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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer möchte die DM zurück?



Kai Jansen
09.12.2003, 12:27
Wer will noch die DM?

Hallo zusammen!

Jetzt sind knapp zwei Jahre vergangen, und der Euro befindet sich seitdem in unseren Geldbörsen. Das Einzige was vielleicht noch in dem einen oder anderen Portemonnaie zu finden ist, die lose DM, für den Einkaufswagen.

Jetzt mal meine Frage dazu:
Habt ihr Euch daran gewöhnt, oder sehnt ihr Euch doch wieder nach der DM zurück?
Unser Gehalt hat sich halbiert, die Mieten, Abträge für Eigentumswohnung oder dem Haus natürlich auch. Und der Sprit sieht bei über einem Euro schon fast normal aus.

Aber.....
Die Modellbauartikel erscheinen, ich spreche von erscheinen, nun in ersten Augenblick irgendwie günstiger aus. Rudermaschinen für 15.-€, das hört sich doch gut an, oder nicht? Ein Mittelklassemodell, so um die 7,5cm³ Hubraum. Gibt es nun statt etwa 299.-DM, für 149.-€. Stimmt doch, oder? Und wenn man zu Hause nach einem Kauf, die Sachen der Frau oder Freundin zeigt, meckert sie gar nicht mehr so wie vor dem Euro. Kommt uns Modellbauern nicht der Euro in der Sache entgegen?
Noch ein Beispiel:
Hat eine gute Fernsteuerung vor zwei Jahren noch 1.000.-DM verschlungen, benötigen wir heute „nur“ 499.-€. Und die 499.-€ erscheinen für manchen so günstig, das man schon wieder meint, die wäre nicht das Richtige, denn sie ist ja „nur“ 499.-.

Wie seht ihr das?

Viel Spaß an der Diskussion,

wünscht euch Kai :)

Gerald Lehr
09.12.2003, 12:49
Kai,

du mußt nur Deinen Verdienst in Relation zum Preis setzen und Du wirst feststellen, daß alles teurer geworden ist.

FlugFisch
09.12.2003, 12:54
Hi..

einen sinnvillen Beitrag zur Diskussion kann ich nicht so recht liefern. Mit den Euros geht´s mir wie mit den D-Marks.. ich hab immer zuwenig davon.
Ich hatte ja gehört, dass der Euro kommt und mich gefreut - mir waren grad die D-Mark ausgegangen :D
Da man aber nie weiss was die Zukunft bringt, habe ich einige D-mark nach dem Arche-Noah-Prinzip gerettet.

Hier ist sie, die D-Mark-Arche.

http://www.rc-network.de/upload/1070970867.jpg

mfg
andi

plinse
09.12.2003, 13:10
Moin,

wie weit jetzt verschiedenes teurer geworden ist und ob das ursächlich am Euro liegt oder nicht - den festen Wechselkurs im Vergleich zu den beteiligten Währungen hatten wir ja auch vorher schon etwas, nur dass wir noch nicht den Euro an sich hatten - sogesehen war er ja schon da.

Ansonsten ist der Euro schon ne tolle Sache, beim letzten Segeltörn - im Ausland das eigene Geld in der Tasche und alle Preise vergleichbar - super! Und ein weiterer Grund nicht mehr nach Skandinavien zu segeln ;) .

Alle, die öfterst (z. B. dienstlich) ins europäische Ausland müssen, merken diese Vorteile sehr.

Ansonsten läuft momentan dermaßen viel komisch, so dass ich das momentane Preisgefüge... nicht einfach auf den Euro schieben will, das wäre zu einfach.

Milan
09.12.2003, 13:23
Tach,

seit zwei Jahren denke ich darüber nach, warum wir den €uro überhaubt haben ( müssen ?).

Ich stelle fest, das mich diese " Kohl "- Mark ausserordentlich teuer zu stehen kommt.

Das ich im Urlaubsland mit der gleichen Währung zahlen kann, haut mich nicht aus den Socken.

Kläre mich doch bitte einer darüber auf, warum die Mark keine Lebensberechtigung mehr hatte ?!

Gruß

Harry

[ 09. Dezember 2003, 13:25: Beitrag editiert von: Milan ]

TurboSchroegi
09.12.2003, 13:57
Hi Folks !

<ernst>
Ich habe kein wirkliches Interesse mehr an der DM. Ich finde den EUR wirklich gut. Die Probleme kommen nicht vom EUR - sie werden dadurch höchstens augenfälliger. Viele (nicht alle) Dinge, die man beobachtet liegen an der "Euro-Falle".
</ernst>

Falls es aber doch zu einem gewissen Separatismus kommen sollte, bin ich dafür, dass wir hier in Bayern wieder einen König bekommen und uns vom Rest-Deutschland abspalten. ;)

Grüße TurboSchroegi

Motormike
09.12.2003, 14:09
Ich habe noch ca. 500 DM fuer Notfaelle, man weis snie was kommt....

