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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Servos an 4 oder 5 Zellen



Gregor Toedte
24.05.2002, 09:37
Moin,
in einem F3B-ähnlichem Modell verwende ich für die Wölben und die Querruder die FS500MG von Robbe. Eigentlich bin ich HITEC Fan, leider konnte ich im Moment nicht die gewünschten Servos bekommen. Nun fliege ich immer lieber mit Spannung statt mit Blei und habe eigentlich in jedem Segler 5 Zellen. Bei den Robbe Servos tritt nun unkontrolliertes Flattern der Ruder bei jedem Ausschlag auf, bei 4 Zellen ist das weg. Liegt das nun in der hohen Spannungslage der 5 Zeller und legt sich im Fligbetrieb oder sollte ich bei den Robbe Servos lieber doch auf 4 Zellen gehen ? Fliegt jemand FS500 Servos problemlos mit 5 Zellen ?

Grüsse aus Kassel

Gregor

leinel
24.05.2002, 16:06
hallo gregor,
meinst du nicht, dass es eher am empfaenger liegt, der die spannung eines gerade geladenen 5zellers nicht vertraegt und dann rumspinnt? hab ich schon einige mal erlebt, dass einige empfaenger einen 5zeller frisch geladen nicht abkoennen.

zum 500MG kannst du auch bei robbe anrufen, dass muessten die dir doch sagen koennen.
rainer

Gregor Toedte
25.05.2002, 10:25
Hallo Rainer,
neee,der Empfänger (ACT) macht in anderen Modellen bei 5 Zellen keine Probleme.

Jemand die Telefonnummer von robbe ?

Gregor

knitz
25.05.2002, 12:58
Hallo,
hier gabs mal bei RCO einen langen Fred,ich meine mit folgendem Ergebnis:
Beim Laden von 5 Zellen gibts eine Entspannung von über 7 V,und das können nicht alle Komponenten ab,es sei dann,sie sind ausdrücklich für 5 Zellen-Betrieb ausgelegt.Der Hinweis auf Betriebspannung 6 V ist hierfür nicht ausreichend.

FlyHein
25.05.2002, 22:00
Hallo Gregor

Schau dir mal folgenden Link an:

Servozittern (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=26;t=000021)

Es lohnt sich auch die Suchmaschine zu benutzen.

[ 25. Mai 2002, 23:38: Beitrag editiert von: FlyHein ]

Gregor Toedte
25.05.2002, 22:40
Hallo FlyHein,
Suchmaschine benutzt, unter "Servozittern" nix gefunden...dein Link geht leider auch nicht...

Was stimmt hier nicht ?

Gregor

FlyHein
25.05.2002, 23:40
Oh, oh

hab nicht sauber kopiert.

Nu funzts (neudeutsch für "funktioniert es") aber hoffentlich.

Gregor Toedte
26.05.2002, 10:21
Ja danke, jezz gehts. Komisch, dass ich gestern auch in der Suchmaschine nix gefunden hab.

Um das Thema zum Abschluss zu bringen hab ich gestern nochmal mit anderem Empfänger (Graupner) probiert: 4 Zellen-alles so, wie gewünscht, 5 Zellen-wieder flattern, auch nach einigem 'rühren' nicht besser. Für mich schliesse ich daraus, dass bei robbe fs500 Servos 4 Zellen das Mass der Dinge sind.

Grüsse aus Kassel
Gregor

knitz
26.05.2002, 18:10
Hallo Gregor,
lass das mit der 5. Zelle.Wenn Du einen Schaden hast, bist Du der Dumme. :eek: Bei Graupner und Robbe weiss ich genau,dass die das nicht verkraften können.Wie das mit den anderen Herstellern ist,entzieht sich meiner Kenntnis.

Gregor Toedte
26.05.2002, 19:22
Hallo Werner,
da bleibt trotzdem ein schales Gefühl, robbe gibt auf seiner Homepage als Betriebsspannung 4.8 bis 6 Volt an....als 'Nennspannung' wird dann 4.8
Volt genannt, wie die hier Nennspannung definieren weiss ich dann auch nicht mehr, ich sehe das immer so, dass ich 4. 8V = 4 Zellen und 6V gleich 5 Zellen rechne, auch wenn ein voll geladenes Akkupack ersteinmal eine höhere Spannung liefert ist die 'Nennspannung' ( um diesen Begriff zu verwenden...) pro Zelle doch 1.2 V......oder ????

Fragende Grüsse aus Kassel
Gregor

[ 26. Mai 2002, 19:22: Beitrag editiert von: Gregor Toedte ]

knitz
12.06.2002, 17:29
Hallo Gregor,
sehe gerade,dass hier noch etwas offen ist. ;) Also,wenn Robbe als Betriebsspannung 4,8-6 V angibt,was übrigens bei vielen Herstellern so ist,dann heisst das nicht,dass die Komponenten auch noch bei 5 Zellen Ladeendspannung 7,3 V geeignet sind. :eek:

PW
12.06.2002, 18:02
Hallo Werner,

wer sagt, dass Graupner nicht 5 Zellen verträgt.

Also wir im F 3A B-Kader fliegen zu 90 % seit mehr als 10 Jahren mit 5 Zellen und zwar ohne jedliche Probleme.

In las Vegas oder bei EM und WM fliegen nahezu alle Teilnehmer die DURALITES Akkus mit 6 Volt (voll geladen ca. 7,2 V), auch hier ohne Probleme.

Ich selber fliege seit 15 Jahren Graupner mit 5 Zellen (ohne Ferritkerne etc., sogar bei den TOC Modellen). Allerdings fliegen wir alle Komponten von einer Firma. Also wer Robbe fliegt, verwendet alles von Robbe usw.

Wir mischen nicht z.Bsp. High Tech Servos mit Robbe Empfänger und Graupner Sender (übertriebenes Beispiel !!).

Dem Empfänger machen 5 Zellen entgegen so manchen Gerüchten rein gar nichts aus.

