PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Projekt an der FH-Augsburg - Hilfe benötigt



-AbeAdaptic-
06.04.2004, 17:36
Hallo Zusammen,

wir entwickeln an der FH-Augsburg ein neues Empfängersystem, welches universell in allen Modellarten (Flugmodell, Schiffsmodell, Automodell) einsetzbar ist. Wir befinden uns am Anfang unseres Projekts und würden gerne ein Feedback von den späteren Anwendern des Systems erhalten. Aus diesem Grund posten wir hier unsere bisherigen Überlegungen, was dieses neue System alles leisten soll. Unser Team würde sich sehr über zahlreiche Anregungen, Verbesserungsvorschläge aber auch Kritik freuen.

Momentan muss der Sender wenn man ein anders Modell steuern will, neu programmiert werden. Dies ist momentan noch sehr umständlich und zeitintensiv.
Das neue Empfängersystem das wir entwickeln, soll die Intelligenz, die momentan noch im Sender integriert ist, enthalten. Dabei kommt ein handelsübliches HF-Teil zum Einsatz, jedoch übernimmt ein Mikrocontroller die Auswertung der digital übermittelten Signale. Dieser Mikrocontroller übernimmt dann z.B. folgende Funktionen:
Kanalzuordnung, Servowegumkehrung, expotentielle Servoansteuerung, Mischfunktionen, Differenzieren?
Die Programmierung des Empfängers soll über eine serielle Schnittstelle mit Hilfe eines PDA oder Notebooks erfolgen. In diesem Zusammenhang hat unser Softwareteam einen ersten Prototyp der Notebook und PDA Software erstellt, mit der später diese Programmierung so einfach wie möglich sein soll. Im Folgenden die Screenshots unter:

http://www.fh-augsburg.de/~turtle/images/modelleinstellungen.png

Es können eigene Konfigurationen erstellt werden (siehe mein Segler). Diese Konfigurationen enthalten dann Einstellungen z.B. Querrudereinstellungen (Funktion expotentiell oder linear, Anzahl der Servos für diese Funktion) V-Leitwerkseinstellungen. Alles lässt sich frei konfigurieren.

http://www.fh-augsburg.de/~turtle/images/kanalkonfigurationmischer.png

Alle Schalter können ebefalls frei konfiguriert und benannt werden (Schalter Fahrwerk).

http://www.fh-augsburg.de/~turtle/images/kanalkonfigurationschalter.png

Bei den Grundlegenden Modelleinstellungen können der Modellname, Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanäle eingegeben werden. Die Einzelnen Servos können kalibriert werden und deren Anzahl, die im Modell verbaut wurden, angegeben werden. Eine Servoverstärkung wird integriert, und bei Störungen im Empfangsbetrieb tritt die Safetystellung in Kraft, diese kann auch frei konfiguriert werden.

Jede der Konfigurationen kann dann anschließend an den Mikrocontroller im Modell übertragen werden, dazu wird die Konfiguration ausgewählt und über den Button Übertragen in den Mikrocontroller programmiert. Eine Virtuelle Fernbedienung die noch in die Software integriert werden soll, ist es dann möglich, die Einstellungen über den PDA oder über das Notebook zu testen.

Das war das grobe über unser Projekt, wenn ihr euch noch weitere Funktionen vorstellen oder bestimmte im Alltag des Modellbetriebs nicht brauchbar sind, bitte posten.

Vielen Dank für euer Interesse

TEAM RCE
FH Augsburg

jwl
06.04.2004, 17:43
warum soll die programmiertechnologie in das modell :confused:

gruss jwl

Jürgen N.
06.04.2004, 18:15
Nach dem Motto: warum einfach, wenn's kompliziert auch geht?

Momentan muss der Sender wenn man ein anders Modell steuern will, neu programmiert werden. Dies ist momentan noch sehr umständlich und zeitintensiv. Warum soll das weniger zeitintensiv werden, wenn das mit dem Empfänger gemacht werden muss?

