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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beschleunigungsmesser (G- Messer)



torqu-n_roll
11.01.2010, 12:14
Hi,
gibt es ein Modul, Baustein o.ä., was man im Modell befestigen kann und nach dem Flug ablesen kann, was die größte "G" Belastung im Flug war?:confused:

MfG Jannik

Jürgen Heilig
11.01.2010, 12:22
Hi,
gibt es ein Modul, Baustein o.ä., was man im Modell befestigen kann und nach dem Flug ablesen kann, was die größte "G" Belastung im Flug war?:confused:

MfG Jannik

Hallo Jannik,

klar gibt es so etwas:

http://www.eagletreesystems.com/Support/Manuals/G-Force%20Expander%20Manual.pdf

:) Jürgen

torqu-n_roll
11.01.2010, 14:46
Jürgen hat immer den passen den Link :D

allerdings funktioniert der Sensor nur zusammen mit dem Telemetriesystem... und die 400€spar ich dann doch lieber ;)

MFG Jannik

Praktiker
11.01.2010, 15:22
vielleicht hilft Dir das hier weiter :

www.dynamic-soaring.de/forum/showthread.php?t=305

Chris sein Klötzchen wird bald getestet.....

geko
11.01.2010, 15:23
Moin, Moin

ist das (http://www.elektor.de/elektronik-news/3-achsen-beschleunigungs-und-magnetfeldsensor-in.1215033.lynkx?utm_source=DE&utm_medium=email&utm_campaign=news) vielleicht was für Dich?

Gruß geko
Gerd Kosbab

Johannes Kohler
11.01.2010, 16:22
Malzeit

Es kommt drauf an welche werte du messen willst. Eine Lösung für einen 8g Z-Sensor habe ich parat. Der bis zu 100g xyz sensor ist noch in der testphase Problem liegt bei der Anbindung ans unilog. Wenn du Interesse hast oder andere dann melde dich mal.

MfG

Flyingmatze
11.01.2010, 20:07
Ich hab lange nachgedacht was ich mal für einen Jeti-Sensor bauen könnte. Danke für die Idee. Bei meiner nächsten Farnell bestellung wird wohl ein Beschleunigungssensor dabei sein ;) Werde wahrscheinlich auch Schaltung+Quellcode veröffentlichen wenn nachfrage besteht.
+-10g reichen hoffentlich...

Johannes Kohler
11.01.2010, 21:07
Werde wahrscheinlich auch Schaltung+Quellcode veröffentlichen wenn nachfrage besteht.
+-10g reichen hoffentlich...

Nabend

@ Flyingmatze
Gerne bin voll heiß darauf ein alltagstaugliches Accelerometer zu bauen.
Dimensionierung des Sensors kommt auf den Flugstil und dein Arbeitspferd an

Anbei von mir ein paar Bilder um sich das etwas besser vorzustellen. Die erste version wurde etwas leihenhaft auf einer Lochrasteplatine aufgebaut. Damit konnte nur eine Achse gemessen werden und das auch nur genau über den sonst üblichen Spannungseingang. Die zweite Version hat zwei Sensoren, einen 70g für die x und y-Achse und einen 100g Sensor für die z-Achse. Die Stromversorgung geschieht über einen DC/DC Wandler. Alles ist aus einer 40x40mm großen Platine untergebracht.

torqu-n_roll
11.01.2010, 22:10
Malzeit

Es kommt drauf an welche werte du messen willst. Eine Lösung für einen 8g Z-Sensor habe ich parat. Der bis zu 100g xyz sensor ist noch in der testphase Problem liegt bei der Anbindung ans unilog. Wenn du Interesse hast oder andere dann melde dich mal.

MfG

Ich glaub die 8G schaff ich locker :D Geht das nur mit Anbindung ans Unilog?


Nabend

Anbei von mir ein paar Bilder um sich das etwas besser vorzustellen. Die erste version wurde etwas leihenhaft auf einer Lochrasteplatine aufgebaut. Damit konnte nur eine Achse gemessen werden und das auch nur genau über den sonst üblichen Spannungseingang. Die zweite Version hat zwei Sensoren, einen 70g für die x und y-Achse und einen 100g Sensor für die z-Achse. Die Stromversorgung geschieht über einen DC/DC Wandler. Alles ist aus einer 40x40mm großen Platine untergebracht.

Das sieht schon mal genau nach dem aus, was ich suche ;)
Das ist selbst gebaut, oder?