Gruss

PW

knitz
12.06.2002, 18:56
Hallo Peter,
ich hab da keinen Zweifel daran,dass Ihr im F3A-Kader mit 5 Zellen fliegt,nur was Ihr machen könnt,gilt wohl noch lange nicht für Otto-Normalverbraucher ;) Ihr fliegt mit Sicherheit alle Spitzenanlagen(schon immer Spitzenservos), und hier hat wohl auch Graupner schon immer selektierte Ware zur Verfügung gestellt, bzw.stand beratend zur Seite wie auch die anderen Hersteller.Feststeht andererseits,dass es von Graupner in der Vergangenheit eindeutige Stellungnahmen gegeben hat,die einen 5 Zellenbetrieb generell untersagen.Hier scheinen in erster Linie die normalen/low cost Servos betroffen zu sein,die diesbezüglich empfindliche Komponenten enthalten.Normalerweise ist ja auch ein 5 Zellenbetrieb nicht erforderlich,weil die Funktionsfähigkeit sogar bis zu einer Empfängerspannung unter 4 V noch gegeben ist.Dass es bei Euch bei F3A wegen höherer Stellkräfte und-geschwindigkeit ein Muss ist mit 5 Zellen zu fliegen,steht auf einem anderen Blatt. :D
Weiterhin viel Erfolg wünscht

[ 12. Juni 2002, 20:10: Beitrag editiert von: knitz ]

X-Wing
12.06.2002, 21:11
das mit dem Servozittern ist ein großes problem... versuche es doch einfach mit größeren Servos... Die können sowas noch eher vertragen. Ich habe dieses Problem auch schon oft selbst erlebt!

Oder du nimmst ältere Zellen, die haben auch keine so hohe Endladespannungen mehr... Oder?

Viel Spaß beim Knobeln.

Gregor Toedte
13.06.2002, 08:46
...grins...dann zittern zwar die Servos nicht mehr...aber schauen unten so 2-3mmm aus der Fläche raus....einfach grössere Servos probieren scheint mir nicht die Lösung zu sein...

Da ich das Problem bei Hitec Servos nie hatte gehe ich jetzt einfach davon aus, dass hier ein robbe -oder FS500 spezifisches Problem vorliegt und dieses Modell fliegt dann halt mir 4 Zellen.

Grüsse aus Kassel
Gregor

PW
13.06.2002, 16:31
Hallo Werner,

also wir bekommen keine selektierte Anlagen etc.

In den Fliegern meines 9 jährigen Sohnes sind sog. Billigservos wie C-5007 etc. Auch all diese Modell werden mit 5 Zellen betrieben und auch hier habe ich noch nie Probleme gehabt.

Ich weiss, das teilweise sogar von Graupner oder anderen Firmen der 6 V Betrieb skeptisch gesehen wird.

Ich kann nur sagen, dass ich noch nie Probleme damit hatte, weder mit FM noch PCM/SPCM Emfängers und völlig egal, ob Billigservos oder Super Servos eingebaut waren.

Richtig ist, dass die Servos bei volgeladenem Akku um die Nulllage leicht nervös sind, sobald mal aber einmal in alle Ruder gelangt hat, ist die Spitzenspannung abgebaut und Ruhe.

Gruss

PW

Thommy
13.06.2002, 18:27
Hallo,
also mit 5 Zellen riskierst Du nicht nur daß einzelne Servos ausfallen, ich habe ein ganzes Modell verloren weil der Empfänger ausgestiegen ist. Ich würde also dringend von reinen 5 Zellenbetrieb abraten, bei Akkuweiche mit Spannungsabfall ist es etwas anderes.
Es gibt so viele Möglichkeiten sein Modell zu riskieren, man muß nicht noch künstlich neue schaffen.
gruß
Thommy

Gregor Toedte
13.06.2002, 19:11
Thommy, dann mal Butter zu den Fischen...welcher Empfänger steigt denn bei 5 Zellen aus ??

Gregor

Spunki
13.06.2002, 19:24
zb. ein C19 von mir, bei 4Zellen kein Problem ...

knitz
13.06.2002, 19:27
Also PW,ich kann nur vor 5Zellenbetrieb warnen,sofern nicht ausdrücklich die Komponenten mit Nennspannung 6V gekennzeichnet bzw. vom Hersteller in techn.Daten oder sonstigen Zusagen hierfür zugelassen.Im übrigen halte ich es mit Thommy,was auch im Prinzip das Ergebnis eines langen Freds vor nicht allzu langer Zeit im RCO war.Wenn man bedenkt,dass die heute vielfach verwendeten NiMh-Akkus locker bei 4 Zellen eine Ladeentspannung von 7,5 V erreichen,erscheint der 5Zellenbetr. von mit 4,8-6 V Betriebssp.gekennzeichnten Komponenten nochmals bedenklicher.Was Ihr mit Euren F3A-Maschinen macht,hat sicherlich mit Hobby-Feierabend Fliegerei genau so viel zu tun wie ein Formel 1-Wagen mit serienmässigen PKWs, :D und wenn Söhnchen mal einen Flieger verliert,wirds ohnehin kaum etwas mit Versagen von RC-komponenten zu tun haben? ;)

[ 13. Juni 2002, 21:51: Beitrag editiert von: knitz ]

Armageddon
14.06.2002, 13:54
Hi,

ich sehe keinen Unterschied in Sachen Zuverlässigkeit der Empfangsanlage für einen Spitzenpilot und einem Fluganfänger. Beide Anlagen müssen einwandfrei arbeiten. Der Vergleich zum Formel 1-Renner hinkt da etwas. Weiter ist es ein Gerücht, daß Graupner eine eindeutige Stellungnahme zum 5 Zellenbetrieb ihrer Servo´s abgibt. Das gilt allenfalls für die Empfänger (da steht es auch explizit im katalog). Ich hatte unlängst erst wieder ne Diskussion mit H. Graupner persönlich und zwei weiteren Mitarbeitern. Eine eindeutige Aussage ob 5-Zellenbetrieb möglich ist oder nicht war von keinem der 3 zu bekommen. Ganz nebenbei sind die Graupner Servodaten praktisch alle mit 6V gemessen, mit einem 4-Zeller also praktisch nicht dauerhaft zu erreichen.

Fliege inzwischen seit Jahren die meißten Modelle mit 5-Zellern teilweise ohne Weiche und hatte noch nie Probleme und kenne auch noch keinen der welche hatte (ich rede von Graupner Servo´s vom 508er bis 8411er an MPX Empfängern) Zu Graupner Empfängern kann ich nichts sagen.

Eine pauschale Ablehnung halte ich daher für unbegründet.