Claus Eckert
09.12.2003, 14:50
und ich noch ein paar hundert Dollar - oder gibt es den noch? :D :p :D

<Ernst>
Kai, Dein Beispiel mit den nominellen Zahlenvergleichen spiegelt das derzeitige Preisempfinden, welches man bei vermeindlichen Schnäppchen verspürt, zum Teil wider.

Nach wie vor rechnet man im Kopf in DM um. Und das ist gut so. Allerdings sollte man es auch gegenüber dem Verkäufer artikulieren, wenn einem ein Artikel zu teuer erscheint. Um ihm damit zu sagen, wie "günstig" seine überteuerte Offerte wirklich ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, auszurechnen wie lange man dafür arbeiten muss. Beim Ausrechnen des Stundenlohns den Nettolohn nehmen.

Ich will aber niemanden die Geschäfte oder das Einkaufen vermiesen. Manchmal hilft es aber zu sparen, wenn man sich an die "gute alte D-Mark-Zeit" erinnert.

[ 09. Dezember 2003, 14:51: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Kai Jansen
09.12.2003, 16:12
Hallo zusammen!

Ich meine auch, dass vieles teurer geworden ist, aber gerade deshalb schauen wir alle gezielter beim Einkaufen auf die Preise. Das Umrechnen in die gute alte Deutsche Mark werden wir wohl alle noch eine Zeitlang machen. Aber es lässt doch schon teilweise nach. Ich habe mittlerweile auch so manches reduziert, damit ich für andere Sachen mehr übrig habe. Als da wären: Bezahl-Fernsehen abgemeldet, den Handy-Anbieter gewechselt, und so weiter. Das Geld wird auch weiterhin ausgegeben, aber eben für andere Sachen und auf was verzichten tue ich nicht.

Mein Fred zielt jetzt mal gedanklich auf unser Hobby. Geben wir nun mehr oder weniger aus? Ich denke es ist geblieben. Was wir möchten, wird angeschafft, aber es „hört“ sich dann weniger an. Und unser Gehirn meldet dann: Ach, war ja gar nicht so teuer!“

Überlegt noch mal:
Ein Fliegerchen für 600.-DM, oder schlappe 300.-€, was liest sich besser?

Grüße von Kai :)

Le concombre masqué
09.12.2003, 16:41
Ich will den Kaiser wieder !!!

TurboSchroegi
09.12.2003, 17:12
Hi Folks !


Original erstellt von Kai Jansen:
... Ein Fliegerchen für 600.-DM, oder schlappe 300.-€, was liest sich besser?...
Genau DAS ist die Euro Falle! 300 EUR sind eben nicht 600 DM sondern nur 586,75 DM.

So denkt mancher: WAS ! 600 DM !? FRÜHER war das HÖCHSTENS 580 oder 585 ! Also darf das jetzt HÖCHSTENS 290-292,50 EUR kosten. Kostet aber 300. Das sind ja ca. 3% mehr ! Am Abend am Stammtisch ist das Ding dann irgendwie fast 5% teurer. Überall in den Aussagen ist dann der kleine Rundungsfehler und dann ist alles teurer ...

Fazit: 1,95583 <> 2

Nix für ungut + Grüße TurboSchroegi

P.S. Sehrwohl weiß ich, dass man nur der Statistik glauben soll, die man selbst gefälscht hat ;)

Steffen
09.12.2003, 17:17
Hi Schrögi,

ich glaube, das wird jetzt kaum einer verstehen :)

Ciao, Steffen

TurboSchroegi
09.12.2003, 17:33
Hi Steffen !

Red' ich so'n Stuss ??

Grüße TurboSchroegi

Steffen
09.12.2003, 19:27
Nöö, finde ich nicht. Aber ich musste auch genau lesen, um zu wissen, ob Du nun gegen den Euro, oder gegen das Eurogeheule argumentierst :)

Habe schon manchen gesehen, der über den Euro herzieht, Beispiele nennt und nicht merkt, dass er sich verrechnet hat.

Weiss ja auch keiner, Was Kai uns überhaupt sagen wollte. Oder doch? Der lobt ja, denn in seinen Beispielen ist ja alles billiger geworden.

Ciao, Steffen

Ulrich Horn
10.12.2003, 02:35
Die DMark hat etwas geschafft, was im Promi-Business der Stoff zur Legende ist: sie ist rechtzeitig abgetreten.

