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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : RDS Anlenkung bei F3B/F/J-Modellen



Robert G.
18.08.2009, 22:12
Ums gleich vorweg zu nehmen: ich habe noch keine Erfahrung mit RDS.

Das Gefummel mit dem Abformen vom Zahnrad und dem doch aufwendigeren Aufwand beim Einbau hat mich bisher davon abgehalten.

Da man in Zukunft bei F3B (evtl. auch F3F/J) wohl kaum noch an RDS vorbei kommt, scheint mir das eine gute „harzfreie“ Lösung zu sein.
http://www.oberflugmodellbau.de/32624.html

Hat schon jemand damit Erfahrung gemacht?

RetoF3X
19.08.2009, 08:15
Hallo Robert

Die Adapter sehen gut aus! Endlich reagieren die Hersteller.
Wenn ich es richtig deute, kann man das Servo im Rahmen verschieben (wenn die Lasche gelöst ist) damit man das Servo vom Adapter einfacher abziehen kann.

RC-Solutions hat einen ähnlichen Rahmen entwickelt, den ich nur empfehlen kann:

http://www.rcsolutions.ch/index.php?show=64



viele Grüsse:
Reto

Tobias Reik
19.08.2009, 10:49
Die Adapter von Ober sehen wirklich gut aus.
Was mir nicht so gut gefällt ist die Anzahl der benötigten Bauteile.

Da empfinde ich die Einheit von http://www.formenzauber.de praktischer.

Was sollen die Anlenkungen von Ober kosten ?

Grüße
Tobi

Stefan Siemens
19.08.2009, 14:47
Hallo allerseits,
mir fehlt bei allen Lösungen ein Vorschlag bzw. ein Zubehör für die Tasche in der Ruderklappe. Wenn ich das richtig verstehe wird der Dorn darin gleitgelagert. Da darf nichts klappern oder klemmen. Wie macht man das?
Oder hab ich etwas übersehen?
Stefan

RetoF3X
19.08.2009, 14:58
Hallo Stefan
Bei vielen aktuellen F3B Fliegern ist eine entsprechende Tasche schon in der Ruderklappe eingebaut.

Wenn noch keine Tasche drin ist, gibt es mehrere Techniken:

-Zwei Kollegen von mir haben sich ein Alu-Positiv gefräst. Damit werden die Taschen entweder positiv laminiert, oder direkt in der Ruderklappe hergestellt (Harz mit Kohlefasern in aufgefrästes Ruder, Stempel-Form reinschieben, aushärten und hoffen, dass die Form wieder aus dem Ruder kommt).

-Die Amis kleben einfach zwei Pertinax-Platten mit zwei Spacer zusammen, paar Rovings drum, der Rest macht die Verklebung im Ruder.

Ein leichtes Klemmen ist übrigens nicht so schlimm, die heutigen Servos packen das. Um Hysterese zu vermeiden, schmieren wir unsere RDS-Lager, dann ist die Rückstellgenauigkeit in Ordnung.

viele Grüsse:
Reto

Tunc Uzun
19.08.2009, 16:07
Hallo Reto,


schmieren wir unsere RDS-Lager...

und nicht vergessen: immer schön das Ölkannchen/Tube mit ins Gepäck... :D

Ich denke das es aber das es auch hilft die Rückstellgenauigkeit zu erhöhen, in dem die Reibungsverluste minimiert werden (grafithaltiger Schmierstoff wäre meine Wahl).

Im Zweifel werden es auch die Gesichtscremes der Partnerin/Frau vor Ort aushelfen können (hilft bei denen ja auch...).

Sorry.. musste sein.

Aber dein Vorschlag mit der Form ist m.E. auch der beste Weg reproduzierbare Taschen herstellen zu können.

Tunc

Robert G.
19.08.2009, 20:57
Mh, wie schon geschrieben, habe ich noch keine Ahnung von RDS bis auf diverse gelesene Beiträge.

Wenn ich das richtig sehe, ist das wesentliche, die fertige Verzahnung welche
man nicht mehr selber herstellen muß...

@Reto
Ich war euer Frühstückspartner in Kulmbach... klein ist die Welt ;)

RetoF3X
20.08.2009, 08:44
@Tunc: Genau, vor jedem Flug kommt der Helfer noch mit dem Oelkännchen, macht den Schmiernippel weg und füllt Oel in die RDS-Taschen :D. In der neuen Taschenform wird ein kleiner Stutzen gleich integriert.

Mit Hysterese meinte ich Rückstell-Genauigkeit. Vaseline hilft im Notfall auch, wenn man gerade nichts anderes hat:rolleyes:.

@Robert: Ja, die Eurotour ist klein... Kommst Du nach Belgien oder auf die Wiesn?

Viele Grüsse:
Reto

donner53
21.08.2009, 22:57
Hallo Robert

RDS ist m.E. nur eine Frage von Genauigkeit um eine Funktion sicherzustellen.

Auf zwei Punkte moechte ich aber wohl hinweisen.

1) Das Lager sollte so dicht wie es geht an die Ruderlinie, damit nicht allzuviele Kraefte auf die Welle uebergehen (biegelasten). Sitzt das Lager zu nah am Servo gibt es "Weichheiten" im System, was im Endeffekt zu Spiel fuehrt.
Waere das Lager weiter weg vom Servo wird der Rahmen groesser und laesst sich nicht mehr in vorhandene Fluegel einbauen.


2) Alukopf fuer den Abtrieb.
Die Ober-koepfe sehen fantastisch aus. Ich habe sie aber bewusst aus Kunststoff gemacht, damit keine Knackimpulse direkt in das Servo gehen. Denn immerhin gleitet ein Stahldorn ja meistens in einer CFK Buchse, die wenns dumm laueft auch noch kontakt zur Schale hat. Deswegen nutze ich den Adapter als Isolierung zum gesammten Stromkreis.
(Bin zwar kein Elektriker, aber aus meinem Maschinenbauer Verstand ist das Sicherer)


Gruss Sven
www.formenzauber.de

Robert G.
22.08.2009, 08:12
Ich habe sie aber bewusst aus Kunststoff gemacht, damit keine Knackimpulse direkt in das Servo gehen.

Dann dürfte es auch keine Aluservohebel geben, oder? Wo sind die Experten...?


Mh, je mehr ich mich bei RDS einlese, umso mehr überkommt mich das Gefühl, daß der "normale" Modellflieger mit den bisherigen Anlenkungen besser bedient ist.

Chrima
22.08.2009, 11:00
... daß der "normale" Modellflieger mit den bisherigen Anlenkungen besser bedient ist.
Morgen
Mir fielen dazu (Sicht Plauschpilot) noch folgende Vor- und Nachteile auf;

- RDS ermöglicht "engeres" Stapeln der Flächen, ob im Auto oder Rucksack
- RDS erlaubt keine 80-90° WK-Ausschläge

Würde also das nächste mal wieder nur aussen RDS verwenden.

Gruss
Christian

Robert G.
03.12.2009, 17:55
Hi, muß das nochmal herrauskramen...

Neue Modelle für die kommende Saison sind bestellt - mit RDS. Kenne derzeit nur vom Hörensagen die von Hollenbeck und von Ober.

Bei Hollenbeck ist die Lagerung des Stiftes im Gehäuse, bei Ober entweder im Servorahmen oder im Holm vor dem Ruder. Was hat den welche Vor- bzw. Nachteile?

http://www.formenzauber.de/
http://www.oberflugmodellbau.de/32624.html


Grundsätzliches: muß man die Taschen in denen der Stift "läuft" fetten? Habe von verschiedenene gehört das es schwergängig ist.

stobi
04.12.2009, 08:03
Hye,

ich habe mir damals vom Vertrieb meiner EVOS das ganze vorab einbauen lassen.
Es geht darum den richtigen Winkel einzuhalten und mit dem Knick die richtige Stelle am Scharnier zu treffen.
Mit den vorgefertigten Teilen sicher wenig Problem.
Dann muss ggf. eine zu enge Tasche etwas geweitet werden.
Schlimmstenfalls eine zu weite reduziert werden. Is dann halt fummelig.
Etwas ausgleich hat man System Oberflugbaumodell.
Sicher kann man den Dorn 1-2 mm auf dem Servo schieben wenn sichs dann doch verspannt.
Silikonspray kann zum Schmieren dienen. (Ist meiner Meinung besser als ÖL da kein Dreck kleben belibt.)
Mit vorgefertigten Teilen und etwas Zeit würde ich sagen los gehts...:cool:

MightyMike28
29.12.2009, 20:53
Hallo an die RDS Spezialisten

Ich benötige eure Hilfe. Nachdem ich mir nun einen Crossi eVo "geleistet" habe und dort RDS bereits vorbereitet ist, macht mir der Einbau aber doch noch so einige Kopfschmerzen. Als System gefallen mir grundsätzlich die Lösungen von Oberflug oder von Sven Hollenbeck. Damit scheinen ja bereits einige der "Kinderkrankheiten" ausgemerzt zu sein. Verwendet werden sollen Futaba 3150. Ich habe aber noch einige offene Fragen:
1. Mit welchem Winkel (Servoantriebsachse-Ruderlängsachse) muss man die Halterung montieren?
2. Wählt man unterschiedliche Winkel für QR und WK?
3. Kann man die Halterungen flach einbauen oder muss auf die Höhe und den Winkel zur Stützleiste vor der Ruderklappe achten? (Im Klartext: Kann man die Leiste mit 90o durchbohren?)

Besten Dank für die Unterstützung!:)
Michael

donner53
29.12.2009, 22:15
Hallo Michael

zu 1+2): Der Winkel des Servos hängt vom Anwendungsfall ab. Ruderspiel steht im Gegensatz zu Klappenausschlag. d.h. Große Maximalausschläge haben auch immer ein größeres Spiel um die Nullage zur Folge. (Mathematisch bedingt, keine Baueinflüsse)
Im Prinzip kristallisieren sich zwei Lager heraus: Reine F3B Flieger und Hang und Hobbypiloten.
Der F3B Pilot nimmt 30° für Querruder und max.45° für Wölbklappen.
Der Hobby Pilot 40° für Querruder und max. 65° für Wölbklappen.

