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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kleine ursache- maximale wirkung



gast_15994
24.05.2010, 09:12
in joachims speeder steckte vorn ein 4225 mit 4x1,5YY gewickelt drin, der an einer ca. 8x12 mit mit 10S und 130-140A peak betrieben wurde.

http://www.powercroco.de/°forum9/230510-1.jpg

mitten im flug gab es einen abschalter.
nach der landung lies sich der motor nicht mehr drehen.
der unilog zeigte einen peak von 190A.
der steller war funktionslos - da warte ich noch auf heinos analyse.

den motor habe ich grade komplett demontiert.
obwohl die wicklung noch okay ist:

http://www.powercroco.de/°forum9/240510-4.jpg

und auch den 1000V test problemlos besteht (lauftest mache ich spaßenshalber auch noch) ist der motor schrott.

die glocke eiert und hat einige zerstörte magnete:

http://www.powercroco.de/°forum9/240510-1.jpg

die gegenseite (das statorpaket) zeigt, was da zu erwarten ist: die bleche haben geglüht und sind miteinander verschweisst.

http://www.powercroco.de/°forum9/240510-2.jpg

die ursache ist ziemlich eindeutig.
das ganze ausmaß sieht man erst nach demontage der welle.


http://www.powercroco.de/°forum9/240510-3.jpg

das NMB - markenlager ist komplett zerstört.
die käfige sind brei, die kugeln haben sich in innenring eingedrückt, der innenring selbst ist nahezu verschweisst mit der ttanwelle (man beachte die schöne blau-> gelbe verfärbung) und der aussenring ist gerissen.
dass sich der innenring keinen millimeter mehr von der stelle bewegt ist wohl nicht weiter verwunderlich.

wenn sich die kugeln in den irgendwann mal gehärtet gewesenen (!) innenring dermaßen eindrücken können, dann muss der gut heiss gewesen sein. dafür spricht auch die farbe der welle.
und die 8mm welle ist direkt unter dem lager geknickt - deshab eiert die glocke.
summasummarum: kernschrott (trotz intakter wicklung.....:( )

vg
ralph

plastikmann
24.05.2010, 09:23
Na das nenn mich ja mal besonders effektiv !

Also, wohl oder übel, bessere Lager müssen her...

gast_15994
24.05.2010, 09:29
naja, sowas kommt normalerweise nicht plötzlich.
im prinzip wie am heli: man muss die dinger kontrollieren und gelegentlich vorsorglich austauschen.
die kombination von hoher betriebstemperatur, normalfett und hoher mechanischer und drehzahlbelastung und einschaltzeit ist schon brutal.

hier scheint es aber ein besonders schlechtes lager gewesen zu sein.
ich habe einige motoren schon sehr lange zu laufen (gleiche lager vom gleichen hersteller) ohne das es probleme gab.
und mittlerweile sind doch ne ganze menge 40er und 42er serienmotoren mit diesen lagern problemlos unterwegs.
betrieb im grenzbereich halt, wie die ganze extremhotliner-speederei.

vg
ralph

plastikmann
24.05.2010, 09:30
Sicherlich, aber wenns doch Lager gibt, die mit den Drehzahlen besser zurechtkommen und auch ansonsten mechanisch überlegen sind - jo mei, ein Fehler wärs nich.....

gast_15994
24.05.2010, 09:37
da hast du wohl wahr..:)

vg
ralph

balsawurst
24.05.2010, 09:41
Oder doch "nur" Stahlwelle wo die Wärme nicht nur am Lager hängen bleibt?

gast_15994
24.05.2010, 09:47
das 2. lager ist ja okay.
und in den anderen maschinen funzen die ja auch.

vg
ralph

f3d
24.05.2010, 09:57
Ich denke, dass die Lager bzw. die Lagergröße mehr als aussreichend ist für diesen Motor.

Es dreht ja nur so um die 20 000 U/min .

Auch den Einwurf von Peter mit der Titanwelle und der schlechten Wärmeableitung sollte man nicht unterschätzen.

Der Innenring kann die Wärme nicht in die Welle ableiten und wird größer, das Lagerspiel wird kleiner und das Lager beginnt zu fressen.

