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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Extra 300: Einige Fragen



Sushi
25.05.2010, 18:55
Hallo,
endlich darf ich auch mal in diesem Forum schreiben. Habe mir am Samstag in Harsewinkel meinen ersten "richtigen" Kunstflieger zugelegt, eine Flitework Extra 300-LP mit 1730 mm Spannweite. Gewicht ca. 4kg

Einige Fehlerquellen habe ich schon ausgemerzt, der Vorbesitzer war da nicht sparsam mit.
Ich stelle mir aber noch ein paar Fragen, die Benzinmotor-, Modellgrößen- und Kunstflugspezifisch sind.

1. Eingebaut sind Servos C5077(Standardservos mit Kunststoffgetriebe und Kugellager), und zwar pro Ruderfläche ein eigenes (Höhenruder also 2 Stück). Reicht das? Ich dachte, man bräuchte bei der Größe was stärkeres...

2. Der Zündungsakku war ganz hinten quasi über dem Spornrad eingebaut, wegen des Schwerpunktes. Die Leitung vom Akku zur Zündung müsste nach meinem Verständnis recht hohe und steile Stromimpulse führen, uns sollte doch deshalb wohl möglichst kurz angebunden werden und weit vom Empfänger weg, oder? Wie viel Strom fließt da? es war ein kabel von schätzungsweise 2x 0,25mm² mit einer Länge >1m verbaut. Kommt mir komisch vor.

3. Der Motor ist ein DLE 30, und zwar die Version mit seitlichem Vergaser. Wie man liest, ist das eine ältere Version.: Wie ich gerade lese, gibt es nur eine Version...Verwirrung... Gibt es Gründe, warum man auf hintenliegenden VErgaser umbauen sollte oder läuft der alte genau so gut wie der neue? Das ist mein erster Benziner. Als Sprit wurde mir Alkylatbenzin empfohlen weil es geruchslos ist(der Flieger fristet sein Dasein in der Wohnung, wenn er nicht am Flugplatz ist). Wo kriege ich das? Was für ein Öl brauche ich im Sprit und wie viel? Geht der Fertig-Mix von Aspen oder Stihl?

4. Gibt es eine Seite oder Thread, wo die Startprozedur beschrieben ist? Was mache ich genau mit dem Choke? Der Vorbesitzer hat aufgeschrieben: Choke-Hebel raus=starten, Choke-Hebel rein=choken. Gibts das irgendwo detaillierter? ;-)

5. Weiß jemand, wo es oder ob es eine Anleitung zum DLE 30 gibt? Ich habe schon an DLE gemailt(genauer an dle-engines.com), das scheint aber nur der amerikanischer Vertrieb zu sein und die haben geantwortet sie schreiben gerade erst an einer Anleitung.

6. Der Flieger ist mit einem Tankventil ausgestattet:

469819 469820

Was ist das für eins? Wo bekomme ich das Gegenstück?

Das soll fürs erste reichen... Wenn ihr noch Tipps habt, nach denen zu fragen ich nicht gekommen bin(komischer Satz?!?), natürlich gerne her damit.

LG, Björn

Alex0407
25.05.2010, 19:01
Hallo,

1, Die C5077 haben soweit ich weiß 5kg, da hast du recht,
könnte meiner Meinung nach mehr sein (~8-10kg). Vor allem
wenn nur eines für das Seitenruder verwendet wird, wird dir die Kraft
bei einem Messerloop fehlen!!!

2,zur Startprozedur: Als erstes wird mit Choke gestartet bis der Motor
einen Moment lang lauft und dann automatisch abstirbt, danach gibst du denn
Choke raus und startest wieder...!!! Ich hoffe ich verwechsle das jetzt nicht??!!

lg Alex

Sushi
25.05.2010, 19:25
Das mit den kg müsste mir auch nochmal jemand erklären. Dass man Kräfte (Einheit: N) auch durchaus in kg mit eingerechneter Erdbeschleunigung g(=9,81m/s², gerundet dann 10m/s²) ausdrücken kann bzw. anstelle der Kraft dann die Masse angibt, die eine entsprechende Gewichtskraft verursachen würde, ist mir klar. Ein Servo liefert aber auch keine Kraft, sondern ein Drehmoment. Also müsste man auch noch irgendeinen standartisierten Hebel mit einrechnen, wenn man das Drehmoment in der Einheit der Masse darstellen wollte. Was soll das für ein Hebel sein? Ich verstehe immer nur Bahnhof, wenn ich was von 5 oder 10kg "Stellkraft" lese.

Ich will damit keinem an die Karre fahren, es scheint ja auch durchaus üblich zu sein. Ich möchte es nur gerne mal erklärt haben, wie man auf sowas kommt und wie ich solche Angaben interpretieren soll.

