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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vermeidung leerer Autobatterien - was ?



waldopepper
10.04.2002, 18:47
Hallo Forum,

neulich konnte ich ohne der Hilfe eines Kollegen nicht mehr nach Hause. Jetzt sollte ich doch mal investieren und einen extra Akku kaufen. Ich denke wegen der Zyklenfestigkeit an einen Blei-Gel-Akku. Ist das wirtschaftlich ? Der hält vielleicht 5 Jahre, kostet aber soviel, daß ich leicht 3 Baumarkt-Säure-Akkus kaufen könnte ?
-> Wer weiß Näheres ?

TEST

VOBO
10.04.2002, 19:35
Hallo waldopepper!

Nachdem mir das auch mal passiert ist, habe ich mir bei ATU einen handelsüblichen Autoaccu mit 36Ah gekauft.
Mit einer selbstgebauten Tragevorrichtung ist der noch leicht mit einer Hand zu transportieren.
Ich habe den schwarzen Accu mit 3 Jahren Garantie genommen für ca. 50 Euro.
Kaufdatum war Juni 1998 und das Ding tuts immer noch.
Bei dem Preis und der Garantie würde ich auf Blei-Gel verzichten.
Wenn die Accukapazität einmal nicht reichen sollte, kann ich immer noch den Autoaccu dazunehmen (kommt aber so gut wie nie vor).
Zuhause im Keller wird nach jedem Einsatz mit einem Konstantspannungsladegerät geladen. Dadurch spare ich mir auch das Geld für ein Leistungsnetzteil als Vorschaltgerät für meinen ORBIT-Pro im Heimeinsatz.

Der Vorteil einer tragbaren Quelle ist auch der, daß man sich dort niederlassen kann, wo man nicht unbedingt mit dem Auto hinkommt (darf).

Gruß Volker

hawk-eye
10.04.2002, 21:41
Hi @ all,

hab mir sogar nen 88 Ah Säureakku geleistet. Wollt halt sicher gehn und den auch nicht immer nachladen. Ich muß ihn bei uns auf dem Gelände nur vom Auto zum Tisch heben und zuhaus eigentlich nur in die Werkstatt. Das Ende vom Lied war, ich hab den öfter Mal vergessen zu laden, er war meistens im Kofferraum und jetzt läßt er ganz schön nach wenn da mehr als zwei oder drei Lader dranhängen. Gekauft wurde er vor 1 1/2 Jahren und es werden schon mal 10 - 12 A ein paar mal pro Tag rausgesaugt. Mein nächster wird denk ich au Blei-Gel, soll ja angeblich wirklich besser sein.
Weiß einer wo man die günstig bekommt ?

Ach so, eins probier ich aber vorher noch. Nen Ladeanschluß über ne Schaltung im Kofferraum, die mir erst Starterbatterie und dann "Modellflugakku" lädt. Gibts im Campingbereich, vielleicht taugt das ja was...

[ 10. April 2002, 21:43: Beitrag editiert von: hawk-eye ]

MTT
11.04.2002, 05:04
Ich hab da mal was gesehen : Ist zwar aufwendig, aber todsicher :

Ein Freund von mir hat sich in sein Auto eine zweite Batterie eingebaut, und diese ueber ein 12V-Batterierelais aus der manntragenden Fliegerei so angeschlossen, das diese Batterie immer nur am Bordnetz hing, wenn der Motor lief.
So ist die Batterie immer geladen, und auf dem Flugfeld kannst Du sie leerlutschen, und hast dann immer noch Deine "normale" Batterie zum nach-Hause-kommen.
Das ganze war in Venezuela, wo es keine TUEV gibt.
Weiss nicht, was dieser dazu sagen wuerde. ;)

Norbert Eisert
11.04.2002, 07:51
Hallo Männers,

das Thema Pb-Akku taucht ja gelegentlich auf.Vielleicht mal was kurz dazu:

Ein Blei-Akku,egal ob Säure oder Gel, mag es ganz und gar nicht, tiefentladen zu werden.Dies verkürzt die Lebensdauer erheblich.
das Beste, was ihm passieren kann, ist eine permanente Pufferung mit einer Konstantspannung.Durch den mit steigendem Ladezustand zunehmendem Innenwiderstand des Akkus regelt sich der Ladestrom von selbst.
Wenn man mit ca.1/10 C anfängt,kann man ihn(fast) nicht überladen.

Zur eigentlichen Frage:
Ich persönlich ziehe Säureakkus vor.Ganz einfach, weil sie für billig Geld erhältlich und robust sind.
Autofriedhöfe sind z.B. froh, wenn man denen einen für einen 5-er abnimmt, da sie ihn dann nicht entsorgen müssen.Mit ein bisschen Glück und Geduld erwischt man dort einen mit neuerem Herstellungsdatum.
Es gibt z.B. 36Ah-Akkus mit integriertem Tragegriff-ideal(für mich).
Zur Ladung:
Diese Einbausätze aus dem Campingbereich funktionieren recht gut. 2.Akku ins Auto,dieses Teil dazwischen und man muß keine Sorge haben, daß man nach einem Flugtag nicht mehr nach Hause kommt.
Ab und an mal zu Hause stationär laden(pflegen) und alles ist im Grünen Bereich.
Von einem direkten Parallelbetrieb an einer Lichtmaschine halte ich nicht viel, da dies ja original ein abgestimmtes System ist.
Wenn die Lichtmaschine jetzt plötzlich soll noch einen Akku zusätzlich versorgen(zum 1.,Licht,Audio,etc)bleibt mit Sicherheit was auf der Strecke.

Puhh, ganz schön lang geworden. :D

Grüsse Norbert

Hans Rupp
11.04.2002, 08:07
Hallo,

seit einem Jahr ist das Problem bei mir gelöst. Mien VW-Bus hat die zweite Batterie serienmäßig :) .

Ist nicht die billigste Lösung, aber löst auch gleich ein paar Transportprobleme :D .

Zusätzlich habe ich noch ne 36AH-Autobatterie (müßte odch eigentlich Akku heißen, oder? ) mit Henkel. Bei ATU für wenig Geld mit 3 Jahren Garantie gekauft.

Hans

Joerg Mix
11.04.2002, 08:26
Hallo,

ich verwende seit drei Jahren Blei-Gel Akkus. Konnte diese günstig ( umsonst ) bekommen. Stammen aus einem Mainfraim-Rechner. Die Dinger ( Genesis ) sind absolut Zyklenfest und scheiss schwer ( 10 Kg ). Pro Akku habe ich aber nur 15AH. Also ich schalte immer zwei mindestens zusammen. Die Dinger sind jetzt incl. Rechnerleben ca. 7 Jahre alt und arbeiten immer noch perfekt.

