PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F1B & Tan Super Sport



dbrehm
28.09.2009, 08:41
Hallo an alle F1Bler,

mich würde es sehr interessieren, welche Länge ihr bevorzugt für eure Motorröhren verwendet. Dies insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Gummigewichtsgrenze von 30g und der gegebenen Gummiqualität des Tan Super Sports.

Wenn ich die Entwürfe von Stephanchuk (http://www.stsukr.boom.ru/im-htm/sts-59.htm), Vivchar oder Andriukov anschaue, so dünkt es mir, als ob diese auf andere Voraussetzungen hin konzipiert wären. Die haben alle Vorderrumpflängen um die 53-55cm.

es grüßt Dieter

eurofly
28.09.2009, 10:50
An der WM hatte ich einen bösen Unfall, indem sich mein TAN-Supersport-Strang im kurzen Rumpf (46 cm) stark verknotete und mit einem gerissenen Faden im hintern Teil verhakte. Dies führte nach 28 Sekunden zu einer Blockade und einer absturzähnlichen Beendigung des Fluges. Stepan Stefanchuck und andere waren der Meinung, dass sich dieser Unfall bei einem längeren Vorderrumpf möglicherweise hätte verhindern lassen. Aus diesen Gründen haben einige ukrainische F1B-Flieger die Vorderrumpflänge bei ca 52 cm belassen.

hastf1b
28.09.2009, 11:30
Hallo Dieter, die 55cm bei Stephanchuk reichen ja vom Kopfspant bis zum Ende der Motorröhre. Da du ja außerhalb des Rumpfes aufziehst entfallen durch den hinteren Haken schon mal fast 1,5cm, je nach Propellerkopf und vorderem Bobin entfallen noch mal 2-2,5cm. Dann bleiben von den 55cm noch 51-52cm übrig. Viele W-Flieger legen ihre Stränge je nach Qualität des Gummis mal auf 26 Fäden mal auf 28 Fäden, da kann man die Rumpflänge ja auch nicht anpassen. Ohne das ich es wissenschaftlich belegen kann würde ich sagen das die Längen um 1-2cm unterschiedlich sein können ohne merkliche Auswirkung.

Gruß Heinz

347978

Gummimann
28.09.2009, 15:05
Hallo,



Wenn ich die Entwürfe von Stephanchuk (http://www.stsukr.boom.ru/im-htm/sts-59.htm), Vivchar oder Andriukov anschaue, so dünkt es mir, als ob diese auf andere Voraussetzungen hin konzipiert wären. Die haben alle Vorderrumpflängen um die 53-55cm.


Stephan S und AA haben schon vor 10Jahren so lange Rümpfe geflogen. Laut Stephan ist das Ablaufen des Gummis besser und man kann mehr aufziehen. Ich kenne deren Modelle eigentlich nicht anders.

Mr Thermiksense hat mit seinen langen Rümpfen und seiner Gummiqualität auch schon Probleme gehabt - einfach keine guten Steigflüge mehr hingebracht.

Ein Knoten wie bei Eurofly kann auch durch falsches Aufziehen entstehen(ich will das hier nicht unterstellen)
Wenn die Aufziehschiene zum außerhalb Aufziehen im Vergleich zur Rumpflänge zu lang ist und der Gummi hineingewurstelt wird entsteht sehr schnell ein Knoten.

Ich persönlich fliege die verschiedensten Rumpflängen mit jeweils dem gleichen Gummi, aber mit verschiedener Fadenzahl.

Das meint der Gummimann

eurofly
28.09.2009, 19:58
Das mit dem "Hineinwursteln" kann in der Hektik immer passieren.
Das mit der zu langen Auziehschiene stimmt. Für meine relativ kurzen Rümpfe habe ich die Schienen in der Länge angepasst /gekürzt.
1 TAN SS- Strang mit 28 Fäden ist ca 32 cm lang, also immer noch wesentlich kürzer als der Rumpf.