MfG Jannik

EvilKnivel
11.01.2010, 22:18
Das ist der Sensor den wir für den Unilog gebrutzelt haben... http://www.dynamic-soaring.de/forum/attachment.php?attachmentid=1626&d=1263139431

X-Achse +/-100G, Y-Achse +/-50G, soll halt für F5D und DS flüge herhalten, deshalb die hohen Beschleunigungswerte, für andere Modelle würde ich natürlich entsprechend andere Sensoren wählen.

Flugtest gibts am WE (wenn das Wetter mitspielt). Wenn diese erfolgreich waren, dann auch mit vollständigem Bericht auf unserer Page.

Gruß Chris

Johannes Kohler
11.01.2010, 22:24
Nabend

Ich habe bereits ein Unilog in Besitz und somit kam nur eine solche Lösung in frage. Alles was du siehst ist selbst gebaut und erdacht. Ach ja ich korrigiere das ist kein 8g sensor sondern nur 6g die aber ein verrückter vereinskollege mit seiner Extra spielend erreicht. Die Monströse 100g version ist für meinen Raketenwurm gedacht.
Ich denke ich muss mal wieder was in die Richtung bauen.

MFG

torqu-n_roll
13.01.2010, 16:52
Hm, ok.
Für mich wär es am besten, wenn man die Belastung direkt an dem Modul ablesen könnte... (z.B. zweistelliges Disply)

MfG Jannik

RainerSeubert
13.01.2010, 19:11
Hmmm, dazu müßtest Du aber auch mitfliegen ....

torqu-n_roll
13.01.2010, 23:39
nein, ich meine, dass man nachher auf dem Display den höchstgemessenen Wert ablesen kann. Also dass dann auf dem Display meinetwegen ne 12 steht und man weiß, die höchste Belastung waren 12G.

MfG Jannik

Flyingmatze
23.01.2010, 20:12
et voila: JetiG

Anzeige: Min, Aktuell, Max
Einstellbare Warnschwelle
Messbereich: +-10g

Eigentlich hätte ich gleich einen xyz-Sensor nehmen sollen, da hätte ich gleich einen Künstlichen Horizont bauen können.

Jetzt arbeite ich erstmal an meinem Datenlogger wodurch man alle Jetisensoren speichern kann und mit Logview auswerten. Die Schaltung wird entweder vor die Jetibox geschalten, oder gleich in die Jetibox integriert.

Experimentalhans
23.01.2010, 20:56
Wenn Du nur den Maximalwert wissen willst, dann nimm ein Sperrholzbrettchen, das in den Flieger reinpaßt, befestige eine Schenkelfeder dran, an deren freine Schenkel Du ein Gewicht befestigts.
In dem Gewicht ist ein Bohrung, in die eine Belistiftmine paßt.
Quer dazu ein Gewinde mit einer Kunststoffschraube um die Mine festzuklemmen, und zwar so, daß sie ein bißchen Spannung gegen das Brettchen hat.
Auf das Brettchen kommt ein Stück Papier.

Kalibirert wird das Ding, indem Du es einmal hochkant hältst und dann andersrum hochkant, so daß das Gewicht den Federschenkel jeweils auslenken kann. Das ergibt plus/minus 1g. Diese Positionen markiertst Du mit je einem kleinen Bleistifstrich.
Wenn der Meßbereich zu klein sein sollte, verschibst Du das Gewicht einfach weiter hin zur Windung der Schenkelfeder. Das ergibt einen kleineren Hebel.

Nun eingebaut in das Modell, so daß die gewünschte Beschleunigungsrichtung auch angezeigt wird und los damit.

Nach dem Flug kannst Du mit dem Lineal ausmessen, was maximal los war.

Bauen kann man dieses Minimalinstrument in Groß oder in Klein, je nach Modell.

Jürgen Heilig
23.01.2010, 21:03
...
Nach dem Flug kannst Du mit dem Lineal ausmessen, was maximal los war.
...

Je nach Modell hat er dabei mit den Motorvibrationen u.U. nur die Resonanzfrequenz der Schenkelfeder getroffen. ;)

:) Jürgen

EvilKnivel
24.01.2010, 15:19
http://www.koelleteam.de/wordpress/?p=444#more-444

Gruß Christoph

Andreas Steinle
24.01.2010, 15:23
Hallo Christoph,

hochinteressanter Aufbau und tolle Beschreibung! Zwei Fragen habe ich dazu:

- Ist es möglich die Spannung direkt vom Unilog zu verwenden?
- Welche Richtung misst du mit der zweiten Achse und welche Beschleunigunswerte werden hier erreicht?