Ich kopiere ein ähnliches Modell (eigenes oder "vorprogrammiert") und ändere was nötig ist. Fertig.
Ich habe den Eindruck (bitte bitte nicht böse werden!) hinter dem Projekt stehen Theoretiker, die ev. 1, 2 Modelle haben und mit Modellbau (und Flug!) nicht ausgelastet sind... ;)
Wie ist es heute: ich habe einen nicht ganz dummen Sender. Der ist kinderleicht zu programmieren und hat Platz für 33-99 Modelle.
Und ein Dutzend eher dumme Empfänger, die zwar z.T. IPD oder ähnliches können, aber sonst völlig vom Sender abhängig sind.
Warum nun einen eher dummen Sender und dafür intelligente Empfänger? Und was wenn ein solcher programmierter Empfänger in eine anderes Modell soll?? Umprogrammieren? :(
Was wir wirklich brauchen ist eine sichere Übertragungsmethode!
Unser Funksystem ist Steinzeit. Egal ob PPM oder PCM. Da müsste der Hebel an- und Gehirnschmalz eingesetzt werden.
Meine ganz persönliche Meinung...
Gruss Jürgen

[ 06. April 2004, 18:47: Beitrag editiert von: Jürgen N. ]

Matthias Schwenk
06.04.2004, 19:40
Hallo Jürgen!

Da bin ich ganz deiner Meinung!
Im Partnerforum RC-line läuft die gleiche Diskussion, da ist man schon weiter mit den Visionen :D :D :D

Matthias

elektroernie
06.04.2004, 19:46
Hi
hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=26;t=001254;p=1) findet ihr ganz viele Anregungen. Und laßt bitte die Firma Kleinweich aus unseren Sendern und Empfängern, damit die auch weiterhin manchmal funktioniern. ;)
Ansonsten könnt ihr euch alle bei einer Beraterfirma bewrben, die versuchen auch immer Probleme zu lösen wo gar keine sind :confused:
Also ich wünsche mir:
-eine sichere Übertragungsform
-einen ergonomischen und leichten Sender
-ein touchpad zur Bedienung
und ganz viele freie Mischer :D :D
CU
Ernie

Dennis Schulte Renger
06.04.2004, 20:12
Und zum programmieren immer einen Laptop oder PDA mit zum Platz schleppen.

Mist, ich hab ja beides nicht. Muss ich wohl am Boden bleiben und warten bis mir mein Vereinskollege einen ausleiht :D

Oli_L
06.04.2004, 22:52
Hmm, ich schätze, es ist eh nur eine Frage der Zeit, bis vielleicht eine Benutzeroberfläche à la PDA mit buntem Display und touchscreen etc Einzug in die Fernsteuerungstechnologie hält.
Aber das ganze auf einen Empfänger aufzupfropfen, halte ich auch für einen recht praxisfernen Ansatz. (Argumente dazu siehe Jürgen N.: Ich hab 1 Sender und 20 Empf.)
Die Vereinfachung des Programmierinterfaces ist sicher immer eine Interessante Sache. Letztlich aber alles Gewohnheit.

Ein Grundsatzproblem sehe ich in der Übertragung von den ganzen Schaltfunktionen, die heute üblich sind, sei es für Mischer oder Flugphasen oder Sonderfunktionen. Wie bitte schön soll denn ein Empfänger die Schalterstellungen des Bedien-Interfaces "Sender" erfahren, wenn nicht dessen Stellungen schon im Sender intelligent in ein Signal umgewandelt werden. Es sei denn, Ihr entwikelt noch ein neues Übertragungsverfahren samt neuem Sender, bei dem zusätzlich zu den Potistellungen der Proportionalkanäle noch die Stellungen der Schalter "digital" übertragen werden. Dann stösst aber mal wider die Bandbreite im bestehenden Raster an seine Grenzen... usw...

Also, bevor die genauen Vorteile eures interssanten Ansatzes nicht herausgestellt sind, werdet ihr mit eurem Projekt auf wenig Unterstüzung stossen bei den Modellfliegeren. Die Programmierung ist nicht das heutige Problem...

Trotzdem viel Erfolg und Spass und gute Noten ;)

PS: ist doch der 6. April, oder?