LG, Björn

PW
25.05.2010, 19:31
Hallo,

Tankeinfüllventil sieht nach Dubro aus.

Treibstoff:

Aspen bzw. Stil Motormix ? .. gibt es beim Händler direkt vor deiner Haustür; an der Auffahrt zur A 31 beim Händler mit dem Rasenmäher auf dem Dach. Ich hole den Treibstoff auch dort.





Gruss

PW

Sushi
25.05.2010, 19:44
Alles klar, den kenne ich! Danke Peter!
LG, Björn

PW
25.05.2010, 19:51
Hallo,

also letztes Jahr gab es dort sowohl Aspen als auch Stihl. Aspen gibt es ansonsten auch bei "der Bäuerlichen/Raiffeisen" in Dorsten-Lembeck.

zum DLE:

mit Heckvergaser ist der Motor eben besser unter die Motorhaube zu bringen.

Wenn sonst noch was ist.... Dorsten ist ja nicht weit. Man kann das Teil ja auch zusammen wieder in die Luft bringen. Kein Problem, sich mal zu treffen am Platz.


Gruss

PW

Alex0407
25.05.2010, 20:17
Kompliziert das mit den Servos zu erklären...aber 5kg sind hal..,
was für einen Flugstil hast du eigentlich?

3D oder Klassisch??

Sushi
25.05.2010, 20:58
Das ist bis auf den Rock, der ja eine leicht andere Kategorie ist, mein erstes Kunstflugmodell. Das wird man sehen.
Mit dem Rock habe ich auch mal getourqued oder nen Messerflug gemacht, also ansatzweise 3D war schon dabei. So in der Art wirds mit der großen dann auch wahrscheinlich laufen.


Kann mich noch jemand bezgl. der Zündung bzw. dem langen dünnen Kabel aufklären? Mir behagt das irgendwie nicht, aber für den Schwerpunkt wäre es halt schon praktisch.
Spräche eigentlich was dagegen, das Seitenruderservo(im Moment ca. rumpfmitte mit 2 langen Drahtseilen) nach hinten zu legen? dann könnte der Zündungsakku weiter vor...

LG, Björn

Grillmeister
25.05.2010, 21:09
Hi,
also wegen der lange Zuleitung zur Zündungsbox, das macht nichst aus, hab ich in meiner extra mit dle 55 auch so. Da fließen auch keine irren Ströme, nach 3-4 Flügen lade ich so ~ 150mAh in den 2-Zellenlipo nach, so wild ist das nicht.
Grüße, Andi

Stevie-1
25.05.2010, 21:21
Das ist bis auf den Rock, der ja eine leicht andere Kategorie ist, mein erstes Kunstflugmodell. Das wird man sehen.
Mit dem Rock habe ich auch mal getourqued oder nen Messerflug gemacht, also ansatzweise 3D war schon dabei. So in der Art wirds mit der großen dann auch wahrscheinlich laufen.


Kann mich noch jemand bezgl. der Zündung bzw. dem langen dünnen Kabel aufklären? Mir behagt das irgendwie nicht, aber für den Schwerpunkt wäre es halt schon praktisch.
Spräche eigentlich was dagegen, das Seitenruderservo(im Moment ca. rumpfmitte mit 2 langen Drahtseilen) nach hinten zu legen? dann könnte der Zündungsakku weiter vor...

LG, Björn

Hallo Björn,

nimm doch Peters Angebot an und fahr mit dem Flieger zu ihm. Da werden dann sicher alle Probleme ausgeräumt.

Zu deinen Fragen:

Der Strom zur Zündung ist nicht so enorm hoch, max. 800 - 900 mA und auch nicht so enorm pulslastig. Wenn der Motor damit läuft kannst du das so lassen. Mach halt einen ausgiebigen Reichweitentest mit laufendem Motor

Das Drehmoment der Servo's wird leider immer wieder ohne vernünftige Maßeinheiten angegeben. 5 kg sagt erst mal wenig aus. Richtig würde es heißen 5 kg/cm. Heißt also das das Servo eine Zugleistung von 5 kg an einen 1 cm langen Hebel hat. Oft wird das Drehmoment noch etwas präziser in Ncm angegeben, da steckt dann der Faktor 9,81 noch drin.
Für einen Flieger deiner Größe wären die mir auch etwas schlapp. Hier wäre ein Servo mit 8-10 Ncm die richtige Wahl.

Gruß -Stephan-

Sushi
25.05.2010, 21:36
Hallo Stephan,
ich sehe, du sprichst die selbe Sprache wie ich ;-) Auf 1cm wäre ich niemals gekommen...
Dann weiß ich jetzt wenigstens wie man das umrechnet.

