PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Drehzahl anpassen durch Polzahländerung



Basti_Z
08.03.2010, 09:31
Hi Leute,

ich habe mal hier im Forum gesucht, aber leider keine passende Antwort gefunden.
Ich habe einen HK 4035-560 hier liegen (ursprünglich für ein anderes Projekt gekauft). Dummerweise passt die spez. Drehzahl nicht so ganz für den zukünftigen Einsatzzweck.
Die Idee ist jetzt, daß ich die 10 Magneten aus der Glocke nehme und 14 neue montiere. Laut der elektrischen übersetzung müsste ich doch dann auf ca. 400U/V kommen. Ist der Gedankengang richtig oder nicht?

Gruß Basti

gast_15994
08.03.2010, 09:34
grundsätzlich ist das richtig.

hier siehst du die auswirkungen von 10 bzw. 14P bei gleicher wicklung.
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=1742441&postcount=7

vg
ralph

Basti_Z
08.03.2010, 10:05
Ah cool danke für die Antwort vom Meister persönlich. Jetzt brauch ich nur noch nen guten Einfall wie ich die Glocke dann dynamisch wuchten kann.

Gruß Basti

gast_15994
08.03.2010, 10:08
by trial and error :cool:


vg
ralph

FamZim
08.03.2010, 11:29
Hi

Interessand !!!
Diverenz zu 10-14 Rechnung doch 10 % daneben ? !
Liegt wohl daran, das die Sättigung bei 10 Polen durch die breiteren Mags 10 % höher ausfällt.
Werd ich ja sehen wie es bei 16 zu 32 Polen wird :D

Gruß Aloys.

Basti_Z
08.03.2010, 11:32
Jepp das hab ich auch vor.
Ich sehe gerade daß es noch ein Problem wird passende Magnete (35mm x 8mm)zu finden. 35mm x 8mm

Gruß Basti

gast_15994
08.03.2010, 11:38
aloys,

wie kommst du darauf, dass die magnete bei den 10P breiter seien?

basti,

35x8,1 stecken in den 8-polern.
in den 14P (S-typen) sind 35x7,2.

vg
ralph

FamZim
08.03.2010, 15:05
Hi

@ Ralph

Ich passe die Magnetbreite möglichts an, für gleiche Abdeckung.
Sind die bei den " Meßmotoren " gleich?

Ich habe mal weitergesponnen :D
Von 10 auf 14 Pole hochgehen erfordert 30 % höhere Spannung um auf gleiche Drehzahl zu kommen.
Die Lehrlaufströme wären noch interressand.
Die Wicklung bleibt die gleiche und kann auch den gleichen Stom ab.
Also bringt ER auch als 14 Poler 30 % mehr Leistung bei gleichem Gewicht und Drehzahl ! ? !.
Drehzahlbegrenzung nur durch den Steller.
Wenn man SOWISO gut drunter bleibt, also der Leistungfähigere Motor!

Gruß Aloys.

gast_15994
08.03.2010, 15:10
die magnetbreiten bei kora top und pyro sind schon immer identisch.
sprich, die kora hat 40% mehr magnetmasse und 40% mehr abdeckung.
das anpassen der magnetbreiten ist ja ohnehin nur in gewissen grenzen möglich.

deiner rechnung kann ich nicht folgen.
ausserdem lässt du die drehzahlabhängigkeit des ergebnisses komplett aussen vor. (eisenverluste)
auch, dass ein steller spannungsgrenzen hat.
imho eine deutlich zu theoretische betrachtung.

beim (speed) 4235 kam z.b. beim gleichen stator das bessere ergebnis mit dem wechsel von 14 auf 10P zustande.

vg
ralph

Christian Lucas
08.03.2010, 19:04
Hi Aloys,
die wandlung hat der Ralph ja schon aufgezeigt ,ist nicht wie ein Getriebe ,ich habe mich auch immer gegen das Elektronische Getriebe gewehrt ,ist aber nun mal so in den Köpfen drin.Es ist schon viel Komplexer ,da die Verluste durch die erhöhte Frequenz im Blech steigen wenn mehr Polpaare arbeiten.Dann die Magnetmenge und die breite zum Hammerkopf der ja Feldlinien Sammelt,wodurch die Durchflutung im Zahn ganz unterschiedlich ausfällt.Und allein die ist aber für die Induzierte Spannung verantwortlich.
Dann gibt es noch Verstärkende und Abschwächende Effekte je nach weite der Pole in bezug auf die Statorzähne Und Und Und .