-AbeAdaptic-
07.04.2004, 17:19
Hi, ich sehe schon man steht dem Konzept noch etwas skeptisch gegenüber, das kann ich auch verstehen.
Jedoch sehen andere in diesem Projekt viel Potential. Den eigentlich gehts hier um die Zukunft des Modellbaus, in jedem Teil unseres Lebens (ob wirs nun brauen oder nicht) dringen immer mehr elektr. Bauteile ein.
Wir versuchen hier mehr als nur die programmierung der Modellsteuerung beim Wechsel zu erleichtern. Ein Microcontroller kann wesentlich mehr. Das beginnt schon mit ähnlichen Funktionen wie z.b. die einer Blackbox. Diese zeichnet während des Flugs Statistiken über Störungen, Batteriestärke, usw. aus. Desweiteren sind damit auch dinge wie Fail-Safe, oder 2 empfänger zu koppeln, integrierbar.
Sicher ist die "Intelligenz" im Sender nicht vermeidbar, aber der Empfänger muß deshalb nicht "dumm" bleiben ;) Wir hoffen dieses Konzept kann sich vielleicht doch einige Anhänger finden (bzw. hat schon gefunden, den ACT arbeitet an einem ähnlichen Konzept)
Also ich hoffe ich konnte damit unser Ziel etwas verdeutlichen :)

@elektroernie
-zu den Übertragungsicherheit, können wir leider als Programmierer nur die anzahl der Empfänger erhöhen
-wenn ein teil der Intelligenz im Empfänger steckt, kann man vielleicht in Zukunft die Sender etwas leichter bauen
-touchpad?
-an wieviele mischer hast du da ungefähr gedacht?

elektroernie
07.04.2004, 20:04
Hi

. Diese zeichnet während des Flugs Statistiken über Störungen, Batteriestärke, usw. aus. Desweiteren sind damit auch dinge wie Fail-Safe, oder 2 empfänger zu koppeln, integrierbar.
Tja,leider gibts das schon alles :(
Ich möchte euren Forscherdrang wirklich nicht bremsen, ich finde es toll, wenn ihr euch "beruflich" mit unserem Hobby beschäftigt. Dennoch glaube ich, daß ihr irgendwo auf dem Holzweg seid: Ich besitze einen Computersender, ca.10 Empfänger und 25 Modelle. Jedes Modell ist mit allen Einstellungen im Seder abgespeichert. Den Empfänger kann ich nun beliebig wechseln, ich muß nur die Servos an vorbestimmte Steckplätze einstöpseln-und schon funktioniert jeder Empfänger in jedem Modell. Dieser Zustand ansich ist ideal. Was ist daran zu verbessern?? Wenn man was verbessern könnte, dann wäre es die Bedienbarkeit der Programme. Vielleicht setzt ihr dort mal an. Ich persönlich habe da keine Probleme, aber einige Vereinkollegen, besonders ältere, durchaus. Vielleicht schaut ihr euch mal ne MC 20,22,24 an, lest die Bedienungsanleitung und überlegt, was man da anders/besser machen kann.
Mit touchpad meine ich fogendes: Die Computersender heute werden über Tasten und Rädchen bedient, diese könnte man einfach durch ein touchpad ersetzen, diese ist für den rauen, öligen und staubigen Alltagsbetrieb viel besser geeignet.
"Mehr Mischer": Dieses System müßte noch viel flexibler sein, man müßte Logik-Funktionen einbauen können, Mischer sollten- abhängig von der Knüppelstellung- erst ab einem gewissen Punkt einsetzen, Mischungsverhältnisse müßten über selbstdefinierte Kurven eingegeben werden können etc.
Das mit dem Sendergewicht war ein Gag, das SEndergewicht hängt hauptsächlich vom Gehäusewerkstoff und dem installierten Akku ab.
CU
Ernie

Armageddon
08.04.2004, 15:22
Hi,

wenn wirklich der Empfänger programmiert werden würde, so müßte dies auch über den Sender möglich sein. Ansonsten hat man keine Möglichkeit mehr z.b. Ausschläge während des Flugs einzustellen. Das ist ein Feature auf welches ich keinesfalls verzichten wollte.
Im Fall einer tatsächlichen Realisierung sollte dem Empfänger auch unbedint eine Watch-Dog-Funktion spendiert werden.
Allerdings halte ich es ähnlich wie meine Vorredner: Das ist bestimmt ne nette Forschungsarbeit einen realen Nutzen sehe ich aber keinen.