Das Angebot von Peter ist toll! Dank dir, Peter. Ich denke, ich werde dann irgendwann mal mit Michael zum Platz kommen, wenn man bei euch Gastfliegen darf.

LG, Björn

PW
26.05.2010, 07:39
Hi,

jeder Gastflieger ist herzlichst willkommen bei uns.



Gruss

PW

Werner
26.05.2010, 18:18
Peter und auch ich sind immer gerne bereit auf dem Platz zu helfen.
Was mir ein wenig Sorgen macht ist das dünne Kabel vom Heck-Akku zur Zündung.
Durch den hohen Innenwiderstand des dünnen Kabels kann es passieren, dass wenn der Akku leer wird, nicht mehr genügend Spannung an der Zündung anliegt.
Wenn Du allerdings nach jedem 3. - 4. Flug nachlädst kann nichts passieren.
Gruß Werner

MaBe
26.05.2010, 20:00
Hallo,
die DLE-Zündung nimmt max. 0,4 A Strom auf. Da ist der Spannungsabfall bei 1m Kabel mit 0,25 Quadratmillimeter Querschnitt vernachlässigbar gering.
Der Stromverbrauch meines DLE liegt bei durchschnittlich 80 mAh/Flug.

Gruß
Manfred

Sushi
29.05.2010, 00:29
So, habe heute mal etwas weiter gemacht und mal die Motorhaube abgenommen. Die muss eh neu positioniert werden, schleift am unteren Rand ein wenig. Die Luftschraube war mit 4 Schrauben befestigt, 3x mit Federring, 1x ohne. Auch nicht schlecht!
By the way: Es handelt sich um eine 18x8 Graupner G-Sonic. Ist das in Ordnung? Oder lieber was größeres, damit er nicht überdreht?

Bei der Servo-Frage stehe ich gerade auf folgendem Stand: Habe mir die Bauanleitung von Flitework heruntergeladen, darin steht:
Querruder: 2x 6kg (->~60Ncm)
Höhenruder: 1x9kg (->~90Ncm)
Seitenruder: 1x9kg (->~90Ncm)

Ich finde die Lösung mit 2 Höhenruderservos ganz gut und möchte dabei bleiben. In die Vorläufige Auswahl gekommen sind, auch auf Grund des guten Preis-Leistungsverhältnisses:

Querruder: 2x Dymond D7500 BB MG (76Ncm)
Höhenruder: dito
Seitenruder: 1x Dymond DS 9500 BB MG (100Ncm)

Gibts da Einwände/bessere Vorschläge?

Spräche was dagegen, das Seitenruderservo direkt nach hinten an den Ort des Geschehens zu verlegen und dafür den Zündakku nach vorne zu packen?

LG, Björn

Sushi
30.05.2010, 16:45
Habe mal angefangen zu berichten: Umbaubericht (http://modellbau.bug-soft.net/index.php?art=extra&cat=fl)

LG, Björn

Rexenen
30.05.2010, 17:36
Hallo Björn,
schöner Bericht und auch ein schöner Flieger. Aber findest du das ganze nicht etwas übertrieben mit der Akkuweiche und den zwei Packs bei der Größe des Fliegers?
Ich möchte dir da jetzt auch nix zerreden und ich weiß die Zeiten ändern sich, aber eines ädert sich nie. Kunstflugmodelle egal welcher Größe sollten so leich wie möglich gehalten werden. Ich hatte in meiner Hacker CAP, ebenfalls mit 1,7m Spannweite einen 15er OS FX Methanoler und einen Akku für den Empfänger, 1 x JR 4041 auf HR 2 x Hightec iergentwas auf QR sowie Seite und Gas je ein 5077.
Wenn deine Extra flugfertig über 4Kg wiegt, wirds meiner Meinung nach Nonsens.

Nix für ungut und Fliegergruß
Andi.

Sushi
30.05.2010, 18:42
Hallo Andi,
um ehrlich zu sein: keine Ahnung... Das ist mein erster Flieger in der Größe, für mich ein Riesenteil. Die Akkus und die Akkuweiche waren schon so da drin. Dass die Servos nicht ausreichen, sehe ich als Tatsache. Die erforderlichen Momente sind ja in der Bauanleitung angegeben. Außerdem habe ich bei so großen Rudern lieber Metallgetriebe. Auch wenn man z.B. beim Transport mal vor ein Ruder rempelt.

Was haltet ihr denn von den Dymond-Servos, die ich da ausgesucht habe? Wären die in Ordnung? Oder gibts bessere Vorschläge in der gleichen oder einer ähnlichen Preisklasse?

