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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Futaba 1024 ZAP WCII aus USA



Andreas U.
31.07.2002, 13:01
HAllo zusammen,

ich möchte mir bei Towerhobbies in den USA den obigen Sender bestellen da der dort ca. 800 Euro günstiger ist wie in Deutschland. MAn benutzt dort das 72 MHz Band. Weis jemand ob ich das Europäische 35MHz Modul in diesem Sender nutzen kann ? Das Modul ist passend für den Slot in der Futaba. So wie halt alle anderen Module!

Es geht nur darum ob die da irgendwelche Schweinereien eingebaut haben zum abprüfen des 72 MHz Moduls. ISt ja eigentlcih auch interessant das ein und derselbe Sender hier durch den Distributor (Robbe) für Schlappe 1.600 Euro verkauft wird (nur der Sender!!) und in den USA 849 US$ kostet! Der ist hier bestimmt veredelt worden.

Holger Port
31.07.2002, 15:12
Hallo,

normalerweise müßte es passen. Du kannst aber gleich ein 35Mhz Modul mitbestellen. Ich kann Dir hier aus eigener Erfahrung www.cyberheli.com (http://www.cyberheli.com) empfehlen. Kostet genau das gleiche wie in den USA und ist sehr schnell.

Gruß,
Holger

Stefan Plöchinger
31.07.2002, 15:50
hallo

modul passt, habe selber so eine anlage

gruß stefan

bkramer
31.07.2002, 20:01
Hallo !

Bevor Du bestellst lies einmal dies :

=> http://www.rc-heli.org/forum/thread.php?threadid=7691&boardid=37&styleid=3

... nur so zum Nachdenken ...

LG

Bernhard

ManfredCC
31.07.2002, 21:47
@bkramer

Gehts in dem verlinkten Thread nicht um das HF-Modul?

Wenn ich die Anlage in den USA kaufe, mir aber das HF-Modul hier besorge dann sollte doch das 10kHz-Raster kein Problem sein...
Die Anlage selbst produziert ja kein HF-Signal, sondern das wird vom HF-Modul erledigt...

Oder liege ich da falsch?

Gast_1059
01.08.2002, 07:22
Meine Import- WC II funktioniert bestens. Kann sie in jeder Beziehung nur empfehlen! Bedenke die hohen Frachtkosten aus USA, die der Zoll hierzulande mit in die Berechnung der Steuer hinein zieht! Falls gebrauchte Sender für Dich in Frage kommen: im ebay bietet zur Zeit jemand eine WCII an.

bkramer
01.08.2002, 18:20
Hallo Manfred !

Ich glaube, dass der Unterschied nicht nur im HF Modul liegt ...???
... ist von anderem Platinenaufbau die Rede ...

=> Sicherlich hat sie aber keine "CE" Abnahme und ist nach unseren Fernmeldebestimmungen nicht typisiert und zugelassen !!!

Solange nicht´s passiert wirds egal sein, aber wenn ...????

LG

Bernhard

ManfredCC
01.08.2002, 19:29
Hi Bernhard!

Der geänderte Platinenaufbau bezieht sich aber auch auf das HF-Modul und nicht auf das Grundgerät.
CE-Abnahme gibt es eigentlich nicht, denn mit dem CE-Pickerl bestätigt der Hersteller nur, dass sein Gerät den entsprechenden "Normen" entspricht...gemessen muss da gar nichts werden (es ist aber ganz gut, wenn das Gerät von berufener Stelle durchgecheckt wird :) ).
Ergo könnten Hersteller Geräte mit CE-Aufkleber in Umlauf bringen, die nie ein Messgerät gesehen haben...:)...zumindest wars vor 3 Jahren noch so...ich denke aber nicht, dass sich inzwischen grossartig was verändert hat.

In einem sind wir uns aber offenbar einig...ich würde das Gerät auch nicht importieren...mir ist es lieber, ich hab den Hersteller/Vertreiber in meiner Nähe...:)...

bkramer
01.08.2002, 22:28
Hallo Manfred !