Gruß Kai

Roland Schmitt
08.04.2004, 21:30
An sich eine gutegemeinte Idee, folgendes von mir dazu:
Wenn die "Intelligenz" im Empfänger ist muß ich die bei jedem Empfänger extra bezahlen. Ein Elektonikentwickler sagte mir mal das jedes Bauteil welches er verwendet hinterher mit dem Dreifachen Preis über den Tisch geht. Ist die "Intelligenz" im Sender wird sie nur einmal benötigt und bezahlt.
Seine Steigerung erfährt das Dilemma wenn die Komponenten redundant ausgelegt werden. Hier schlägt dann der Preis dann auch jedesmal zweimal zu Buche. Gesteigert wird das Ganze dann noch dadurch das ein Empfänger gewissermaßen ein Verschleißteil darstellt, Absturz oder undefinierte Störungen, schon wandert er in die Tonne.

Zum immer wieder gestreßten Thema mit dem PDA folgendes: Ich bsitze einen, ja, würde ihn aber nie mit auf den Flugplatz nehmen, das Ding ist mir dafür schlichtweg zu teuer und die Gefahr des Versiffens ist einfach zu groß. Abgesehen davon sind sie immer noch extrem empfindlich gegen Nässe. Außerdem ist das noch eine zusätzliche "Box".

Dazu noch ein paar Dinge die in eurem Konzept evtl. gar nicht vorgesehen sind bzw. verbessert werden müßten:
- Neue Einstellung können unmöglich jedesmal neu übertragen werden, die Einstellung muß in Realtime geschehen.
- Wie sollen Flugzustände oder Dual-Rates umgeschaltet werden?
- Eine Blackbox (oder Kontrolleinheit) gehört außerhalb des Empfangssystems (Empfänger).

Gruß
Roland

Plastikbeutel
12.04.2004, 13:43
Hallo Leute,

je mehr Komponenten in den Empfänger kommen - desto schwer und TEUER !!!

Entwickelt lieber einen "Volksempfänger", den man für 12€ kaufen kann. Die Elektronik kostet eh nicht mehr als 6€...

Was ist wenn ich mal die Differenzierung während des Fluges ändern möchte ??? PDA hinterherfliegen lassen ?

Gruß Markus

-AbeAdaptic-
13.04.2004, 19:05
Hi
wir nehmen gerade euere Hinweise hin und versuchen diese Konstruktiv in unser Projekt einzugliedern.
Vielleicht noch ein paar erweiterte Gedankengänge unsererseits:

-Programmierbare Sender sind teuer, bei uns kann ein sehr billiger Sender verwendet werden. Prinzipiell z.B. sogar die Möglickeit mit einer 2 Kanal Steuerung für Autos ein einfaches Flugzeug oder ein Kettenfahrzeug zu lenken.

- Mit einem billigen 4 Kanal Empfänger können 8 Servos (und mehrere Schalter) angesprochen werden. Das ist zum Beispiel sinnvoll für Flieger, bei denen das Querruder je durch 2 Servos pro Flügel bewegt wird. Dadurch auch wieder Kostenersparnisse.

- Es können selbstständig Dinge wie Lämpchen (Rückfahrscheinwerfer, evtl. Landelichter) geschalten werden. Dafür ist kein extra Signal vom Sender notwendig sondern es wird nach festen Regel automatisch gemacht.

- Möglichkeiten zur Störungsüberwachung. Zum einen können wir die Anzahl der Störungen mitspeichern. Außerdem ist es möglich bei Störungen das Modell in einen Sicheren Zustand bringen. Eins unserer Autos macht zum Beispiel bei einer Störung gerne schlagartig 90° Kurven nach rechts an den Bordstein, sowas können wir abfangen und ausfiltern bzw. einfach den Motor des Autos abschalten. Flieger werden bei einer erkannten Störung einfach in eine Segelstellung gebracht.

