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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Absaugung



Schneewittchen
01.04.2010, 12:17
Hi,
ein ewig währendes Thema zu dem schon sehr viel geschrieben wurde... aber trotzdem nochmal:

Ich beziehe gerade meinen neuen Bastelkeller und überlege schon die ganze Zeit, wie und ob ich eine Absaugung für Lacknebel installieren kann. Meine Kellerwerkstatt hat gute 16 m² und nur ein kleines Kellerfenster über dem Heizkörper.
Ich will keine vollwertige Lackierkabine installieren, sondern "nur" vermeiden, dass der Lacknebel sich im ganzen Raum verteilt und überall niederschlägt. Ohnehin wird vorwiegend mit wasserbasierten Lacken hantiert. Aber trotzdem kommt auch mal Spritzfiller oder Gelcoat zum Einsatz. Ach ja... geharzt wird natürlich auch - allerdings im erträglichen Ausmaß.
Da wir ein kleines Baby haben sollten sich natürlich auch eventuelle Dämpfe nicht frei im Haus verteilen - das sollte aber auch nicht der Fall sein, da ja die Türe geschlossen bleibt und diese auch recht gut schließt.
Das ist übrigens überhaupt ein kleines Problem: Unser Haus ist extrem dicht! Der Dunstabzug in der Küche saugt eine nicht verriegelte Balkontüre zwei Stockwerke höher in wenigen Sekunden auf! Es muss also auch eine Zuluft realisiert werden. Das ist aber wohl eher das kleinere Problem.

Dann gibt es noch ein paar Vorgaben: Kosten sollte das Ganze natürlich auch möglichst wenig und nach Möglichkeit bein Nichtgebrauch möglichst klein zu verstauen sein. Die Größe sollte aber schon mindestens für 150cm Modelle geeignet sein.

Mir schwebt so etwas in der Art einer großen Airbrushkabine vor. Die Absaugung dann bodenseitig in einem Streifen zwischen Boden und Rückwand mit Abluft (und Aktivkohlefilter für die Nachbarn ;-)) zum Fenster raus über Flexxschlauf bis zum Kellerrost. Zuluft über das dann ohnehin offene Fenster. Könnte passieren, dass ich dann die abgesaugte Luft gleich wieder als "Frischluft" einsauge... Außerdem zieht es jeden Staub mit rein - auch nicht gut, aber Staub werde ich wohl ohnehin im Keller haben. Das lässt sich bei so einer Minimallösung wohl nicht vermeiden :-(

Jetzt ist noch die Frage was ich für nen Lüfter nehmen soll/kann (Fördermenge?), welche Filter geeignet sind (ich denke mal, dass ich auch sowas wie ne Partikelfalle brauche, weil ja sonst der Kohlefilter bzw. Lüfter sehr schnell zusetzt). Wo bekommt man den ganzen Krempel günstig? Hat sowas schon mal wer realisiert? Macht das Ganze überhaupt Sinn oder ist das alles zu kurz gesprungen? Oder reicht dann auch ne einfache Dunstabzugshaube mit Ablust, die ich hinten an die Wand lehne?

Für Eure Ideen und Hilfe wäre ich sehr dankbar!
Stefan

Schneewittchen
01.04.2010, 20:45
Hm...
also entweder sind meine Überlegungen
1) sowas von abwegig blöde, dass sie keiner ernst nimmt
2) so doof, dass Ihr meint es würde sich um einen April-Scherz handeln
3) so völlig uninteressant, dass keiner dazu eine Meinung hat
4) sowas von neu, dass es einfach noch keiner ausprobiert hat

Wenn Ihr mir schon nicht helfen könnt, dann lasst mich wenigstens Wissen woran es scheitert - denn eigentlich habe ich das schon ernst gemeint!