Bis dann

Norbert Eisert
11.04.2002, 09:14
Original erstellt von haru:

Ist nicht die billigste Lösung, aber löst auch gleich ein paar Transportprobleme

Tja Hans, was warst Du von Beruf....? :D
Da hab ich wohl was verissen in meinem Leben.... :D

müßte doch eigentlich Akku heißen, oder?
Ist richtig, so wie Schraubenzieher, der eigentlich -dreher heißt oder der als "Schmiege" bekannte Gliedermessstab... und da gibts noch viiel mehr :)
aber Autobatterie ist o.k.
Wir wollen doch nicht Oberlehrermäßig sein :D

Grüsse Norbert

[ 11. April 2002, 09:15: Beitrag editiert von: Norbert Eisert ]

S.Hohenlohe
11.04.2002, 09:22
Hallo zusammen,
wie oben schon geschrieben, ist die Autobatterie eher nicht geeignet, da sie die hohen Entlademenge von Flugtagen mit verkürzter Lebensdauer quittiert, ein Bleigelakku kann da schon Mehr ab.
Wer viel Power braucht sollte über die Anschaffung eines NATO-Würfels nachdenken, Vorteil: Zyklenfest, Nachteil: sauschwer.
Eine Alternative sind Bleigelakkus aus Alarmanlagen. Diese werden gemäss Vorschrift (VdS) alle drei Jahre getauscht. Meine Erfahrung zeigt, das die Akkus mehr als sieben jahre halten, da sie in den Aklarmanlagen "dauergepflegt" werden. Die Errichter sind meist froh, wenn sie ihnen abgenommen werden. Gängige Grössen sind 6Ah, 12AH, 24AH und 36AH. Im Branchenbuch nach Alarmanlagen und VdS-Errichter kucken.

Gruß Stephan

Norbert Eisert
11.04.2002, 12:20
Hi Stephan,

was Du sagst, ist so nicht ganz korrekt.

Bleisäureakkus("Autobatterie")und Bleigelakkus unterscheiden sich grundsätzlich nicht viel voneinander.
Beide wollen nicht tiefentladen werden. Dies hängt so bisschen mit Chemie zusammmen.
Der Gelakku ist nicht grundsätzlich "leistungsfähiger". Der Vorteil liegt darin, daß ich ihn nicht unbedingt nur vertikal stellen,transportieren etc. darf.Dazu fällt das Nachfüllen weg.Das ist der eigentliche Grund, weshalb Gelakkus im Notstrombereich,USV,Alarmanlagen etc. eingesetzt werden. Ausserdem gast er nicht wie ein PB-Säureakku.
Man kann(beide!)extrem belasten> siehe Anlasserstrom im Auto.
Nur: Man sollte(beide!)möglichst ständig puffern; siehe Alarm- und Notstromanlagen.
Und Dies ist bei unserer Anwendung leider nicht immer gegeben. :(

Aber Du hast Recht:Wenn man einen "Natowürfel" günstig kriegt, hat man erst mal ausgesorgt. :D

Grüsse Norbert

[ 11. April 2002, 12:22: Beitrag editiert von: Norbert Eisert ]

Stephan S.
11.04.2002, 16:28
Was ist den ein NatoWürfel??

Norbert Eisert
11.04.2002, 17:21
Haha Stephan, die Frage ist gut :D

Ich selbst habe nur einmal sowas gesehn.

Ein 12V Monoblock/PB-gelakku mit einem extremen Gehäuse für den Bundeswehreinsatz. Deshalb so schwer.= schwer hilft viel. :D

Aber es gibt die Dinger auch für die "einfachen" Notstromanwendungen in Form von aneinandergereihten "Joghurtbechern" :D

Wie "Muddis Pudding" halt 6 Stück

Grüße Norbert

Gast_102
11.04.2002, 17:45
Naja ...
Mal was Sinnbefreites :

Warum habt Ihr denn keine Steckdosen bei euch am Platz ?
Ich ... kenne das nicht anders :D :D :D

hawk-eye
11.04.2002, 18:12
Hi nochmal,
@ peet
na ist doch logisch. Unsere Plätze liegen halt in der freien, ungebändigten Natur. Ohne Strom, Klo und nur mit dem Buschmesser zu erreichen :D
Und wenn wir mittags was zu essen wollen, legen wir uns mit dem Messer zwischen den Zähnen auf die Lauer :D :D :D

Gast_102
11.04.2002, 19:51
Hi,

Ich lege mich auch auf die Lauer damit mir der PizzaMann nicht entkommt :D

Nun mal zum Thema, mein Orbit hat eine unterspannungsabschaltung ... heisst wenn Autobatt nix mehr taugt schaltet der lader ab, ist das nicht standard ?
Ich muss ganz erlich sagen das ich irgendwie zu schissig wäre eine Säurebatterie im Keller ständig zu laden ... wei da ja auch Dämpfe austreten die nicht unbedingt zu den Lebensverläöngernden gehören ?
Oder bin ich schlichtweg falsch informiert ?

hawk-eye
11.04.2002, 22:43
Ok, ok, zurück zum Thema :D (Keule hinleg) :D ,

stimmt schon was Du sagst mit der Abschaltung der Lader aber die reagiert halt zuallererst mal auf Spannung. Ne voll geladene Säurebatterie hat so knapp 14 V, wenn Du da je nach Kapazität mit zwei drei Ladern drangehst und 8, 10, oder gar 12er Stangen mit 2000 oder 2400 mAh lädst (man kennt ja den Spruch "laß mich mal mit dran habe vergessen zu laden/mitzunehmen"), dann geht nichtg ruckartig aber innerhalb von ein paar Minuten die Spannung nach unten. Dann kommen je nach Empfindlichkeit die entsprechenden Meldungen der Lader (Input Voltage low) dann kannst zwei von drei Ladern abstecken und mit dem Rest noch einen Akku vollnuckeln. Wenn man den Akku ein bisserl stehen läßt erholt er sich wieder und er tuts dann auch wieder ein wenig (ist genauso wie im Winter die leergeorgelte Batterie)
Ich versuch halt jetzt mit so ner Ladeschaltung die Flugbatterie während der Fahrt zu laden, um
a) meine Fahrzeugbatterie zu schonen
b) immer eine topgefüllte Flugbatterie zu haben, die ich nicht ständig durch die Gegend zerren muß.

