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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vakuumgerät



Wern-Air
16.01.2010, 23:39
Hallo Modellbauer

Da ich meine Cap im Sommer mächtig verkleinert habe, mußte ich eine neue Fläche herstellen. Ich habe einen Styrokern geschnitten und wollte ihn unter Vakuum pressen.
Ich habe ein Vakuumgerät gebaut und das hat hervorrangend funktioniert.

Gruß
Werner

Wattsi
17.01.2010, 10:08
Schaut ja richtig Profilike aus. Wie stellst Du denn den Unterdruck ein? Ich habe mir mit einer Unterdruckdose eines Auto Zündverteilers eine Regelschaltung gebaut, die den Kompressor nur bei Absinken unter einen einstellbaren Druck einschaltete. Ist schon 20 Jahre her, heute gibt es sowas wahrscheinlich gar nicht mehr.
Viel Erfolg weiterhin!
Wolfgang

Andreas Maier
17.01.2010, 10:19
Werner und Wolfgang,

könntet ihr noch ein paar Bilder vom Aufbau und
ein paar erklärende Worte zu der Vakuumpumpe machen ?


Danach werden wir diesen Thread in die Werkstattrubrik verschieben, damit
noch mehr Fachliches dazukommt und die Suchefunktion leichtes Spiel hat.


Gruß
Andreas

Micha Chianti
17.01.2010, 12:24
Hallo
Wär auch an mehr details zum Aufbau interessiert

Mfg Micha

Franz Zier
17.01.2010, 13:48
Hi
nachdem ich vor längerer Zeit auch schon so eine Vakuumpumpe im Einsatz hatte werde ich versuchen frei aus dem Kopf, so gut es halt ohne Bilder möglich ist, euch das Gerät zu beschreiben. Der Unterdruckschalter wurde mit einer Unterdruckdose eines Pkws und mit einem Mikroschalter gemacht. Zusätzlich wurde mittels einer Feder welche mit einer Gewindestange in der Wirkung einstellbar war der Schaltpunkt des Gerätes geregelt. Gummiringe funktionieren anstelle der Feder aber auch. Eine mittels eines T-Stückes in den Saugschlauch dazugeschaltete Dose erhöhte das Vakuumvolumen und verlängerte die Ausschaltpausen. Ein Papierbenzinfilter wurde als Staubschutz noch in den Ansaugschlauch des Kompressors zwischen geschaltet. Das einstellen des Unterdrucks auf diese Weise erschien mir besser als ein mittels Düsenstock einstellbares Vakuum welches einen Dauerlauf des Kompressors verlangt. Eine zusätzlich Kühlung des Kompressors mit einem 23oV Lüfters ist trotzdem empfehlenswert.
Ich hoffe damit etwas weiter geholfen zu haben

LG Franz

Wern-Air
17.01.2010, 18:38
Hallo an Alle
Ich wollte noch mehr Bilder einstellen, aber ich habe das nicht hinbekommen.
Also, ich habe einen Kühlschrankkompressor genommen, habe beide Saugleitungen mit Schnellverschlüssen aus dem Pneumatik u. Hydraulikbereich verbunden,dann kam ein Vakuummanometer dahinter. Um das Vakuum einzustellen, habe ich ein Eckventil (Absperrhahn von Wasser) zersägt und hinter dem Manometer gesetzt. Damit kann ich das Vakuum hervorragend einstellen . Ich habe schon zwei Flächen damit gemacht " eine von 2 Metern und eine von 1,60 Metern, es hat super geklappt. Das Vakuummanometer sollte zwischen 0,2-0,3 eingestellt werden.