Gruß Andreas

EvilKnivel
24.01.2010, 15:32
Nein, der Unilog arbeitet mit 3,3V intern und der Sensor benötigt 5V. Man könnte jetzt die Spannung von 3,3 auf 5V hochtransformieren, aber das wäre wieder eine zusätzliche "Störquelle"im Modell. Deshalb versorge ich den Sensor über den Antriebsakku (Durch den Spannungsregler kann ich bis 30V anlegen) oder über einen 50mAh 2s Lipo.

Was man mit der zweiten Achse misst, kann man sich ja je nach Einbauposition selber aussuchen. Bei dem Testflug war die zweite Achse in X-Richtung.
Aber ich habe hauptsächlich einen zwei-Achs Sensor gewählt, weil der Baustein das gleiche kostet wie ein 1-Achs, ich aber je nach Anwendungsfall zwei Messbereiche habe: Für Pylon (F5D) +/-50G und für DS +/- 100G

Gruß Christoph

Flyingmatze
02.02.2010, 21:12
Ich habe am Wochenende einen Testflug mit meinem Beschleunigungssensor gemacht... Was soll ich sagen...+-10g Messbereich sind zu wenig:cool: Die habe ich selbst mit meinem Raven 3 beim Looping hinbekommen. Ist es wirklich so einfach solche Beschleunigungswerte zu bekommen? Ich hätte mit weit weniger gerechnet? Ich habe ja auch keine Möglichkeit meinen Sensor zu überprüfen. Ich habe einfach mit den Werten aus dem Datenblatt gerechnet. Der Sensor zeigt im waagerechten Zustand +1g an und wenn ich ihn umdrehe -1g. Also müsste meine Umrechnung funktionieren. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass meine Tragflächen 15kg aushalten? Ich versuche lieber nicht einen vollen Wassereimer auf die Tragflächen zu stellen um es auszuprobieren.

GC
02.02.2010, 21:49
Welcher Flieger war das denn?

Flyingmatze
02.02.2010, 21:56
Ein Raven 3 von Staufenbiehl

GC
02.02.2010, 23:17
Matze, da biste aber ganz schön eckig geflogen :D

EvilKnivel
03.02.2010, 17:12
Schätz die Fluggeschwindigkeit ab (strahl propellet * X) und rechne den Kurvenradius bei 10G aus und überleg ob du so eng den Looping geflogen bist... dann weißt du ob du daneben liegst oder ob das Sinn macht

MarkusN
03.02.2010, 17:15
Ein rund geflogener Looping hat unten mindestens 6g (Verlustfrei und mit konstanter Motorleistung gerechnet). 10g sind also nicht exorbitant hoch.

Zur Belastbarkeit des Flügels: Du musst nur mit dem Rumpfgewicht rechnen, da sich der Flügel +/- an jedem Punkt selbst trägt und damit nicht zur Biegelast des Holms beiträgt.

EvilKnivel
03.02.2010, 18:37
Also kann ich meinen Flügel 100Kg schwer machen und das geht nicht in die Holmbelastung mit ein...?! ;)

GC
03.02.2010, 19:25
Markus wollte wohl sagen, wenn der Rumpf 1000g wiegt und Du 10g Beschleunigung mißt, so darfst Du nur 10kg auf den Flügel legen!

MarkusN
04.02.2010, 08:05
Also kann ich meinen Flügel 100Kg schwer machen und das geht nicht in die Holmbelastung mit ein...?! ;)Im Flug nicht. (Wenn Du die 100 kg gleichmässig verteilst.) Dafür dann am Boden...

(OK, wenn wir ech mit solchen Grössenordungen rechen müssten wirds dann doch kompexer. Dann müsste ich abwägen wie sich das Gewicht und der Auftreib über die Fläche verteilt (in Spannweiten und Tiefenrichtung.) Bei "normalen" Gewichten ists aber wirklich so, die Zusatzlast aus dem Flächengewicht ist für die Holmauslegung vernachlässigbar. Bis zum Landestoss. Dessen Belastung wird aber normalerweise von der Flugauslegung locker mitgetragen.

EvilKnivel
04.02.2010, 21:18
Cool, somit ist dann jeder reine Nurflügel - wo die Last sinvoll verteilt ist - in der Luft unzerstörbar! Warum man diese Technik nicht für DS nutzt... :rolleyes:

Novafly
08.02.2010, 10:58
Hi Leute,
hole auch gerade ein paar Informationen zum Bau eines Beschleunigungsmesser ein und bin dabei auf den SCA3000 gestoßen. Der Baustein ist ein 3D Chip (X,Y und Z Messung) mit I²C Interface.

http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/193857/VTI/SCA3000-D02.html

Hat damit jemand schon einmal etwas realisiert?