Wegen dem Akku, der abgeraucht ist, muss ich übrigens noch was verbessern: Ich habe gerade gesehen, dass man die Entladeschlussspannung nicht pro Zelle, sondern für den ganzen Akkupack einstellen muss. Das erklärt auch, wwarum der Akku überhaupt soweit entladen wurde. Aber nicht, warum er so schnell schon da unten war. Der hatte also definitiv einen Schuss weg. Hätte ich ihn früher abgeschaltet, hätte man ihn vielleicht noch retten können...

Ich habe mir heute ein Kabel für mein Intelli Bipower Pro gebaut, und nehme gerade mit Logview die Entladekurve des zweiten Akkus auf. Diesmal quäle ich ihn auch nur mit 2A. Sieht schon besser aus.


LG, Björn

flyingdutchmen
02.06.2010, 16:33
Hallo,

leider kann ich Dir zu den Verbrennerfragen nicht antworten, Dich aber zum Model beglückwünschen ! Ich fliege die Extra als Elektroversion mit einem Scorpion 4025-10 an 6s mit G-Sonic 18x6.

Ich mußte von 18x8 auf 18x6 gehen, da ich mit der 18x8 123A Stromaufnahme im Standschub hatte. Jetzt mit der 18x6 sind es noch 83A. Damit ist sie mehr als gut motorisiert, wahrscheinlich etwas besser als mit einem Verbrenner. Daher gehe ich davon aus, daß die 18x8 mehr ausreichend sein wird.

Sie fliegt sich sehr schön, sehr stabil mit guten Langsamflugeigenschaften, kippt kaum ab. Allerdings wiegt meine flugfertig auch nur 4kg.

Viel Spaß damit !

Sushi
04.06.2010, 08:50
Ey, ein Gladbecker mit dem gleichen Modell ;-)
Da können wir ja Staffelflug üben...
VErwechselungsgefahr besteht auch keine, meine ist die mit den Abgasen ;-)
Ich hoffe unter 4kg zu bleiben. So wie ich sie gekauft hatte, waren es 3,9kg mit Sprit. Ich denke wenn ich das mit dem Seitenruderservo und dem Zündakku einigermaßen gut anstelle, werde ich da auch wieder hinkommen.

LG, Björn

thomasH
04.06.2010, 13:07
Hallo Björn,
schöner Bericht und auch ein schöner Flieger. Aber findest du das ganze nicht etwas übertrieben mit der Akkuweiche und den zwei Packs bei der Größe des Fliegers?


Hallo zusammen,
auch ein Flugzeug dieser Größe stellt einen erheblichen Wert den man optimal gegen Ausfälle schützen sollte. An der Frage Akkuweiche ja/nein scheiden sich generell die Geister - aber ich halte es auch bei dieser Größe für vertretbar.

Wovon ich allerdings Björn drignend abraten würde ist eine Weiche mit 4 Zellen zu betreiben - durch den Spannungsabfall an den Dioden wird die Spannung zu niedrig.
Es macht auch keinen Sinn die anscheinend unsachgemäß behandelten Akkus des Vorbesitzers noch weiter zu verwenden. Die kalten Lötstellen heissen nämlich nicht das die Akkus beim unsachgemäßen "brutzeln" nicht überhitzt wurden und nun langsam austrocknen.

Eine Akkuweiche + 2 Schrottakkus ist in jedem Fall schlechter als ein gut gepflegter intakter Akku ohne Weiche.

Ich würde über andere Konzepte nachdenken

a) Ein niederohmiger, guter 4 Zellen Akku (z.B. GP2200, gibts zur Zeit "noch" hier und da zu kaufen....)

b) 2x LiFePo an der Weiche.

c) 2x Eneloop 5 Zellen an der Weiche. Ich halte Eneloops zwar generell als Empfängerakkus für nicht ganz ideal - aber mit 5 Zellen und zwei parallel hat sollte das Setup auch bei Stromspitzen noch genug Spannung liefern.

d) 1xLipo oder 2xLipo + Spannungsregler. Geht halt etwas ins Geld da gute Weichen mit Regler >60 EUR kosten.


Bzgl. der Servos:
Wenn Björn keine 3D Ambitionen hat sind die schon verbauten 5077 bei moderaten Ausschlägen kein wirkliches Problem.



Ich hatte in meiner Hacker CAP, ebenfalls mit 1,7m Spannweite einen 15er OS FX Methanoler und einen Akku für den Empfänger, 1 x JR 4041 auf HR 2 x Hightec iergentwas auf QR sowie Seite und Gas je ein 5077.
Wenn deine Extra flugfertig über 4Kg wiegt, wirds meiner Meinung nach Nonsens.