Ich glaube, da meinen wir dasselbe.

So verlockend der Preisunterschied von ca. 44% ist, im Falle eines (Un)Falles wäre es mir das nicht Wert.

Da ich bei Unfällen in "Ö" schon von beschlagnahmten Sender und ähnlichem gehört habe, muß ich derartiges nicht haben ...

LG

Bernhard

ManfredCC
02.08.2002, 09:54
@F22-Raptor

Das CE-Zeichen klebt vielleicht auf dem HF-Modul, der Hersteller zertifiziert damit aber das Gesamtgerät...Sender + HF-Modul.

Wenn der nackte Sender völlig gleich ist wirds kein Problem sein, wenn jedoch der innere Aufbau ein bisschen anders ist gilt dieses CE-Zeichen sicher NICHT für den Sender. Für JEDES in Europa in Umlauf gebrachte Gerät muss der Hersteller die CE-Konformität bestätigen. Es reicht nicht, nur Teile davon CE-konform zu bauen...

Ist aber eher eine "akademische" Diskussion...:)

[ 02. August 2002, 09:57: Beitrag editiert von: ManfredCC ]

Gast_1059
02.08.2002, 09:54
Hallo F22-Raptor,

habe Dir eine Mail geschickt.

Gruß
Pablo

Flightcontrol
02.08.2002, 10:28
...na so a Glück muss man auch erstmal haben F-22, zollfrei und ohne Versandkosten. Ich hab mir die Sache mal bei einer FF-9 angesehen und mit Versand und Zoll wird das schnell zu einem Nullsummenspiel (ausser Dein Kumpel nimmt gleich noch einen Sender mit :D ).

Grüße Werner

Andreas U.
02.08.2002, 12:09
Wo im ebay??
unter futaba 1024 finde ich nix und auch unter wcII nicht.

Apropo CE
Leute ihr seid auf dem Holzweg! Die CE Zulassung bezieht sich ausschliesslich auf das HF Modul und das habe ich in Deutschland gekauft. Im übrigen habe ich in Hong Kong angefragt und die liefern mir einen kompletten Sender mit 35MHz Modul original von Futaba. Der Sender ist mit dem Europäischen baugleich was mir Futaba Japan inzwischen bestätigt hat! Ebenso ist die CE Zulassung für diesen Sender gegeben!

Juchu! Und das schönste ist ein Kumpel von mir ist Pilot und bringt mir den Sender von da mit. Zollfrei!!

bkramer
02.08.2002, 19:52
Hallo Manfred "

... "akademische Disk." ... ist schon richtig, solange sie sich am Biertisch abspielt.

Wenn aber einmal Sender von der Polizei beschlagnahmt werden weil Menschen veletzt wurden hört sich fürchterlich rasch das "akademische" auf und es werden dann gnadenlos Paragraphen "geritten".

Ob sich das lohnt ?

Da fliege ich lieber meine MC 24 weiter die ich bei´m Billigstbieter in "D" gekauft habe.

LG

Bernhard

PW
05.08.2002, 15:56
Hallo Raptor,

versuche es doch mal bei RD Modelltechnik in Baesweiler (02401-939000).

Ich glaube, da kommst Du zurecht.

Gruss

PW

Flightcontrol
05.08.2002, 16:33
Hallo PW,

hat der Händler gute Preise für Futaba-Handsender?

Grüße Werner

Ulrich Horn
06.08.2002, 01:33
Moin,

bei so einem exorbitanten Preisunterschied muss es einen guten Grund geben. Andernfalls gäbe es schnell 'Grauimporteure', denn da läßt sich einiges verdienen.
CE spielt da keine Rolle. Ein US-Sender hat sicher UL, CSA, CE und und.. das sagt nichts über die Zulassung bei uns aus.
Umkonstruiert werden die Geräte bei uns sicher nicht. Durchaus wahrscheinlich ist aber eine Anpassung, z.B. des HF-Moduls an unsere Vorschriften. Wieviel der Importeur dafür haben will, ist seine Sache.

