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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Space Shuttle Unglück



RCN-Team
01.02.2003, 17:23
Liebe Forumsteilnehmer!

Es ist heute ein tragisches Unglück mit dem Space Shuttle "Columbia" (STS-107 (http://science.ksc.nasa.gov/shuttle/missions/sts-107/mission-sts-107.html)) passiert, bei dem sieben Astronauten das Leben verloren haben. Nähere Informationen findet ihr unter anderem bei n-tv (http://www.n-tv.de/3097707.html) und CNN (http://www.cnn.com/2003/TECH/space/02/01/shuttle.columbia/index.html).

Wir bitten darum, das Thema in diesem Thread mit der gebotenen Zurückhaltung zu diskutieren. Entsprechende Threads in den anderen Rubriken werden wir löschen bzw. hierher verschieben.
Wir danken für Euer Verständnis!

Euer RCN-Team

vikingfjord
02.02.2003, 19:22
Wieso sollte man wegen dem Absturz betroffen sein?
Bloss weil 7 Leute einen tödlichen Arbeitsunfall hatten?
Ich würde gerne mal eine Statistik sehen wieviele Leute sonst
jährlich aus beruflichen Gründen in den USA sterben.
Die Astronauten wussten um das Risiko und haben Spitzengehälter
bekommen.
Dies bedeutet nunmal auch ein erhöhtes Risiko im Beruf.
Dumm gelaufen, traurig für die Famlien, das wars aber auch.

Biplane
02.02.2003, 19:51
Hi Leute !

Jedes Unglück ist tragisch und die meißten Unglücke sind leider auf menschliches Versagen zurück zu führen. Die Meinung von vikingfjord ist zwar nicht falsch, aber in diesem Fall kommt neben dem (unnötigen) Tod von sieben Menschen auch noch dazu, das die bemannte Raumfahrt wieder einen Rückschlag erleidet. Und welcher (Flug-)Modellbauer ist nicht an dem Fortschritt der Raumfahrt interessiert.

Wenn man der bisherigen Berichterstattung glauben kann, dann hat eine Beschädigung der Raumfähre schon in der Startphase stattgefunden. Durch eine Fehleinschätzung (durch wen auch immer) führte diese kleine Beschädigung dann zur Katastrophe.

Ich kann nicht verstehen, das die Beschädigung nicht genauer Kontrolliert durch die Astronauten kontrolliert wurde. Dann hätte der Absturz vermutlich vermieden werden können. Es standen wohl wieder einmal wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Aber dies ist im Straßenverkehr wohl genauso... abgefahrene Reifen oder verschlissene Bremsen führen auch zu vielen Todesfällen. Im großen ist dies nicht anders... hauptsache ist doch eine gute Versicherung.

[ 02. Februar 2003, 19:53: Beitrag editiert von: Biplane ]

Gast_00010
02.02.2003, 20:37
Alles eine Frage des Standortes, Daniel.

Als Ehemann und Familienvater habe ich das Unglück beim Hören der Nachricht unmittelbar aus der Sicht derjenigen gesehen die daran denken, daß sie in 15 Minuten bei ihren Familien sind, bzw. die darauf warten, daß ihr/e Mann/Frau/Vater gleich wieder da sein wird.

Und das kann einen betroffen machen. Muß aber nicht.

[ 02. Februar 2003, 20:37: Beitrag editiert von: Juergen Schrader ]

IchWeisNix
02.02.2003, 21:27
Ich dachte da zunächst an die Menschen, die RIESEN Glück hatten, dass ihnen als eigentlich Unbeteiligten kein Stück der Raumfähre auf den Kopf gefallen ist.

Meine Gedanken sind auch bei denen, deren Haus oder Grund von evntl. konterminierten Teilen getroffen wurde. Hoffentlich spielen da keine Kinder mit.. :(

Danach geht mein Beileid an die Hinterbliebenen der Opfer, die in der Vergangenheit von dem bei der Mision beteiligten israelischen F16-Kampfflieger vernichtet wurden.

Zum Schluss geht mein Bedauern und Mitgefühl an die Hinterbliebenen der Columbia-Opfer, deren Angehörigen und Freunde nicht nur einen einfachen 'Arbeitsunfall' hatten, sondern auch im Dienste der Menschheit (hoffe ich wenigstens - bei den Amis weis man ja nie, was die da oben treiben) Ihr Leben lassen mussten.

[ 02. Februar 2003, 21:27: Beitrag editiert von: IchWeisNix ]

vikingfjord
02.02.2003, 22:10
Original erstellt von Biplane:
Hi Leute !

Und welcher (Flug-)Modellbauer ist nicht an dem Fortschritt der Raumfahrt interessiert.
Ich bin nicht daran interessiert!

Hast Du auch nur den Schimmer einer Vorstellung welche utopischen Energiemengen bei einem Ausflug ins All verpuffen?
Weisst Du wie schaedlich die Abgase der Feststoffraketen sind?
Findest Du es richtig das "wohlhabende" Leute mal eben einen Abstecher ins All machen?
Wuerdest du Weltraumtourismus gut finden?

Bevor wir das Weltall erobern sollten wir uns viel mehr unseren irdischen Problemen widmen!

Profitgier, Lobyismus und Koruptheit.
Das ist es was mich entsetzt.
Und wie schon im vorherigem Posting gesagt: taeglich scheiden bedeutende Personen durch Unfaelle oder den Folgen von Zigaretten oder Alkoholkosum aus unserem Leben.

Ist es viel entsetzlicher weil der Tod von 7 Personen besser "vermarktet" wird?
Ist dieser Tod schlimmer, da er weltweit im Fernsehen gezeigt wird?

Was mich entsetzt ist der unvermeindliche Krieg im Irak.
Politiker, blind von der Gier nach Oel.
Oel, das der Blut im Kreislauf einer kapitalistischen Marktwirtschaft ist.
Wann wacht Ihr Lemminge endlich auf?

Ein Spruch der einen grossen Teil meiner Lebensphilosophie beinhaltet lautet:

Unsere Eltern haben uns die Natur nicht geschenkt, sonder wir haben sie von unseren Kindern geliehen!

just my 2 cent

[ 02. Februar 2003, 23:12: Beitrag editiert von: vikingfjord ]

Marcus M
02.02.2003, 22:40
Wenn man der bisherigen Berichterstattung glauben kann, dann hat eine Beschädigung der Raumfähre schon in der Startphase stattgefunden. Durch eine Fehleinschätzung (durch wen auch immer) führte diese kleine Beschädigung dann zur Katastrophe.