Dem Hobby Menschen ist viel Ausschlag wichtig um am Hang etc. präzise und kurz zu landen, der F3B Mensch will präzise und geradlinig fliegen und da stört halt Spiel.

Schlussendlich ist es alles eine Gewöhnungssache. Man kann auch mit weniger Butterfly Ausschlag gut landen. (nur halt flacher)

zu 3) Ich kann da nur für meine Rahmen sprechen. Hilfsholm ausnehmen, Rahmenposition "erproben" da das System ja schon lauffähig ist und wenn alles passt, Rahmen auf die Oberseite kleben. Anschließend evtl. Lücken zwischen Steg und Rahmen verkleben und ausfüllen. fertig


So long

Sven

www.formenzauber.de

MightyMike28
29.12.2009, 22:41
Hallo Sven

Das nenne ich mal eine Antwort auf den Punkt gebracht! Herzlichen Dank:). Ich fliege gerne am Hang, aber liebe auch die Präzision und wenig Spiel;) Deshalb würde ich mich eher zur F3B Fraktion zählen. Und ich denke, ich werde RDS ausprobieren!

Beste Grüsse

Michael

liwwuu
15.01.2010, 10:58
@Sven

Ist auch ein System für das Airtronics 94761Z in planung?

Grüsse
Reto

donner53
15.01.2010, 19:04
Hi Reto

Sagen wir es mal so... Varianten sind möglich, wobei es natürlich auf die Stückzahl ankommt.
Neben den Platzhirschen Graupner 3288 ud Futaba 3150 sind immer mal wieder einzelne Exoten in der Anfrage. Airtronics, Sanwa, DES448 etc.
Jeder weiß aber, das sich ein Spritzwerkzeug nicht für 10 Stck lohnt.
Der Vielzahn stellt dabei nicht das Problem da.

Gruss Sven

Nobby_segelflieger
15.01.2010, 19:22
Hallo Leute

Ich als Querleser in diesem Thema und Schlosser mit 35 Jahre Berufserfahrung möchte da mal einen Punkt ansprechen und zwar das Schmieren der "Taschen" bei euren RDS-Anlenkungen.
Also ich bin der Meinung das Flüssige und Seifige oder Spay-Schmiermittel sich nicht mit CFK/GFK - Harzen und der gleichen vertragen und den Kunststoff / Harz anlösen können.
Für mich gibt es da nur ein probantes Mittel und zwar "Graphitpulver". Leute das wirkt Wunder.
Da bleibt kein Dreck dran hängen und ist bei bedarf auch wieder mit etwas Druckluft ausblasbar.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Wäre doch schade um die Teuren Teile, oder?

Bitte versteht meine Antwort nicht als Bevormundung;);)

smaug
16.01.2010, 01:32
Hallo Leute

Ich als Querleser in diesem Thema und Schlosser mit 35 Jahre Berufserfahrung möchte da mal einen Punkt ansprechen und zwar das Schmieren der "Taschen" bei euren RDS-Anlenkungen.
Also ich bin der Meinung das Flüssige und Seifige oder Spay-Schmiermittel sich nicht mit CFK/GFK - Harzen und der gleichen vertragen und den Kunststoff / Harz anlösen können.
Für mich gibt es da nur ein probantes Mittel und zwar "Graphitpulver". Leute das wirkt Wunder.
Da bleibt kein Dreck dran hängen und ist bei bedarf auch wieder mit etwas Druckluft ausblasbar.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Wäre doch schade um die Teuren Teile, oder?

Bitte versteht meine Antwort nicht als Bevormundung;);)

Hallo Nobby

Was ist von Silikonspray als Schmiermittel zu halten? Das soll sich ja gut mit Kunststoffen vertragen.

Gruss
Smaug

Weyershausen
16.01.2010, 10:02
Hallo Smaug,


Was ist von Silikonspray als Schmiermittel zu halten? Das soll sich ja gut mit Kunststoffen vertragen.

Silikonöl hat die Eigenschaft, sich über jede in der Nähe befindliche Fläche auszubreiten. Im manntragenden Segelflugzeugbau ist deshalb das bloße Vorhandensein von Silikonöl in der Werkstatt tabu. Das Risiko, eine Klebefläche könnte benetzt werden, ist zu groß.

Genauso halte ich es mit meinen Modellen. Z. B. würde ich auch nie Silikonspray verwenden, um Bowdenzüge leichtgängig zu machen, sondern allenfalls Graphitpulver.

Gruß
Gerald

Nobby_segelflieger
16.01.2010, 17:15
Hi Zusammen

@smaug

Ja, Gerhard hat es mir schon vorweg genommen, in Silikonöl sind unter Umständen Lösungsmittel enthalten die wie ja schon im Wort enthalten LÖSEN.
Wie gesagt Graphitpulver ist OK, wenn man es auch sparsam verwendet.
Wo man solches bekommt kann ich jetzt nicht sagen.
Zur not tut es auch ein weicher Bleistift, den man auf der "zu schmierenden Fläche verreibt. Aber nicht irgend so ein"Billigzeugs aus dem 1€ Laden" sondern schon ein guter aus dem Schreibwarenladen. Ist zwar nicht mehr so viel Graphit drinne wie Früher aber das reicht allemal für Eure/Unsere Zwecke. Habe damit auch schon gute Erfahrungen beim Lenkdrachenfliegen, wo bekanntlich sehr viel Kohlestäbe verwendet werden, gemacht.
Mein Fläschchen habe ich schon mehrere Jahrzehnte und ist sicher noch für ebensolche Haltbar.

Weyershausen
16.01.2010, 17:21
Hallo Nobby,


Gerhard hat es mir schon vorweg genommen, in Silikonöl sind unter Umständen Lösungsmittel enthalten die wie ja schon im Wort enthalten LÖSEN.


wegen eventueller Lösungsmittel habe ich keine Bedenken. Die Gefahr ist vielmehr, dass dort, wo einmal Silikon dran war, kein Epoxidharz mehr hält.

Gruß
Gerald

Tofo
18.01.2010, 12:21
Hallo,

mal eine andere Frage, die auch schonmal am Anfang des Threads gestellt wurde:

Wo bekomme ich denn ein Komplettpaket für eine RDS Anlenkung her? Unter komplett verstehe ich inklusive der Tasche im Ruder. Die scheint nämlich soweit ich das gesehen habe, nirrgendwo dabei zu sein. :(

MfG,
Thorsten

hubbse
18.01.2010, 12:47
Hy,
bin auch einer der bisher wissensmäßig ziemlich umbelastet bzgl. RDS ist.

Prinzipell interessiert mich diese Technik sehr. Fliege selber F5B und bin natürlich an Strömungstechnisch optimalen Anlenkungen interssiert. Zudem müssen sie halt hart und spielfrei sein. Zudem brauchen wir bei Bedarf leider auch viel Ausschlag...
Mit RDS k,urz überflogen, scheint es nicht ganz zu realisieren zu sein...


Was ich vorher gelesen habe und mir auf den ersten Blick einleuchtet ist, dass das ganze um die Nullage am meisten Spiel oder auch am weichsten ist...

Das kann ich für meinen Anwendungsfall rein gar nicht brauchen.
Was ich aber nicht ganz verstehe, dass wie oben mal erwähnt. mit weniger Winkel das ganze bezgl. Spiel besser wird, daas leuchtet mir nicht ganz ein...
Kann mir das einer näherbringen...;)

Gruß
Hubert

kater68
18.01.2010, 20:33
Hallo Tofu,



Hallo,

mal eine andere Frage, die auch schonmal am Anfang des Threads gestellt wurde:

Wo bekomme ich denn ein Komplettpaket für eine RDS Anlenkung her? Unter komplett verstehe ich inklusive der Tasche im Ruder. Die scheint nämlich soweit ich das gesehen habe, nirrgendwo dabei zu sein. :(

MfG,
Thorsten

Hier steht was von einem Komplettsystem:

http://www.cti-habe.de/ctihabe/de/index.php?id=rds

Habs aber auch nur zufällig gefunden, hab keine Erfahrungswerte.


Grüsse Manfred

Tofo
19.01.2010, 10:49
Hallo Manfred,

Genau das habe ich gesucht!! Vielen Dank! :)

MfG,
Thorsten

Tern
25.04.2010, 11:14
Hallo Tofu,
der Vollständigkeit wegen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit Teile zu beschaffen.

http://www.rds-swiss.ch

RDS ist wirklich eine coole Sache. Es ist, richtig eingebaut, eigentlich total simpel und funktioniert auch sehr sicher. Die Systeme unterscheiden sich nicht gross und darum ist es wahrscheinlich auch 2. rangig von welchem Hersteller man die Teile bezieht.

Auch selbermachen führt zum Ziel, die Methode mit dem Abformen funktioniert bei meinem Hangsegler einwandfrei. Auch bei sehr bockigen Verhältnissen habe ich noch keinen Zahnausfall feststellen können. RDS ist absolut empfehlenswert.
Gruss Markus

michel21
26.04.2010, 16:20
Hallo Markus,

ist es richtig, dass Du Betreiber der von Dir verlinkten Seite bist?
Kannst Du mir etwas über Deine Erfahrungen mit RDS sagen? Welchen Ausschlag erreichst Du z.B. bei den Wölbklappen nach unten? Braucht die Materialpaarung zwischen "Dorn" und "Tasche" irgendwelche Schmierung um leichtgängig zu sein?

