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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scorpion Motorauslegung



Rockys
09.07.2009, 11:25
Hallo

Ich muss für ein U-Boot Gemeinschaftsprojekt einen BL Außenläufer auslegen. Da ich bei derlei Auslegungen auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen kann und die Drehzahl auch nicht im üblichen Bereich liegt, bräuchte ich etwas Hilfe und ein paar Tips.

Als erste Auslegungsbasis haben wir uns folgende Randparameter rausgesucht:
Max Größe: S40xx
Lastdrehzahl: 1700 U/min (bei 10A)
Lastspannung: 10V
gewünschter Arbeitsbereich:25-100W

Ob das dann am Ende passt wird man sehen und dann nach den ersten Fahrten eventuell umwickeln, aber irgendwo muss man als Basis anfangen.

Schon mal besten Dank im vorraus.

Gruß Tobias

gast_15994
09.07.2009, 11:33
da gehört besser ein 18N20P oder gar 18N24P croco rein.
(wegen drehzahl und drehmoment)

vg
ralph

Rockys
09.07.2009, 12:09
Hallo Ralph

Das hatte ich mir schon fast gedacht, aber wo kann die Bauteile bekommen?
Meinst du einen Mehrfach-Ditto oder einen 18N Scorpion? Der 18N-Powercroco wäre schon schön, aber die Bausätze werde ja mit 12N Stator ausgeliefert. Wo bekommt man die 18N Bleche un die Magnete?
Drehbank ist zwar vorhanden, aber ich weiß nicht ob der Kollege die nötigen Teile darauf drehen kann.

Gruß Tobias

gast_15994
09.07.2009, 12:42
es gibt auch 18N 40/16er bleche - absolut kompatibel zur mechanik der 40er bausätze.
davon habe ich so etwa 30cm hier liegen.

nur die magnete musst du ändern.
in einen 4025er bausatz müssen dann 20 stck der 3026er magnete - die gibt es als ersatzteile.

tja, es gibt sogar 24N 42er bleche.....nebst der teile dazu.
ist auch so eine prototypengeschichte gewesen.
am besten, du schreibst mir ne PN.


vg
ralph

pierre_mousel
09.07.2009, 12:44
Sag mal ist der 40er nicht ein bisschen gross für 100W??:eek:

gast_15994
09.07.2009, 12:50
pierre,

vor allem um die drehzahl runterzubekommen macht der durchmesser sinn!

am besten 24N28P 42er und lieber kurz gebaut.

Rockys
12.07.2009, 19:22
Also nach Rücksprache hat sich rausgestellt, dass wir auch die Möglichkeiten haben einen Motor mit den 65mm 24N Blechen zu bauen.
Erwateter Arbeitsbereich von 2-5A bei 10V und es sind 1700U/min bei 10V und 5A gewünscht, Außerdem sollte der Motor mech. Reserva habne bis 10A und 10V, da sich noch nicht sicher sagen lässt, wieviel Power das U-Boot am Ende wirklich benötigt.

gast_15994
12.07.2009, 19:25
das könnte aufgehen.
den motor kann man sicher sehr flach bauen.
allerdings wird man um eine testwicklung nicht herumkommen, wenn die mechanik fertig ist.


vg
ralph

Rockys
12.07.2009, 20:18
Hallo Ralph

Ja sicher. Man wird erstmal eine Testwicklung machen um zu schauen ob die Drehzahl passt und wenn die ersten Testfahren erledigt sind wird man bestimmt (mehrfach) umwickeln müssen. Aber das ist eingeplant. Man hat in dem Bereich auch keine Erfahrungswerte. Außer muss man Bedenken, dass wir die Steigung der Schraube nicht variieren können.

Die Frage ist dann wie hoch man den Stator baut und welchen Drahstärken man besorgen muss und welche Magnete.

Wenn der Motor kurz wird kömmt uns das sehr entgegen. Durchmesser ist unkritisch.

Gruß Tobias

FamZim
12.07.2009, 21:01
Hallo Tobias

Schau mal da rein !
Sind 65 mm Battman-Bleche, 15 mm Höhe mit 15 Windungen.
Der hat doch die gewünschte Drehzahl bei 12 V !
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=114078&page=5

Beitrag 63 !