Ich kann nicht verstehen, das die Beschädigung nicht genauer Kontrolliert durch die Astronauten kontrolliert wurde. Dann hätte der Absturz vermutlich vermieden werden können. Es standen wohl wieder einmal wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Beim Start ist wohl ein Teil der Isolierung abgerissen und gegen den linken Flügel geprallt, von aber Experten als undgefählicher Vorfall eingestuft worden. Die Astronauten konnten aber nicht nachsehen, weil keine Raumanzüge (für "drausen") an Bord waren.

@ vikingfjord

Nur mal 2. Beispiele...
- Wie schaust du Fern ?
- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?

Ich glaube jeder profitiert von der Raumfahrt.

Weist du wie schädlich deine NiCD oder NimH Zellen sind ?

Marcus

[ 02. Februar 2003, 22:43: Beitrag editiert von: Marcus M ]

vikingfjord
02.02.2003, 23:04
Original erstellt von Marcus M:
[QUOTE]
- Wie schaust du Fern ?
- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?
MarcusDeine Anspielung darauf das ich nicht differrenziert ueber das urteilen koennte, was im Fersehen gesendet wird, spare Dir.

Was mich an.... ist das im Fernsehen ueberwiegend fuer die breite Masse produziert wird und das Entsetzen des Durchschnittsbuergers gross ist weil 7 Asttonauten ums Leben gekommen sind.
Na und?
Was, war denn wo dieser Wirbelsturm ueber diese kleine Inselgruppe gefegt ist und etliche Menschen in den Tod gerissen hat?
Zu einem grossn Teil wat die Klimaveraenderung die hauptsaechlich durch die industrienationen verursacht ist, Schuld an dem Debakel.
Aber das will ja keiner hoeren, da man ja kein schlechtes Gewissen haben moechte, wenn man Sonntags morgen mit dem Auto Broetchen holen geht.

Das ist nur eins von unzaehligen Beispielen, damit jetzt nicht wieder einer auf diesem Argument herumreitet.

Und ja, Du hast recht! Teflon war ein "Abfallprodukt" aus der Raumfahrtindustrie.
Ich bezweifel jedoch, das man so eine Beschichtung nicht frueher oder spaeter ohne Raumfahrerei entwickelt haette.

Ich behaupte mal das die Energie eines Weltraumausfluges, und ich beziehe die Herstellung des Spaceships da mit ein,
nicht mal annaehernd an den Energieverbrauch zur Herstellung von NiCad´s oder NiMh´s und deren Schaedlichkeit heran kommt, die von Modellbauern verwendet werden.

[ 02. Februar 2003, 23:20: Beitrag editiert von: vikingfjord ]

Marcus M
02.02.2003, 23:22
- Wie schaust du Fern ?
Ich meinte welches Medium du für den Empfang nutzt.

Marcus

[ 02. Februar 2003, 23:23: Beitrag editiert von: Marcus M ]

Spunki
02.02.2003, 23:28
Keiner von den sieben hat das wegen Geld gemacht! ... und alle sieben würden wieder einsteigen wenn sie könnten ...

Zum Hitzeschild: falls dies wirklich schon beim Start stark beschädigt wurde so hätte der Start in dieser Flugphase bereits abgebrochen werden müssen und zwar noch bevor sie nach wenigen Minuten die Umlaufbahn erreichen. Falls ein Abbruchsszenario in dieser Phase überhaupt denkbar gewesen wäre? ...

Mit einem kaputten Hitzeschild einen Eintritt zu riskieren kann nur in einem Desaster enden ... jedoch welche Alternativen hätten sie denn gehabt? ... nach 16 Tagen sind die Reserven des Schuttles so gut wie aufgebraucht ...

Aber es könnte auch ganz einfach ein struktureller Bruch der Zelle gewesen sein, die Kräfte, Hitze und Vibrationen in den Minuten des Wiedereintrittes sind gewaltig, das Schiff ist in dieser Phase nicht steuerbar ... oder ein zu steiler Eintrittwinkel, oder eine Explosion, oder , oder ...

Abgesehen von der menschlichen Tragödie ist es ein schwerer Rückschlag für uns alle, für uns alle die sich den Traum vom Fliegen erfüllen - und sei es nur mit Balsaholz und Weißleim ...

Grüße Spunki

PS: Übrigens: Teflon ist kein "Abfallprodukt" aus der Raumfahrt ...

PPS: die Teile sind nicht giftig, falls da noch irgendwo Treibstoff drann war so ist der verbrannt ... die großen, schweren Teile sind alle verglüht ...

[ 02. Februar 2003, 23:34: Beitrag editiert von: Spunki ]

Spunki
03.02.2003, 14:51
Wie von mir anfangs vermutet jetzt immer mehr von den Medien direkt bzw. indirekt bestätigt: Kurz nach dem Start die schaurige Gewissheit zu haben das es keine Rückkehr mehr gibt ...

Doch was hätten die Verantwortlichen denn machen sollen - es ihnen sagen? ...

Mein Bedauern und Mitgefühl an die Hinterbliebenen ...

Grüße Spunki

MTT
03.02.2003, 17:56
vikingfjord, nun bleib aber mal auf dem Teppich !
Ich lebe ja nun hier in den USA, und bekomme das ganze viel "haunaeher" mit als Ihr in Deutschland, und mich stoert es auch, das die 7 Besatzungsmitglieder als "Helden" gefeiert werden, usw.
Aber das nun als einfachen Arbeitsunfall zu bezeichnen, geht dann auch wieder zu weit !

"Helden" sind sie meiner Meinung nach nicht, aber ich meine auch wie Spunki, das Geld oder Ruhm bei keinem der 7 ein Beweggrund war, sich fuer diese Laufbahn zu entscheiden !
Und mit den "Spitzengehaeltern" liegst Du eh falsch, die Astronauten sind entweder beurlaubte Angehoerige der US-Streitkraefte, oder aber eben Angestellte der NASA, also einer Behoerde, und da ist nichts mit "Spitzengehaeltern" !

Diesen Absturz als Arbeitsunfall zu bezeichnen, spiegelt meiner Meinung das Problem wider : Wir haben uns alle so daran gewoehnt, das alle paar Monate ein Shuttle hochgeht, Satelliten repariert, Material und Personal zur ISS bringt, etc., und ohne besondere Vorkommnisse wieder zurueckkommt, das wir meinen das ganze waere schon Routine !

Und das ist es eben noch nicht ! Die Probleme und Risiken beim bemannten Raumflug sind immer noch weit groesser als bei allen anderen technischen Unternehmen.

