PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tipps und Tricks zum bauen von Freiflugmodellen



hastf1b
30.01.2010, 16:12
Hallo, als ich heute den Beitrag für das F1H-Modell geschrieben habe kam mir wieder der Gedanke einen Beitrag zu eröffnen in dem in bunter Reihenfolge eure Tipps und Tricks gesammelt werden. Es muß nicht nach bestimmten Gruppen aufgegliedert werden. Wer etwas sucht wird es schon finden. Es dürfen auch Sachen sein über die ein erfahrener Modellbauer nicht mehr nachdenkt die aber für einen Einsteiger oft sehr hilfreich sind. Mit solch einem einfachen Tipp fange ich mal an und hoffe das noch viele, viele folgen werden.

Gruß Heinz


402250


Abdecken der Klebestellen von Nasen- und Endleiste, bei gerader Unterseite auch des Holms mit einem Tesa-Streifen. Es geht natürlich auch mit einer Folie die den gesamten Plan schützt nur kommt es oft vor das die Folie sich wellt. Oft hat man auch kein genügend großes Stück Folie zur Hand. Achtung bei Verklebungen mit Sekundenkleber (Versuch machen) wenn aber Weißleim oder Hartkleber verwendet wird löst sich das Bauteil mühelos vom Baubrett.

hastf1b
01.02.2010, 17:29
Als erstes fertigen wir die Musterrippen aus 1,5 - 2 mm Sperrholz. Dabei haben wir es heute leichter als früher da mußte das Profil mit Blaupapier auf das Sperrholz durchgepaust werden. Heute macht man sich eine Fotokopie und klebt die Musterrippen aufs Sperrholz um sie dann grob auszusägen. (Bild 1) Von der Musterrippe fürs Mittelstück fertigen wir zwei Stück an für die Ohren reicht eine Musterrippe für rechts und links. Danach werden die Musterrippen genau verschliffen dabei kann man durch auflegen der Musterrippen auf die Vorlage genau sehen wo noch etwas abgeschliffen werden muß diesen Vorgang öfters wiederholen bis die Musterippen mit dem Original übereinstimmen. (Bild 2 zeigt die fertigen Musterrippen). Jetzt haben wir schon das schwierigste hinter uns. Dann schneiden wir die Balsarippen aus mit 2 mm Zugage ringsherum. Auch werden die Löcher markiert wo später die Stahldrähte zum zusammenfügen des Blocks durchgesteckt werden. (Bild 3) Nun können wir den Block zusammenfügen.(Bild 4) Auf Bild 4 ist noch ein Trick zu sehen und zwar schwärzt man die Musterrippe ringsherum mit einen Filzstift das hilft einem beim bearbeiten des Rippenblocks damit man nicht an einer Stelle zuviel abträgt und das Profil verändert wird. Nun kann der Rippenblock in den Schraubstock eingespannt werden und das überschüssige "Fleisch" wir abgetragen. Hierbei am besten mit der Unterseite beginnen. (Bilder 5,6,7) Bild 8 zeigt einen fertigen Rippenblock fürs Ohr, hier gibt es auch noch einen hilfreichen Trick. Da die Ohren immer nur wenige Rippen haben werden die Balsarippen am Ende immer so schräg. Abhilfe schaffen hier "Blindrippen" die man zusäztlich zu den benötigten Rippen einfügt, also immer eine Rippe die nachher verbaut wird dann eine Blindrippe und so fort. Dadurch erreicht man die doppelte Breite des Rippenblocks und die Enden sind nicht mehr so schräg. Die Blindrippen mit einem dicken Filzstift vorher markieren damit man sie besser aussortieren kann. Diese Blindrippen können mehrmals benutzt werden indem man nur die ersten 2-3 Blindrippen neu einfügt die restlichen sind dann groß genug.

Bilder mit freundlicher Genehmigung vom Gummimann.

Austrian
02.02.2010, 08:40
Zum Thema Rippen noch etwas:
Das für die Rippen verwendete Holz vorher mit dünnem Spannpapier bekleben, am einfachsten mit Spannlack. Vorteil: Das Holz wird nicht mehr so leicht platzen und wird wasserfest. Ausserdem kann man eine Nummer leichteres Holz nehmen, weil das Papier Festigkeit gibt.
Schleifen der im Schraubstock eingespannten Rippenblöcke nur für die Grobarbeit. Den Feinschliff macht man besser "frei Hand", da hat man mehr Gefühl wann man an den Musterrippen ankommt!

Für den nächsten Trick muß ich erst noch ein paar Fotos machen ...

PS: Wenn man die Sperrholzrippen vor dem einschwärzen mit Blitzkleber einstreicht härtet man die Kanten, erhöht die Lebensdauer!

hastf1b
02.02.2010, 09:10
Hallo Klaus, alles richtig was du schreibst. Ich wollte es bewußt einfach halten damit Anfänger und Einsteiger nicht gleich abgeschreckt werden.;)
Eine Frage noch zum bekleben des Holzes einseitig oder beidseitig?

Gruß Heinz

Austrian
02.02.2010, 10:14
Bekleben beidseitig, sonst verzieht sich das Holz.

Das kann man natürlich auch nutzen: Beplankungen z.B. sind dann schon "vorgeformt"!

Aber wiederum Vorsicht beim Aufkleben mit Spannlack: Bei Papier wölbt sich das Holz zur Papierseite. Beklebt man mit Glas-, Kevlar- oder Kohlegewebe (mache ich bei Rümpfen) wölbt sich das Holz vom Gewebe weg!

Grundsätzlich verarbeite ich fast kein unbeschichtetes Holz, daher verzieht sich durch Feuchtigkeitseinfluß nix mehr.

