PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel V-Form ?



sebastianruff
04.02.2010, 14:24
Hallo liebe Freiflieger,

Welche V- Winkel pro Ohr kann hier abschlägig empfohlen werden ?

Das Modell hat einen geraden Innenflügel mit 60 cm, und Ohren mit jeweils
30 cm. Der Leitwerksträger mißt 50 cm von Endkante Tragflügel zu Vorderkante Höhenleitwerk. Die Seitenleitwerksfläche beträgt ca 0,7 qdm.



Mit freundlichen Grüßen

Sebastian

M.a.x.
04.02.2010, 15:00
Hallo Sebastian

Etwa 15° bis 20° pro Ohr sollte passen.
Ich verwende bei meinen F1A 18°.

Gruß Markus

F1H-NFlyer
05.02.2010, 10:19
Hallo Sebastian,

Du hattest ja schon mal eine Angabe über die V-Form des Modells gemacht, nämlich 30°. Das ist natürlich zu viel. Dazu passend war die Größe des Seitenleitwerks mit 0,7 dm^2. Mit der großen V-Form und dem entsprechenden Seitenleitwerk wird das Modell wahrscheinlich zum Taumeln ("Dutch Roll") neigen und auch schwer in eine Kurve gehen. U.U. geht es auch gleich in einen Spiralsturz.
Wenn du die V-Form auf die 15° bis 20° zurücknimmst und evtl. die Seitenruderfläche auf 0,5 dm^2 verkleinerst, sowie die angegebenen Verzüge einbaust, müsstest du ein vernünftiges Kurvenverhalten erreichen.

Grüße Peter

sebastianruff
05.02.2010, 10:31
Hallo,

Markus und Peter vielen Dank !
Schleife gerade die Winkel an den Übergängen ein. :cool:

Gruß Sebastian

hastf1b
05.02.2010, 11:17
Hallo Sebastian, es wäre nicht schlecht gewesen vor Baubeginn mal eine Zeichnung hier abzubilden. Bei evtl. Fehlern hätten wir dir Tipps und Ratschläge geben können. Beim fertigen Modell sind Änderungen immer schwierig.

Oder wolltest du uns mit einem fertigen Modell überraschen? ;)

Gruß Heinz

sebastianruff
05.02.2010, 11:37
Hallo Heinz,

leider gibt es keine Zeichnung im üblichen Sinne, sondern nur Fräsdaten
für Rumpfkopf und Rippen, wobei eben auch eine Bauhilfe dabei war, die
aber fast 30 Grad V-Form ergab. :confused:
Deshalb meine vielen Fragen, an Euch erfahrene Freiflieger.
Nach dem erfolgreichen Flug des Prototypen, sollen die Fräsdaten entsprechend der erfolgten Modifikation überarbeitet werden.

Natürlich werde ich Fotos, wie auch bei den Uhus, nachreichen und über das Flugverhalten berichten, sodaß eine abschließende Analyse erfolgen kann.


Mit freundlichen Grüßen
Sebastian

sebastianruff
05.02.2010, 12:50
Hallo,

Fotos vorab; Flügel zusammengesteckt, Kohlerohr für Leitwerksträger ist
noch in der Post.

404330

Rumpf mit Kurvensteuerung und verstellbarem Hochstarthaken,
hier war ein 80er Jahre Uhu mein Vorbild.

404331

Konstruktive Kritik ist sehr willkommen.

Gruß Sebastian

Joo
05.02.2010, 23:41
Ich finde das Mittelteil im Vergleich zu den Ohren etwas zu kurz geraten, ansonsten sehr schön anzuschauen!
Wie groß ist der Abstand Rumpfnase - Vorderkante Fläche?

sebastianruff
05.02.2010, 23:59
Hallo Joo,

die Länge des Rumpfes vor dem Flächenansatz beträgt 130 mm.

Länge der Ohren 300 mm, Mittelteil 600 mm.