Und so behalten wir sie in Erinnerung: Stahlhart und etwas Wert in der Welt!

Gleichzeitig blieb uns die Erfahrung erspart, zuzusehen, wie unsere Währung wachsweich wird und gegenüber dem Gulden, der Pesete oder gar dem Escudo dramatisch an Wert verliert.

Das hält uns natürlich nicht vom jammern ab. Schließlich war ja früher alles besser. Und was ist heute? Der Euro.. und alles andere, was es vor zehn Jahren noch nicht gab. Alles davon ist schuld, nur wir nicht.

Unsere europäischen Freunde sehen das etwas anders. Sie haben, durchaus auf Druck der dicken Deutschen mit ihrer starken Mark, quälende Reformprozesse durchlaufen, durch die sie inzwischen erfolgreich sind.
Und jetzt kommen wir, werden langsam zum Fürsorgefall, und bremsen sie in ihren Erfolgen. Wenigstens könnten wir ja anerkennen, dass inzwischen Länder wie Portugal oder Griechenland die Impulse in der europäischen Wirtschaft geben.. aber stattdessen gefallen wir uns darin, nichts zu tun und lieber der guten alten Mark nachzutrauern.

Inzwischen würden einige europäische Länder uns ganz gerne die DMark zurückgeben.. und sei es nur, damit wir merken, was dann passieren würde ;)

Grüße, Ulrich

TurboSchroegi
10.12.2003, 09:24
Hi Folks !

@Ulrich: Full Ack!

Vor allem ist ja sooo neu der EURO auch nicht. Was ist den der EURO zuerstmal ? Ein fixer Wechselkurs zur alten DM wenn man so will. Das gab es früher auch schon mal. Wir hatten in der EWU schonmal (70er ?) fixe Wechselkurse und zuletzt (vor 1998) hatten wir einen Wechselkurskorridor (also fix +/- delta). Das neue daran ist vor allem der gemeinsame Wirtschaftsraum und die gemeinsame Geldmarktpolitk (EZB) und diese (blöden) Maastrichkriterien. Deshalb ist das auch ganz richtig, wass der Ulrich schreibt: Der EURO als Währung ist überhaupt nicht ursächlich!

In Zukunft wird noch viel ursächlicher ( :D - schönes Wort) werden: Die Aufnahme der 10 neuen EU Mitglieder überwiegend aus dem osten Europas (die deshalb noch lange keinen EURO haben !) und später dann die Aufnahme (ich sage jetzt mal das kommt) unserer guten Freunde vom asiatischen Kontinent (man kann ja schließlich nicht nur die in die EU aufnehmen, die diesseits des Bosporus leben). Dann brummt's hierzulande so richtig !

Grüße Helmut

Claus Eckert
10.12.2003, 09:50
Hallo,

Uli schrieb:


Schließlich war ja früher alles besser Je stärker der Druck zur Veränderung ist, um so stärker ist die Sehnsucht nach Vergangenem.

Passt schon irgendwie zum Zeitgeist, der Blick zurück in eine andere vermeintlich bessere Zeit.

Die Helden und Heldentaten der Vergangenheit kann man im Kino oder Fernsehen sehen. "Das Wunder von Bern" und "Das Wunder von Lengede" sind mal nur zwei Beispiel aus der Zeit des Aufbruchs. Trotz größter Probleme die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Gemeinsam retten was zu retten ist und vor allem gewinnen - sei es den Kampf gegen den Tod oder im sportlichen Wettbewerb auf dem Fussballplatz.

Und heute?
Wie identifizieren wir uns? Haben wir Angst in einer Art europäischen Einheitsbrei unterzugehen?
Es liegt die Vermutung nahe, als ginge es bei der in der Öffentlichkeit bereits diskutierten Remineszenz an die D-Mark, um mehr als "nostalgische Preisvergleiche".
Wir sollten wachsam sein. Europa sind wir alle.

Nein, die D-Mark brauchen wir nicht mehr.

Kai Jansen
10.12.2003, 12:12
Hallo zusammen!

Der Euro ist immer wieder eine Diskussion wert. Unsere unterschiedlichen Sichtweisen zeigen auf, dass der eine Teil der guten alten DM nachtrauert, der andere Teil hier versucht, die Vorteile des Euros auszumachen. Steffen, ja ich lobe in gewisser Hinsicht den Euro. Zunächst aber, weil er mir eine Summe suggeriert, die in meinen Augen als günstig dargestellt wird. Klar der Wert ist nach knapp zwei Jahren nicht mehr der genaue Umrechnungswert zur DM, weil der Einzelhandel schnell die 0,09 am Ende der Gesamtsumme eingeführt hat und mittlerweile nicht mehr so genau umrechnet. Was sind genau genommen 0,09 Cent? Ach ja, es sind 0,18 Pf. Aber wir sollten jetzt nicht zu pingelig sein.