Ach so die Gase. Ja klar entsteht halt ein bisserl Wasserstoff, welcher ja mit Luft das schöne Knallgas bildet. Bei den entstehenden Mengen und ein wenig Durchlüftung aber kein Problem.

Ulrich Horn
12.04.2002, 01:43
Hallo Peet,

zu den Säuregasen:
Ich lagere meine Mopedbatterie über den Winter immer in meinem Arbeitszimmer ein und mach ein paar Lade-/Entladezyklen, um die Kapazität zu messen. Mach ich auch mit der Autobatterie, wenn ich ein paar Tage nirgendwohin muss.
Ist aber alles nichts gegen meinen alten Herrn, der in seiner Bastelbude früher einen der von Norbert beschrieben Natowürfel, heute zwei 60Ah Bleiakkus betreibt, um eine dauergepufferte Niederspannungsversorgung in seinem Haus zu realisieren.
Da ist nix mit Dämpfen. Ich wüßte auch nicht, warum.. solange der Säureakku nicht mit so hohen Strömen (über-)geladen wird, dass er sich deutlich erwärmt, baut er keinen Überdruck auf und alles bleibt 'drin'.

----
Nachdem mein Autoakku diesen Winter die Grätsche gemacht hat (Kapazität 9 Ah statt 55 Ah, nicht wiederbelebbar), hab ich mich ein wenig informiert. Die Entladung, auch Tiefentladung ist für Blei-Säure-Akkus nicht schädlich, wohl aber die Lagerung in diesem Zustand.
So gesehen bin ich letztes Jahr die meiste Zeit mit einem ziemlich leeren Akku 'rumgefahren, und das mögen die nicht.
Ich hab mir und meinem Auto nun je nen 63 Ah Akku für jeweils um 60 € spendiert. Meiner wird abends nach dem Fliegen an ein billiges 12V-Ladegerät gehängt und fertig ist.

Ob das ein gutes Verfahren ist, berichte ich in so etwa sieben Jahren :D

Grüße, Ulrich Horn

VOBO
12.04.2002, 18:09
Ja Peet, Du bist falsch informiert.
Wenn Du mit einem Konstantspannungsgerät lädtst (kann auch Dein Orbit sein!), ist das Gasen extrem gering.
Außerdem hält man sich ja nicht ständig im Keller auf.

Gruß Volker

Gast_102
12.04.2002, 19:43
Was mir zu dem Thema noch einfällt,
Es gibt anscheind schaltungen für den Cämpingbedarf wo genau diese zweite batterie im Fahrzeug mitgeladen wird aber nur geräte wie kocher etc darauf zugreifen und das fahrzeug für den Betrieb nicht benötigt ...
vielleicht iss das was ?

MTT
12.04.2002, 20:31
@Norbert : Das mit dem abgestimmten System mag sein, aber :

1. Du hast ja immer die normale Autobatterie, und die wirkt als Puffer, sollte die "Flugbatterie" mal wirklich ganz leer sein.

2. Die Lichtmaschine eines jeden Autos kann wesentlich mehr Strom liefern, als Du durch normale Verbraucher ziehen kannst. Und, sie geht ja auch nicht kaputt, wenn Deine Batterie ganz leer ist und eine freundliche Seele Dir mit Starthilfekabeln hilft, oder.

3. Mein Freund hat niemals Probleme gehabt.

Gruss, Michael

Norbert Eisert
13.04.2002, 09:19
Hi,

prinzipiell gebe ich Dir ja Recht,Michael.

Ich meinte es so:

Eine Lichtmaschine hat, sagen wir, 550VA max. Das sind*Taschenrechner such* ca.45 Ampere. Mehr als genug Strom für 2 und mehr PB-Akkus, nicht? :D

Jetzt stell Dir vor, daß Deine originale im Auto schon ziemlich down ist.Deine 2.ist auch leerglutscht.
Da musst Du ganz schön weit fahren (wenn Du überhaupt noch anlassen kann :D )....

Aber wir wollen die Sache nicht unnötig verkomplizieren.... :D

Für meine Begriffe (und wahrscheinlich auch die der Umschalterhersteller :D )sind diese Teile die sicherere Variante.

Grüsse Norbert

Norbert Eisert
22.04.2002, 08:38
Hi Micha,

Konstantspannungslader sind die "einfachen" aus dem Baumarkt.
Im Wesentlichen ist es ein ganz einfaches Netzgerät: Trafo auf 12-14V mit angeschlossener Gleichrichtung.
Da die Ausgangsspannung "konstant" bleibt, regelt sich der (Lade-)Strom von selber, da sich mit zunehmendem Ladezustand der Innenwiderstand eines Pb-Akkus erhöht.D.h.bei gleicher Spannung> Strom geht runter.
Bei der Wahl des geeigneten Laders solltes Du die Kapazität Deines Akkus kennen.Der max. Ladestrom von 1/10 Kapazität sollte annähernd erreicht werden.
Beispiel:Für eine 36Ah "Autobatterie" sollte der Lader so zwischen 3 und 4 Ampere bringen.Mehr ist besser, bei weniger dauerts halt länger :D

Grüsse Norbert

Muckla
22.04.2002, 09:29
Hallo,
vor langer Zeit war mal ein Bericht in elektroModell (?) zum Thema Autobatterien.
Da war die Rede von einem Teil von Conrad-Elektronik, dass man zwischen Plus- und Minus-Pol der Autobatterie hängt, um die Lebensdauer zu erhöhen. Genaueres weiss ich leider nicht mehr.
Des weiteren sollen zwei parallel geschaltete Autobatterien mit z.B. je 45 Ah eine längere Lebenserwartung haben als eine mit 90 Ah.
Ist das wirklich so, und wenn ja, warum?

MichaK
22.04.2002, 12:44
Mal eine Frage dazu:

Weiter oben war die Rede von einem "Konstantspannungslader".

Wie erkenne ich so was? Was sind die Autobatterie-Lader aus dem Baumarkt?

waldopepper
22.04.2002, 14:49
Muckla, das mit den parallel geschalteten ist deswegen so, weil Autobatterien umso länger leben, je voller sie sind. Irgendwo hab ich gelesen: Autobatterien sind glücklich , wenn Sie voll sind. Und aus doppelter Kapazität entnimmt man halt nicht so viel.
Das Kästchen von Conrad macht 80-100A-Stromimpulse und soll dadurch die Lebensdauer verlängern. Klingt glaubwürdig, was da in e-modell und im Conradkatalog stand, das Teil gibt es noch bei Conrad und kostet nicht viel: 250015-22, €24.-

Muckla
22.04.2002, 15:56
Hallo waldopepper,
ist 45 Ah + 45 Ah denn mehr als 90 Ah... ;)
Oder hat das etwas damit zu tun, dass bei einer 12 V Batterie 6 und bei 2 parallel geschalteten Batterien 12 galvanische Zellen belastet werden?