Gruß Sebastian

hastf1b
06.02.2010, 09:30
Hallo Sebastian, sieht sehr sauber gebaut aus. Wo wir schon dabei sind könnten wir die Abmessungen komplettieren. Welche Flächentiefe hat das Modell und wie groß wird das Höhenleitwerk?

Gruß Heinz

sebastianruff
06.02.2010, 10:00
Guten Morgen Heinz,

Flächentiefe 130 mm, BE 6356 10%
Leitwerksträger: Endkante Tragflügel, Nasenleiste HLW 500 mm

Vorgesehene Höhenleitwerksgröße: Rechteck 80 X 300 mm !!
Hier werde ich zumindest auf 60 mm zuspitzen.

Als Schalentierbesitzer bin ich ein wenig unzufrieden mit dem erzielten Ergebnis, da selbst bei sorgfältigster Bauweise immer Stöße entstehen, die verschliffen werden müssen. :cry:
Ich gehe einmal von einer Ausdünnung des Profils um mindesten 1 mm aus.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian

hastf1b
06.02.2010, 10:46
Was meinst du mit "zuspitzen" auf 60 mm beim HLW? Ich habe einmal nachgerechnet und komme bei 120 cm Spannweite und 2,4 qdm fürs HLW auf 18 qdm. Messe mal die Spannweite von Randbogen zu Randbogen, durch die V-Form der Ohren müßte die Spannweite etwas geringer als 120 cm sein. Den "Rest" könntest du dann noch ins HLW packen. Es zählt immer die projizierte Fläche.

Heinz

sebastianruff
06.02.2010, 11:03
Hallo Heinz,

ich war der "gefühlten" Meinung, das Höhenleitwerk sei zu groß bemessen,
und wollte es in der Flächentiefe zum Randbogen hin von 80 auf 60 mm verjüngen.
Du schlägst vor die Fläche des HLW noch zu vergrößern,
welche Vorteile entstehen dadurch ? ;)
Müssen diese Vorteile nicht mit mehr Blei und Luftwiderstand erkauft werden ?

Gruß Sebastian

hastf1b
06.02.2010, 11:22
Ich habe das nur deshalb vorgeschlagen da die Tragfläche ja schon fertig ist, sonst könnte man den "Rest" ins Mittelstück tun. Wir (die Freiflieger) sind immer bestrebt die Vorgaben voll auszunutzen. Ein größeres HLW muß ja nicht zwangsläufig schwerer sein kommt auf das verwendete Material an. Ich meine wir hätten 3 qdm fürs HLW gerechnet. Evtl. sagen nochmal die H- oder A-Flieger etwas dazu.

Gruß Heinz

P.S. Ein trapezförmiges HLW bringt aber mehr Bauaufwand mit sich.

sebastianruff
06.02.2010, 11:41
Hallo Heinz,

da mir die Verkürzung der Spannweite, durch den Winkel der Ohren, beim Bau bewußt war, habe ich hier schon Material in Form vom Füllmaterial für den Knick und die Randbögen zugegeben.
Die aktuelle Messung ergibt 10,4 qcm, um die man das HLW vergrößern könnte.

In welchem Schwerpunktprogramm könnte ein eventuell tragendes HLW berücksichtigt, und vergleichend zur ebenen Platte ausgerechnet werden ?

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian

hastf1b
06.02.2010, 11:55
In welchem Schwerpunktprogramm könnte ein eventuell tragendes HLW berücksichtigt, und vergleichend zur ebenen Platte ausgerechnet werden ?


Oh, das muß dir ein anderer beantworten ich bin mehr der Praktiker.
Aber 1,4 qdm zusätzlich zu den veranschlagten 2,4 qdm wären zuviel. Man muß ja auch nicht unbedingt alles "ausreizen".