Ich frage mich, wie es wohl in den nächsten zwei Jahren aussehen wird. Ich meine in unseren Köpfen, sowie dem Wert des Geldes in Bezug zur Ware?

Wollen wir denn wirklich die DM zurück? Wo doch unsere Lieblingsartikel, nämlich die im Modellbau, rein optisch einen Wert darstellen, der uns im glauben lässt, dass Modellbau günstiger geworden ist. Auch die Computerbranche, bzw. die Elektronik-Industrie hat für sich daraus einen Vorteil geschaffen. Ein Programm für 30.- € ist schnell im Einkaufskorb, aber das gleiche für 60.-DM, ja da wird viel mehr drüber nachgedacht.

Auf der anderen Seite ist gerade für die Konsumgüter, die Aufmerksamkeit gewachsen. Ich bin der Meinung, dass ich im Supermarkt seitdem mehr vergleiche, damit man mich nicht über den Leisten zieht. Unser Geldbewusstsein ist doch noch ausgeprägter als vor der Währungsumstellung. Oder nicht?

Sparen, das haben wir durch den Euro noch mehr gelernt. Aber sparen tun wir besonders dort, wo es uns am meisten schmerzt. Bei unserem Hobby, ja da wird schon mal gesagt: „Das nehme ich mit, sind ja „nur“ 149.-€“

Geben wir in Wirklichkeit nun mehr für unser Hobby aus, oder denken wir viel stärker über den Preis nach?

Ob ich die DM wieder möchte? Ich weiß es heute nicht mehr richtig. Das wird sich in den weiteren zwei Jahren zeigen. Für Gesprächsstoff sorgt er allemal.

Stellt Euch mal vor, morgen könntet Ihr Euer Geld in die alte DM umtauschen, was löst das für ein Gefühl bei Euch aus? Ist schon komisch, wie schnell sich doch unser Denken verändert....
Grüße von Kai :)

[ 10. Dezember 2003, 12:14: Beitrag editiert von: Kai Jansen ]

Dr. Lagu
10.12.2003, 12:28
Servus Kollegens,

das augenscheinliche Problem mit dem Euro ist die einfache Transparenz in der Gastronimie oder auf dem Gemüsemarkt. Die Gastronomie hat aus der 10 Mark Pizza ein 6 Euro Essen gemacht. Das ist oberflächlich beurteilt inflationär. Bedenkt man, wie lange der Pizzabäcker den Preis gehalten hat, verstehe ich diese Preiserhöhung.

Isst man eine 14.000 Lire Pizza in Rom 1999, kostet die heute 6,50, da sonst der Tourist keine Pizza mehr essen will.

Da ich nicht jeden Tag zu Italiener gehe, und nicht jeden Tag in Rom bin, ist das rudimentär.

Positiver wird es in der Wirtschaft, da wir innerhalb der EU einfachere Exportvoraussetzungen vorfinden. Allerdings wird es auch für die anderen EU Partner, leichter in Deutschland Ihre Waren einzuführen.

Wenn also die östlichen Länder leichter Ihre Waren einführen können, müssen sie z.B. auch die Umweltauflagen nach EU Norm erfüllen. Dann wird die Sache für die beitrittswilligen Oststaaten etwas komplizierter. (Chemie, Kunststoffverarbeitung, auch GFK-Modellbau)

Der Euro ist nicht die Wurzel des Übels, sondern zu hohe Verwaltungskosten in Deutschland. Wir brauchen eine Regierung die unternehmerisch denkt. Allerdings hat am 22. September letzten Jahres "keiner" diese Regierung gewählt. :D

Bin mal gespannt, wie sich das 2006 verhält.

Beste Grüße
Jörg Peter

Dr. Lagu
10.12.2003, 12:38
Eine absolut korrekte und verständliche Aussage von Schröggi

Grüßle
Jörg Peter

Dr. Lagu
10.12.2003, 12:42
Ach ja,

wenn schon die Euro und EU, dann auch überall die gleichen Verwaltungskosten mit den gleichen Steuersätzen.

TurboSchroegi
10.12.2003, 14:03
Hi Folks !


Original erstellt von Dr.Lagu:
... die beitrittswilligen Oststaaten ...Eine ergänzende Info noch zu dem Zitat von Dr. Lagu: Hier (http://europa.eu.int/abc/governments/index_de.htm#members) kann man sehr schön sehen, was ab 01.01.2004 los ist und welche Länder noch dazukommen wollen.