Gregor Toedte
02.02.2010, 21:51
Der Winter dauert ewig.....

ich habe mal ein wenig aufgeräumt. Die Idee mit den "Tipps ind Tricks" ist doch gut und verdient Unterstützung. Also, zum Thema hierhin. Diskussionen in andere Threads, kann man ja verlinken, ich helfe gerne.
Zank am besten per pn.

Danke

Gregor

Gast_30958
02.02.2010, 22:53
Ich habe hier mindestens 2 Beiträge "gepostet", wo sind sie geblieben?


### Bitte mal die Forenregeln (http://www.rc-network.de/forum/forenregeln.php) lesen. Besonders unter 1.2. Danke ###

Ludger F.
07.02.2010, 21:16
Finde diesen Threat sehr sinnvoll und hoffe das viele gute Tips beigesteuert werden.

Wie man Rippen im Block erstellt wurde schon gut erklärt,aber es treten noch einige Fragen auf.Die Cracks wissen Bescheid,der Anfänger aber vielleicht nicht.

-Werden die Musterrippen für das Ohr immer an der Nasenleiste bündig gesetzt,oder ist das je nach Trapezform des Ohrs unterschiedlich?

-Wenn die Musterrippen an der Nasenleiste bündig gesetzt werden,werden die Rippen an der Endleiste ja nicht rechtwinklig.Werden diese später rechtwinklig geschliffen?Falls ja,wird die Wunschrippe ja etwas kleiner in der Größe.

-Das gleiche beim Holmausschnitt.Auch hier wird der Holmausschnitt ja nicht exakt rechtwinklig.Wie vermeidet man das?

Zum besseren Verständnis habe ich mal eine kleine Skizze erstellt.Ich hoffe Ihr versteht was ich meine:-)

Gummimann
08.02.2010, 07:17
Hallo,

hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. Am besten immer mit der CNC-Fräse herausfräsen:D.

Ich gehe folgendermaßen vor:

der Holmverlauf zwischen den beiden Rippen sollte immer rechtwinklig sein. Ein paraleller Holm ergibt ein paraleller Holmausschnitt, ein konischer Holm ergibt ein konischer Holmausschnitt. Beim Holm ergibt sich einentlich keine Nacharbeit der einzelnen Rippen.

An der Nasenleiste wird jede einzelne Rippe über ein feines Schleifpapier gezogen (>120 Körnung), ca 2cm lang jedoch ohne Druck.

An der Endleiste gibt es immer Angleicharbeit, ich schneide jede Rippe mit der Rasierklinge ab.

Bei einem Rechteckflügel gibt es keine Nacharbeit, bei einem Trapez entsteht Nacharbeit.
Wenn man wie Heinz Blindrippen verwendet ist es einfacher.

hastf1b
23.02.2010, 13:26
Die Deckel von Jogurt und Käse Behältern hebe ich immer auf. Sie eignen sich sehr gut zum anmischen kleiner Harz- und Klebermengen. Anschließend kann man die Deckel entsorgen und muß nichts säubern. Die größeren Deckel können als Auffangschale dienen wenn man etwas reparieren muß (z.B. Zeitschalter) damit keine kleinen Teile verloren gehen.

Gruß Heinz

412782

parafly
23.02.2010, 13:57
Ich möchte mich für die tollen Tips(Blockverfahren) bedanken, weiter so! Komme zwar a.d. RC Ecke, finde aber auch dies und jenes, das ich ebenfalls gut gebrauchen kann!

Gruß Frank

Ulrich Burbat
25.02.2010, 15:57
-Werden die Musterrippen für das Ohr immer an der Nasenleiste bündig gesetzt,oder ist das je nach Trapezform des Ohrs unterschiedlich?



Ich bin kein Spezi.
Ich würde schauen, wie der Grundriss des Ohres zum Hauptflügel gepfeilt ist (nur vorne, nur hinten, hinten und vorne gleichzeitig). Ich würde immer die Die Linie als Bezug nehmen, die Vom Hauptflügel im Ohr gerade verläuft. Das kann je nach Flächenkontur entsprechend Nasenleiste, Hauptholm oder Endleiste sein.


..........
-Wenn die Musterrippen an der Nasenleiste bündig gesetzt werden,werden die Rippen an der Endleiste ja nicht rechtwinklig.Werden diese später rechtwinklig geschliffen?Falls ja,wird die Wunschrippe ja etwas kleiner in der Größe.

-Das gleiche beim Holmausschnitt.Auch hier wird der Holmausschnitt ja nicht exakt rechtwinklig.Wie vermeidet man das?
...............

Wer ganz genau arbeiten will, muss wie schon beschrieben, die Schrägen abarbeiten, sonst wären nur die Musterrippen exakt und die Neuen zu groß.
Siehe übertriebene Prinzipskizze.
414479
Hier sieht man, dass die Musterrippen links noch Luft haben. Die Rippen 1-8 aber nicht Sie wären somit zu groß. Das Gleiche trifft auf die Profilenden (in der Draufsicht) zu.

Ulrich Burbat
25.02.2010, 16:03
Die Deckel von Jogurt und Käse Behältern hebe ich immer auf. Sie eignen sich sehr gut zum anmischen kleiner Harz- und Klebermengen. Anschließend kann man die Deckel entsorgen und muß nichts säubern. Die größeren Deckel können als Auffangschale dienen wenn man etwas reparieren muß (z.B. Zeitschalter) damit keine kleinen Teile verloren gehen.
Gruß Heinz

Welche Kleingefäße genommenwerden, hängt davon ab, was im Haushalt so Mode ist. Für ganz kleine Mengen nehme ich sogar Kaffeesahne becherchen.
Tip bei großflächigen leichten Behältnissen.
Vorteilhaft, enn etwas Schweres reingelegt wird, dann kann nicht das Reinfallen eines größeren Teiles den Inhalt auskippen.
Ich habe dafür zwei Lautsprechermagnete unterschiedlicher Größe, die Stahlteile anziehend finden und diese nicht loslassen wollen.
ACHTUNG
ich verwende unterschiedlichste Behältnisse auch zu Reinigungszwecken. Gerade bei Tiefziehteilen kann es passieren, dass einige nicht Benzin, Azeton oder sonst was verträglich sind.