Und ueber den Nutzen der bemannten Raumfahrt duerfte ja wohl kein Zweifel bestehen, das geht weiter als Teflon und Velcro !
Ich denke da an neue Materialen, Leichtbauweisen, Datenuebertagung, etc., etc., etc.

Michael

Michael

[ 03. Februar 2003, 17:59: Beitrag editiert von: MTT ]

jwl
03.02.2003, 18:16
[ 03. Februar 2003, 18:29: Beitrag editiert von: jwl ]

jwl
03.02.2003, 18:28
welcher nutzen erbracht wird?
die vorstellung pfannkucken ohne beschichtung zu machen einfach unvorstellbar.

das ganze apollo (http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/lunar/apollo.html)
gehabe bei JFK war wohl die krönung, einfach mal einen harten raus hängen zu lassen. usa versus udssr. was da alles im orbit rumfliegt geht seit sputnik (http://www.hq.nasa.gov/office/pao/History/sputnik/) schon (beeb beeb ...) der rest ist heisse luft und die kosten nutzen rechnung geht meines erachtens nicht auf. zurück zum pfannenkuchen warum heute nicht als gedenken an die erbrachten opfer.

wieviel menschenopfer erbracht worden sind?
mittelbau dora (http://www.dora.de/media/) , fragen und auf einmal schmeckt der pfannkuchen nicht mehr so gut.

wie man so sieht kommt es auf die betrachtungs weise an.

[ 03. Februar 2003, 18:30: Beitrag editiert von: jwl ]

Christian Dombrowski
03.02.2003, 19:05
Original erstellt von Marcus M:

- Was fürn Material ist denn in deiner Pfanne?
Ich glaube jeder profitiert von der Raumfahrt.
Dass meine Eier in der Pfanne nicht anbrennen habe ich mitnichten der NASA zu verdanken sondern Madame Gregoire, die sich den Trick zunutzemachte, welchen ihr Mann verwandte um seine Angerschnüre leichter entwirren zu können. (Er beschichtete diese mit Teflon) Diese Idee vermarktete Herr Gregoire danach unter dem Namen Tefal.

Erfunden wurde das PTFE (Teflon ist der Handesname von DuPont) schon in den dreissiger Jahren von Roy Plunkett, der nach einem Kältemittel für Kühlschränke forschte und dabei aus versehen eine Flasche mit Tetrafluorethylen bei Zimmertemperatur stehen liess. Die chemischen Eigenschften dieses, sich danach in der Flasche gefundenen Feststoffes sorgten zwar für Erstaunen, da man aber nach Kältemitteln für Kühlschränke suchte, wusste man ziemlich lange nicht, was man mit dem Zeug eigentlich anfangen sollte. 1943 wurde es als korrosionsbeständige Beschichtung führ Rohrleitungen bei der Entwicklung der Atombombe wiederentdeckt und danach hat das Teflon erst seinen Einzug in die Weltraumfahrt gehalten.

Wem soll ich jetzt für meine schmakofatzigen Eier in der Pfanne danken? Der Atombombe oder doch lieber dem Ungeschick von Herrn Plunkett und Madame Gregoires Einfallsreichtum? Die NASA hat auf jeden Fall nichts damit zu tun.

Ach ja, nachzulesen ist dieses nebst einiger anderer Geschichten zur Entstehung von "High-Tech" Produkten in einem Artikel der Zeit (http://www.zeit.de/2002/44/Wirtschaft/200244_z-erfinder.html)

[ 03. Februar 2003, 19:36: Beitrag editiert von: Christian Dombrowski ]

MTT
03.02.2003, 19:07
@jwl Im Bezug auf Mittelbau-Dora : Die Tatsache, dass Hitler und seine Anhaenger, dort Raketen ( wohlgemerkt, nicht fuer friedliche Nutzung) unter unmenschlichen Bedingungen haben bauen lassen, hat ja wohl nichts mit dem Nutzen des Raumfahrtprogramms heute zu tun !

Diese Art Argumentation halte ich echt fuer an den Haaren herbeigezerrt !

Michael

Stöps
03.02.2003, 19:43
Ich finde es erstaunlich, wie hartnäckig sich das Teflongerücht hält.
Abgesehen davon, hat denn noch nie jemand Spiegeleier in einer stinknormalen Pfanne gebraten, das geht prima und auch wenn das Teflon aus der Weltraumfahrt käme, wäre das doch ein ziemlich teures Produkt wenn man sich mal die Kosten betrachtet, die das Ganze bisher verursacht hat.
Ich finde es auch ziemlich Panne, wenn Länder wie China, die doch sonst sicherlich andere Probleme am Hals haben als Menschen ins All zu schießen, Unsummen in Raumfahrprojekte stecken.
Seien wir doch mal ehrlich: Es geht und ging bei der ganzen Geschichte um militärische Interessen, vor allem Spionage. So wie sich die Großmächte früher gekloppt haben, wer die Weltmeere beherrscht, geht es heute drum, wer da oben das Sagen hat. Man kann von da oben immerhin prima runterkucken und vielleicht sogar irgendwelche Sachen kaputtmachen, nicht umsonst wurden die ganzen „Star Wars“ Pläne gemacht.
Das bisschen zivile Rumgefliege im Orbit ist ja ganz nett und auch ich kuck gerne Space Night zur späten Stunde, „Der Stoff aus dem die Helden sind“ ist ein klasse Film und ich hab mords Respekt vor den Raumfahrpionieren, aber hört doch endlich mit der Teflongeschichte auf, es ging schon immer ums Militär.
Ich finde, vikingfjord trifft den Nagel voll auf den Kopf!

Stöps

jwl
03.02.2003, 19:50
Original erstellt von MTT:

Diese Art Argumentation halte ich echt fuer an den Haaren herbeigezerrt !
hier wurde unter wherner von braun geforscht und gebaut was als kriegsbeute zur saturn V gemacht wurde.

die geistesleistung wurde sozusagen importiert ohne diese vorleistung waere die saturn V wahrscheinlich nicht einmal von der startrampe gefallen.

jetzt frage ich dich ob das kein argument ist.

das apollo programm war keine friedliche mission sondern um die darstellung von potenz einer nation.

gruss jwl

MTT
03.02.2003, 21:01
Der Volkswagen war auch ein Nazi-projekt.
Sollen wir jetzt alle keine VW's mehr kaufen, und x-tausend VW-Abeiter gehen stempeln ?