Grüße TurboSchroegi

Claus Eckert
10.12.2003, 14:23
Hallo Jörg,


überall die gleichen Verwaltungskosten mit den gleichen Steuersätzen.
Steuerharmonisierung in der EU? Bei den unterschiedlichen Schulden der einzelnen Staaten, würde das wohl nur über eine "Verstaatlichung von Schlüsselindustrien" (hier: Banken) mit anschließendem "Schuldenreset" und dann einer "Reprivatisierung" funktionieren.
Da wären dann alle auf dem gleichen Stand und man könnte in ganz EU-Europa die gleichen Steuersätze einführen. Die Zahl der Banken würde minimiert. Es würde eine staatlich verordnete "Marktbereinigung" geben. Übrigens das passiert ohne staatliche Eingriffe auch, wenn Banken alleine nicht mehr lebensfähig sind. vgl. HypoVereinsbank ;)

Gewagt, gewagt - so geht´s natürlich nicht. ;) :D

Allenfalls denkbar wäre eine Harmonisierung des Mehrwertsteuersatzes. Dann leider auf einem höherem Niveau als wir es derzeit in D haben.

Aber das wäre eigentlich ein anderes Thema und ob das überhaupt zu RCN passen würde???? :D

[ 10. Dezember 2003, 14:25: Beitrag editiert von: Claus Eckert ]

Holofernes
10.12.2003, 14:37
Hat zwar nix mehr mit der Eingangsfrage zu tun, aber es passt gerade so schön. Die gemeinsame Währung haben wir jetzt, eine einheitliche Verfassung oder wie das genannt werden wird, bekommen wir vielleicht in Kürze, gößere Probleme bereitet noch die gemeinsame Politik (Wirtschafts-, Außen-, Sicherheits- usw.). Aber das wird wohl auch noch werden. Ebenso wie die einheitliche Fiskalpolitik. Alles mehr oder weniger große, aber keine unüberwindliche Schwierigkeiten.

Aber ein wirklich ernstes, möglicherweise das größte, Problem ist die Sprache. Solange Europa keine gemeinsame Sprache spricht, ist alles nur Stückwerk. Solange in Brüssel alle Vorgänge in demnächst 25(!) nationale Sprachen übersetzt werden müssen, besteht die Gefahr, dass Europa an sich selbst erstickt (aber nicht nur deshalb). So richtig vorwärts wird es m.E. erst gehen, wenn das geschafft ist. Dabei ist es belanglos, welche Sprache Europa spricht (und zwar nicht nur das Bildungsbürgertum, sondern alle, bis zum letzten Hunsrückbauern). Das kann Englisch, Französisch, Deutsch oder Esperanto sein, ist völlig egal, nur einheitlich muss es sein. Erst dann kann Europa seine Stärken voll ausspielen. Das wird aber leider noch dauern. Mindestens noch drei bis vier Generationen...wenn nichts dazwischen kommt!

Dr. Lagu
10.12.2003, 16:11
Hallo Claus, hier mal weitere hypohthetische Betrachtung:

Letztendlich haben die Banken die gleichen Kreditvergabekriterien innerhalb der EU. Basel 2 hat Restriktionen erarbeitet, die einerseits neue Probleme stellt, aber gerade Hypo-Vereinsbank Situationen verhindert.

Liberalisierung und überlebenswichtige Fusionen werden zwangsweise die Folge sein. Staatlich verordnete "Marktbereinigung" ist auch eine Form der Bezeichnung.....hypothetisch betrachtet.

Grüßle
Jörg Peter

Ulrich Horn
13.12.2003, 03:20
EU oder nicht oder wie oder was ist mir etwas zu offtopic ;)

Wer glaubt, dass mit dem Euro irgendwelche Preise gestiegen sind, hat zwei einfache Möglichkeiten, sich zu orientieren: die Preise in der Schweiz, und, etwas globaler, die Preise in USA.

Für die USA ist das einfach: der Dollarkurs ist inzwischen soweit abgesackt, dass es uns schon wieder Sorgenfalten in die Stirn treibt.

Und die Schweiz? Die tapfere, kleine Enklave umgeben von Euroland? Hier mischen sich Euphorie und Verzweiflung. Während einerseits die Schweizer Tourismusindustrie sich über endlich mal steigende Gästezahlen freut, läuft die Binnenwirtschaft auf ein Problem: Im- und Export verursachen Kosten, die es in der EU einfach nicht mehr gibt.