Ich kenne die Hacker CAP auch - diese "älteren" Konstruktionen sind nur bedingt mit heutigen Flugzeugen vergleichbar: Die Ruderflächen sind viel größer, die Tragflächenprofile sind anders, die Grundgeschwindigkeit niedriger dafür der Widerstand deutlich höher.
Wegem Letzteren braucht man heute stärkere Motoren -auch weil ein 13 oder 14 Zoll Propeller den man am OS15FX eingesetzt hat bei der Flitework Extra kaum über die Haube hinausreicht....

Was natürlich richtig ist - geringes Gewicht ist immer anzustreben - ist heute sogar noch wichtiger als früher.
Daher halte ich auch relativ wenig vom Einsatz von Benzinern in dieser Modellgröße und glaube Björn die 3,9kg mit dem DL30 nicht so ganz.
Andererseits - auch mit 4,3 oder 4,4kg wird das Flugzeug noch sehr gut fliegen und sich leichter landen als die alte Hacker CAP...


Gruß
Thomas

Sushi
05.06.2010, 20:42
Erstmal vielen Dank für die vielen qualifizierten Beiträge.
Die verwendete Akkuweiche ist diese:

http://www.moraw-electronic.de/helitronx/produktdetails/el_switches2a.htm

Und zwar die Version ES-4. So wie ich das sehe, läuft die Weichenfunktion, wie die Schaltfunktion, auch über MOSFETs. Da das ganze aber irgendwie nicht so klar ist, habe ich mal eine Mail geschrieben.

Prinzipiell bin ich ein Fan von LiFePos, aber die Spannung würde dann bei vollgeladenen Akkus über 6V sein und damit außerhalb der Spezifikation von Empfängern und Servos. Dann bräuchte ich also wirklich eine neue Akkuweiche. Selbiges gilt für 5 Zellen Eneloop.

Normale NimH-Akkus sind in meiner Werkstatt ausgestorben. Ich habe einfach keine Lust, sie jede Woche nachzuladen damit sie sich nicht tiefentladen. Ich bin halt jemand, der nicht unbedingt jedes Wochenende zum Fliegen kommt. Dass vor dem Flug alle Akkus frisch geladen werden ist natürlich selbstverständlich. Aber sie sollten nicht durch Lagerung kaputtgehen.

An Servos habe ich mir die genannten Dymond-Servos bestellt. Damit bin ich auf der sicheren Seite, auch was den Punkt Transport+ Metallgetriebe angeht ;-)


Was das Gewicht angeht, so könntet ihr durchaus Recht haben. Ich habe leider versäumt, das Modell vor der Demontage der Servos, Akkus, etc. auf die Waage zu stellen. Die 3,9kg vollgetankt sind die Angaben des Verkäufers. Wir werdens seghen, wenns fertig ist ;-)

Wie viel Öl muss in den Sprit für den DLE30??

LG, Björn

Werner
06.06.2010, 07:32
1:50
Das heißt auf 10Liter Benzin kommen 200ml Öl.
Du bekommst den Sprit fertig an der Tankstelle, oder Du fliegst mit Stiehl-MotorMix(oder ähnliches). Das ist ein Bio-Sprit, der nicht richt. (Gibts bei Euch an der Autobahnabfahrt)
Gruß Werner

Sushi
06.06.2010, 16:47
Genau das hatte ich vor, ich hatte nur irgendwo was von 1:30 gelesen und wollte as Ding jetzt nicht in die ewigen Jagdgründe befördern indem ich ihm zu wenig Öl gebe. Aber mit 1:50 kann ich ja den fertigen nehmen.

LG, Björn

PW
06.06.2010, 17:23
Hallo Björn,

melde Dich, wenn das Teil fertig ist und dann teffen wir uns mal...

Gruss

PW

christian caldr
06.06.2010, 17:29
1:30 ist zum einlaufen mit mineralischem ÖL (3w einlauföl).

falls nicht am Boden solltest Du das auf jeden Fall erstmal so fliegen und den motor nur ganz vorsichtig belasten und immer schön mit Gaswechseln um ihn einlaufen zu lassen. (so ca 10-20 L). da das aber eine extreme Schmiere ist, lasse ich die Motoren 5L mit 1:30 mineralisch auf dem prüfstand laufen (Leerlauf ca 2000RPM je nach Motor und immer Gaswechsel)-ohne Dämpfer und gehe danach im Modell direkt auf 1:50 Vollsynthetik. (bislang der Kompromiss der mich am meisten zufrieden stellt.)

die Motoren sind dann zumindest schonmal soweit das sie etwas belastet werden können und die Ringe haben sich schon was gesetzt (merkt mann auch, da die Vibs etwas weniger werden und das Gasverhalten besser).

