Du dann dünnen Draht nehmen ( Ohmsche Verluste steigen ).
Hat jemand so einen Truckpuller schon mal auseinander genommen? Er kostet ja immerhin mehr als das zehnfach der lowcost Alternative. Nehmen die jetzt einfach dreist was der Markt für einen bunten Aufkleber hergibt oder ist der mechanisch geändert. Was ich mir vorstellen könnte, was wirklich sinnvoll wäre, wären ein 5 poliger Anker, größerer Anker Durchmesser ( somit dünnere Magnete ) und Neodym Magnete. Aber dafür ist er dann eigentlich wieder zu billig.

Achim