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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ASPIRE voll CFK Anlenkung V-Leitwerk



DonM
10.11.2009, 17:40
Hallo Gemeinde,

ich brauche Euer gebaltes Wissen.

Ich habe einen ASPIRE als Bruch gekauft und er ist fast fertig. "juchu"
Was noch Fehlt ist die Anlenkung zum V-Leitwerk, Original waren hier
Bowdenzüge drin. Doch durch den Bruch ist der Rumpf in vier Teile zerlegt
gewesen. Jetzt Überlege ich ob ich Bowdenzüge wieder einbaue oder
sogar Schubstangen alla' Klemm einsetzen soll ? :confused:
Durch die Ballastkammer und dem Zentralen Flächenstecker mit Kabelwust ist auf der linken Seite sehr wenig Platz. Ich habe die Befürchtung das mir die Schubstange das Kabel beschädigt. :(
Der Rumpf ist sehr lang Bowdenzuglänge 1320mm, Haarig wird dann aber auch die Verklebung im Rumpf sein. :eek:

Habt Ihr Vorschläge für mich ? :D


Was ich aber auch nicht habe, das sind die Einstelldaten wie:

Schwerpunkt:
Ruderauschläge:
usw.

Es ist die V-Leitwerks Ausführung.

Fliegergruß DonM

bayli
10.11.2009, 18:16
Hallo,

mit der Anlenkung kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Hier hast du aber schon mal die Einstellwerte!

Ruderausschläge:
Höhenruder +/-10mm
Seitenruder +/-10mm
Querruder -17/+9mm

Start:
Wölbklappen +7mm
Querruder +2mm

Thermik:
Wölbklappen +2mm
Querruder +1mm

Speed:
Wölbklappen -2mm
Querruder -1mm

Butterfly:
Wölbklappen +80 bis 85 Grad
Querruder -6mm
Höhenruder +6mm
Schwerpunkt 110mm

MFG
Bayli

plot599
10.11.2009, 18:40
Lass das mit den Schubstangen. Bei der Länge müsstest Du sie mindestens 2-3 mal im Rumpf abfangen / abstützen um ein Ausknicken / Verbiegen zu vermeiden.

Gönne Dir hochwertige Bowdenzüge mit Polystahl-Seele und baue die ein.

Um die Aussenhülle am Rumpf zu fixieren gehst Du folgendermassen vor:

Wenn der Bowdenzug vorne und hinten fixiert ist drehst du den Rumpf so auf die Seite (Heck nach unten), dass der Bowdenzug an der Rumpfwand anliegt. Dann lässt Du dünnen CA in der "Ecke" zwischen Bowdenzug und Rumpf nach hinten laufen und stoppst ihn rechtzeitig mit einem Schuß aus der Aktivatordose.
Dann machst Du das selbe auf der anderen Seite mit dem zweiten.

Hat bei meinen F3J-Modellen seit Jahren so funktioniert und auch gehalten!

Viel Erfolg! :)

André Z.
10.11.2009, 19:36
Hi,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Außenhülle beim Verkleben mit CA unbedingt anschleifen sollte.
Ich hatte damals leider nicht angeschliffen:cry:

Gruß André

Pacemaker
10.11.2009, 21:23
Du kannst auch Schaumstoff mit Harz tränken und in die Rumpfröhre schieben. Nach dem Aushärten hast du quasi Spanten. Vorteil: Du hast mehr Zeit, um die Bowdenzüge auszurichten.
Gruß Pacemaker

DonM
11.11.2009, 00:11
Danke Kollegen,
habe da noch Fragen.


Alleine schon die Fixierung der Bowdenzüge vorne und hinten wird nicht so einfach werden.
Das mit dem Schaumgummi fällt leider aus bzw. ist der Platz nicht da.
Das Ballastrohr geht vom Servobrettende schräg nach dem Rumpfboden richtung Leitwerk da ist rechts und links ca. 1 cm Platz. :(

Das mit dem CA klingt gut, aber wie ist das mit dem Aktivator gemeint ?
Einspritzen von woher ? :confused:

Habt Ihr noch mehr Vorschläge?

Mit Holm und Rovingbruch.