Ich finde Bernhards Meinung etwas kraß, denn sie setzt voraus, dass einem das mit einem zugelassenen Sender nicht passieren kann.. was nicht stimmt. Im Kern trifft er es aber.

Ich würde ganz frech den Importeur/deutschen Anbieter fragen, warum das Gerät bei ihm so viel mehr kostet. Bekomme ich darauf keine befriedigende Antwort, wäre als nächstes der ausländische Lieferant/Grauimporteur dran. Man lasse sich schriftlich bestätigen, dass das Gerät für Deutschland zugelassen ist.
Ohne eine solche Bestätigung würde ich von Import und Inbetriebnahme lieber absehen.

Grüße, Ulrich Horn

AndreCH
06.08.2002, 18:20
Wenn man die Preispolitik von Robbe über die Jahre verfolgt, erkennt man sehr gut wohin der "eklatante Preisunterschied" führen muss: zu Gewinn.

Ein Beispiel: auch die Aveoxmotoren waren, nachdem sie von Robbe vertrieben wurden, über Nacht praktisch doppelt so teuer geworden.

Und solange die Modellflieger das zahlen...................?

Flightcontrol
06.08.2002, 19:07
...ja teilweise das Doppelte in Deutschland/Österreich zu verlangen wie in den USA bzw. in Fernost......ist doch prinzipiell der selbe Sender.......unverständlich.

Werner

Konrad Kunik
06.08.2002, 23:06
Moin zusammen,

habt Ihr Euch mal Gedanken über die Größe der jeweiligen Märkte und deren Wettbewerbsbedingungen gemacht?

Deutsche Erzeugnisse werden weltweit auch nicht nur zu deutschen Preisen verkauft - das variiert je nach Markt, Nachfrage und lokaler Firmenpolitik - und der Verbraucher entscheidet für sich...

Andreas U.
07.08.2002, 15:53
Also,

ich habe inzwischen schriftlich die Bestätigung von Futaba sowie des Händlers in den USA das der Sender in Deutschland BAUGLEICH mit dem Sender in Asien/Amerika ist! Es ist sogar die CE Zulassung vorhanden. Lediglich das HF Modul ist auf die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des Landes anzupassen. Für Deutschland bedeutet dies halt 35MHz im 10KHz Raster. Somit ist der Sender einwandfrei nutzbar! Robbe ist sogar verpflichtet diesen Sender hier zu reparieren! Lediglich die Gewährleistungspflicht ist hier schwieriger zu handeln. Aber gut bei dem Preisunterschied schicke ich das Ding auch gerne zur Rep. nach USA zurück!

Hier scheffelt einer nur den maximalen Gewinn ab! Und das sehe ich nicht ein. Ich bin mit den Produkten von Futaba so zufrieden das ich auf das Robbe "Papperl" gerne verzichte. Der Grund für den Umstieg ist für mich hauptsächlich die Grottenschlechte Ergonomie der FC-28 die ich derzeit nutze. Hier sind die Schalter und Regler einfach nach dem Motto "hier war gerade Platz" reingeschraubt worden. Und wer sich mal die Bauart der Schalter ansieht! Oh weh.

Andreas

Flightcontrol
08.08.2002, 06:51
Hallo,

@Ulrich: wäre es nicht möglich, dass der Hersteller dem jeweiligen Importeur eine Manipulation am Sender verbietet? So würde ich die Aussage des Herstellers interpretieren, wenn er davon spricht, dass die Sender weltweit baugleich sind (ist aber nur eine Vermutung).

Grüße Werner

Andreas U.
08.08.2002, 09:19
@Tibos

Also wenn der Hersteller des Senders nicht weis was in Deutschland verkauft wird, wer denn dann? Robbe darf an dem Gerät gar nichts verändern denn dann erlischt die CE Zulassung!

