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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Windmesser am Hang



Fliegoor
18.03.2004, 09:35
Hallo Hangflieger,

nehmt ihr zum Hang einen WIndmesser mit, oder fliegt ihr einfach so?
Ich fände es mal gut zu wissen wieviel Wind es ist?
Könnt ihr da ein Windmesser empfehlen, der auch nicht gerade zu teuer ist?
Da gibt es ja verschiedene Arten, mit diesen 3 Halbkugeln, oder mit den "Propeller" im gehäuse?!

Ich denke die mit den Halbkugeln ist die sinnvollste, das die WIndrichtung egal ist, oder?

Gruß

Patrick

Jürgen N.
18.03.2004, 10:04
Patrick,
der beste "Windmesser" ist für mich Gefühl und Erfahrung.
Ich fliege manchmal an einem Osthang, bei dem es ab einer gewissen Windstärke schlechter trägt als bei Schwachwind.
Es gibt eben nichts das es nicht gibt ;)
Gruss Jürgen

Thomas Moldtmann
18.03.2004, 19:03
Hallo!
Ich finde so einen Windmesser gut. Ich messe immer beim Einfliegen neuer Modelle an der Steilküste den Wind, so hat man einen Wert und man erspart sich Absaufer!!!! Bei uns heisst sowas Badehose raus!!!!
Ist auf alle Fälle ein gutes Hilfsmittel!!!

Fliegoor
18.03.2004, 19:26
Hallo,

ich fliege eigentlich auch immer nach gefühl, aber ich habe mich da auch einmal sehr gut vertan!!! :eek:

Könnt ihr mir denn eine empfehlen?

Patrick

Franz Schmid
18.03.2004, 19:54
Servus
Schauts bei de Gleitschirmflieger vorbei im eba..
Der praktischte ist der mit dem kleinen Windrad das man drehen kann und die Sache dann geschlossen ist.Der mit den 3 Halbkugeln ist ganz nett aber immer wenn man einen braucht sind nur noch 2 dran :D

also eher unpraktisch. Den anderen kann man sich um den Hals hängen und die Unsensiblen können immer sofort nachmessen warum sie gerade abgesoffen sind. "Ach so is ja logisch kein Wind mehr"
Für die die Probleme mit der Windrichtung haben:
Einfach eine kleine Windfahne an den Windmesser,dann den Windmesser hochhalten und wenn die -Fahne genau zum Haltenden weht dann stimmt die Richtung.
Aber brauchen tut man die Sache eigentlich nicht.
Ist halt ein Gimmik unserer Zeit.Ich flieg jetzt seit 34 Jahren am Hang ohne dieses Teil. Einfach rausschmeissen 1 Kreis fliegen, isser unter mir besser Landen, isser über mir passts.

Ich hab mir das Teil vor 12 Jahren zum Gleitschirmfliegen gekauft.Und da isses ganz lustig die Prognosen der anderen Piloten zu überprüfen."Heid hods an 25er Wind am Startplatz"
Im Wirklichkeit sinds dann 15 km/h.Wobei die Messung eigentlich zu weit unten ist, da entweder der Arm zu kurz ist oder das Auge zu schwach. Und den Effekt der Bodenreibung sollte man nicht aus dem Auge lassen.

Wiegesagt für Gleitschirm ganz lustig für Modellflug eigentlich nur ein Gag.
Am Hang steht dummerweise kein Schild "ab 15km/h trägts".
Gruss Franz

Fliegoor
18.03.2004, 20:03
Hallo Franz,

stimmt ja schon was du da sagst!

Aber ist halt lustig wenn man mal sieht bei wieviel Wind man geflogen ist!

Patrick

FlugFisch
19.03.2004, 10:50
Hi..

vorschlag für Bastler:

Schalenkreuzanemometer im Selbstbau.
Zutaten:

-Tabletten-Blisterpackung
-geschlachteter PC-Lüfter
-Magnete
-Kunststoffplatte
-Messingrohr und Stahldraht
-Auswerte-Elektronik: Fahrrad-Tacho oder MC3030 / MC4000 sender

http://www.rc-network.de/upload/1079689201.jpg

Das ganze Ding hat nen Aussendurchmesser von nur 40mm, so dass man sich leicht ein kleines SChutzgehäuse für den Transport basteln kann.