Gruß Werner

Wern-Air
17.01.2010, 18:52
Ich hab noch was vergessen.
Man muß nartürlich nicht die teueren Schnellverschlüsse nehmen Wie ihr auf dem 1. Bild seht habe ich einen Düsenstock genommen, funktioniert auch, aber bei mir ging es besser mit dem Eckventil. Als Vakuumsack habe ich einen Chinesen(gelber Sack) genommen. Die Anschlüsse und Leitung bekommt ihr unter: http://shop.landefeld.de
Weitere Bilder auf meiner Hompage Forum: www.wern-air.com

Gruß Werner

doerschli
19.01.2010, 07:57
Hi WernAir,

und für was braucht man eine leere Nussdose bei einer Vakuumpumpe:confused:

Ist das der Luftfilter :)

Gast_8336
19.01.2010, 08:17
Hallo,
ich denke mal, die Dose fängt das Öl auf, das raustropft.

Wenn ich das richtig sehe, dann läuft der Kompressor die ganze Zeit? Das wäre dann nicht so gut, weil soviel ich weiß, so ein Kompressor kein Dauerläufter ist, zumal ohne Schmierung.:eek:

Es sind viele Berichte über umgebaute Kühlschrankkompressoren mit Unterdruckschaltern zu finden, http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=181917&page=3. Im Beitrag 34 gibts einen Hinweis auf eine gute Lösung, die ich auch schon nachgebaut habe.

Gruß
Oliver

Wern-Air
19.01.2010, 23:31
Hallo Oliver

Deine Ausführung ist richtig. Der Motor läuft immer. Die Nussdose fängt das Oel auf, was aus dem Komressor läuft. Man sollte nur die Nüsse vorher aufessen,:p damit ich eine leere und saubere Dose habe. Das Oel was ich sammle , fülle ich in eine Spritze und drücke es wieder in die Saugleitung, aber nicht bei jedem Vakuum sondern bei ca 10 Läufen. Zudem sollte der Kühlschrankkompressor einmal das Zeitliche segnen,:cry: den bekommt man meistens umsonst und man kann wieder loslegen.:cool:

Gruß Werner

Gast_8336
20.01.2010, 09:24
Der Motor läuft immer.....Zudem sollte der Kühlschrankkompressor einmal das Zeitliche segnen,:cry: den bekommt man meistens umsonst und man kann wieder loslegen.:cool:Gruß Werner

Hallo Werner,

mit der Abschalt"apparatur" läuft der Kompressor nur dann, wenn er wirklich gebraucht.

Es wäre doch schade, wenn der Ausfall während des Pressens passiert und der Unterdruck verloren geht. Evtl. ist dann die ganze Vorarbeit für die Katz.:cry:
Ich denke mal, daß ein Ausfall bei einem "Dauerläufer" wahrscheinlicher ist; der Kompressor wird ja auch recht warm.

Vielviel Strom braucht so ein Ding eigentlich?;)


Gruß
Oliver

Oli_L
20.01.2010, 09:38
Hallo Oliver,

mir ist vor Jahren aber mal der Mikroschalter der Druckregeldose festgebrazelt (Kontakt im AN-Zustand festgebrannt), und die Pumpe hat dann voll über Nacht durchgezogen. Der Styro-Abachi-Flächenkern war danach etwas geplättet :D:D.
Vielleicht war der Schalter aus der Grabbelkiste nicht so dolle.
Seit dem hab ich auch nur noch Falschluft + Ölauffang am Auslass + Ventilator zur Kompressorkühlung benutzt. Geht schon eine Weile, wenn man das ausgeblasene Öl wieder einsaugt vorm nächsten Gebrauch.

Gruß,
Oliver

showtime
20.01.2010, 09:39
hatte mir vor 20 jahren ebenfalls diesen aufbau mit dem autoteil zum abschalten gebaut. fand es ziemlich kompliziert.
bei mir läuft die pumpe ebenfalls nur noch im dauerbetrieb. vor jedem gebrauch gebe ich mit der spritze einen kleinen schuss kompressoröl (gibt es mit halben litern bei den airbrushern) rein, dass war's. lasse den unterdruck 8 (max 10) stunden stehen, dann schalte ich ab. die verklebung steht, der rest ist nur noch aushärten des harzes.
was den evt. ausfall des kompressors angeht, so habe ich immer einen zweiten in reserve (die kosten ja nix). notfalls könnte ich diesen anstöpseln. ist bisher aber noch nie passiert :D

GeorgR
30.01.2010, 15:49
Ich hatte das Glück 1991(!!!) einen Kühlschrankkompressor zu ergattern,
als ein Nachbar beim Umzug seinen 120 Liter Kühlschrank ins Jenseits beförderte.