Mfg,Chris

Sushi
07.06.2010, 21:11
Hallo Peter, ich melde mich auf jeden Fall, wenns fertig ist. noch isses nicht soweit, aber dafür sind heute schonmal die Servos gekommen. Darüber werde ich wohl morgen berichten. Heute haben sie alle schonmal längere und verdriltle Kabel bekommen, morgen folgt der Einbau ins Modell.
Außerdem war ich heute bei Brinkmann und hab Sprit besorgt! Leider hats mit Nachbarn nerven nicht geklappt. Der Motor saugt überhaupt nicht an. Ich und mein Vater haben jetzt mehrere Stunden dadran gefurkelt und sind zu dem Schluss gekommen, der VErgaser ist an irgendeiner Stelle dicht. Auf der einen Seite, da wo der Spritfilter ist, liegt zwischen der Gummidichtung und dem Vergaser so eine braune Matte. Ist das auch ein Filter, oder ist das eine Dichtung und die gehört zwischen Gummidichtung und Deckel? Ansonsten sieht weder die braune Matte noch das Sieb verschmutzt oder verstopft aus. Die andere Seite vom Vergaser hatte ich auch kurz aufgeschraubt, da erkenn ich persönlich nichts. Da hört mein Wissen auf. Da gibt es ne Membran und ein kleines gefedertes hebelchen das auf die Membran drückt, aber auch hier sieht nichts verschmutzt oder verstopft aus. Die Düsennadeln lassen sich beide in beide Richtungen drehen, also gehe ich davon aus, dass zumindest keine auf Anschlag dicht ist. Wie ist die Grundstellung von den Dingern? Bei den Methanolern musste man je nach Hersteller das Ding ganz reindrehen und dann 2-3 Umdrehungen raus. Gibts hier auch so eine Regel? Anscheinend gibts immer noch keine Anleitung zu dem Motor wo sowas mal drinstehen könnte...

LG, Björn

Sushi
08.06.2010, 16:41
Von meinem Nachbarn habe ich jetzt den Tip bekommen, die Membran mal mit etwas Sprit anzufeuchten. Wenn es hier irgendwann nochmal trocken wird, teste ich das heute Abend direkt.

Beim Zusammenbau des Vergasers bzw. dessen Montage an den Motor ist mir noch was aufgefallen:

Sowohl am Motor...
477068

Als auch am Vergaser und der dazugehörigen Dichtung...
477069

befindet sich ein kleines Loch, das Scheinbar auch Anschluss zum Vergaser bzw. zum Kurbelgehäuse hat. Der Vergaser war so montiert:
477071

Dadurch sind die Löcher nicht auf der gleichen Seite. Wozu ist das Loch gut? Ich denke, um irgendwas zu schmieren?!? Dann wäre das wohl fatal, oder nicht?

Damit die Löcher deckungsgleich sind und verbunden sind, müsste ich den Vergaser sorum montieren:
477070

Was ist jetzt richtig? Die Logik sagt mir, so wie zuletzt gezeigt. Montiert war er vorher aber andersrum.

Edit: Auf der DLE-Homepage ist der Vergaser so montiert wie er bei mir war, also so dass die Löcher keine Verbindung haben. Kann mir das bitte jemand erklären? Mir kommt das komisch vor...

Gerade kommt die Sonne raus...

LG, Björn

thomasH
08.06.2010, 21:19
Hallo Björn,

der Vergaser braucht in jedem Fall eine Verbindung vom Kurbelgehäuse zur Membranpumpe - denn diese wird mit den Druckschwankungen des Kurbelgehäuses angetrieben.
Dazu gibt es entweder eine Schlauchverbindung zwischen Vergaser und Kurbelgehäuse oder eine Bohrung der Art wie Du sie fotografiert hast.
Ich kenne jetzt den DLE30 nicht - aber es ist durchaus wahrscheinlich dass es sich dabei um die Verbindung für den Kurbelgehäusedruck handelt.

Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass der Vorbesitzer den Vergaser falsch herum eingebaut hat - es sei denn er ist nie geflogen.

Bau den Vergaser doch mal testhalber anderherum ein und prüfe ob er dann ansaugt.

Gruß
Thomas

Rexenen
08.06.2010, 22:04
Hi Björn,
kannst es ja mal so oder so ausprobieren. Mein Tip, alle Bohrungen Vergaser, Dichtung und Kurbelgehäuse müssen deckungsgleich sein.
Hatte gerade ähnlichen Ärger an meinem ZDZ :D:D:D
Der Motor wird vermutlich gar nicht anspringen wenn die Bohrungen nicht überein stimmen.