Nicht nur aus diesem Grund sind Titanwellen nicht nur von Vorteil.



Eine hohlgebohrte Stahlwelle ist da die bessere Wahl.

MFG Mr. f3d

gast_15994
24.05.2010, 10:11
wenn ich eine stahlwelle der hälfte ihres querschnittes beraube, leitet sie leider auch nicht mehr wärme ab, als ein volle titanwelle.

solange das ein einzelfall bleibt, denke ich, das lager war kein wirklcih ordentliches.
auch steve und kai haben diese titanwellen in ihren motoren.

vg
ralph

Gerd Giese
24.05.2010, 10:24
... es geht mir nicht darum diesen gezeigten Lager Fehler zu verhindern - schön dargestellt und ralph!:p

Moin Ralph,
mal 'ne Frage eines Unbedarften!:rolleyes:

Warum ist Titan so erstrebenswert als Welle im Außenläufer (oder sogar Innnenläufer)?

Sie ist zwar leicht, fest, erheblich teurer und hitzebeständiger aber hat mit Abstand
die schlechtesten Wärmeleitfähigkeiten unter den (festen) Metallen (um Faktor 2 schlechter als Stahl!)?

Wäre eine vergütetet (gehärtete) Stahlwelle nicht geeigneter wegen der besseren Wärmeabfuhr?

Motto: Jede Masse zählt die ein paar Grad zusätzlich an Energie abführen kann!

f3d
24.05.2010, 10:33
Hallo Ralph,

die Hohlbohrung macht bei der Stahlwelle keinen Nachteil. Die Kontaktoberfläche zum Lager wird ja nicht verändert.

Der entscheidente Punkt ist die Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffs und der ist bei Titan extrem schlecht. So wie es von G. Giese schon angesprochen wurde.

Eine Stahlwelle transportiert schön die Wärme aus dem Motor bis vor zum Spinner und hilft so das innere des Motors zu kühlen.

MFG Mr. f3d

steve
24.05.2010, 10:51
Hallo,
die Stahlwelle kann beim Innenläufer wirklich gut die Wärme zu einem Aluspinner transportieren. Beim AL sollte man davon unabhängig sein. Da geht es ums Gewicht und Titan ist da nun mal nicht zu toppen.

Solange das Lager ok ist, sollte es auch keine thermischen Probleme bekommen. Ich denke auch nicht, dass es konstruktiv überlastet ist.

150A-Peak sind für dieses Setup auch eher beschaulich.

Den 3516 hatte ich aber z.B. alle 10 - 20 Flüge mal ausgebaut und alles überprüft, gereinigt und wieder sauber zusammen gebaut.

Eins sollte man sich aber klarmachen: Die XXL-Speeder haben noch einige Überraschungen parat - so wie am Anfang die 40er und 35er-Crocos.

Grüsse

gast_15994
24.05.2010, 11:01
wenns um das gewicht geht, ist titan im vorteil.
und die faktor 2 kleinere leitfähigkeit ist schon klar - eine ordentlich hohlgebohrte welle hat (bei sowieso gleicher kontaktfläche im lager) den halben querschnitt und damit die gleiche absolute wärmeleitfähigkeit wie die titanvollwelle.

und eine schwalbe macht noch keinen frühling - dem einen kaputten lager stehen mindestens 10 normal funktionierende lager identischer größe des gleichen herstellers gegenüber.

aber das mit den überraschungen, de da noch kommen werden erwarte ich genauso.
das ist insgesamt ziemliches neuland.

der gute teil der nachricht:
auch heino jung hat die fehleranalyse schon fertig: es hat am steller nur die antblitzfets gekillt. also ein minimaler, gut reparabler kollateralschaden.
und ne überzeugende leistung vom heino jung - schließlich haben wir feiertag!

vg
ralph

steve
24.05.2010, 11:04
der gute teil der nachricht:
auch heino jung hat die fehleranalyse schon fertig: es hat am steller nur die antblitzfets gekillt. also ein minimaler, gut reparabler kollateralschaden.
und ne überzeugende leistung vom heino jung - schließlich haben wir feiertag!

vg
ralph

...und am Samstag war er auch persönlich da und Stand uns mit Rat und Tat zur Seite.