Mooney
25.02.2010, 16:18
Solange wir noch bei den Behaeltnissen sind:

Ein gutes Sortiersystem bieten die Grillhaehnchenschalen von Aldi und Co. Siehe Bild.


Balsamaterial.
Habe festgestellt das 1mm und 1,5mm meistens schwerer ist wie 2,0mm.
Deshalb nehme ich lieber 2mm Brettchen. Das laesst sich auch besser nachschleifen ohne gleich durch zu sein.

Ulrich Burbat
25.02.2010, 16:44
Da gibt es sicherlich viele Möglichkeiten. Mir fällt es schwer 3g Harz und 2g Härter mittels der 600/400g Gebinde exakt in den Mischbecher einzuträufeln.


414485
Daher werden für den Zweck Einwegspritzen genommen. Ich gebe zu ich mische nach Volumenanteile. Eine Dosierung dürfte auch leicht möglich sein, wer nach Gewichtsanteile und Waage mischen will, da die "Tropfen" deutlich kleiner sind.
Einwegspritzen habe ich bisher mittels freundlicher Frage: ".... haben Sie unsterile Einwegspritzen, deren Lagerzeit abgelaufen ist...." in Apotheken umsonst bekommen.

Ulrich Burbat
25.02.2010, 17:01
Fotos sind nicht von Freifliegern. Die Tips können abgewandelt auch hier passen


Ich hatte es satt lange Kleberaupen (in meinem Fall in der Summe in einem Arbeitsgang manchmal über 1,5 m lang) mittels Schraubendreher, Spatel oder Holzleiste aufzuschmieren. Bei der Methode ergab es sich zwangsläufig, dass zu viel Harz auf die Klebefläche kam, was später hässliche "Rotznasen im Bootsinneren erzeugte.
Ich mache es jetzt so:

414497
Haarfarbebehälter meiner Frau haben handliche Größe und lassen sich leicht zusammendrücken. In den Deckel wird ein Stück Messingrohr mit Sekundenkleber/Filler geklebt (beidseitig verkleben, dann hält das ausreichen auch bei Plastwerkstoffen mit Weichmacher). Diese "Tube" lässt sich relativ gut mit Harz füllen. Wer nach Gebrauch die Tube gleich leert, kann am nächsten Tag die Tube mehrmals durchwalken und die Splitter gut raus bekommen
Statt meiner Tube geht bei kürzeren Nähten sicherlich auch eine Einwegspritze.


414498
Hier mal als Großaufnahme der Klebenaht auf der 3mm Schmalseite. Mit Microballon angedicktes Epoxi. Die untere Leiste dient nur zur Stabilisierung des instabilen Laminats beim Verkleben.

Wenn ich größerflächige Teile aneinander verkleben will werden zuerst die Laminatkanten an der Klebestelle mittels Klebefilm abgedeckt. Je nachdem wie die Klebeeigenschaften des Films auf dem Untergrund sind kann es erforderlich sein den Klebefilm etwas zu "entgiften". Dazu einmal mit den werkstattschmutzigen Fingern (ohne Fett und dgl.) über die Klebeseite ziehen.

414505
Dann klebe ich in Kantennähe Leisten mit 6 mm Doppelklebeband auf dem Klebefilm auf.
vier Gründe:
- es gibt eine bessere Anhaftung Leiste auf dem geschliffenen Laminat
- das noch rel. flexible Laminat soll stabilisiert werden
- Keine punktförmige Belastung der Klebestelle beim Verkleben
- bessere Krafteinleitung über die Ecke
Trockentraining:
Prüfen, wo mittels Verschraubung flächiges Andrücken erzeugt werden kann. Wenn, wie in Bild Mitte Rechts eine Druckunterlage verwendet wird, unbedingt Folie als "Trennmittel" verwenden.
Gut ist die Vorbereitung, wenn die zu verklebenden Teile schon ohne Druck zusammen passen.

414506
Ich arbeite ungern mit Klammern Gewichten und sonstigen Punktlasten. Hier reicht es aus, mittels Malerkrepp die ausgerichteten Teile zu fixieren.


Die gleiche Methode wenn mal größere Kräfte ereugt werden müssen.


414524
Hier wurde der Klebefilm an die Leiste geklebt, weil diese rauher war. Der Doppelklebestreifen (weisse Trägerschicht) kam auf das feingeschliffene Sperrholz.


414525
Meine Bootshelling wurde Zweckentfremdet. Tragfläche ausgerichtet. Überall wo eine Rippe saß, wurden vorne und hinten Nägel eingeschlagen und die zu verklebende Oberseitenbeplankung mit Gummiringen fixiert. Mit Anzahl der Ringe kann die Presskraft reguliert werden. Mehrere unterschiedlich dicke Leisten sorgen dafür, dass die Kräfte immer flächig auf die Beplankung wirken.

flieger-ralf
28.02.2010, 13:38
Solange wir noch bei den Behaeltnissen sind:

Balsamaterial.
Habe festgestellt das 1mm und 1,5mm meistens schwerer ist wie 2,0mm.
Deshalb nehme ich lieber 2mm Brettchen. Das laesst sich auch besser nachschleifen ohne gleich durch zu sein.