Danke und Grüße,
Michel

Tern
26.04.2010, 23:38
Hallo Michel,
habe dieses Jahr angefangen die Kupplungen in Aluminium herzustellen, da mir die Harzerei ein wenig auf den Sack ging.
Das Resultat war sehr zufriedenstellend und so habe ich die Webseite gebastelt.
Wie du siehst ist dort eine Menge Information zum Thema RDS aufgeschaltet (Zeichnungen, Schablone und Video).
Winkel ist 55°. Aber bei meinem Flieger reicht die Wölbklappenstellung damit aus. Mehr wäre durch Nachbiegen des Dorns möglich. Muss ich nochmals prüfen.
Meine Erfahrungen sind durchwegs sehr positiv, wie bereits geschrieben.
Auch die Sache mit dem Harzabformen hat immer sehr gut funktioniert.
Die abgeformten Kupplungen funzen immer noch sehr gut. Wenn da nicht das Harzen wäre...
Eine Spezialität meiner Lösung ist, dass es kein Zwischenlager braucht, zumindest habe ich sehr gute Erfahrungen ohne gemacht. Da ich hauptsächlich am Hang fliege und auch wenn es etwas bockiger ist, halte ich das für eine gute Lösung, die bislang standgehalten hat.
Der Ein-und Ausbau ohne Lager ist doch sehr viel einfacher (siehe auch das Video).
Wichtig ist aber ein gutes Servo. In diesem Fall das Futaba S3150 mit 2 Kugellagern und ebenso wichtig eine gute Befestigung. Aber da bist Du ja Spezialist.
Meine RDS Tasche braucht überhaupt keine Schmierung, da nicht Stahl auf Stahl läuft sondern der Stahldorn auf einer Gleitfolie.
Die Tasche ist aus Edelstahl, verschweisst, sehr dünn und kein Spiel, da dieses auch einstellbar ist, durch kalibrieren im Schraubstock (zusammenpressen) oder Aufweiten mit einem Schraubenzieher. Metall ist halt sehr geduldig und einmal in Form bleibt das auch so.
Aber das beste an RDS ist, dass Handling und die makellose Optik der Flügel.
Endlich kann man die Flügel aufeinander legen ohne irgendwelche Dellen zu befürchten.
Fazit: Sehr empfehlenswert. Es muss auch nicht unbedingt eine gekaufte Lösung sein, selbermachen geht auch.

Gruss
Markus
http://www.rds-swiss.ch

smaug
27.04.2010, 01:01
Hallo Markus
Sehr interessante Lösung für RDS :)
Insbesondere der einfache Aufbau mit minimalem Materialaufwand gefällt mir besonders. So wie das aussieht ist auch die Montage gegenüber bekannten Systemen einfacher gehalten.
Hast du allenfalls auch noch weitere Kupplungen in Planung? Beispielsweise zum Graupner DES 448 und DS 3288.

Gruss
Smaug

PS: Video auf deiner Webseite konnte ich leider nicht sehen.

Tern
27.04.2010, 18:03
Hoi smaug

habe noch keine weitere Verzahnungen konkret geplant.
Muss zunächst schauen, wie es so mit den S3150 Kupplungen läuft.
Wie beschrieben ist die Sache aus einem Eigenbedarf heraus entstanden.
Das S3150 von Futaba erschien mir vom Preis/Leistungsverhältnis her am besten.
Das Servo hat sich auch als sehr passend zum RDS herausgestellt. Dünn, stark und robust.
Ich denke in einem halben Jahr werde ich entscheiden, ob ich noch andere Werkzeuge baue für andere Servotypen.

Für mich stellt sich auch die Frage, ob die Servos DES448 oder DS 3288 gegenüber dem Futaba S3150 entscheidendende Vorteile haben ?
Ehrlich gesagt habe ich mich mit diesen Typen noch nicht richtig auseinander gesetzt.

Das mit dem Video ist schade, da darin der Ein- und Ausbau gut zu sehen ist.
Gruss
Markus
http://www.rds-swiss.ch

Hans Rupp
27.04.2010, 18:51
Hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=1403878#post1403878) ein Bietarg mit Execlsheet zum runterladen, in dem der Zusammenhang Einbauwinkel / Dornwinkel / Servoausschlag zu Klappenausschlag dargestellt ist (Skizze ansehen, dann wird die Winkelbezeichnung klar.

Gemäß dem Einbau laut Skizze von RDswiss sind für Epsilon und Gamma jeweils 60° einzugeben. Für Servoausschläge von 20° bzw -100° (Servoweg aufgedreht und Neutralage verschoben) ergibt sich ein Klappenausschlag von 19,43° bzw. -67,24°.

Für mehr Ausschlag muss man entweder das Servo mit Kleinerm Winkel zur Scharnierlinie einbauen, damit rückt das Servo aber nach hinten (und man muss evt. die Dornlänge erhöhen) oder den Dornwinkel erhöhen. bei 75° Dornwinkel ergibt sich ein Klappenausschlag von 25,98° und -81,61°.

Da ich auch an den Querrudern die Servoauschläge in der Regel auf rd. 135-140% ( +/- 60°) aufdrehe und lieber länger "einhänge" wäre für Querruder ein Einbauwinkel mit 60° und Dornwinkel 45° für Ausschläge von +/- 37,8° gut und mehr als ich brauche.

Das Selbermachen einer Vielzahnkupplung und Metalltaschen ist aber nicht ganz trivial ;) . Vor allem die Metalltasche gefällt mir gut.

Hans

P.S. Video startete bei mir nach etwas Wartezeit direkt im KMPlayer.

Tern
06.05.2010, 23:09
Vielleicht noch kurz die Story zu den Metalltaschen.
Hatte zunächst Taschen aus Kohlefaserplatten selbst hergestellt. Ich kriegte aber aus irgendwelchen Gründen keine feste Verklebung der 2 Platten hin. Mein Aufbau war: Kohlefaserplatte 1mm; Mumpe (Harz, Baumwolle, Aerosil) und dann wieder 1mm Kohlefaserplate. Die Platten habe ich selbst hergestellt. Die Platten liessen sich immer sehr einfach wieder ablösen von der Mumpe. Aufrauen, Aceton etc. alles brachte nichts. Schlussendlich habe ich die Taschen mit Kohlerovings umwickelt.
Dann waren diese zu gebrauchen und sie fliegen heute noch.
Bei diesen Arbeiten habe ich mich ziemlich genervt und dann stand da noch mein Schweissgerät rum...
Gestartet habe ich mit Karosserieblech aus dem Baumarkt, das war nicht schlecht aber rostete irgendwann. Besser ist Edelstahl.
Die Schweisstechnik (WIG) muss auch stimmen, da 0.6er Blech schnell verbrennt.
Um die Teile rationell zu fertigen, mussten dann noch ein paar Gedanken investiert werden. Das Resultat steht auf meiner HP.

Die Vielzahnkupplung ist deutlich schwieriger und mit mehr Aufwand herzustellen. Hier sind Profimaschinen (Fräsen und Drehen) Voraussetzung für ein spielfreies Gelingen. Um diese anschmeissen zu lassen muss die Stückzahl stimmen entsprechend ist auch der Preis.
Bei wenigen Stück und für den Eigengebrauch ist aber nachwievor die Epoxi-Harz-Abform- Variante absollut konkurenzfähig, wenn auch nicht so komfortabel.

Markus
www.rds-swiss.ch

rcraupe
27.08.2010, 18:33
Moin,

zu den RDS-Anlenkungen hätte ich auch mal eine Frege. Um meinen Climaxx Evolution (http://www.hoelleinshop.com/P-R-O-D-U-K-T-E/Flaechenmodelle/Elektro-Segelflugmodelle/Hoellein/CLIMAXX-EVOLUTION-Elektro-m-4-Klappen-Flaeche-CNC-Bausatz-Made-in-Germany-.htm?shop=hoellein&SessionId=&a=article&ProdNr=GRU1160&t=10&c=12327&p=12327) technisch und aerodynamisch etwas aufzuwerten möchte ich ihn mit einer RDS (http://shop.graupner.de/webuerp/servlet/AI?ARTN=3926)-Anlenkung versehen. Nun möchte ich zusätzlich die Ruderklappen mit Folienscharnier anschlagen.

Kann man ein anscharniertes Ruder mit einer bereits verbauten RDS-Anlenkung wieder anklappen? Zum herstellen des Folienscharniers soll die Ruderklappe erst 180° nach vorne geklappt werden, dann ein Streifen Bügelfolie aufgebügelt werden. Dann muss das Ruder zurück geklappt werden, um den Rest der Tragfläche samt Ruderklappe zu bespannen. Beim zurückklappen muss dann die RDS-Anlenkung in die Tasche in der Ruderklappe eingefädelt werden.

Geht das irgendwie, oder kommen Tasche und Anlenkungsdraht so nicht mehr zusammen. Falls das der Fall sein sollte. müsste ich die Ruder mit Klebeband anschlagen (unschön). Übrigens, die Drehachse der Klappen liegen jeweils ober (Querruder) und unten (Wölbklappen).

Viele Grüße
Martin

vanquish
27.08.2010, 19:19
um das ruder komplett zurückzubiegen, musst du den RDS-Dorn aus der tasche ziehen (also in der Regel das Servos inkl. Dorn ausbauen). dann ists kein problem...

LG,
Mario

Tern
02.09.2010, 09:29
...damit der Dorn herausgezogen werden kann, muss das Stützlager auch demontierbar sein !
Alternativ ein Stützlager in Schlitzform verwenden (gebogener Draht).
Eine andere Möglichkeit ist, das RDS ohne Stützlager zu verwenden. Meiner Erfahrung nach ist das auch gut möglich, sofern der Dorn nicht länger als ca. 40mm nach dem Knick ist. Zudem weniger Bauaufwand.
Im Bereich des RDS wäre ein zusätzliches Scharnierband (aufgeklebt auf der Spaltseite)nicht schlecht.
Gruss
Markus
www.rds-swiss.ch

rcraupe
02.09.2010, 09:39
Vielen Dank für die Tips. Graupner hat für Ihre RDS-Systeme nun auch Einbauschablonen und Anleitungen auf Ihrer Web-Site veröffentlicht.

http://www.graupner.de/de/products/87e3a418-ceea-4c99-b993-ef0764af54d6/3926/product.aspx?tab=downloads

Viele Grüße
Martin

PIK 20
02.09.2010, 11:51
Hallo Martin,

bei mir funktionieren die Downloads nicht.

