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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : fügelprofil für echten segler (boot) gesucht



Henning D.
14.11.2009, 04:00
Hallo,

als Segler bin ich hier im Flugbereich natürlich völlig falsch. auf der anderen siete habt ihr wissen zu einem projekt, das ich brauche. vielleicht kann mir der ein oder andere weiter helfen.

ich möchte für meinen segler ein flügelrigg bauen. beispiele findet ihr hier:

http://www.yacht.de/yo/yo_news/pspic/bildgross//99/SD08_01734afbe614d569d.jpg
http://www.yacht.de/yo/yo_news/pspic/bildgross//57/091110_win4afa8e11eeb3c.jpg
http://www.yacht.de/yo/yo_news/pspic/bildgross//69/419807181_4af7f76f50d80.jpg
http://www.youtube.com/v/dySXmkAEy1A

hier sieht man, wie so ein ding in groß aussieht. jetzt frage ich mich, wie denn das ideale profil aussehen muß. soweit ich mich mit solchen dingen auskenne ist es ja auf der unterseite vom flugzeugflügel egal wie er aussieht. die außenseite soll ja angeblich den lift erzeugen. um damit zu segeln, also eine wechselnde ober und unterseite zu haben, soll der flügel geteilt sein, wie auf den bildern zu sehen. die frage ist nun, was für ein profil sollte der flügel idealerweise auf der außenseite und haben? es gibt hunderte von profilen und ich habe da wenig ahnung von. im segelmachen kenne ich mich aus aber nicht im flügelbau...

die technischen eckdaten sind wie folgt:

höhe 1,1 m
max länge des profils 0,225 m
windgeschwindigkeit am flügel 0 bis 7 m/s

was für ein profil bringt bei der geschwindigekit den maximalen auftrieb, bei gleizeitigem geringem widerstand? dabei kann das profil ruhig unsymetrisch sein.

vielleicht kann mir der eine oder andere da weiterhelfen.


Danke im Voraus

Henning D.
14.11.2009, 04:48
anbei ein kleines beispiel, wie das für die außenseite eines clark profils aussehen kann. der mast steckt im kreis mit dem kreuz. die anderen kreise sind das drehgelenk.

MarkusN
14.11.2009, 09:22
soweit ich mich mit solchen dingen auskenne ist es ja auf der unterseite vom flugzeugflügel egal wie er aussieht. die außenseite soll ja angeblich den lift erzeugen.
Das stimmt so schon mal nicht. Richtig ist allerdings, dass die Druckseite bezüglich einer günstigen Form für die Grenzschichtbeeinflussung unempfindlicher ist, weil kein so grosser Druckanstieg zu überwinden ist, wie ihn die Oberseite zwangsweise vom "Unterdruckloch" auf der Saugseite zum Druckausgleich an der Endleiste erfährt.

Ein "Ideales Profil" gibt es für ein Segel genausowenig wie für ein Flügelprofil. Für die Fahrt hart am Wind brauchst Du gute Gleitzahl. Kommt der Wind von Querab brauchst Du guten Höchstauftrieb. Und das ganz noch für Windgeschwindigkeiten von 0..7 m/s also für ein breites Re-Zahl Spektrum (welches, als zusätzliche Gemeinheit, nicht zu sehr hohen Re-Zahlen reicht.)

Für die doch relativ geringen Re-Zahlen, die Du erreichen wirst, gelten folgende Grundkriterien:
Gesamtdicke eher dünn (verträgt sich mit der von Dir vorgeschlagenen Flapper-Lösung schon mal schlecht.
Dickenmaximum und Wölbungsmaximum weit vorne.
Wölbung moderat oder variabel.

Es ist auch zu überlegen, ob ein Turbulator nicht Vorteile bringen könnte. Am klassischen Segel ist die Strömung wegen der scharfen Kante und evtl. davorligender Spannseile normalerweise auch so turbulent

Evtl. bist Du mit einer eher klassischen Kombination aus profiliertem, drehbarem Mast und Textilsegel mit Segellatten besser bedient. Letztere sollten "umschlagen" können, dass das Segel beidseiteig verwendet werden kann. Gibt es solche Konstruktionen?

Mehr zu Profilen Hier (http://wiki.rc-network.de/Profil) und in den darin verlinkten Artikeln.

philLIPO
14.11.2009, 09:56
hallo Henning,

ein sehr interessantes Projekt !

Vielleicht hilft dir diese Seite weiter :

http://www.grc.nasa.gov/WWW/K-12/airplane/foil2.html

Hier kannst du mit einigen Parametern experimentieren.

Die zwei Segelsegmente müssen denke ich auf jeden Fall vollsymmetrisch sein, wenn du das Segel starr baust .

Den Vorteil gegenüber einem normalen Segel könnte der Coanda-Effekt liefern. Dann müssten die Segelsegmente zwei mit Höhenversatz angeordnete, separate Flügel sein. Also nicht zwei Segmente, die zusammen ein Flügelprofil ergeben, sondern zwei getrennte Profile. Das sieht man auch beim bmw oracle-Trimaran.

Den Coanda-Effekt nutzt man in der Luftfahrt bei Landung oder Start, um bei minimaler Anströmgeschwindigkeit maximalen Auftrieb zu erhalten. (stol) Der alte Fieseler Storch erreichte das durch das Ausfahren von Vorflügeln.
Heute macht man das mit an der Flügelhinterkante angebrachten Klappen :
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/72/Undercarriage.b747.arp.jpg/180px-Undercarriage.b747.arp.jpg
Diese Klappen sind selbst wieder separate Flügel.

siehe auch hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Landeklappe

geko
14.11.2009, 12:13
Der alte Fieseler Storch erreichte das durch das Ausfahren von Vorflügeln.


Nicht ganz, :D;)
die waren IMMER ausgefahren, da starre Vorflügel.

Gruß geko

Henning D.
14.11.2009, 13:15
@ MarkusN

es gibt solche systeme mit drehbaren profilmasten und segeln dahinter. allerdings wollte ich das eigentlich vermeiden, weil sich das nie richtig durchgesetzt hat. die ganz extremen dinger gehen immer direkt auf starre riggs. die latten muß man dann auch weglassen, weil die bei leichtem wind eben nicht umschlagen.

@ philipo

das werde ich mal zeichnen. was du meinst sind mehrere symetrische profile hintereinander, die nach unten versetzt sind. das sollte sich mit 2 oder 3 Profilen einfach umsetzen lassen.

jmoors
14.11.2009, 16:49
Wäre da nicht ein Jedelski-Profil ratsam, wie es auch bei den Wurfgleitern zum Einsatz kommt?

Gruß, Jürgen

Henning D.
16.11.2009, 21:21
habe mal eine neue variante gezeichnet, die den vorschlägen hier näher kommt. was haltet ihr davon? soll ich versuchen da bestimmte maße für den spalt zu halten? ist ja so erstmal eine grobe idee. das profil ist ein naca 0009. gibt es da auch bessere symetrische profile für die anwendung?