@Thomas: Die Hacker CAP war prima zu landen, aber stimmt schon, mittlerweile liegen da Welten bei gleicher Spannweite dazwischen ;)

Gruß Rexenen

Sushi
08.06.2010, 22:35
Also, kurzer Bericht:
Habe den Vergaser wieder sorum montiert, wie er war. Die Bilder auf der DLE-Homepage zeigen das ja auch so. Dann Membran angefeuchtet, der Motor hat auch gesaugt, und sprang nach ein paar Drehungen sofort an.

Das Loch ist übrogens auf der Seite vom Vergaser, wo der Filter sitzt, und nicht da, wo die Membran ist. Eine Schlauchverbindung gibts aber auch nicht.

Trotzdem werde ich das wohl nochmal wem zeigen, der da Ahnung von hat..
irgendwie klingt das mit dem Kurbelgehäuse logisch und es kommt mir wie gesagt auch die ganze Zeit komisch vor dass die nicht übereinandergehören sollen...
Außerdem wäre es praktischer weil ich das gasservo dann woanders hinbauen könnte, wo es nicht so nah an der Zündung ist.


LG, Björn

Rexenen
08.06.2010, 22:48
Ja wie jetzt?!?
Anspringen ist klar (Motor verdaut den durch die Chok Klappe angesaugten Sprit) aaaaber läuft er denn normal weiter, in allen Drehzahl und Lastbereichen? Hast ihn mal ne Zeit laufen lassen und nimmt er dann auch Gas an?

Sushi
08.06.2010, 23:04
Ja, mehrere Minuten in verschiedenen Gasstellungen, und nahm sogar zügig das Gas an.

LG, Björn

Rexenen
08.06.2010, 23:13
Dann wirds wol so stimmen, sehr komisch....???? Aber dann würde ich auch mal der Darstellung von DLE glauben.

Bin gespannt wie es weiter geht ;-)

Gruß Andi

thomasH
09.06.2010, 01:31
Das Loch ist übrogens auf der Seite vom Vergaser, wo der Filter sitzt, und nicht da, wo die Membran ist. Eine Schlauchverbindung gibts aber auch nicht.



Hallo Björn,

ein Wallbro Vergaser hat zwei Membranen. Unter dem "Blechdeckel" mit dem Druckausgsleichloch ist der Regelmembran, auf der anderen Seite unter dem Aludeckel mit der Zentralschraube die Pumpenmembran. Letztere braucht auch den Gehäusedruck.

Welches Loch wofür dient kann man meist auf Fotos schlecht erkennen - da muss man sich Motor und Vergaser immer genau ansehen.

Aber wenn er läuft wird es wohl richtig sein :)

Ganz verstanden habe ich diese Walbro Teile noch nie - bin immer froh wenn mein Benziner läuft.

Gruß
Thomas

Sushi
09.06.2010, 19:32
Um das Rätsel mal eben zu Lüften...
Gerade habe ich den Vergaser nochmal abgenommen, um der Sache auf den Grund zu gehen, da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren:
In der Gummidichtung gibt es(auf der anderen als der Fotografierten Seite) eine rundumlaufende Nut... Über diese Nut werden die Löcher auf beiden Seiten miteinander verbunden. Es ist also völlig egal, wie rum man den Vergaser montiert. Das gefällt, denn jetzt kann ich das Gasservo weiter hinten einbauen, was meinem Schwerpunkt zugute kommt und das Servo weiter weg von der Zündung bringt.

Eine Glaubensfrage?!? möchte ich noch in den Raum stellen: Sollte ich lieber (wie im Original) Fliesschaniere benutzen oder "richtige" ?

LG, Björn

IFLY2low4u
11.06.2010, 01:42
na bitte, glückwunsch zu dem endlich laufenden Motor...



Eine Glaubensfrage?!? möchte ich noch in den Raum stellen: Sollte ich lieber (wie im Original) Fliesschaniere benutzen oder "richtige" ?


hab meine Vliesscharniere mit einem billigen "dünnflüssigen" SK eingeklebt und das Modell hat gerade mal so den erstflug überstanden. Extra 300s 1,70 m SW von phoenix (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=199005)

Der SK ist leider nicht weit genug in den Scharnierschlitz eingedrungen und hat so nur die ersten 2 - 3 mm verklebt. Das konnte nicht vernünftig halten... Hab dann mit Laminierharz in einer Spritze mit Kanüle aus der Apotheke nachgebessert.

Grundsätzlich sind die Vliesscharniere super, wenn man einen guten und wirklich dünnflüssigen Sekundenkleber hat. Oder gleich Harz nehmen.