Ein Produkt in Euroland anzubieten, verursacht Kosten, keine Frage. Diese Kosten lassen sich aber auf 400 Mio Konsumenten umlegen. Vergleichbare Kosten allein für die Schweiz mit ihren paar Einwohnern lassen viele Firmen von der Mühe Abstand nehmen, und wenn es doch jemand tut, kostet das Produkt halt wesentlich mehr.

Das gilt natürlich primär für Massenkonsumgüter. Und es gilt sicher nicht für das Gemüse vom Bauern oder die Pizza in der Taverne nebenan. Klar, der eine oder andere Bauer oder Pizzabäcker mag mit der Umstellung auf den Euro zugelangt haben, nur läßt sich das im (durch den Euro besonders freien) Vergleich nicht durchhalten.

Dieselben Leute, die jammern, dass jetzt ein Pfund Broccoli mehr kostet als vor zwei Jahren, kaufen achselzuckend einen DVD-Player für 65 Euro. Am ersten ist der Euro schuld, das andere ist eben normaler Preisverfall der Technik.

Und, was machen unsere Freunde in der Schweiz, die derlei Unbill nicht kennen? Oh, sie zahlen auch mehr für Broccoli als früher. Billige DVD-Player kennen sie aber nur aus dem Ausland.
Die Schweiz ist für die ausländische Wirtschaft nicht mehr interessant, und läuft Gefahr, vom veritablen Industriestandort zu einem Tourismus- und Agrarland zu werden, das mit seinem Lebenshaltungskosten irgendwann auch den Steuerflüchtlingen keine Heimat mehr bieten kann.

Das sehen die Schweizer auch, und dabei waren sie immer stolzer auf ihren Franken als wir es auf die DMark waren. Da wir ja sonst keine Sorgen haben, sollten wir ernsthaft darüber nachdenken, wieder die DMark einzuführen ;)

Grüße, Ulrich

Yves H.
13.12.2003, 11:20
Hallo zusammen,
Im Media Markt gab es letztens ne Aktion : DVD -Player für 49 .- Franken ! :p :p :p :D :D :D

Gruss Yves der sich in der Schweiz wohlfühlt !

Dr. Lagu
13.12.2003, 12:08
Servus Kollegens

Wenn die Verbraucherpreisentwicklung aufgrund eines heißen Sommers den Broccolipreis erhöht, dagegen der DVD Player in die Amortisationsphase kommt, ist das ein Vergleich von Äpfel mit Birnen.

Der Euro ist soweit okay, da er ja Europa hilft. Der Schweizer hingegen lächelt vermutlich über uns Deutsche. Der Schweizer hat keinen Euro, und somit auch nicht die Begleitumstände.

Würde die Schweiz in die Eurozone eintreten, dann mit allen Hypotheken. Die Schweiz würde mit Kußhand genommen, jedoch würde sich der Schweizer das dreimal überlegen. Ich hatte mal einen Erbfall einer Schweizer Tante. Die Steuersätze haben meine Familie fast aus den Schuhen gehauen. Würde man dieses Steuerrecht hier in Deutschland übertragen, wäre die Deutsche Staatskasse voll. 35 % Erbschaftssteuer für nicht schweizer Staatsbürger.

Und was machen wir? Wir lassen uns von einem polnischen Politiker anschreien, und rekrutieren weiterhin menschenrechtsverletzende Staaten (Türkei) und Importieren damit entsprechende Sicherheitsrisiken. Bleibt abzuwarten, was passiert.

Die Schweiz macht es richtig.

Beste Grüße
Jörg Peter

Holofernes
13.12.2003, 13:09
Warum denn immer wieder auf die armen Türken eindreschen?

Der größte und hemmungsloseste Menschenrechtsverletzer ist doch inzwischen die USA.
Menschenrechte sind doch Pipfax, wenns den eigenen Interessen zuwiderläuft (Guantanamo). Internationales Recht ist Humbug, wenns nicht ins amerikanische Konzept passt (Den Haag). Internationale Handelsabkommen sind Makulatur, wenn eigene Geschäfte betroffen sind (Strafzölle auf Stahl, Wiederaufbau Irak). Souveränität anderer Staaten, auch befreundeter bzw. verbündeter, ist bedeutungslos, wenn sie dem eigenen Machtstreben im Wege sind (NSA). Mittelalterliche Todesstrafe und alttestamentarisches Rachedenken beherrschen ein "lausiges Rechtssystem". Es wird seitens der Administration schamlos gelogen und betrogen bis sich die Balken biegen, um die eigenen, fragwürdigen Aktionen zu begründen (Massenvernichtungswaffen). Hier werden Diktatoren beseitigt, dort wird mit Diktatoren paktiert (Irak, Saudi Arabien).
Und solches xxxxxxxxxxx xxxxxx soll unser Vorbild sein?
Da lob ich mir doch die Türken, die bemühen sich zumindest, den allgemeinverbindlichen Normen gerecht zu werden.
Klar, das hat jetzt gerade nix mit dem Euro zu tun, lag mir aber auf der Zunge, weil wieder gegen die Türkei gegiftet wurde (die zugegebenermaßen auch noch nicht ganz in Europa angekommen ist).
Wer solche 'Freunde' wie die USA hat, braucht wahrlich keine Feinde mehr!