Grüsse

Eisvogel
24.05.2010, 11:13
Einer der ganz seltenen Fälle ist eingetreten!

Ich bin ganz einer Meinung mit Mr.F3D!

Von der Titanwelle halt ich auch nichts, ist ja (meist) auch weicher als Stahl.

Wieviel Wärme die Stahlwelle transportiert merkt man an unseren Streckers in Verbindung mit den Graupner Präzispinnern. Nach dem Flug mit den 330ern ist die Alugrundplatte des Spinners warm, 1min später sollte man sie nicht mehr anfassen! Die 378er bleiben kühler, haben ja auch wesentlich mehr Masse und besseren eta.

gast_15994
24.05.2010, 11:25
also nochmal ganz von vorn:

wir haben schon unsere hausaufgaben gemacht, bevor wird den kram verbaut haben.

der querschnitt ist pi/4*d^2.
6mm stahl = 28,27mm^2
8mm titan = 5026mm^2
stahl hohl 8/5 = 30,63mm^2

wärmeleitfähigkeit:
titan: 22 W/m*K
stahl:
niedriglegiert 42 W/m*K
hochlegiert 15 (!) W/m*K

und jetzt versucht doch bitte mir nochmal zu erklären, wo die 6er oder hohle 8er welle aus guten stahl die wärme so viel besser leitet, als die 8er titanwelle.

vg
ralph

christof buss
24.05.2010, 11:50
Ist es eigentlich gänzlich abwegig Kühlluft durch eine solche Welle zu leiten?

gast_15994
24.05.2010, 12:26
nein, ist es nicht.
nur der platzmangel ist hinderlich.
aber motoren mit hohler mitte haben wir auch schon designt, nur noch nicht realisert.
die zielgruppe ist zu klein, um sowas wirtschaftlich hinreichend sinnvoll herzustellen.

wws2000
24.05.2010, 13:42
Hallo,


mal einen ganz anderen Ansatzpunkt:

Wie sieht die Glocke am Lagersitz aus?
Wie sieht der Seegering aus?
Wurde das Lagerspiel gerade neu eingestellt?

Lager eignen sich denkbar schlecht zur Temperaturableitung durch die kleine Auflageflächen der Kugeln.

Die Temperatur die von der Welle abgeführt werden muß ist nur die entstehende Lagertemperatur.

Aus meiner Sicht hat sich das Lager verspannt die dadurch entstehende Wärme hat das Lager ins jenseits befördert.

Ich weis ich bin mit meiner Theorie das die Lagersitze als Los und Festlagereinheit eingebaut werden sollen ziemlich alleine.
Dies soll nur ein Ansatzpunkt sein damit man nicht nur in eine Richtung sucht.

Gruß Werner

FamZim
24.05.2010, 14:01
Moin

Ich klinke mich mal an Werners Fragen ein !
Da, wo das Lager Ok ist, hat die Glocke geschliffen.
Am geplatzten Lager nicht .
Da ist aber der Aussenring geplatzt, hatte er so viel Luft im Stator ?
Welche Wärme soll das Lager ableiten ? von den Spulen oder Hammerköpfen ? oder den Mags ?
Die saugt das Gebläse doch vorher schon ab !
Also lief das Lager trocken, (Innenring auch zu lose), hat blockiert, den Innenring mitgedreht bis der dann auf der Welle gefressen hat und verschweiste !
Damit stand dann der Motor.

So meine Anneliese !

Gruß Aloys.

gast_15994
24.05.2010, 14:17
das lager hat auch aussen gedreht. sich im weichen statoreisen platz zu schaffen, wenn man via 200°C das loctite ausser funktion gesetzt hat, ist easy.

zu stramm angezgen und die welle durchgezogen:
bekannt als rolf pietschmann-effekt.
wäre möglich - joachim ist verbrennerpilot :) und die müssen ihre pros richtig anziehen.
allerdings hatte ich in erinnerung , dass der prop vor dem start so leicht gedreht hat, wie immer.

vg
ralph

wws2000
24.05.2010, 14:33
Hallo,

@aloys:
Der Außenring ist durch die Überhitzung geplatzt und der Innenring hat sich durch das blockierte Lager festgefressen.