Andreas

Ulrich Horn
08.08.2002, 12:24
Andreas,

ich stimme Dir durchaus zu. Auch wenn 'scheffeln' es als bildhafter Ausdruck vielleicht nicht ganz trifft, so nimmt doch jeder, was er kriegen kann. Wenn es stimmt, was man Dir versichert hat, wird es sicher bald weitere Importeure geben.

Dennoch empfehle ich Dir, die 'schriftliche Bestätigung' noch einmal anzusehen. Wie kann der Hersteller bestätigen, dass der Sender 'in Deutschland baugleich' ist? Hat er ihn reimportiert und geprüft?
Du solltest Dir bestätigen lassen, dass er in Deutschland zugelassen ist, oder dass sich die Zulassung ausschließlich auf das HF-Modul bezieht. Dann bist Du auf der sicheren Seite.

Grüße, Ulrich Horn

Ulrich Horn
10.08.2002, 05:33
Hallo,

@Werner: möglich ist das. Üblich ist es nicht. Bleibt aber Spekulation, solange Dir weder Hersteller noch Importeuer das bestätigen.

@F22: Das ist, mit Verlaub, Quark. Ich exportiere selbst Waren in andere Länder, und dort habe ich Importeure, die das irgendwie an die Gegebenheiten ihres Landes anpassen. Wenn es damit Probleme gibt, bekomme ich das manchmal mit.. ansonsten bin ich aber als Hersteller ganz bestimmt nicht der Erste oder gar Einzige, der darüber bescheid weiss oder auch nur informiert wird.
Ich habe weder Kenntnis noch Kontrolle darüber, ob das, was von meinen Produkten in einem Exportland verkauft wird, den lokalen Bestimmungen entspricht. Interessiert mich auch nicht, denn dafür ist der dortige Importeur verantwortlich. Ich sorge lediglich dafür, dass mein Produkt nicht durch sowas entstellt wird.

Wenn ich das jetzt hier anwenden darf: Jeder Mensch in Übersee kann natürlich bei einem meiner Händler hier in Deutschland kaufen, auch wenn ich in dessen Land einen Händler habe. Was immer er von meinem deutschen Händler erfährt.. der will verkaufen. Es würde mich sehr wundern, wenn er die Verhältnisse in Übersee kennt. Vielleicht leitet er die Kundenanfrage 'wird dieses Produkt in Übersee anders ausgeliefert' an mich weiter, und ich sage 'Nein'.
Ausgeliefert! Ich meine natürlich, an den Importeur! Was weiss ich vom Endkunden?

Also.. ich finde keinen Grund, warum der Hersteller wissen sollte, was mit seinem Produkt in anderen Ländern oder Kontinenten passiert. Es ist zwar möglich, man kann das aber nicht einfach voraussetzen und sich dann darauf verlassen.
BTW: CE ist das Letzte in diesem Zusammenhang. Eine CE-Zulassung kann man nicht verlieren. CE ist eine Erklärung und unterliegt keiner Prüfung.

Warum sich beim Import eines Senders nicht einfach schriftlich die Zulassung für Deutschland bestätigen lassen? Wo soll das Problem sein, wenn alles so baugleich ist?

Grüße, Ulrich Horn

Flightcontrol
10.08.2002, 09:32
Hallo,

also der Händler wird das sicher nie im Leben schriftlich bestätigen können. Antwort auf meine Anfrage ob die Sender gleich sind:

... Not that I know of. I have 35M radios. There was a rumour about the TX module being different but I cannot prove that.

Grüße Werner

PW
10.08.2002, 10:04
Hallo Raptor,

schon mal bei RD Modelltechnk in Baesweiler angerufen ???

Würde ich mal machen. Gute Preise und keine nicht EU importierte Ware. Zusätzlich deutsche 2 Jahres Garantie!!

Auch das Risiko des Zolles besteht dann nicht, da du ja in Deutschland kaufst.