Michael

jwl
03.02.2003, 21:23
@MTT

ich sprach von einem gewissen herr wherner von braun

MTT
03.02.2003, 22:39
@jwl : Ich habe Deinen post schon gelesen, weiss soger wer der gewisse Herr von Braun war, aber ich meine immer noch, das man nicht die gesamte heutige bemannte Raumfahrt wegen diesen Gegebenheiten verurteilen kann.
Das Argument mit dem VW ist ja analog zu Deinem Argument, die Spiegeleier( tschuldigung, Pfannkuchen) aus der Teflon-pfanne schmecken nicht mehr so gut, wenn man ueber mittelbau dora informiert ist.

Michael

jwl
03.02.2003, 23:23
@MTT

das thema raumfahrt raumfahrtbehörde
regierungen rüstung etc hier ab zu handel würde wohl das forum und die zeit sprengen.

gewisse zusammenhänge nur aus fastination, technikgläubigkeit und am "genius" menschheit zu betrachten ist einseitig und naiv.

das gilt natürlich für andere gebiete genauso. bei jedem schritt dem man tut sollte man sich fragen, warum.

gruss jwl

[ 04. Februar 2003, 00:20: Beitrag editiert von: jwl ]

jwl
04.02.2003, 01:12
Original erstellt von Spunki:

Jetzt sind wir uns einig! ;) - genauso isses auch bei der Weltraumindustrie ... da werden ne Menge Mäuler gestopft damit ;)
ich glaube das apollo programm hat 1billion (1 000 000 000 000) dollar gekostet also ungefähr das bruttosozialprodukt von deutschland.

das sind steuergelder wieviele menschen haben daran gearbeitet. wenn eine behörde geld ausgibt ist es "weg". hast du diesen monat schon auf deinen lohnzettel geschaut. jeder beamte der bezahlt werden muss, muss auf der andern seite ein arbeiter stehen der diesen bezahlt. das gewisse steuern notwenig sind ist klar. aber verschwendung kostet arbeitsplätze, da die gelddurchflussmenge sink. es gibt sogar steuern, wo das eintreiben mehr kostet wie was sie einbringt. solange sowas sein darf "ist was faul im staate dänemark"

gruss jwl

ps: hab noch was gefunden

http://www.zeitreport.de/daenem.htm

http://www.zeitreport.de/

[ 04. Februar 2003, 01:17: Beitrag editiert von: jwl ]

Spunki
04.02.2003, 01:33
>>wenn eine behörde geld ausgibt ist es "weg".<<

Das Geld ist weg wenn Du Dich an den Kamin setzt, ein Feuerchen anzündest und die Scheine einzeln verheizt ;) ...

Grüße Spunki

MTT
04.02.2003, 04:47
wenn eine behörde geld ausgibt ist es "weg". jwl, frag doch mal die Angestellten von Boeing, Rockwell, McDonnell-Douglas, und wie die am Apollo und Shuttle-programm beteiligten Firmen alle heissen, ob sie auch meinen, das das Geld einfach "weg" ist....
Und wenn Du gerade dabei bist, frag auch die von Dornier, VFW, MBB, etc... ok,ok, jetzt DASA !

Im Bezug auf Wernher von Braun schliesse ich mich Spunki an.

Michael

[ 04. Februar 2003, 04:48: Beitrag editiert von: MTT ]

Armin Hess
04.02.2003, 09:30
Jungs,

haltet doch mal den Ball flach. Alles das was Ihr sagt tut überhauptnichts zur Sache. Es wird nunmal ins All geflogen, egal ob es der Menschheit dirket von Nutzen ist oder nicht. Es ist doch erwiesen, das der Mensch von Natur aus neugierig ist und seine Umgebung erforschen will. Und da gehört das erdnahe Weltall dazu. Wenn keiner über den Tellerrand geschaut hätte, wüßte heute noch keiner was von Australien oder der Antarktis. Vielleicht würden wir noch an der Scheibentheorie festhalten. Ihr müßt in anderen Dimensionen denken nicht immer nur das jetz vor Augen. Denkt an morgen und übermorgen. Was kommt dann? Die Astronauten wußten mit Sicherheit um ihr Risiko und sie waren bereit es einzugehen, weil sie davon überzeugt waren. Das sind Idealisten und Fantasten (im positiven Sinne). Ich bin zwar kein Verfechter der USA. Jedoch ihnen nur militärische Absichten zu unterstellen ist engstirnig, ja fast eine Trotzreaktion, die einer Stammtischbesatzung würdig ist.
Der große Bohei der gerade stattfindet, finde ich natürlich überzogen. Aber sind wir nicht selber schuld, wenn wir uns alles erzählen lassen, bzw. alles glauben? Jeder darf sich seine eigene Meinung bilden und sie vertreten. Aber nur dann, wenn er vorher mal sein Hirn eingeschaltet hat.

MfG,
Armin

jwl
04.02.2003, 09:38
1986 passiert etwas
die klärung des unfalls ist äusserst interessant**
wie so eine behörde funktioniert.

lobbyismus ist nichst anders wie diebstahl an der bevolkerung. denn der lobbyist setzt seine interessen höher als die des volkes. die konditionierung ab kindesbeinen wir leben in einer demokratie, ist und bleibt eine konditionierung und hat mit tatsachen nichts zu tun. den jeder der im "staate dänemark" beamte ist setzt seine interessen höher als die interessen des kollektivs.

http://www.scambustersusa.com/1986%20NASA%20space%20shuttle%20challenger's%20final%20minutes.html

gruss jwl

MTT
04.02.2003, 11:09
@Armin : Genauso denke ich auch, nur hast Du es viel besser in Worte gefasst als ich es koennte.

@jwl: Dieses angebliche Transkript habe ich hier auch schon gesehen, es ist allgemein bekannt, dass es ein "fake" ist, genauso wie dieses angebliche Foto von Rissen in der tragflache der Columbia, erschienen auf einer israelischen website. : wing cracks (http://www.maarivenglish.com/)

Michael

Spunki
04.02.2003, 12:02
Wernher von Braun war ein genialer Visionär und seiner Zeit damals weit voraus ... sein Antrieb bestand nicht darin Waffen zu entwickeln sondern weiter, höher und schneller zu fliegen als alles andere bis dahin ... den Griff nach den Sternen hatte er bereits im Hinterkopf ...

Leider lebte er zum falschen Zeitpunkt im falschen Regime und konnte lediglich beim Militär Geldgeber finden um sich seinem Traum ein Stückchen näher zu bringen ...

Und seit dem Ende des kalten Krieges geht es bei der Raumfahrt nicht mehr nur ausschließlich ums Militärische - der Kommerz spielt eine immer größere Rolle ... dank dessen bekommen wir heute über die SAT-Schüssel die Knorr-Werbung auf RTL direkt ins Wohnzimmer eingespielt ...

