PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Empfängercrash, was tun?



Georg Funk
14.06.2002, 22:43
Hallo

Ich hab heut meinen Rabbit ziemlich unsanft in den Boden gerammt. Nach diesem Crash gibt mein Empfänger offensichtlich keine Signale mehr an die Servos. Bin jetzt am Überlegen, was tun.

Es ist ein MPX UNI9 IPD, nicht ganz ein Jahr alt. Garantie wirds für das Crashen ja wohl nicht geben (Gehäuse ist gerissen)

1. Empfänger einschicken (rentiert sich das?)
2. Neuen Empfängerquarz kaufen, einbauen und Testen (kann ein kaputer Empfänger einen Quarz liefern?)
3. Neuen Empfänger kaufen, alten wegwerfen (die teuerste Lösung)

Was würdet Ihr machen?

Danke im Voraus

Walker
15.06.2002, 07:17
Hi,

da das Gehäuse gerissen ist, war es wohl eine sehr heftige "Landung".
Ich würde den Empfänger, auch wenn nur der Quarz defekt wäre, auf jeden Fall zur Überprüfung einschicken.
Du kannst ja ein Reparauturpreislimit setzten.

Tschau
Walker

Georg Funk
15.06.2002, 08:23
Ja, die "Landung" war wirklich heftig, in etwa 30m Höhe, Scheller Vorbeiflug mit Motor, (wohl zu-)heftig hochgezogen, Fläche hat sich vom Rumpf getrennt, Rumpf steckte gut 20cm im normal festen Boden.

Das mit dem Reperaturlimit ist eigentlich genau mein Problem, Hinschicken kosten schon mal 3€ (Einschreiben Einwurf ich trau der Post sonst nicht) MPX muß das Ding ja auch noch zurückschicken, wird also nochmal 3€ kosten sind also schon mal 6€ Neu kostet das Ding 89 Euro, Ich geh mal davon aus, daß das Empfängerquarz hin ist, sind nochmal etwa 15€ es bleiben also nur 68€ bis zum Neuwert. Ich weiß nicht, was eine Überprüfung kostet, aber 40€ sind doch schnell Weg, auch wenn dann nichts kaput ist.

Wenn ich jetzt also eine Reperaturlimit von 50€ setze, wie warscheinlich ist es, daß das Limit überschritten wird? Und was kostet dann die Überprüfung, Ich kann mir nicht vorstellen, daß MPX das kostenlos Kostenvoranschläge erstellt (Ich würds auf jeden Fall nicht machen)

Hat irgendwehr Erfahrungen mit den Kosten solcher Empfängerüberprüfungen?

Holofernes
15.06.2002, 11:07
Hi Georg,

wenn ich richtig mitgerechnet habe, dann bleiben 18 - 28 EUR bis zum Neuwert. Das ist der Preis für das Risiko, dass bei einer Reparatur ein versteckter Fehler unentdeckt bleibt.

Nach Murphy wird der unentdeckte Fehler bei der nächsten ungünstigsten Situation zum Tragen kommen und Dich möglicherweise ein Modell kosten.

Sind Dir das die 18 - 28 EUR wert?

Georg Funk
15.06.2002, 16:13
Hallo

Das Problem ist, daß ich nicht weiß, Wie teuer so eine Überprüfung/Reperatur ist, vieleicht kostets ja nur 10€ (übertrieben) dann wärs ein Blödsinn das Ding wegzuwerfen, bei 50-60€ würd ich für mich persönlich die Grenze ziehen, wo's sich dann nicht mehr rentiert.

Was sich auf keinen Fall rentiert, ist das Ding einzusenden, Überprüfen zu lassen, und dann (was weis ich) 30€ für die Nachricht von MPX zu zahlen, daß die Reperatur 80€ kosten wird.

Ich bin mir nur nicht sicher, wie warscheinlich das ist. Deshalb meine Frage, wer von euch hat schon mal einen Empfänger zu MPX geschickt und Überprüfen lassen, und was hat es gekostet.

[ 15. Juni 2002, 16:59: Beitrag editiert von: Georg Funk ]

Holger Bothmer
17.06.2002, 11:09
Hi!

Ich hatte gerade einen defekten Micro 5/7 zur Reparatur bei MPX. Ich hatte ein Limit von €25 gesetzt.

Die haben ein IC ausgwechselt und den Empfänger neu abgeglichen. Materialwert war ca. €5. Die Reparatur hat dann etwas über €20 gekostet. Inkl. Nachnahme, Porto usw. war das ding dann für €28 wieder bei mir.

Hope it helps....
Holger

wolfgang
17.06.2002, 23:23
Hallo Georg

ich halte nichts vom einschicken da in den meisten fällen kein oder nur die offensichtlichen Fehler gefunden werden. Ich möchte auf keinen Fall irgendeinen Service von egal welchem Hersteller schlecht machen, aber es gibt auch fehler, gerade nach einem Absturz, die man nicht finden kann oder die beim testen nicht auftreten.

Bei mir wird jeder Empfänger der einen Absturz hinter sich hat sofort entsorgt. Die Empfänger sind heute so billig das es sich auf keinen fall lohnt auch nur ein Modell, oder gar schlimmeres, zu riskieren.

Gruß

[ 17. Juni 2002, 23:24: Beitrag editiert von: wolfgang ]

Niko Gelius-Dietrich
17.06.2002, 23:40
Hallo,

es gibt aber auch Hersteller, die nicht reparieren, sondern zu günstigen Konditionen gegen neu austauschen. Eine solche Firma ist meines Wissens ACT. Wie MPX das hält weiß ich nicht. Aber ich kann mir denken, daß die Arbeitsstunde eines Technikers in der Regel den Wert eines Empfängers übersteigt.

Ulrich Horn
20.06.2002, 04:37
Moin,

auch, wenn die Welt des Modellbaus (noch?) nicht der der üblichen 'consumer electronics' entspricht, muss ich Wolfgang widersprechen und Niko recht geben.

Die Arbeitsstunde eines fähigen Elektronikers kostet den Arbeitgeber fröhliche 30€. Je nach geschäftlicher Effizienz ist das für den Kunden mehr als das doppelte. Bei einem Neupreis eines Empfängers zwischen 40 und 100 € (der interne Preis ist weit weniger als die Hälfte) wird es sich nicht nur bei ACT einfach nicht lohnen, einen (womöglich subtilen) Fehler suchen zu lassen.
Zum Glück ist der Hersteller selbst in der Lage, so zu rechnen. Wenn ich darüber nachdenke, einen Empfänger neu zu kaufen, habe ich den vorhandenen bereits abgeschrieben. Dann kann ich ihn auch mit normaler Post (es sei denn, ich bin Juwelier) an den Hersteller schicken und ein Limit festsetzen, zB 60% vom Neupreis zzgl. Rücksendung.

Man kann auch darunter gehen und pokern :D aber in dieser Konstellation bekommt man i.d.R. wohl einen neuen Empfänger zurück (es sei denn, es war nur ein Draht abgerissen, aber dann ist man selbst schuld).

Ich würde, vor dem Wegwerfen in jedem Fall dem Hersteller eine Chance geben. Das Risiko besteht ja nur im Porto.

Grüße, Ulrich Horn