FamZim
08.03.2010, 19:09
Hi

Bezug nehment auf die Werte in der Grafik:
http://www.powercroco.de/%C2%B0forum8/260210-1.jpg
Der 14 Poler dreht 267 U/V.
Rechne ich nach 10 zu 14 um, müsste der 10 Poler dann 267 durch 10 mal 14 also 373,8 U/V drehen.
Da liegt er aber locker 10 % drunter. (330 U/V).
Grund ? stärkeres Feld im Steg ?? Wegen weniger Frequenz ?

Kann ich jetzt nicht glauben, dann hätte JEDER Motor bei jeder anderen Drehzahl ja auch eine andere U/V Angabe nötig.
Das ist aber SO stark nicht der Fall .
Also scheidet der Grund aus !

Anderer Grund: beim 14 Poler, mit 40 % mehr Magneten, ist die Abdeckung so groß, das das Feld über die Hammerköpfe zum Nachbarmagnet umgeleitet, und kurzgeschlossen wird.
Der Steg wird nicht ausreichend Magnetisiert, und die Verluste endstehen (unsinnigerweise) nur nutzlos im Hammerkopf!
Darum braucht DER schmalere Mags.

Über Grenzen des Stellers geht es hier garnicht.

Ach ja es geht um eine Drehzahlanpassung durch Polzahländerung.
Drehzahländerung nach unten, heist gleichzeitig Leistungseinbuße, denn, Kraft mal Weg ist die Leistung!
Drehzahl nach oben, heist egal welcher Motor , mehr Frequenz und mehr Weg, also mehr Leistung.
Möglicherweise kommt die aussage, das ein 10 Poler mehr Leistung hat nur daher!
Das sind dann aber vollkommen verschiedene " WEG x KRAFT" Verhältnisse.

Gruß Aloys.

Gast_8624
08.03.2010, 21:14
Drehzahländerung nach unten, heist gleichzeitig Leistungseinbuße, denn, Kraft mal Weg ist die Leistung!
Nö...

Kraft x Weg = Arbeit und nicht Leistung
Kraft x Weg pro Zeiteinheit = Leistung

Die (mechanische )Leistung an der Welle:

Drehmoment x Winkelgeschwindigkeit

FamZim
08.03.2010, 21:24
Hi

Is ja gut , aber Ihr wist schon was ich meine ?????????

Gruß Aloys.

Mh , wenn ich 8 Std "arbeite " muß ich 8 Std meine "Leistung" bringen und habe dann ne Menge Arbeit geleistet.
Mein Motor im Auto hat 75 PS Leistung und nicht Arbeit .
Fragen über fragen.

Christian Lucas
08.03.2010, 23:29
Aloys,
sicherlich hast du Recht mit der Annahme das der Motor der bei der niedrigsten Drehzahl das größte Drehmoment abgibt eben der mit der höchsten Drehmomentdichte auch der Leistungsfähigste ist.Mit den entsprechenden Blechen kann man das ja auch Ansteuern.Nur leider haben wir nicht für alle Motoren Statoren aus Hauchdünnen Cobalt Eisenblech und so gibt es Grenzen für die Einzelnen Auslegungen,bis zu welchen es für die eine oder andere Polpaaranzahl besser ist oder eben nicht mehr.Bist du noch nicht an den Grenzen ist die Höherdrehmomentige Maschine sicherlich die Bessere.Der Ralph ist ja Ursprünglich auch der immer höheren Polpaaranzahl verfallen ,was im Prinzip ja Richtig ist nur zb.bei den Speedanwendungen haben sich die weniger Poligen mit den Eingesetzten Materialien als die Besseren herausgestellt.