Grüße Spunki

jwl
04.02.2003, 12:17
Original erstellt von Spunki:
Leider lebte er zum falschen Zeitpunkt im falschen Regime und konnte lediglich beim Militär Geldgeber finden um sich seinem Traum ein Stückchen näher zu bringen ... ???????????????????????

Spunki
04.02.2003, 12:35
>>bei jedem schritt dem man tut sollte man sich fragen, warum<<

weils einfach Spaß macht! ...

Es muß nicht immer alles Nutzen haben, Sinn machen, überlegt sein, es gibt auch Dinge die tut man weil man sie tut ... Beispiel Modellflug: am besten den ganzen Krempel verkaufen und den Erlös und die zukünftigen Ausgaben einer wohltätigen Stiftung per Einziehungsdauerauftrag überweisen ;) ...

jwl
04.02.2003, 12:46
Original erstellt von Spunki:

weils einfach Spaß macht! ....wenn du dich beim modellfliegen erholst ist das sehr wohl ein nutzen sogar ein gesellschaftlicher.

weil du dich erholst bist weniger krank und von den modellen etc. die du kauft ernährt sich der eine oder andere.

gruss jwl

Spunki
04.02.2003, 12:54
>>von den modellen etc. die du kauft ernährt sich der eine oder andere<<

Jetzt sind wir uns einig! ;) - genauso isses auch bei der Weltraumindustrie ... da werden ne Menge Mäuler gestopft damit ;)

Ich sag ja immer: Geld kann nicht verloren gehen - es wechselt nur den Besitzer ;)

Grüße Spunki

Ingo Seibert
04.02.2003, 12:55
Hallo zusammen,

auch, wenn ich mich nicht in eure teils hitzige Diskussion zu dem Thema einmischen möchte, so möchte ich doch was zu Bedenken geben:

Die Welt, oder zumindest Teile davon, trauert um 7 Astronauten. Gut so, der unerwartete Verlust von Menschen ist ein guter Grund zu trauern; in welchem Umfang und mit welchem Aufwand steht auf einem anderen Blatt.

Warum aber trauert niemand um die 25 Toten, die es gestern auf der gefrorenen Autobahn gab?! Oder um die Menschen, die, wie bereits genannt, täglich in anderen Bereichen der Arbeitswelt, wirklich um das Wohl der Menschheit bemüht, ihr Leben lassen?! Stellvertretend möchte ich den Fall aus der Region anführen, bei dem der Fahrer eines Notarztwagens nachts von einem Betrunkenen von der Straße gedrängt wurde und im Einsatz starb.

Wer von euch erinnert sich noch an die Insassen des ADAC-Hubschraubers, die vor ein paar Tagen ums Leben kamen?!

Oder wer von euch erinnert sich an eines der vielen Busunglücke, Flugzeugunglücke etc, bei denen auf einen Schlag mehr als 20 Mal so viele Menschen ums Leben kamen?

Stichwort Arbeitsplätze: Wer von euch denkt an die 10.000 Arbeitsplätze, die durch das Dosenpfand gefährdet sind (Dosenhersteller, Aluminumlieferanten, Werkzeughersteller, Forschung, Entwicklung, Abfüller, Transporteure, Lackhersteller, Compound-Hersteller, Transportsystemhersteller etc...)?! Und wer von euch hat sich vorher grundlegend über pro und contra informiert, bevor er diesem, introvertiert oder extrovertiert, zugestimmt hat?!

Ich kann mich einem Vorredner nur anschließen: Es gibt wirklich Dinge in Deutschland, die wichtiger sind. Es gibt Unglücke, die es wert wären mehr betrauert zu werden.

Die Angehörigen haben mein Beileid, denn auch ich habe Familie, die ich ungern verlieren würde (meine Freundin mußte heute morgen gegen 6.00 los, um knapp 400Km nach Frankfurt zu fahren. Bei den hier vorherrschenden Straßenbedingungen schläft man da richtig gut). Trotz alledem bin ich der Meinung, diese Menschen wußten, auf was sie sich einlassen. Und in meinen Augen ist dieser ganze "Bohei" lediglich ein Vorhang, der zum passenden Zeitpunkt vor andere, weit gravierendere Dinge die USA betreffend, gezogen werden soll.

Meine Meinung

Gruß,

[ 04. Februar 2003, 12:56: Beitrag editiert von: Ingo Seibert ]

Hans Rupp
04.02.2003, 13:15
Hallo,

Bohei würde ich es nicht nennen. Auch würde ich nicht den USA unterstellen, hier etwas in den Vordergrund zu schieben. Es ist in unserem Medienzeitalter nunmal so, dass die Medien auch bei vielen Nachrichten die Wichtigkeit mit vorgeben.

Angenommen Michael Schmacher würde bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen, weil im ein Besoffener oder Fehlsichtiger oder sonst irgendwie Fahruntüchtiger ihm die Vorfahrt genommen hätte, dann würden auch hier in Deutschland die Meldungen sich überschlagen und alle Anteil nehmen. Alle Medien würden Regelungen, Kontrollen etc. fordern. Die vielen "normale" Verkehrstoten sind dagenen sowas "nicht wert". Letzlich bewirken wir Medienkonsumenten diese Entwicklung aber über die Auflagenzahlen und Einschaltquoten selber.

Die Angehörigen der Astronauten haben genauso mein Mitgefühl wie alle Familien, die ein Mitglied bei einem Arbeitsunfall verlieren. Dabei bewundere ich Leute die z.B. auf Autobahnbaustellen arbeiten noch mehr, denn die sind nicht die Helden mit großem Ansehen in der Öffentlichkeit und riskieren trotzdem ihr Leben jeden Tag.

Hans

Armin Hess
04.02.2003, 13:50
Richtig Hans,

die deutschen Medien sind nunmal ziemlich auf die USA (der große Bruder) fixiert. Aus diesem Grund kann ich auch die Berichterstattung eines Peter K. auf RTL nicht ertragen. Immer nur reißerische Themen ohne die wirklich wichtigen Dinge offenzulegen ist nunmal die Domäne unserer Presse. Klar trifft dies nicht nur auf das Shuttle zu sondern auch auf viele andere Dinge, die eigentlich keinen interessieren, weil sie einen nicht unmittelbar betreffen bzw. nicht im Einflußbereich eines Einzelnen liegen.
Alles in allem schon eine komische Welt heutzutage, in der die Presse fast mehr Macht hat als die Politik.