Gruß Kai

knitz
14.06.2002, 21:24
Hallo Kai,
der Vergleich F3A Wettbewerbsmaschine mit Formel 1 Renner ist so völlig falsch nicht,wenn man bedenkt,dass relativ gesehen beide Beanspruchungen auszuhalten haben,die bei unseren Flugmodellen,bzw. bei normalen PKWs nicht gegeben sind.Das bedingt häufiger verschleissbedingter Austausch von Komponenten,bei F3A insbesondere RC-Komponenten.Das kann bedeuten,dass hohe spannungsmässige Dauerbeanspruchung,die letzten Endes zum Ausfall führt,gar nicht zum Tragen kommt,weil wegen mechan. Verschleiss Servos,und wegen Vibrationsbeanspuchung u.U. Empfänger schon vorher ausgetauscht wurden.Wir hingegen verpassen unseren Modellen für ihre Lebenszeit 1 Satz RC-Komponenten.
Im übrigen handelt es sich nicht um 6 V,sondern um Spannungsspitzen von über 7 V bei 5Zellenbetrieb,und das können u.U. einige herkömmliche elektron. Bauteile der RC-Komponenten nicht mehr ab.

[ 14. Juni 2002, 21:44: Beitrag editiert von: knitz ]

Armin Bock
14.06.2002, 22:48
Original erstellt von Armageddon:
Weiter ist es ein Gerücht, daß Graupner eine eindeutige Stellungnahme zum 5 Zellenbetrieb ihrer Servo´s abgibt.Graupner Hauptkatalog 48FS, Servos, S. 469ff:
"4,8V = 4 NC Zellen, 6V = 4 Trockenbatterien"

Mir ist es wirklich egal mit welcher Zellenzahl ihr die Empfangsanlage betreibt, aber mit 4,8V - 6V ist offensichtlich der Betriebsspannungsbereich gemeint und nicht die Nennspannung.

Der 5-Zellen-Betrieb funktioniert in der Regel, aber daraus abzuleiten, dass dieser vom Hersteller abgesegnet ist, halte ich für falsch.

Gruß Armin

knitz
15.06.2002, 13:56
Hallo Armin,
jawohl,und darüberhinaus:
Was soll die 5.Zelle überhaupt bringen?
-Ein Zuwachs an Versorgungssicherheit doch wohl nicht,denn bei Ausfall der 5.Zelle bricht der Empfängerakku in seiner Spannung genauso ein wie beim 4Zeller bei Versagen einer Zelle.
-Die Servos gehen in Stellkrakt und -geschwindigkeit herauf,ziehen damit auch deutlich mehr Strom.
-Ansonsten sehe ich nur Nachteile durch den gösseren Akkupack etc.
Es gibt m.E.nur 2 Fälle,wo 5Zellen angebracht sind.
1.Bei Grossseglern von 4m Spannweite aufwärts,um Spannungsabfall in Servokabeln zu kompensieren,bzw.um zu grosse Kabelquerschnitte zu vermeiden.
2.Bei F3A-Maschinen wegen Servostellkräfte/-geschw.Hier helfen allerdings jetzt auch Digitalservos.
In diesen Fällen kann man durch gezielte Massnahmen(Robbe-Spannungsregler etc.)schädliche Spannungsspitzen vermeiden.

Gregor Toedte
16.06.2002, 14:35
@Werner: ich sehe noch einen Vorteil: Warum Blei mitschleppen, wenns doch Zellen seien können. Ganz 'nebenbei' bekomme ich noch schnellere Servos und höhere Haltekräfte. Bei einem Wiesenschleicher in Leichtbauweise sind 5 Zellen kaum angesagt, aber im F3B Modell ?!

Grüsse
Gregor

knitz
16.06.2002, 16:39
Gregor,mach was Du willst.Du bist voll informiert,es ist allein Deine Verantwortung. :D

FlyHein
16.06.2002, 19:41
Hallo 4- oder 5-Zellenflieger

was in Graupnerkatalogen steht weiß ich nicht, aber bei MPX bekommt man auf den Seiten des Neuheitenprospektes klare Aussagen:


Sender werden mit 6-Zellen geflogen,ha ha..
Die Empfänger auf den Seiten 12 u. 13 können mit 4-6 Zellen betrieben werden
Die Zellenzahl für den Servobetrieb auf Seite 14 ist auch eindeutig angegebenIch persönlich fliege seit Jahren 5 Zellen an UNI 4, UNI 9 und aktuelleren Empfängern ohne Probleme.

Polemik an,
... nicht nur wegen der Stecker flieg ich mit MPX!
Polemik aus.

Thommy
16.06.2002, 20:24
Hallo,
bei mir war es ein MC18 oder ein MC20 Empfänger.
Gruß
Thommy

Gregor Toedte
16.06.2002, 21:37
Original erstellt von knitz:
Gregor,mach was Du willst.Du bist voll informiert,es ist allein Deine Verantwortung. :D .....??? meine Frage (Start dieses Threads) war nach Erfahrung mit robbe Servos an 5 Zellen. Das ich so eine Diskussion losgetreten habe konnte ich nicht ahnen, zeigt aber doch, wie viel Verwirrung hier herrscht. Wenn Hersteller (in diesem Fall robbe) eine Nennspannung von 6V bei hochwertigen Metallgetriebeservos angeben, dann bin ich der Meinung, dass hier nicht 4 * 1.5 V AA Batterien aus dem Supermarkt gemeint sind. Die Tatsache, dass 5*1.2V auch 6V Nennspannung ergeben dürfte auch robbe -und anderen Herstellern- bekannt sein. Wenn nun die Leistungsdaten vom Hersteller bei 6V angegeben sind aber gleichzeitig gesagt wird dass nicht mit 6V (NENNSPANNUNG !) geflogen werden darf dann fühl ich mich schon irgendwie verschaukelt. Deine etwas merkürdige Antwort unterstellt mir Verantwortungslosigkeit....dass weise ich sehr deutlich zurück.

brummelige Grüsse aus Kassel
Gregor

Gregor Toedte
16.06.2002, 21:43
...noch einen in diesm Zusammenhang: robbe selbst hat mit der Bestellnummer 1-4149 einen 5 zelligen Empfängerakku im Angebot....wofür dann ??

Muckla
16.06.2002, 22:34
... für den 5-NC-Konverter, den Robbe nicht mehr im Progamm hat :D

Muckla
16.06.2002, 22:42
...upps

[ 16. Juni 2002, 22:43: Beitrag editiert von: Muckla ]

Armageddon
17.06.2002, 08:49
Hi,

@Armin: Das steht in meinem Hauptkatalog auch und bezieht sich dort ganz eindeutig auschliesslich auf die Empfänger. Und genau zu diesen habe ich mangels Erfahrung keine Aussage getroffen.