MichaK
22.04.2002, 19:26
Danke Norbert,

dann hab ich ja schon einen Konstantspannungslader und wußte es nicht. ;)

Gut, dann werd ich mich jetzt noch nach einer Batterie umsehen und schauen wie lange sie hält.

waldopepper
22.04.2002, 21:35
Muckla, schau, eine besserer Erklärung:
"Entlädt man nur 30% ihrer Kapazität, so hält sie etwa 500 Zyklen (1 Zyklus = 1 mal laden und entladen). Entlädt man sie zu 50%, so sind es nur noch 200 Zyklen. Hat man sie zu 80% entladen, so sind es nur noch 50-60 Zyklen ...."

Das ist ein Zitat von Stefan Hundler:
http://home.germany.net/100-135849/index.html

da steht das wichtigste über autobatterien...

mfg

Norbert Eisert
22.04.2002, 22:20
Hi Stefan und Waldo,

ich kenn dieses Teil von Conrad nicht und kann es auch nicht einordnen :(

Zum Verständnis:Man könnte auch einen Pb-Akku mit(sagen wir mal ganz locker :D )3600 AH Kapazität) in einem Block herstellen.Das Ganze bei 12V. Das Teil könnte keiner mehr transportieren.Auch aus einer "Staplerbatterie" kann man einzelne, defekte Zellen entnehmen.
Wenn dieser Block mit 3600Ah "alle" wäre, entspräche das einem Laderstrom von ca.360A!! am Anfang am Stück.
Das wolln wir doch alle nich..... :D
In Worten: Dreihundertsechzig!!!!

Deswegen die vernüfntige Größe von 12V bis sagen wir 120Ah?(kennt einer bei Pb mehr als Block im Ganzen?).
Diese "Blöcke" kann dann jeder kaskadieren. Mit dem Vorteil, wenn einer aussteigt, kann man ihn ersetzen.Kostengünstig und relativ leicht.Ausserdem ist 12V durch viele Anwendungen"vorgegeben".
Zur Frage 2x45Ah halten länger/ist besser als 1x90Ah:
Das muß man relativ sehen. Alles basiert eigentlich auf einer Zelle 2V(xAh).Je mehr Zellen ich habe,um so mehr gleicht sich Spannungslage und Kapazität aus.
Beispiel: "uralte Notstromanlage" mit 40x12V/30Ah PB-Akkus stationär.Je 2 seriell auf 24V
(Pb`s im Glasgefäß, die sind geil: da siehste schon , wenn eine abstirbt)wurden gepuffert mit einem Netzgerät mit Imax 25A!
Aber die wurden immer gepuffert, deswegen hats auch gelangt.War eine kaputt, wurde sie getauscht.
Und....durch die Parallelschaltung haben sich die einzelnen Glaskästen untereinander immer schön "ausgetauscht".Nur wer "krank" oder"kaputt" war, flog....

Langt das, oder wolln wir noch bissel (ohne Überheblich zu sein ;) ) Chemie machen :D

Grüsse Norbert

Hans Schelshorn
23.04.2002, 13:21
@Ulrich Horn
Ich weiß nicht ob Du nochmal hier reinschaust, Dein Beitrag ist doch schon älter.
Leicht verwundert habe ich gelesen, daß Du Deinen Bleibatterien regelmäßig Lade- und Entladezyklen gönnst mit Kapazitätsmessung.
Da möchte ich Dir doch ganz heftig abraten. Wie ein anderer Beitrag hier richtigerweise geschildert hat, ist bei 80%iger Entladung mit einer Lebensdauer von nur noch 50-60 Entladezyklen zu rechnen. Wenn Du sie ganz entlädst, dann reduziert sich das noch weiter. Dann weißt Du zwar immer genau, wie schwach der Akku schon geworden ist. Aber diese Messungen sind hauptsächlich mit schuld, daß er nachläßt.

Mutwilliges Entladen zu Testzwecken ist bei Bleiakkus schlicht falsch. Das soll die Stiftung Warentest machen. Ich schaue, daß meine Bleiakkus immer voll sind oder möglichst bald nach der Entladung wieder geladen werden. Dann bleiben sie fit.

Im Auto halten die Dinger nur deswegen solange, weil sie dauernd vollgeladen sind.

Servus
Hans

X-Wing
23.04.2002, 18:33
Jo, das mein ich auch, wie lange hält eigendlich son, sagen wir mal 75Ampere Akku? 2-3 Jahre, wenn ich jeden abend mit meinem lader sagen wir mal so 4 akkus(so ein 700er akku) etwas entlade und wieder lade und den Bleiakku über die nacht wieder "schonend" auflade?Länger?Ich denk schon.Denn ein bekannter hat mal 10 Jahre so geflogen und der is anscheinend mit 3 akkus ausgekommen, und ich denke, das die akkus heut noch besser ausgereift sind.

Christoph Schuhn
24.04.2002, 10:57
Hallo @All!
hallo Norbert, Stefan und Waldo!

120Ah? Das trifft die Sache sehr gut.
Ich habe bisher nur wenige gesehen, welche für uns Modellbauer mit Stromhunger eine langfristige Investition wert wären. (auch größer als 120Ah)

z.B.
dryfit traktion Block 12V 160Ah bei C5 :eek: Entladung (=32A const.) und gleichzeitig
min. 400 Zyklen Lebensdauer bei 80% Entladung. :rolleyes:

siehe http://www.elektrotec-berlin.de/sonne/katalog/produkte/traktion.htm
(Aber sauschwer und wahrscheinlich teuer..)

Oder .. Optima Yellow Top 65Ah/20kg/ri 2.8mOhm
Klein, leicht, höchststromfähig, zyklenfest :)
.. und nur noch teuer..ca.240€
siehe http://www.optima-batterien.de/

und für alle die mal sehen wollen was so geht,
wenn man (Blei)Akkus kaskadiert wie Norbert es geschildert hat; für Notstrom, Starter, Solar etc.:
dryfit A600 (nur für stationären Betrieb?)
2V Einzellzellen von 300Ah(C100) bis 3000Ah(C100)
oder 155Ah (C1) bis 1550Ah(C1)
http://www.accu-profi.de/online.shop/akkumulatoren.php?page=blei_dryfit_a600

Eine ganz andere aber nicht minder teure Version kenne ich persönlich von Ulrich Röhr..
http://www.uroehr.de unter Laderegler
..mit 2 * 12 * NiCd 20Ah Rundzellen.
Verschaltet zu zwei paral. Blöcken a 12 Zellen = 14.4V Nennspannung und 2*20Ah= 40Ah.
Garantiert Hochstrom und Zyklenfest...
... aber richtig teuer.