Viel Erfolg Dir mit deiner Extra
LG Andi

thomasH
11.06.2010, 18:47
hab meine Vliesscharniere mit einem billigen "dünnflüssigen" SK eingeklebt und das Modell hat gerade mal so den erstflug überstanden.

Hallo,
ich habe schon einige Modelle mit Vliess-Scharnieren gebaut (auch Kunstflugmodelle in der hier genannten Größe).
Hat immer gut funktioniert. Einzige Ausnahme: Bei meinem Trainer vor Jahren sind am Höhenruder mal zwei Scharniere im Laufe der Zeit durchvibriert.
Ich hatte damals den Fehler gemacht in Ungeduld die Scharniere mit Aktivator einzusprühen - das macht den Kleber und damit das Scharnier sehr spröde.

Ich bohre auch niemals irgendwelche Löcher in den Schlitz (was manche empfehlen).

Es ist vermutlich wichtig (wie Andi auch schreibt) wirklich dünnflüssigen Sekundenkleber zu nehmen der von der Kapillarwirkung des Vliess und vom Holz des Leitwerkes/Ruders in die Klebestelle gezogen wird.
Da Sekundenkleber bei Alterung zähflüssiger wird sollte man eine halbwegs frische Flasche nehmen. Dünnflüssiger Kleber muss wirklich wie Wasser sein - hat er eher eine Viskosität wie Öl oder Uhu ist er nicht mehr brauchbar !

Beim Kleben die Schwerkraft mithelfen lassen - d.h. Ruder/Leitwerk senkrecht stellen/halten.

Bei einem Gebrauchtflugzeug weiß man natürlich nicht was der Vorbesitzer gemacht hat. Aber den Halt der Scharniere kann man durch kräftiges Ziehen testen. Sind die Ruder fest kann man bedenkenlos fliegen.
Von Zeit zu Zeit sollte man dann die Scharniere optisch (notfalls mit Lupe) auf Risse prüfen. Da niemals alle Scharniere unvermittelt auf einmal komplett durchreißen kündigt sich diese Art Verschleiß rechtzeitig an. Auch der oben erwähnte Trainer hat keineswegs das Ruder verloren...


Gruß
Thomas

Sushi
11.06.2010, 21:50
Hallo Thomas,
über das Stadium "Schaniere testen" bin ich schon hinaus, seit ich das Ding in den Kofferraum geladen habe(einmal kurz ans Seitenruder gekommen=>ab), deswegen habe ich schon alle Ruder abgenommen. Es waren bloß 2 Schaniere dabei, die ich mit einem Messer durchtrennen musste, der Rest ließ sich ziemlich gewaltfrei herausziehen. Klebespuren nur auf den ersten 1-2mm.

Ich habe diese Fliesschaniere auch in vielen Modellen, aber die sind alle kleiner, deswegen fragte ich. Mittlerweile habe ich mich aber doch für "richtige" Schaniere entschieden, denn die Schlitze, in denen die Schaniere steckten, sind alle schön breit(1mm genau passend für richtige Schaniere). Warum, darf mich keiner fragen, aber dass die Fliesschaniere da auch mit dem richtigen Kleber nicht halten würden, ist auch klar.

Im Moment baue ich die Flächen für die neue Tigermoth meines Vaters, daher wirds erst nächste Woche an der Extra weitergehen(Nimmt die ganze Werkbank ein).

LG, Björn

thomasH
11.06.2010, 22:00
Das muss ein echter Seppel gewesen sein der die Kiste gebaut hat. Wenn ich an die kalten Lötstellen an den Eneloops denke, die dünnen Kabel, nun die Fliesscharniere....

Wobei dies wieder ein Beweis ist, dass man auch beim Bau ARF Modellen noch ein wenig von der Materie verstehen muss.


Gruß
Thomas

Sushi
11.06.2010, 22:51
Da ist schon ne Menge dran, aber:

Ich möchte den Mann hier keinesfalls schlecht aussehen lassen. Er war wirklich nett, und für den Preis, den ich letztenendes gezahlt habe, ist es völlig in Ordnung, dass ich jetzt noch einiges zu korrigieren habe.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob wirklich alle seine Modelle so aussehen, oder ob er dieses nur mal eben schnell zusammengeflickt hat. Fest steht z.B. dass vorher wohl ein anderer Schalldämpfer verbaut war(Aufkleber auf dem SLW und Aussparung in der Firewall). Evtl. hat er nur einige "Edelkomponenten" gerettet vor dem verkauf.

Letztendlich ist das alles völlig unerheblich, die Mängel werden alle ausgemerzt und dann gehts ab in die Luft ;-)

LG, Björn