Heinz

rcraupe
02.09.2010, 12:39
Hallo Martin,

bei mir funktionieren die Downloads nicht.

Heinz

Hallo,

hast Du auch auf das Wort "Download" geklickt und nicht auf die Bezeichnung jeweils darüber?

Eigentlich sollte sich dann eine pdf-Datei öffnen. Sonst könntest Du noch versuchen, mit der rechten Maustaste und "speichern unter" die Dateien von Deinem Rechner aus zu öffnen.

Viel Erfolg;)
Martin

PIK 20
02.09.2010, 14:03
Zwischenzeitlich schon alles klar. Danke

Gruß Heinz

Osmosis
18.10.2012, 19:05
Hallo zusammen

Die 3288 waren ja auf den QR in den RDS Systemen verbaut. Habe da nun DS171 drinn. Habe aber immernoch leichtes Spiel. Das kommt zum einen Weil der Dorn in der Tasche minimal Spiel hat und zum anderen weil das Anschlussstück welches auf die Verzahnung des Servos geschoben wird leicht Spiel hat. Also die Verzahnung ist etwas ausgeleiert.
Ich habe gelesen das einige Harz ganz dünn in die RDS taschen streichen... aber das ist mir nicht so recht wohl, wie dosiert ihr da die Schichtdicke? Wenns mal zu viel ist wars das dann, ausser man betreibt enormen Aufwand das wieder auszuschleifen.

Die andere Möglichkeit wären neue Dorne, gerade wegen der Verzahnung. Erkennt jemand das RDS System auf dem Bild sodass ich beim Hersteller anfragen könnte wegen neuen Dornen?

905709

Danke und Gruss

Robert G.
10.11.2012, 17:46
RDS ist von Hollenbeck

http://www.formenzauber.de/

messe mal den Durchmesser vom Dorn. Irgendein Hersteller verwendet 2,9mm - üblich 3mm.

Osmosis
13.11.2012, 19:28
Hallo Robert

entschuldige die späte Antwort, ich hatte keine Zeit zum Messen.
Heute habe ich das ganze mal etwas genauer angeschaut. Der Dorn scheint eigentlich 3.0mm zu haben, ist manchmal aber auch leicht dünner. Ich habe dann als Referenz einen geschliffenen 3er Zylinderstift in die RDS Tasche geschoben, und der hatte sicher 0.1mm Spiel. Allerdings nur dort wo der Dorn auch arbeitet, links und rechts davon sass er satt.
Das führt mich zu der Schlussfolgerung das die Tasche einmal für 3er Dorne gepasst hat, aber durch den Flugbetrieb des Vorbesitzers ausgeschlagen ist.

Wie soll ich das nun richten?

Ich muss sagen, bin gerade nicht mehr soooo überzeugt von RDS... schade.

Gruss Patrick

Mich4
13.11.2012, 20:18
Was meinst du mit Spiel, je nachdem wie der Dorn in der tasche sitzt hat RDS in Neutralstellung ein leichtes Grundspiel. Hast du dieses Spiel auch wenn du Ausschlägst? Prüf das mal. Wenn das so ist würde ich es Vernachlässigen und einfach Fliegen :-D.

gruß Michael

Mich4
13.11.2012, 20:31
das Thema hatten wir schonmal im Freestyler 4 Thread,Seite 5

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/180829-Freestyler-4/page5?highlight=LDS

Tobias Reik
13.11.2012, 20:40
@Michael: Sein Problem ist, daß die Tasche höher ist als der Dorn dick - speziell an der vorderen Flanke wo der Dorn endet.
Da seine Servos nicht in 0° eingebaut sind hat er bereits die maximale Dorntiefe in der Klappe im Strak.

@Patrick: Schraube das Teil einfach wieder zusammen und mach Dir keine Gedanken - ich nehme nicht an, daß Du motiviert bist die RDS-Tasche aus der Klappe zu dremeln und eine neue einzuharzen.
Der Aufwand und das Risiko stehen mit den vermeintlichen Nutzen in keinem Verhältniss !

Osmosis
13.11.2012, 20:57
Hallo zusammen

Danke für eure Tipps.

Tobias wahrscheinlich hast Du schon recht, das lohnt sich nicht. Weil ausser der Tasche tauschen fällt mir gerade nicht ein was ich machen sollte, ausser es gibt Dorne mit 3.1mm, was ich mal nicht annehmen. Und die Tasche tausche ich sicher nicht, wie Du schon gesagt hast.
Ich habe mir erhofft es gäbe eine einfache Lösung, habe aber befürchtet das dem nicht so sein wird. Ich meine im Kopf zu haben das ich in RCN mal gelesen habe jemand streiche seine Taschen von innen mit Harz ein wenn er dieses Problem hat. Aber fragt mich jetzt nicht wo ich das gelesen habe, sonst würde ich da direkt nachfragen.

Gruss

Arne
13.11.2012, 21:38
je nachdem wie der Dorn in der tasche sitzt hat RDS in Neutralstellung ein leichtes Grundspiel.

Hi,

kannst du mal erklären warum das so sein soll?

Gruß Arne

Osmosis
13.11.2012, 23:13
Danke für das verschieben der Posts Tobias. Für alle die den Start nicht mitbekommen haben, die Diskussion ist an einem anderen Ort etwas abgedriftet und wurde nun netterweise hierhin verschoben, danke nochmals.

Ich habe das ganze nochmals angeschaut, Thema Grundspiel. Das Speil ist vorhanden in der Grundstellung. Allerdings sollte das bei einem neuen RDS nicht der Fall sein, warum auch. Das bei ausgeschlagenem Ruder das Spiel evt. etwas kompensiert wird leuchtet ein, durch leichtes verklemmen. Trotzdem sollte in der Grundstellung kein Spiel vorhanden sein.
Der Dorn zeigt bei mir von unten vorne geschaut nach links. Für den Ausschlag dreht er somit in der Tasche nach rechts, egal ob der Ausschlag nach oben oder unten erfolgt. Einmal halt Uhrzeigersinn, einmal gegenuhrzeiger. Erstaunlicherweise hat das System nur auf eine Seite Spiel (etwa gleich viel wie das "Grundspiel") auf die andere Seite nicht.

Wie auch immer, die Tasche ist ausgeschlagen dort wo der Dorn immer arbeiten muss. Da wo die Tasche unberührt (weil zu breit) ist, sitzt der Dorn saugend. Falls jemand einen (einfach umzusetzenden) Lösungsvorschlag hat bin ich gerne bereit den umzusetzen.

Danke und gute Nacht,

Patrick

Robert G.
14.11.2012, 18:48
Hallo Patrick,

um wie viel Spiel an der Klappe geht es denn?

1-1,5mm Klappenspiel sind bei einem F3B-Modell nach einer Saison und z.B. S3150 nicht selten, eher normal. Fliegen tun die genauso. Man muß halt die Nullstellung mit der Zeit nachstellen.


Nur eine Überlegung:

ein "Inlay" herstellen... mit Flachmaterial 3,0mm - 49g Gewebe (ca. 0,06mm dick) eine Tasche laminieren. Nach dem Aushärten auf die benötigte Breite bringen und zusammen mit dem Flachmaterial in die RDS-Tasche mit Harz einschieben. Und hoffen, dass man das Flachmaterial gut gewachst hat...

Oder den GFK-Streifen auf die nötige Breite schneiden und gleich nass einschieben... und noch mehr hoffen, dass man gut gewachst hat...

906015

Wie sieht den der Dorn aus, ist der rauh, so dass dieser die Tasche mit der Zeit größer schleift?

Osmosis
14.11.2012, 19:20
Hallo Robert

sowas habe ich mir auch gedacht. Aus 3.0mm Alublech einen Dummy zufeilen der genau in die Tasche passt, dann sauber polieren und eintrennen, in die Tasche schieben und die Tasche ausgiessen mit Harz. Trocknen lassen, Dummy rausziehen (!) und gut ist.
Aber ob das so einfach geht?
Dorn ist nicht rau, daran liegts nicht. Aber de Vorbesitzer flog wohl oft, auch in der OE Meisterschaft. Also wahrscheinlich "Normale" Gebrauchsspuren.

Gruss

Robert G.
14.11.2012, 19:43
Hallo Robert

...Dummy zufeilen der genau in die Tasche passt, dann sauber polieren und eintrennen, in die Tasche schieben und die Tasche ausgiessen mit Harz. Trocknen lassen, Dummy rausziehen (!) und gut ist.

Gruss

War mein erster Gedanke. Aber bei einem so kleinen Spalt wird das Harz vermutlich nicht bis hinten rein laufen. Und Harz alleine?

Dummy raus ziehen wird sicher auch nicht einfach. Eher raus "schlagen". Kennst du Ziehstifte für Sacklöcher? Zylinderstifte mit Gewinde zum raus "ziehen" bzw. besser gesagt raus schlagen.

In den Dummy ein M2 Gewinde schneiden... die Gewindestange muß im Gewicht frei beweglich sein, Gewicht gegen Mutter schlagen...

906043

Gast_16604
14.11.2012, 20:27
Hallo zusammen,

lässt sich das Formenzauber RDS überhaupt soweit demontieren, dass man den Draht komplett aus der Tasche ziehen kann um das Ruder wegzuklappen?
wenn ich hier (http://www.beatbachmann.com/index.php/segelflug/tanga-f3b) so lese eher nicht...

Dann wars das wohl mit Spiel rausnehmen.

Grüße

Andreas

Osmosis
14.11.2012, 21:11
Ich denk mal über die Methode nach. Spiel ist übrigens -2/+1mm

@ Andreas, ja das geht durchaus. Habe ich schon mehrmals gemacht.

Gruss

Eisvogel
14.11.2012, 21:50
Wenn man den Dorn rausziehen kann, kann man ihn dann nicht andersrum wieder einsetzen, so daß er im guten Teil der Tasche läuft?
Oder die Führung des Dorns aufdremeln, ein paar mm verschieben und wieder festharzen?