Der Freiflieger kauft in der Regel nicht das Standard-Balsaholz bei den bekannten Vertreibern, sondern bei anderen Quellen nach Gewicht, Schnitt und Härte.
Dort kann man auch Endleisten nach Wunschmaßen in bester Qualität sägen lassen.

Die Zeichnung von Ulrich Burbat ist nicht korrekt, an der rechten kleineren Musterrippe ist Bezugspunkt die innere Kante der Rippe, die Musterrippe wird mit schräg geschliffen, so hatt man dann Rippen in korrekter Länge.
Die Musterrippen sollten an Ende zur Endleiste hin 2 mm länger gemacht werden, sie können dann eingepasst werden, entweder in einen Schlitz in der Endleiste oder zum stumpfen Ankleben an die Endleiste.
Dies kann man auch mit der Vorderseite der Rippen machen, wenn man z.B. die Rippen auch in einen Schlitz in der Nasenleiste
klebt.

Grüße
flieger-ralf

hastf1b
01.03.2010, 14:11
Der Leistenschneider ist für dünne Saalflugleisten gedacht, kann aber auch bis 2x5 mm oder 3x5 mm Balsaleisten schneiden. Hier die Schnittzeichnung:

416447

1= Grundplatte 5mm Sperrholz oder was man in der Abfallkiste hat.
2= Kieferleiste 3x10 als "Niederhalter". Im Bereich der Klinge ein Dreieck heraus trennen.
3= Zwischenlage je nach gewünschter Leistenbreite.
4= Rasierklinge
5= Gegenplatte mit angeklebter Rasierklinge.
6= 10x10 Balsaleiste als Auflagetisch.

Bild 1 zeigt die Einzelteile des Leistenschneiders und einige Leisten von 1x1 mm, 1x1,5 mm und 1,5x1,5 mm. Hier beschreibe ich mal als Beispiel das schneiden von 1x1,5 mm Balsaleisten. Auf die Grundplatte in Bild 1 mit (1) bezeichnet legt man eine 1,5 mm Balsaplatte (Bild 2) auf sie ergibt die Leistenbreite. Nun steckt man zwei "Spione" mit 1mm Stärke rechts und links der Rasierklinge ein und legt die Gegenplatte (Bild 3) an die "Spione". Dann spannt man das Paket in den Schraubstock (Bild 4) und nach entfernen der "Spione" kann mit der Herstellung der Leisten begonnen werden (Bild 5). Der Vorteil dieses einfachen Leistenschneiders ist das man ohne Schrauben und Flügelmuttern zum Zusammenhalten auskommt und durch den Niederhalter beide Hände frei hat um die Balsabrettchen zur Herstellung der feinen Leisten zu führen. Ohne den Niederhalter müßte man das Baslsabrettchen an der Rasierklinge immer nach unten drücken da es das Bestreben hat nach oben zu wandern. Noch ein Tipp immer mehrere Leistchen schneiden da nicht alle gleich "schön" werden und vor dem bauen aussortieren.
Ich hoffe das alles aus den Bildern zu ersehen ist. Wenn nicht bitte nachfragen.

Gruß Heinz

hastf1b
25.08.2010, 11:33
Wissenswertes über Balsaholz und seine Verarbeitung. Der Artikel ist zwar schon etwas älter enthält aber sicher einiges was man so noch nicht kannte. ( Aus einem alten "Mechanikus"-Heft zwichen 1950 und 1960.)

Gruß Heinz

514864

514865

514866

514867

514868

514869

Gummimann
29.09.2010, 20:25
532495

Damit die Steuerleinen an den dünnwandigen Rumpfröhren nicht scheuern baue ich Alurörchen ein. Meine Alurörchen haben Ø1.2mm aussen und sind 15mm lang. Mittig werden sie um 30° um den Finger gebogen und z.B. 3Stück mit Sekundenkleber zusammengebäbbt – Vorsicht nicht zuviel verwenden sonst läuft dieser in die Röhrchen hinein.

532496

Anschließend wird das Packet mit dünnem Kevlarfaden umwickelt und mit sekunderkleber getränkt. Damit halten die einzelnen Röhrchen zusammen und können besser im Rumpf verklebt werden.
In den Rumpf wird ein Schlitz hineingefeilt, die Röhrchen hinein geschoben und angezackt.

Wenn alles getrocknet ist werden die Röhrchen aussen mit dem Rumpfrohr bündig abgeschliffen- sauber entgraten und die Steuerleinen können eingezogen werden.

Innen werden die einzelnen Aluröhrchen vor dem Zusammenkleben mit einem Körner konisch geweitet – somit lässt sich die Schnur besser einfädeln.

Gast_30958
29.09.2010, 21:40
Alter Hut, aber immer wieder gut!

So ähnlich haben wir es auch schon vor über 30 Jahren gemacht bei Balsarümpfen..., damals noch ohne ARAMID (KEVLAR ist der Markenname der Firma Du Pont, nur so beiläufig angemerkt, es gibt noch andere Markennamen für diese aromatische Kunstfaser...).

Motorski

flieger-ralf
03.10.2010, 18:22
Solche Kommentare kann man sich in diesem thread sparen, er heisst "Tipps und Tricks zum Bauen von Freiflugmodellen", da nutzt keinem Neuling diese K...S.. von vor 30 Jahren.
Alle sagen aber auch Tempo-Taschentücher, selbst der Duden, auch wenn es ein Markennamen ist.