Tja...
... am Ende denke ich aber auch über die preiswerte Version von ATU nach. :D :D :D

Schöne Grüße
Christoph

Norbert Eisert
24.04.2002, 13:03
Tja Christoph,

beim lieben Geld scheiden sich die Geister.. :D

Dryfit ist in meinen Augen ne teure Firma, aber bedingt vielleicht dadurch, daß sie ja viel in die Entwicklung der Zyklenfestigkeit stecken, da es ja der Anbieter für solare Akku-Technik ist.

Ich denke mal, was die immer wiederkehrenden Fragen zum PB-Akku betrifft, daß heute viele über NiCd oder NiMh mehr wissen, als über den eigentlich recht simplen und genügsamen Pb- Akku.
Und der ist wirklich simpler als ein NiCd....wenn, tja wenn man 2,3 elementare Grundregeln beachtet.

Wenn es denn soweit ist, und es hier sowas wie eine Wissensdatenbank gibt, könnte man ja da mal sowas reinsetzen.... :rolleyes:

Machste mit? So nach dem Motto: Partnerschaft? Der eine ist der partner und der andere, der schafft... :D

Grüsse Norbert

P.S. die Links sind schon intressant.... :)

Christoph Schuhn
24.04.2002, 20:30
Hallo Norbert !

Wissensdatenbank ? :eek:
Partner-Schaftt ? Höö?
Habe ich was verschlafen ? :rolleyes: :rolleyes:
Oder war ich zuviel fliegen ? :D :D

@All
Schaut mal was mit 28 kaskadierten Optima Yellow Top so abgeht ....

http://www.acpropulsion.com/tzero_pages/tzero_home.htm

Der Knaller am Rande : 20kW Onboard Ladegerät. :eek: :eek: :eek:

Schöne Grüße
CS

Norbert Eisert
25.04.2002, 18:37
Hallo Christoph,


Wissensdatenbank ?
Partner-Schaftt ? Höö?
Habe ich was verschlafen ?
Oder war ich zuviel fliegen ?
CSNaja, wir wolln ja hier auch irgendwann sowas Magazinmäßiges machen, mit Artikeln, die die Welt braucht :D .Fundiert, sachlich.....
Und da, denke ich, wäre sowas gut aufgehoben. :)


Der Knaller am Rande : 20kW Onboard Ladegerät.
CSDas Teil ist echt super! Und für den Preis Spitze.
Aber on board stimmt ja nich ganz :D :
Long Ranger hybrid trailer - 20 kW DC, allows continuous highway cruising

Ich weiß nich so recht.....0 auf 60mph in so 4sec. mit Hänger??? :D :D

Trotzdem,is goil......rein technisch natürlich :cool:

Grüsse Norbert

Christoph Schuhn
25.04.2002, 21:39
Hallo Norbert !

Ne Elektrofuhre für'n Preis zwischen Porsche und Ferrari; einige Sammler werden's kaufen. :eek:

Aber der Trailer ist ja nur für den "long distance run"...
.. aber Onboard ist wirklich ein (max) 20kW Lader, sodaß man "überall" mal eben die Sicherungen knallen lassen kann. Anstatt Champus zum Beispiel. :D :D :D

Zwei Punkte sind mir aber aufgefallen ..
und dann habe ich mal angefangen zu rechnen:
a.) Reichweite bei 60mph = 100meilen
-> Zeit = 1.66h
Also ist die Strombelastung der Akkus bei der Ausdauerangabe schon höher als C/2 !!! :(
(würde mich jetzt schon interessieren wie lange das gut geht !!)

und jetzt kommts :
b.) max 200hp Leistung
macht round about 150kW = 150000W
bei 28 Akkus also ca. 5400W die jeder Akku bringen muss.
Wenn mich nicht alles täuscht sind das bei einem ri von 2.8mOhm (Idealfall für vollgeladen und neu!) mal eben ca 510A bei ca 10.6V an den Klemmen der einzelnen Akkus. Das ist so in etwa 2/3 des maximal zulässigen Startstromes des Akkus.
(Jetzt interessiert es jeden wie lange das gut geht !!)
Oder habe ich mich total verhauen ?

BTW. So ganz nebenbei werden bei der geforderten Leistungsabgabe an den Motor auch noch ca 730W an Wärme in den einzelnen Akkus frei. Macht (*28)zusammen mindestens 20kW Abwärme nur in der Batteriekiste !!

Also ich glaube das wird nix.
Dann lieber noch warten auf Brennstoffzellenautos.
Die liefern uns Modellbauern dann hoffentlich ausreichend Strom zum Laden der Akkus ...
.. bis wir kleine leichte Brennstoffzellen im Modell haben und die Akkus vergessen können.
:D :D :D

[ 27. April 2002, 20:54: Beitrag editiert von: Christoph Schuhn ]

Norbert Eisert
26.04.2002, 08:54
Hallo Christoph,

ich hatte da wohl mit dem Preis zu schnell gelesen. :D 2000$+18.000$ muß man erst mal hinterlegen,um überhaupt bestellen zu können.... :eek:

In der FAQ wird die Lebensdauer eines Akkupacks ja mit 2-3 Jahren und der Preis bei Optima mit 3000$ angegeben. Naja, hast ja Recht. Vorsichtig.... :D

Ebenfalls bei FAQ steht aber: 240V/100A laden> in einer Stunde voll. :eek:
Ohne jetzt groß zu rechnen... wie machen die Das?

Grüsse Norbert

Arno Wetzel
26.04.2002, 12:04
Hallo Christoph!