Ein Grund für die langen Rümpfe bei den UKR-Lieferanten könnte auch sein, dass sie ganz einfach die Fabrikation der Modelle nicht anpassen möchten. Die Kürzung der Rümpfe zieht ja auch weitere konzeptionelle Anpassungen bei den Modellen nach sich und bedingt Umstellungen bei den Modellen.
eurofly

dbrehm
29.09.2009, 07:53
Hallo & einen guten Morgen,

wenn ich die obigen Beiträge lese, stellen sich mir schon wieder neue Fragen:

(1)
gibt es gute Gründe dafür, verschiedene Vorderrumpflängen in der Modellkiste zu haben oder wäre es besser, möglichst alle Modelle gleich zu gestalten.

(2)
welche Vorderrumpflänge ist für 30g/TAN Super Sport ideal bzw. gibt es die "ideale" Länge überhaupt. Ein Anpassen der UKR-Entwürfe dürfte in gewissem Rahmen durch verlängern des Hinterrumpfes doch recht einfach sein, damit die Hebelarme gleich bleiben.

(3)
Gibt es noch weitere Einflussfaktoren neben dem Gummi für die Wahl der Vorderrumpflänge? Die meisten Modellsportler haben ja mehrere spezialisierte Modelle im Koffer (1 x Sturm, 1 x normal und einen Supergleiter fürs stechen, und vielleicht noch mehr)

Fragen über Fragen hat Dieter

hastf1b
29.09.2009, 09:19
Morgen Dieter, ich glaube du machst dir zu viele Gedanken über die "richtige" Rumpflänge. Gummimann und ich haben doch eigentlich schon alles gesagt es kommt wirklich nicht auf ein oder zwei cm an.
Zu (1) Da fast jeder gekaufte Modelle von verschiedenen Herstellern in der Kiste hat ergeben sich daraus die unterschiedlichen Rumpflängen.
Zu (2) Mit dem Anpassen ist es nicht so einfach. Da die Rumpfröhren zur besseren Entformung leicht konisch sind, meist von 32 mm auf 30 mm, kann es vorkommen wenn man zuviel kürzt das der Kopfspannt oder der hintere Ring zu viel "Spiel" bekommen und man auffüttern muß. ( Das mußt du bei deinem Vorhaben auch beachten.) Auf der anderen Seite müßten neue Drehteile hergestellt werden was der wahrscheinliche Grund ist das nichts geändert wird.
Zu (3) fällt mir im Moment nichts ein.
Noch ein Tip den ich oft anwende wenn ich Zweifel habe. Suche dir die 5 (oder mehr) Spitzenmodelle heraus die im Moment aktuell sind, zähle alle Rumpflängen zusammen und teile durch die Anzahl der Modelle, so erhälst du einen guten Mittelwert.

Gruß Heinz

Gummimann
29.09.2009, 09:46
Hallo,

der Heinz war schneller.

Ich habe verschiedene Rumpflängen. Der älteste Rumpf stammt aus der Ära 40gr Gummi. Bei der Reduzierung auf 35gr Gummi hat man auch den Rumpf gekürzt, ebenso bei 30gr. Die Modelle in meiner Kiste sind Baujahr 93, 94, 98, 2002, 2007 von mir gebaut. Der kürzeste Vorderrumpf ist von 98, hier fliege ich eine höhere Fadenzahl.

Ein zu kurzer Vorderrumpf ist schlecht, mit einem zu langen kann man zurechtkommen.

Der Abstand Fläche zu HLW sollte immer gleich sein wegen der Längsstabilität - oder Du brauchst ein größeres HLW.

Wenn man immer wieder das gleiche Modell baut - so wie die Kaufmodelle - und das erste Modell in der Baureihe fliegt gut wird man daran nichts ändern.