Soviel ich weiss sind zwischen keine Unterschiede zwischen den USA /Japan Anlagen und den hier angebotenen (Ausnahme HF Modell).

Auch bei JR und Graupner ist der PCM 10 SX absolut identisch (nur 35-ziger HF Modul).

Gruss

PW

B.E-Know
14.12.2004, 15:00
Wer aus den USA importieren will, sollte prüfen, ob sich vielleicht aus zolltechnischen Gründen der Sender auch als "toy" versenden läßt. Dann wäre nämlich kein Zoll zu zahlen. Meine Lipo´s aus den USA kamen zolltechnisch gesehen auch als "toy". Deshalb mußte kein Zoll gezahlt werden.

trodat
14.12.2004, 15:46
Ja ja schreibt mal alle Toys mit nem deutlich verringertem Wert auf Eure importe und freut euch dass ihr wieder nen Cent gesparrt habt, zumindest so lange bis irgendwann mal die Steuerfahndung dahinter kommt......

B.E-Know
14.12.2004, 20:33
@ trodat
hast Du einen Modellbauladen in Deutschland oder warum so aufgeregt?
Meine Ausführungen sind keine Anstiftungen zu illegalem Handeln, es ging vielmehr darum, herauszufinden, was "Zolltechnisch" möglich ist.

Steffen
14.12.2004, 20:54
Vor allem sind Modellflugzeuge und ihr Zubehör doch nunmal Spielzeug.

Modelleisenbahnen sind auch Spielzeug, obgleich sie meistens von erwachsenen Männern benutzt werden ;)

Ciao, Steffen

love2fly59
15.12.2004, 22:27
Hallo 9Z Freunde,

ich fliege mit der ersten 9Z Generation seit 2004, habe die Anlage selber aus den USA importiert. Rücksprache mit robbe ergab, dass das Lehrer-Schüler Modul angeblich anders und nicht zugelassen ist. Die Behauptung, dass das Modul im Servicefall deaktiviert werden würde hat mich leicht geschockt :mad: ,da der Sender weiterhin perfekt funktioniert sehe ich das eher gelassen. ;)

Gruss, Martin

love2fly59
16.12.2004, 16:42
dass hätte "seit 1994" sein sollen. ;)

juwe
17.12.2004, 19:33
Hallo zusammen

Ich möchte hiermit kurz mein (Halb-) Wissensstand zum Thema beitragen. Das Thema hat mich selbst vor einigen Wochen sehr interessiert (Kauf 9Z).

(Vorbemerkung: Im folgenden Text und den Links beziehen ich mich auf CH-Gesetze. Da die Schweiz aber die entsprechenden strengeren europäischen Normen übernommen hat, dürfte die Regelung in Deutschland sehr ähnlich bis gleich sein)

Die Kernfrage ist doch, weshalb kein ausser-europäischer Händler Fernsteuerungen anbietet und schriftlich oder auch nur schon mündlich deren rechtlich zulässiger Betrieb für Deutschland oder die Schweiz garantiert? Die Preisdifferenzen sind ja gewaltig und solche Direktimporte sind in einer freien Wirtschaft nicht verboten.

Nun ich vermute folgenden Zusammenhang:

Das Fernmeldegesetz und die zugehörigen Verordnungen fordern das Vorliegen einer so genannten „Konformitätserklärung“ für den Betrieb einer Funkfernsteuerung.
http://www.bakom.ch/de/geraete/recht/ch/index.html
Welche technischen Voraussetzungen (z.B. EN-Normen) erfüllt sein müssen, damit für eine bestimmte Fernsteuerung eine Konformitätserklärung ausgestellt wird, ist in den Verordnungen/Reglementen zum Fernmeldegesetz festgehalten (siehe unterer Link: Nr. 1-14).
(Die immer wieder zitierte CE Norm genügt anstelle oder für die Konformitätserklärung eindeutig nicht)
http://www.bakom.ch/imperia/md/content/deutsch/gerte/technik/rir/rir1007.pdf
http://www.bakom.ch/imperia/md/content/deutsch/gerte/technik/rir/rir1007_02.pdf
(Ausgestellt werden diese Konformitätserklärungen, soweit ich weiss, von einer dazu akkreditierten europäischen Kommission).