Gruß
Stefan

MarkusN
08.02.2010, 12:19
Cool, somit ist dann jeder reine Nurflügel - wo die Last sinvoll verteilt ist - in der Luft unzerstörbar! Warum man diese Technik nicht für DS nutzt... :rolleyes:Immer gleich extrem werden. Bekanntlich:

Wirken auf einen Flügel nicht nur Biegekräfte
Ist die Auftreibsverteilung gerade bei Nurflügeln oft alles andere als ideal
Hat auch ein Nurflügel gewisse "Zentrumslasten"


Ausserdem sind bei den Foamie-DSern Bretter durchaus beliebt.

Flyingmatze
08.02.2010, 20:45
Der SCA3000 sieht vom Prinzip her nicht schlecht aus. Eine digitale Schnittstelle erleichtert natürlich die Auswertung. Aber ich denke mit +-2g kommst du nicht weit, außer du hast eine Modelleisenbahn

Novafly
08.02.2010, 21:00
Das hatte ich dann auch realisiert. Dachte, die +/- 2g wären skalierbar, aber das ist tatsächlich der max-Wert des Chips. Schade.... I2C wäre so schön gewesen :)

Gruß
Stefan

Flyingmatze
08.02.2010, 21:12
Es gibt aber auch andere mit i2c. Schau mal auf de.farnell.com
ICs -> Sensoren -> Acelerometer
Da kannst du I2c auswählen.

p51flier
09.02.2010, 07:53
Hi,
die Jungs von fiberclassics habe solche g-Messungen mal vor Jahren gemacht. Die kamen dabei auf ca. 30 g im 3D-Gehampel.

Sepp

Praktiker
09.02.2010, 17:29
Hi,
die Jungs von fiberclassics habe solche g-Messungen mal vor Jahren gemacht. Die kamen dabei auf ca. 30 g im 3D-Gehampel.

Sepp

30g beim 3D fliegen ....Wow, das ist mal was.....

Gruß

Action-Heinz
19.02.2010, 10:54
Sind solche exorbitant hohen Beschleunigungswerte realistisch?

Skaliert man Geschwindigkeit und Kurvenradius einer von einem manntragenden Kunstflugzeug geflogenen Figur (zugelassen auf 10g) auf 1/3 (entspricht einem Modell mit ca. 2,5 Meter Spannweite), so ergibt sich nachher auch nur 1/3 Beschleunigung des Originals, da die Geschwindigkeit quadratisch eingeht.

Klar, meist sind die Modelle überproportional schnell, weshalb höhere Beschleunigungswerte erreicht werden.

Im 3DGehampel wird das wohl noch mal ein Stückchen extremer sein, aber 30g?
Dass viele Steckrohre an der Grenze dimensioniert sind, sieht man ja schon daran, dass sie bei vergleichsweise weichen Manövern versagen.
Beim 3D fliegen hält dann aber alles!?
Ich kann mir das nur so erklären, dass der Rumpf an sich, vielleicht gerade bei solchen 3D-Manövern, mehr zum Gesamtauftrieb beiträgt, als manch einer denkt.
Würde man bei einem solchen Modell davon ausgehen, dass nur die Tragflächen den Auftrieb erzeugen und für 30g einen statischen Belastungstest durchführen, bin ich sicher, dass irgendein Element im Kraftfluss schon bei einem Bruchteil der Last versagen würde (Steckrohr)!

(siehe http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=27855 6. letzter Beitrag von Hans Rafl Ulrich)

Zum Test haben wir die Flächen so eingespannt, wie im Modell üblich. [...] Die Flächen wurden dabei so belastet, dass es der normalen Belastung beim Flug entspricht. Zum Test hatten wir Gewichte von 150 kg bereit gelegt. Du kannst Dir unsere „dummen“ Gesichter nicht vorstellen, als bereits bei 30 Kg Belastung das Steckrohr (gewöhnliches Steckrohr von Ralf Petrausch) abknickte

Gruß

Heinz

MarkusN
19.02.2010, 11:26
Im 3DGehampel wird das wohl noch mal ein Stückchen extremer sein, aber 30g?
Die Rechnung ist eigentlich einfach: (Max-Geschwindigkeit/Minimalgeschwindigkeit)^2 ist das maximale Lastvielfache.
(Die Minimalgeschwidigkeit zeigt Dir das Ca-max, die Maximalgeschwindigkeit macht daraus G.)

