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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Störklappen-- wohin?



hotwinglet
27.01.2010, 15:37
Hab da mal ne Frage.

Möchte an meinen 2 Meter Pfeil-Nuri STörklappen 250 mm einbauen.

Wo platziere ich diese am besten um keine Lastigkeitsveränderungen zu bekommen ?

Danke

Gruß
Andreas

F1H-NFlyer
29.01.2010, 12:20
Hallo Andreas,

Wohlfahrt/Nickel machen einen lustigen Vorschlag, um die richtige Position für Störklappen zu finden:
"Man baue kleine Testmodelle mit ungefähr 1m Spannweite und trimme diese zunächst aus. Dann werden Bremsklappen aufgesteckt oder -geklebt und die Veränderung im Flugverhalten beobachtet. Die Ergebnisse sind mit sehr guter Genauigkeit auf das große Flugzeug übertragbar."

Mit "Ranis" ist wohl keine Simulation der Auswirkung zu machen. Vielleicht wissen aber die Experten, wie man sowas macht.

Grüße
Peter

kurbel
29.01.2010, 14:54
Ohne damit Erfahrung zu haben, würde ich die die BK etwa an der Spannweitenstelle positionieren,
wo die t/4-Linie des Flügels auf Höhe des Schwerpunktes liegt.
Oder ggf. ein klein wenig weiter innen, keinesfalls weiter außen.

Kurbel

UweH
29.01.2010, 15:14
Ohne damit Erfahrung zu haben, würde ich die die BK etwa an der Spannweitenstelle positionieren,
wo die t/4-Linie des Flügels auf Höhe des Schwerpunktes liegt.
Oder ggf. ein klein wenig weiter innen, keinesfalls weiter außen.

Kurbel

Hallo,

das sagt mein Gefühl auch. Ich hatte schon mehrere Pfeilnurflügel mit Störklappen aber mir ist es noch nicht gelungen sie momentenfrei hinzubekommen, allerdings habe ich Peters Tipp aus dem Nickel/Wohlfahrt nicht probiert (danke Peter;) ). Man hat ja oft auch bauliche Zwänge für die notwendige Einbaulage. Bisher ist mit meinen Einbaupositionen weit innen und hinter dem Schwerpunkt immer ein mehr oder weniger starkes kopflastiges Moment aufgetreten das ich mit Höhenruderzumischung weggetrimmt habe.

Gruß,

Uwe.

Peter K
29.01.2010, 15:25
Ich würde die Klappen auf Höhe des Schwerpunktes montieren, so wie Kurbel es beschrieben hat ...

Sitzten die Klappen zu weit innen, wird Auftrieb vor dem Schwerpunkt vernichtet und der Pfeil geht auf die Nase (wie bei Uwe), sitzen sie zu weit außen, bricht der Auftrieb hinter dem Schwerpunkt weg und das Modell bäumt sich auf ... das wäre noch schlimmer.

MarkusN
29.01.2010, 16:00
Bloss ist die Störklappe an sich eben nicht ganz momentenneutral. Kennt man ja auch von den Leitwerklern. Sie einfach am für den Auftriebshaushalt neutralen Punkt einzubauen ist also nur die halbe Miete.

kurbel
29.01.2010, 16:22
Bloss ist die Störklappe an sich eben nicht ganz momentenneutral. Kennt man ja auch von den Leitwerklern. Sie einfach am für den Auftriebshaushalt neutralen Punkt einzubauen ist also nur die halbe Miete.
Bei den Leitwerklern liegt der von der BK beeinflußte Bereich des Flügels mit seiner t/4-Linie vor dem Gesamtneutralpunkt.
Hat bei Segelflugzeugen den Nebeneffekt, dass sie bei unveränderter HR-Stellung etwas Fahrt aufholen, wenn die BK ausgefahren werden, was bei den bemannten durchaus erwünscht ist.

Der Salto hat das durch seine HKDBKn und deren Ausschlagsrichtung andersherum, was kein gutes Verhalten ist.

Kurbel

F1H-NFlyer
30.01.2010, 11:06
Hallo Andreas,

Ich habe mal in Ranis versucht, die Wirkung einer Störklappe zu simulieren. Dazu habe ich im Bereich des Schwerpunkts einen Flügelabschnitt mit einer großen Verwindung von -20° eingebaut und dann die örtlichen Auftriebsbeiwerte aufzeichnen lassen. Es ist natürlich nicht real, aber man sieht, daß die Fluggeschwindigkeit sich nicht drastisch ( von 9 m/s auf 17 m/s) erhöht hat, also keine sehr große Lastigkeitsänderung aufgetreten ist. Die Vorgabe, die Klappen im Bereich des Schwerpunkts zu positionieren, scheint also zu funktionieren. Soviel zu meinem Versuch in Ranis.

Grüße
Peter

hotwinglet
01.02.2010, 10:24
Danke für die Informationen.

Werde die Klappen in den Schwerpunkt setzen lieber etwas weiter innen ansiedeln.

Wenn das Modell fertig ist werde ich hier berichten .

Und zum Nuritreff auf die WAKU geht es auch mit.

Gruß
Andreas