Liegt vor der ersten Inbetriebnahme einer Fernsteuerung keine genügende Konformitätserklärung vor, so ist der Betrieb der Anlage nicht legal!

Das Gesetz regelt weiter, dass die Verantwortung für das Vorhandensein einer genügenden Konformitätserklärung beim offiziellen Importeur eines Herstellers oder im Falle eines Direktimportes bei der jeweiligen Privatperson liegt. D.h., wer seine Steuerung regulär einkauft braucht sich nicht um eine Konformitätserklärung zu kümmern; die selbst importierende Privatperson hingegen schon!

Und genau an diesem Punkt scheitert meiner Ansicht nach der Direktimport. Denn eine Privatperson kann diesen Nachweis nicht erbringen! Da erstens das Verfahren sehr teuer ist und zweitens nur der Hersteller die dazu nötigen technischen Daten liefern kann – dies wird er nur in Zusammenarbeit mit seinem jeweiligen Importeur tun.

Über das Fernmeldegesetz kommt so der Importeur zu einer quasi Monopolstellung und kann daher seine Preisdiskriminierung ausspielen.

Natürlich ist es denkbar, dass die Konformitätserklärung des offiziellen Importeurs auch Direktimporte identischer Anlagen abdeckt und eine Kopie zur Erlangung der Betriebserlaubnis genügen würde. Erstens gibt es aber dazu keine gesicherte Auskunft (zumindest weiss ich von keiner) und zweitens weiss niemand ausser dem Hersteller wirklich ob z.B. die 9Z aus Fernost wirklich exakt baugleich ist mit einer 9Z für den europäischen Markt. Sicher bleibt da nur, dass über die Seriennummer eindeutig bestimmbar ist, von wo die Anlage kommt.
Von den bekannten ausser-europäischen Vertreibern von RC-Anlagen ist mir keiner bekannt, der bei verbindlicher Nachfrage garantiert, dass der Betrieb seiner Funkfernsteuerungen in der Schweiz/Deutschland legal ist. Ich vermute, dass diese Händler über die geforderte Konformitätserklärung bestens informiert sind und genau wissen warum sie keine Bestätigung über die rechtliche Zulässigkeit abgeben.
Daraus schliesse ich für mich, dass der legale Betrieb eben nicht (ohne weiteres) gegeben ist.
(Bsp. dazu : http://www.futaba-rc.net/ - kein Import aus USA/Fernost, um die bestehenden Unsicherheiten auszuschalten)

Gruss Jürg

love2fly59
18.12.2004, 09:39
Hallo Jürg,

danke für die sehr ausführliche "Aufklärung".

Aus der Perspektive von jemanden der in der Hich-Tech Branche beschäftigt ist kann ich mir kaum vorstellen, dass Futaba Sondervarianten der 9Z Anlage für unseren Markt herstellt. Dass Futaba die Konformität nur für die in Europa verkauften Sender garantieret jedoch schon. Auf diese Art & Weise können sie das Problem der günsitgeren Auslandspreise auch relativ gut im Griff bekommen. Ist auch eine übliche Massnahme um das "Transshipping" Problem in Griff zu bekommen.

Unser Markt für Fernsteuerungen deckt ca. 25% vom weltweiten Umsatz ab. Mich würde es sehr überraschen wenn unser Anteil am Handsendermarkt höher als 5% liegen würde. Ob sich eine Sondervariante unter diesen Umständen rentieren würde?