Gruß Heinz

F1H-NFlyer
06.02.2010, 12:22
Hallo Sebastian,

Schau mal unter:http://home.arcor.de/d_meissner/schwerp.htm. Das Programm nennt sich "win-laengs". Du mußt darin ein, von den vorgegebenen sog. Stabilitätsmaßen (8% bzw. 16%) abweichendes eingeben, z.B.: 25%. Wenn du dann eine Schwerpunktlage von > 55% tm (mittlere Flächentiefe) erhältst, solltest du das HLW kleiner machen. Mach das so lange, bis du auf etwa 50% SPL kommst. Im übrigen ist es gleichwertig, ob das HLW eine Profilierung hat oder nur eine ebene Platte hat. Das wird durch die Einstellwinkeldifferenz erledigt. Die Wirkung eines gewölbten Profils kann aber besser sein, siehe Beiträge zu Höhenleitwerk.
Melde dich ruhig, falls du weitere Fragen hast.

Grüße Peter

sebastianruff
06.02.2010, 12:29
Hallo Heinz,

10,4 qcm ergäbe am Höhenleitwerk mit Tiefe 8 cm lediglich 1,3 cm zusätzliche Spannweite, wäre also machbar. ;)

Gruß Sebastian

sebastianruff
06.02.2010, 12:49
Hallo Peter,

danke für den Tipp; Das von Dir empfohlene Programm habe ich schon
mit guten Erfolg im RC-Flug eingesetzt.

Die Anleitung von Dir ist der ausschlaggebende Punkt !:)

Gilt als Ausgangspunkt für die Hakenposition im Freiflug auch 15 Grad vor
GC ?

Gruß Sebastian

F1H-NFlyer
06.02.2010, 13:50
Hallo Sebastian,

Da hast du ja das richtige Handwerkszeug! Ich habe die Daten von dir mal kurz durchgespielt und komme auf eine HLW-Fläche von etwas über 3 dm^2. Damit bist du allerdings 0,4 dm^2 über der, für F1H zulässigen Gesamtfläche von 18 dm^2. Du willst aber sicherlich nicht gleich in das Wettbewerbsgeschehen eingreifen? Wenn, dann schnippelst du einfach an den Flächenohren ein bißchen Fläche ab und machst einen neuen Randbogen. Dann kannst du das Leitwerk etwas kleiner machen.

15°..18° vor CG ist das richtige Maß für den Hochstarthaken.

Also bis auf weiteres
Peter

Joo
06.02.2010, 15:20
Für ein F1H muss der Haken dichter am Schwerpunkt sein .
Thomas Weimer (Deutscher Meister 2009) spricht von 7-8mm vor dem Schwerpunkt. Sonst pendeln die Modelle und lassen sich nicht mehr kontrolliert hochziehen.
Ausganspunkt für den Haken wären dann also ca 10° vor dem Schwerpunkt.

Kleinere Ohren im Vergleich zum Mittelteil (z.b. MIttelteil 700, Ohren je 250) haben den Vorteil dass der Flächenschwerpunkt weiter in Rumpfnähe rückt und dadurch das Kreisverhalten flacher wird.

mfg,
joo

sebastianruff
06.02.2010, 15:50
Hallo,

@ Joo
vielen Dank;
Bei den Modellen der Bastelgruppe werde ich die Ohren weiter nach außen setzen.
Da ich einen verstellbaren Haken habe, kann ich mich wie in F3B langsam nach hinten arbeiten.

@ Peter
ohne den fertigen Flügel jetzt noch stutzen zu müssen,:cry: könnte ich ein HLW mit 2,6 qdm bauen;
Welche nachteiligen Auswirkungen hätte ein weiter vorne liegender Schwerpunkt ?
Das Modell ist für den UHU-Cup und die Jugendmeisterschaft des DMFV
vorgesehen.

Gruß Sebastian

F1H-NFlyer
06.02.2010, 16:08
Hallo Sebastian,

Der weiter vorn liegende Schwerpunkt hat den Nachteil, daß die Thermikbremswirkung schlecht wird. :cry:Du mußt damit rechnen, daß der Flieger in der Thermik nicht mehr runterkommt, oder das Modell einen Zirkus (Loopings) durchführt und dann ebenfalls nicht runterkommt oder beim "Landen" beschädigt wird:cry:.
Leistungsmäßig wäre ein weiter vorn liegender Schwerpunkt sogar noch besser, aber s.o.