Na immerhin kannste mit den 20 KW Abwärme locker ein Einfamilienhaus mit 250 qm beheizen! ;)

Ich glaube aber, wer sich so ein Auto leistet, der hat dies in seiner 250 qm großen Garage stehen. :)

waldopepper
26.04.2002, 18:35
Hallo Freunde der langlebigen Autoakkus,

ich habe heute KnowHow gezogen von einem, der es wissen muß: Die Elektrostapler und -Hubwagen fahren mit sogenannten Traktionsbatterien, die im Prinzip gleich aufgebaut sind wie die Autoakkus. Die beste Lebensdauer erzielt man, indem man nur bis zu 20% Restladung entlädt und dann auflädt. Man soll nicht sofort nach Entnahme einer kleineren Menge Ladung nachladen, weil sich das auch auf die Lebensdauer schlägt. Die moderneren unter diesen Elektrofahrzeugen haben diese Parameter einprogrammiert und verlangen selbst nach diesem Schema eine Nachladung. Die Batterien, die in trockenem, nicht Vibrationsverursachenden Umfeld betrieben werden halten meist länger als die zugesagten 5 Jahre Lebensdauer, manche bis zu 20 Jahre.
Schlimm setzt den Akkus ein Stehenlassen im entladenen Zustand zu, weil sich dann Bleischlamm bildet und am Boden ablagert und irgendwann einen Kurzschluss zwischen den Platten verursacht. (Das war schon wo zu lesen).

Interessant, oder ?

mfg, Walter

Christoph Schuhn
26.04.2002, 22:26
Hallo Stromfreunde !

@Arno
Dann kann der Besitzer ja in seiner Riesengarage - am Besten 5m breit * 50m lang ( :D 250m²) - Miniburnouts fahren und ordentlich heizen. :D
Aber so nach ca 5 Min muss er seine Akkus aufladen.
Schlechtes Hobby. :p
Da flieg ich ja länger E-Heli.

@Norbert
Das ist der besagte Sicherung knallende 20kW Lader, der in einer Stunde die Akkus (16.8kWh Nennleistung) vollpumpt. :D :D :D
Den Stromanschluß dazu musst Du aber extra bei Deinem Energieversorger beantragen !
Aber alleine der Stecker muss ja monströs sein? Wer kennt einen 100A CE Stecker?
Für 5 m Kabel und den Stecker brauchste ja schon den Anhänger!?!
Nee. Nee.

@Walter
Genauso ist es.
Um es zu verdeutlichen: die Optima Akkus (siehe link oben) können bei gleicher Technik (spiral cell) als Starterbatterie (Optima Red Top) oder Tracktionsbatterie (Optima Yellow Top) ausgelegt werden.
Die Unterschiede:
während die Red min. 30% mehr Startstrom liefert, ist die Yellow Zyklenfest für mindestens 350 Lade und Entladezyklen von 100% Entladetiefe (=100%Dod = Depth-of-Discharge)
(für die Red habe ich irgendwo bei Optima USA die Angabe min.3* 100%DoD gelesen - in Worten mindestens dreimal - aber ich finde die Seite nicht mehr :mad: )

@All
Und zum Thema Wissensdatenbank habe ich folgende FAQ gefunden. Da steht alles drin, was
ich schon mal an vielen anderen Stellen gelesen/gehört habe.
Die FAQ ist leider auf Englisch, denn auf Deutsch habe ich nix vergleichbares gefunden.
http://www.uuhome.de/william.darden/

Schaut mal rein.
Für uns ist die Deep Cycle Battery FAQ die Richtige.
Von Chemie über Typen, Laden, Testen und Wartung ist alles drin.

Schöne Grüße..
.. und immer genug Strom im Tank
Christoph :rolleyes:

P.S. Das Diagramm lifecycletime vs Dod zeigt hier bei 100% DoD ein maximum von 350 Zyklen, was genau der AGM Technik der Optima Yellow Top entspricht.
Leider habe ich in Deutschland bisher nur einen Lieferanten für eine ganze Palette gefunden...
und ich brauch doch nur eine, oder zwei ...?

[ 26. April 2002, 22:38: Beitrag editiert von: Christoph Schuhn ]

Norbert Eisert
26.04.2002, 22:54
Hi Christoph,

Du scheinst mir ja eine echte Konifere auf dem Gebiet zu sein :D :D

Was mich bewegt: hat man in den letzten 10 Jahrn den doch relativ einfachen PB-Akku neu erfunden?

Ich war vor "einigen" jahren mal für eine, heute natürlich antiquierte, Notstromanlage verantwortlich. Auch für unsere Stapler-und Handlampenakkus.
Der Aufbau eines Pb-Akkus ist doch prinzipiell gleich geblieben.
Ich habe sogar erlebt, daß sich durch hohe Ströme Platten vebogen haben(Bei alten Staplerakkus und auch den Notstromakkus in offnen Glasgefäßen konnte man die noch einzeln tauschen).
Leider,lieber Christoph, hab ich aus Zeitgründen diese Seite noch nicht durch.
Deswegen ja meine Frage: Wie machen die das?? :D
Konstruktiv, meine ich.

Grüsse Norbert

Christoph Schuhn
26.04.2002, 23:31
Hi Norbert !

Zitat Norbert "..echte Konifere..."
Nee, ich nix Pflanze.

Ich habe nur nach meinem ersten Elekro-Modell
(robbe Super Sports Lancia Stratos von 1978 mit 380S Motor !!)
Wer hat noch einen ?!?
bis auf zwei unrühmliche Ausnahmen nur E-Modelle betrieben.
Zu Lande, zu Wasser und jetzt auch in der Luft.
Ich kann Dir sagen, da sammeln sich Türme von Papier über Elekrokram ....

Aber zu Deiner Frage:
Das tauschen von einzelnen Zellen ist nach wie vor normal.
Siehe z.B. den Link oben zur Dryfit A600.
Es gibt sogar Typen http://www.dcbattery.com/rolls.html, die nach Aussen ein "fast" normales Gehäuse als zweite Schale haben, aber innen aus einzelnen wartbaren Zellen bestehen.

[ 27. April 2002, 20:52: Beitrag editiert von: Christoph Schuhn ]

Ulrich Horn
27.04.2002, 04:08
Moin,

@Hans Schelshorn: doch, ich lese noch mit :D
Völlig richtig: Kinder, nicht nachmachen.. ich quäl die Dinger auch nur bis auf 1,8V/Zelle, das nur einmal im Jahr, und mit <2V nachlassendem Strom.

Verglichen damit, dass ich früher auf dem Flugplatz den Akku bis zur Anschiebegrenze leer geflogen habe und danach der Karren nach 400 m bergabbetrieb für weitere 4 Wochen in der Garage stand, ist das jetzige Verfahren doch eher dem Akku förderlich :)
Das bisschen Lebensdauer opfere ich gern, um jährlich den Trend zu messen.