Viele Fliegergrüße Martin

juwe
18.12.2004, 13:18
Hallo Martin

Danke für Deine Antwort. Ich tendiere auch zur Annahme, dass z.B. eine „Hong Kong“ 9Z 35/40 MHz, 10 kHz technisch identisch mit einer 9Z für den „europäischen“ Markt ist.
Für die Beurteilung, ob der Betrieb der Anlage legal ist, ist dies aber wahrscheinlich unerheblich. Ich verstehe die Konformitätserklärung ähnlich wie der Fahrzeugausweis beim PKW. Ohne Fahrzeugausweis keine Betriebserlaubnis für den Strassenverkehr - unabhängig davon, ob das Auto technisch zulassungsfähig ist/war oder nicht.

Ob der legale Betrieb einer Funkfernsteuerung im Modellflug relevant ist, ist natürlich wieder eine andere Frage für sich. Ebenso weiss ich auch nicht, ob ein Haftpflichtversicher seine Leistung im Falle eines Unfalles verweigern bzw. Regress nehmen kann, nur weil keine Konformitätserklärung vorlag.

Gruss Jürg

B.E-Know
20.12.2004, 23:38
Ich habe mich mit einer e-mail an Herrn Perkuhn (Fachreferent Funk im DMFV) gewandt und ihn um Beantwortung des hier behandelten Thema´s gebeten.
Aus seiner ausführlichen Beantwortung geht hervor, daß aus dem Ausland importierte Sender hier in Deutschland betrieben werden dürfen, wenn der Betreiber gewährleisten kann, daß der Sender die hier geltenden "Richtlinien" erfüllt.
Eine von Herrn Perkuhn selbst durchgeführte Messung an Sendern von JR und Futaba aus dem Ausland hat ergeben, daß keine Abweichung von den in Deutschland geltenden Bestimmungen festzustellen war.
Mein Fazit also: Sender von JR und Futaba aus den USA dürfen in Deutschland betrieben werden!

juwe
21.12.2004, 15:59
Hallo B.E-Know

Danke für Deine Abklärungen. Im Sinne einer verbindlichen und nachvollziehbaren Antwort wäre es schön, wenn Du offen legen könntest, auf welche Gesetzesartikel sich Herr Perkuhn bei seiner Antwort bezieht. Insbesondere wie der Nachweis erfolgen muss damit er dem Gesetz genügt (genügt das CE zeichen oder brauchts eine DoC usw.).

http://europa.eu.int/comm/enterprise/rtte/dir99-5.htm (Directive 1999/5/EC)

http://europa.eu.int/eur-lex/pri/de/oj/dat/1999/l_091/l_09119990407de00100028.pdf (in Deutsch)

http://europa.eu.int/comm/enterprise/rtte/implem.htm (Länder die sich der Richtlinien angeschlossen haben, wobei Unterschiede immer noch möglich sind)

Gruss Jürg

[ 21. Dezember 2004, 16:02: Beitrag editiert von: juwe ]

B.E-Know
21.12.2004, 18:11
Also ich versuche mal, die Kernsätze wiederzugeben:
Die früher übliche FTZ-Nr. gibt es nicht mehr. Die Geräte werden nicht mehr von einer offiziellen Behörde geprüft. Der Betreiber ist verantwortlich dafür, daß die in einer "Richtlinie" (dies ist nicht näher spezifiziert)niedergelegten Parameter wie abgestrahlte Leistung, Nachbarkanalleistung, Oberwellen, Frequenzhub, Frequenzgenauigkeit usw. eingehalten werden. Das CE-Zeichen bedeutet lediglich, daß der Hersteller bzw. Importeur versichert, daß das Gerät konform ist mit den europäischen Bestimmungen. Die Nr. nach dem CE-Zeichen ist die Nr. des Prüblabors, welches im Auftrag des Herstellers/Importeurs die Überprüfung vorgenommen hat. Deshalb steht beispielsweise auf den neueren HF-Modulen von Graupner und Multiplex die gleich Nr. Vorgeschrieben ist diese Prüfung nicht. Allerdings lassen die meisten Hersteller/Importeure eine solche Prüfung durchführen, um sich abzusichern.
Als Fazit aus meinen Erläuterungen können Sie entnehmen, daß in Eigenregie importierte Geräte in Deutschland betrieben werden dürfen.