PS: Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, ich habe absolut nichts gegen die Amerikaner als Bevölkerung, habe genug Freunde und Bekannte "drüben". Aber die offizielle Politik, bzw. das, was sie dafür halten, lässt einem die Zornesader anschwellen...

[ 13. Dezember 2003, 20:04: Beitrag editiert von: Konrad Kunik ]

Dr. Lagu
14.12.2003, 12:36
Hallo Siegfried,

prolemisch Betrachtet, ist Dein Beitrag richtig.

Die USA will aber nicht in die EU. Die Türkei, als Brandherd Kurdistan, als Grenze zum Irak? Wenn dort etwas los geht sehe ich Sicherheitsrisiken für den Rest der EU. Ich verurteile nicht die Türkei, sondern versuche das Land zu BEURTEILEN.

Komm nicht mit den "armen Türken"..........ich komm auch nicht mit den "armen Amerikanern" :)

Bei so viel Position sollten wir ein extra Forum eröffnen unter "RCN-Bundestag." :D

Beste Grüße
Jörg Peter

Gast_1787
14.12.2003, 12:51
DM JA! Euro NEIN!!

Viele sehen nur die Zahl und nicht die Währung. Ich denke das war geplant.
Die nächste Generation sieht beides und denkt sich nichts mehr, auch geplant.
Erst war die Währung 2:1 nun ist sie fast 1:1 !
Auch geplant!

Wie die Währung nun heisst ist doch egal, Fakt ist das man heute mehr ausgeben muss um was zu bekommen.

Dose Cola 1DM nun 80Cent
Gyros 10DM nun 12Euro
u.s.w.

[ 14. Dezember 2003, 12:57: Beitrag editiert von: burki ]

Engelbert Hanisch
14.12.2003, 13:30
Fakt ist das man heute mehr ausgeben muss um was zu bekommen.
... und man verdient nur die Hälfte.

Gast_1787
14.12.2003, 13:42
[/QUOTE]... und man verdient nur die Hälfte.[/QB][/QUOTE]

...verdienen tue ich mehr, bekommen die nächste Gehaltserhöhung aber erst morgen.....

Holofernes
14.12.2003, 13:56
Also wenn nicht die "armen Türken", dann mit Sicherheit die "armen Deutschen", die sich vor ein Verständnisproblem gestellt sehen. Was zum Teufel ist mit
...prolemisch Betrachtetgemeint? Selbst wenn ich das überzählige "r" entferne, bleibt der Rest unverständlich. Ich kann etwas "polemisch" formulieren, aber betrachten? :confused: Neumodisches Zeuch?

@burki

Viele sehen nur die Zahl und nicht die Währung. Ich denke das war geplant.
Die nächste Generation sieht beides und denkt sich nichts mehr, auch geplant.Was du nicht so alles weißt, "alles geplant". Hört sich an, als ob du bei der Planung beteiligt oder zumindest daneben gestanden hast, als diese ausgeheckt worden ist. Sollte sich wirklich der "große Planer" nach RCN verirrt haben und uns unter dem Deckmantel des Modellbauers mit dem süßen Saft der Erkenntnis versorgen, damit wir endlich mal die undurchschaubaren Vorgänge der Großen verstehen lernen...? :D :D

Soviel Skepsis bei einem, der "Reisen" auf seiner HP zum Besten gibt? Das verwundert dann doch sehr. Wenn jemand vom Euro profitiert, dann sind es doch die Reisenden, die nicht mehr mind. drei Währungen mit sich rumschleppen müssen, wenn sie z.B. über Frankreich nach Spanien fahren.

Und die dauernde Jammerei über höhere Preise kann ich auch nicht ganz verstehen. Will doch keiner ernsthaft behaupten, ohne Euro wären die Preise stabil geblieben. Soviel Naivität traue ich keinem zu...

Gast_1787
14.12.2003, 14:01
SO gehts auch, was soll diese persöhnliche Anmache?
Werde bitte nicht persöhnlich.
Jeder kann seine Meinung haben.

[ 14. Dezember 2003, 14:43: Beitrag editiert von: burki ]

Holofernes
14.12.2003, 16:12
Ich werde nicht persönlich. Wo denn?