Ein Beitrag mit nützlichen Tipps und Tricks wäre besser gewesen.

flieger-ralf

Gast_30958
04.10.2010, 09:05
@flieger-ralf: "Solche Kommentare kann man sich in diesem thread sparen, er heisst "Tipps und Tricks zum Bauen von Freiflugmodellen", da nutzt keinem Neuling diese K...S.. von vor 30 Jahren. Alle sagen aber auch Tempo-Taschentücher, selbst der Duden, auch wenn es ein Markennamen ist."

Genauer lesen, schadet nicht: Hier war der Zusammenhang von Aluröhrchen mit Balsarümpfen hergestellt, auch wenn Balsarümpfe nur noch selten gebaut werden; für den Anfänger ist diese Information immer noch nützlich.
Die Verwendung von Markennamen ist irreführend und ist gleichzeitig Schleichwerbung, es verschleiert die Vielelfalt (hier) der Werkstoffe.

Motorski

Gummimann
29.10.2010, 11:09
Hallo Ihr Selbstbauer,

ein Tipp zum Randbogenschleifen. Damit die fertigen Rippen nicht verschliffen werden habe ich mir einen extra Schleifklotz gemacht.

547967

der Grundkörper besteht aus Delrin(Vorsicht Markennamen), ist ca 120mm lang und hat im Bereich der Schleifleinwand einen Absatz.
Nachdem das Schleifmittel aufgeklebt ist bilden daselbe und der Delrinklotz eine Ebene.
Eine Seite ist mit gröberem Schleifpapier und eine mit feinerem beklebt.

Zum Schleifen selbst:
Das Schleifpapier wird auf den Randbogen aufgelegt und der Delrinklotz auf die Rippen, dann wird der Klotz in Lägsrichtung auf den Rippen bewegt bis es halt fertig ist.
Es gibt noch viele andere Einsatzmöglichkeiten bei welchen nur eine kleine Stelle geschliffen werden soll und der Bereich drumrum nicht beschädigt werden darf.

Wenn jetzt jemand keine Fräsmaschine hat um solch ein Klotz herzustellen kann er auch folgendermaßen vorgehen:
Man nimmt einen geraden Holzklotz(20x20x120mm) und beklebt ihn mit 20x20mm Schleifpapier. Auf den Rest klebt man 20x100mm Schleifpapier andersrum, d. h. mit dem Schleifmittel auf das Holz. Das ist eigentlich dasselbe Ergebnis wie oben.

hastf1b
25.01.2012, 14:27
Ein kleiner Tipp. Sogenannte Einweg Nagelfeilen eignen sich sehr gut für feine Schleifarbeiten besonders im Saalflugbereich. Man bekommt sie in den Drogerie-Ketten oder Ein-Euro-Shops. Meist in 10ner Packs zwischen 2 und 3 Euro. Darauf achten das die Feilen ausreichend stabil sind am besten mit Holz Innenlage. Auch darauf schauen das zwei verschiedene Körnungen dabei sind.

Gruß Heinz

Airpainter98
25.01.2012, 16:57
...oder ihr schickt eure frauen, freundinen zum nagelstudio...ähm...naildesigner. da gibts die "gebrauchten" kostenlos und in weit besserer qualität.
sie sind vom grundaufbau viel formstabiler und trotzdem ausreichend flexibel. ausserdem haben sie eine richtig gute standzeit und überleben auch cfk und das entgraten von stahlwellen.;)

hastf1b
27.01.2012, 16:41
..... und was machen die Junggesellen? Nein, Spaß beiseite ich hatte extra stabil geschrieben (besser wäre starr gewesen) aus folgendem Grund.
Die „Holme“ bei Saalflugmodellen haben die Abmessung 0,8x1,2 mm oder darunter. Am Randbogen beträgt der Querschnitt dann nur noch ca. 0,6x0,8 mm und muss herunter geschliffen werden. Bei dem leichten und weichen Balsa das wir verwenden würde man mit einer Feile die flexibel ist das Balsa nur zusammendrücken (zusammen quetschen) und kein Material abheben. Mit einer flexiblen Feile übt man automatisch mehr Druck aus als notwendig ist. Die „Stahlwellen“ bei Saalflugmodellen haben einen Durchmesser von 0,3-0,5 mm. Die werden mit einem guten Seitenschneider abgezwackt und ein paarmal über einen Sandpapierstreifen gezogen.
Für deine Anwendungen „F3 irgendwas“ ist das natürlich ein guter Tipp.

Gruß Heinz

Airpainter98
27.01.2012, 17:44
heinz, da haben wir uns "mist"verstanden...;)
das beispiel "stahl entgraten" war nur eine verdeutlichung der standzeit des werkzeugs.
ich bearbeite damit leichtestes balsa und depron...und das als "berüchtigter gewichtsfanatiker" im indoorbereich.
einfach mal ausprobieren...

Air-Physikus
21.07.2012, 18:42
Die meisten Modellflieger wissen es nicht, dass man aus Strohhalmen sehr gute Saalflugmodelle bauen kann...
Bald kommt die Erntezeit und der engagierte Saalflieger kann auf die Wunder der Natur zrückgreifen,
wenn er einfach auf die geernteten Felder geht und (kostenlos) auf die Errungenschaften der Natur
zurückgreifen möchte und will..., das nennt man Übrigens "Technische Bionik"...
Mit Strohhalmen lassen sich fast alle Bauteile der Saalflieger herstellen:

-Rümpfe
-Tragflügelbauweisen: Rippen, Holme, etc....
-Luftschrauben: Holme, Rippen, Umrandung, etc.
-etc.

Man muß nur die Strohhalme sammeln, aussuchen und ausprobieren und ES versuchen...