Osmosis
15.11.2012, 08:22
Hallo Erwin

Deine Idee hört sich zuerst einfach, und damit genial an. Musste das noch kurz testen bevor ich aus dem Haus ging, allerdings ist das von der Geometrie her einfach nicht möglich. Dadurch das die RDS Tasche schräg eingebaut wird, ist ein Drehen nicht möglich, siehe Bild. Da müsste ich die Servohalterung versetzen, und wenn ich das mache kann ich den Dorn auch gleich so lassen wie er jetzt ist, denn Drehen ist kinemtaisch sicher nicht optimal.

Gruss

Hans Rupp
15.11.2012, 08:53
Hallo,

nutzt der Dorn schon die maximale Tiefe der Tasche aus?
Wenn nicht könnte ein etwas längerer Taschenschenkel am Dorn helfen.

Mit Harz ausgiesen wird vermutlich nicht halten, ich denke so eine dünne Harzschicht blättert bei Belastung einfach wieder ab.
Wenn würde ich versuchen eine dünne Metallfolie reinzuschieben. Ich habe z.B. bei ebay 0,1mm Stahlfolie gefunden , 150mm breit und 2500mm lang ;)

Hans

Kurt aus Langenthal
15.11.2012, 09:21
Kann man den Dornvorderteil nicht galvanisch beschichten lassen?

ich weiss, dass die so aufgebrachten Beschichtungen sehr dünn sind, doch kann man diese mehr oder weniger genau durch die Tauchzeit variieren.

LG Kurt

Robert G.
15.11.2012, 18:09
Was mir noch nicht klar ist, wie das Spiel von -2/+1mm durch eine um 0,1mm größere RDS-Tasche zustande kommen soll.
Wenn die Tasche 20mm tief ist, der Dorn 20mm rein geht und das Ruder 50mm tief ist - wäre theoretisch ein Spiel von 0,25mm möglich.

Kann nur vermuten, dass das Spiel überwiegend vom Servo kommt.

Gegenüber der herkömmlichen Anlenkung, wirkt sich doch bei RDS das Getriebespiel um die Neutrallage vom Ruder am größten aus.

Arne
15.11.2012, 18:43
Gegenüber der herkömmlichen Anlenkung, wirkt sich doch bei RDS das Getriebespiel um die Neutrallage vom Ruder am größten aus.

Genauso eine Aussage wie die von Mich4, und obwohl ich beim ersten mal keine Erklärung bekommen habe frag ich auch hier wieder nach, warum soll das so sein?

Gruß Arne

Tobias Reik
15.11.2012, 19:55
Rechenbeispiel zum Thema Getriebespiel (radial) am Servoabgang.

Wir nehmen ein radiales Getriebespiel von +/-1° an.
Sowie einen Dornwinkel von 45° und hierbei steht der Dorn gerade in die Tasche.

Durch den Dornwinkel halbiert sich das Spiel für die Klappe auf 50%.

Trotzdem bedeutet dies bei 1° spiel nach 40mm bereits 0,698mm Auslenkung an der Endleiste.


Natürlich (und das meint vermutlich Arne) ist dieses Spiel bei einer klassischen Anlenkung auch vorhanden - hier sogar ohne den "reduzierer" namens Dornwinkel. Zusätzlich kommt bei der klassischen Überkreuzanlenkung noch das axiale Servospiel dazu, welches man ja mit Gegenlagern ganz gut in den Griff bekommen kann.

Kleine Skizze, bitte keine Kommentare dazu ;)
906448

Rechnung: tan(SPIEL) * Klappentiefe = Endleiste
(ich weiß, stimmt nicht ganz, da ein Kreisbogen zurückgelegt wird, aber das tuts ;) )

Tobi

Also: Messt doch mal eure Servo-Null-Lage und sagt mal um wie viel Grad das Servo Luft hat bzw. auf wie viel Grad genau es wieder zurückstellt (auch unter Last). Würde mich wirklich interessieren :)

Osmosis
15.11.2012, 20:01
Hallo Robert, das Spiel kommt nicht nur von der Tasche, ich habe auch geschrieben das ich in der Verzahnung Spiel habe, zwischen dem RDS Dorn und der Abtriebsverzahnung am Servo. Zudem hat das Servo immer leicht Spiel, ist aber ein neues DS171 (3288), somit ist dieses sicher (noch) bei einem Minimum.

Wegen dem Spiel, immer die selbe Diskussion.
Schaut euch das doch mal nüchtern an, also die ganze AnlenkungsEINHEIT. Beginnen wir vorne, das Servos sitzt in der Fläche. Meistens in einem Rahmen. Dies ist bei RDS der Fall und normal auch. Also Gleichstand. Auch die Flügelschale gibt bei beiden Varianten gleich viel nach. Dann das Servo selber, ist logischerweise bei beiden Anlenkungsarten gleich und hat somit am Abtrieb auch das gleiche Spiel.
Die Verzahnung sollte (!) bei RDS und beim Ruderhorn Spielfrei sein.

Nun kommen die Unterschiede. Ich hoffe der RDS Dorn ist spielfrei gelagert, das sollte möglich sein, zumindest fast. Und mit Seku kriegt man auch (zumindest vorübergehend) das Spiel zwischen Gabelkopf und Servohorn weg. Das Gestänge und der Dorn haben hoffentlich kein Spiel in sich. Dann kommt bei der konventionellen Anlenkung wieder ein Gabelkopf und das Ruderhorn. Auch hier hilft Seku. Und beim RDS die Tasche in der der Dorn läuft.
Und hier liegt wohl der Hund begraben. RDS ist wohl anfälliger auf Spiel, weil es schwieriger ist die Tasche genau auf den Dorn anzupassen (ist aber sicher möglich) oder zumindest diese so lange genau zu behalten wie wir uns das von normalen Anlenkungen gewöhnt sind. Wenns da etwas Spiel gibt, Seku rein, freibrechen und gut ist. Bei RDS ist das nicht so einfach.

Dann gehen wir wieder davon aus dass das Scharnier einen sauberen Drehpunkt bildet und die Tasche sowie das Ruderhorn sauber eingeklebt sind.

Fazit: Geht sicher beides gleich spielfrei (arm), wobei RDS bei Langzeitbelastung wohl aufgrund der Tasche etwas anfälliger ist. Weitere Unterschiede gibt es an und für sich nicht zwischen den beiden Anlenkungsarten.

Damit sollte eigentlich alles gesagt sein? :)

EDIT: Mit Tobias Ergänzung während ich getippt habe sowieso.

Gruss Patrick

Robert G.
15.11.2012, 20:25
Sorry, das mit dem "Spiel" hatte ich anders gemeint.
RDS - mit zunehmendem Klappenausschlag muß doch der Drehwinkel am Servo größer werden um die Klappe zu bewegen. Ähnlich wie beim Kolbenhub/Kurbelwelle/Totpunkt. Somit bewirkt das Getriebespiel mit zunehmendem Ausschlag weniger Änderung vom Klappenauschlag.

Patrick, kannst du das Teil mit der Verzahnung, mit ner Zange festhalten? Quasi den Dorn am drehen hindern. Das Spiel der Klappe kommt dann nur noch von der Tasche. Und die 0,1mm welche die Tasche - um die geht es doch - größer ist, kann doch nicht so viel Spiel sein.


Wie auch immer, die Tasche ist ausgeschlagen dort wo der Dorn immer arbeiten muss. Da wo die Tasche unberührt (weil zu breit) ist, sitzt der Dorn saugend. Falls jemand einen (einfach umzusetzenden) Lösungsvorschlag hat bin ich gerne bereit den umzusetzen.

smaug
15.11.2012, 20:27
...weil es schwieriger ist die Tasche genau auf den Dorn anzupassen (ist aber sicher möglich)...

Hallo
Schaut euch mal die Taschen von RDS-SWISS genauer an. Die lassen sich kalibrieren.

http://www.rds-swiss.ch/

Ich bin voll zufrieden damit. Einziger Nachteil, die passen, wegen der Baugrösse, nicht auf jede Querruderklappe. Bei den Wölbklappen sollte es jedoch bei jedem F3X reichen.

Gruess
Martin

Gast_16604
15.11.2012, 20:36
Fazit: Geht sicher beides gleich spielfrei (arm), wobei RDS bei Langzeitbelastung wohl aufgrund der Tasche etwas anfälliger ist.

Genau da möchte ich das Gegenteil behaupten. Mein Ceres hat schon so einige Flugstunden runter. Spiel an der Endleiste: +-0,8mm. Wenn ich den Servoschacht aufmache und das Aluteil mit der Zange festhalte habe ich kein spürbares Spiel mehr an der Endleiste. Spiel in der Tasche also nahezu 0!
Das Spiel kommt in meinem Fall ausschließlich aus den Getrieben der S3150.

Vergleichbare Modelle mit ähnlichen Flugstunden und konventioneller Anlenkung haben +-1.5mm wenn ich nicht dauernd mit Zack ausbessere. Am RDS hab ich noch nicht einmal was gemacht.

@Arne: Ich denke Robert meint dass man das Spiel im Getriebe am meisten um die Nulllage spüren kann. Klar das Getriebespiel ist bei egal welchem Ausschlag gleich. In Nulllage setze ich eine Bewegung an der Endleiste auch 1:1 in eine Drehbewegung aufs den RDS Dorn und somit das Getriebe um.
Wird das Ruder nun ausgeschlagen, wird die Bewegung an der Endleiste mit zunehmendem Ausschlag immer geringer als Drehbewegung aufs Getriebe weitergegeben.
Wenn der Dorn schließlich 90° in der Tasche steht, ist das Ruder maximal ausgeschlagen, und das Servo braucht in dieser Lage auch (theoretisch) gar keine Kraft mehr um das Ruder ausgeschlagen zu halten. In dieser Lage ist kein Getriebespiel mehr merkbar, nur das zwischen Dorn und Tasche.

Aber wem erzähl ich das. Du kennst doch euer RDS am besten :)

EDIT: Robert war schneller :)

Grüße

Andreas

Tobias Reik
15.11.2012, 20:38
Die lassen sich kalibrieren.