DonM

plot599
11.11.2009, 09:15
Das mit dem CA klingt gut, aber wie ist das mit dem Aktivator gemeint ?
Einspritzen von woher ? :confused:



Wenn Du den Rumpf mit dem Heck schräg nach unten hälst und den CA reinlaufen lässt, besteht die Gefahr, dass er bis ans Ende des Bowdenzugs läuft und dort Innen- und Außenrohr miteinander verklebt, das wars dann mit dem Bowdenzug.

Also beobachtest Du den Kleber beim reinlaufen, und wenn Du meinst er ist fast hinten sprühst Du Aktivator durch die Kabinenhaubenöffnung nach hinten in den Rumpf.

Micha Chianti
11.11.2009, 11:17
Hallo Susammen

Geh hin und nimm die Bowdenzughülle und klebe sie ohne die Polystal sehne ein

Dann ist die gefahr kleiner das du den PS am Bowdenzugrohr fest klebst

Den rest habt ihr klasse beschrieben :cool:

Bei bedarf von Polystal wisst ihr ja wo ihr ihn herbekommt :D

Mfg M.Will

Peer
11.11.2009, 12:22
Wenn Dir das zu fummelig ist, oder du die Bowdenzüge
nicht gerade rein bekommst, kannst Du auch eine Seilanlenkung
a la F3K bauen, mit 0,6 mm Torsionsfedern im Leitwerk.

Die Edelstahllitzen laufen leicht, auch wenn der Rumpf innen
drin nicht ganz glatt und gerade ist.

Das funktioniert einwandfrei und ist auch bei mehreren hier
im Forum schon im Einsatz.

Gruß
Peer

plot599
11.11.2009, 12:30
Da wäre ich aber bei einem F3J Modell skeptisch...:confused:

Nichts gegen F3K, die Kräfte am Leitwerk z.B. im Schuß beim Hochstart sind doch ein wenig heftiger, 0,6mm Torsionsfedern .. ich weiß nicht so recht...

Peer
12.11.2009, 10:30
Hi Jürgen,

das schöne an der Torsion ist: man kann sie durch den Einbau
von 0,8 mm Federrn erhöhen.....und dann auch noch die Abwinklung verändern....

Einziger Nachteil: das Servo muss immer dagegen halten. Da könnte man mal den Verbrauch messen, hat mich bis jetzt bei meinem Hangsegler aber noch nie interessiert (1 x S3150 auf VLW mit Seilzug / Tors.-Anlenkung).

Es soll ein jeder seine Anlenkung bauen wie er will !

Peer

plot599
12.11.2009, 10:56
Hi Peer,

da hast Du wohl recht, jeder kann bauen wie er will! :)

Wie heiß es so schön: Was der Bauer nicht kennt....

Wie würde denn bei einem leicht gebauten Voll- GFK/CFK-Ruder die Torsionsfeder installiert?

Sirow
12.11.2009, 16:46
Ich habe die Torsionsanlenkung letztens in meinen Highlander gebaut (F3F).
Hatte zunächst beim V-Leitwerk versucht mit Bautenzugröhrchen und Schubstange versucht ne harte Anlenkung hin zu bekommen, was mir aber nicht wirklich gelang.

Daher hab ich am Ende auch die Torsionsanlenkung genommen.
Ich bin zwar erst einmal damit geflogen, kann aber sagen, dass trotz einer recht weichen Anlenkung die Funktion tadellos war.

Ich werde die Anlenkung jetzt noch bei stärkerem Wind testen und dann ggf. noch eine weitere Feder einbauen.

Ansonsten kann ich das ganze nur empfehlen.


Gruß,
Mirko

DonM
12.11.2009, 19:46
@sirow

gibt es da mal ein Foto damit ich mir das Vorstellen kann. Ist da nicht die
Gefahr von Ruderflattern ?

Wo muß diese Feder hin ?

@ peer

Klingt nicht schlecht der Vorschlag , es ist ein sehr langer Rumpf gibt es da nicht das Problem des aufschaukelns ?
Wie hast du das gelöst ? Bilder wären schön ... :D

Danke

DonM

Peer
13.11.2009, 10:56
Moin Don,

das Thema ist etwas komplexer !

Ich fange mal hiermit an
http://cgi.ebay.de/100m-SCHMUCKDRAHT-Edelstahlseide-0,45mm,silber,7-Strang_W0QQitemZ120481148670QQcmdZViewItemQQimsxZ20091016?IMSfp=TL091016161004r31807
Den brauchst Du erstmal.