@ralph:
Wenn der Probhalter das Lager luftfrei gestellt hat reicht die Temperaturdifferenz aus außerdem ist die Lagerlast durch die Propellerunwucht an der Stelle auch größer wie die an der Glocke.
Hast du noch ein Bild von dem anderen Lager?
Ich vermute dies ist auch schon an seine Temperaturgrenze gestoßen, hat sich wahrscheinlich nur noch um Sekunden gedreht welches eher kommt.

Gruß Werner

gast_15994
24.05.2010, 14:38
das andere lager steckt noch im statorträger.
da ist nichtmal das fett rausgekocht, wie oben.
wären die lager verspannt worden, hätte ds hinten zumindest flüssiges fett rausgeworfen.

ich denke nach wie vor, das ganz einfach dieses eine lager einen mangel hatte.
die konfiguration ist an einer ganzen menge motoren im einsatz und solcherlei probleme hat es bisher noch nicht gegeben.
übrigens hat bei den verspannten lagern am faitai der steller wegen überstrom abgeschaltet, bevor das lager echt schaden nehmen konnte.
diese sicherung darf man imho ja auch nicht völlig ausser betracht lassen. und da waren nur 190A.;)
vg
ralph

FamZim
24.05.2010, 15:04
Hi

Das der Aussenring vom Lager wegen überhitzung platzt ist doch sehr unwarscheinlich, der dreht sich nicht einmal, im Normalfall.
(Ich hab einen Staubsauger im Keller mit einem trockenen Lager, seit sicher 15 Jahren, weil ich nicht zum Ölen drann komme! Der dreht auch seine 15 000 !)
Woran stirbt den ein Lager ?
Ich tippe mal der Kugelführungsring ist gerissen, und schleift im Aussenring!
Die Kugeln sind dadurch etwas mehr zu einer Seite orientiert, und beginnen den Führungsring zu überrollen.
Wenn dort eine "Rampe" angeschliffen ist laufen sie auf und verkannten wie ein Freilauflager, sprengen den Aussenring, und blockieren den Innenring.
Das alles unter großer Wärmeentwicklung.
Ist einfach nur ein vom Lager verursachter Schaden!

Gruß Aloys.

wws2000
24.05.2010, 15:27
Hallo Aloys,

nichts anderes wollte ich damit sagen:)

Das der Außenring durch die Überhitzung platzt bezog sich nur auf die folgen der blockierenden Kugeln, war etwas unglücklich ausgedrückt.
Du hast dies natürlich besser und bis ins detail erklärt.

Gruß Werner

steve
24.05.2010, 15:28
Hallo,
aus meiner laienhaften Perspektive wäre der konsequente Weg, die Lager mal eine richtige Nummer größer zu dimensionieren. Evtl. wie bei den 3515 im Strator einsetzen, bzw. dort noch etwas mehr Platz schaffen. Dort wurde dieser Weg auch beschritten und hatte sich bewährt.

Grüsse

gast_15994
24.05.2010, 15:35
steve,

das lager ist ein 698 = 19mm aussen, 8mm innen und 6mm hoch.
http://sbn.kimweb.de/showartikelinfo.asp?ArtNr=698+VA
also eine nummer dicker als in den 35ern und 40ern:
(688) = 16,mm aussen, 8mm innen und 5mm hoch.
http://sbn.kimweb.de/showartikelinfo.asp?ArtNr=688+2Z+VA

mehr platz ist auch im 42er stator nicht drin.

vg
ralph

Christian Lucas
24.05.2010, 17:00
Hallo Werner,
Du Bist Nicht ALLEINE .Ich bin auch schon immer für ein Los - und ein Festlager.