Hi Martin,

was nun "zusammendrücken" mit kalibrieren zu tun hat erschließt sich mir nicht ;)

davon ausgehend, daß die Servos ohne "Verschiebeschlitten" bei den meisten Modellen montiert sind bleibt aber fest zu halten, daß der Dorn-Drehpunkt quasi nie exact mit der Taschenmitte fluchtet und somit der Dorn immer genau das tut, das in dem Video am ende gezeigt wird - er hebelt die Unterseite der Tasche mit der Dornspitze gegen die Oberseite der Tasche und weitet sie - und das punktuell in einem Hohlraum nur gegen die Klappenschale.
Bei einem normalen Tascheneinbau, also mittig innerhalb einer 2cm (bis 4cm) breiten Tasche ist die nächste verstrebung somit 1cm von der "Stemmstelle" entfernt.

Es gab da schon optimierungen die Tasche wenigstens nach vorne zu verschließen - mit erfolg - warum das RDSswiss mit den Zafpen nicht auch macht (die schweißen ja eh) erschließt sich mir nicht...

Tobi

smaug
15.11.2012, 20:53
Hi Martin,

was nun "zusammendrücken" mit kalibrieren zu tun hat erschließt sich mir nicht ;)

davon ausgehend, daß die Servos ohne "Verschiebeschlitten" bei den meisten Modellen montiert sind ...

....Es gab da schon optimierungen die Tasche wenigstens nach vorne zu verschließen - mit erfolg - warum das RDSswiss mit den Zafpen nicht auch macht (die schweißen ja eh) erschließt sich mir nicht...

Tobi

Hi Tobi

Kalibrieren durch zusammendrücken;) Die Taschen sind ja aus Metall (innen Teflonbeschichtung) und bleiben desshalb in "kalibrierter" Form.

Verschiebeschlitten optimiert das ganze natürlich erheblich, wesshalb ich die Kombi aus OBER und RDS SWISS so lobe. Ein verschliessen nach vorne bringt höchstens was bei 'starren' RDS Systemen - es 'würgt' dann halt noch mehr. ;)

Gruess
Martin

Tern
15.11.2012, 21:52
Der Grund warum ich die Taschen vorne nicht teilweise verschliesse hat den Grund
das der Schmutz der sich zwangläufig mit der Zeit einlagert wieder aus der Tasche austreten kann.
Schmutz führt zu vermehrten Abrieb an den Taschen.
Zudem gibt es mehr Einbautoleranz.

"Kalibrieren" oder zusammendrücken funktioniert auch im eingebauten Zustand.
Das ist aber nicht jedermanns Sache und dann können die Stahltaschen durch erhitzen relativ einfach entfernt werden.
Der Dremel ist dabei nicht zu konsultieren...
Nachteil der Stahltaschen ist eigentlich, wie Martin es schon erwähnt hat, die Einbauhöhe, diese kann nicht durch wegschleifen reduziert werden.
Die Kunststoffbeschichtung ist ca. 0.2mm dick und nicht aus Teflon, da Teflon zu weich ist und nicht wieder zurückstellt.
Einmal eingedrückt bleibt Teflon eingedrückt.
Dieses ist beim von mir verwendeten Kunststoff anders der stellt zurück.
Der Kunststoff sorgt auch für eine gewisse Elastizität sodass der "Murks" beim RDS Prinzip ein wenig ausgeglichen wird.
Hat aber den "Nachteil", dass sich die Ruder etwas weicher präsentieren als wenn Stahl auf Kohle läuft.
Eine axiale Verschiebung des Servos speziell für die grossen Ausschläge bei den WK ist eigentlich Pflicht.
Markus

RetoF3X
16.11.2012, 19:31
Hi Leute

Wie bei einer klassischen Ueberkreuz-Anlenkung kommt es bei RDS auch auf das Uebersetzungsverhaeltnis an, sprich dass man den gesamten Servoweg ausnuetzt. Baut man es einfach irgendwie auf gut Glueck ein, dann wird die Anlenkung kaum optimal!

Ich hatte mal vor 5 Jahren ein bisschen gerechnet und bei meinem Evolution ein Uebersetzungsverhaeltnis von 0.75 auf quer und 1 auf Woelbklappe ausgelegt. Das entspricht fuer kleine winkel einer klassischen Anlenkung mit Ruderhebel 1.5 mal so gross wie servohebel auf quer und 1:1 auf Woelbklappe:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/147136-Baubericht-Evolution-F3B?p=706889&viewfull=1#post706889

Herleitung der Formeln und Definition der Winkel hier: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/147136-Baubericht-Evolution-F3B?p=706124&viewfull=1#post706124

Das ergibt um die Null-Lage dieselbe Momentenbelastung fuer das Servo wie bei klassischer Anlenkung (mit Ruderhebel 1.5 mal so gross wie servohebel auf quer und 1:1 auf Woelbklappe) und dieselbe uebertragung des Servospiels.

ABER, bei einer klassischen Anlenkung haengt das Anlenkungspiel (Gabelkopf-Spiel etc.) und die axiale Belastung des Servos reziprok mit der Groesse des Ruderhorns zusammen, d.h. kleines Ruderhorn = grosse Kraft auf Anlenkung und groesseres Klappen-Spiel durch Gabelkopf-Spiel. Dieses Problem besteht bei RDS nicht. Sprich eine klassische Anlenkung mit versteckten mini Hoernern wird schneller weich als ein RDS. Oder anders ausgedrueckt: eine versteckte Anlenkung ist mit RDS mechanisch besser zu realisieren. Wenn man grosse Ruderhoerner akzeptiert, kann man eine klassische Anlenkung machen, die allerdings noch dauerhafter und wartungsaermer ist.

Viele Gruesse:

Reto

Gast_16604
17.11.2012, 14:42
Irgendein Hersteller verwendet 2,9mm - üblich 3mm.

Ich hab mich schon gefragt wie die das Gewinde auf den Federstahl bekommen. Vermutlich gar nicht!
Es werden Mofa-speichen modifiziert. Die haben 2,85 Durchmesser und das Gewinde wird gewalzt. Allerdings ist das dann auch kein Federstahl mehr, sondern ein etwas besserer rostfreier Draht...

Dann wunders mich nicht wenn Spiel in der Tasche ist.

Andere Hersteller brauchen kein Gewinde und kleben den 3,00 mm Draht einfach ein.

Wäre also interessant zu wissen, welchen Durchmesser der Draht nun wirklich hat. (Gemessen, nicht geschätzt)

Tern
28.11.2012, 19:47
Hallo,

hatte kürzlich beruflich mit Rapid-Prototyping zu tun (Anbieter ist z.Bsp. Shapeways.com).
Dabei kam mir die Idee das auch für einen RDS Rahmen zu verwenden.

Bei dem Verfahren wird ein Kunststoffpulver schichtweise mit einem Laser ausgehärtet.
Es sind dadurch auch sehr komplizierte Formen möglich.
Vorrausstzung ist eine 3d Konstruktion und schon kann es los gehen.

Der auf den Fotos abgebildete RDS Rahmen erlaubt eine axiale Verschiebung des Servos,
dadurch wird der "kinematische Murks" beim RDS Prinzip aufgehoben.

Resultat sind grössere Ausschläge und weniger Belastung der Taschen und Servos.
Ich setzte den Rahmen nur bei den Wölbklappen ein, da er hier am meisten Sinn macht.
Die Erfahrungen sind bis dato sehr positiv.

Es werden nur zwei Schrauben benötigt. Den Rest erledigen die beiden Nasen am Rahmen.
Dadurch können die Zugangsöffnungen sehr klein bleiben.

Nachteil und das soll nicht verschwiegen werden, ist der doch etwas hohe Preis für diese Technology.
Vorteil ist die schier unbegrenzte geometrische Formgebung.

Könnte mir vorstellen, das auch andere diese Art der Herstellung für sich entdecken.
(Spinner, Felgen, Hebelarme etc.)
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Anbieter Shapeways gemacht.

Markus

http://www.shapeways.com/model/713404/servo-rds-frame-mks6125mini.html

Gast_16604
28.11.2012, 20:31
Ja, ich sag mal, ne Kopie vom axialen Ober-RDS.
Exakt selbes Prinzip, nur 4 Schrauben weniger. Dafür aber dicker.
http://www.oberflugmodellbau.de/20.html
Dass es funktioniert haben schon ein paar hier im Forum in div. Modell-Threads bestätigt.

Ich kenne das Material vom rapid-prototyping ebenso beruflich.
Aber wie der Name es schon sagt, kenne ich es für Prototypen, um was in Händen zu halten, und die grundsätzliche Funktion zu prüfen.
Die Oberflächen sind rundum sehr rauh, und das Material das ich kenne würde ich dafür nicht nehmen wollen, weil schlag- und bruchempfindlich.

Vorteil der Methode ist wirklich das man aus den CAD-Daten den Prototypen herstellen kann, und sich Geometrien realisieren lassen, die zerspanend nicht herstellbar wären. Der Traum jedes Konstrukteurs :)

Grüße

Andreas

Tern
29.11.2012, 19:23
Es gibt verschiedene Werkstoffe für das rapid-prototyping.
Einige Anbieter haben sogar Titan im Programm.
Das ist dann aber fast nicht zu bezahlen...
Im wesentlichen sind es aber Kunststoffe oder Kombinationen aus Kunststoff und Metall.

Das Material das ich ausgesucht habe ist das günstigste von shapeways.
Es ist Polyamid oder auch als Nylon bekannt.
Polyamid ist schlagzäh und nicht bruchempfindlich.
Wird auch im Maschinenbau eingesetzt z.Bsp. als einfache Lagerbuchse.

Die Oberfläche der fertigen Teile ist rauh.
Das ist gut so, da die Rahmen sich so gut einkleben lassen.