Persönlich wäre ich geworden, wenn ich gesagt hätte "Du bist doof!". Habe ich aber nicht, käme mir auch nie in den Sinn, weil das unsachlich wäre.

Ganz meine Auffassung, jeder kann seine Meinung haben und kund tun. Das bedeutet aber nicht, dass ich diese Meinung unwidersprochen hinnehmen oder gar teilen muss. Und Kritik an deinen Äußerungen werden doch wohl erlaubt sein. Sowas gleich als "persönliche Anmache" zu deklarieren ist unangemessen und bringt unnötige Schärfe ins Spiel.

So feddisch! Ich finde den Euro gut und bin froh, dass wir ihn haben.

Steffen
14.12.2003, 19:27
Original erstellt von Holofernes:
Was zum Teufel ist mit
...prolemisch Betrachtetgemeint? Selbst wenn ich das überzählige "r" entferne, bleibt der Rest unverständlich. Ich kann etwas "polemisch" formulieren, aber betrachten? :confused: Neumodisches Zeuch?
Um nicht zu plagiieren, zitiere ich doch lieber:


Original erstellt von Holofernes:
Was ist der billigste Jux?

Sich über Tippfehler/Kenntnislücken anderer User zu beömmeln. Das ist der neueste akademische Stil. Soziale Kompetenz sechs, setzen! :mad: Scheint ein Fall mittelschwerer Raum-Zeit-Krümmung zu sein, vermute ich mal

Ciao, Steffen

Holofernes, Holofernes, das war doch die Geschichte mit dem Typen, dem was wichtiges fehlt.

MPX- Flieger
14.12.2003, 22:30
Hallo Leuts,

ich weiß gar nicht was ihr alle habt :confused:
Der Euro ist doch das Beste was uns Modellbauern passieren konnte. Hätte man "früher" für einen Akkupack einfach so mal 150DM ausgegeben? NEIN, heute kostet der gleiche 75€ und keiner meckert :D
Außerdem ist man doch selber viel beruhigter, wenn man nicht "so viel" ausgegeben hat.
Das ganze ist jetzt natürlich eine Milchmädchenrechnung- aber das ist ja auch das Gute dran, wie ich finde! :D :D :D

Also ich hab mich schon voll an den Euro gewöhnt und möchte ihn eigentlich nicht mehr missen.

So, und nun schlagt auf mich ein :p :D

David

Dr. Lagu
14.12.2003, 22:51
Servus Kollegens,

ein "r" zuviel, dann hab ich hier ein "R" gut. Und das heißt Knurrrrrrrrrrrr. :D

Bin ich denn ne Sekretätin? :)

Es ist bei RCN so, daß die User sich Ihre Treads selbst aussuchen. Jedoch würde ich die Kompetenz der Modellflieger nicht einschränken. ..........(gehört nicht in ein ModellbauForum).......

Was wir so schreiben hat seine Berechtigung, und die Korrektur von Schreibfehlern gehört genauso dazu, wie der von mir immer gerne gelesene Sarkaßmus der Kollegen. :D

Übrigens David, warum sollen wir auf Dich einschlagen? :D

Grüßle
Jörg Peter

.............Übrigens, wo gibt es Gyros für 12 Euro? :D

MPX- Flieger
14.12.2003, 23:17
...war nur als Spass gemeint (Smilie= :D )
damit meinte ich, dass doch die meisten doch die DM vermissen- und da ich mich jetzt so dagegen gestemmt habe, dachte ich, dass ich gleich wieder viel Kontra zu hören (lesen) bekommen würde.
Das war eigentlich damit gemeint ;)

David

Gast_1787
15.12.2003, 08:12
Original erstellt von MPX- Flieger:
Hätte man "früher" für einen Akkupack einfach so mal 150DM ausgegeben? NEIN, heute kostet der gleiche 75€ und keiner meckert :D

Volltreffer!

Gute Gyros gibts beim Griechen, man muss nur fragen obs die Servokabel mitdazu gibt ;)

Dr. Lagu
15.12.2003, 17:48
Mein letzter Akkupack hat 145 Euro gekostet :D :D :D

Grüße
Jörg Peter

Norbert Eisert
15.12.2003, 19:19
Hey Doc Lagu,

hatte der Pack 72,5 Zellen? :rolleyes: :D

Nur mal so nen Schwaben gefragt... :D :D

Dr. Lagu
16.12.2003, 10:48
Ne Norbert, das war der Akku für meinen Lockenwickler :D :D

http://www.rc-network.de/upload/1071568032.jpg

Mit Prüfprotokoll, feinselektiert und so Sachen.

Grüßle
Jörg Peter