- Als Gegenargument hört man oft das jemand, der einen Sender und 30 Empfänger hat, aus Kostengründen lieber den Sender programmierbar macht. Wenn wir aber unsere Elektronik zwischen Empfänger und Servos setzen, muss die Programmierbarkeit auch nur ein einziges Mal bezahlt werden.

und billiger wird es auf jeden fall, den ein Microcontroller bewegt sich unter 20? und gewicht sind ein paar Gramm

[ 13. April 2004, 19:06: Beitrag editiert von: -AbeAdaptic- ]

jwl
13.04.2004, 19:26
man kann zwischen den potis und alten anlage doch dazwischen klemmen was man will.

wie zb.

http://n.ethz.ch/student/mmoeller/mmm/seite15.html

gruss jwl

Jürgen N.
13.04.2004, 19:38
Wenn wir aber unsere Elektronik zwischen Empfänger und Servos setzen, muss die Programmierbarkeit auch nur ein einziges Mal bezahlt werden. Bitte verzeiht meine lange Leitung...
Diese Elektronik ist doch Bestandteil der neuen Empfängers, oder? Sonst könnte man ja die Servos nicht steuern. Letztere haben ja keine Intelligenz, oder?
Wieso dann nur ein einziges Mal bezahlen? Bekomme ich sie für die weiteren Empfänger umsonst?
Gruss Jürgen

-AbeAdaptic-
13.04.2004, 23:17
Die neue Elektronik ersetzt nicht das Empfängermodul, sondern erweitert es eher um einen Microcontroller, der dahinter geschaltet wird, quasi als zentralle einheit in dem die signale vom Empfänger reinkommen, interpretiert werden und jeweilig verändert weitergeleitet werden an die servos.

"bezahlen" ist nur ein wortspiel mit der wir die einfachheit eines solchen Systems zeigen wollen, es spart auch zeit einfach nur mit nem PDA/Notebook ein schon voreingestelltes Flugverhalten in den Flieger in sekunden zu übertragen.

PS:Ein einfaches PDA gebr. ist nicht teuer

Ulrich Horn
14.04.2004, 01:10
Hallo RCE-Team,

man kann im Prinzip an jeder Stelle zwischen den Einheiten eines Fernsteuersystems

Geber -> Encoder -> (Funkstrecke) -> Decoder -> Geber

einen µC gebrauchen. IMO habt ihr euch aber die ungünstigste Stelle ausgesucht ;)

Was die im Eingangsposting beschriebenen Funktionen (Mischer, Kanalzuordnung etc) betrifft, so ist es im Prinzip egal, ob sie sender- oder empfängerseitig ausgeführt sind. In der Praxis ist das, zumindest bei Modellfliegern, aber nicht egal. Schon aus Sicherheitsgründen fummelt man möglichst wenig an der Modellelektronik herum, und jeder unnötige Aus- und Einbau von Komponenten wird vermieden.
Wozu auch, das gibt es alles im Sender. Kaum ein Modellflieger verwendet die angesprochenen billigen Sender. Dazu kommt die Notwendigkeit, Funktionen im Flug zu verändern.. ok, das ist alles schon geschrieben worden.

Empfängerseitig sind µCs an zwei weiteren Stellen interessant: Datenlogging und Decoding. Fürs Datenlogging gibt es bereits Module, und das Decoding ist ohne Gegenstück beim Sender nicht interessant.

Ich würde darüber nachdenken, den µC in den Sender einzubauen. Da gibt es nicht nur viel zu verbessern, sondern auch wirklich was zu sparen; schließlich macht ein mickriger Prozessor mit ein paar KB Speicher, einem Display und einigen Tasten einen Sender gleich um einige hundert Euro teurer ;)

Grüße, Ulrich

Alwin
14.04.2004, 09:05
Moin zusammen,
ich will euch nicht enttäuschen, aber gibts das nicht schon ??
http://www.acteurope.de/html/dds-synthesizer-system.html

Alwin

Jürgen N.
14.04.2004, 09:24
Ich ziehe mich zurück... ;)
und wünsch euch alles Gute und viel Erfolg!

es spart auch zeit einfach nur mit nem PDA/Notebook ein schon voreingestelltes Flugverhalten in den Flieger in sekunden zu übertragen. "Flugverhalten" ist von hundert Dingen Abhängig. Nicht nur von ein paar RC-Parametern.