Tja, und es stimmt. Es ist ein Traum für einen Konstrukteur...:)
Gruss
Markus

Marco A.
29.11.2012, 19:35
Naja...es ist immer noch ein Prototyping teil. Es ist also von der Festigkeit nicht vergleichbar mit einem Vergleichbaren Spritzgießteil.

smaug
27.02.2013, 01:17
Naja...es ist immer noch ein Prototyping teil. Es ist also von der Festigkeit nicht vergleichbar mit einem Vergleichbaren Spritzgießteil.

Hallo
Ich habe nun solche RDS SWISS Rahmen selber verbaut. Das Material ist festigkeitsmässig mehr als man wirklich braucht. Holzrahmen haben da deutlich weniger Festigkeit.
Trotzdem hat das Material noch eine gewisse Elastizität, dass ist auch gut so, denn wie wir wissen ist eine Flügelfläche innen auch nicht nur flach. Zum verkleben reicht entfetten da das Material eine gewisse Rauigkeit aufweist.

Mir gefallen die Rahmen einen Tick besser als die der bekannten Marken. Die Konstruktion ist durchdacht und kommt mit gerade mal zwei kleinen Schrauben aus. Der "kleine" Rahmen wiegt 4.5 g, der in "Glider" Grösse 5.1 g.
Die Rahmen gibt es also in MKS Grösse "MINI" und "GLIDER" und können hier (http://www.shapeways.com/shops/RDScomponents) zu einem absolut fairen Preis bestellt werden. Innert wenigen Tagen sind die "Ausdrucke" im Haus.
Aus Neugier habe ich diesmal sogenante MKS Clone verwendet. Es handelt sich dabei um TURNIGY Servos welche die gleiche Baugrösse aufweisen. Das Laufverhalten und die Servogeschwindigkeit ist jedoch bei den MKS deutlich anders, d.h. besser!
Trotzdem würde ich die TURNIGY als schneller und Stellgenauer als ein FUTABA 3150 einstufen. Also durchaus eine preiswerte Alternative für F3B/F/J Modelle. Die anstehende Saison wird zeigen wie sich die Servos und das RDS System bewären. Dies ist bereits der dritte! RDS Ausbau in diesem Segler, ich hoffe das es diesmal meinen Ansprüchen gerecht wird. Die bisherigen Systeme waren nach einer Saison unbrauchbar. Ich bin jedoch zuversichtlich mit den jetzt verbauten Komponenten. Die RDS Dorne sind von OBERFLUG, welche bekannt für gute RDS Parts ist. Er liefert also auch Dorne für MKS Clone.

Doch Bilder sagen oftmals mehr als Worte, anbei ein paar wenige in Technicolor


http://youtu.be/1tT9o-ZvLiA

Gruess
Martin

ppb
27.02.2013, 09:00
Sorry das ich da einhake, aber das sind keine MKC Clone, sonder KST (Clone/Kopien/Original??). Die Ruderhörnen der MKS passen nicht (dafür die von Hitec), und das Gewinde ist blöderweise ein M2,5er.

Ich hab die in den Flächen der Strega und dem Tragi Cluster drin, jedoch kein RDS. Bis auf das axiale Getriebespiel ganz gut, was beim RDS verm. eher keine Rolle spielen dürfte.


patrick

haradon
27.02.2013, 12:12
radiales spiel? ....oder axiaels spiel??

ich habe 4 von den dingern und bin etwas unschlüssig ob ich'r riskieren soll diese in meinen SSL einzubauen. (ohne RDS). passen die in die MKS-rahmen?

sorry für OT.

smaug
27.02.2013, 12:46
radiales spiel? ....oder axiaels spiel??

ich habe 4 von den dingern und bin etwas unschlüssig ob ich'r riskieren soll diese in meinen SSL einzubauen. (ohne RDS). passen die in die MKS-rahmen?

sorry für OT.

Hallo
Axiales Spiel spielt beim bewegten RDS keine Rolle da man ja absichtlich axiales Spiel erzeugt, die RDS SWISS Rahmen lassen hier gute 3mm zu.

OT/
MKS, vs. KST, vs. TURNIGY vs. irgendwelche "Brands" - ich nenne halt alles was nicht Original MKS ist einen Clone. Ich hatte es bereits erwähnt, hier nochmals etwas präziser. Die Clone sind rein von den Gehäuseabmessungen identisch. Alles andere ist unterschiedlich, teils komplett anders.
Die MKS sind vom Laufverhalten und der Präzision einfach eine Klasse für sich.
Grundsätzlich ist jedes Servo eben ein Risiko - oder es läuft halt einfach ;)
/OT

Gruess
Martin

Matze_Kölle
27.02.2013, 13:20
Mit den Rapidteilen bisschen uffpasse.

Ich vermute mal, dass ihr die in Epoxy habt "drucken" lassen. Die Harze härten noch stark nach, das heisst die koennen spröde werden. Ich würde da nochmal genau nachgucken. Ein Spritzgussteil mit enstprechenden Kohle- oder Glasfaseranteil wird bedeutend stabiler über die Zeit sein. Ist so ähnlich wie mit Mumpe(Glas oder Kohle oder Baumwolle). Das Harz alleine ist recht spröde und kann nicht viel ab....nen Füllstoff rein und schon kann es mehr ab.

Wenn Rapid, dann bitte mit Silikonformen....das geht auch noch recht guenstig und man kann locker 80-100 Teile schiessen.

Chrima
27.02.2013, 13:30
Die Ruderhörnen der MKS passen nicht (dafür die von Hitec), und das Gewinde ist blöderweise ein M2,5er.


Hi
Vielleicht werden ja jetzt bessere mitgeliefert, aber vor einem Jahr passten nicht einmal die beigelegten Ruderhörner; die Plastikdinger waren zum "Draufwerfen" und die aus Alu zum "Draufhämmern"...
Rückstellgenauigkeit für einen Nurflügler zu gering. Hab ich erst gar nicht mal einen Flug versucht damit.
Werd sie dann in einem Leitwerkler verbauen, wo es nicht so wichtig ist. :rolleyes:

Gruss
Chrima

smaug
27.02.2013, 18:29
Mit den Rapidteilen bisschen uffpasse.

Ich vermute mal, dass ihr die in Epoxy habt "drucken" lassen. Die Harze härten noch stark nach, das heisst die koennen spröde werden. Ich würde da nochmal genau nachgucken. Ein Spritzgussteil mit enstprechenden Kohle- oder Glasfaseranteil wird bedeutend stabiler über die Zeit sein. Ist so ähnlich wie mit Mumpe(Glas oder Kohle oder Baumwolle). Das Harz alleine ist recht spröde und kann nicht viel ab....nen Füllstoff rein und schon kann es mehr ab.

Wenn Rapid, dann bitte mit Silikonformen....das geht auch noch recht guenstig und man kann locker 80-100 Teile schiessen.

Hallo

Ich denke es ist kein Epoxy, der Hersteller SHAPEWAYS verwendet PA 2200, ein Polyamid -
is laser sintered nylon plastic Ich bin kein Spezialist auf Materialien, kenne jedoch Nylon als sehr lange geschmeidigen Werkstoff (z.B. Nylonhammer).
Die genauen technischen Eigenschaften gibts hier nachzulesen... (http://www.shapeways.com/rrstatic/material_docs/mds-strongflex.pdf)

Hier noch ein Link zum Hersteller EOS des Polyamids PA 2200 (http://www.eos.info/produkte/werkstoffe/werkstoffe-aus-kunststoff/pa-22002201.html)

Nachtrag
hier mal das wesenliche daraus...

Eigenschaften
• hohe Festigkeit und Steifigkeit
• gute Chemikalienbeständigkeit
• hohe Langzeitstabilität
• gute Trennschärfenauflösung und Detailtreue
• vielfältige Nachbehandlungsmöglichkeiten
(z. B. Metallisierung, Einbrennlackierung, Gleitschleifen, Tauchfärben, Beklebung, Pulverbeschichtung, Beflockung)
• biokompatibel nach EN ISO 10993-1 und USP/level VI/121 °C
• zertifiziert für Lebensmittelkontakt gemäß der EU-Kunststoff-Direktive 2002/72/EC
(Ausn.: hochalkoholische Genussmittel)

Anwendungsbereiche
• voll funktionsfähige Bauteile höchster Qualität
• Substitutionswerkstoff für übliche Spritzgusswerkstoffe
• Anwendung z. B. in der Prothetik
• beweglicher Bauteilverbindungen


Gruess
Martin

Matze_Kölle
04.03.2013, 09:48
Ah ok....wusste nicht dass das auch mittlerweile mit PA geht. Na da würde ich mir dann weniger gedanken machen. PA ist echt ok für sowas.

Robert G.
30.03.2013, 11:30
Hallo,

war die letzten Tage wegen meiner Winde bei Oberflugmodellbau (http://www.oberflugmodellbau.de/).
Außer Winden lagen jede Menge RDS-Teile rum und ich konnte einen gerade fertig gestellten FOSA Lift befingern. Die eingebauten MKS-Servos in Verbindung mit den axial verschiebbaren Servorahmen machten an der Wölbklappe sehr große Ausschläge möglich, wie ich dies bisher nicht kannte. Speziell, weil die MKS selbst einen etwas kleineren max. Servoweg machen als andere Servos. Die gesamte Anlenkung ist, keine Übertreibung, absolut spielfrei.

Anscheinen setzt sich RDS auch bei Scalemodellen langsam durch, konnte zumindest einen Flügel eines 6,66m H-Model Arcus mit RDS ansehen, welche Oberflugmodellbau eingebaut hat.

Hat denn schon jemand Erfahrung mit den axial verschiebbaren Rahmen für das S3150?
http://www.oberflugmodellbau.de/index.php/de/produkte/rds/system-a-axial
Hier sollte auch das S3172SV passen…

Anfänger
30.03.2013, 12:23
Hallo Robert,

ja Erfahrungen habe ich mit dem axial verschiebbaren RDS von Ober und den 3150-er.
Der Wölbklappenausschlag ist perfekt und der Einbau wurde perfekt von Herrn Ober ausgeführt. Nach ca.3 Stunden Hangflug bisher kein "Spiel" feststellbar.

Der Cossover auf dem Video von Obermodellbau ist meiner :-).