A.Koch
25.05.2010, 11:10
Hallo,

Los-und Festlager sind ein Muß ! Außerdem sollten sich die Kugellager-Innenringe durch eine Hülse abstützen.
Ferner gehört eine Vorspannfeder an ein Kugellager. So wie
AL-Motoren gebaut sind; eine mittlere Katastrophe !
Versuche haben gezeigt, daß bei den AL-Motoren die Glocke auch !! axial !! sehr stark
schwingt. Diese Schwingungen regen auch die Luftschrauben noch zum Schwingen an.
CfK-Luftschrauben die extrem !!! singen !!! haben bis zu 8mm Spurlauffehler. Diese
Spurlauffehler treten z.B. bei guten Innenläufer-Motoren nicht auf.
Rostfreie Kugellager sind für die Motoren leider nicht geeignet.

MFG. A.Koch

gast_15994
25.05.2010, 11:19
ich weis ja, dass ihr völlig recht habt.
eine wellscheibe als feder haben wir in den helimotoren schon drin.
die hülse zwischen den lagern - ein teil mehr und braucht platz und erschwert die montage massiv. somit leider einem hersteller nicht vermittelbar, solange die einfache lösung auch hinreichend funzt. :(
schon die 0,0x cent kostende anlaufscheibe zum schutz des glockenbodens in eine serie zu bekommen ist schwierig.

klapplatten haben dank fliehkraft von haus aus keinen spurlauffehler, wenn die blätter identisch sind. :)
und die drehzahl geht im quadrat in die auftretenden kräfte ein.
meine 10x20 klappe arbeitete wirklich sehr leise.

vg
ralph

steve
25.05.2010, 11:30
Hallo Ralph,
das die in der Serie echt Probleme haben, in einen Motor der hier 4xx,- kostet, ein Teil für 0,4 Cent einzubauen, wenn´s für die Masse auch eins für 0,37 Cannt tut - schon klar, bekannt und wird auch nicht erwartet - auch wenn´s den Gebrauchswert verdoppelt.

Hier geht es aber um Kleinserien bzw. Prototypen mit Leistungen jenseits der Serie und deren Zielgruppen.

Deshalb sollte zunmindest mal das Thema "Fest - und Loslager" durchgesprochen werden.

Grüsse

gast_15994
25.05.2010, 11:41
ein loslager muss sich im sitz bewegen dürfen.
da gehts schon los, wenn der nur aus alu ist.

ich versuchs halt mit kürzeren motoren und niedrigeren drehzahlen aufzufangen.

und nochmal, das ist der erste fall, wo es ein lager derart brutal zerlegt hat.
der e motor gibt eben nicht auf, bevor garnichts mehr geht.
ein verbrenner wäre lange stehengeblieben.....


vg,
ralph

steve
25.05.2010, 12:00
ein loslager muss sich im sitz bewegen dürfen.
da gehts schon los, wenn der nur aus alu ist.


...bei den Turbinen ist das Lager im Gehäuse fest und rutscht auch der Welle. Deren Passungsysteme sollten auch beständiger sein, als bei Alu-Stahl.

Grüsse

plastikmann
25.05.2010, 12:15
Nur mal zum mitschreiben, im gesamten motor sind 2 Lager, beide sind als Festlager ausgeführt, d.h. satt auf Welle, satt auf Sitz ?

Weiterhin ist es möglich mit dem Prop bzw. dessen Befestigung die Welle durchzuziehen und zu verspannen ?

Wo geht eigentlich der Propzug drauf über die Möbelschraube - wo liegt die an ?

p.s.: Ins Alu gehört ein Preßsitz.

gast_15994
25.05.2010, 12:27
bei meinen stecken beide lager satt im sitz bzw. sind sie dort verklebt.
das vordere (innere) lager ist los auf der welle.
die möbelschraube sitzt "hinter" dem anderen lager und überträgt den glockenzug von der welle auf dessen innenring.
dort kanndie welle mit nem tropfen seku oder schraubensicherung festgelegt werden.
das 698 ist stabil genug, diese axialkraft klaglos zu tragen.

bei normaltemperatur ist ist das spiel über beide lager nahe null.
bei betriebsbedingungen zieht beim vorspant-speedmotor an der welle und somit die welle durchs vordere (los) lager.
sein zug ist die 3-5kg vorspannfeder.
jedenfalls, wenn man die motoren so betreibt wie ich es vorgesehen habe und selber auch tue.