PS:Ein einfaches PDA gebr. ist nicht teuer Ich brauche beim heutigen System so etwas überhaupt nicht! Wo ist da der Fortschritt?
Ihr lebt in einer anderen Welt. Aber nicht in der eines aktiven Modellfliegers.
Meine ganz persönliche Meinung...
Gruss Jürgen

[ 14. April 2004, 09:44: Beitrag editiert von: Jürgen N. ]

Spunki
14.04.2004, 10:26
Lasst Euch nicht entmutigen und zieht die Sache durch ... Sinn und Nutzen sieht man oft erst im Nachhinein, und falls nicht für eine Facharbeit reicht das allemal, und um die gehts ja primär!

Grüße Spunki

Plastikbeutel
15.04.2004, 15:02
wo liegt eigentlich der Zielpreis für einen solchen Empfänger ? Und das Gewicht ?

Gruß Markus

PS: der Prozessor in einer Fernsteuerung kostet wahrscheinlich weniger als 20€....

Thommy
17.04.2004, 17:46
Hallo
nicht entmutigen lassen, den Ansatz find ich interessant.
Gruß
Thommy

-AbeAdaptic-
20.04.2004, 20:33
Hi, back aus den Osterferien, melden wir uns zurück.

Nachdem wir eure Vorschläge mit unserer Machbarkeit verglichen haben, haben wir nun ein relativ festes Konzept und nun gehts an die Programmierarbeit.

Aus Eueren vorschlägen heraus haben wir uns über eins lange gedanken gemacht und zwar über die Bi-direktionale Verbindung. Leider ist es uns technisch nicht möglich den Sender mit einem empfänger zu versehen und das liegt auch nicht in Euerem sinne. Aber wir können auf das Signal eines Schalters am Sender reagieren, der daraufhin unterschiedliche Möglichkeiten hergibt (z.b. während des Flugs das Flugverhalten ändern, usw.). Was haltet ihr davon? Ist das mehr in Euerem Sinne? und was kennt ihr da schon aus Euerer Erfahrung?

Fragen über Fragen ;)

@Alwin
Stimmt, RCT ist einer unserer Hauptsponsoren, wir jedoch sehen das ganze eher aus der Selfmade sicht, sprich selberbauen und frei am Code basteln.

@Plastikbeutel
der Empfänger kostet wie üblich, nur wird dahinter ein Microcontroller geschaltet und verarbeitet die Signale weiter, und dieser kostet max. 20?

@Spunki und Thommy
Thx für euere Ermutigungen, wir geben so schnell nicht auf

elektroernie
20.04.2004, 22:55
Hallo

Aber wir können auf das Signal eines Schalters am Sender reagieren, der daraufhin unterschiedliche Möglichkeiten hergibt (z.b. während des Flugs das Flugverhalten ändern, usw.). Kannst du den Satz mal erklären, also du legst einen Schalter am Sender um und dann? Was passiert dann ?
Nur zu meinem Hintergrundverständnis: Seid ihr Modellflieger oder habt ihr damit schon länger zu tun und welche Fernsteuerung besitzt ihr.
CU
Ernie

-AbeAdaptic-
21.04.2004, 12:47
@elektroernie
wir selbst besitzen nur eine sehr einfache Fernbedinung und unter uns sind ein paar Modellfliegererfahrene (Prof mit eingeschlossen).

Da wir nach lösungen zur verbesserung suchen, haben wir an eine naheliege Lsg gedacht. Wenn es am Sender (theoretisch) einen freiprogrammierbaren Schalter/Knopf gäbe, könnte man den Microcontroller (im Flugzeug) so programmieren, das wenn der Schalter am Sender geschalten wird, man z.b. während des Flugs das Flugverhalten von härteren Ausschlag auf weicheren Ausschlag verändern könnte und zurück. Man könnte einfach auch nur ein Licht am Flugzeug zum leuchten bringen.

Was denkt ihr darüber? Sinn/Unsinn/Hat schon jemand ersinnt :) ?

[ 21. April 2004, 12:48: Beitrag editiert von: -AbeAdaptic- ]

Armageddon
21.04.2004, 12:55
Hallo,

das wäre so grob ein Flugphasenumschalter. Meine 3030 kann zwischen 3 Flugphasen umschalten und das bereits seit 14 Jahren. Ich will Euch da bestimmt nicht den Mut nehmen, wenn Ihr aber am Ende ein Produkt haben wollt, welches auch verkauzft werden soll, dann sollte das Produkt auch einige sinnvolle und neue Features aufweisen. Ich empfehle Euch mal die Bedienungsanleitung der bestehenden Spitzenmodelle (MC24, MC4000 und FCXX) durchzuarbeiten, damit Ihr mal ein Überblick bekommt, was es schon alles gibt.

Gruß Kai

Oliver Kluth
21.04.2004, 17:05
HalliHallo!

Die schaltbaren Funktionen sind ein weiterer Grund, warum die Intelligenz besser im Sender angesiedelt ist.

Es gibt nämlich in der Praxis eine Reihe von Funktionen, welche während des Fluges geschaltet werden. Bei Seglern sind das z.B.:

- Beimischung von Seitenruder zum Querruder (bekannt als Combi Switch) schalten

- Beimischung von Wölbklappen zum Höhenruder (Snap-Flap) schalten.

- Beimischung von Wölbklappen zum Queruder schalten.

- Ruderwegbegrenzung ein- oder ausschalten.
Auch für verschiedene Funktionen (HR,SR,QR) separat.

Dies ist sicherlich nur ein Auszug. Unabhängig davon, ob diese Umschaltungen sinnvoll sind oder nicht können Sie bei Intelligenz im Sender einzeln während des Fluges, oder auch in Gruppen (z.B. zugehörig zu einer Flugphase) geschaltet werden. Übertragen wird dann nur das gemischte oder wegbegrenzte (bzw. nicht gemischte oder nicht wegbegrenzte) Signal für die einzelnen Funktionen.

Möchte man eine ähnliche Funktionalität mit der Intelligenz im Sender erreichen, so müssen zusätzlich zur Stellung der Geber für Höhenruder, Querruder usw. auch die Stellungen aller möglicher
Schalter übertragen werden. Es müssen also mehr Informationen über die Funkstrecke, obwohl eine Datenreduktion durch Aufbereitung der Signale für die Ruder im Sender möglich gewesen wäre.

Sicherlich braucht man nicht für jede einzelnen Schalterstellung einen Proportionalkanal. Es gibt
für Funktionsmodelle sogenannte Multifunktionsmodule, welche eine Reihe von Schaltsignalen in einem Proportinalkanal übertragen.

Gruß, Oliver.

Turboborie
21.04.2004, 20:49
Servus Jungs,

habt ihr euch das mal vor Augen gehalten?
Du bist froh, daß der Motor heute so schön läuft.
Alles ist eingeschaltet, du rollst nach vorne, zum Start. Komisch, aber kann schonmal vorkommen, daß man beim letzten check bemerkt, daß die Flaps in die falsche Richtung laufen!
Aber, wir sind ja auf dem aktuellen Stand der Technik, und statt Servo-Reverse in 4 Sekunden am Sende zu klicken, machen wir erst mal den Motor aus! Denn jetzt brauchen wir den PDA, den Guten. Aber da ist jetzt erst mal der Akku alle!
Na ja, schnell ans Auto, Laptop holen. Modell einstöpseln, Software hochfahren, Verbindung zum Empfänger aufbauen. Das geht ja soooo flott!Un dist der neueste Schrei!
Kommt eben aus Deutschland, wie auch der Transrapid, der ICE, die hochmoderne Autobahn-Maut und ander Errungenschaften des Theoretikers, der die Augen vor der Realität fest verschließt (was ist jetzt eigentlich mit dem Zeppelin NT passiert?).

Jungs, ihr fliegt mit den einfachsten Sendern? Bestimmt fliegt ihr nebenbei auch die einfachsten Modelle!?

Habt ihr mal gesehen, wenn dieser riesige Modell-Jumbo die Triebwerke startet, und die Landklappen und sämtliche Ruder an der Fläche sich in eine genau vorprogrammierte Stellung bewegen? Könnt ihr euch denken, daß der Pilot dieser Maschine einen mächten Föhn bekäme, müßte er jedesmal den Sender weglegen, PDA anschließen, programmieren, Werte erfliegen, neu programmieren, Werte erneut erfliegen etc.

Nichts für ungut, ohne euch zu nahe treten zu wollen, das ist wohl die Mentalität des deutschen Akademikers: wieder aller Vernunft und aller Ratschläge das Rad neu erfinden, statt aus den vielen vorhandenen Problemen zu schöpfen und sich einem dieser anzunehmen!

Habt noch Spaß,

Gruß, Stefan

MPX- Flieger
21.04.2004, 21:43
Hallo Leut´s,

jetzt will ich auch mal meinen Senf dazugeben:

Im wesentlichen hat es "Turboborie" schon auf den Punkt gebracht. Ihr versucht anscheinend, das Rad neu zu erfinden.
Was ihr aber vergesst, ist, dass es Modellbauer gibt, die schon Jahrzehnte das Hobby ausüben und dementsprechend schon viel über Verbesserungen nachgedacht haben. :)
Was ihr hier versucht, ist ein System zu verwirklichen, obwohl diese nun bei genaueren Betrachtung keinen Vorteil bringt. :rolleyes:
Ich denke mal, dass ihr euch noch nicht sehr intensiv mit "modernem" Modellflug auseinandergesetzt habt.
Kauft euch wirklich mal einen High-End-Sender und ihr werdet sehen, dass euer System völlig überflüssig ist. Die meisten Modellflieger haben mehrere Flieger im Keller liegen. Wer soll es sich leisten können, in jedem Flieger ein solches System einbauen zu können. Hingegen kauft man sich einen guten Sender nur einmal.
Es wäre viel besser, wenn ihr an bestehende Systeme anknüpfen würdet.
Zum Beispiel stände da die Funkübertragung- diese wäre noch unempfindlicher gegen Störungen zu machen.
Oder was ich sehr begrüßen würde, ist ein System, das den Flieger bei Störungen (die sich wohl nie ganz vermeiden lassen werden) intelligent via GPS (und evtl. Kamera) sicher und eigenständig auf dem Flugplatz wieder landet kann. :)

Ich hoffe, dass ihr mir meine Worte nicht Übel nehmt und evtl. das "GPS-System" entwickeln würdet... ;)

David

MPX- Flieger
21.04.2004, 21:44
ups, doppelt ;)

[ 21. April 2004, 21:57: Beitrag editiert von: MPX- Flieger ]

sunnywelt
03.05.2004, 17:33
denkt einfach mal dran, daß man ein neues Empfängersystem vielleicht auch wo anders einsetzen kann.
Überarbeitet und verbessert lieber manches:
- Übertragungssicherheit
- Stromversorung
- Impulsverstärker für viele Servo´s auf einem Kanal bzw. für lange Leitungen
- diverse Vorteile dürfte auch ein programmierbares V-Kabel haben
- komplette Überwachung des System ( am Boden z.B. vom Handgerät ablesbar** Akkuspannung, Spannungseinbrüche etc. )
** interne Störung oder externe Störung
Dies gibt alles stellenweise schon, bzw. es sind verschiedene Systeme die eingebaut werden. Dies alles zu integrieren wäre evtl. nicht schlecht. Ob es dafür einen Markt gibt weiß ich nicht und will ich auch nicht beurteilen.

Aber wenn Ihr so einen Tatendrang habt, denkt doch mal drüber nach ein System für manntragende Flugzeuge zu entwickeln.
Immer wieder kommt es beim Kunstflug zu Blackout´s. Baut doch ein System, wo man vom Boden aus eingreifen kann und die Maschine wieder in eine normale Fluglage bringen kann bzw. landen kann.

Jetzt schlagt mich nicht gleich alle, sondern lasst die lieber mal tüffeln und nehmt ihnen nicht den Spaß. Evtl. ergibt sich da doch was Neues für den Modellbau. Der erste Grundgedanke ist nicht schlecht und bringt vielleicht bei Anwendungen von Drohnen und ähnlichen Sachen was.
Gebt den Jungs doch ein paar Tipps und Anregungen.
Meine sind bestimmt nicht die Besten, aber haben evtl. Denkanstöße gegeben.

MFG
Sunny