Grüße, Ulrich Horn

waldopepper
27.04.2002, 08:15
´Morgen,

jetzt wäre noch zu klären, welches Ladegerät das beste Verhältnis von Preis und Leistung böte.
Conrad und ELV haben mich noch nicht zum Kauf gereizt und Bauanleitungen habe ich auch noch keine gesehen.
Ich denke es sollte ein intelligentes sein, daß mit viel Strom losfährt, dabei aber die Zellenspannung und Temperatur überwacht; Damit es schnell geht, aber nicht Knallgas erzeugt.

Vielleicht habt Ihr schon ein gut geeignetes, aber dieses aus falscher Bescheidenheit noch nicht vorgestellt ?

mfg

Hans Schelshorn
27.04.2002, 19:34
@ Uli Horn

Hallo Uli,

das ehrt Dich, daß Du wenigstens die Anderen vor Schaden bewahren willst.
Akku möchte ich bei der Behandlung bei Dir nicht sein. Aber mal ährlich, so ähnlich hab's ich auch früher mal gemacht, und da hielten die Akku's auch bei mir nicht lange!

Servus
Hans

Christoph Schuhn
27.04.2002, 21:13
@Walter

Hallo Walter !

Habe gerade in der Anleitung von meinem Schulze Lader nachgelesen.
Der macht "das Richtige" Zyklengedönse ...
.. also erst bis max. 2.45V/Zelle Strom rein,
dann erscheint ein kleines "a" am Display hinter der Ladezeit. Dann folgen noch die Zusatände "b" und "c" bis am Ende ("Voll") die Spannung auf 2.275V/Telle begrenzt wird.
Im Moment lade ich damit gerade meine Autobatterie auf. Dann gucke ich mir die Daten mal genau an.

Norbert Eisert
27.04.2002, 23:20
Hallo Männers,

ich glaub, Ihr habt mich falsch verstanden.
Ein Pb-Akku wird doch mit 1/10C 10-14 Stunden geladen.Eine Schnelllademöglichkeit besteht eigentlich nicht.(o.k.ich hab auch schon mit.../C :D , aber dann muss man quasi daneben hocken :D )
Wieso kracht man Pb-Akkus jetzt plötzlich in einer Stunde voll? :confused: Das kann ich nicht verstehn.Weil: die Auswirkungen eines mit zu hohem Strom geladenenen Akkus hab ich selbst erlebt(weils halt schnell gehn sollte).
Und Christoph
Zitat:.. .. also erst bis max. 2.45V/Zelle Strom rein,
bei welcher Kapazität mit welchem Strom?

Es scheint wirklich so, daß sich das Konstruktionsprinzip von Pb-Akkus geändert hat.... :D

Am Ende hab ich hier wirklich ein bisschen Entwicklung verpennt.... :D

Grüsse Norbert

Christoph Schuhn
28.04.2002, 01:03
Hallo Starkströmer !

Warum sollte man PB Akkus nur mit C1/10 in 10..14h aufladen?
Sollte man überhaupt Akkus in unbekanntenm Ladezustand zeitgesteuert laden?
(Ausnahme: Formieren von entladenen Akkus über 14+ Stunden mit C1/10)

Wie sieht es denn bei den NiCD und NiMH Akkus aus ?
Oder Li-Ion, Tadrian und co. ?
Gibt es Ladestromlimits vom Akkuhersteller ?

Im folgenden meine persönliche Meinung.

Für die NiCD und NiMH Akkus wurden in den letzen Jahren Methoden entwickelt um aus dem Verhalten des Akkus während des Ladens, oder einer winzig kleinen Ladepause, auf seinen Ladezustand zu schließen.
Diese Vollerkennungen sind als Delta-Peak, Spannungsgradienten-Messung, Impedanzmessung etc. bekannt. Diese Methoden funktionieren aber in fast allen Fällen nur bei Stömen über 1C zuverlässig. (Je nach Kombination Ladegerät / Akku auch darunter.)
Sie setzen aber alle eines voraus :
Der Akku muss die höheren Ladeströme aufnehmen können, ohne selbst Schaden zu nehmen.
Deshalb wurden wieder Methoden entwickelt den zumutbaren Ladestrom während dem Ladevorgang zu ermitteln. Viele Automatiklader tun genau das und nutzen die technologisch weiterentwickelten Akkus optimal aus.

Aber so toll sind die PB Akkus in unserem Zugriffsbereich nicht entwickelt.

Nun, nehmen wir zwei im Aufbau unterschiedliche Pb-Akkus; einmal einen Panasonic Blei-Gel-Akku 12V 65Ah und den Optima Yellow 12V 56Ah so finden wir beim Panasonic im Datenblatt eine eindeutige Begrenzung des Ladestromes auf unter 9,75A (lc-x1265p.pdf) bei Konstantspannung von 13.6 bis 13.8 V.
Bei gleicher Lademethode darf man aber der Optima (siehe oben) 20A gönnen.

Aber es kommt noch dicker, wenn man die Temperatur der Optima unter 125°F hält und die Spannung auf 15.6V begrenzt gibt es gar kein Stromlimit für den Ladevorgang !!

Dieses als Rapid Charge bezeichnete Verfahren ist sicher nicht für uns zu empfehlen, müssen Tracktionsbatterien aber aushalten, da ihnen die elektrische Bremsenerige aufgebürdet/rückgespeist wird. Ist der Ladestrom der Batterie dann bei konstanter Spannung unter 1A gilt sie als voll geladen.
Die Bremsenergie muss dann woanders hin ...
Es kann sich aber noch ein Formierungsvorgang anschließen - hat auch schon jemand in diesem Thread erwähnt.

Die Ladeverfahren für PB Akkus sind je nach Typ so unterschiedlich, dass man sie nicht über einen Kamm scheren darf. Die FAQ (siehe oben) gibt dazu aber mehr Antworten. (oder wirft neue Fragen auf!!)
Immer sollte man aber die Datenblattangaben der Akkuhersteller beachten und das Kleingedruckte auf der Batterie lesen. Aber das ist ja nix Neues.

Wenn ich das alles nicht habe, dann bleibe ich auch bei der Pufferungsmethode mit C1/10 und 13.8 (Blei-Gel) bzw. 14.5V(Blei-Säure) Spannungsbegrenzung.

@Norbert
ZitatZitat:.. .. also erst bis max. 2.45V/Zelle Strom rein,
bei welcher Kapazität mit welchem Strom?"

Meiner Autobatterie konnte ich alles geben, denn der Schulze kann nur ein paar Amps und es ist eine 88Ah Diesel Batterie! Also sicher max C1/10.