MfG,
Armin

jwl
04.02.2003, 14:04
Original erstellt von Armin Hess:
heutzutage, in der die Presse fast mehr Macht hat als die Politik.ich kenne nur zwei fälle wo es so war: watergate und die spiegel-affäre. der rest ist pressearbeit.
wer presse will hat eine pressestelle wer keine presse will hat keine. lässt sich leicht überprüfen.

gruss jwl

Spunki
04.02.2003, 14:12
Leider reflektieren wir alle sehr stark auf die Art und Weise wie ein Unglück passiert bei dem Menschen ihr Leben verlieren, unsere Gesellschaft verlangt nach "Action", ein guter Action-Kinofilm bringt auch heute noch gutes Geld ... das ist es was die Leute wollen ... also möglichst spektakulär ... und es ist eben leider spektakulär in 63km Höhe bei über 21.000km/h zu verglühen ...

Grüße Spunki

Frank
05.02.2003, 11:52
:rolleyes: Hallo,

ich muß jetzt auch mal was loswerden !

Selbstverständlich ist der Unfall schrecklich und mein Mitleid gehört auch den Angehörigen !

Aber, die desamte Besatzung der Raumfähre ist sich 100 % bewußt, welches Risiko sie da eingehen !

Wenn ich mich auf einer Rakete in die Luft schießen lasse, dann kann man halt verglühen, so ist das halt !!!!!

Wenn ich bereit dazu bin, mit dem Fallschirm ab zu Springen, dann ist mir absolut bewußt, daß er sich mal nicht öffnen kann ! Dann hab ich ja noch ein Reserveschirm ! Der kann aber in der absoluten Streßsituation auch nicht funktionieren !

Da mir das bewußt ist, würde ich es nie tun !

So, genau das wußten auch die Astronauten !

Jetzt kommt mir nicht mit den Gefahren beim Motorad oder Autofahren!

Meine Meinung dazu.

Gruß
Frank

vikingfjord
05.02.2003, 12:16
sehr schoen!:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,233576,00.html

ich hoffe, das die "touries" und befuerworter nicht nur ueber das gefaehrlich, sonder auch
ueber das umweltschaedlich und unnoetigkeit nachdenken werden.

[ 06. Februar 2003, 21:10: Beitrag editiert von: vikingfjord ]

IchWeisNix
05.02.2003, 15:08
Original erstellt von DÜF:
[QB
Jetzt kommt mir nicht mit den Gefahren beim Motorad oder Autofahren!
[/QB]Wieso? Passt doch! Niemand wird gezwungen, sich in's Auto oder auf's Motorrad zu setzen.. ;)

Jedenfalls find ich's trauriger, wenn in all den Kriegen auf der Welt unbeteiligte umkommen, als dass da ein paar Astronauten umgekommen sind.

<ot> Mr. Blix, wenn Sie erfolgreich nach Massenvernichtungswaffen suchen wollen, versuche Sie's doch mal in den USA> ;) </ot>

Paul Hopfgartner
05.02.2003, 16:45
Original erstellt von DÜF:
Wenn ich bereit dazu bin, mit dem Fallschirm ab zu Springen, dann ist mir absolut bewußt, daß er sich mal nicht öffnen kann ! Dann hab ich ja noch ein Reserveschirm ! Der kann aber in der absoluten Streßsituation auch nicht funktionieren !

Da mir das bewußt ist, würde ich es nie tun !
Grade weil mir das auch bewußt ist würd ich das gerne mal machen, gibt sicher einen sauberen Adrenalinkick, sicher genausogut wie das erste mal mit dem Hängegleiter über eine 200 Meter Klippe zu rennen...
Wenn's nur nicht sooo teuer wär...

[ 10. März 2003, 10:18: Beitrag editiert von: Paul Hopfgartner ]

Warp seven
06.02.2003, 19:12
Hallo.

Ich mag jetzt nicht über Sinn oder Unsinn der Raumfahrt diskutieren, dieses wurde bereits ausgiebig getan. Und meine Meinung daß die Zukunft der Menschheit (wenigstens zu einem Teil) auch in den Sternen liegt tut hier nichts zur Sache.

Aber ich habe da die eine oder andere Frage :

Die gängigen Presseberichte gehen davon aus dass ein Teil der Isolierung des großen Tanks sich während des Starts gelöst hat und auf die Fläche gefallen ist. So eine Isolierung muß logischerweise einigermaßen dick sein um die Verdampfungsverlußte gering zu halten. Und leicht, so leicht als möglich um möglichst viel Nutzlast ins All zu schießen. Also wird es ein Material so ähnlich wie Styro oder ein anderer Schaumstoff sein.

Ob so ein leichtes, luftiges Material die doch mit Sicherheit sehr stabile Tragfläche beschädigen kann? Auf einem der Fernsehbilder war ein ziemlich dicker Riß zu sehen. Und das auch noch bei der geringen Relativgeschwindigkeit, das abgelöste Stück hatte ja nur einen kurzen Weg bis zur Kollision mit der Fläche zurückzulegen. Als gedanklicher Vergleich schleudert man einen Styroblock gegen den Tragflügel von einem Jet. Geht die Fläche kaputt ?

Und dann warum steuert man nicht unmittelbar nach Feststellung des Schadens die ISS an ?
Die Treibstoffreserven hätten doch bestimmt ausgereicht für ein paar Bahnkorrekturen die in Verlauf von 16 oder weniger Tagen zur Raumstation führt. Das kann mir niemand erzählen das gleich zu Beginn der Mission keine Treibstoffreserven mehr vorhanden sind. Dort hätte man zumindest den Schaden besser untersuchen können. Oder was auch immer.

Fest steht weiterhin das die ISS weiterhin versorgt werden muß. Ob die Russen nun den „Buran“ entrosten und einsetzen ?

Mit freundlichen Grüßen Warp seven

MTT
06.02.2003, 20:56
Also, ich habe gerade hier in den Nachrichten gehoert, das die NASA sich im Moment sehr auf das Flugleitsystem (Autopilot) konzentriert, welches den Shuttle beim Wiedereintritt in die Atmosphaere in der richtigen Lage haelt. Die Moeglichkeit einer Beschaedigung der Kacheln durch das abgefallene Stueck Isolierung ist im Moment zwar noch aktuell, aber erst an 2. Stelle.

Die Frage, ob die Isolierung diesen Schaden haette hervorrufen koennen, hatte ich mir auch schon gestellt.