Balsaholz ist übrigens in der Beziehung Festigkeit hoffnungslos unterlegen....
Das wissen die meisten Saalflugmodellflieger leider heutzutage nicht mehr!
Die Strohhhalme bieten so viele (kostenlose) Möglichkeiten!
Das ist beschämend, dass man darauf nicht mehr zurückgreift! :eek:

Air-Physikus

Austrian
29.10.2012, 18:12
Hier im Forum Freiflug / Scale hat Patrick Kuban am 29.10.2012 eine sehr schöne Übersich über Hartkleber und Lack geschrieben - vielleicht kann ein direkter link dorthin eingebaut werden?

Patrick Kuban
30.10.2012, 01:22
Hallo,

mach's (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/111758-FF-Scale?p=2933407&viewfull=1#post2933407) doch einfach ;-)

servus,
Patrick

smartrobert
19.07.2013, 07:34
Bei einigen russischen Modellen habe ich diese Technik gesehen, deshalb meine Frage danach.

Kann mir hier jemand erklären (oder ein Link dazu einfügen) wie ich am effektivsten Rippenflügel in CFK/Balsa Technik mit D-Box, Capstrips und CFK Endleiste bauen kann?

Besonders würde mich aber der Holmaufbau mit dem Holmverbinder interessieren. Mir war aufgefallen, soweit man dieses erkennen konnte, dass der CFK Ober- und Untergurt ähnlich einer Rindsroulade mit einem gewickelten Aramidfaden verbunden war.

Wie klebe ich später die Bespannung auf?

Ich danke euch,

Robert

hastf1b
19.07.2013, 09:30
Hallo Robert, schaue dir mal diese Seite an dort werden schon einige deiner Fragen beantwortet.

http://my.yetnet.ch/freiflug/

Bespannung: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/144487-Vliesbespannung-auf-Kohleflächen?highlight=vliesbespannung

Holm:
http://www.thermiksense.de/index.php/zum-nachlesen/175-technik-fuer-jedermann-reduktion-des-aufwandes-durch-innovation.html


Heinz

smartrobert
21.07.2013, 09:37
Heinz,

hab vielen Dank für Deine wertvolle Hilfe.

Robert

hastf1b
14.09.2013, 16:19
Ein Artikel von Erich Jedelsky aus "Der Flugmodellbau" 12/1958.

Auch heute immer noch aktuell.

Heinz

hastf1b
20.12.2013, 12:09
Ergänzung zum vorherigen Beitrag. (Aus "Der Flugmodellbau" 11/1958)

Patrick Kuban
21.12.2013, 21:19
Hallo,

die Profilbretter dafür kann man sich auch heute noch mit vertretbarem Aufwand (= Baubrett evtl. mit etwas aufgeklebtem Schleifpapier als Festhaltehilfe (ich verwende rutschfeste Unterlagen aus dem Sanitätshaus - ich bin eines ;-), dazu eine halbwegs stabile Schleiflatte mit scharfem(!) Schleifleinen (ich verwende eine Permagrit-Aluleiste - ich verkauf' die ;-)) in durchaus überschaubarer Zeit selbst herstellen, ein manierlicher Hobel (http://www.mehr-als-werkzeug.de/product/703330/DICK-Einhandhobel-20.htm) erspart sogar noch ein wenig davon. Man ist also nicht auf Gedeih und Verderb an genau das erhältliche Brett (http://balsa.at/hp/index.php?id=224&lang=de&nav=2) gebunden, das finde ich dabei das eigentlich Interessante.

Nur mit den Profilen des Klinger'schen Mikado wird das etwas schwierig, drum gab's dann auch den Mikado II. In der Herstellung erheblich einfacher, beim Aufbau eher "anders" als "aufwendiger", außerdem weder in der hiesigen Wiki noch in der Kristall-Google (https://www.google.de/search?q=Mikado-Bauweise&espv=210&es_sm=91&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=yfa1UpnbBMfBswbi9IHgCA&ved=0CGoQsAQ&biw=1545&bih=1035) zu finden. Da muß ich wohl mal bei ...

servus,
Patrick

Austrian
29.12.2013, 20:49
Ich habe sehr viele "Jedelsky" Flügel gebaut, dabei aber einige - sinnvolle? - Änderungen für wichtig gefunden:
1) nur lackiertes Holz bekommt im Lauf der Zeit Oberflächenrisse. Alles Holz sollte daher mindestens mit Papier (oder mit Seide, oder am besten Glasseide) beklebt werden, und zwar mit nicht spannendem Lack (Schleifgrund). Da ich ein fauler Hund bin beklebe ich die Unterseite VOR dem ankleben der Aussenrippen, bzw. das vordere Brett vor dem Schleifen. Die Oberseite nach dem endgültigen Zusammenbau.
2) Ein Einfräsen der Aussenrippen in das vordere Brett habe ich nie gemacht, das reicht für alle normalen Belastungen.
3) für höhere Belastungen kann mit Kieferleisten verstärkt werden - die Nase (z.B. 5x5), die Endfahne hinten (2x5), die Endfahne vorne am Stoß zum Profilbrett (2x5). Diese Maße nahm ich für 16cm Flächentiefe.
4) Auf keinen Fall (wie in der Beschreibung angegeben) Leimraupen an den Aussenrippen und dem Stoß zwischen Profilbrett und Fahne benutzen. Nach spätesten 2 Jahren ergibt das ein Wellbrett, weil der Hartkleber sich enorm zusammenzieht.

Meine ältesten so gebauten F1A und F1E-Tragflächen sind auch nach 30 (dreißig) Jahren noch gut benutzbar!

FLIEGER JAMES
12.01.2014, 23:41
Hallo,
so wie beschrieben weiter oben erstelle ich meine Rippen auch.