@Knitz: Ich habe meine Zweifel, daß ein Wettbewerbspilot unbedingt höhere Belastungen auf dem Material hat, als irgendein Durchschnittspilot. Die Tatsache, daß Figuren exakt geflogen werden heißt noch lange nicht, daß das Material mehr belastet wird. Und bei Elektronik von Verschleiß zu reden, naja. Hast Du schon mal nen Servo geöffnet und genau inspiziert, oder woher weißt Du, daß da Bauteile drin sind, die diese Spannungen nicht mehr abkönnen? Und falls ja, welche Bauteile sind das?

Gruß Kai

Olaf Sucker
17.06.2002, 10:23
Hallo @ all...!

also ich fliege seit jahren alle flieger mit 5 zellen! als empfänger sind immer graupern eingebaut. servos gehen von graupner über multiplex bis hitec alle ohne probleme! seit neustem nehm ich nurnoch die hitec servos (auch die digitalen) und alles ist bestens! :eek: :D also das ein empfänger ausgestiegen ist wegen 5 zellen will ich dem thommy auch nicht glauben. :confused: bei uns im verein fliegen FAST alle mit 5 zellen und die meisten die ich aus anderen vereinen kenne auch! bei keinem ist jemals ein empfänger wegen der 5. zelle ausgestiegen! TOI TOI TOI :D das es so bleibt...!
bei größeren fliegern kommt natürlich eine servostrom verteilung (DPSI oder PMS) zum einsatz, weil da natürlich doch sehr hohe ströme fliesen können (A) durch den einsatz von 10 bis 15 servos, die bei einer kunstflug maschiene ja fast immer alle zur gleichen zeit anlaufen... ! :rolleyes: :eek: :D

also nimm du ruhig auch 5 zellen und alles wird gut...

[ 17. Juni 2002, 10:27: Beitrag editiert von: Competition Master ]

Spunki
17.06.2002, 14:39
Das Ganze ist ein Reifungsprozess! - konnte ich bei mir selber und meinem Umfeld beobachten: man beginnt am Anfang mit vier Zellen, steigt dann irgendwann aus nichterfindlichen Gründen auf 5 Zellen um um danach schlußendlich wieder bei einem Vierer-Pack zu landen ...

Und warum das so ist? - keine Ahnung? - anscheinend will man mit der zusätzlichen Zelle dem Flieger was ganz besonders gutes tun ... und dieser Zustand dauert dann halt so lange bis man dann irgendwann mal gelernt hat alle! Komponenten so auszuwählen das man auch mit "nur" vier Zellen auskommt ... ab diesem Zeitpunkt dann beginnt das flaue Gefühl bezüglich der "Überspannung" von 5Zellen im Hinterkopf zu überwiegen und man sagt sich: mit vier Zellen bin ich auf jeden Fall auf der sicheren Seite, unabhängig davon welche Hersteller ich dann auch mische ...

Grüße Spunki

Olaf Sucker
17.06.2002, 15:58
Hallo...!

das seh ich ganz anders. ein flaues gefühl wegen der überspannung hab ich noch nie gehabt. bei unseren 1:5er rc-cars fahren wir sogar mit 6 zellen auf dem empfänger!! und..., auch noch nie was passiert. und da sind 3 jumbo servos drinn die bei einer vollbremsung vor einer schikane mal mächtig strom (A) ziehen, wenn dabei auch noch eingelenkt wird geht der strom mal locker über 10 Ah (wurde schon wärend der fahrt gemessen)! und..., dem empfänger hats nix gemacht und das geht schon über jahre so! erzähl mal einem 1:5er fahrer das du dir in die hose machst wegen 5 zellen am empfänger, der wird dich bestimmt auslachen :D (ich meine jetzt die richtigen fahrer und nich so parkplatz knaller)
also ist die angst vor 5 zellen ja wohl total albern... :p :D :rolleyes:

Spunki
17.06.2002, 16:17
Hallo Meister ;)

>>bei unseren 1:5er rc-cars fahren wir sogar mit 6 zellen auf dem empfänger!!<<

hmmm, ich würds sogar mal mit 7Zellen versuchen - dann haben die Servos erst so richtig Punch ;) ...

>>... geht der strom mal locker über 10 Ah ...<<

10Ah ? - wow - führt ihr da nen Blei-Akku spazieren ? ;) ...

Spaß beiseite, Du meinst wohl 10A die dann über den Empfänger laufen ... siehst, genau das meinte ich mit "Lernprozess" ... ein alter, erfahrener Hase würde niemals 10A über die mickrige Empfängersteckleiste jagen ... kein Wunder das Ihr dann sogar 6Zellen! braucht damit sich die Servos überhaupt bewegen ;) ...

>>erzähl mal einem 1:5er fahrer das du dir in die hose machst wegen 5 zellen am empfänger, der wird dich bestimmt auslachen<<

Siehst, das ist der zweite Punkt ... wenn deswegen einer lacht dann hat er im Grunde noch gar nichts geschnallt ;) ...

Bin nur froh das Car´s niemanden auf den Kopf fallen können ...

Grüße Spunki

Armin Bock
19.06.2002, 14:47
Original erstellt von Armageddon:
Das steht in meinem Hauptkatalog auch und bezieht sich dort ganz eindeutig auschliesslich auf die Empfänger.Das Zitat aus dem Graupner-Katalog, das ich oben angegeben habe, steht bei den technischen Daten der Servos und bezieht sich auch eindeutig auf diese.

Gruß Armin

Ulrich Horn
20.06.2002, 04:08
Moin,

um mitreden zu können, hab' ich meinen Fliechern mal vollgeladene 5-Zeller verpasst. Trotz unterschiedlichster Herstellerkombinationen bei Empfänger und Servos kann ich keine Probleme feststellen. Ok.. bringt uns nicht wirklich weiter :D

Gibt es eine Möglichkeit, die Problematik mal zu trennen?

Wenn es so ist, wie Gregor in seinem Eingangsposting beschreibt, dann müßte doch das Ruderflattern nach einiger Zeit nachlassen, oder, wenn nicht, auch bei vollgeladenen Vierzellern auftreten.
Ein Fünfzeller hat zwar, wenn er bis zum Kragen voll ist, eine Spannung von 7V, aber das gilt ja bei Belastung schon nicht mehr. Zitternde Servos belasten den Akku erheblich, so dass man im vollgeladenen Zustand eher von 6,5V ausgehen sollte.