Gruß Aloys.

Rockys
12.07.2009, 21:43
Hallo Aloys

Ja den Artikel kenne ich. Über den bin ich auch dazu gekommen. Nur einen kleinen Unterschied gibt es. Du setzt 400W bei 2400U/min um und wir haben nur 50W bei 1700U/min.
Du hast ja einen 15mm hoheh Stator verbaut, da könnte bei uns auch ein 5mm hoher reichen. Die Bleche kosten ja nicht so viel. Wenn man nun die Magnete etwas länger macht, kann man nachträglich noch einen längeren Stator verbauen falls der 5mm hohen z.B. zu schwach sein sollte. Dein 15er hat ja schon 10W Leerlaufaufnahme.

Oder was meinst du?
Wo hast du die Magnete her? Die von Batt-Mann?

Hast du mal ein paar Messwerte zu dem Motor?
Bei den Werten die ich mir aus dem Threat zusammengesucht habe kommt lauf Drivecalc ziemlich miese Werte raus (viel schlechter als deine errechneten). Daher hab ich die Vermutung Werte verschiedenen Glocken oder so gemischt zu haben.

Gruß Tobias

FamZim
12.07.2009, 22:11
Hallo Tobias

Es ist schwierig alle Daten zu finden darum:
Gegenüberstellung:
Battmann 0,5 mm Bleche --------------Super 0,2 mm Bleche .
20 Polig:
12,02 V---1760 U/min--0,9 A.............12,08 V---1830 U/min--0,7 A
28 Polig:
12,07 V---1415 U/min--0,9 A.............12,06 V---1430 U/min--0,6 A
Das dürfte doch ungefähr hinhauen!

Das Problem bei nidrigen Drehzahlen sind genau diese selber.

100 W bei 1700 U/min hat die gleichen CU Verluste wie 1000 W bei 17 000 U/min .
Ganz einfach da der Strom gleich ist,
aber die Spannung 10 mal höher.
Sinkt die Drehzahl beim 1000 W Motor um 1000 U bei Last ab , sinkt sie auch bei dem 100 W Motor um 1000 U ab, den er hat dann das gleiche Drehmoment wie bei 1000 W und 16 000 U/min.
Für ihn bleiben nur noch 700 U/min.
Das ist logischerweise so.
Darum nimmt man bei niedrigen Drehzahlen grössere Motore die überdimensioniert sind.
Ich rate mal zu wenigstens 10 mm Blech für noch guten Wirkungsgrad.
Dann ist der Draht dicker bei weniger Windungen.
Ich habe für meinen ersten Versuch 30 mm Magnete mit der Zange halbiert (kanst Du auch nachlesen) denn die kosten das selbe wie 15 mm Mags :D
Beide Teile nebeneinander plaziert gibt auch keine Unwucht :D .

Gruß Aloys.

Rockys
13.07.2009, 22:49
Hallo

Erstmal besteb Dank für die Hilfe bisher.

Aufgrund der Problematik mit der extrem geringen Drehzahl und der Tatsache, dass wir noch keine Motoren selber gebaut haben, werden wir lieber die Propeller selber bauen.
Dadurch werden wir unabhängiger von der Steigung und können als Nebeneffekt auch noch vorbildgetreue Propeller bauen.

Die Zieldrehzahl ließe sich dadurch also schätzungsweise auf 3000-4000U/min erhöhen. Dies müsste doch die Motorproblematik etwas entschärfen.
Könnte man in dem Drehzahlbereich noch sinnvoll auf Scorpion Bausätze zurückgreifen?

Laut Scorpioncalc passt die Wirkungsgradkurve und Drehzahl des 4025-16 schon recht gut. Wenn man die noch ein wenig weiter zu kleineren Strömen (mit dünnerem Draht wickeln?) bekommt ist alles bestens, aber auch so schon sehr gut vertretbar (über 70% ab 3A bei 11V [3500U/min]). Aber man würde selbst bei Vollgas noch weit vor dem Wirkungsgradmaximum der Originalbewicklung arbeiten (zwischen 12-15A).