Grüße
Stefan

Michael Franke
01.04.2010, 22:52
Hallo Stefan,

ich hatte vor einigen Jahren auch die Schnau...... voll immer zum Lackierer zu gehen und zu betteln ob ich malwas lackieren kann. Habe mir dann einen Kellerraum zum Lackierraum ausgebaut. Ich habe mir dann eine Art halben Sarg aus Stahlblech gebaut, der in der Hälfte ein Gitter drin hat auf dem eine Filtermatte liegt, diese bindet den Farbnebel. An der Stirnseite befindet sich der Abgang für die Absaugung danch kommt der Lüfter, der sollte EX geschützt sein weil beim lackieren von Klarlack der ja auch heute noch ein Verdünnungslack ist es zu einer Explosion kommen kann. :cry: In Deiner "Lackierkabiene" sollte auch immer ein Luftüberdruck sein, ansonsten saugst Du dir alles an Staub an der durch irgend eine Ritze oder Fuge kommen kann. Da sieht dann das lackierte Modell aus als ob Du es mit Sandpapier belegt hast. Glaub mir die Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich wuste gar nicht wo überall Staub herkommen kann.:D Also mußt Du auch Luft einblasen, die sollte aber auch gefiltert werden damit Du dir nicht auch wieder Staub einbläst. Noch besser ist es wenn Du die Luft noch erwärmst das ist auf jeden Fall gut wenn Du dir die Luft von außen ansaugst. Zum Lackieren sind so 20-22 Grad gut. Bei kalter oder zu feuchter Luft hast Du gerade bei Wasserbasislack probleme mit der Trocknung. Es ist übrigens ein Trugschluß das Wasserbasislack nicht Gesundheitzschädlich ist, Wasserbasislack setzt sich in Deiner Lunge ab und klumpt, wird auch nicht mehr abgebaut. Also immer schön die Maske aufsetzen. Den Luftüberschuß regele ich indem ich die Drehzahl der Absaugung regele und schaue ob ich die Tür die in den Lackierraum geht beim Klinkenbetätigen von allein aufgeht was falsch währe ich muß schon etwas daran ziehen, dann ist es ok.
Zur Lufterwärmung nutze ich ein altes Warmwassergebläse was ich an die Warmwasserheizung angeschlossen habe. Auch dieses kann ich in der Drehzahl regeln. Die Luft filtere ich mit Taschenfilter, mit dem Ergebnis bin ich eigentlich sehr zu frieden, jedoch würde ich den Aufwand glaube ich nicht noch einmal betreiben. Auch kann ich mich mit den Wasserbasislacken nicht so richtig anfreunden.
Hoffe erst mal etwas geholfen zu haben, wenn noch Fragen sind ich bin erst ab dem 09.04. wieder zu erreichen.

isomar
02.04.2010, 01:30
Hallo Stefan,

ich hab das so gelöst, ich hab mir aus OSB Platten eine demontierbare Wand gemacht an der ein Küchen -Dunstabzug hängt. Der Dunstabzug hat einen Kohlefilter und wird nur an die Wand gehängt.
Ein Schlauch befördert die Dämpfe nach draussen duch das gekippte Fenster.
Bevor ich zu Lackieren anfange sauge ich meine Werkstatt sauber und befeuchte sie mit Wasser.
Das Ergebniss der Lackierungen ist für die einfache Lackierkabine recht gut.
Ich hab nur vereinzelt Staubkörner auf der Lackierten Fläche die ich dann leicht wegpoliern kann.
Ich lass die lackierten Teile nur zum lackieren in dem Raum, danach trage ich sie in einen beheizten Extrraum.
Gruß Franz

Schneewittchen
02.04.2010, 09:18
Hi,
reicht die Saugleistung einer gewöhnlichen Dunstabzugshaube aus um zu vermeiden, dass der gesamte Raum im Varbnebel ersäuft?
Ich spritzte normalerweise mit einer SATA MiniJet und 1.2er Düse (die war dabei... sonst hätte ich lieber ne 0.8er).

Grüße
Stefan

Schneewittchen
02.04.2010, 10:11
Ich hab da noch eine Frage:

wie häufig muss die Luft in dem Raum komplett getauscht werden damit ich das Ganze relativ nebelfrei hin bekomme?
Mal großzügig gerechnet hat der Raum knapp 40m³.
Dass das wohl nicht ohne Frischluftzufuhr und leichtem Überdruck in dem Raum klappt habe ich schon zur Kenntnis genommen...

Ach noch was: wo bekommt man den explosionssichere Lüfter her? Was ich im Internet so gefunden habe waren astronomische, 4-stellige Preise! :eek:

Stefan

FamZim
02.04.2010, 23:14
Hi

Von den Lüftern geht eigentlich keine EX Gefahr aus, da sie keine Funken machen.
Da sind die Schalter schon eher die Zünder.

Gruß Aloys.

Manuel R..
26.12.2010, 13:16
Hi

Also ich bin auch dabei sowas zu bauen nun bin ich mir nicht mehr so sicher wegen der filterung.
Ich hab so eine Luftreinigungs Industriesäule im Prinzip das http://www.verit-electronic.ch/electrion3.htm einfach um einiges grösser.
Nun les ich hier von explosionsgefahr das hab ich gar nicht beachtet die zweite filterstufe
ist da ja ein ionisierungsfilter was denkt ihr ist das doch nicht so geeignet?

Gruss Manuel