Der andere Punkt (sich verabschiedende Empfänger) ergibt sich IMHO daraus, dass mit einer Zelle mehr (und den wunderbar schnellen Servos) auch der Stromfluß zwischen Empfänger und Servo deutlich ansteigt. Viele und starke Servos könnten dann auch der einen oder anderen Leiterbahn eines Empfängers zuviel zumuten.
Das würde auch Spunkis 'Reifeprozeß' erklären, denn die Zahl der gesteuerten Funktionen und die wirkenden Kräfte nehmen im Modellbauerleben zu :)

Grüße, Ulrich Horn

Gregor Toedte
20.06.2002, 10:10
Moin,
dann will ich auch noch mal:
gemessene Spannung ohne Last an 5 Zellen: 7.1V
gemessene Spannung (Picolario) mit Vario,
Empfänger und 6 Servos: 6.7V
gemessene Spannung beim "Ruder rudern": 6.3V-6.5V

...also mit voll geladenen 5 Zellern ausserhalb der Spezifikation (robbe).
nach ca 10 Minuten rudern lag dann 5.8-6V an, also innerhalb der Spezifikation. Die Servos flatterten wie gehabt fröhlich weiter, zu längerem Test hatte ich keine Zeit. Aber robbe hat auf meine Mail geantwortet und ich zitiere mal:
-----------------
Sehr geehrter Herr Tödte,

Probleme dieser Art sind uns bisher nicht bekannt.
Die Servos können von 4,8 bis 6 Volt betrieben werden.

Falls der Fehler nicht zu beheben ist, bitten wir um Zusendung mit einem
kurzen Begleitschreiben.
--------------------

Das hilft nicht wirklich weiter....

Grüsse aus Kassel
Gregor

W. Holzwarth
20.06.2002, 10:15
Hast Du denn auch an Entstörung durch Ferritkerne gedacht, Gregor?

(Sind nach meiner Ansicht wirksamer als verdrillte Kabel)

Gregor Toedte
20.06.2002, 10:29
....in diesem Modell sin keine Ferritkerne, der Zusammenhang zwischen diesen und der 4-5 Zellenfrage ist mir auch nicht klar, bitte um Aufklärung.

Gregor

W. Holzwarth
20.06.2002, 10:35
Nun, ich gehe davon aus, dass Deine Servos nicht wegen Spannungsproblemen zittern, sondern durch Signalreflexionen im Kabel.

Kann sein, dass alles ruhig bleibt, wenn Deine Kabel ca. 20 cm länger sind. Aber wenn man gerade so 'ne Reflexlänge erwischt hat, helfen Ferritkerne ganz gut.

Ist wie 'ne Antenne, aber da wissen die Fachleute mehr.

;) Und diesmal pass' ich aber auf, auf den Tiger ..

Thommy
20.06.2002, 11:22
Hallo

Original erstellt von Competition Master:
also das ein empfänger ausgestiegen ist wegen 5 zellen will ich dem thommy auch nicht glauben.Die Art und Weise wie Du mich hier implizit als Lügner hinstellst empfinde ich als Frechheit. Was Du glaubst oder nicht, ändert an den Tatsachen leider gar nichts. Und auch wenn es bei Dir zufällig bisher funktioniert hat, kann man nicht daraus ableiten daß es immer funktionieren muß.
Ein mathematischer Beweis funktioniert eben anders.

Wir reden übrigens über 5Zellen ohne Weiche oder ähnliches mit einem Spannungsabfall dazwischen.

Als weiteren Aspekt sehe ich auch das Problem, daß Graupner explizit davon abrät, und was meint die Versicherung oder ein Gericht womöglich zu dem Ganzen wenn Du gegen den Rat des Herstellers trotzdem 5 Zellen einsetzt ?

Gruß Thommy

[ 20. Juni 2002, 11:23: Beitrag editiert von: Thommy ]

Gregor Toedte
20.06.2002, 11:59
@Walter:
...nee, mit den Kabellängen hat das mit Sicherheit nix zu tun. Das Modell fliegt -störungsfrei- mit 4 Zellen. Habe eben noch mit einem freundlichen robbe Mitarbeiter gesprochen, der ist auch der Meinung dass die Spannung schuld ist, bei Zeit und Lust mach ich mal ´nen Versuch mit einem stabilen Netzgerät und verschiedenen Servos.

Grüsse aus Kassel
Gregor

Spunki
20.06.2002, 12:01
Hallo Jungs

Ich will Euch mal die Konfiguration bei meinem ersten Turbinen-Jet vorstellen, siehe: http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=6;t=000022 ,und wie man da problemlos auch mit nur vier Zellen auskommt!

Ich setze erstmalig das DSP9 ein - siehe: http://www.megra-elektronik.de/html/servo-extender.html ... das DSP9 trennt den Empfänger vollständig galvanisch von den Servos (über Opto-Koppler) ... natürlich sind dann zwei Akkus erforderlich - einer nur für den Empfänger - der andere für die Servostromversorgung ... mein smc-20DS wird dabei über zwei Servostecker (Kanal 9+10) von 4xRC2400 versorgt - durch die geringe Stromaufnahme von wenigen mA bleibt die Empfängerspannung praktisch konstant auf 5,2V was mehr als ausreichend ist ...

Genauso werden die Servos ebenfalls über 4xRC2400 versorgt - da im DSP9 kein Spannungsabfall (zb. durch Dioden) vorliegt und ich 0,35-Servokabel einsetze so liegen an den Servos selbst unter Last noch an die 5V an ...

Und warum RC2400 für die Empfängerstromversorgung? - 500mAh würden ja reichen! - ganz einfach:
1. brauche ich vorne sowieso Gewicht in der Schnauze
und
2. die eigentliche Idee dahinter: ich habe auf Schalter generell verzichtet und stecke sämtliche Akkus (Empfänger 4xRC2400, Servos 4xRC2400, Turbine 6xRC2400) über die grünen MPX-Hochstromstecker ... dadurch kann ich dann alle drei Akkupacks in Serie (also 14Zellen) innerhalb von 25min schnellladen ... ist praktisch wenn man mal schnell raus aufs Flugfeld will ...

