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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bojen Verlegen mit Pfiff - RC Laser Aufsatz



udelix
06.10.2009, 09:51
Regatta Segeln macht Spaß :D Bojen verlegen bisher weniger :( Diese Erfindung hilft: :cool:


Lehrfilm :D http://www.youtube.com/watch?v=rE490xWd1j0



Unser Erfinder Josef von Hildesheim hat einen aufsteckbaren Bojenleger für den RC Laser Rumpf entworfen.


Der Rumpf ist für diese Aufgabe besonders geeignet:

- große Breite, hohe Formstabilität, viel Platz an Deck
- Mast ohne Verstagung, Rigg schnell abnehmbar
- Steckruder am Spiegel, schnell auswechselbar



In fünf bis zehn Minuten ist der RC Laser zum Bojen verlegen umgerüstet ! Zusätzliche Fernsteuerfunktionen braucht es nicht.


Der linke Hebel (Schothebel)

- Stoppt den Schiffsmotor (Lee Position des Hebels)
- Startet den Schiffsmotor (Mittelstellung)
- Gibt den Bojenstein frei (Luv-Position).


Die Großschot bewegt dabei einen Schalter für den Start/Stopp des Schiffsmotors und außerdem zieht sie den Bolzen aus der Verriegelung für den Bojenstein.



http://files.homepagemodules.de/b137320/f16t94p358n1.jpg





Der Bojenleger ist aus folgenden Komponenten aufgebaut:


- Elektromotor mit zwei-blättrigem Propeller, auf ein Steck-Ruder montiert

- Arbeitsplatte, auf die RC-Box Öffnung gesetzt, eingepasst und mit drehbarem Bolzen verriegelt

- Funktionsteile auf der Platte (Halterungen für Schalter, Verriegelung und Bojenstein)

- Akku-Box (Kabelkanal), mit der Platte durch ein Klappgelenk verbunden

- Kurzkiel mit weniger Ballast (1 kg Beton)



http://files.homepagemodules.de/b137320/f16t94p358n7.jpg


http://files.homepagemodules.de/b137320/f16t94p358n9.jpg



Der zusätzliche Kiel ist nicht zwingend, aber hilfreich, um das Boot am flachen Ufer ins Wasser setzen zu können.

Weniger Kielgewicht verbessert den Auftrieb des Bootes. An Deck fahren wir Zusatzgewicht durch die Bojensteine von 700 g oder 1200 g, und nicht zu vergessen, durch die Akkus für den Elektromotor !

Die Akkus sind auf dem Vordeck im Kabelkanal untergebracht, als Gewichtsausgleich für den Stein achtern.



Bojenlegetechnik

Die letzte Erfindung von Josef ist ein Bootsfänger für den Einsatz von einem Bootssteg oder einer Kaimauer.



http://files.homepagemodules.de/b137320/f23t121p501n4.jpg

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http://files.homepagemodules.de/b137320/f23t121p501n1.jpg


Die Bojenleine sollte aus sinkbarem Material bestehen und ca. 150 m lang sein. Das Seil wird auf eine Haspel gewickelt, damit nichts verheddert.

Am Einsatzort wird die Leine durch das Loch im Bojenstein gezogen und am Schwimmkörper (Ballon, Flasche) festgeknotet. Der Stein wird auf das Achterdeck gelegt und an der Verriegelung festgelascht.

Das Boot sollte möglichst gegen den Wind ins Wasser gesetzt werden. Nach dem Motorstart werden zunächst einige Meter nach Luv zurückgelegt, damit die Leine nicht in Richtung Schiffspropeller treibt. Mit der Haspel wird lose gegeben.

Beim Auslösen rutscht der Stein über die Gleitschienen vom Achterdeck. Andernfalls hilft ein beherzter Ruck an der Leine.

Der Stein sinkt entlang der Bojenleine auf Grund und dient als Anker. Der Bojenmeister zieht vorsichtig am Seil, bis der Schwimmkörper soweit senkrecht über dem Stein schwimmt, wie es die Wasserströmung zulässt.

Bei der Haspel hängt er einen kleinen mit einem Haken versehenen Stein in das Seil und hält die Bojenleine soweit hoch, bis der Stein ins Wasser gleitet und als landseitiger Niederhalter auf Grund geht. Zum Schluß befestigt er die Leine an einem Ast oder ähnlichem und legt die Haspel daneben.

Das Zurückholen der Boje geschieht durch Aufwickeln des Seils auf die Haspel. Der Auftrieb des Schwimmkörpers macht es möglich, den Bojenstein vom Grund anzuheben, damit er nicht an Unebenheiten hängenbleibt.

Das Gewicht des Bojensteins muss jeweils auf den Auftrieb des verwendeten Schwimmkörpers (Luftballon, Flasche) abgestimmt sein.



Aufgabenverteilung beim Arbeiten vom Steg / Kaimauer


Bei viel Wind sind drei Mann erforderlich:

- der Skipper mit der Fernsteuerung
- der Fischer mit dem Bootsfänger
- der Haspler mit der Leine


Durch die Aufgabenteilung wird besser vermieden, dass die Leine irgendwo hängenbleibt. Bei wenig Wind geht es auch zu zweit.

Beim Arbeiten am flachen Ufer braucht man in der Regel zwei Mann, einen Kurzkiel und hohe Gummistiefel oder eine Wathose (Anglerhose).



Grüße an alle Bojenverleger

Udo (USA 1315)


PS: Evtl. drehen wir noch einen zweiten Film, mit Drehbuch für Montage und Ablauf