Erste Versuche zeigten das, was hier im Thread bereits beschrieben wurde.
Das Ding saugte gut und wurde leider gleichzeitig sehr heiß, sodass das Öl,
das sich zur Schmierung im Kompressor befand, kochte und verbrannte.
Öl und Rauch wurden aus der Druckleitung nach außen geblasen. Nach mehreren
Stunden war das ganze Haus verraucht. Eine Pommesbude war nichts dagegen.

Dennoch habe ich das Vorhaben nicht aufgegeben und habe mir überlegt, wie ich
das Problem lösen kann.
Wie auf den Bildern zu sehen ist, bestehen die Innereien aus 1 mm Messingblech
und Messingrohr. Die Teile habe ich weich gelötet.

Das Funktionsprinzip:

402222

Der Kompressor hat eine Saug-, eine Druckleitung und eine dritte, die verschlossen war und blieb.

Wie im Funktionsprinzip zu sehen ist, münden beide Leitungen jeweils in einen Zylinder mit Stahlwollefüllung.
Von beiden Zylindern führen Leitungen und Schlauchanschlüsse nach außen. Ebenfalls sind an den beiden
Zylindern Manometer angeschlossen. Im Druckzylinder sammelt sich das Öl, das aus der Druckleitung des
Kompressors kommt.
Ein 3 mm Messingrohr verbindet die beiden Zylinder miteinander, sodass durch den Unterdruck im
Saugzylinder das Öl, das sich im Druckzylinder sammelt, in den Saugzylinder abgesaugt wird. Die Beiden
Zylinder sind höhenmäßig so angeordnet, dass das Öl immer vom Druck- in den Saugzylinder läuft.
In dieser Leitung befindet sich ein Überströmventil (Düsenstock mit Düsennadel eines Verbrennungsmotors).
Mit der Düsennadel kann der Druckausgleich fein dosiert eingestellt werden.

An der Stahlwollefüllung sollen die heißen Öldämpfe kondensieren, damit sie nicht nach außen geblasen werden.

Zur feinen Justierung des erforderlichen Unterdrucks, ist eine zweiter Düsenstock mit Düsennadel am
Saugzylinder montiert. Mit der Düsennadel kann man den Unterdruck durch Zufuhr von Falschluft von außen
einstellen.
Die gesamte Konstruktion wird von einem Papst-Lüfter gekühlt.

Der Kompressor hat nunmehr in fast zwanzig Jahren gute Dienste geleistet. Sowohl beim Modellbau - früher Freiflug -,
als auch beim Motorölwechsel mehrerer Autos. Die Saugleistung ist gut. Leider geht zwischenzeitlich der Zeiger
des Unterdruckmanometers nicht mehr auf null, sondern steht auf -0,2 bar.
Wie auf einem der Bilder zu sehen ist, geht der Druck, wenn man die Saugleitung zu hält, auf -1,1 bar runter,
was unter Berücksichtigung der falschen Nullstellung ca. -0,9 bar bedeutet. Auch wenn dieser Wert nicht korrekt ist,
kann man sagen, dass der Kompressor für das Pressen von großen Teilen ausreicht.

Die Geruchsbelästigung kann man auf fast null senken, wenn man nicht zu viel Luft raus blasen lässt.
Was nicht rein kommt, kann auch nicht raus kommen.

Einige Fotos vom Aufbau seht Ihr unten.

Johnny90
10.05.2010, 20:32
Noch paar Schnellverschlusskupplungen dazu bauen und des Ding ist top!!!:D:D