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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : lärm: e - antrieb contra verbrenner



manfred walter
01.09.2003, 20:10
servus.

gibt´s zur lärmentwicklung eigentlich vergleichsmessungen beider antriebskonzepte?

interessant wäre z.b. der vergleich zwischen zwei gleichen modellen mit gleichem standschub, gleicher steigleistung etc, aber eines mit e - antrieb, das andere mit verbrenner.

einen hinkenden, subjektiven, nicht gemessenen vergleich kenn´ ich selbst:
letztes jahr auf dem MOSE - treffen in roth:
alle klapptriebwerkssegler hatten einen e-motor dabei. alle bis auf einen, der kam mit einem viertakter am triebwerksarm. leistung etc. würde ich gleich einschätzen, lärm auch, nur wirkt das verbrennergeräusch einfach unangenehmer.

gruss, manfred

plinse
01.09.2003, 21:19
Moin,

der Vergleich hinkt an einer ganz entscheidenden Stelle:

Am Boden hat man die Geräusche, die der Motor macht und die Geräusche, die der Propeller am Boden macht - ab einer gewissen Leistung bezogen auf Propellergröße ist er dann aber im aerodynamischen Abriß und die Geräusche haben nichts mit denen zu tun, die er in der Luft produziert. Dort ist er wesendlich leiser.

Die Motorgeräusche sind weitgehend vergleichbar bezogen auf Lauf am Boden und Lauf in der Luft, wobei die Motorgeräusche eines E-Motors bezogen auf die Gesamtgeräuschkulisse zu vernachlässigen sind. Ein taugliches Getriebe mal vorrausgesetzt und nicht so eine Billigkrankheit.

Beim Elektroflieger entfällt fast der gesamte Lärm auf den Propeller und der verändert sich drastisch im Flug. Da jetzt gescheite Messungen hinzubekommen, die einer seriösen Bewertung stand halten, ist nicht ganz einfach. Exakt gleicher Abstand, Winkel, Umweltbedingungen ... bei der Messung wären zu gewährleisten. Alleine wegen des Ablesezeitpunktes schon nicht seriös möglich.

Wirkliche Messungen, wie du sie gerne hättest, beschränken sich auf Messungen am Boden. Wie gesagt ohne wirkliche Aussagekraft für den Flug. Wir haben im Verein drastische Unterschiede festgestellt zwischen F3A-X Maschinen bei Propellertests. Propeller, die am Boden "gut klingen" stehen teilsweise im Flug anderen um einiges nach, die am Boden drastisch lauter sind, bei identischem Flieger.

Das was ich bei F3A-X gut finde, ist daß die Geräuschbewertung, die in die Gesamtbewertung mit eingeht, im Flug erfolgt - subjektiv, was sich dann über alle Punktrichter mittelt. Hier wird also das "Gesamtklangpaket" bewertet, also auch die Aerodynamik des Fliegers und nicht nur der Schalli und Prop.

X-Wing
01.09.2003, 21:28
Hi Manfred,

Ist zwar nicht gleich, aber hier:

Zagi, Speed 400 mit Günniprop im Druckantrieb : 7x (76 ?!) DbA !!!

Leistung ??? naaaaajaaaa... Jedoch könnte man beim vorbeifliegen meinen, dass eine Riesenbiene an einem vorbeischwirrt.... Ab und zu sehr nervig!

V- Trainer (Charter) mit 79,5 DbA gemessen... Der geht nahezu Senkrecht! (normaler Dämpfer)

Fazit: Es gibt verschiedene Modelle, die verschiedene Einbauverhältnisse mit sich bringen, es gibt z.b. reinrassige Kunstflugmaschienen, teils 2m mit Elektro... Selbst wenn das ding leiser ist:

Mich würde bei so einem (hooverndem) Modell ein reines Luftschraubengeräusch, und evtl. sogar noch das pfeifen vom Regler stören !!!

Dann lieber ein schön kräftig klingender Benziner drinnen.

PS: 2/3 vom "Lärm" kommt durch die Luftschraube... Daher sind wohl die Einbauverhältnisse teilweise sehr "lautstärkeregelnd"!

(Ich frage mich, wie sich mein Zagi mit BL und großer Latte anhört !)

[ 01. September 2003, 21:31: Beitrag editiert von: X-Wing ]

Kraeuterbutter
11.10.2003, 02:57
Elektro-F3A ist ned viel leiser als Verbrenner-F3A

hört man beide kaum...
am meisten "pfeift" da - so erscheint mir das - da noch die Voll-GFK-Flieger selber..