Grüße Spunki

Thommy
20.06.2002, 12:16
Hallo,
es gibt aus meiner Sicht heute auch wenig Gründe die für den Einsatz von fünf Zellen sprechen, denn die Servos sind in der Zwischenzeit doch erheblich schneller und kräftiger geworden, so daß die ursprünglichen Gründe nicht mehr so richtig greifen.
Gruß
Thommy

Armageddon
20.06.2002, 15:07
Hi,

also an der 4/5-Zellen-Diskussion will ich mich hier jetzt eigentlich nicht mehr beteiligen, ich habe meinen Standpunkt ja jetzt vertreten und an dem hat sich bis jetzt auch nichts geändert (@Thommy: siehe Stammtischdiskussion gestern abend :D )

Zu Spunki´s Konzept muß ich allerdings doch noch was loswerden: Ich denke, daß Du mit Deinem System auf der sicheren Seite bist, nur eines stört mich ziemlich an diesem Konzept. Willst Du die 3 Akku´s in Serie laden, obwohl der Ladezustand nicht derselbe ist? Das halte ich für nicht gerade ratsam. Oder willst Du vor jeder gemeinsamen Ladung alle Akku´s komplett entladen (muß dann ja auch einzeln gemacht werden und damit ist der Zeitgewinn wieder futsch). Entweder Du oder ich haben da einen Denkfehler bzgl. dieses Ladekonzepts. Wäre doch schade wenn der Flieger runterkommt, weil eigentlich nur der Empfängerakku richtig voll war.

Gruß Kai

Jan
20.06.2002, 15:31
...einen kleinen Beitrag will ich doch mal leisten. Ich habe das Problem, dass der von mir in Verbindung mit einem Brushless E-Motor (Lehner)eingesetzte Steller (Lehner bzw. BK-electronics 1870 ohne BEC) sehr empfindlich auf Spannungsschwankungen unter 4,8 Volt reagiert. Wenn ich die Querruderservos des FunFlyers bewege, gibt es offensichtlich erhebliche Spannungsschwankungen, die den Steller zum Aussteigen bringen. Daher versuche ich es nächstens mal mit 5 Zellen. Den Prüfstandslauf in der Werkstatt mit 5 Zellen hat die Technik auch ordnungsgemäß und ohne Ausfallerscheinungen hinter sich gebracht. Gibt zu Hoffnungen Anlass, nachdem ich zwischenzeitlich schon ziemlich frustriert war. Werde, wenn sich einer interessiert, kurz über die Flugerprobung berichten. Mehr dazu übrigens hier: SD die Fortsetzung für alle, die noch nicht genug haben (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=2;t=000006)

Spunki
20.06.2002, 15:32
Hallo Kai :)

Das jedes dieser drei Packs vor dem seriellen Laden den selben Ladezustand haben müssen hab ich mal vorrausgesetzt das das jedem klar ist! ... natürlich werde ich nach jedem Flugtag alle drei Akkus mit meinem Orbit-pro definiert entladen (0,9V/Zelle) ... die Arbeit verlagert sich demnach in den Feierabend nach Flugende wo man dann in der Regel sowieso mehr Zeit hat ... NiCd gehören sowieso gepflegt und entladen gelagert ... somit hab ich dann auch immer beim Entladen die Kontrolle inwieweit der Akku noch ok ist ... und Tage später vor dem nächsten Einsatz werden sie dann halt wieder gemeinsam vollgeknallt ...

Ich verzichte auch bewußt auf ein "Doppel-Akku-System" ... ein gut gelöteter und gepflegter Akku ist mir noch nie ausgefallen - was hilft mir ein Doppelakku inkl. Akku-Weiche wenn dann beide Akkus im Flug einfach leer sind! - letztens leider miterlebt bei einem Jet mit P120 ... Totalverlust ...

Grüße Spunki

Meinrad
21.06.2002, 19:41
Hallo,

ich habe etwas Probleme mit der Argumentation von Spunki.

Die Tatsache, dass Dir noch kein Akku ausgefallen ist, heißt ja nicht, dass es nicht passieren kann. Nach dieser Argumentation bräuchte ich im Auto auch keinen Gurt und keinen Airbag, schließlich hatte ich auch noch keinen Unfall, wozu also Vorsorge?

Wenn bei Dir eine Doppelstromversorgung ausfällt, so muß es doch wohl nicht unbedingt an der Technik liegen? Da gibt es sicherlich auch noch andere Faktoren. ;)

Ich schließe in dieser Diskussion einen Stromausfall durch falsche Behandlung generell schon mal aus, soviel Erfahrung sollte ein Modellflieger mit solchen und ähnlichen Modellen schon haben.

Gegen einen mechanischen Defekt am und im Akku ist man aber absolut nicht gefeit, und dafür benutze ich nämlich 5 Zellen und nicht für die ominöse Leistungssteigerung. Ich habe jede Zelle mit einer Schottky-Diode gebrückt. Damit ist der Akku auch bei einer defekten Zelle oder dem Lösen eines Zellverbinders (Unterbrechung des Stromkreises) noch funktionsfähig, abzüglich der Zelle und des Spannungsabfalles der Diode von ca. 3-4/10 V. Es liegen also nach der Normrechnung immer noch 4,5 V an. Darum geht es mir beim 5-Zellen-Betrieb in erster Linie. Fällt beim 4-Zellen Akku eine Zelle aus, ich gehe vom "Wunschdefekt" interner Kurzschluß aus,reichen die verbliebenen ca. 3,6 V für einen Betrieb nicht mehr aus, und zwar wegen der Servos und nicht dem Empfänger! Ich habe es ausprobiert, die müden Servos kann man mit leichtem Fingertippen zum Halten bringen, das ist keine Sicherheit!

Wenn normalerweise der Akku mechanisch (!) ausfällt, ist das Modell platt, egal wie gepflegt er ist. Mehrere Akkus halte ich ich für wenig sinnvoll, wenn sie sich nicht gegenseitig absichern können. Man weiß ja, das schwächste Glied...

Gruß Meinrad

Spunki
22.06.2002, 12:30
Hallo Meinrad

Ich teile Deine Bedenken und so wie Du es beschrieben hast macht der Einsatz von 5Zellen auch durchaus Sinn!

Nur ich betone es nochmals: mir ist noch nie ein E-Akku *) ausgefallen! - dafür aber schon mal zwei nagelneue! E-Quarze und auch schon mal ein Servo ... ich lasse es also darauf ankommen ... man kann einfach nicht alles doppelt auslegen ... wenn schon zwei Akkus im Flieger (sieht man oft ;) ) dann aber bitte auch im Sender ;) ... die meisten vergessen nämlich das der Senderakku (oder Quarz, oder HF-Modul, oder Sender zeigt "Backup-error") genauso mal ausfallen kann ...

>>Wenn bei Dir eine Doppelstromversorgung ausfällt, so muß es doch wohl nicht unbedingt an der Technik liegen? Da gibt es sicherlich auch noch andere Faktoren. ;) <<

Nee, nee war nicht mein Flieger ... stimmt, gibt da noch andere Faktoren ;) ... meine Flieger stürzen immer mit vollen Akkus ab ;) ...