Ist das vom Grundgedanken her richtig, oder bin ich da voll auf dem Holzweg?

Gruß Tobias

Rockys
14.07.2009, 21:59
Hallo

Wir haben uns entschieden einen S4025 Bausatz zu nehmen und ihn als 16-Winder zu wickeln, also so wie die zahmste Werkswicklung.
Den Propeller werden wir selber bauen und die Steigung entsprechend anpassen. Wir können als nachträglich mit der Drehzahl falls nötig noch rauf gehen und schärfer wickeln.
Habe ich das richtig gerechent, dass 0,53mm Draht die zur Werkswicklung entsprechende Monostragbewicklung ist?
Wieviel m benötigt man etwa für einen 4025, dann kann ich den Draht schonmal ordern.

Gruß Tobias

Banjoko
15.07.2009, 10:28
Moin Tobias,

Du hast nicht ganz zu Ende gerechnet, denke ich !? ;) :D
Deine 0,53mm sind richtig, stellen aber nur den Radius des Drahtes dar, das Ganze mit 2 plutimiziert ergibt die Drahtstärke für Monostrand.
In Deinem Falle bräuchtest Du einen Draht von etwa 1,06mm Stärke - das Wickeln wird dann natürlich etwas schwieriger als bei 0,53. :cool:

Viel Spaß beim Wickeln !

Gruß

Matthias

gast_15994
15.07.2009, 10:55
1,6mm, ja das wäre spaß ! aber 1,06 ist doch ne lächerliche dünndrahtwicklung!
das ist sogar auf dem werkspyro gewerblich drauf.
-16 = 8wd je zahn.
8x1,06 sieht im 40er G2 schnitt echt richtig leer aus.
da gehen 7wd in die erste lage.

btw reicht ein 4020 locker und den würde ich für das gewünschte noch kürzen auf 4015.


vg
ralph

Banjoko
15.07.2009, 11:09
1,6mm, ja das wäre spaß ! aber 1,06 ist doch ne lächerliche dünndrahtwicklung!
das ist sogar auf dem werkspyro gewerblich drauf.
-16 = 8wd je zahn.
8x1,06 sieht im 40er G2 schnitt echt richtig leer aus.
da gehen 7wd in die erste lage.

btw reicht ein 4020 locker und den würde ich für das gewünschte noch kürzen auf 4015.


vg
ralph

Moin Ralph !

... oller Prahlhans :D - hat nicht jeder soviel Leder auf den Fingerkuppen wie Du ! ;) :D
Vielleicht hat Tobias ja schon soviel Übung, dass er `nen 1,25 od. 1,32 gewickelt bekommt ?

Gruß

Matthias

P.S.: Warte gerade auf den Postboten, der mir mein neues Urlaubsspielzeug bringt ! :)

gast_15994
15.07.2009, 11:12
ernsthaft, er soll ja gar nicht dicker.
nur anders.
wenns schon ein 14P sein soll, dann
lieber kürzer (4020) und dann 25/20*8 = 10 je zahn drauf.
das passt prima mit 1,06, ist leichter und der wirkungsgrad wird auch besser sein.

Banjoko
15.07.2009, 11:18
ernsthaft, er soll ja gar nicht dicker.
nur anders.
wenns schon ein 14P sein soll, dann
lieber kürzer (4020) und dann 25/20*8 = 10 je zahn drauf.
das passt prima mit 1,06, ist leichter und der wirkungsgrad wird auch besser sein.

... ja o.k. - im Wahn natürlich das Ziel aus den Augen verloren, soll ja langsam drehen, hast Recht ( wie immer ;) ) ! :rolleyes:

Rockys
15.07.2009, 14:18
Hallo

Da werde sich meine zwei Mitstreiter aber freuen, dass es so gut vorran geht. Dafür schonmal besten Dank.
Ich habe bisher recht erfolgreich ein paar 22mm und 24mm Statoren mit 0,5er Draht gewickelt (die sind schon ganz gut voll geworden finde ich).