Das Foto mit den angeblichen Rissen in der Tragflaeche ist ein fake !
Bei dieser Shuttle-mission waren keine EVA's (extra-vehicular activity ) geplant, und sind auch nicht durchgefuehrt worden, und von der Kabine des Shuttle kann man bei geoeffneten Laderaumtueren gerade eben die Flaechenspitzen sehen, aber keinesfalls die gesamte Flaeche, und die Unterseite, welche ja angeblich beschaedigt wurde, schon garnicht :
http://www.rcgroups.com/forums/attachment.php?s=&postid=751614

Zum Thema ISS : Die Columbia war auf dieser Mission nicht mit dem fuer ein Andocken and der ISS noetigem Geraet ausgeruestet.
Und ob die Russen den Buran reaktivieren ?
Wohl kaum, dazu haben sie nicht das Geld, die einzigen die das finanzieren koennten, waeren die Amis, und fuer das Geld wuerden sie sich dann wahrscheinlich doch lieber einen neuen shuttle bauen....

Gruss, Michael

[ 06. Februar 2003, 20:57: Beitrag editiert von: MTT ]

vikingfjord
06.02.2003, 21:09
Original erstellt von Warp seven:

Ich mag jetzt nicht über Sinn oder Unsinn der Raumfahrt diskutieren, dieses wurde bereits ausgiebig getan.
Nein, darum geht es in der Hauptsache.


Original erstellt von Warp seven:

Und meine Meinung daß die Zukunft der Menschheit (wenigstens zu einem Teil) auch in den Sternen liegt tut hier nichts zur Sache.
Stimmt.


Original erstellt von Warp seven:

Auf einem der Fernsehbilder war ein ziemlich dicker Riß zu sehen.
und Du glaubst an alles was Du im Fernsehen siehst, nicht wahr?


Original erstellt von Warp seven:

Und dann warum steuert man nicht unmittelbar nach Feststellung des Schadens die ISS an ?
Keine Andockvorrichtung, keine Raumanzuege.


Original erstellt von Warp seven:

Die Treibstoffreserven hätten doch bestimmt ausgereicht für ein paar Bahnkorrekturen die in Verlauf von 16 oder weniger Tagen zur Raumstation führt.
nein.


Original erstellt von Warp seven:

Das kann mir niemand erzählen das gleich zu Beginn der Mission keine Treibstoffreserven mehr vorhanden sind.
Das stimmt, da du scheinbar zuwenig Hintergrund hast.


Original erstellt von Warp seven:

Dort hätte man zumindest den Schaden besser untersuchen können. Oder was auch immer.
eben nicht, aber Du kannst ja mal hier lesen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,233652,00.html


Original erstellt von Warp seven:

Fest steht weiterhin das die ISS weiterhin versorgt werden muß. Ob die Russen nun den „Buran“ entrosten und einsetzen ?
Hast Du oben nicht geschrieben...


Original erstellt von Warp seven:

Und meine Meinung daß die Zukunft der Menschheit (wenigstens zu einem Teil) auch in den Sternen liegt tut hier nichts zur Sache.
Du hast es gerade gemacht.
Und nochmal:
Raumfahrt ist derzeit unnoetig.
Das Geld sollte in die Forschung von Kernfusionsrektoren gesteckt werden, damit wir dem Energie Problem Herr werden.
Was bringt es andere "Sterne" zu besiedeln nachdem wir unseren eigenen Lebensraum erst mal gruendlich zerstoert haben?

[ 06. Februar 2003, 21:15: Beitrag editiert von: vikingfjord ]

guidos
07.02.2003, 08:43
hallo,
nachdem ich ja jetzt amüsiert eine weile mitgelesen habe muß ich doch mal meinen senf dazu tun.
@vikingfjord,
du solltest dir ein anderes hobby suchen,
modellflug und computer sind genauso unnötig
wie die raumfahrt.
ok, man hat damit spaß, der computer hilft (manchmal) bei einigen sachen.
wollen wir auch hoffen daß du nie krank wirst
(die sache in deinem kopf lassen wir mal außen vor :D ) ohne ein paar forschungen von einigen
unnötigen idealisten (oder soll man "spinner" )
sagen gäbe es ja auch keine medizin (außer vielleicht irgendwelchen tee,kräuter oder wasweißich blättern)
ich hoffe du sitzt bequem auf deinem baum und frißt ungespritzte bananen ;) !
zum glück hast du bestimmt auch strom aus der steckdose, wozu also kraftwerke.
ich hör jetzt lieber auf sonst schreibe ich mich noch in wallung !

zum thema :
traurig für das raumfahrt programm, tragisch für die hinterbliebenen, aber trotzdem ein arbeitsunfall wie es jedem (auf seine berufsbezogene art) passieren kann.
ob man dadurch zum helden wird ? ich denke nein, es sei denn jemand verletzt sich oder stirbt bei dem versuch jemand anderen zu retten.
ob die sache zig sonderberichte auf 52 kanälen erforderlich macht ? wohl kaum, aber tragödien verkaufen sich besser als gute nachrichten also rauf mit den einschaltquoten.
das dann obendrein ein drama daraus gemacht wird das ein israeli dabei war ? was ist mit der inderin ? indien hat wohl keine so gute pr wie
israel. naja, nicht drüber nachdenken sonst ärgert man sich nur wieder.

nix für ungut
guido

Holofernes
07.02.2003, 09:12
Und nochmal: Auch durch noch so häufiges Wiederholen wird eine falsche Aussage nicht richtig.


Raumfahrt ist derzeit unnoetig. So so, und zu welchem Zeitpunkt ist sie dann Deiner Meinung nach nötig?


Das Geld sollte in die Forschung von Kernfusionsrektoren gesteckt werden,... Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, zu meinen, mit Geld ließe sich alles erzwingen.


...damit wir dem Energie Problem Herr werden. Amüsant, diese Ansicht. Ich erinnere mich noch gut, als vor vielen Jahren unsere Zeit optimistisch mit dem Etikett „Goldenes Atomzeitalter“ versehen wurde. Und wie sieht das heute mit der Atomenergie aus?
Wozu also heute einen Haufen Geld für eine Technologie ausgeben, die man möglicherweise demnächst gar nicht schnell genug wieder los wird. Was hätte man mit dem Geld, dass die Entwicklung der Atomenergie verschlungen hat, nicht allles machen können. Hätte man es anderweitig investiert, vielleicht müsste heute niemand mehr hungern und frieren.


...wir unseren eigenen Lebensraum erst mal gruendlich zerstoert haben?Woher hast du denn diese Weisheit, dass wir das tun? Glaubst du vielleicht unkritisch alles, was in der Zeitung steht? Hast du in deinem persönlichen Umfeld schon mal irgendwas an deinem eigenen Lebenraum „gründlich zerstört“? Das ist doch nur unreflektiertes Wiedergeben der veröffentlichten Meinung.