Aber jetzt Gute Nacht !

MichaK
28.04.2002, 19:09
Ich hab mir nun nach Lektüre dieses Threads als Ersatz für mein defektes 25A-Netzteil einen 60Ah-Autoakku gekauft und diesen an ein einfaches 6A-(Konstantspannungs-?)Ladegerät gehängt.

Funktioniert soweit schonmal gut. Nur wenn die Autobatterie voll ist und das Schulze-Ladegerät nicht viel zu tun hat (also z. B. ENTlädt) hab ich Überspannung und das Schulze schaltet mit der entsprechenden Fehlermeldung ab.

Ist also doch nix mit "immer am Ladegerät lassen". Oder gibt's irgendwas einfaches, mit dem man die Spannung begrenzen kann?

[ 28. April 2002, 19:09: Beitrag editiert von: MichaK ]

Christoph Schuhn
28.04.2002, 21:15
Hallo Michael !

Gute Lösung, die auch sicher funktionieren muss...
... wenn die Randbedingungen stimmen.

Zitat : ..ein einfaches 6A-(Konstantspannungs-?)Ladegerät..

Deiner Schilderung entnehme ich, dass Du nicht sicher bist ob es ein echter Konstantspannungslader ist !
Was ist es denn ? Eines Marke Baumarkt(nix dagegen :) ) mit Trafo, Gleichrichter und Amp-Meter oder eines mit der Angabe U=const 13.8V oder 14.5V drauf ?

Da der Schulze nur deutlich über 14.5V abschaltet muss es eigentlich erstere sein.

Dann hilft Dir nur eine kleine Zusatzschaltung, welche die Spannung definitiv abregelt oder den Ladestrom über 14.5V einfach abschaltet und bei wesentlich niedrigeren Spannungen wieder einschaltet.

Norbert Eisert
28.04.2002, 23:30
Hallo Männers,

ich denke auch, Michael, daß Du einen einfachen Lader hast mit Trafo,Brückengleichrichter und fertig.Der machts auch.
Im Falle Deines Schulzes musst Du dann auf Christophs Methode zurückgreifen, und eine Spannungsbegrenzung einbaun/dranbaun.Irgendwas mit ner Z-Diode reicht.
Da der Innerwiderstand Deines Autoakkus bei zunehmendem Ladezustand immer mehr gegen unendlich geht, läuft wegen fehlender Last die Trafospannung des Laders hoch.

Christoph, nu is schon spät :D
Ich bin immer noch nicht zur FAQ gekommen, aber Deine Aussagen von oben sind schon intressant.
Wenn Du aber einen Bleisäureakku mit mehr als 1/10C betust, kommst Du in Bereiche der Gasungsspannung, und zwar ganz schnell,und daß kann genausoschnell daneben gehn.
Es sei denn, man betreibt wirklich wegen einem simplen PB-Akkus den Aufwand, alle relevanten Größen zu erfassen,aufzubereiten und den Strom damit zu steuern.Das widerum kann sich nur eine kleine Schar leisten.
Lieber Christoph, mail mich mal an, da Du ja hier keine Adresse angegeben hast.
Dann schick ich Dir paar Bilder von einer Kleinserie USV mit Bleigelakkus, die ich grad als Auftrag montiere.Natürlich nur bei Intresse :D Mit hochintelligenter/-integrierter Ladeelektronik mit I2L-Bus(damit mans auch in Südamerika übers Handy abfragen kann :D ), die auch wirklich den letzten Furz auswertet.Nur.... ich könnte es und wollte es auch nicht bezahlen müssen:D

Grüsse Norbert

Christoph Schuhn
29.04.2002, 08:15
Ooops !

@Norbert
Zitat : da Du ja hier keine Adresse angegeben hast...

eMail sollte schon sein. Sorry. Behoben!

Zitat Norbert: "..mit mehr als 1/10C betust, kommst Du in Bereiche der Gasungsspannung,.. "

Nochmal oops.
Bisher war immer vom Laden MIT Spannungsgegrenzung die Rede.
Anders darf man IMHO Bleiakkus (und auch Li-Ion etc.) nicht laden. Oder ist mir ein Fehler unterlaufen. Zumindest sehe ich keinen. :rolleyes:

Norbert Eisert
29.04.2002, 10:50
Nein,nein, Christoph

Dir ist kein Fehler unterlaufen. Ich habe mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt.

Pb wird mit Konstantspannung geladen.Spannungs begrenzt sollte, muß aber nicht.
Ich hab z.B. hier ein Netzgerät,regelbar 0-24V= mit Spannungs-und Strommesser.Wenn ich(mit angwschlossnem 12V Pb)den Ladestrom hochregele, fährt automatisch die Spannung mit hoch.Logisch, denn der Ri des Akkus ist ja erst mal gegebene Größe.Wenn ichs übertreibe,komm ich locker über 14,5V.
Mit solch einfachen Geräten kann man dann bei Nichtbeachten der Eigenheiten oder fehlender Sachkenntnis schon Schaden machen,in die Gasung kommen,Platten verbiegen :D und mit ner Zigarette den Urknall auslösen :D
Ich denke, wenn man Pb`s mit mehr als diese 1/10C laden will, muß man zwingend ein intelligentes Ladeverfahren benutzen.
Aber die Frage ist, ob es bei den von uns eingesetzten Pb`s nottut und lohnt.

Grüsse Norbert

Kamil F.
09.05.2002, 19:32
Hi,
ich habe die letzten tage mit einem technker von exide telefoniert. die sagen, das die exide gel akkus mit 14,4v konstantspannung geladen werden sollen , der strom sollte ca 1/10 sein, aber wenns nur 1/2 sind, ist es auch egal, solange die 14,4V begrenzt sind und der ladevorgang mindestens 12 stunden dauert.
die optima akkus nehmen, wegen dem spiralaufbau soviel strom auf, sogar über 100A bei über 0°C , da kommt man schon auf eine ladezeit von weniger als 1h.
aber wo bekomme ich jetzt eine optima yellow top her ? bisheriger preis 283€. ich will die aber billiger.
mein exide gel akku, die ich im auto als zusatzakku für die carstereo anlage hatte, hat nach 1 jahr den geist aufgeben, weis aber nicht warum

grüsse

Christoph Schuhn
26.05.2002, 14:44
Hi !

@Kamil F.
Wenn es noch interessiert; hier gibt es die Yellow Top güntiger:
http://www.extrem-motorsport.de
(Tipp: Ruf mal an wegen dem aktuellen € Preis.)