Da im U-Boot keine Luftströmung herrscht außerm vom Lüfter am Glockenboden wäre eine etwas dünnere Bewicklung mit mehr Luft in den Slots eventuell auch nicht schlecht.
Mit 0,95er Draht habe ich den gleichen Füllgrad wie in der Werksbewicklung (4025-16), der vorgeschlagene 1,06er hätte ich einen Füllgrad von 125%.
Anstatt von 20 auf 15mm zu kürzen würde ich lieber die Drahstärkre reduzieren um Platz für Kühlluft zu schaffen und mehr Masse als thermische Reserve zu haben. Aber bis zu welchem Punkt ist das sinnvoll?

Eine einlagige Bewicklung mit 0,75er Draht ist eventuell etwas dünn?
Der Strom ist mit angenommenen max 10A ja nicht das Problem.

Wie kann man am besten eine (leicht) demontierbare aber sichere Statorbefestung lösen? Eingeklebter Draht oder Schraube als Verdrehsicherung?

Gruß Tobias

gast_15994
15.07.2009, 14:31
m2 stiftschraube zwischen stator und statorträger.
lies mal ein bissel die skorpionseiten auf meiner web.

bis zu welchem punkt: bis du von wirkungsgradkurve 2 in richtung wirkungsgradkurve 1 gehst. ;)

http://www.powercroco.de/EtaAuslegung.html

spacy
16.07.2009, 15:20
hmm

ich lese das hier grad, falls ihr noch nicht 100%ig auf den Motor festgelegt seid, könnte ich euch den hier anbieten,
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=1339895#post1339895

denn ich glaube, ich komme einfach nicht dazu, mittelfristig auch nur irgendwas damit anzufangen bzw ein Modell dafür auch nur platzmäßig bei mir unterzubekommen, ist schon alles so voll hier :(
und 2-3 zweimots muß ich auch noch unterbekommen

Rockys
16.07.2009, 21:58
Hallo Peter

Danke für das Angebot, aber es wird eine S4020.
Deinen Motor bekämen wir auch vom Durchmesser her nicht unter. Im Uboot ist es kronisch eng und die Anlenkungen für die Ruder müssen auch noch am Motor vorbei.

Ich melde mich wieder wenn die Teile da sind und es weitergeht.

Gruß Tobias

spacy
16.07.2009, 22:07
:) yep, er ist a weng groß :rolleyes:

Rockys
24.07.2009, 09:48
Es ist jetzt doch ein 4025 geworden. Macht es Sinn den Motor als 20wd YY zu verschalten oder lieber 18-20wd D? Also so wie hier (http://www.powercroco.de/schemamodus12N_YY2.html) beschrieben. Das müsste fast die selbe Drehzahl ergeben wie die 20wd D beim 4020. Die etwas geringere Drehzahl kommt uns auch entgegen. Außerdem hat man dann 6 identische Gruppen zu wickeln ;).

gast_15994
24.07.2009, 10:23
20D dreht langsamer.
bzw. genauso schnell wie 23YY. dafür kannst du bei YY auch einen dünneren draht für die gleiche belastbarkeit benutzen (querschnitt = 1,73/2* D)

vg
ralph

Rockys
29.07.2009, 19:57
http://www.hydroworld.de/galerie/uploads/145/Scorpion.jpeg
Der Motor ist heute beim Kollegen angekommen. Hier schon mal ein Bild. Jetzt nur noch die Isoscheiben fräsen und dann kann es losgehen.

gast_15994
29.07.2009, 22:13
das ist noch die S1-gehäuseversion aber schon mit G2 blechen.

vg
ralph

Rockys
15.10.2009, 17:48
So, nach einigen Verzögerungen soll es jetzt weitergehen.
Den Sekundenkleber habe ich schon, aber müssen die Bleche noch alle entfettet werden, oder soll der Sekundenkleber die Bleche nur beim wickeln fixiren? Später wir der Stator auf ganzer Länge mit dem Statorträger gestiftet. Den Wickeldorn habe ich auch schon erhalten.
Die zweite Frage bezieht sich auf den Magneteinbau. Wie bekommt man den Kleber am besten hinter die Segmentmagnete. Das ist ja kein Spalt, in den sich der Kleber reinsaugen kann. Welchen Kleber sollte man nehmen. Loctite 648, Uhu Endfest oder andere?