ein verspannen ist erst möglich, wenn man unbedingt vorn die propmutter so anknallt, das es die welle durch die beiden maden im glockenboden pflügt - nur dann.
es ist leider kaum zu vermitteln, dass die drehmomentübertragung von der glocke auf den prop hinreichend ;) durch den eingebauten formschluss erfolgt.
oft genug wird die M8 nylonmutter durch metall ersetzt und handfestes anziehen geht ja man gar nicht - da muss schon ein schraubenschlüssel ran.
der propzug von <5kg würde ja sonst ganz sicher die M8 nylon bzw. polyamidmutter rausreissen. :D

meine "verbrennerkonvertiten" haben beide z.b. als erstes den formschluss beseitigt.
was der bauer nicht kennt, frisst er eben nicht.

vg
ralph

steve
25.05.2010, 13:06
Hallo Ralph,
das sich die V-Konvertieten beim Unstigeg noch einige blutige Nasen holen werden, ist schon klar. Ging uns ja auch so und es sind eben doch mehr als ein paar bunte Kabel zusammenstecken usw. Nur Einschalten und man hat gewonnen ist auch hier nicht.

Dennoch, das Thema "Loslager" würde ich gerne mal beackern und die großen 10kw-Setups wären sicher ein gutes Studienobjekt. Oder wie der Modi sagen würde: Zurück zum Thema...

Grüsse

hul
25.05.2010, 14:12
ein loslager muss sich im sitz bewegen dürfen.
da gehts schon los, wenn der nur aus alu ist.
mein Studium ist zwar schon eine Weile her, aber was Du schreibst ist nicht ganz richtig.

Die Hauptlasten sind Unwucht und eventuell aerodynamische Kräfte vom asymmetrischen Prop. Diese Lasten rotieren mit der Welle. In diesem Fall müssen die stillstehenden Aussenringe fest sein, nicht beweglich im Sitz. Siehe z.B. Seite 20 dieses Dokuments: http://www.fb06.fh-muenchen.de/fb/queries/download.php?id=2298 also auch keine Problem mit den Sitzen im Alugehäuse.
Einer der Innenringe muss Schiebesitz haben. Das ist bei der vorhandenen Konstruktion nicht sichergestellt. Durch Anziehen der Wellenmutter oder durch thermische Dehnung können die Lager axial überlastet werden.

Das zerstörte Lager kann natürlich auch durch unsanfte Landungen etc vorgeschädigt gewesen sein.

Gruss, Hans

gast_15994
25.05.2010, 14:45
hans,

ja, klar. im motor isses dann richtig.
was ich nochmal rechnen muss:
wir haben einen lagerabstand von mittig 35mm beim 4225.
aussen sitzen sie in einem alurohr, innen auf einer titan oder stahlwelle.
der maximal denkbare temperaturgradient zwischen beiden teilen ist 150°C zugunsten des alurohres.

wie groß ist die ausdehnungsdifferenz auf besagte 35mm (bei meinem 4215 sind es sogar nur 20mm, beim 35er sind es 40mm.

ich denke mal, beim 4215 bleibt es innerhalb der grenzen des spieles in den radiallagern.

vg
ralph

hul
25.05.2010, 14:57
ich vermute, dass das Lagerpaar kalt kein axiales Spiel hat (mindestens unter ungünstigen Umständen, falscher Zusammenbau etc). Thermische Dehnung würde dann nicht vorhandenes Spiel reduzieren, sondern die Axiallast massiv erhöhen. Die Last wäre dann nur abhängig von der axialen Steifigkeit der Teile.

Gruss, Hans

wws2000
25.05.2010, 15:25
Hallo,

Man muß auch beachten wo der Motor eingesetzt wird.
Im Heli oder einem Flächenmodell.
Außerdem ist die Gefahr das der Prob eine Unwucht hat größer wie bei der Glocke. Eine Unwucht im drehenden Teil verlagert die Punkt und Umfangslast.

Dies ist auch der Grund warum ich in meinem Heli (TDR) das Gegenlager verbaut habe. Dies in der Verbindung mit ein paar Passscheibe bildet die Festlagerseite.
Auf der Glockenseite wurde auf die Scheibe verzichtet und mit 0,5mm axialer Luft verbaut.