Grüße

Peter

sebastianruff
06.02.2010, 17:05
Hallo Peter,

wenn ich den Flügel um 6 cm kürze ( 2 Rippen), das Höhenleitwerk auf 3,33 qdm vergrößere, den Leitwerksträger um 2 cm verlängere, komme ich bei 25% Stabilität auf 54,7 mm Schwerpunktlage was 44,7 % der Flügeltiefe entspricht. Der Haken wäre dann auch noch im Verstellbereich.

Reicht dies zum sicheren Abstieg mit der Thermikbremse ?

Gruß Sebastian

F1H-NFlyer
06.02.2010, 17:15
Hallo Sebastian,

Das dürfte reichen, zumal die F1H´s besser bremsen als ihre großen Brüder.

Gruß Peter

sebastianruff
14.02.2010, 21:57
Hallo liebe Freiflieger,

dank Eurer konstruktiven Mithilfe, konnte ich heute die ersten vielversprechenden Gleitflüge durchführen.
Es war keinerlei Trimmkorrektur nötig ;)
Sobald die Witterung es zuläßt Schleppflüge durchzuführen, kann eine abschließende Analyse erfolgen.

409002

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian

F1H-NFlyer
15.02.2010, 06:32
Hallo Sebastian,

Sieht doch prima aus, das Teil. Hast du schon einen Namen dafür?
Schnee ist ja noch reichlich vorhanden. Habe schon überlegt, ob man mit Langlaufskiern starten kann, hab´s aber nicht probiert, weil es einen dann evtl. hinhaut. Außerdem mögen es die Zeitschalter nicht so gern, wenn Schnee reinkommt.

Grüße

Peter

sebastianruff
15.02.2010, 09:02
Hallo Peter;)

das Modell wird den Namen Falke tragen, und noch einen entsprechenden Schriftzug und Zierstreifen erhalten. Es soll beim Tag der Vereine der Stadt Bobingen präsentiert werden, wo wir für unseren Baukurs werben wollen.

Da ich noch kein Startgestell besitze, werde ich mich für die Schleppstarts mit einem Kollegen verabreden. Ich werde bei Bedarf versuchen, die Startgeschwindigkeit mittels Umlenkung zu reduzieren, oder mittels einer Tempo Hochstartwinde von Graupner zu starten, um so eine dauerndes Stürzen im Schnee zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian

M.a.x.
15.02.2010, 15:15
Hallo Sebastian,

Habe schon überlegt, ob man mit Langlaufskiern starten kann, hab´s aber nicht probiert, weil es einen dann evtl. hinhaut.

Grüße

Peter



Hallo Peter;)

Ich werde bei Bedarf versuchen, die Startgeschwindigkeit mittels Umlenkung zu reduzieren, oder mittels einer Tempo Hochstartwinde von Graupner zu starten, um so eine dauerndes Stürzen im Schnee zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian

Grüß Euch

Mit Langlaufskiern bist du zu unbeweglich.
Auch eine Umlenkrolle ist nicht optimal. :(
Ich kenne die Hochstartwinde nicht, aber ich rate dringend ab.
Da hast du kein Gefühl für das Modell. :(
Es währe schade, wen du es so zerstörst.

Am besten bei etwa 2m/sec Wind starten.
Da brauchst du fast nicht laufen, und kanst dich voll
auf das Modell konzentrieren. ;)
Am Anfang ein paar schnelle Schritte bis das Modell an
der Leine Zug aubaut. Dann etwas reduzieren, und mit Gefühl
hochziehen, von der Leine lassen, und den Flug geniesen. :):):):)

Gruß Markus

Joo
15.02.2010, 15:46
Ich war gestern auch fliegen und das ging eigentlich wunderbar.
Sofern der Boden noch gefroren ist kann man super laufen.
Gute Schuhe sind halt wichtig. Vom Beschleunigen hat auch alles geklappt, nur die Luft beim Rennen ist sehr kalt. Also warm anziehen ;)