gast_15994
09.03.2010, 06:40
aloys,

imho ist das hier eine grundkrankheit im forum:
praktische ergebnisse werden durch ausufernde theoretische erwägungen "ersetzt", statt die zeit zu investieren, endlich mal was vorzeigbares fertigzubekommen.

beweisend ist aber am ende allein das ergebnis - mit ner theorie allein ist noch kein modell in die luft gekommen!!!!
und die prxis setzt die grenzen oft genug deutlich enger als die theorie.
angefangen von den nutzbaren materialien über die wirklich realisierbaren baugenauigkeiten bis hin zu diversen eigenheiten von stromverläufen und stellersoftware.

vg
ralph

FamZim
09.03.2010, 11:37
Moin

Ich finde das ich hier nicht theoretisiert habe, ich habe nur die, in der Praxis von Ralph gemessenen Werte, von der meiner Meinung nach richtigen Seite aus betrachtet.

Und dabei kommt raus, das die EMK nicht mit der Frequenz gestiegen ist, sondern es fehlen locker 10 % der EMK.
Das bei gleicher Wicklung und gleichem Stator und gleich breiten Magneten und gleichem Luftspallt ---
Ist die Annahme das der Steg 10 % weniger Feld abbekommt da so abwegig.
Die bunten Feldlinien Bilder würden es auch so aussagen wenn das Programm es richtig rechnet.
Wenn ich immer NUR eine gleiche Auswertung der Messergebnisse mach, und nicht, die da zwischen versteckten Daten sehe, gibt es auch keinen Fortschritt.

Zb: Modellwiderstand errechnen, aus einem "Landeanflug-Log", Interressiet hier keine Sxxxx
Damit kann, "in etwa", der benötigte Schub für 400 km/h hochgerechnet werden.
Ihr rechnet doch gerne mit Programmen!
Ich mache das lieber mit Dreisatz, da vergesse ich nicht so schnell etwas wichtiges.
Es ist alles begreifbar und nicht hinter Buchstaben versteckt.
Ausserdem sehe ich wie sich die Daten entwickeln.

Gruß Aloys.

gast_15994
09.03.2010, 13:31
bei^2 oder ^3 zusammenhängen funktioniert dein dreisatz aber eher unzureichend. :)

ich bleibe dabei, nur gemessene daten helfen wirklich weiter.

prognoserechnungen sind leider oft genug nicht das papier wert, was dafür verschwendet wurde.

die annahme mit den 10% ist nett, aber in der praxis eben wenig hilfreich, weil man leider nur das real vorhandene material verbauen kann. und das richtet sich dummerweise nur selten nach der theorie.

vg
ralph

Basti_Z
09.03.2010, 13:36
Hallo zusammen,

ich bin ja eher der Typ der soeine Theorie dann ausprobiert um zu testen ob das Gesäusel auch stimmt. ;-)
Ich hätte ja schon lange begonnen aber ich bekomme diese Dälichen 14Magneten nicht her. Auf der HP von Scorpion steht daß der 14poler neu ist und erst irgendwann verfügbar ist... So ein Mist....

Bin schon am überlegen die Magnete vom 10Poler zu nehmen und abzuschleifen....

Gruß Basti

gast_15994
09.03.2010, 13:39
hm,
also ich kenne einen, der hat da ne ganze schachtel von.

vg
ralph

Basti_Z
09.03.2010, 13:49
mhmmm kannst du mir mal die Kontaktdaten von dem jenigen welchen sagen....? :-)

gast_15994
09.03.2010, 13:56
die sind streng geheim.

vg
ralph

FamZim
11.03.2010, 16:41
Hi

Da ich hier 4 verschiedene Glocken ( 16 ; 20 ; 28 und 32 Poler) habe, könnte ich auf ein 24 Nuten Stator 2 Wicklungen zum testen machen.
Je einen "Teilmotor" für 16 und 32 Pole und den anderen für 20 und 28 Pole.
So sind 4 Motore mit dem gleichen Stator, und gleicher Windungszahl vergleichbar :D
Die änderung der Lehrlaufdrehzahl, bei änderung der Polzahl, kann dann besser beurteilt werden.
Wäre der Aufwand sinnvoll und die Messung eine Messung wie gewünscht?

Gruß Aloys.