Grüße Spunki

*) die Betonung liegt hier auf Sanyo-Zellen und diese selbstverlötet! (dicke Kupferverbinder aus dem car-Bereich, 1,5mm2-Silikonkabel zugentlastet, Zellen mit Silikon gegeneinader verklebt, klarsicht eingeschrumpft, im Rumpf vibrationsdämpfend montiert) ... im Gegensatz dazu konnte ich mal die dünnen punktgeschweißten Blechstreifen eines fertig konfektionierten gekauften E-Akkus mit dem Fingernagel! abheben ...

[ 22. Juni 2002, 01:05: Beitrag editiert von: Spunki ]

Meinrad
23.06.2002, 12:15
Hallo Spunki,

natürlich hast Du recht, dass man nicht alles 100%ig absichern kann, ein gewisses Grundvertrauen in die Technik muß schon sein. Ich persönlich versuche, da mehr Sicherheit hineinzubringen, wo es mit einem vergleichsweise geringen Aufwand möglich ist. Ich halte auch nichts davon, die Stromversorgung wie ein Hochsicherheitstrakt zu behandeln.
Ich bin da eher Minimalist:
5-zelliger Akku mit Dioden, zwei Anschlußkabel, gutes Schalterkabel mit zwei parallelen Kontaktreihen, zwei Eingangskabel und zwei Ausgänge in den Empfänger. Dazu ein Akkucontroller mit Speicherung des Spannungsabfalls und natürlich eine sinnvolle Pflege mittels Computerlader und gelegentlichem Aufnehmen der Ladekurve zum Ausdrucken. Dazu natürlich solche Selbstverständlichkeiten wie vibrationsgeschützte Anbringung des Schalters, was bei Vielen leider nicht selbstverständlich ist. Damit bin ich im Heli recht gut auf der sicheren Seite.
Beim Sender muß ich sogar Deine Argumentation benutzen. ;) Ich hatte bis jetzt noch keinen Senderakku-Defekt und wenn ich davon ausgehe, dass kaum mechanische Belastungen entstehen, kann ich mit dem Restrisiko leben.
Das Aufteilen der Akkuversorgung hatten wir im Hubschrauber auch schon mal: 1x Empfänger, 1x Servos und 1x Kreisel. Die Anfängerfrage, was nun passiert, wenn ein Akku ausfällt, hatte mir damals einen vernichtenden Blick des Obergurus eingebracht. :)

Bei allen Diskussionen um 4 oder 5 Zellen wird der Einsatz immer auf die mögliche Leistungssteigerung reduziert, damit drehen sich diese Diskussionen auch immer wieder im Kreise und führen zu nichts.

Zur Info:
Laut Robbe sind Servos mit einer Betriebsspannungsangabe von 4,8 V explizit für 4 Zellen ausgelegt, bei 4,8 bis 6 V ist 5-Zellen-Betrieb zulässig. Dabei wird eine Zelle mit 1,2 V gleichgesetzt. Damit sind auch die Futaba-Empfänger mit 5 Zellen problemlos zu betreiben.

Graupner und auch Hitec gehen einen für mich als Kunden äußerst bedenklichen Weg, indem sie eine absolute Spannung von 6 V angeben, die Leistungsdaten auch dabei ermitteln, Hitec gibt wenigstens beide an, andereseits aber nicht mitteilen, wie ich mit einem 4-Zellen-Akku stabile 6 V erreichen soll. Damit habe ich Leistungsangaben bei einer Betriebsspannug, die ich technisch mit Standardkomponenten überhaupt nicht nutzen kann. Diese Vorgehensweise finde ich als Kunde recht schäbig. Oder gibt es Hi-Fi-Anlagen, deren 200 Watt-Leistung nur bei 274 Volt Netzstrom nutzbar sind? ;)

Gruß Meinrad

Spunki
25.06.2002, 12:23
Hallo Meinrad :)

Ja hast recht - ein gewisses Grundvertrauen in die Technik bleibt einem leider nicht erspart ... bei meinem ersten Jet hab ich deshalb versucht auch "Minimalist" zu sein ... so wenig Komponenten wie möglich, dafür aber die besten - so nach dem Motto "was nicht drinnen ist kann auch nicht kaputt gehen" ... dieses Prinzip wende ich sogar beim Autokauf an - ist aber heutzutage gar nimma so einfach - das Weglassen von Zentralsperre, elektr. Fensterheber, etc. mußte ich sogar extra bestellen! ;) ...

Grüße Spunki

PW
26.06.2002, 10:59
Hallo Leute,

muss mich nochmals zu Wort melden.

Laut Mitteilung von Dieter Perkuhn (sicherlich aus der MFI besten bekannt und sehr kompetent in diesem Bereich), ist das Problem mit der Empfänger bei Verwendung von 5 Zellen.

Die Empfänger haben ein Teil eingebaut, was die ankommende Spannung/Strom runterfährt. Es ist dem Empfänger völlig egal, ob ein 4 oder 5 zelliger Akku angeschlossen ist.

Also das Argument, dass ein Empfänger wegen der Benutzung eines 5 zelligen ausfällt, ist nicht korrekt.

Es ist auch nicht korrekt, dass wir Wettbewerbspiloten dauernd Sachen (Servos etc.) tauschen.

Z.Bsp. habe ich meine DALOTEL 4 Jahren mit denselben Servos, Empfänger, Motor etc. geflogen.
In diesen 4 Jahren habe ich ca. knapp 2000 Flüge gemacht!! Und das alles mit 6 V DURALITE Akkus.

Gruss

PW

Thommy
26.06.2002, 11:51
Hallo,
@ PW schade daß das der Empfänger der bei mir definitiv ausgestiegen ist, und der mich ein neues F3B-Modell gekostet hat, nicht wußte. Hätte ihm doch regelmäßig die MFI kaufen sollen oder Zugang zu diesem Forum verschaffen sollen.
Sicher es kann Zufall sein, daß Graupner als ich den Empfänger vorbeibrachte sofort den 5Zellentod diagnostiziert hat, seltsam bleibt es trotzdem, daß ich in den Jahren vorher und nachher mit 4zelligen Akkus mit solchen Problemen nicht zu kämpfen hatte.

Spaß beiseite, dafür ist es zu Ernst.

Du bist doch Anwalt, glaubst Du nicht, daß der Pilot Probleme bekommen könnte, wenn er gegen den ausdrücklichen Rat der Herstellers fünfzellige Akkus verwendet.