Dann noch
http://www.angel-ussat.de/shop/index.htm?wirbel___co._quetschhuelsen.htm
mit dazugehöriger Zange ! Kombizange reicht nicht !!

Und dann baust Du so die Torsionsfeder ein:
369795

Der Winkel (im Beispiel 90°) kann noch bis zu 180° vergrößert werden.
Die Länge würde ich nicht kürzer als 80 mm nehmen, dann baut sich
die Spannung nicht so hart auf.

Das Aufschaukeln kannst Du vergessen, das Seil ist so leicht (und dehnungsfrei),
da wirst Du Schwierigkeiten haben, es überhaupt zu wiegen....:)

Peer

DonM
15.11.2009, 12:31
Moin Peer,

na das nenn ich mal eine Anleitung. ;)

Anschaulicher gehts wirklich nicht mehr. Was sagen die Servos dazu das sie
einseitig immer mit Zug belastet werden??
Hast du mal den Haltestrom gemessen ??
Was für Servos nimmt man hier am besten ??

Das Spiel im Getriebe ist durch den Zug auch auf Null, muß nur was mit der Anlenkung an der V-Leitwerk Klappe überlegen. Da ist ein Kugelkopf
drauf. :confused:

Danke für die Bilder bzw. Zeichnung. ;)

Mit Holm und Rovingbruch.

DonM

Peer
17.11.2009, 11:03
Hi Don,

nee, Haltekräfte / Strom habe ich nicht gemessen - es gibt aber hier einen
Fred über Akkus im F3B-Flieger, da hat jemand Stromverbräuche gemessen,
könnte ein Anhalt sein.
Aber einen Spannungswächter kann man immer noch irgendwo
reinzuppeln......

Wir haben mit Mirkos Highlander (2,90m F3F) mal ein paar Tests gemacht,
wie stark / lang / weit vorgespannt die Feder sein müsste.
Als Servos benutzt er S3156 (20Ncm).

Der 1. Test sah so aus: Aus 100 m anstechen und voll Höhe ziehen -
Resultat: ein schöner enger Looping hart am Abriss, so wie er sein soll
Der 2. Test: Das ganze aus 200 m - Resultat: Der Looping war bestimmt 30 % größer.

Fazit: Die Vorspannung der Feder 0,6mm / ca. 80 mm lang könnte mal auf von
ca. 120 auf 180° erhöht werden.
Bei Mirko laufen die Seile allerdings auch nicht geradlinig, evtl. hat das auch noch
einen Einfluss.

Das ist das Problem bei "neuen" Sachen - irgendwer muss testen,
bis dann ein verlässlicher Standard gefunden ist.
Bei meinem nächsten Hangflieger werde ich auch wieder so anlenken,
weil es einfach viel weniger Bauaufwand ist - und ich als fauler Hund
auf sowas stehe !

Du könntest es probieren und wenn es gar nicht so funktioniert wie
Du möchstest, kannst Du Dir die Wurstelei mit den Bowdenzügen
immer noch antun !

Peer

Peer
17.11.2009, 11:07
Ach ja, die Kugelköpfe.....

Da setzt Du einfach die original Kunststoff-Pfannen-Anlenkungsteile
drauf, bohrst ein Loch quer durch und führst dadurch dein Seil.

laqui
12.05.2015, 09:52
Hallo,

sehe ich das richtig das die Feder auf ziehen stellt und ich mit dem Anlenkungsseil dann drücke?

Gruß
Thomas

wblt
22.05.2015, 15:30
Hallo Peer,

kannst du mir bitte noch mal einen aktuellen Ebay Link einstellen für den Schmuckdraht?

Der alte funktioniert leider nicht mehr.

Welche Stärke hat denn der Draht normalerweise, den du verwendest?

DonM
05.06.2015, 13:52
Hi Leuts,

ich habe es dann zu guter letzt mit Bowdenzügen gemacht die Anlenkung. Ging auch ohne Probleme;).

Der ASPIRE ist aber schon lange Verkauft und jetzt habe ich noch den V-Leitwerksrumpf übrig.
Also wer einen brauchen kann, ich stelle ihn die Tage in die Börse;).

Gruß DonM.