juwe
22.12.2004, 13:39
Hallo B.E-Know und Interessierte

Die Angesprochene Richtlinie ist die von mir oben genannte Directive=Richtlinie 1999/5/EC. Diese regelt welche grundlegenden Normen (oder harmonisierte Normen) eingehalten werden müssen. Weiter verlangt die Richtlinie, dass der Hersteller/Importeur/“Inverkehrbringer“ die Einhaltung der Richtlinie und Normen in einer Konformitätserklärung (DoC) schriftlich festhält. Der Hersteller/Importeur/“Inverkehrbringer“ kann diese DoC selbst ausstellen oder sich an eine benannte Stelle wenden, eine Zulassung ist nicht mehr erforderlich (diese neue Regelungsart läuft in der EU unter der Bezeichnung „New Approach“).
Die Konformitätserklärung muss zwingend vorliegen und ist nicht etwa freiwillig! Freiwillig ist nur, ob sich der Hersteller/Importeur dafür an ein benanntes Prüflabor wendet oder ob er die Prüfung selbst vornimmt, so er dazu selbst in der Lage ist.
Als Privatperson wird man sich ohne Mithilfe des Herstellers keine DoC ausstellen können, da man den Nachweis nicht genügend (im Sinne der Normen) erbringen kann. Nicht umsonst stehen ja selbst für die Hersteller die offiziell benannten EU Prüfstellen zur Verfügung. Bei vorliegen der Konformitätserklärung, darf das CE Zeichen angebracht werden. Ein CE Zeichen ohne Konformitätserklärung ist aber im EU Raum verboten.
Damit bleiben beim Import aus USA/Fernost eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder diese Anbieter oder der Hersteller selbst legen eine Konformitätserklärung bei (die der Richtlinie genügt) oder die Konformitätserklärungen von Robbe bzw. des CH-Importeurs decken automatisch auch Produkte ab, die nicht über sie importiert wurden.

Hier noch der Link zur Konformitätserklärung von Robbe für die 9Z:
http://data.robbe-online.net/robbe_pdf/P7220_1-F8008.pdf

Die Konformitätserklärung für die Schweiz sieht im Layout gleich aus und verweist ebenfalls auf die Richtlinie 1999/5/EG. Trägt aber im Unterschied zu jener von Robbe noch die Unterschrift eines Vertreters von Futaba Japan und weicht in der Bezeichnung einer Norm leicht ab.

Soweit mein Wissen zum Thema bis jetzt. Alle Angaben ohne Gewähr.

Gruss Jürg

[ 22. Dezember 2004, 14:18: Beitrag editiert von: juwe ]

R.T.
27.12.2004, 17:56
Hallo zusammen,
Ich habe mich über dieses Thema beim Bakom (Schweiz) per Anruf informiert, auch weil ich selber eine Futaba 9Z und FF9 bei einem Händler in Japan erworben habe. So wie mir das erklärt wurde braucht man zum Betrieb dieser Anlagen keine Konformitätserklärung, sofern diese direkt importierten Sender mit den Leistungsdaten übereinstimmen, welche in der Konformitätserklärung für die vom Importeur vertriebenen Sendern aufgeführt sind (vorausgesetzt dass eine Legale Frequenz benützt wird).
Es macht auch keinen Sinn nochmals eine Konf.erkl. neu zu erstellen für einen Gerätetyp welchem schon längst eine Konformität bescheinigt wurde.
Probleme beim Import kann es beim Zoll geben, weil dort die entsprechenden Informationen nicht vorliegen. Im Fall von Futaba kann die Konformitätserklärung bei Robbe heruntergeladen werden (EU-Norm, ist auch für die Schweiz gültig).
Grüsse, Rolf