Gruß
Thommy

Spunki
26.06.2002, 12:09
Hallo Peter

>>Die Empfänger haben ein Teil eingebaut, was die ankommende Spannung/Strom runterfährt. Es ist dem Empfänger völlig egal, ob ein 4 oder 5 zelliger Akku angeschlossen ist.<<

Welches Fabrikat?, welche Type?, haben generell alle Empfänger einen Festspannungsregler eingebaut? ... mein Graupner-C19 anscheinend nicht, Thommys ebensowenig ...

Du darfst auch 6V-DURALITE nicht gleich 5NiCd-Zellen gleichsetzen ... die DURALITE gehen bei der geringsten Belastung sowieso sofort in die Knie ... hingegen ein 5zelliger-RC2400er hat frischgeladen deutlich über 7V! ...

Also: 5Zellen sind nicht unbedingt 6V!

Du magst ja mit den 6V-DURALITE gerade noch innerhalb der Grenzen liegen - nur wo sind die Grenzen? - das hängt jetzt wieder stark von Marke und Type ab ...

Das so wie Du generell zu verallgemeinern halte ich für bedenklich ...

Grüße Spunki

PS: es gibt Servos - GigaLine PowerMicro-13BB - da steht explizit in der 6V-Spalte {nicht 5Zellen-Spalte!} nicht empfohlen! ...

Harri
26.06.2002, 13:30
Ein interessanter Fred.

Ich hatte nämlich auch schon überlegt, 5-Zellen-Empfangsakkus zu verwenden, weil das ja die "Profis" auch so machen.

Jetzt habe ich von dieser Idee wieder Abschied genommen und werde bei meinen 4-Zellern bleiben!!

Eventuell werde ich eben stärkere Servos und Akkus mit mehr Kapazität (wegen höherem Strom) verwenden.

knitz
26.06.2002, 21:04
Glückwunsch Harald!Die Modellbauindustrie wird zwar nicht gerade applaudieren,die hätten Dir gern ein weiteres Modell verkauft. :D

PW
27.06.2002, 16:11
Hallo Spunki,

mit den Hinweis bei den DURALITE hast Du sicherlich recht. Aber DURALITES fliege ich erst seit ca. 2,5 Jahren.

Vorher habe ich normale 5 zellige Akkus geflogen, die voll geladen bei ca. 7,2 V lagen.
Auch hiermit hatte ich über Jahre nie Probleme. Im B-Kader fliegen die Mehrzahl der Teilnehmer ebenfalls normale 5 zellige Akkus. Ich habe hier nie Probleme vernommen.

Zu der rechtlichen Problematik:

Es ist schon erstaunlich, wenn Hersteller - egal welcher - selber 5 zellige Akkus im Programm haben, dann aber den Rat geben, dass die Verwendung nicht git sein soll.

Wenn man dieser Ansicht ist, dann sollte man auch keine 5 zelligen Akkus konsequenterweise im Programm haben und dem Kunden anbieten. Habe auch in keiner Anleitung eines Herstellers gelesen, dass 5 zellige Akkus nicht verwendet werden dürfen und bei Verwendung die Haftung ausgeschlossen wird.

Habe mal von einem Hersteller vernommen, der sagte, dass 5 zellige Akkus nur für Schiffe und Autos zu verwenden sind !!!???? So eine Aussage verstehe ich gar nicht. Mit Ausnahme des Frequenzbandes sind die Anlagen doch identisch.

Aus meiner Sicht ist diese Aussage ein klassisches Eigentor.

Gruss

PW

Spunki
27.06.2002, 16:53
Hallo Peter :)

Man kann durchaus als Hersteller 5Zellige Akkus anbieten - und zwar geringerer Kapazität (Gewicht) UND bei Einsatz zb. einer Akku-Weiche bei der ausreichend Spannung abfällt sodaß alles noch im grünen Bereich bleibt - ich kenne zb. einen Elektro-F3A Piloten der setzt die roten AR500! als Empfängerakku ein ... aus Gewichtsgründen hat er zusätzlich noch lange dünne Kabel im Einsatz - bei diesem Beispiel kann also der Einsatz von 5Zellen durchaus Sinn machen ohne das Grenzwerte stark überschritten werden ...

5Nicd sind also nicht immer gleich 5Nicd ... es ist ein Unterschied ob man 500er oder 2400er einsetzt, ob Akku-Weiche vorhanden oder nicht, lange dünne Kabel, etc. ...

Und die Aussage mit "Schiffen" und "Autos" find ich ganz logisch - die können nämlich keinem auf den Kopf fallen ;) ...

Solange ich nicht für wirklich ALLE Komponenten vom Hersteller das explizite ok für 5Zellen! bekomme werde ich auch weiterhin 4Zellen verwenden ...

Grüße Spunki

PS: eine Frage: hat schon mal ein Wettbewerbspilot nur deshalb verloren weil er nur 4Zellen eigesetzt hat? ;) ...

chaos-pilot
27.06.2002, 21:10
Hi @ all,
ich komm zwar spät, hab aber auch noch was zu melden:
Ich hatte genau das gleiche Problem mit den FS 500 MG, hübsches gezappel auf 5 und lahmarschige Reaktionen auf 4 Zellen, fliege jetzt HS 81 MG und siehe da es geht mit 4 Zellen schneller und mit 5 Zellen sicherer und obendrein hab ich bisher den Eindruck gewonnen, dass die Dinger auch noch stabiler sind. Allerdings hat Kyosho offensichtlich massive Lieferprobleme. Bei den Preisen, die im Moment für die Komponenten gezahlt werden (die decken kaum die Kosten und Gewinn wird nur an wenigen Stellen gefahren) ist zu erwarten, dass noch mehr Hersteller dieses Problem über kurz oder lang kriegen werden.

Gruß Andreas

helios_1231
09.08.2004, 12:25
Hallo,

es gibt viele Parameter die man beim Verwenden eines 5-zelligen Empfänger-Akkus ohne Spannungsregler beachten sollte:

- Spannungslage des Akkutyps (kann höher oder niedriger sein)
- Anzahl der verwendeten Servos (Spannungsabfall)
- Servospezifikation
- Empfängerspezifikation
- Querschnitt der Servo -und Akkukabel (Spannungsabfall)
- Länge der Servo -und Akkukabel (Spannungsabfall)

Also, ich gebe Thommy mit seiner Meinung grundsätzlich recht. 5-Zellen als Empfängerakku sind nur in Ausnahmefällen wirklich vorteilhaft.

Gruß

Gabor

www.mfv-biebertal.de (http://www.mfv-biebertal.de) (Homepage Verein)

[ 09. August 2004, 21:10: Beitrag editiert von: Roto Finish ]