Die Gummiqualität ist in den letzten 15 Jahren immer weicher geworden, da ist ein langer Rumpf besser als ein kurzer.

hastf1b
29.09.2009, 15:13
Nun habe ich auch mal eine Frage. Ich habe beim diesjährigen Eifel-Pokal bei Mike Woodhouse den sogenannten Spaghetti-Gummi gekauft. (War kein anderer mehr da.) Die Abmessung ist ca. 1,2 x 1,9 mm. Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht bezüglich der Fadenzahl und Aufziehzahl? Da es ja die Hälfte vom 1/8" ist müßte die Fadenzahl bei 52-56 Fäden liegen.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Gruß Heinz

Austrian
29.09.2009, 18:41
Hallo Heinz,
den dünnen Gummi hatte ich auch mal, damals kamen so um die 54 Fäden heraus, war aber noch Tan2 (der war dünner geschnitten), und ich habe damals dünnere Stränge geflogen als die meisten anderen.
Ich habe keinen Unterschied in der Leistung bemerkt, es war nur mehr Arbeit ... besonders deshalb, weil ein lieber Zollbeamter in der 10lb-Box herumgekramt hat. Zur Zeit ist noch ein "Knoten" von rund 1kg übrig ...
Theoretisch müßte so ein Strang weniger Rissanfällig sein, weil die Kantenspannung niedriger ist. Die Stränge sind trotzdem genausooft gerissen wie die 1/8".
Viel Spass!

hastf1b
29.09.2009, 19:08
Hallo Klaus, danke für deine Antwort. Ich habe gerade einen Probestrang vorbereitet und bin bei meiner Standartlänge auf 56 Fäden gekommen. Am Wochenende werde ich den Strang mal testen.

Gruß Heinz

GeorgR
30.09.2009, 11:48
Ich habe beim diesjährigen Eifel-Pokal bei Mike Woodhouse den sogenannten Spaghetti-Gummi gekauft.
Falls der nichts ist, dann ab in den Kochtopf.
Beim Essen geht es ohne Besteck. Einfach ein Ende suchen und dann an einem Stück reinsaugen. :D

Gummimann
12.10.2009, 10:32
(1)
gibt es gute Gründe dafür, verschiedene Vorderrumpflängen in der Modellkiste zu haben oder wäre es besser, möglichst alle Modelle gleich zu gestalten.

(3)
Gibt es noch weitere Einflussfaktoren neben dem Gummi für die Wahl der Vorderrumpflänge? Die meisten Modellsportler haben ja mehrere spezialisierte Modelle im Koffer (1 x Sturm, 1 x normal und einen Supergleiter fürs stechen, und vielleicht noch mehr)

Fragen über Fragen hat Dieter

Hallo,

um auf die Fragen zurückzukommen, hier mal eine Aussage von mir:

langer Rumpf = lange Motorlaufzeit
kurzer Rumpf = kurze Motoraufzeit

Wie schnell soll denn der Steigflug sein??

meint der Gummimann

Austrian
12.10.2009, 16:09
Widerspruch Euer Ehren ...
kurzer GUMMI = kurzer Motorlauf
langer GUMMI = langer Motorlauf
ob der Gummi stark gespannt ist oder locker durchhängt macht nur ganz wenig aus, angeblich läuft er etwas besser bis zu den letzten Umdrehungen, wenn er stärker gespannt ist. Und bei einem lockeren Gummi fällt vielleicht der Kopf zum Schluss 'raus ;).

Ein weiterer Faktor bei der Wahl der Rumpflänge ist auch, wohin der Propeller klappen soll. Wegen Gummi-Fadenrissen ist es sicherer, wenn der Schwerpunkt des Modells ungefähr in der Mitte der Gummilänge ist, dann sind die Schwerpunktverlagerungen weniger spürbar. U.a. deswegen klappen alle Kaufmodelle den Prop unter den Flügel mit den bekannten Störfällen!