Gruß Tobias

gast_15994
15.10.2009, 18:07
guck einfach mal durch die verschiedenen bauberichte.
in ihrer gesamtheit sollten sie imho keine fragen offenlassen.

http://www.powercroco.de/scorpion.html

FamZim
17.10.2009, 23:00
Hallo Tobias
Ich mache mal hier weiter :D

Zu Deinen Zieldahten weiss ich jetzt die Betriebspannung nicht ? tippe mal auf 12 V ?
Dann habe ich mal bei Croco den 4035 angesehen der bei 12 V immer noch mehr als das doppelte dreht!
Er soll ja nur 3000 U/min machen bei 0,3 Nm (richtig ?). Sind etwa 90 W an der Welle .
Dazu lass erstmal die YY weg und gehe auf Y also alle Spulen in reie, und um von 35 mm Statorlänge auf 25 mm runter die Windungszahl erhöhen von 6 auf 8 oder 9 !!
Und die Leiterdicke was eben so reingeht !!

Wenn ich die Luftspaltflächen mal wirksamen Hebelarm rechne hat der 4025 immer noch 2/3 von meinem 6515 aus Battmannblechen, und der bringt bis 2 Nm noch gute Werte :D bei den niedrigen Drehzahlen.

Wie viele Pole bekommt er den ?
Nimm die hohe polzahl !
Für eine Probewicklung (Drehzahltest) nimm einfach 0,4 oder 0,5 mm Draht, das reich für Lehrlauf. Einfach locker (nicht übertreiben) wickeln .:D
Ich habe auf meinen Motor 2 Teilmotoren, da gibt es keinen Unterschied bei den Lehrlaufmessungen, egal ob beide angeschlossen sind oder nur einer.
Leicht schräge Nuten bringen noch weniger Rastung !! bei ABC Wicklung zu empfehlen.

Gruß Aloys.

Rockys
17.10.2009, 23:56
Hallo Aloys

Polzahl, wird natürlich ein 12N14P.
Leider sind noch praktisch keine Daten bekannt. Das Boot ist noch nicht fertig. Alle Leistungsangaben sind bisher nur sehr wage Schätzungen. Der fertige ist ein 4025-16 an 3S2P 2500er Konion.
Das kleine Boot nimmt 25W auf am Bürstenmotor. Das neue Boot hat 3-faches Gewicht und soll etwas schneller werden und hat BL, darum kalkullieren wir erstmal mit 100W bei vollgas an 11V.
Wenig Drehzahl ist erwünscht, aber die Endanpassung geschieht über den Eigenbauprop. Ich schau morgen mal, was so in den Schnitt vom vorhanden Draht genau reinpasst, aber gas ich gerade so geteste habe, kann ich wohl auch DD wickeln, beim normaler 20wd D ist der kaum gefüllt. Bei 20wd DD habe ich exakt den Füllgrad wie Ralph bei 5wd mit 1,5mm Draht. Ich habe 0,75mm Draht noch hier. 1mm müsste ich bestellen. Den 1mm dicken kann ich aber auch als 20m im Elektroladen günstig bekommen, dann aber nicht doppelt gelackt wie beim 0,75er von Elosal. Das dürfte aber bei Verwendung von GFK Deckscheiben und Isolierpapier in den Slots eigentlich kein Problem sein. Den 1mm müsste auch ich locker als 20wd D in den Schnitt reinbekommen. Dann habe ich 89% Füllgrad im Vergleich zum 5wd 1,5mm und etwas mehr Luft für die Kühlung. Ns dürfte dann bei 265 liegen, damit wären die unter 3000U/min erreicht.
Ich kann am Mo mal 1mm Draht besorgen und schauen wie ich den gewickelt bekomme. Ich habe bisher nur max 0,5mm Draht gewickelt, aber die Statoren hatte auch max 24mm.
Ich werde weiter berichten.

Gruß Tobias

FamZim
18.10.2009, 12:21
Hi

Hab mal kurz gerechnet mit den Daten vom 4035 aus dem Crocoforum mit Ralph s messungen!

Motor
12N 10P 4035
Lehrlauf : 24,37 V 2,56 A = 12750 U/min
bei 11 V -------------------- 5755 U/min
gekürzt auf 25 mm----------- 8057 U/min
mit 14 Polen----------------- 5755 U/min
von YY auf einfach Y-------- 2877 U/min
von Y auf einfach D ---------5121 U/min
von 6 N auf 9 N pro Steg in D-3414 U/min

Das wären dann alle 4 Spulen mit 9 Windungen in reie, und wäre dann ein 36 Winder in Dreieckschaltung !!
Der Lehrlaufstrom geht natürlich drastisch runter wie die Windungen ansteigen.
Weitere Senkung nur mit grösserem Lufspallt, dabei steigt aber die Drehzahl wieder !

Gruß Aloys.

Rockys
18.10.2009, 14:56
Hallo Aloys

Geplant sind erstmal 10 Windungen pro Zahn mit 1mm Draht, wenn ich das draufbekomme, in Dreieck verschaltet, also als 20-Winder. Das sind 15,7mm² pro Slot und beim 5wd 1,5 von Ralph sinds 17,7mm² pro Slot und beim 6wd 1,4 sind es 18,5mm², das müsste also zu schaffen sein. Bei der Werkswicklung müsste es 14,1mm² pro Slot sein, Ralph hat also 131% im Slot.
Dann müsten laut der Rechnung 3073/Vmin im Leerlauf rauskommen. Dann sind wir unter Last unter 3000 wie gewollt. Wenn ich von den 332U/Vmin beim 16-Winder ab Werk ausgehe komme ich bei 11V auf 2922U/Vmin.

Aber bevor das hier alles zu theoretisch wird, wickel ich mal und dann schauen wir weiter wenn feste Daten vorliegen. Vor allem wenn auf feststeht, wieviel Leistung tatsächlich benötigt wird. Das ist ja die ganz große Unbekannte.

Gruß Tobias

Rockys
27.12.2009, 19:50
So der Motor ist jetzt fertig und abgeliegert.
Letztendlich habe ich einen recht dünnen Draht genommen, damit von viel Platz für Kühlluft freibleibt.

Daher habe ich noch zwei generelle Fragen:
Welchen Einfluss hat der verwendete Drahtdurchmesser und der Kupferquerschnitt pro Slot auf die (Leerlauf-) Drehzahl?
Die Drehzahl ist letztlich höher geworden als voher gedacht.

Wie wählt man den "optimalen" Draht aus? Bei uns waren 100W am S4025 angepeilt. Also max 10A.
Sagen wir man hat den Stator und weiß es sollen 10A fließen und es passt max. 1mm Draht drauf, welchen Draht nimmt man dann?

FamZim
27.12.2009, 21:45
Hallo Tobias

Schau mal da: http://www.powercroco.de/draht_daten.html

Das ist für Deine Anwendung aber zu stark, da bei 1700 U/min die Kühlung sehr gering ausfällt.
Ich würde die Angaben von VDE 0100 nehmen (1 mm² = 16 A).
Da sollte dann 0,8mm Draht reichen.
Dreht er noch zu hoch, mach eine Windung mehr drauf.
Wie gross der Strom wird bestimmt die Schraube auf der Welle, die ist ja noch unbekannt ? ! ?
Die Lehrlaufdrehzahl wird nur von Spannung und Windungszahl beeinflusst.
Durch die Wicklung sollte schon 2/3 der Nut gefüllt werden, denn dicker Draht wird nicht so warm und braucht weniger Kühlluft.

Gruß Aloys.

Rockys
05.04.2010, 19:14
Da bin ich wieder. Die ersten kurzen Testfahrten sind absolviert und der Motor macht sich gut.
Der Motor hat riesig Drehmonent und spielt mit der 12kg 210 (http://www.modellpiraten.de/). Unter Projekte.
Beim schlagabrtigen Vollgasgeben krängt das Boot 30° zu Seite, das ist viel mehr als bei allen anderen (Bürsten-) Ubooten. Mit dem Testprop liegt der Strom bei Vollgas bei 3,5-4A (40W). Die Lastspitzen liegen allerdings bei fast 200W, das hatten wir so nicht erwartet. Wir vermuten, dass die mit dem hohem Losbrechmoment der Wellendichtringe zu tun haben könnte.
Wenn wir die Reichweitenprobleme abgestellt haben und die Tiefensteuerung richtig eingestellt ist wird man verlässlichere Daten aufnehmen können. Dann erfolgen auch Drehzhalmessungen. Was der Motor bisher gezeigt hat, ist aber ein voller Erfolg.
Danke an alle die geholfen haben.

Rockys
27.07.2010, 08:34
Ich wollte mal über den aktuellen Stand bereichten. Die Steuerung läuft mittlerweile nach abstellen einiger Kinderkrankheiten sehr gut.
Aufgrund des gewaltigen Drehmomentes musste allerdings ein Querlageregelung nachgerüstet werden. Allerdings haben wir es noch nicht geschafft dem Motor eine fühlbare Temperaturerhöhung abzuringen. Demnach hätte auch ein 4020 locker gereicht.
Das ganze ist bisher als voller Erfolg zu bewerten.

gast_15994
27.07.2010, 08:46
schön zu hören!

ich denke nach wie vor, auch ein 18N20P 4015 würde das locker erledigen können.

vg
ralph

FamZim
27.07.2010, 10:57
Hallo Rocky

Die Losbrechmomente sollten eigentlich keinen Einfluß auf das Boot haben.
Die Kräfte dazu heben sich zwischen Motorlagerung und Wellenlagerung auf.

Wirksam, und damit sichtbahr, sind Beschleunigungskräfte beim hochlaufen aller sich drehenden Teile, (Motor ; Welle ; Schraube).

Da müste am Steller dann ein Sanftanlauf eingestellt werden.
Das der Motor wesentlich mehr kann sieht man ja am Hochlaufstrom.
Das ist aber bei allen Motoren so.

Zu Lageregelung mal eine Ide.
Der Motor dreht ein Schwungrad in anderer Drehrichtung über Getriebe das sollte beschleunigen und bremsen ausgleichen.
Ist aber wohl kaum Platz im Boot ????

Gruß Aloys.

Rockys
27.07.2010, 11:39
Ja ein 18N20P wäre eine super Sache gewesen, nur die Beschaffung der Bauteile war das Problem. Der Bausatz war ein komplettes Set.

Die Losbrechmomente mach ich im Zusammenhang mit der Motorcharacteristic dafür verantwortlich, dass bei plötzlichen Gasstößen aus dem Stand heraus ein kurzer so hoher Leistungspeakentsteht.

Die Querlageregelung soll dafür sorgen, dass das Boot bei Fahrt keine zu starke Seiteneigung zeigt und arbeitet wie auch die Längsregelung über die Ruder. Das ist der Vorteil, wenn die komplette Steuerung Eigenentwicklung ist. Das Krängen beim Losfahren lässt sich nicht verhindern, da die Ruder dann noch keine Anströmung und Wirkung haben. Die Krängung ist beim Boot aber deutlich stärker als Normal, da der Motor kurzzeitig deutlich mehr Drehmoment zur Verfügung stellt als ein vergleichbarer Bürstenantrieb.

Die bewegte Masse im getauchten Zustand dürfte um 20kg sein.

Beide Boote (http://home.arcor.de/modellpiraten/Bilder/Projekte/210TR/Verkabeln.jpg)
Motorsektion (http://home.arcor.de/modellpiraten/Bilder/Projekte/210TR/Motorsektion.jpg)
Der komplette Bericht unter Projekte (http://www.modellpiraten.de/). Ist aber nicht gnaz der aktuelle Stand. Aber Softwarearbeiten lassen sich schlecht Fotographieren.

Gruß Tobias