Raumfahrt ist ein HobbyKlaro, Grundlagenforschung ist auch ein Hobby, Astronomie ebenfalls. Kostet nur Geld und bringt nichts. Gegen diese Erscheinungsform der Kurzsichtigkeit helfen leider keine Augengläser.

Ihr seid mir die richtigen Strategen... ;)

Spunki
07.02.2003, 09:36
Hallo Siegfried

>>Grundlagenforschung ist auch ein Hobby, Astronomie ebenfalls. Kostet nur Geld und bringt nichts. Gegen diese Erscheinungsform der Kurzsichtigkeit helfen leider keine Augengläser.<<

Wenn ich Augengläser benötige dann benötigst Du aber Aschenbecher, und zwar dicke aus Kristallglas, geschliffene ;) ...

Spaß beiseite:
Wo bitte habe ich behauptet das das alles nichts bringt? - im Gegenteil, grad ein "Hobby" wirft sehr oft brauchbare Innovationen ab - und seien es auch nur neue Erkenntnisse ...

Du liest schon wieder mal viel zu viel zwischen den Zeilen ;) ...

Grüße Spunki

Biplane
07.02.2003, 09:59
MoinMoin !

Im Prinzip ist kann man doch alles als Hobby betrachten, wenn es nicht zum direkten Überleben notwendig ist. Aber dann gäbe es heute keine Auto´s, Eisenbahn oder Flugzeuge, die ja von fast der gesamten Menschheit genutzt werden. Gäbe es keine "Hobbies" wäre die Arbeitslosenquote deutlich höher. Achso Fernseher, Radio, Telefon, Computer, Spiele gäb es alles auch nicht; die Welt wäre doch langweilig ohne "Hobbies".

Auch die Raumfahrt schafft viele direkte oder indirekte Arbeitsplätze. Der Großteil der Kosten für die Weltraumfahrt bestehen nämlich aus Personalkosten. Auch wenn manches als Materialkosten ausgewiesen wird, so ist eine hochwertige Dichtung, die vielleicht 10000 € kostet auch von Arbeitnehmern konstruiert, das Rohmaterial abgebaut und die Maschinen zur Produktion hergestellt worden.

Für mehr oder weniger nutzlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wird weitaus mehr Geld ausgegeben, nur damit die Arbeitslosenzahlen künstlich gesenkt werden. Nur ein sehr geringer Prozentsatz bekommt dadurch wirklich einen dauerhaftem Arbeitsplatz.

Wieviele Leute werden in der total nutzlosen Modellbauindustrie beschäftigt ? Das kostet doch auch nur unser Geld.

Spunki
07.02.2003, 10:07
Schön gesagt Norbert!

Spunki
07.02.2003, 12:23
Hallo vikingfjord

Die Frage stellt sich nicht ob Raumfahrt nötig oder unnötig ist - Raumfahrt ist ein Hobby, und zwar ein Hobby einer ganzen Nation - nämlich das der USA, den Russen, Europa und die Chinesen fangen auch damit an ... und ob die Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht die Frage stellt sich auch nicht - oder fragst Du Dich bei Deinem Hobby (ich nehm mal an Flugmodellbau) was bringt mir das? ... nein, Du tust es einfach ... es gibt eben Dinge die tut man ohne lange zu überlegen "was bringt mir das?" ... liegt eben in der Natur des Menschen und ohne dem würden wir alle heute noch in Höhlen hausen ... obwohl für Mutter Natur wärs eh besser ;) ... aber auch wenn es die Bestimmung der Evolution ist das wir unseren Lebensraum zerstören dann werden wir ihn auch zerstören - der Natur selber können wir nichts anhaben, die wird sich rasch erholen nachdem der Mensch die Bühne verlassen hat und kein Hahn wird mehr nach uns krähen ... und der Mensch wird eines Tages die Bühne verlassen, früher oder später, mit oder ohne Raumfahrt, Kernfussion oder was weiß der Geier - also was solls? ... ;)

Grüße Spunki

Dix
07.02.2003, 20:22
Ich lese und höre immer nur: Hier und da ist wieder ein Bröckchen runtergekommen...

Irgendwo muß doch aber die Hauptzelle runtergekommen sein!?

Ich kann ja schon verstehen, daß da unterwegs echt viele Trümmer entstehen und sich ablösen und verglühn. Doch was ist denn mit den Leichenteilen? Die haben immerhin die Höhe und die Hitze relativ gut überstanden.

Hab heut bei N24 gesehen, daß damal bei der Challenger die Kabine bei der Explosion wohl intakt beglieben ist. Das heißt, die Zelle hat den Schlag bei der Explosion überstanden, ist erst beim Aufschlag auf den Atlantik zersatört worden!

Aber wo ist denn die Zelle geblieben?? :confused: :confused: :confused:

[ 08. Februar 2003, 22:13: Beitrag editiert von: Dix ]

JeBe
07.02.2003, 21:29
moin

arbeitsunfall kann ich unterschreiben,
hat schon schlimmere gegeben, nur nicht so öffentlich.
bopahl war auch´n arbeitsunfall, auch öffentlich.
keines der opfer und ihre hinterbliebenen haben bis jetzt ne entschädigung gesehen.

Diese opfer und ihre hinterbliebenen dürften dieses problem nicht haben.#

meine betrachtungsweise.

jebe

Birki
08.02.2003, 19:37
Original erstellt von JeBe:
moin

arbeitsunfall kann ich unterschreiben,
hat schon schlimmere gegeben, nur nicht so öffentlich.
bopahl war auch´n arbeitsunfall, auch öffentlich.
keines der opfer und ihre hinterbliebenen haben bis jetzt ne entschädigung gesehen.

Diese opfer und ihre hinterbliebenen dürften dieses problem nicht haben.Moin,

äh Seveso? Auch nur ein Arbeitsunfall mit direkter
Auswirkung auf Unbeteiligte...
Raumfahrt ist sicherlich fazinierend, aber sie verliert schnell ihre Besonderheit und wird beliebig (siehe spätere Apollo- und Shuttlestarts).
Ich persönlich kann den Vergleich mit Helden nicht
bestätigen, diese Nasa-Mitarbeiter starben ebenso im Dienst für ihren Arbeitgeber wie z.B auch Motorsportler. Alle wussten um die Gefahr, somit geht mir z.B. der verlust einer Passagiermaschine menschlich näher.

JeBe
08.02.2003, 22:06
moin

Alle wussten um die Gefahr, somit geht mir z.B. der verlust einer Passagiermaschine menschlich näher.
dito

nur nicht den blick fürs wesentliche versperren lassen.
das tamtam mit den helden hat tradition und zieht eigentlich immer.

jebe