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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Balsa, für die Verkastung zwischen den Holmgurten?



parafly
16.02.2010, 12:25
Hallo zusammen!
Habe die Frage schon mal wo anders gestellt, aber evtl. falsch plaziert. Darum nochmal hier:

Ich baue die Fläche meines großen HLG, mit dynamisch ausgelegten Holmgurten. So, wie es hier schon öfter von Christian Baron erwähnt wurde. Diese bestehen aus 40x0.5x2000mm CFK Profilen, die ich auf 20er und 10er Holmgurte zurechtgeschnitten und zusammengeleimt habe.
Jetzt stellt sich mir die Frage:Welches Balsa dazu bestellen?
Im Prinzip, würde sicherlich "weiches/mittleres" reichen...
Habt Ihr eine art Fausformel, o.ä?
Wenn ich, wegen der Unsicherheit(>4m Spw) einfach hartes nehme, würde es sicher einiges an Gewicht mitbringen.
Wenn möglich, möchte ich weiterhin sehr leicht bauen. Trotz 400-450W Antrieb, 99dm² Flächeninhalt, sehr stabiler Bauweise, normaler Folie und D-Box, bin ich erst bei ca. 1650g Abfluggewicht:eek:
Bin ich auf dem Holzweg, wenn ich mittelhartes Balsa nehme?

Gruß Frank

AndreU
16.02.2010, 15:18
Hallo, Frank,
es melden sich bestimmt noch kompetentere Leute, aber nur zum Verständnis:
- Grosser HLG mit mehr als 4 m Spannweite? Was ist das denn?
- Flieger mit mehr als 4 m Spw. inkl. Antrieb und "sehr stabiler Bauweise"... 1650 Gr. Abflluggewicht????

Ich persönlich verkaste meine Holmgurte auch bei kleineren Fliegern mit Balsa, das mit 160er Kohle beschichtet ist... da würde ich nicht lange überlegen, ob nun weiches oder mittelhartes Balsa... sondern hartes Balsa (mindestens) nehmen.

Gruss,
André

Tofo
16.02.2010, 16:42
Hallo,

ich äußere mich mal ganz vorsichtig dazu. Der Steg wird laut Baronschem Excel File auf Querkräfte beansprucht. Das heisst der Steg kann auch aus Depron bestehen, wenn die Stegwände aus Kohle 45° gebaut, die entstehenden Querkräfte aufnehmen können. Bei Balsa (egal ob hart oder weich) ist ja schon eine gewisse Festigkeit alleine durch das Balsa (hochkant) gegeben. Wie groß der Unterschied zwischen Balsa hart und weich genau ist weiss ich nicht, aber ich würde das vernachlässigen und mir stattdessen mit der Excel Datei von Christian Baron die erforderlichen Stegwanddicken bei jeweiligem Material ausrechnen lassen und dann schauen, welche Bauweise bei ausreichender Festigkeit am leichtesten wird. Falls es dir aufs letzte Gramm ankommt!

Grüße,
Thorsten

MarkusN
16.02.2010, 16:44
Das heisst der Steg kann auch aus Depron bestehen, wenn die Stegwände aus Kohle 45° gebaut, die entstehenden Querkräfte aufnehmen können. .... Falls es dir aufs letzte Gramm ankommt! Wäre jetzt auch meine Empfehlung gewesen. Dann muss man aber wirklich den Schubfluss berechnen und die Kohle entsprechend knapp dimensionieren.

tortilla
16.02.2010, 22:24
Hallo!
Ich stehe vor einem ähnlichen Thema. Ich baue an einem ca. 3m Segler in Holz ohne Kohle oder Gfk.
Wie würdet Ihr die Machbarkeit einschätzen, dass mein Holmsteg aus Balsa (hart) das überlebt? Oder sollte ich da eventuell auf eine Sperrholzart umschwenken?


Danke

Tortilla

MarkusN
16.02.2010, 22:49
So hat man jahrzehntelang die Holme gebaut. Kieferholzgurt und Balsa hart hochkant dahinter oder dazwischen. Basst scho. Ist halt nicht so ablassfest wie Vollkohle.

parafly
17.02.2010, 09:23
Ich danke Euch, für die Antworten!
@André
Ja, etwas mehr als 4m. Hätte gerne eine Art AVA Pro o.ä.gekauft. Aber weil das Teil so Teuer(und trotzdem sicher Preiswert) ist, baue ich ihn nach meinen Vorstellungen(QR, weniger V-Form) halt selber. Bubble Dancer XXL;)
Ja, sogar 1609g um ganz genau zu sein. Die 80 Rippen wiegen z.Bsp. (mit Tesa:D)68g. Die Holmgurte schlagen mit 255g zu Buche, der 400W Antrieb 345g(inkl. Lipo)...usw...
@Thorsten

Falls es dir aufs letzte Gramm ankommt!
Ich habe mir dazu nochmal ein paar Gedanken gemacht.
Das Mehrgewicht von ca. 50g, bei 4m und 99dm², sollte eigentlich vernachlässigbar sein. Was nützt es mir wenn der Flügel versagt!? Da verzichte ich lieber aufs letzte bisschen Gewichtsersparniß.So wird die Fläche evtl. auch noch etwas steifer..? Ich werde es sehen.
Meinen letzten Flieger habe ich ohne besonderen Leichtbau, auf 14g/dm² Flächenbelastung, mit einem 250W Antrieb bekommen. Am Ende, muß ich gestehen, habe ich einen größeren Lipo eingesetzt, damit er im Alltag überhaupt geflogen werden konnte. Er war schlicht, "zu leicht".
Die Mail an Herdegen ist raus:D

Gruß und nochmal vielen Dank,
frank