@ralph:
Deine Berechnung wird aber nur passen wenn auch der Innenring abgepasst ist und nicht alles schon Spielfrei gestellt wurde.

Gruß Werner

gast_15994
25.05.2010, 15:49
so.
also das ist schon wieder eine diskussion um des kaisers bart.
alu= 0,000023/K
stahl = 0,000013/K
titan = =0,000011/K

da der unterschied bei titan größer ist, rechne ich mal damit.
die ausdehnungsdifferenz ist also 0,000012/K.
bei 150K maximaler temperaturdifferenz: 0,0018.
heist für die maximalen 40mm lagerabstand beim XX35: 0,072mm.
beim xx25 sind es 0,054mm und beim xx15 0,036mm.
somit brauche ich beim längsten motor maxiaml 7/100 und beim kurzen 4/100 spiel.

bestenfalls 01,mm sind demnach nötig und die wellscheibe sollte absolut ausreichend sein, wenn das ganze nicht brutal angeknallt wird.

leider habe ich nix über das normale axialspiel imradialkugellager gefunden ausser dieser tabelle:
http://www.fluro.de/Lagerspiel.htm
hat da jemand was passendes für unsere lagergrößen (serie F)?

vg
ralph

wws2000
25.05.2010, 17:12
Hallo Ralph,

Die ist nur eine Diskussion und kein anprangern:)

Ich wiederspreche dir nur ungern aber wenn ich deine Wärmeausdehnungswerte nehme komme ich zu folgendem Ergebniss.

Statorträger Alu 0,000023/K
Größte Länge 40mm
Max Temperaturdifferenz 100 K
ergibt eine Längendifferenz von 0,0928mm

Wenn das Lager aber schon Spielfrei eingestellt wurde und die Wellscheibe die man mit 2 Fingern schon platt drückt ist das für mein empfinden zuviel.

Ich nehme auch das Alu weil dies aus meiner sicht am nächsten an der Wärmequelle sitzt. Die 100 K angenommene Temperaturdifferenz besteht wahrscheinlich nur für sehr kurze Zeit, aber diese Zeit muß das Lager überleben:)

Es ist auch egal wieviel Axialspiel das Lager hat denn beim spielfreistellen wird dies eliminiert.

Gruß Werner

gast_15994
25.05.2010, 17:30
seh ich ja genauso.

aber du musst doch die andere seite auch gegenrechnen!
auch das titan oder der stahl dehnen sich ja auch aus, wenn es warm wird.
also darfst du imho nur die differenz der werkstoffkoeffizienten einrechnen.
was der einzelne tut, ist doch wurst, es geht darum, wie sie sich gegeneinander verspannen.

wws2000
25.05.2010, 17:41
Hallo Ralph,
das stimmt nur teilweise!

Beim Auto muß ich auch erst den Motor warmfahren bis ich ihn voll belasten darf.

Ich hab noch keinen E-Flieger gesehen der seinen Motor warm fliegt und dann erst loslegt.
Alle wollen doch direkt nach dem Start wenn die Akkus noch die höchste Spannungslage haben die Leistung geniesen
Bei unseren Motoren die bei voller Last nur 3-4 min in Betrieb sind als Wärmebrücke nur die Lager mit ihren geringen Kugelauflage haben und sonst dazwischen nur Luft die als sehr guter Wärmedämmer zählt:(
Bei den Überlegungen ist es schon fast ein Wunder das es überhaupt funktioniert.

Gruß Werner

FamZim
27.05.2010, 10:32
Hi

Ich mag diese ganze Madenschrauberei ja nicht, da da immer mal was locker geworden ist bei mir :D .
Darum klebe ich die Wellen, und schraub den Prob an die Glocke.
Das geht aber bei kleinen Props teilweise nicht, und der Prop wird gegen die Glocke, zur Drehmomentübertragung gepresst.
Mal warm, mal kalt, kann DIE dann schon mal schieben, und so kommt achsialer Druck auf die Lager.
Das kann die " Olive " zwischen den Lagern verhindern.
Diese würde ich dann bei Pressverschraubung empfehlen .
Auch geklebte Wellen können wandern.

Gruß Aloys.