Mit einem kräftigen Motor bist Du schnell bei 30g


Wobei ein G-Sensor in einem Modell natürlich noch viel anderes mitmessen kann (Stichwort Schwingungen und Vibrationen).

Action-Heinz
20.02.2010, 12:29
Die Rechnung ist eigentlich einfach: (Max-Geschwindigkeit/Minimalgeschwindigkeit)^2 ist das maximale Lastvielfache.
(Die Minimalgeschwidigkeit zeigt Dir das Ca-max, die Maximalgeschwindigkeit macht daraus G.)

Also nur durch Kenntnis der Minimal- und Maximalgeschwindigkeit kann ich das maximale Lastvielfache berechnen? Cool.

Denoch wundert es mich, dass bezüglich der Steckung niemand widerspricht.
Bei solchen Beschleunigungen wird rein rechnerisch kein übliches Rohr halten - und der Test von Ulrich belegt, dass die Rohre schon bei relativ geringen Lasten versagen.
Trotzdem überleben viele Modelle diese Manöver.
Da kann ich eigentlich nur darauf schließen, dass die Annahme, nur die Flügel würden den Auftrieb erzeugen, falsch ist.

Otti
20.02.2010, 14:46
Servus,


Die Rechnung ist eigentlich einfach: (Max-Geschwindigkeit/Minimalgeschwindigkeit)^2 ist das maximale Lastvielfache.
(Die Minimalgeschwidigkeit zeigt Dir das Ca-max, die Maximalgeschwindigkeit macht daraus G.)


wenn ich das richtig verstehe, ist das aber doch nur der maximale G-Wert, der aufgrund der maximal möglichen Auftriebskraft der Flächen an der Struktur überhaupt angreifen kann. Oder anders ausgedrückt: der so errechnete Wert ist nur dann relevant, wenn man das Modell so auslegen möchte, daß es in der Luft durch Flugmanöver unzerstörbar sein soll. In der Realität muß man doch nicht unbedingt von solch hohen G-Kräften ausgehen, oder? Ich denke, die meisten "realen" Modelle sind weit davon entfernt, die G-Kräfte auszuhalten, die durch die o.g. Formel zustande kommen. Was ein Modell aushalten muß, hängt doch auch von seinem Einsatzzweck und dem persönlichen Flugstil ab. Ein Pylon-Racer muß vielleicht tatsächlich 40G aushalten können, weil der entsprechend um die Ecken geprügelt werden muß, um Wettbewerbs-fähig zu sein, aber muß man ein Modell für einfachen Kunstflugbetrieb so auslegen, daß man nach dem Anstechen bei "Voll Stoff" auch gleich eine gerissene Rolle machen kann?

Grüße,

Otti

Otti
20.02.2010, 15:11
Also nur mal zur Veranschaulichung, was eine Kurve mit 10G bedeutet:
Fliegt man mit 108km/h, also 30m/s eine Kurve mit 10m Radius, werden etwa 9g (90m/s²) an Beschleunigung erreicht. Dazu kommt noch die Erdbeschleunigung, wenn man es vertikal, als Looping, fliegt, sind das dann also 10G. Der komplette Kreis bzw. Looping (Strecke = 2*Pi * r) wäre bei dieser m.M. nach schon recht hohen Geschwindigkeit in knapp über 2s durchflogen, eine 180 Grad Kehre also in etwa 1s - kommt mir schon ziemlich "zackig" vor...
(Ok, ich bin jetzt auch nicht so der Extrem-Flieger...)

Der Manntragende kommt bei Tempo 360 km/h (100m/s) bei r=100m auf etwa 10G. Masstabsgetreu das gleiche Manöver auf ein 1/3-Modell verkleinert wären bei Tempo 120 und r=33m gerade mal knapp über 3G, wie Heinz auch schon ausgerechnet hat.

Grüße,

Otti

MarkusN
20.02.2010, 17:19
wenn ich das richtig verstehe, ist das aber doch nur der maximale G-Wert, der aufgrund der maximal möglichen Auftriebskraft der Flächen an der Struktur überhaupt angreifen kann. Oder anders ausgedrückt: der so errechnete Wert ist nur dann relevant, wenn man das Modell so auslegen möchte, daß es in der Luft durch Flugmanöver unzerstörbar sein soll.
Ja, natürlich. Die Aerodynamik gibt das her. Das heisst nicht, dass man das auch abfordern muss.