Frohe Ostern,
Herwig

Lakeman
30.03.2013, 18:16
Video ? Link ?

Grtz

Robert G.
30.03.2013, 19:57
Mh, Videos habe ich bisher nur hier (unten) gefunden:
http://www.oberflugmodellbau.de/index.php/de/produkte/rds

Ein Video mit dem max. Wölbklappen-Ausschlag vom FOSA Lift wäre sicher interessant.

Mix22
01.04.2013, 17:21
Ich habe bisher 2 gebrauchte Modelle mit RDS Anlenkungen gekauft:
Verkäufer (nur scheinbar Profi) schreibt hier in rcn Romane.

Die Anlenkungen waren so grottenschlecht:zu wenig Ausschlag auf der Wölbklappe =zu wenig Bremswirkung
Wölbklappen und Querruder hatten durch die Eigenbau?? Taschen zu viel Spiel
Ausserdem stellte ich fest,dass die RDS Anlenkungen mehr A fressen und der Empfängerakku nur 1/2
so lang hält als mit normalen Anlenkungen.
Dann mein Fazit:nie mehr RDS
schwieriger Einbau,sehr zeitaufwändig,auch folgende Anlenkung ist spielfrei und schnell eingebaut

Wenn man eine viel billigere Anlenkug "überKreuz" wählt hat man auch kein Spiel und ebenfalls eine
Anlenkung,die nicht vorsteht.
Man muss ein Z am Servo aber schon mit einer Z Zange sauber biegen und ganz innen am Servo
für Stahldraht 1,5mm ein 1,4mm Loch bohren also so weit innen wie möglich,so dass der Z Stahldraht
gerade noch nicht streift,meist 1 Loch weiter innen bohren.
Gabelkopf auf dem Gewinde dann nach dem Einstellen mit 1 Tropfen Sekundenkleber sichern:
auch manche Gabelköpfe haben im gewinde Spiel.
Am Ruder setzt man nur einen 90 Grad gebogenen Stahldraht in eine Öse,die so weit wie möglich aussen ist.

Fliege auch eine Fosa,da sind die RDS Anlenkungen wohl vom Hersteller (????kann ich nicht genau sagen,da ich dieses Modell auch gebraucht gekauft habe) eingebaut:TOP Anlenkung!
Die sind aber auch mit dem Servo verklebt,nochmal ein Kugellager und dann vor der Tasche nochmal
ein Lager.

Tausch des Servos ist nicht möglich,da das RDS mit dem Servo verklebt ist.
Ausserdem wird beim Austausch die Halterung beider Lager beschädigt und muss neu verklebt werden.
(Für Wettbewerbspiloten also kpl Servo mit RDS als Ersatz mitnehmen)

Also wer RDS einbaut,sollte hier nicht sparen,sondern zu ausgereiften KPL Paketen greifen.

Mix22
01.04.2013, 17:22
hier auf dem Foto noch mit auf ca 3mm Breite beigeschliffenem Gabelkopf.

Mix22
01.04.2013, 17:37
einfacher

f3f
01.04.2013, 19:32
....: macht "THURO" ---- Skorpion, Needle" schon immer.
L.G
J

wakuman
04.04.2013, 03:17
Hatte letztes Wochenend die gelegenheitt 2 identische neue Fosas (absolut identisch bis auf das RDS ) zu begutachten.


Was mir auffiel, der FOSA ist relative laut (pfeift ) egal ob mit oder ohne RDS einbau. Mein alter reparierter FS ohne RDS war erheblich leiser (und rein subjective auch schneller)

Geschwingdigkeits unterschiede zwischen den beiden Fosas waren natuerlich nicht objektiv auszumachen.

Mein Fazit RDS mit seine nachteilen wie aufwendigem Einbau und reperatur ist eher was fuer die Profis.

Gruss
Thomas

COOLMOVE
04.04.2013, 08:47
Was mir auffiel, der FOSA ist relative laut (pfeift ) egal ob mit oder ohne RDS einbau.
Gruss
Thomas

Das ist sehr interessant, denn meine DSL Needle mit weit herausstehenden Anlenkungen ist in der Luft selbst im DS kaum zu hören.

PS: Eine andere Theorie abseits der Aerodynamik würde das Pfeifen erklären. Vielleicht fühlt sich der Fosa besonders wohl in der Luft und macht dies lautstark mit Pfeifen deutlich. Geht mir auch so beim duschen wenn die Wassertemperatur passt.

wakuman
06.04.2013, 18:53
Damit man sich auch ein Geraeusch-Bild machen kann hier ein Video von den beiden Fosas .



https://vimeo.com/63469598

Gruss
Thomas

miki.r
11.10.2014, 12:24
Hallo alle,
da ich wieder einmal mit RDS-Einbau rumspiele folgende Frage/Idee zu der ich diesen Thread hochhole:

Ich verwende das original RDS von Baudis, d.h. keine axiale Bewegung des Servos, damit verbunden etwas aufwändige Ausrichtung des Servos um den Knick im Dorn möglichst exakt über der Scharnierlinie zu haben. Auch wenn man sich viel Zeit lässt ist ein gewisser (auch hier schon erwähnter) "Murks" und damit Verzug nicht zu verhindern - zumindest für mich, und bei größeren Ausschlägen kann man teilweise sehen dass die Schale etwas mitbewegt wird. Ich habe jetzt sehr lange gespielt und das ganze nahezu prefekt hinbekommen (auf dem Querruder), ich habe nur noch minimalen "Murks" der nur bei extrem genauem hinsehen und großen Ausschlägen erkennbar ist...
Liesse sich das Problem nicht mit einer leicht elastischen Verklebung des Servos/Rahmens zumindest teilweise beheben? Es würden hier denke ich ein paar 1/100mm Elastizität reichen um kleine Verformungen der Schale zu minimieren. Nachteil natürlich dass bei starken Belastungen die Anlenkung etwas "weicher" wird, natürlich auch die Frage ob es in der Praxis einen KLeber (Acryl) gibt, der so stark ist und trotzdem dauerhaft etwas elastizität erlaubt... Mir fällt zB auch Parkettkleber auf PU-Basis ein, der hält Bombig und lässt das Holz normalerweise etwas arbeiten.

Ich weiß, am elegantesten ist sicher die Methode mit den axial verschiebbaren Rahmen, aber ich will das mitgelieferte System verwenden und das ist nun mal wie es ist. Oder hat es in der Praxis schon mal jemand geschafft das starre System ohne jeglichen Verzug (bitte ehrliche Antworten;)) einzubauen?

Mich4
11.10.2014, 15:48
Ja, Baudis :)

miki.r
11.10.2014, 17:02
der kann doch unmöglich geschickter sein als ich...

attack
14.10.2014, 19:57
Das ist sehr interessant, denn meine DSL Needle mit weit herausstehenden Anlenkungen ist in der Luft selbst im DS kaum zu hören.

PS: Eine andere Theorie abseits der Aerodynamik würde das Pfeifen erklären. Vielleicht fühlt sich der Fosa besonders wohl in der Luft und macht dies lautstark mit Pfeifen deutlich. Geht mir auch so beim duschen wenn die Wassertemperatur passt.

Das Pfeifen hat meiner Meinung nach auch was mit dem Resonazkörper der Fläche zu tun!
Wenn ich eine dünnwandige leicht gebaute Fläche mit einer Gleichen fest aufgebauten Fläche vergleiche, wird man sehen, dass die dünnwandigere lauter im selben Geschwindigkeitsbereich ist!
Die Fläche verstärkt die Resonanzschwingungen wie ein Korpus (Gitarre, geige, Klavier)
Je dünner das Stützmaterial, um so früher fängt es zu schwingen an und übernimmt die Resonanzen vom gesamten Flieger und Umfeld.
Der Resonanzkörper verstärkt dann diese Frequenzen!

Ist mir bei meinen Fliegern auch aufgefallen- je dicker der Aufbau umso leiser!
Ist so meine Theorie als Musiker!:)

LG


Hannes

xtralite
31.10.2014, 10:24
Das Pfeifen hat meiner Meinung nach auch was mit dem Resonazkörper der Fläche zu tun!
Wenn ich eine dünnwandige leicht gebaute Fläche mit einer Gleichen fest aufgebauten Fläche vergleiche, wird man sehen, dass die dünnwandigere lauter im selben Geschwindigkeitsbereich ist!
Die Fläche verstärkt die Resonanzschwingungen wie ein Korpus (Gitarre, geige, Klavier)
Je dünner das Stützmaterial, um so früher fängt es zu schwingen an und übernimmt die Resonanzen vom gesamten Flieger und Umfeld.
Der Resonanzkörper verstärkt dann diese Frequenzen!

Ist mir bei meinen Fliegern auch aufgefallen- je dicker der Aufbau umso leiser!
Ist so meine Theorie als Musiker!:)

LG


Hannes

...interessant ! bei meinem lesky desire ist es genau umgekehrt. der ist sehr dick in der schale und seeehr laut. positiver nebenefkt: ich als quasi gehörloser, komme endlich wieder mal in den genuss des pfeifens :)
lieber geuss, martin

Arne
21.01.2015, 22:36
Moin,

mal ein Beispeil dafür, welche Qualität man mit einer RDS-Anlenkung erreichen kann, wenn man die ganze Geschichte so gut wie möglich auskonstruiert und dann noch ein top Servo nimmt. In diesem Fall ein MKS HBL 6625 auf dem QR meines Wam Stingray 275. Die wirklich außergewöhnliche Härte und das quasi nicht mehr wahrnehmbare Restspiel kommen auf dem Video garnicht richtig rüber. Ich hab bei dem Wackeln am Ruder per Hand erst schon kräftig und dann noch wirklich kräftig gezerrt. Die Präzision sieht man ganz gut :)


https://www.youtube.com/watch?v=hGJW2KTBjRc

attack
22.01.2015, 19:57
Arne Du Mörder!

Die armen Servos!!!!:cry:


So was macht man doch nicht!


LG


Hannes

Arne
22.01.2015, 20:06
:confused::confused: