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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was zum Schmunzeln



wadl
14.01.2003, 12:31
6 m Spannweite, wie aus dem Ei gepellt, schneeweiß und der Cockpitausbau vom Feinsten. Brust raus, Bauch rein, so wird die Superorchide auf den Hang getragen. Alle Hobbygleichgesinnten kriegen Augen so groß wie Tomaten. Bei manchen Leuten sieht man sogar die Spuke aus dem Mundwinkel laufen. Leichtes Tuscheln unter den Mitkonkurrenten macht sich bemerkbar. Der Himbeertoni, auch der Platzhirsch genannt, kommt. Äußerst vorsichtig wird das Prachtstück an der Startstelle abgelegt. Himbeertoni zieht jetzt ein Schild aus dem Rucksack mit der Aufschrift „Nicht berühren“ und stellt es davor. Auch die Frage, ob man einen Blick unter die Kabinenhaube wagen dürfe, wird mit einem „zu gefährlich“ verneint.
Fragend blickt er in die Runde. „Geht was?“ „Nein, heute gehen sogar die Vögel zu Fuß.“ hört man einen aus der Runde sagen. Der Platzhirsch runzelt die Stirn und sagt: „Na ja, dann muß ich eben verwölben!“ Ein Kippschalter wird an der Fernsteuer umgelegt. Jetzt laufen alle Klappen und Ruder an eine vorher einprogrammierte Stelle.
Vorsichtig wird der Segler in die rechte Hand genommen und ein kräftiger Schups verhilft dem Segler in sein Element. Zunächst ist nur ein leichtes Sinken angesagt, doch der erste Bart ist schnell gefunden. Kräftiges Steigen stellt sich ein. Schnell ist der Segler auf Sichthöhe angelangt. Nun wird ein Kunstflugprogramm abgespult, das selbst F3AX Piloten erblassen läßt. Mit der Resthöhe wird noch auf Hangkantenhöhe ein Speedflug jenseits der 300km/h Grenze geflogen. Anschließend wird im das nächste Aufwindfeld gesucht und auch gefunden. Das Steigen des Modells wurde von den Umherstehenden genauestens beobachtet. Eine ganze Armada schmeißt nun ihre Modelle dorthin, wo der Platzhirsch wieder kreisend Höhe macht. Leider ist die Thermikblase mit dem 6 m Modell schon zu hoch. Für alle anderen ist mal wieder absaufen angesagt. Der Himbeertoni ist jedoch schon wieder in ungeahnten Höhen und macht das Modell wieder für die erste Flugfigur bereit.
„Das ist ja erstklassiger Kunstflug“, hört man einen Nebenstehenden sagen. Der Pilot zuckt nur leicht die Schultern und sagt, nachdem die Zigarette in den Mundwinkel geschoben wurde: „Wer kann, der kann, und wer nicht, der möcht´ eben auch gerne!.“
Nach dem obligatorischen Speedflug über die Hangkante kommt nun die Landung. Ein Einziehfahrwerk erscheint nun aus dem aalglatten Rumpf. Ein Aufsetzen ist kaum bemerkbar. Der Segler rollt aus, fällt dann langsam auf eine Tragflächenspitze um. Ein Klatschen stört nun die Stille und ein sichtbar stolzer Himbeertoni marschiert zum Landefeld.
Mit den Worten „Autogramme gibt´s später“, verläßt er den Segelfliegerhang wieder und wurde nie wieder gesehen.

Tja liebe Leute, den Himbeertoni gibt es leider nur in meiner Phantasie. Aber solche oder ähnliche Geschichten hört man zur genüge. Meine Modellsegelfliegersucht hat mich schon an viele Hänge geführt. Erzählungen von High Tech Speed (was immer das sein mag), ungeahnte Thermikleistungen (50cm über dem Boden noch den Hasenfurz bis auf Sichthöhe ausgekurbelt) sollte man mit Vorsicht (Fliegerlatein) genießen. Die Gesetze der Natur, sind eben nicht zu brechen und glauben sie mir, das Wunderprofil gibt es „noch“ nicht, oder kennt jemand eines? Doch leichte Übertreibungen sind bei unserem Hobby gestattet. Regt es doch die Kommunikation bzw. Erfahrungsaustausch an. Solltest Du aber mal wieder am Hang stehen weil gerade mal nichts geht, und irgendein Typ erzählt Dir von seinem „Überflieger“. Dann frage den Knaben doch einfach, ob er der legendäre Himbeertoni sei.

Ende

RonnyXL
16.01.2003, 22:57
In der Schule, sechste Klasse. Die Lehrerin will etwas an die Tafel schreiben und wird durch ein Lachen unterbrochen. Sie stellt den Täter zur Rede und er sagt nur:
"Ich habe eine ihrer Brüste gesehen!"
Daraufhin wird sie wütend und schickt ihn für drei Tage nach Hause. Kurz schreibt sie wieder etwas an und abermals lacht einer der Schüler:
"Ich habe ihre beiden Brüste gesehen!'
Und er darf sich für drei Wochen verabschieden. Kurze Zeit später fällt ihr die Kreide aus der Hand und sie bückt sich. Da hört sie hinter sich, wie einer der Schüler zusammenpackt und gehen will. Sie fragt, was er vorhabe und er antwortet:
"Bei dem was ich gerade gesehen habe, denke ich mal, ich brauche nie mehr wiederkommen...