Der im Lüfter vorhandene Hall-Schalter wird ausgelötet und dem rotierenden Magneten gegenübergestellt.

An die Multiplex-Fernsteuerung (3030,4000) kann man das wie den MPX-Drehzahlmesser anschliessen.

Auch ein Fahrradtacho geht als Anzeigegerät. Dazu braucht man irgendwoher noch eine Spannungsversorgung. Je nach Lüfter reicht die Batterie des Fahrradtachos.. ist je nach Tacho unterschiedlich, wie das dann angeschlossen werden muss. Meist kommt man jedoch ohne zusätzliche Elektronik aus.

Beim Schalenkreuzanemometer ist bei gelungener Lagerung der angezeigte Wert direkt proportional zur Windgeschwindigkeit... man braucht also keine aufwendige Eichkurve aufnehmen, sondern nur mal 1-2 Werte messen. Den "umrechnungsfaktor" kann man beim Fahrradtacho durch Eingabe eines geeigneten Raddurchmessers festlegen, bei der Multiplexe muss man eben ein bissle Kopfrechnen (oder man hat seine eigene, qualitative Skala).

Wer weder MPX noch Fahrradtacho hat:

In Anlehnung an Spunki´s SpeedSpunk (Suchmaschine)
kann das Anemometer auch auf ein Micro-Motörchen aufgesetzt werden, dessen Generatorspannung dann ein Mass für die Windgeschwindigkeit ist. Da die Lagerung da aber nicht sooo toll ist, funzt das erst bei etwas größeren Windgeschwindigkeiten zufriedenstellend.

mfg
andi

tanni60
19.03.2004, 17:58
Hallo Jürgen,

wo gibts das denn ?

Kann es sein dass bei schwachem Wind der gelbe Planet scheint, bei starkem Wind Regentropfen aufs Senderpult fallen ???

Ich schau immer nachträglich in wetteronline.de nach, fürs Tagebuch. Gefühlsabgleich sozusagen ....

Am Hang ist die Thermik nicht zu unterschätzen, insofern ist Wind nur eine Komponente.

Und Hänge, die unten schön schwarz sind, da reicht schon ein Lüftchen, wenn die Sonne scheint.

So geschehen am Mittwoch in Inden, ohne Sonne wär das eine üble Lauferei geworden.

Gruß

Thomas Moldtmann
19.03.2004, 18:42
Hi Patrick!
Also ich hab son kleines Ding bei Conrad gekauft,
hat einen Mini-Impeller!!
Man muss ihn einfach in den Wind halten und ein bisschen auf die Richtung achten!

MPX- Flieger
19.03.2004, 22:57
Hallo,

hätte da auch noch was:

Bei ELV (http://www.elv.de) nach Art-Nr. 68-380-03 suchen => Hitzdraht- Anemometer...

...ist allerdings nur für kleine Luftbewegungen.
Man könnte sowas im Eigenbau evtl. für größere Windgeschwindigkeiten bauen ;)

David

FlugFisch
22.03.2004, 07:20
Hi..

Hitzdrahtanemometer ist gar nicht soooo schwer zu bauen... hab das mal mit nem 50µ Edelstahldraht gemacht.
http://www.rc-network.de/upload/1079936130.jpg

Zwei bzw. drei aktive Drähte, Auswertung per Wheatstone-Brücke. Im Gegensatz zur Staudruckmessung wird bei den Dingern die Auflösung bei größeren Geschwindigkeiten immer schlechter, man muss auf jeden Fall ne komplette Kalibrierkurve aufnehmen. Meine Sonden waren nur für Bereiche bis 3m/s gedacht, haben aber dort recht gut funktioniert.
So empfindliche Sonden sind recht vibrationsanfällig (die Vibration wird als scheinbare Luftbewegung wahrgenommen) und haben ne ziemliche Drift (obwohl die Messbrücke aus demselben Material aufgebaut wurde wie der aktive Sensordraht).

Für ne "schnelle Messung" so mal eben am Hang war das nicht geeignet.

mfg
andi