Fragen:
- für F1B Rippen 1.5mm? ( benutze ich für Motorseegler RC) Austrian beschreibt eine sehr einleuchtende Methode das Balsa erst mal mit Papier zu bekleben, kann man da noch unter 1.5mm gehen oder nur leichteres Holz nehmen (Gewicht eines 1m x10cm Brettes ?)

-warum, und wie fixiert Ihr Kohle auf den Rippen ? Intrados auch?

-D Box: ist das ein Volbalsa Teil? Die Tilka hatte das noch nicht, aber die hat auch schon einige Jahrzehnte auf dem Flügel.

Grüsse, Uwe

Freiflieger_Marcel
13.01.2014, 14:39
Hallo,


-warum, und wie fixiert Ihr Kohle auf den Rippen ? Intrados auch?


Grüsse, Uwe
Hey,

Auf Rippen werden in der Regel "Kohlestreifen" geklebt, vom Holm bis über die Endleiste. Hat den Zweck Verzüge durch Temperatur oder Feuchtigkeit zu reduzieren. Gerade in Holzbauweise manchmal problematisch. Weiterhin kann auf das Einschlitzen der Endleiste verzichtet werden, weil die Streifen diese fest mit den Rippen verbinden.

Zum kleben: Ich benutze dafür immer sehr dünnen Sekundenkleber für Balsa. Einfach eine Nadel einer Spritze drauf und fertig, dann den Streifen mit einem dünnen Film versehen und aufkleben. Die Streifen müssen dafür vorher leicht übergeschliffen werden, sonst halten die nicht.

Dann vielleicht noch etwas zur D-box:
Diese bilden die Abdeckung der vorderen hälfte des Profils idR hat man einen Holm- oben und unten kohle dazwischen Sperrholz diagonal verleimt und drum rum kevlarfaden gewickelt und alles in epoxy verpresst. Daran werden die vorderen und hinteren halbrippen geklebt. Bis über den Holm wird dann von vorn die d box schale geschoben und mit einer negativ Form für das Profil gepresst und verklebt. Als endleiste reicht dann eine schmale kohleleiste die über die Kohlestreifen fixiert ist. Am Ende noch icarex oder ecospan von graupner drauf bügeln und fertig ist ein sehr torsion und biegesteifer Flügel. Alternativ setzte ich auf eine einfachere Bauweise mit rohrholm aber jeder wie er mag oder wie stabil man es braucht.
Grüße

Freiflieger_Marcel
13.01.2014, 17:03
Hey Uwe,

wenn du dir ein F1B Modell recht einfach aber stabil bauen möchtest empfehle ich eine Rohrholmbausweise. Ich habe so schon einen F1A Flügel gebaut, der sehr stabil ist. Wichtig ist nur, dass man die richtige CFk Röhren findet die Torsion und Biegebelastungen standhalten und leicht genug sind. Zusätzliche Diagonale hinterm Holm würden auch nicht schaden, um das "Einfallen" der Bespannung zu minimieren. Vorm Holm reichen solche Stolperleisten wie du sie auf dem Bild siehst.
Problematik bei mir war bisher nur die Löcher für den Holm exakt bei allen Rippen gleichmäßig hinzubekommen. Da wir nun eine CNC Fräse gebaut haben ist das kein Thema mehr hat aber davor etwas Nerven gekostet :). Die Endleiste ist auf dem Bild nur eine schmale CFK Leiste glaube 1x3 oder so. Leichter lassen sind Balsaendleisten verbauen, muss aber jeder für sich entscheiden. Als Holmverbinder kann man dann passend zum Innendurchmesser der Röhre Vollmaterial aus CFK benutzen.


Grüße Marcel
1104884

FLIEGER JAMES
13.01.2014, 22:58
Vielen Dank an Marcel,

Ok für die Kohlestreifen, leicht einzusehen das werde ich versuchen.

Die D Box ist ne Nummer zu hoch für mich. Jedenfalls erstmal.

Werde versuchen den Rohrhom zu intégrieren.

Viele Grüsse Uwe

BeAi79
14.01.2014, 00:34
Hallo, hättet ihr mir ein Tipp wie ich zukünftig das Harz exakter eindicken kann? Damit das 24h Harz mir nicht immer Tränen, während des trocknens, ausbildet? Bis jetzt hab ich die besten Ergebnisse mit den Microballons gemacht... Wie sehen eure Alchemisten Rezepte denn aus?

Ich bin ein Anhänger des Verbrennerfluges und nutze die stabilen Harzverbindungen um die Klebestellen sicher gegen die Motorvibrationen auszubilden...

Patrick Kuban
14.01.2014, 07:40
Hallo,

der klassische Eindicker ist Thixotropiermittel = Kieselerde = Kieselgur = Silikagel = Siliziumdioxyd. Mit Microballons mußt Du soviel einrühren, daß es kaum freiwillig in die Ecken zu bringen ist, und über die Stunden läuft es immer noch ein wenig. SiO2 ist auch recht billig(er als Microballons).

BTW: fürs mechanische Verstärken von Harz sind Baumwollflocken und Glasfaserkurzschnitz erheblich wirkungsvoller, Microballons haben nur einen Gewichtsvorteil.

servus,
Patrick

FLIEGER JAMES
03.02.2014, 00:24
Hallo,

Ich hatte lange gesucht ob Papier oder Oracover light bei langsam fliegenden Seeglern besser ist. Da habe ich einen Motorseegler 130cm/ 176 gr flugfertig inklusive Radioanlage und Akku gebaut. Dem habe ich eine Fläche mit Papier bespannt und die andere mit Oracover Light. Gewicht mit Blei kompensiert. Das Profil ist unten nicht gewölbt. Der fliegt sehr langsam. Ich hatte erwartet dass sich eine Fläche heben würde, aber nix da. Das Seitenruder ist absolut in Mittelstellung und der Vogel fliegt schnurgerade.
Vielleicht ist das Oracover Light doch im Freiflug zu verwenden?
Ander Meinungen?