Gummimann
13.10.2009, 08:22
Widerspruch Euer Ehren ...
kurzer GUMMI = kurzer Motorlauf
langer GUMMI = langer Motorlauf
ob der Gummi stark gespannt ist oder locker durchhängt macht nur ganz wenig aus, angeblich läuft er etwas besser bis zu den letzten Umdrehungen, wenn er stärker gespannt ist. Und bei einem lockeren Gummi fällt vielleicht der Kopf zum Schluss 'raus ;).


Auf diese Antwort habe ich gewartet. Du hast Recht mit der Aussage der Gummi bestimmt die Motorlaufzeit.

Wenn der Gummi zu lange = zu locker ist wird der Kopf irgendwie irgendwann raushängen.
Wenn der Gummi zu kurz = zu stramm ist stellen viele Köpfe nicht mehr richtig ab und das Propellerblatt liegt oben auf dem Flügel - ein bekanntes Phänomen man steht unten und schimpft und bei der Landung dreht man noch eine oder zwei Umdrehungen und der Pin rastet ein.

Ich schreibe meinen Vergleich nocheinmal hin, jedoch etwas erweitert, ja ich weiß die Steigung des Props zählt auch noch dazu.

langer Rumpf = langer Gummi = lange Motorlaufzeit = langsamer Steigflug
kurzer Rumpf = kurzer Gummi = kurze Motoraufzeit = schneller Steigflug

Meiner Ansicht nach ist 480-520mm Rumpflänge nicht verkehrt.

dbrehm
13.10.2009, 08:31
...
Ich schreibe meinen Vergleich nocheinmal hin, jedoch etwas erweitert, ja ich weiß die Steigung des Props zählt auch noch dazu.

langer Rumpf = langer Gummi = lange Motorlaufzeit = langsamer Steigflug = Var. 1
kurzer Rumpf = kurzer Gummi = kurze Motoraufzeit = schneller Steigflug = Var. 2

Meiner Ansicht nach ist 480-520mm Rumpflänge nicht verkehrt.

Guten Morgen,

Das würde heißen, daß sich bei Var. 1 eine geringere Steigung empfiehlt, bzw. bei Var. 2 dann eine entsprechend größere?

es grüßt rätselnd Dieter

Gummimann
13.10.2009, 10:32
so langsam wirds verwirrend - ich kann nur schreiben, es sind noch nicht alle Faktoren gelistet.

Ich versuche es auf eine andere Weise:

Sturmmodell:
schneller Steigflug, um durch die erdnahen Böen schnell durchzukommen, 465mm Rumpflänge - etwas zu kurz, 26 Fäden TAN1 o. TAN2, Motorlaufzeit 35sek., Propellersteigung z.Z. unbekannt

Modell Stephanchuk:
schneller Steigflug, 550mm Rumpflänge, 26 Fäden TAN1 o. TAN2, Motorlaufzeit 40sek., Verstellprop

Gleiter:
langsamer Steigflug, 490mm Rumpflänge, 24 Fäden TAN1 o. TAN2, Motorlaufzeit -50sek., Propellersteigung z.Z. unbekannt

Ein Sturmmodell hat seine Berechtigung, ich habs auf der WM2005 erlebt.
Stephanchukmodelle brauchen viel Drehmoment und viel Power, sonst gibts einen Aufhänger(ich habs erlebt bei DMM09).

Ein Propeller darf keine zu lauten Pfeifgeräusche machen = zuviel Schlupf.
Ich verändere meine Steigung wenn mir der Schub zuwenig ist oder wenn ich einzelne Blätterschläge beim Motorlauf sehe - Drehzahl zu niedrig.

Jeder will so hoch wie möglich - am besten 120m:D

Mann kann auch die Fadenzahl erhöhen und kommt nicht höher hinauf wenn die Steigung zu niedrig ist.

Weiter gehts.

Gummimann
13.10.2009, 10:33
noch was dazu,

wichtig ist, daß der Flieger durchzieht bis oben hin.