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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zangenampermeter taugt das was?



bart017
02.02.2004, 16:33
moin moin,

ich habe mir schon recht lange überlegt das ich irgendwie mal zu was kommen muss mit dem ich die belastung meiner akkus testen kann. auf deutsch ich möchte wissen wieviel ampere mein antrieb zieht.

eine messeung über shunt ist zwar auch möglich allerdings stelle ich mir das kompliziert vor wenn ich mal schnell auf dem platz was messen will.

deshalb denke ich an ein zangenampermeter.
nur welches? das ist die große frage.
gleich- und wechselstrom muss es bis sagen wir mal 100A messen können.
alles weitere ist mir eigentlich egal.
bei conrad, elv usw. findet man ja einige.
allerdings auch in "guten" preiskategorien.

ich wollte eigentlich nicht mehr als 80€ investieren. bei www.reichelt.de (http://www.reichelt.de) habe ich nun eines gefunden.

das PEAKTECH 1595.
soll ca.70€ kosten und kann denke ich alles was ich will.
nur mit der angabe "Gleichstrom:
200A/1000A DC +/- 1,5% + 5 St." kann ich irgendwie noch nicht so ganz was anfangen.
kann mir da einer von euch helfen?

heißt 200A/1000A das es erst ab 200A messen kann? die +/- 1,5 denke ich mal soll die messungenauigkeit darstellen. aber was sind dann die 5.St??

hat jemand von euch dieses messgerät und kann erfahrungen dazu posten?
oder habt ihr für mich ein anderes interesantes messgerät?

thx für euere hilfe

mfg flo

Volker Cseke
02.02.2004, 17:01
Hallo flo,

200A/1000A = zwei Meßbereiche mit jeweils 200A bzw. 1000A Maximum

DC = Gleichstrom

+/- 1,5% = Genauigkeit, in der Regel auf den Meßbereichsendwert bezogen = +/- 3A bei 200A Bereich, +/- 15A bei 1000A Bereich

5 St. = Anzeige 5 Stellen, wobei der Punkt oft als Stelle gewertet wird

Viele Grüße

Volker

Volker Cseke
02.02.2004, 17:05
Hallo flo,

kleiner Nachtrag,

benutze das Zangenampermeter von Graupner, erste Wahl für den Meßbereich der Modellflieger.

Schau mal beim Höllein (http://www.hoellein.de/websites_neu/home/home.html)

dort gibts was für deinen Preis

Viele Grüße

Volker

bart017
02.02.2004, 19:15
moin,

danke volker das hat mir schonmal geholfen.
hmm aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht welches der beiden ich nehme.

das PEACKTECH wiegt zwar 540g kann aber wesentlich mehr als das graupner

wie sieht es den mit der zangengröße aus?
kann ich überhaupt mit einem guten ergebnis rechnen wenn ich eine zangengröße von 57mm habe und einen kabelquerschnitt von 2,5mm²? oder ist dann das graupner mit einer 19mm öffnung genauer?
was meint ihr?

mfg flo

Volker Cseke
02.02.2004, 20:24
Hallo flo,

habe gerade mal nachgesehen,

Graupner gibt für sein Gerät einen Meßbereich von 200A an und eine Genauigkeit von kleinr/gleich 1% entspricht 2A.

Ferner hat es aus meiner Sicht die handlicheren Abmessungen. Man kann es bei Testläufen in den Rumpf legen.

Viele Grüße

Volker

Otti
03.02.2004, 01:56
Hi,

bloß so interessehalber gefragt: wie funktioniert eigentlich ein Zangenamperemeter bei Gleichstrom? Bei Wechselstrom kann ich's mir ja noch lebhaft vorstellen: der Wechselstrom durch den Leiter in der Zange erzeugt ein Magnetfeld, das wiederum induziert in einer Spule in der Zange eine Spannung - im Prinzip ist das ganze dann also ein Transformator. Aber bei Gleichspannung? Da is doch nichts mit Induktion :confused: :confused:

Volker Cseke
03.02.2004, 08:19
Hallo Otti,

schau mal hier: Funktion und Wirkung Zangenamperemeter (http://pluslucis.univie.ac.at/PlusLucis/951/stromzan.pdf)

Unter dem Link liegt ein PDF, in dem ganz gut die wesentlichen Dinge erklärt sind.

Viele Grüße

Volker

plinse
03.02.2004, 10:24
Moin,

LEM-Module basieren auf dem gleichen Verfahren, nur dass sie kein fixes Display angeschlossen haben und mechanisch meist geschlossen sind.

Die haben über ihrem Ferritring erstens eine Spule und in einem Luftspalt einen Hall - Sensor, der über einen OP an der Spule hängt.

Für transiente Vorgänge hast du das feste Wicklungsverhältnis als Stromteiler und für Gleichströme kompensiert der OP den Fluß im Ferritring auf 0, indem er einen Strom durch die Kompensationswicklung erzeugt, der um einen bekannten Faktor kleiner ist als der Meßstrom (Wicklungsverhältnis) bis der Hallsensor keinen Fluß mehr mißt.
Vorteil bei diesem Verfahren: Du brauchst keinen guten Hallsensor. Was der mißt, ist eigentlich egal, Hauptsache er erkennt den Zustand "0" und das tun die systembedingt alle sehr gut.

Man kann natürlich auch den Weg über einen guten, eng tollerierten Hallsensor gehen und direkt eine Meßspannung erzeugen.

Den Kompensationsstrom schickt man über eine Bürde und bekommt somit eine zum Strom proportionale Spannung, teils haben die LEM's einen Spannungsausgang, da ist die Bürde gleich integriert.

Bezogen auf ein Zangenamperemeter fehlt jetzt nur noch ein A/D-Wandler, der die Spannung einem Controller "übersetzt" und dieser erzeugt eine Displayanzeige.

[ 03. Februar 2004, 10:26: Beitrag editiert von: plinse ]

Otti
03.02.2004, 17:13
Danke, jetz bin ich wieder ein wenig schlauer! :)
Sowas mit Hall-Sensor hatte ich schon vermutet, dachte aber, damit läßt sich keine ausreichend große Genauigkeit realisieren.

Grüße,

Otti