Grüsse Uwe

Austrian
03.02.2014, 09:20
Ich glaube nicht, dass das "geradeaus Fliegen" schon für die Entscheidung reicht. Hängt vor allem sehr stark vom Profil, Nasenradius und baubedingter Oberfläche (Holme, Kanten am Ende der Beplankung, etc) ab.

Noch wichtiger wäre ein Test mit Strömungsabriss: kippt der Flieger beim langsamen Überziehen immer über die gleiche Fläche ab?

Viele F1A-Flieger kombinieren die Bespannungen: unten glattes Oracover o.ä., oben rauheres Material (Papier, Vlies, o.ä.) wegen der Turbulenz.

FLIEGER JAMES
03.02.2014, 22:31
Hallo,

Ok, das mit dem Überziehen sehe ich ein; werd ich mal versuchen.

Grüsse Uwe

hastf1b
10.02.2016, 16:57
Einfache Vorrichtung zum schleifen von Balsarundstäben zum Beispiel bei Luftschraubenholmen für Saalflug.
Zwei Brettchen mit Sandpapier bekleben (man kann zwei unterschiedliche Körnungen aufkleben da sich ja durch die Gummihalterung jederzeit auseinandernehmen lässt) und unten und oben mit Gummiringen zusammen halten seitlich zwei Auflagen ankleben die als Anschlag beim schmiergeln dienen (siehe Bilder).
Um ein Rundholz mit 2 mm Durchmesser an zu fertigen legt man zuerst einen 2mm Stahldraht auf die Auflageböcken und packt oben soviel dazwischen das sich der Stahldraht noch drehen lässt. Nun nimmt man eine Vierkantleiste und beginnt ziemlich oben mit drehenden Bewegungen die Leiste in eine runde Form zu bringen. Wenn man auf den Anschlägen angekommen ist hat man die 2 mm erreicht durch die Anschläge erhält der Rundstab auf der gesamten Breite einen gleichmäßigen Durchmesser.
Um das Rundholz nach außen hin dünner zu schleifen dient der Aufsatz in Bild 5 und 6.

Heinz

catdog
02.06.2016, 11:31
Echt tolle Beschreibung und auch noch mit Bildern! Danke!!!
Es gibt ihn doch noch den Modellbau.;) Leider findet man all zu oft nur noch als Hilfe " Kauf Dir beim Haendler XY das oder jenes Teil".

hastf1b
30.05.2017, 20:53
Werkzeug zum dosieren von Sekundenkleber bei kleinen Klebestellen zum Beispiel bei Saalflugmodellen oder an unzugänglichen Stellen. Das Öhr von Nähnadeln zur Hälfte abtrennen und in einen Griff Kleben (hier ausgediente Filzschreiber. Die gekürzte Nadel in Sekundenkleber tauchen dabei bleibt der Kleber zwischen der Gabel haften und man kann ihn an die Klebestelle bringen. Verschiedene Nadelgrößen ergeben mehr oder weniger Klebstoff.

Heinz

alexvolz
06.03.2018, 19:47
Möchte hier mal jemand was zu Einstellwinkeldifferenz, Schwerpunkt und Anstellwinkel schreiben? Ich meine Erfahrungswerte, wie man ein selbstentworfenes Flugzeug auslegt, daß es gut fliegt. Das interessiert mich sehr.

Nordic
10.03.2018, 19:40
Hallo
Mein Standart Lieblingsflieger hat zur Zeit ein Winkeldifferenz von 4,2°
Andere liegen darunter um die 3°Differenz.
LDA Profilierte gehen bis auf 1° Differenz.
Anstellwinkel der Flächen bei Standard Profilen 2,5° - 3,5°.
Ist aber auch abhängig vom Höhenleitwerks Profil.

Gruß Bernd

hessenfreifluch
10.03.2018, 22:31
Hallo Bernd,

auf dem Bild ist etwas Elektronik und eine Anzeige auf dem Handy zu sehen - magst Du dazu noch etwas schreiben? Sieht interessant aus.

Danke und Gruß
Andreas

Nordic
11.03.2018, 12:34
Hallo Andreas
Es sind zwei Winkelaufnehmer. Ein Master und ein Slave. Sie werden über Bluetooth mit einem Android Gerät verbunden. So kann man wie diesem Fall die Winkeldifferenz direkt ablesen.
Man kann auch beide Winkelsticks auf den Flächen plazieren um Verzüge zu messen.
Hier liegen sie auf Carbonstäben. Wenn man bauchige Profile hat muss man eine abgeänderte Halterung nutzen um in den Nasenradius zu kommen.
Die Halterung tragt gleich je einen 1.Zeller Lipo zur Spannungsversorgung.
Querruder / Flaps lassen sich damit auch auf gleichlauf der Ruder vergleichen.
Diese sind von einem Israelischen FF Piloten. In den Niederlanden kannst du etwas ähnliches vom Allard bekommen.

Gruß Bernd

hessenfreifluch
11.03.2018, 20:35
Hallo Bernd,

danke für die Antwort. Ich bin heute über diesen Thread gestolpert:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/624334-Ruderweg-Messung-mit-Arduino
Ähnliches Thema, Hardware zum selber bauen und anpassen. Werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Gruß
Andreas

hastf1b
05.11.2018, 15:47
Zwei Hilfsmittel die man gut selbst herstellen kann. Einmal zum schneiden exakter Dreiecke das andere zum anschleifen eines Winkels an Leisten.

Heinz